DD261764A1 - Vorrichtung zum befestigen einer biegsamen druckplatte - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen einer biegsamen Druckplatte auf dem Plattenzylinder einer Rotationsdruckmaschine, bei der der Plattenzylinder mindestens einen axial verlaufenden Kanal besitzt, in dem eine mit einer druckplattenbreiten, achsparallelen Ausnehmung ausgestattete Hohlwelle und eine Welle drehbar koaxial angeordnet sind. Zur Gewaehrleistung einer voneinander unabhaengigen Klemmung bzw. Spannung beider bzw. einer der Kanten der Druckplatte ist mit der Hohlwelle eine Leiste fest verbunden und stehen mit der Welle zwei die Ausnehmung der Hohlwelle durchsetzende, an ihren den Umfang des Plattenzylinders zugewandten Enden im Abstand zueinander veraenderbare Leisten, in Verbindung. Fig. 1
Description
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen einer biegsamen Druckplatte auf dem Plattenzylinder einer Rotationsdruckmaschine.
Es ist eine Lösung bekannt (DE-PS 1945535), bei der in einem im Plattenzylinder axial verlaufenden, die gebogenen Kanten beider Enden der Druckplatte aufnehmenden Kanal eine mit einer Ausnehmung zum Einführen der Kanten der Druckplatte ausgestattete Hohlwelle und eine Welle drehbar koaxial angeordnet sind. Die Welle besitzt eine Längsnut, in die die in Drehrichtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante der Druckplatte mit einer eingerollten Verstärkung eingelegt wird, während die vorlaufende Kante der Druckplatte in eine zur Welle offenen Aussparung der Hohlwelle benachbart zur nachlaufenden Kante der Druckplatte eingeschoben wird. Während die Druckplatte durch ein Verdrehen der innen liegenden Welle gespannt wird, dient die verdrehbare Hohlwelle bei entspannter Druckplatte zur Verstellung des Umfangsregisters. · Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist, daß die beiden Kanten der Druckplatte nicht getrennt geklemmt werden können und dadurch bei der Anordnung mehrerer Vorrichtungen zur Mehrfachbelegung des Plattenzylinders mit Druckplatten in Umfangsrichtung beim Auflegen oder Abnehmen einer Druckplatte jeweils die Kante der anderen, sich in Umfangsrichtung anschließenden Druckplatte mit gelöst und teilweise verschoben wird.
Ein weiterer Nachteil ist, daß die in Drehrichtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante zusätzlich eingerollt und deshalb auch relativ lang ausgeführt werden muß.
Schließlich wird die Verdrehbarkeit der Hohlwelle für die eigentliche Klemmung bzw. Spannung der Kanten der Druckplatte nicht wirksam, und die spezielle Anordnung der Hohlwelle im Plattenzylinder und ihre Benutzung als verstellbare Anlegekante für die in Drehrichtung des Plattenzylinders vorlaufende Kante der Druckplatte läßtauf Grund eines mehr oder weniger großen funktionell bedingten Hohlraumes am Umfang des Plattenzylinders Zweifel an einer exakten Anlage dieser Kante entstehen. Bei Verdrehung der Welle wird zwar die nachlaufende Kante der Druckplatte in den Kanal gezogen, jedoch kann gestaltungsbedingt auf diese Kante keine effektive tangential am Plattenzylinder wirkende Spannkraft ausgeübt werden. Dieser Effekt ist jedoch besonders bei schnellaufenden Rotationsdruckmaschinen im Sinne eines sicheren Sitzes der Druckplatte auf dem Plattenzylinder wünschenswert, indem während des Maschinenlaufes das Auswalzen der Druckplatte zur nachlaufenden Kante der Druckplatte in Verbindung mit einer die Festigkeit dieser Kante gefährdenden Biegewechselbeanspruchung weitestgehend vermieden wird.
Ziel der Erfindung ist, eine einfach herzustellende und zu bedienende Vorrichtung zu schaffen, mit der an beiden Enden mit einer einfachen Kante ausgestattete Druckplatten, insbesondere bei deren mehrfachen Anordnung in Umfangsrichtung des Plattenzylinders, sicher und rationell auf letzterem unabhängig von seiner Drehzahl befestigt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung mit mindestens einem im Plattenzylinder axial verlaufenden, die gebogenen Kanten beider Enden der Druckplatte aufnehmenden Kanal, in dem eine mit einer druckplattenbreiten, achsparallelen Ausnehmung ausgestattete Hohlwelle und eine Welle drehbar, koaxial angeordnet sind, so zu gestalten, daß beide Kanten der Druckplatten getrennt voneinander geklemmt und die in Drehrichtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante der Druckplatte zusätzlich in tangentialer Richtung gespannt werden können. Dies wird erreicht, indem erfindungsgemäß mit der Hohlwelle eine Leiste fest verbunden ist sowie mit der Welle zwei die Ausnehmung der Hohlwelle unter Verdrehspiel durchsetzende, an ihren den Umfang des Plattenzylinders zugewandten Enden im Abstand zueinander veränderbare Leisten, und von diesem mindestens eine Leiste fest, in Verbindung stehen und jeweils die in Drehrichtung des Plattenzylinders vorlaufende Leiste als
Klemmleiste gegen die an der benachbarten Seitenfläche des Kanals anliegende vorlaufende Kante der Druckplatte, die nachlaufende Leiste als Spannleiste gegen die Innenseiten sowie die mittlere Leiste als Klemmleiste gegen die Außenseite der nachlaufenden Kante der Druckplatte schwenkbar ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet eine voneinander unabhängige Klemmung beider Kanten und zusätzlich eine Spannung der in Drehrichtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante der Druckplatte. Dadurch ist ein sicherer Sitz der Druckplatte auf dem Plattenzylinder auch bei sehr schnell laufenden Rotationsdruckmaschinen gewährleistet. Bei mehrfacher Anordnung von Druckplatten in Umfangsrichtung des Plattenzylinders können die Kanten der einen Druckplatte ohne Beeinflussung der Befestigung der nachfolgenden Druckplatte geklemmt und gespannt sowie gelöst werden. Bei der Abnahme einer Druckplatte kann die zwischen mittlerer Klemmleiste und Spannleiste geklemmte nachlaufende Kante der Druckplatte durch ein gemeinsames Verschwenken dieser Leisten in Richtung der nachlaufenden Seitenfläche des Kanals entspannt und daraus resultierend die vorlaufende Kante der Druckplatte nach dem Lösen ihrer Klemmung von der vorlaufenden Seitenfläche des Kanals abgehoben werden. Darauf kann die Druckplatte unter entsprechender Verdrehung des Plattenzylinders ohne eine Beschädigung der nachlaufenden Kante der Druckplatte vom Plattenzylinder abgenommen werden, wobei zum Schluß die Klemmung der nachlaufenden Kante der Druckplatte gelöst wird. Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich gegenüber bekannten vergleichbaren Lösungen durch einen geringen Platzbedarf, einen geringen Aufwand für die Fertigung und Montage der Einzelteile, eine hohe Funktionssicherheit und Verschleißfestigkeit sowie einen geringen Wartungsaufwand aus. Letztlich gestattet die Vorrichtung den Einsatz einfacher Bedienelemente.
Hinsichtlich Anordnung und Gestaltung beider Klemmleisten und der Spannleiste läßt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung dahingehend variieren, daß erfindungsgemäß die Spannleiste fest mit der Hohlwelle verbunden und die Klemmleiste für die in Drehrichtung des Plattenzylinders vorlaufende Kante der Druckplatte in einer Aussparung der Welle befestigt ist, sich die Klemmleiste für die nachlaufende Kante der Druckplatte kippbar in der Aussparung der Welle und auf der einen Längsseite über Druckfedern gegen die Klemmleiste für die vorlaufende Kante der Druckplatte und mit ihrer anderen Längsseite in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung der nachlaufenden Kante der Druckplatte gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche des Kanals fixierenden, die Spannleiste in einer Bohrung durchsetzenden Anschlag abstützt oder die Spannleiste fest mit der Hohlwelle verbunden ist und beide Klemmleisten gemeinsam in einer Aussparung der Welle befestigt sind und die Klemmleiste für die in Drehrichtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante der Druckplatte als Blattfeder ausgebildet ist, die sich in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung dieser Kante der Druckplatte gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche des Kanals fixierenden, die Spannleiste in einer Bohrung durchsetzenden Anschlag abstützt oder die Klemmleiste für die in Drehrichtung des Plattenzylinders vorlaufende Kante der Druckplatte fest mit der Hohlwelle verbunden ist, die Spannleiste in einer Aussparung der Welle befestigt ist und sich die Klemmleiste für die nachlaufende Kante der Druckplatte kippbar in der Aussparung der Welle und auf der einen Längsseite über Druckfedern gegen die Klemmleiste für die vorlaufende Kante der Druckplatte und mit ihrer anderen Längsseite in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung der nachlaufenden Kante der Druckplatte gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche des Kanals fixierenden, die Spannleiste in einer Bohrung durchsetzenden Anschlag abstützt oder die Klemmleiste für die in Drehrichtung des Plattenzylinders vorlaufende Kante der Druckplatte fest mit der Hohlwelle verbunden ist sowie die als Blattfeder ausgebildete Klemmleiste und die Spannleiste für die nachlaufende Kante der Druckplatte in einer Aussparung der Welle befestigt sind und sich die Blattfeder für die nachlaufende Kante der Druckplatte in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung dieser Kante gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche des Kanals fixierenden, die Spannleiste in einer Bohrung durchsetzenden Anschlag abstützt. Bei allen vier Varianten wird die Klemmleiste für die in Drehrichtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante der Druckplatte bei der Klemmung und Spannung dieser Kante durch die Spannleiste gegen die Federkraft bewegt und dazu entgegengesetzt gegenüber der zurückschwenkenden Spannleiste einen Einführspalt für die Kante der Druckplatte bildend von dem Anschlag in einer bestimmten Stellung fixiert. Damit entfallen für die Klemmleiste für die nachlaufende Kante der Druckplatte gesonderte Bedienelemente.
Bei der ersten und dritten Variante ist jeweils die kippbar angeordnete Klemmleiste für die nachlaufende Kante der Druckplatte wechselweise mit der festen Klemmleiste für die vorlaufende Kante der Druckplatte bzw. der festen Spannleiste in der Welle gepaart, und jeweils die dritte Leiste mit der Hohlwelle fest verbunden, während bei der zweiten analog zur ersten und der vierten analog zur dritten Variante die Klemmleiste für die nachlaufende Kante der Druckplatte jeweils als feste Blattfeder ausgebildet ist. Günstige Möglichkeiten zur Sicherung der kippbar angeordneten Klemmleiste für die nachlaufende Kante der Druckplatte im Kanal des Plattenzylinders gemäß erster und dritter Variante bestehen darin, daß erfindungsgemäß sich diese Klemmleiste über einen seitlich überstehenden Absatz jeweils im Bereich der innen liegenden Längsseitederfest in der Aussparung der Welle angeordneten Leiste formschlüssig nach außen in radialer Richtung des Plattenzylinders abstützt oder der den Abstand zur nachlaufenden Seitenfläche des Kanals fixierende Anschlag fest mit dieser Klemmleiste verbunden ist oder sich diese Klemmleiste beiderseitig außerhalb des Bereiches letzterer nach außen in radialer Richtung des Plattenzylinders jeweils gegen einen im Kanal angeordneten Ring abstützt. Im letzteren Fall kann erfindungsgemäß der Ring auch als Ringsegment ausgebildet und die Klemmleiste für die nachlaufende Kante der Druckplatte für die Ringe oder Ringsegmente seitlich mit je einem Absatz oder speziell nur für die Ringsegmente mit jeweils einer Aussparung ausgestattet sein.
Bei der zweiten und vierten Variante mit einer als Blattfeder ausgebildeten Klemmleiste für die nachlaufende Kante der Druckplatte können erfindungsgemäß auch die andere Klemmleiste und die Spannleiste wahlweise aus einer Blattfeder bestehen. Neben dem geringen Platzbedarf für die Blattfedern kann zusätzlich deren Elastizität funktionell vorteilhaft — beispielsweise für ein elastisches Nachspannen der nachlaufenden Kante der Druckplatte genutzt werden.
Die Erfindung soll nachstehend an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Klemmung der in Drehrichtung des Plattenzylinders vorlaufenden Kante der Druckplatte und einer Klemmung sowie Spannung der nachlaufenden Kante der Druckplatte im Querschnitt eines Plattenzylinders
Fig. 2: eine Variante zu Fig. 1 mit einer veränderten Sicherung der kippbar angeordneten Klemmleiste für die nachlaufende
Kante der Druckplatte im Kanal des Plattenzylinders Fig. 3: zwei weitere durch strichpunktierte Darstellungsweise sich unterscheidende Varianten zu Fig. 1 mit analoger Wirkung gemäß Fig. 2
Fig. 4: eine Variante zu Fig. 1 mit einer als Blattfeder ausgestatteten Klemmleiste für die nachlaufende Kante der Druckplatte Fig. 5: eine Variante zu Fig.4 mit ebenfalls als Blattfeder ausgestatteter Spannleiste und Klemmleiste für die vorlaufende
Kante der Druckplatte Fig. 6: eine Variantezu Fig. 1 mitwechselseitigem Tauschder Zuordnung von der Klemmleiste für die vorlaufende Kante der
Druckplatte und der Spannleiste zur Welle bzw. Hohlwelle Fig. 7: eine Variantezu Fig.2 in analogerAbwandlung gemäß Fig.6 Fig. 8: zwei Varianten zu Fig.3inanalogerAbwandlunggemäßFig.6 Fig. 9: eineVariantezuFig.4inanalogerAbwandlunggemäßFig.6 Fig.10: eine Variantezu Fig. 5in analoger Abwandlung gemäß Fig. 6 Fig. 11: einen Längsschnitt A-Agemäß Fig.3
Fig. 1 zeigt den Querschnitteines Plattenzylinders 1, der einen axial verlaufenden, die gebogenen Kanten 2; 3 beider Enden der Druckplatte 4 aufnehmenden Kanal 5 besitzt, in dem eine Welle 6 und auf dieser koaxial eine mit einer mindestens . druckplattenbreiten, achsparallelen Ausnehmung 7 ausgestattete Hohlwelle 8 angeordnet ist. An einer Längsseite 9 der Ausnehmung 7 ist eine Spannleiste 10 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 und in einer Aussparung 11 der Welle 6 eine Klemmleiste 12 für die vorlaufende Kante 2 der Druckplatte 4 befestigt. Ebenfalls stützt sich längsseitig in der Aussparung 11 eine Klemmleiste 13 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 kippbar und entgegengesetzt dazu in radialer Richtung des Plattenzylinders 1 über einen seitlich überstehenden Absatz 14 im Bereich der innen liegenden Längsseite der anderen Klemmleiste 12 ab.
Die Ausnehmung 7 der Hohlwelle 8 ist mindestens so groß, daß die sie durchsetzenden, bzw. in ihr angeordneten Klemmleisten 12; 13 und die Spannleiste 10 das für den Klemmvorgang der vorlaufenden Kante 2 und den Klemm-und Spannvorgang der nachlaufenden Kante 3 der Druckplatte 4 erforderliche Verdrehspiel besitzen.
Während zur getrennten Betätigung der Klemmleiste 12 für die vorlaufende Kante 2 der Druckplatte 4 und der Spannleiste 10 an der Stirnseite des Plattenzylinders 1 mit der Welle 6 und der Hohlwelle 8 nicht dargestellte Bedienelemente verbunden sind — beispielsweise mit Stellschrauben in Kombination mit Federelementen ausgestattete, durch verstellbare Anschläge in ihrer Bewegung begrenzte Stellhebel—,wird die sich über Druckfedern 15 gegen die Klemmleiste 12 für die vorlaufende Kante 2 der Druckplatte 4 abstützende Klemmleiste 13 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 von der Spannleiste 10 mitgeführt. Ein an der in Drehrichtung des Plattenzylinders 1 nachlaufenden Seitenfläche 16 des Kanals befestigter, die Spannleiste 10 in einer Bohrung 17 durchsetzender Anschlag 18 begrenzt die Schwenkbewegung der Klemmleiste 13 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4r so daß gegenüber der weiter zurückschwenkenden Spannleiste 10 ein Einführspalt für die nachlaufende Kante3 der Druckplatte 4 entsteht.
Eine mittels Schrauben lösbar in den Plattenzylinder 1 eingesetzte Brücke 19 (Fig. 1-10) erleichtert die Montage und insbesondere die Demontage im Reparaturfall der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die vorlaufende Kante 2 der auf dem Plattenzylinder 1 zu befestigenden Druckplatte 4 wird in den Kanal 5 eingeführt und an dessen in Drehrichtung des Plattenzylinders 1 vorlaufende Seitenfläche 20 zur Anlage gebracht und durch ein Verschwenken der Welle 6 nach links mit der Klemmleiste 12 geklemmt. Hierauf wird die Druckplatte 4 unter entsprechender Verdrehung des Plattenzylinders 1 auf dessen Umfang aufgelegt und dann ihre nachlaufende Kante 3 in dem Spalt zwischen der an der nachlaufenden Seitenfläche 16 des Kanals 5 anliegenden Spännleiste 10 und der durch den Anschlag 18 fixierten Klemmleiste 13 radial eingeführt und nachfolgend durch ein Verschwenken der Hohlwelle 8 und damit der Spannleiste 10 nach links gegen die Innenseite 21 dieser, mit ihrer Außenseite 22 an der Klemmleiste 13 anliegenden Kante 3 der Druckplatte 4 zunächst geklemmt und nachfolgend durch eine weitere Verdrehung der Hohlwelle 8 nach links und damit gemeinsames Verschwenken von Spannleiste 10 und Klemmleiste 13 in tangentialer Richtung des Plattenzylinders 1 gespannt.
Beim Abnehmen der Druckplatte 4 wird unter Umkehrung der beschriebenen Vorgänge zunächst die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 entspannt, so daß sich nach dem Entklemmender vorlaufenden Kante 2 der Druckplatte 4 letztere unter Verdrehung des Plattenzylinders 1 von dessen Umfang abziehen läßt und abschließend die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 nach der Entklemmung aus dem Kanal 5 entnommen werden kann. Diese Verfahrenweise garantiert eine beschädigungslose Abnahme der Druckplatte 4, da ein Auswalzen bzw. Beschädigen der zunächst noch im Kanal 5 gesicherten nachlaufenden Kante 3 der Druckplatte 4 beim Verdrehung des Plattenzylinders 1 verhindert wird.
Bei einer Mehrfach belegung des Plattenzylinders 1 mit Druckplatten 4 in Umfangsrichtung sind entsprechend mehrere erfindungsgemäße Vorrichtungen zur Befestigung der Druckplatten 4 vorzusehen. Dabei ist in Fig. 1 die vorlaufende Kante 2 der ersten Druckplatte und die nachlaufende Kante 3 der letzten Druckplatte in Umfangsrichtung des Plattenzylinders 1 zugehörig. Die getrennt betätigbaren Klemmleisten 12; 13 und Spannleiste 10 garantieren eine voneinander unabhängige Befestigung aller Druckplatten 4 in Umfangsrichtung des Plattenzylinders 1.
Auch ist mit den erfindungsgemäßen Vorrichtungen die getrennte Befestigung mehrerer einzelseitenbreiter Druckplatten längs des Plattenzylinders 1 möglich, indem die Bedienelemente für die jeweils innen und außen auf dem Umfang des Plattenzylinders 1 angeordneten Einzelseitendruckplatten wechselseitig an beiden Stirnseiten des Plattenzylinders 1 angeordnet sind.
Die Fig. 2 und 3 zeigen sich hinsichtlich ihrer Funktion nicht unterscheidende Ausführungsvarianten zu Fig. 1. Dabei wird in Fig. 2 abweichend zu Fig. 1 die Klemmleiste 13 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 durch den fest mit ihr verbundenen Anschlag 18 in radialer Richtung des Plattenzylinders 1 im Kanal 5 gesichert, während diese Funktion in Fig.3 seitlich außerhalb des Bereiches der Druckplatte 4 an der Klemmleiste 13 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 angeordnete Absätze 23 (Fig. 11) übergreifende, im Kanal 5 angeordnete Ringe 24 übernehmen. Letztere können, wie in Fig. 3 und in Fig. 11 (rechte Hälfte) durchstrichpunktierte Darstellung angedeutet, durch die Klemmleiste 13 in jeweils einer Aussparung 25 durchsetzende Ringsegmente 26 ersetzt werden.
In Fig. 4 ist die Klemmleiste für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 als fest mit der Welle 6 verbundene Blattfeder 27 ausgebildet, die unter Vorspannung die Klemmkraft für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 ausübend gegen die Spannleiste 10 drückt und bei letzterem Zurückschwenken gegen die nachlaufende Seitenfläche 16 des Kanals 5 von dem Anschlag 18 zur Bildung des Einführspaltes für die an dieser Stelle mit einem Schlitz versehene nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 fixiert wird.
In Fig. 5 sind abweichend zu Fig.4 auch die Klemmleiste für die vorlaufende Kante 2 der Druckplatte 4 und die Spannleiste als Blattfedern 28; 29 ausgebildet. Neben der platzsparenden, kostengünstigen Bauweise ist bei dieser Anordnung die elastische Verformbarkeit der Blattfedern 28; 29 zusätzlich für einen Nachspanneffekt nutzbar.
Die Fig, 6 bis 10 zeigen den Fig. 1 bis 5 gleichwertige Varianten der Erfindung, bei denen anstatt jeweiliger paarweiser Anordnung beider Klemmleisten 12; 13 in der Aussparung 11 der Welle 6 und fester Verbindung der Spannleiste 10 mit der Hohlwelle 8 (Fig. 1-5) immer die Klemmleiste 13 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 gemeinsam mit der Spannleiste 10 in der Aussparung 11 der Welle 6 angeordnet sind, und die Klemmleiste 12 für die vorlaufende Kante 2 der Druckplatte 4 mit der Hohlwelle 8 fest verbunden ist (Fig. 6-10).
Unter diesem Aspekt entsprechen die Fig. 1 der Fig. 6, die Fig. 2 der Fig.7, die Fig. 3 der Fig. 8, die Fig.4 der Fig.9 und die Fig.5 der
Fig. 10. '
Claims (12)
1. Vorrichtung zum Befestigen einer biegsamen Druckplatte auf dem Plattenzylinder einer Rotationsdruckmaschine mit mindestens einem im Plattenzylinder axial verlaufenden, die gebogenen Kanten beider Enden der Druckplatte aufnehmenden Kanal, in dem eine mit einer druckplattenbreiten, achsparallelen Ausnehmung ausgestattete Hohlwelle und eine Welle koaxial angeordnet sind, gekennzeichnet dadurch, daß mit der Hohlwelle (8) eine Leiste fest verbunden ist sowie mit der Welle (6) zwei die Ausnehmung (7) der Hohlwelle (8) unter Verdrehspiel durchsetzenden, an ihren den Umfang des Plattenzylinders (1) zugewandten Enden im Abstand zueinander veränderbare Leisten, und von diesen mindestens eine Leiste fest, in Verbindung stehen und jeweils die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) vorlaufende Leiste als Klemmleiste(12) gegen die an der benachbarten Seitenfläche (20) des Kanals (5) anliegende vorlaufende Kante(2) der Druckplatte (4), die nachlaufende Leiste als Spannleiste (10) gegen die Innenseite (21) sowie die mittlere Leiste als Klemmleiste (13) gegen die Außenseite (22) der nachlaufenden Kante (3) der Druckplatte (4) schwenkbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch !,gekennzeichnet dadurch, daß die Spannleiste (10) fest mit der Hohlwelle (8) verbunden und die Klemmleiste (12) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) vorlaufende Kante (2) der Druckplatte (4) in einer Aussparung (11) der Welle (6) befestigt ist, sich. die Klemmleiste (13) für die nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) kippbar in der Aussparung (11) der Welle (6) und auf der einen Längsseite über Druckfedern (15) gegen die Klemmleiste (12) für die vorlaufende Kante (2) der Druckplatte (4) und mit ihrer anderen Längsseite in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung der nachlaufenden Kante (3) der Druckplatte (4) gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche (16) des Kanals (5) fixierenden, die Spannleiste (10) in einer Bohrung (17) durchsetzenden Anschlag (18) abstützt.
3. Vorrichtung nach Anspruch !,gekennzeichnet dadurch, daß die Spannleiste (10) fest mit der Hohlwelle (8) verbunden ist und beide Klemmleisten (12; 13) gemeinsam in einer Aussparung (11) der Welle (6) befestigt sind und die Klemmleiste für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) als Blattfeder (27) ausgebildet ist, die sich in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung dieser Kante (3) der Druckplatte (4) gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche (16) des Kanals (5) fixierenden, die Spannleiste (10) in einer Bohrung (17) durchsetzenden Anschlag (18) abstützt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Klemmleiste (12) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) vorlaufende Kante (2) der Druckplatte (4) fest mit der Hohlwelle (8) verbunden ist, die Spannleiste (10) in einer Aussparung (11) der Welle (6) befestigt ist und sich die Klemmleiste (13) für die nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) kippbar in der Aussparung (11) derWelle (6) und auf dereinen Längsseite über Druckfedern (15) gegen die Klemmleiste (12) für die vorlaufende Kante (2) der Druckplatte (4) und mit ihrer anderen Längsseite in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung der nachlaufenden Kante (3) der Druckplatte (4) gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche (16) des Kanals (5) fixierenden, die Spannleiste (10) in einer Bohrung (17) durchsetzenden Anschlag (18) abstützt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Klemmleiste (12) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) vorlaufende Kante (2) der Druckplatte (4) fest mit der Hohlwelle (8) verbunden ist sowie die als Blattfeder (27) ausgebildete Klemmleiste und die Spannleiste (10) für die nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) in einer Aussparung (11) der Welle (6) befestigt sind und sich die Blattfeder (27) für die nachlaufende Kante (3) der Druckplätte (4) in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung dieser Kante (3) gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche (16) des Kanals (5) fixierenden, d'e Spannleiste (10) in einer Bohrung (17) durchsetzenden Anschlag (18) abstützt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder4, gekennzeichnet dadurch, daß sich die Klemmleiste (13) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) über einen seitlich überstehenden Absatz (14) jeweils im Bereich der innen liegenden Längsseite der fest in der Aussparung (11) der Welle (6) angeordneten Leiste formschlüssig nach außen in radialer Richtung des Plattenzylinders (1) abstützt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 4, gekennzeichnet dadurch, daß der Anschlag (18) fest mit der Klemmleiste (13) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 4, gekennzeichnet dadurch, daß sich die Klemmleiste (1.3) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) beiderseitig
außerhalb des Bereiches letzterer nach außen in radialer Richtung des Plattenzylinders (1) jeweils gegen einen im Kanal angeordneten Ring (24) abstützt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet dadurch, daß der Ring als Ringsegment (26) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, gekennzeichnet dadurch, daß die Klemmleiste (13) für die in Drehrichtung des Piattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) seitlich mit je einem Absatz (23) ausgestattet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet dadurch, daß die Ringsegmente (26) jeweils eine Aussparung (25) der Klemmleiste (13) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) durchsetzen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 5, gekennzeichnet dadurch, daß die Klemmleiste (13) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) vorlaufende Kante (2) der Druckplatte (4) und die Spannleiste (10) wahlweise als Blattfeder (28; 29) ausgebildet sind.
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1987
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