DD238977A1 - Verfahren zur herstellung von diorganosilyldi(essigsaeureamiden) - Google Patents

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DD238977A1
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acetic acid
diorganosilyldi
acid amides
aryl
alkyl
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DD27808085A
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Alfred Tzschach
Wolfram Uhlig
Ulf Thust
Manfred Klepel
Original Assignee
Univ Halle Wittenberg
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Abstract

Die Erfindung betrifft zur Herstellung von Diorganosilyldi(essigsaeureamiden). Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung dieser Substanzen zu entwickeln, das von einfach zugaenglichen Verbindungen ausgeht und keine aufwendigen Technologien und umstaendliche Reaktionsfuehrungen beinhaltet. Das Verfahren zur Herstellung der Diorganosilyldi(essigsaeureamide) der allgemeinen Formelin der R1 Alkyl, Aryl oder Cycloalkyl sein kann und R2 Alkyl, Aryl, H bedeutet, ist gekennzeichnet dadurch, dass Diaminodiorganosilane mit Keten bei tiefen Temperaturen umgesetzt werden, wobei der Zusatz eines Katalysators moeglich ist.

Description

Aus NMR-Daten konnte für die gemäß Gl. (3) hergestellten Verbindungen eine Reinheit von über 95% ermittelt werden.
Ausf ü hru ngsbeispiele
Im folgenden soll die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert werden:
Beispiel 1
Dimethylsilyldi(essigsäuredimethylamid):
7,3g (0,05 mol) Me2Si(NMe2J2 werden im Reaktionsgefäß vorgelegt und auf -2O0C gekühlt. Dann leitet man innerhalb von 15 Minuten 4,2g (0,1 mol) Keten ein. Die Flüssigkeit färbt sich dabei gelb. Anschließend wird die Reaktionsmischung bei Zimmertemperatur drei Tage stehengelassen. Die Vollständigkeit der Umlagerung kann mittels NMR kontrolliert werden. Bei Destillation wird das Säureamid als farblose Flüssigkeit erhalten.
Kp:85°C/10~2Torr Ausbeute: 71%
Beispiel 2
Dimethylsilyldi(essigsäureamid:
4,5g (0,05 mol) Me2Si(NH2)2 werden im Reaktionsgefäß vorgelegt. In die auf -2O0C gekühlte Flüssigkeit leitet man innerhalb von 15 Minuten 4,2g (0,1 mol) Keten ein. Anschließend läßt man die Reaktionsmischung drei Tage bei Raumtemperatur stehen. Durch Zusatz eines Hexan/Ether-Gemisches wird das Säureamid in Form weißer Kristalle gefällt und im Vakuum getrocknet. Fp: 1280C Ausbeute: 77%
Beispiel 3
Diphenylsilyldi(essigsäurephenylmethylamid):
7,9g (0,02 mol) Ph2Si(NMePh)2 werden im Reaktionsgefäß vorgelegt. Man kühlt auf —400C und fügt 0,1 g Trimetylbromsilan zu. Anschließend leitet man 1,7 g (0,04 mol) Keten ein. Die leicht gelb gefärbte Flüssigkeit wird auf Raumtemperatur erwärmt. Man entfernt das Trimethylbromsilan im Vakuum. Die Reinheit beträgt 95%.
Ausbeute: 92%

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Herstellung von Diorganosilyldi(essigsäureamiden) der allgemeinen Formel
    in der R1 = Alkyl, Aryl oder Cycloalkyl sein kann und R2 = Alkyl, Aryl oder H bedeutet, gekennzeichnet dadurch, daß Diaminodiorganosilane mit Keten bei tiefen Temperaturen umgesetzt werden, wobei der Zusatz eines Katalysators möglich ist.
    2. Verfahren nach Anspruch 1 gekennzeichnet dadurch, daß Trimethylbromsilan als Katalysator verwendet wird.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Diorganosilyldi(essigsäureamiden), die als Zwischenprodukte in der chemischen Synthese von Interesse sind.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Diorganosilyldiessigsäuren und ihre Derivate sind bisher nicht beschrieben. Bekannt sind lediglich Triorganosilylessigsäurederivate, die durch Umsetzung von Triorganohalogensilanen mit metallierten Essigsäureestern (R. J. Fessenden und J. S. Fessenden, J. Org. Chem.32, 3535 [1967]) beziehungsweise durch Umsetzung von Triorganoaminosilanen mit Keten (I. F. Lutsenko, Y. I. Baukov, A. S. Kostyuk, N. I. Savelyeva und V. K. Krysina, J. Organometal. Chem. 17,241 [1969]) entstehen.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Diorganosilyldi(essigsäureamiden) zu entwickeln, das von einfach zugänglichen Verbindungen ausgeht und keine aufwendigen Technologien und umständliche Reaktionsführungen voraussetzt.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Die technische Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das es erlaubt, ausgehend von einfach zugänglichen Verbindungen die Diorganosilyldi(essigsäureamide) in glatter Reaktion zu gewinnen. Es wurde gefunden, daß Diaminodiorganosilane mit Keten gemäß Gl. (1) zu Di(ct-aminovinyloxy)diorganosilanen reagieren.
    2 -20°C 1
    R^) + 2 CH=CO » RSi
    1 + 2 CH2=C=O » R2Si(O-C=CH2J2 (1)
    NR
    R1 = Alkyl, Aryl, Cycloalkyl
    R2 = Alkyl, Aryl, H
    Die Reaktion wird bei -20°C ohne Lösungsmittel durchgeführt. Die resultierenden Silane lagern sich innerhalb von drei Tagen bei Raumtemperatur in die Diorganosilyldi(essigsäureamide) gemäß Gl. (2) um.
    1 20°C 1 n
    R|Si(0-C-CH2)2 > R2-Si(CH2-CtJ^)2 (2)
    NR 2
    In noch höherer Reinheit und ohne Zwischenprodukte werden die Titelverbindungen erhalten, wenn die Umsetzung der Diaminodiorganosilane mit Keten bei -400C unter Zusatz einer katalytischen Menge Trimethylbromsilan gemäß Gl. (3) durchgeführt wird.
    1 p -40°c 1 ^o
    R2-Sx(NRJ)2 + 2 CH2=C=O > RjSi(CH2-CCJJR2)2 (3)
    Me3SiBr 2
    Die Diorganosilyldi(essigsäureamide) sind farblose bis hellgelbe Flüssigkeiten, die sich bei Destillation im Vakuum zersetzen. Eine Ausnahme bildet das destillierbare Dimethylsilyldi(essigsäuredimethylamid). Die unsubstituierten Amide R2Si(CH2CONH2I2 kristallisieren aus einem Hexan/Ether-Gemisch.
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