DD262192A1 - Vorrichtung zum befestigen einer biegsamen druckplatte - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen einer biegsamen Druckplatte auf dem Plattenzylinder einer Rotationsdruckmaschine, bei der der Plattenzylinder mindestens einen axial verlaufenden Kanal besitzt, in dem eine mit einer druckplattenbreiten, achsparallelen Ausnehmung ausgestattete Hohlwelle und eine Welle drehbar koaxial angeordnet sind. Zur Gewaehrleistung einer voneinander unabhaengigen Klemmung bzw. Spannung beider bzw. einer der Kanten der Druckplatte ist an der Welle eine die Ausnehmung der Hohlwelle durchsetzende Klemmleiste und an der Hohlwelle eine Spannleiste befestigt und steht dazwischen eine weitere Klemmleiste mit ihrem dem Umfang des Plattenzylinders zugewandten Ende im Abstand zur Spannleiste veraenderbar mit der Hohlwelle in Verbindung. Fig. 1
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen einer biegsamen Druckplatte auf dem Plattenzylinder einer Rotationsdruckmaschine.
Es ist eine Lösung bekannt (DE-PS 1945535), bei der in einem im Plattenzylinder axial verlaufenden, die gebogenen Kanten beider Enden der Druckplatte aufnehmenden Kanal eine mit einer Ausnehmung zum Einführen der Kanten der Druckplatte ausgestattete Hohlwelle und eine Welle drehbar koaxial angeordnet sind. Die Welle besitzt eine Längsnut, in die die in Drehrichtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante der Druckplatte mit einer eingerollten Verstärkung eingelegt wird, während die vorlaufende Kante der Druckplatte in eine zur Welle offene Aussparung der Hohlwelle benachbart zur nachlaufenden Kante der Druckplatte eingeschoben wird. Während die Druckplatte durch ein Verdrehen der innen liegenden Welle gespannt wird, dient die verdrehbare Hohlwelle bei entspannter Druckplatte zur Verstellung des Umfangsregisters. Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist, daß die beiden Kanten der Druckplatte nicht getrennt geklemmt werden können und dadurch bei der Anordnung mehrerer Vorrichtungen zur Mehrfachbelegung des Plattenzylinders mit Druckplatten in Umfangsrichtung beim Auflegen oder Abnehmen einer Druckplatte jeweils die Kante der anderen, sich in Umfangsrichtung anschließenden Druckplatte mit gelöst und teilweise verschoben wird.
Ein weiterer Nachteil ist, daß die in Drehriehtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante zusätzlich eingerollt und deshalb auch relativ lang ausgeführt werden muß.
Schließlich wird die Verdrehbarkeit der Hohlwelle für die eigentliche Klemmung bzw. Spannung der Kanten der Druckplatte nicht wirksam, und die spezielle Anordnung der Hohlwelle im Plattenzylinder und ihre Benutzung als verstellbare Anlegekante für die in Drehriehtung des Plattenzylinders vorlaufende Kante der Druckplatte läßt auf Grund eines mehr oder weniger großen funktionell bedingten Hohlraumes am Umfang des Plattenzylinders Zweifel an einer exakten Anlage dieser Kante entstehen. Bei Verdrehung der Welle wird zwar die nachlaufende Kante der Druckplatte in den Kanal gezogen, jedoch kann gestaltungsbedingt auf diese Kante keine effektive tangential am Plattenzylinder wirkende Spannkraft ausgeübt werden. Dieser Effekt ist jedoch besonders bei schnellaufenden Rotationsdruckmaschinen im Sinne eines sicheren Sitzes der Druckplatte auf dem Plattenzylinder wünschenswert, indem während des Maschinenlaufes das Auswalzen der Druckplatte zur nachlaufenden Kante der Druckplatte in Verbindung mit einer die Festigkeit dieser Kante gefährdenden Biegewechselbeanspruchung weitestgehend vermieden wird.
Ziel der Erfindung ist, eine einfach herzustellende und zu bedienende Vorrichtung zu schaffen, mit der an beiden Enden mit einer einfachen Kante ausgestattete Druckplatten, insbesondere bei deren mehrfachen Anordnung in Umfangsrichtung des Plättenzylinders, sicher und rationell auf letzterem unabhängig von seiner Drehzahl befestigt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung mit mindestens einem im Plattenzylinder axial verlaufenden, die gebogenen Kanten beider Enden der Druckplatte aufnehmenden Kanal, in dem eine mit einer druckplattenbreiten, achsparallelen Ausnehmung ausgestattete Hohlwelle und eine Welle drehbar, koaxial angeordnet sind, so zu gestalten, daß beide Kanten der Druckplatten getrennt voneinander geklemmt und die in Drehriehtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante der Druckplatte zusätzlich in tangentialer Richtung gespannt werden können. Dies wird erreicht, indem erfindungsgemäß ander Welle eine die Ausnehmung der Hohlwelle unter Verdrehspiel durchsetzende, gegen die an der benachbarten Seitenfläche des Kanals anliegende, in Drehriehtung des Plattenzylinders vorlaufende Kante der Druckplatte schwenkbare Klemmleiste und an der Hohlwelle eine gegen die Innenseite der nachlaufenden Kante der Druckplatte schwenkbare Spannleiste befestigt ist und dazwischen eine gegen die Außenseite der nachlaufenden Kante der Druckplatte schwenkbare Klemmleiste mit ihrem den Umfang des Plattenzylinders zugewandten Ende im Abstand zur Spannleiste veränderbar mit der Hohlwelle in Verbindung steht. Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet eine voneinander unabhängige Klemmung beider Kanten und zusätzlich eine Spannung der in Drehriehtung des Plattenzylinders nachlaufenden Kante der Druckplatte. Dadurch ist ein sicherer Sitz der Druckplatten auf dem Plattenzylinder auch bei sehr schnell laufenden Rotationsdruckmaschinen gewährleistet. Bei mehrfacher Anordnung von Druckplatten in Umfangsrichtung des Plattenzylinders können die Kanten der einen Druckplatte ohne Beeinflussung der Befestigung der nachfolgenden Druckplatte geklemmt und gespannt sowie gelöst werden. Bei der Abnahme einer Druckplatte kann die zwischen mittlerer Klemmleiste und Spannleiste geklemmte nachlaufende Kante der Druckplatte durch ein gemeinsames Verschwenken dieser Leisten in Richtung der nachlaufenden Seitenfläche des Kanals entspannt und daraus resultierend die vorlaufende Kante der Druckplatte nach dem Lösen ihrer Klemmung von der vorlaufenden Seitenfläche des Kanals abgehoben werden. Darauf kann die Druckplatte unter entsprechender Verdrehung des Plattenzylinders ohne eine Beschädigung der nachlaufenden Kante der Druckplatte vom Plattenzylinder abgenommen werden, wobei zum Schluß die Klemmung der nachlaufenden Kante der Druckplatte gelöst wird.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich gegenüber bekannten vergleichbaren Lösungen durch einen geringen Platzbedarf, einen geringen Aufwand für die Fertigung und Montage der Einzelteile, eine hohe Funktionssicherheit und Verschleißfestigkeit sowie einen geringen Wartungsaufwand aus. Letztlich gestattet die Vorrichtung den Einsatz einfacher Bedienelemente.
Hinsichtlich Gestaltung und Funktion der keine besondere Bedienelemente erfordernden Klemmleiste für die in Drehriehtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante der Druckplatte läßt sich die Vorrichtung dahingehend variieren, daß erfindungsgemäß diese Klemmleiste sich kippbar in einer Aussparung der Hohlwelle und auf der einen Längsseite über Druckfedern gegen die Klemmleiste für die vorlaufende Kante der Druckplatte und mit ihrer anderen Längsseite in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung der nachlaufenden Kante der Druckplatte gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche des Kanals fixierenden, die Spannleiste in einer Bohrung durchsetzenden Anschlag abstützt oder als Blattfeder ausgebildet und fest mit der Hohlwelle verbunden ist und sich in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung dieser Kante der Druckplatte gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche des Kanals fixierenden, die fest mit der Hohlwelle verbundene Spannleiste in einer Bohrung durchsetzenden Anschlag abstützt.
Bei beiden Varianten wird die Klemmleiste für die in Drehrichtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante der Druckplatte bei der Klemmung und Spannung dieser Kante durch die Spannleiste gegen die Federkraft bewegt und dazu entgegengesetzt gegenüber der zurückschwenkenden Spannleiste einen Einführspalt für die Kante der Druckplatte bildend von dem Anschlag in einer bestimmten Stellung fixiert.
Die zuletzt genannte LösuRgsvariante kann dahingehend verändert werden, daß erfindungsgemäß zusätzlich die Klemmleiste für die in Drehrichtung des Plattenzylinders vorlaufende Kante der Druckplatte und die Spannleiste wahlweise als Blattfeder ausgebildet sind. Neben dem geringen Platzbedarf für die Blattfedern kann zusätzlich deren Elastizität funktionell vorteilhaft — beispielsweise für ein elastisches Nachspannen der nachlaufenden Kante der Druckplatte — genutzt werden. Vorteilhafte Lösungen zur Sicherung einer kippbar angeordneten Klemmleiste für die in Drehrichtung des Plattenzylinders nachlaufende Kante der Druckplatte im Kanal des Plattenzylinders bestehen darin, daß erfindungsgemäß diese Klemmleiste über einen seitlich überstehenden Absatz im Bereich der innen liegenden Längsseite der Spannleiste formschlüssig nach außen in radialer Richtung des Plattenzylinders abstützt oder der Anschlag fest mit dieser Klemmleiste verbunden ist oder sich diese Klemmleiste beiderseitig außerhalb des Bereiches der Druckplatte nach außen in radialer Richtung des Plattenzylinders jeweils gegen einen im Kanal angeordneten Ring abstützt.
Im letzteren Fall kann erfindungsgemäß der Ring auch durch ein Ringsegment ersetzt werden und diese Klemmleiste seitlich mit je einem sich gegen den Ring bzw. das Ringsegment abstützenden Absatz oder mit je einer von jeweils einem Ringsegment durchsetzten Aussparung ausgestattet werden.
Die Erfindung soll nachstehend an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Klemmung der in Drehrichtung des Plattenzylinders vorlaufenden Kante der Druckplatte und einer Klemmung sowie Spannung der nachlaufenden Kante der Druckplatte im Querschnitt eines
Plattenzylinders Fig. 2: Variante zu Fig. 1 mit einer veränderten Sicherung der kippbar angeordneten Klemmleiste für die nachlaufende Kante der
Druckplatte im Kanal des Plattenzylinders Fig. 3: zwei weitere durch strichpunktierte Darstellungsweise sich unterscheidende Varianten zu Fig. 1 mit analoger Wirkung
gemäß Fig. 2 Fig.4: eine mit einer Blattfeder als Klemmleiste für die nachlaufende Kante der Druckplatte ausgestattete erfindungsgemäße
Vorrichtung Fig. 5: eine Variante zu Fig. 4 mit ebenfalls als Blattfeder ausgestatteter Spannleiste und Klemmleiste für die vorlaufende Kante
der Druckplatte Fig.6: einen Längsschnitt A-A gemäß Fig.3
Fig. 1 zeigt den Querschnitt eines Plattenzylinders 1, der einen axial verlaufenden, die gebogenen Kanten 2; 3 beider Enden der Druckplatte 4 aufnehmenden Kanal 5 besitzt, in dem eine Welle 6 und auf dieser koaxial eine mit einer mindestens druckplattenbreiten, achsparallelen Ausnehmung 7 ausgestattete Hohlwelle 8 angeordnet ist. In einem achsparallelen Schlitz derWelle6isteine mit letzterer verschraubte Klemmleiste 9 für die in Drehrichtung des Plattenzylinders 1 vorlaufende Kante 2 der Druckplatte 4 und auf einer Längsseite 10 der Ausnehmung 7 der Hohlwelle 8 eine Spannleiste 11 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 befestigt. Ebenfalls stützt sich längsseitig in einer Aussparung 12 der Hohlwelle 8 kippbar und entgegengesetzt dazu in radialer Richtung des Plattenzylinders 1 formschlüssig über einen seitlich überstehenden Absatz 13 im Bereich der innen liegenden Längsseite 14 der Spannleiste 11 eine Klemmleiste 15 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 ab. '
Die Ausnehmung 7 der Hohlwelle 8 ist mindestens so groß, daß die sie durchsetzenden bzw. in ihr angeordneten Klemmleisten 9; 15 und die Spannleiste 11 das für den Klemmvorgang der vorlaufenden Kante 2 und den Klemm-und Spannvorgang der nachlaufenden Kante 3 der Druckplatte 4 erforderliche Verdrehspiel besitzen.
Während zur getrennten Betätigung der Klemmleiste 9 für die vorlaufende Kante 2 der Druckplatte 4 und der Spannleiste 11 an der Stirnseite des Plattenzylinders 1 mit der Welle 6 und der Hohlwelle 8 nicht dargestellte Bedienelemente verbunden sind — beispielsweise mit Stellschrauben in Kombination mit Federelementen ausgestattete, durch verstellbare Anschläge in ihrer Bewegung begrenzte Stellhebel —,wird die sich über Druckfedern 16 gegen die Klemmleiste 9 für die vorlaufende Kante 2 der Druckplatte 4 abstützende Klemmleiste 15 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 von der Spannleiste 11 mitgeführt. Ein an der in Drehrichtung des Plattenzylinders 1 nachlaufenden Seitenfläche 17 des Kanals 5 befestigter, die Spannleiste 11 in einer Bohrung 18 durchsetzender Anschlag 19 begrenzt die Schwenkbewegung der Klemmleiste 15 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4, so daß gegenüber der weiter zurückschwenkenden Spannleiste 11 ein Einführspalt für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 entsteht.
Eine mittels Schrauben lösbar in den Plattenzylinder 1 eingesetzte Brücke 20 (Fig. 1-5) erleichtert die Montage und insbesondere die Demontage im Reparaturfall der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Die'vorlaufende Kante 2 der auf dem Plattenzylinder 1 zu befestigenden Druckplatte 4 wird in den Kanal 5 eingeführt und an dessen in Drehrichtung des Plattenzylinders 1 vorlaufende Seitenfläche 21 zur Anlage gebracht und durch ein Verschwenken der Welle 6 nach links mit der Klemmleiste 9 geklemmt. Hierauf wird die Druckplatte 4 unter entsprechender Verdrehung des Plattenzylinders 1 auf dessen Umfang aufgelegt und dann ihre nachlaufende Kante 3 in dem Spalt zwischen der an der nachlaufenden Seitenfläche 17 des Kanals 5 anliegenden Spannleiste 11 und der durch den Anschlag 19 fixierten Klemmleiste 15 radial eingeführt und nachfolgend durch ein Verschwenken der Hohlwelle 8 und damit der Spannleiste 11 nach links gegen die Innenseite 22 dieser, mit ihrer Außenseite 23 an der Klemmleiste 15 anliegenden Kante 3 der Druckplatte 4 zunächst geklemmt und nachfolgend durch eine weitere Verdrehung der Hohlwelle 8 nach links un damit gemeinsames Verschwenken von Spannleiste 11 und Klemmleiste 15 in tangentialer Richtung des Plattenzylinders 1 gespannt.
Beim Abnehmen der Druckplatte 4 wird unter Umkehrung der beschriebenen Vorgänge zunächst die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 entspannt, so daß sich nach dem Entklemmender vorlaufenden Kante 2 der Druckplatte'4 letztere unter Verdrehung
des Plattenzylinders 1 von dessen Umfang abziehen läßt und abschließend die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 nach der Entklemmung aus dem Kanal 5 entnommen werden kann. Diese Verfahrensweise garantiert eine beschädigungslose Abnahme der Druckplatte 4, da ein Auswalzen bzw. Beschädigen der zunächst noch im Kanal 5 gesicherten nachlaufenden Kante 3 der Druckplatte 4 beim Verdrehen des Plattenzylinders 1 verhindert wird.
Bei einer Mehrfach belegung des Plattenzylinders 1 mit Druckplatten 4 in Umfangsrichtung sind entsprechend mehrere erfindungsgemäße Vorrichtungen zur Befestigung der Druckplatten 4 vorzusehen. Dabei ist in Fig. 1 die vorlaufende Kante 2 der ersten Druckplatte und die nachlaufende Kante 3 der letzten Druckplatte in Umfangsrichtung des Plattenzylinders 1 zugehörig.
Die getrennt betätigbaren Klemmleisten 9; 15 und Spannleiste 11 garantieren eine voneinander unabhängige Befestigung aller Druckplatten 4 in Umfangsrichtung des Plattenzylinders 1.
Auch ist mit den erfindungsgemäßen Vorrichtungen die getrennte Befestigung mehrerer einzelseitenbreiter Druckplatten längs des Plattenzylinders 1 möglich, indem die Bedienelemente für die jeweils innen und außen auf dem Umfang des Plattenzylinders 1 angeordneten Einzelseitendruckplatten wechselseitig an beiden Stirnseiten des Plattenzylinders 1 angeordnet
Die Fig. 2 und 3 zeigen sich hinsichtlich ihrer Funktion nicht unterscheidende Ausführungsvarianten zu Fig. 1. Dabei wird in Fig. 2 abweichend zu Fig. 1 die Klemmleiste 15 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 durch den fest mit ihr verbundenen Anschlag 19 in radialer Richtung des Plattenzylinders 1 im Kanal 5 gesichert, während diese Funktion in Fig.3 seitlich außerhalb des Bereiches der Druckplatte 4 an der Klemmleiste 15 für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 angeordnete Absätze 24 (Fig.6) übergreifende, im Kanal 5 angeordnete Ringe 25 übernehmen. Letztere können, wie in Fig.3 und in Fig.6 (rechte Hälfte) durch strichpunktierte Darstellung angedeutet, durch die Klemmleiste 15 in jeweils einer Aussparung 26 durchsetzende Ringsegmente 27 ersetzt werden.
In Fig.4 ist die Klemmleiste für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 als fest mit der Hohlwelle 8 verbundene Blattfeder 28 ausgebildet, die unter Vorspannung die Klemmkraft für die nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 ausübend gegen die Spannleiste 11 drückt und bei letzteren Zurückschwenken gegen die nachlaufende Seitenfläche 17 des Kanals 5 von dem Anschlag 19 zur Bildung des Einführspaltes für die an dieser Stelle mit einem Schlitz versehene nachlaufende Kante 3 der Druckplatte 4 fixiert wird.
In Fig. 5 sind abweichend zu Fig.4 auch die Klemmleiste für die vorlaufende Kante 2 der Druckplatte 4 und die Spannleiste als Blattfedern 29; 30 ausgebildet. Neben der platzsparenden, kostengünstigen Bauweise ist bei dieser Anordnung die elastische Verformbarkeit der Blattfedern 29; 30 zusätzlich für einen Nachspanneffekt nutzbar.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Befestigen einer biegsamen Druckplatte auf dem Plattenzylinder einer Rotationsdruckmaschine mit mindestens einem im Plattenzylinder axial verlaufenden, die gebogenen Kanten beider Enden der Druckplatte aufnehmenden Kanal, in dem eine mit einer druckplattenbreiten, achsparallelen Ausnehmung ausgestattete Hohlwelle und eine Welle drehbar koaxial angeordnet sind, gekennzeichnet dadurch, daß an der Welle (6) eine die Ausnehmung (7) der Hohlwelle (8) unter Verdrehspiel durchsetzende, gegen die an der benachbarten Seitenfläche (21) des Kanals (5) anliegende, in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) vorlaufende Kante (2) der Druckplatte (4) schwenkbare Klemmleiste (9) und an der Hohlwelle (8) eine gegen die Innenseite (22) der nachlaufenden Kante (3) der Druckplatte (4) schwenkbare Spannleiste (11) befestigt ist und dazwischen eine gegen die Außenseite (23) der nachlaufenden Kante (3) der Druckplatte (4) schwenkbare Klemmleiste (15) mit ihrem den Umfang des Plattenzylinders (1) zugewandten Ende im Abstand zur Spannleiste (11) veränderbar mit der Hohlwelle (8) in Verbindung steht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß sich die Klemmleiste (15) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) kippbar in einer Aussparung (12) der Hohlwelle (8) und auf dereinen Längsseite über Druckfedern (16) gegen die Klemmleiste (9) für die vorlaufende Kante (2) der Druckplatte (4) und mit ihrer anderen Längsseite in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung der nachlaufenden Kante (3) der Druckplatte (4) gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche (17) des Kanals (5) fixierenden, die Spannleiste (11) in einer Bohrung (18) durchsetzenden Anschlag (19) abstützt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Klemmleiste für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) als Blattfeder (28) ausgebildet und fest mit der Hohlwelle (8) verbunden ist und sich in der ungespannten, nicht geklemmten Stellung dieser Kante (3) der Druckplatte (4) gegen einen ihren Abstand zu der nachlaufenden Seitenfläche (17) des Kanals (5) fixierenden, die fest mit der Hohlwelle (8) verbundene Spannleiste (11) in einer Bohrung (18) durchsetzenden Anschlag (19) abstützt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, daß die Klemmleiste für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) vorlaufende Kante (2) der Druckplatte (4) und die Spannleiste wahlweise als Blattfeder (29; 30) ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß sich die Klemmleiste (15) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) über einen seitlich überstehenden Absatz (13) im Bereich der innen liegenden Längsseite (14) der Spannleiste (11) formschlüssig nach außen in radialer Richtung des Plattenzylinders (1) abstützt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß der Anschlag (19) fest mit der Klemmleiste (15) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß sich die Klemmleiste (15) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) beiderseitig außerhalb des Bereiches letzterer nach außen in radialer Richtung des Plattenzylinders (1) jeweils gegen einen im Kanal (5) angeordneten Ring (25) abstützt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet dadurch, daß der Ring (25) als Ringsegment (27) ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet dadurch, daß die Klemmleiste (15) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) seitlich mit je einem Absatz (24) ausgestattet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Ringsegmente (27) jeweils eine Aussparung (26) der Klemmleiste (15) für die in Drehrichtung des Plattenzylinders (1) nachlaufende Kante (3) der Druckplatte (4) durchsetzen.
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