DD276894A5 - Praegetapete und verfahren zur herstellung - Google Patents

Praegetapete und verfahren zur herstellung Download PDF

Info

Publication number
DD276894A5
DD276894A5 DD31474188A DD31474188A DD276894A5 DD 276894 A5 DD276894 A5 DD 276894A5 DD 31474188 A DD31474188 A DD 31474188A DD 31474188 A DD31474188 A DD 31474188A DD 276894 A5 DD276894 A5 DD 276894A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
filling compound
carrier layer
wallpaper according
embossed
filling
Prior art date
Application number
DD31474188A
Other languages
English (en)
Inventor
Ullrich Offermanns
Helmut Schuermann
Original Assignee
Firma Friedrich Erfurt U. Sohn,De
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Firma Friedrich Erfurt U. Sohn,De filed Critical Firma Friedrich Erfurt U. Sohn,De
Publication of DD276894A5 publication Critical patent/DD276894A5/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/24Pressing or stamping ornamental designs on surfaces
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H27/00Special paper not otherwise provided for, e.g. made by multi-step processes
    • D21H27/18Paper- or board-based structures for surface covering
    • D21H27/20Flexible structures being applied by the user, e.g. wallpaper

Landscapes

  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Praegetapete sowie Verfahren zu deren Herstellung. Sie bezieht sich auf eine Praegetapete aus einer einzigen Traegerschicht, in der Auspraegungen vorgesehen sind. Erfindungsgemaess sind die durch die Auspraegungen entstehenden Hohlraeume auf der Rueckseite durch eine schaumartige Fuellmasse ausgefuellt, um so die Stabilitaet der Auspraegungen zu erhalten. Eine solche Praegetapete mit ausgeschaeumter Rueckseite ist dimensionsstabil und passgenau bei ihrem Anbringen.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Prägetapete mit einer einzigen Trägerschicht, aus deren Vorderseite Ausprägungen herausragen und auf das Verfahren zu ihrer Herstellung.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Derartige Tapeten haben den Nachteil, sofern sie aus Papier bestehen, daß sie wenig dimensional sind, die Ausprägungen verflachen leicht, wenn die Tapete mit einem Kleber eingeweicht wird, außerdem verflacht die Struktur beim Tapezieren durch Bürsten, Tapezierroller und Nahtroller. Schließlich sind die Ausprägungen hohl und daher empfindlich gegen mechanische Belastung. Die Trägerschicht besteht entweder aus einer Schicht (Simplexpapier) oder aber aus zusammenkaschierten Ober- und Unterpapier (Duplexpapier).
Derartige Tapeten lassen sich weiterhin schwer befestigen, da lediglich die zwischen den Ausprägungen liegenden Stege mit einer Klebschicht versehe/) werden können, mit der dann die Tapete an einer Wand befestigt werden kann. Um eine größere Dimensionsstabilität zu erhalten, werden teilweise diese Tapeten aus Kunststoff (PVC) hergestellt. Solche Tapeten bilden jedoch im Brandfall Salzsäure, die zu gesundheitlichen Schäden führen kann, sie dürfen deshalb als Abfall nicht verbrannt werden, sondern müssen auf Deponien entsorgt werden. Schließlich können PVC-Tapeten im Wohnbereich Restmonomere abgeben, die mit gesundheitsschädigenden Auswirkungen vom menschlichen Körper aufgenommen werden.
Es wurde noch vorgeschlagen, auf der Rückseite der die Ausprägungen aufweisenden Trägerschicht eine zusätzliche Papierbahn aufzukleben, um so zum einen für das Tapezieren eine glatte Rückfläche der Tapete zu erhalten und zum anderen die Formstabilität der Ausprägungen zu vergrößern.
Hierzeigt es sich jedoch, daß an der Prägepapiertapete bei vertikaler Prägung ein sogenannter Wellpappeneffekt auftritt, der die Aufwicklung in Rollen sehr erschwerte, darüber hinaus trat beim Tapezieren auch eine Abflachung der Ausprägung auf, so daß derartige Tapeten kaum verlegt werden konnton.
Ziel der Erfindung
Ziel rler Erfindung ist es, die Fertigungskosten zu senken und die Bedenken hinsichtlich Umwelt- und Gesundheitsschutz auszuräumen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Strukturtapete zu entwickeln, die eine hohe Dimensions- und Strukturstabilität besitzt; sich leicht verarbeiten läßt und später ohne Rückstände glatt von einer Wand trocken abgezogen werden kann. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die auf der Rückseite durch die Ausprägung gebildeten Hohlräume durch eine elastisch, kaum zusammendrückbare Füllmasse zur Bildung einer glatten Trägerrückseite ausgefüllt sind, hierbei sind die Bindungskräfte zwischen Trägerschicht und Füllmasse stärker als die Bindungskräfte zwischen Füllmasse und der mit der Prägetapete tapezierten Wand. Durch die Ausfüllung der Hohlräume ist sichergestellt, daß auch bei der Bearbeitung der Tapete die Ausprägungen erhalten bleiben. Darüber hinaus wird auch beim Einweichen der Prägetapeten beim Verlegen die Formstabilität erhalten, so daß derartige Tapeten leichter zu verlegen sind. Durch die glatte Rückseite ist ein sicheres Verlegen der Prägetapete möglich. Dadurch, daß nunmehr die Hohlräume ausgefüllt werden, kann die Dichte des Tapetenpapieres bzw. eines als Träger dienenden mineralischen Faservlieses verringert werden. Durch die elastische Füllmasse ist auch sichergestellt, daß Prägetapetenbahnen zusammengerollt werden können, ohne daß ein sogenannter Wellpappeneffekt auftritt. Durch die besondere Ausbildung der Bindungskräfte kann, falls die auftapezierte Prägetapete entfernt werden soll, die Prägetapete als Einheit von der Wand gezogen werden, ohne daß Reste an der Wand verbleiben.
Empfehlenswerterweise enthält die Füllmasse Bindungsmittel, durch die beim Aushärten innerhalb der Füllmasse sowie zwischen Trägerschicht und Füllmasse eine innige Verbindung aufgebaut wird, um so einen sicheren Zusammenhalt der Prägetapete auch beim Abreißen von einer Wand zu gewährleisten. Beim einem besonderen Ausführungsbeispiel der Erfindung sind die Bindungsmittol als hydrophobe Mittel aufgebaut. Hierdurch wird sichergestellt, daß vor dem Aushärtevorgang eine innige Verbindung zwischen Trägerschicht und Füllmasse eingegangen wird. Während nach dem Aushalten und Auftragen vom Tapetenkleister weniger Feuchtigkeit in die Füllmasse und die Trägerschicht eindringen kann, so daß die Bindungskräfte zwischen Prägetapete und zu tapezierender Wand geringer werden. Hierbei ist es besonders günstig, wenn die Bindungsmittel Wachse und/oder Stearate enthalten.
Vortoilhafterweise erstreckt sich die Füllmasse als durchgehende Schicht auf der Rückseite. Hierdurch wird in einfacher Weise gewährleistet, daß eine glatte Rückseite der Prägetapete erzielt wird. Hierbei empfiehlt es sich weiter, die Füllmasse als kleinporigen, insbesondere mechanischen, Schaum auszubilden, da so eine Verringerung des spezifischen Gewichtes der Prägotapeto weiter möglich ist, darüber hinaus wird die Elastizität der Füllmasse erhöht.
Bei oinombosondoron Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Füllmasse aus einem Binder und einem Füllstoff aufgebaut, um so den unterschiedlichen Bedingungen, die an die Füllmasso gestellt werden, ge echt zu werden. Durch den Binder wird eine sichoro Bofostigung dor Füllmasso an dor Prägetapete erzielt, während durch don Füllstoff selber eine preisgünstige Herstellung möglich ist. Hiorboi ist der Binder gleich dem Bindungsmittel oder enthält sie zumindest teilweise. Vorteilhafterweise ist der Antoil dos Füllstoffes größer als der Anteil des Binders, wobei es sich gezeigt hat, daß bei einem günstigen Ausführungsbeispiel dor Antoil dor Füllstoffe bei etwa 60% liegt und der Anteil der Binder bei 40%.
Bei einem besondoron Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht der Füllstoff aus einem umweltfreundlichen Werkstoff, insbesondere aus Kaolin, Gips, Talkum, Holzmehl, Kreide. Bei Verwendung solcher Stoffe ist gewährleistet, daß die Prägetapete, soforn sio aus Papier oder mineralischem Faservlies besteht, ihre Atmungsaktivität beibehält.
Hierbei ist günstigerweise der Binder ebenfalls aus einem umweltfreundlichen Werkstoff hergestellt, insbesondere aus Acryllatex, Naturkautschuk, Naturharz, Baumharz, Kolophonium, Bienenwachs, Kasein, Kopalharz und/oder Stärke. Bei Verwendung von solchen Materialien treten bei Verwendung der Tapete keine schädlichen Stoffe auf, darüber hinaus können solche Tapeten, da sie keine synthetischen Bestandteile enthalten, auch nicht bei ihrer Verbrennung die Umwelt belasten. Weiter hat es sich gezeigt, daß solche Füllmassen eine gute Affinität zu Tapetenkleister besitzen und die Rückseitenbeschichtung gefügefest ist, so daß die Tapete von einer Wand, falls ein Entfernen erwünscht ist, vollständig abgezogen werden kann, da die Füllmasse ander Trägerschicht wegen der starken Adhäsionskräfte sicher gehalten ist und die Adhäsionskräfte der Füllmasse selber stark sind.
Günstigerweise ist die im Hohlraum angeordnete Füllmasse mit Kapillaren versehen, um so die Atmungsaktivität der Tapete vergrößern zu können, wobei zugleich sichergestellt ist, daß etwaige Feuchtigkeit, die möglicherweise an den mit der Tapete ausgerüsteten Wänden auftritt, sicher abgeleitet wird und nicht zu einer Erweichung der Tapete führt. Die Erfindung betrifft über auch ein Verfahren zur Herstellung einer Trägertapete mit einer einzigen Trägerschicht, aus deren Vorderseite Ausprägungen herausragen, bei der die Trägerschicht erweicht, mit Ausprägungen versehen und anschließend getrocknet wird. Bei den bisherigen Prägetapeten war die Herstellung verhältnismäßig aufwendig, da schon bei der Herstellung leicht Verformungen der Tapeten bei Herstellung der Ausprägungen in der Trägerschicht auftraten. Aufgabe ist es, die erfindungsgemäße Prägetapete wohlfeil herzustellen. Hierbei sollen sicher die Ausprägungen hergestellt werden können, ohne daß die Ausprägungen sich teilweise zurückbilden. Darüber hinaus soll ein fester Zusammenhalt zwischen Trägerschicht und Füllmasse gewährleistet sein. Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß unmittelbar nach Bildung der Ausprägungen eine Füllmasse, insbesondere eine schaumartige kurz vorher aufgeschäumte Füllmasse in die Hohlräume eingefüllt wird und dann der Trocknungsvorgang stattfindet. Durch das Einfüllen der Füllmasse wird sichergestellt, daß die Ausprägungen auch bei der Weiterverarbeitung der Prägetapete erhalten bleiben. Weiter ergibt sich hierdurch eine sichere Ausfüllung der Hohlräume, da durch das Einstreichen in der nassen Trägerschicht und bei dem Trocknungsvorgang erfolgenden leichten Schrumpfen der Trägerschicht die Hohlräume prall mit der Füllmasse gefüllt sind.
Bei einem besonderen Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nach Bildung der Ausprägungen die Trägerschicht zunächst angetrocknet und danach die Füllmasse auf die Rückseite aufgetragen und dann vollständig getrocknet. Bei diesem Verfahrensschritt ist es möglich, die Trägerschicht relativ leicht im Gewicht zu gestalten, da durch das Antrocknen die Ausprägungen eine gewisse Stabilität erhalten, und so ohne Verformung die Füllmasse aufnehmen können. Besonders günstig ist es, wenn beim Trocknungsvorgang derTrägerschicht, sei es durch das Aushärten, durch Vernetzen oder durch Konservieruno der Füllmasse eine Abbindung der Füllmasse stattfindet, um so die Füllmasse sicher mit der Trägerschicht zu verbinden.
Ausführungsbeispiel
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausfuhrungsbeispiel dargestellt und zwar zeigen:
Fig. 1: einen Querschnitt in größerem Maßstabe durch eine Prägetapete nach der Linie l-l der Fig. 2,
Fig. 2: eine Draufsicht auf die Prägetapete,
Fig.3: eine Vorrichtung zum Herstellen der Prägefapete,
Fig. 4: eine weitere Vorrichtung zum Herstellen der Prägetapete.
Die erfindungsgemäße Prägetapete 10 ist aus einer einzigen Trägerschicht 11 aufgebaut, die entweder aus Duplex- oder Simplexpapier besteht. Auf ihre Vorderseite sind Ausprägungen 12 vorhanden, die auf der Rückseite Hohlräume 13 bilden.
Diese Hohlräume sind mit einer Füllmasse 14 ausgefüllt und zwar derart, Jaß entweder eine Schicht der Füllmasse sich über die gesamte Rückseite der Trägerschicht 11 erstreckt, oder aber, daß die zwischen den Ausprägungen 12 vorgesehenen Stege 15 auf der Rückseite der Trägerschicht noch zu erkennen sind.
Es sei hier darauf hingewiesen, daß die Prägetapete entweder aus geprägtem Papier oder einem geprägten mineralischen Faservlies besteht.
Die Füllmasse ist aufgebaut aus c:nem Binder und einem Füllstoff, die jeweils aus umweltfreundlichen Stoffen bestehen. Der Binder besteht aus Naturkautschuk. Es kann auch Naturharz, Baumharz, Kolophonium, Bienenwachs, Kasein, Kopalharz oder Stärke verwendet werden, es können auch Gemische dieser Stoffe als Binder zusammengestellt werden. Der Binder ist mit hydrophoben Bindungsmitteln versehen, um so, solange der Binder noch nicht ausgehärtet ist, eine innige Verbindung zwischen Trägerschicht und Füllmasse zu gewährleisten, während später, wenn mit der Prägetapete tapeziert wird, die Bindungskräfte zwischen Prägetapete und zu tapezierender Wand, durch die geringe Aufnahme des wasserlöslichen Tapetenkleisters, kleiner sind, als zwischen Füllmasse und Trägerschicht.
Als Füllstoffe sind Kaolin, Gips, Talkum, Holzmehl, Kreide vorgesehen. Auch hier können verschiedene Mischungen dieser Stoffe verwendet werden.
Es soi hier vorgetragen, daß der Füllstoff in der Füllmasse in einem höheren Anteil verwendet wird als der Binder.' Vorzugsweise verwendet man u!.:in Antoil von 60% Füllstoff und 40% Binder für die Füllmasse.
Es soi hier erwähnt, laß die Ff'!masse als natürlicher mechanischer Schaum in die Hohlräume 13 eingeführt wird. Durch diese Maßnahmo entstehen in der Füllmasso Kapillare, durch die die natürliche) Atmungsaktivität der Papierprägetapete erhalten
Durch dio Verwundung der Füllmasso in den Ausprägungen werden diese Ausprägungen formstabil. Wird eine elastische Füllmasso vorwondot, so kann trotz der Ausprägungen und ohne deren Beschädigung die Prägetapete selber relativ eng aufgerollt worden.
Auch hei diroktor Belastung bleiben durch die Füllmasse die Ausprägungen sicher erhalten.
In Fig. 3 wird zur Herstellung dor Prägotapote 10 eine aus Simplexpapier bestehende Trägerschicht 11 zwischen zwei Fuhrungsrollon 17 zu oiner Einweichvorrichtung 18 geführt und von dort über Führungswalzen 19 zu den eigentlichen StahlpragowaUon 20 geführt. Von dort wird die Tapetenbahn über eine erste Trockenstufe 21 zu einer Station 22 geleitet, in weicher dio schaumartigo Füllmasso aus einem Behälter 23 über ein Auftragegerät 24 auf die Rückseite in die Hohlräume 13
eingetragen wird. Hinter der Station 22 ist noch eine weitere Trocknungsstufe 25 vorgesehen. In dieser Trocknungsstufe wird auch die in den Hohlräumen befindliche Füllmasse abgebunden, so daß nach der Trockenstufe die Prägetapete versandfertig gepackt werden kann.
Bei der in Fig.4 gezeigten Vorrichtung wird die Prägetapete 16 aus einer aus Ober- und Unterpapier bestehenden Trägerschicht 11 hergestellt. Das Ober- und Unterpapier wird in einer Einweich- und Kaschierstation 26 zusammengefügt. Dann über eine Einweichstrecke 27, in der die Trägerschicht in Falten angeordnet ist, zu der Papierprägewalze 28 und der Stahlprägewalze 29 geführt. Direkt hinter der Walze 29 ist ein Auftragegerät 24 zum Auftragen der Füllmasse auf die Rückseite der Trägerschicht vorgesehen. Die mit der Füllmasse versehene Trägerschicht gelangt dann in eine erste Trücknungsstufe 21. Hinter dieser Stufe ist, wenn gewünscht, ein zweites Auftragegerät 24 vorgesehen, um eine ergänzende Schicht der Füllmasse auf die Trägerschicht aufzutragen. Schließlich erfolgt in der zweiten Trockenstufe 25 die endgültige Trocknung.
Hierbei bindet auch die Füllmasse in der Trägerschicht ab.
Wie bereits erwähnt, ist die dargestellte Ausführungsform nur eine beispielsweise Verwirklichung der Erfindung. Diese ist nicht darauf beschränkt. Vielmehr sind noch mancherlei Abänderungen und Anwendungen möglich.
Falls auf umweltfreundliche Werkstoffe keine Rücksicht genommen werden muß kann die Füllmasse auch aus künstlichen Stoffen aufgebaut sein, ebenso könnte die Trägerschicht selber aus Kunststoff hergestellt werden. Weiter sei noch erwähnt, der Trägerschicht und der Ausprägung direkt nach Herstellung der Ausprägungen die Füllmasse in die Hohlräume eingeführt werden kann, wobei dann erst anschließend die Trocknung und ggfs. auch Vulkanisation der Füllmasse einschließlich der Tapete erfolgt.

Claims (17)

1. Prägetapeto mit einer einzigen Trägerschicht, aus deren Vorderseite Ausprägungen hervorragen, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Rückseite der Trägerschicht (11) durch die Ausprägungen (12) gebildeten Hohlräume (13) durch eine elastische aber kaum zusammendrückbar Füllmasse (14) zur Bildung einer glatten Bahnrückseite ausgefüllt sind, hierbei sind die Bindungskräfte zwischen Trägerschicht (11) und Füllmasse (14) stärker als die Bindungskräfte zwischen Füllmasse und der mit der Prägetapete tapezierten Wand.
2. Prägetapete nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllmasse (14) Bindungsmittel enthält, die beim Aushärten innerhalb der Füllmasse sowie zwischen Trägerschicht (11) und Füllmasse (14) eine innige Verbindung eingeht.
3. Prägetapete nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindungsmittel als hydrophobe Mittel aufgebaut sind.
4. Prägetapete nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bindungsmittel Wachse und/oder Stearate enthalten.
5. Prägetapete nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllmasse (14) sich als durchgehende Schicht auf der Rückseite der Trägerschicht (11) erstreckt.
6. Prägetapete nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllmasse (14) als kleinporiger, mechanisch herstellbarer Schaum ausgebildet ist.
7. Prägetapete nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllmasse aus einem Binder und einem Füllstoff aufgebaut ist.
8. Prägetapete nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil des Füllstoffes größer ist, als der Anteil des Binders in der Füllmasse.
9. Prägetapete nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil des Füllstoffes etwa 60% und der Anteil des Binders etwa 40% der Füllmasse (14) beträgt.
10. Prägetapete nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff aus umweltfreundlichen Werkstoffen, insbesondere aus Kaolin, Gips, Talkum, Holzmehl und/oder Kreide besteht.
11. Prägetapete nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Binder der Füllmasse (14) aus umweltfreundlichen Werkstoffen, wie Acryllatex und/oder Naturkautschuk besteht.
12. Prägetapete nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Binder der Füllmasse (14) aus einem umweltfreundlichen Weckstoff besteht, insbesondere aus Naturharz, Baumharz, Kolophonium, Bienenwachs, Kasein, Kopalharz und/oder Stärke.
13. Prägetapete nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Hohlräumen (13) angeordnete Füllmasse mit Kapillaren versehen ist.
14. Verfahren zur Herstellung einer Prägetapete gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der die Trägerschicht erweicht, mit Ausprägungen versehen und anschließend getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar nach Bildung der Ausprägungen (12) die Füllmasse (14), insbesondere die schaumartige kurz vorher aufgeschäumte Füllmasse in die Hohlräume (13) eingefühi t wird und dann der Trocknungsvorgang stattfindet.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllmasse (14) als fließfähige Beschichtung auf die Rückseite der Trägerschicht (11) aufgetragen wird.
16. Verfahren zur Herstellung einer Prägetapete gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der die Trägerschicht erweicht, mit Ausprägungen versehen und anschließend getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach Bildung der Ausprägungen (12) die Trägerschicht (11) zunächst angetrocknet wird und danach die Füllmasse (14) auf der Rückseite aufgetragen wird und dann ein vollständiges Trocknen der Trägerschicht mit der Füllmasse (14) stattfindet.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß beim Trocknungsvorgang der Trägerschicht eine Abbindung der Füllmasse (14) mit der Trägerschicht (11) stattfindet.
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
DD31474188A 1987-04-14 1988-04-14 Praegetapete und verfahren zur herstellung DD276894A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE3712653 1987-04-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD276894A5 true DD276894A5 (de) 1990-03-14

Family

ID=6325604

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD31474188A DD276894A5 (de) 1987-04-14 1988-04-14 Praegetapete und verfahren zur herstellung

Country Status (2)

Country Link
EP (1) EP0287041A3 (de)
DD (1) DD276894A5 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5322722A (en) * 1992-09-04 1994-06-21 Foamade Industries, Inc. System for adhesively mounting panel liners

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1900294A (en) * 1929-11-04 1933-03-07 George N Lovatt Waxed paper and process of making the same
US1936355A (en) * 1931-06-23 1933-11-21 Paper Patents Co Wall covering material and method of making the same
US2298592A (en) * 1937-02-08 1942-10-13 Cincinnati Ind Inc Decorative product
CH264379A (de) * 1945-04-16 1949-10-15 Milton Prestwich Frank Verfahren zur Herstellung einer gemusterten Kunststoffbahn.
GB1108549A (en) * 1966-12-13 1968-04-03 Herberts & Co Gmbh Dr Kurt A process for the production of synthetic-resin-impregnated decorative sheets from papers
DE1635595A1 (de) * 1967-02-01 1971-05-06 Pickhardt & Siebert Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gepraegten und kaschierten Tapeten

Also Published As

Publication number Publication date
EP0287041A3 (de) 1989-01-04
EP0287041A2 (de) 1988-10-19

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2753559C2 (de) Schichtkörper aus zwei Schichten aus Grundmaterialien mit Poren oder Zwischenräumen
DE69931631T2 (de) Dreilagiges saugfähiges papierprodukt und verfahren zu seiner herstellung
DE1594151C3 (de) KJebeblattmaterial
DE2716867C2 (de) Saugfähige Vorlage
DE2736820A1 (de) Windel
DE60000977T2 (de) Zwei- oder dreilagiges saugfähiges papierprodukt
DE2413380B2 (de) Haftfolie fuer zahnprothesen und verfahren zu ihrer herstellung
DE2911076A1 (de) Verfahren zur herstellung von wasseraufnahmefaehigen, festen, stoff- bzw. tuchartigen gegenstaenden
DE1807842A1 (de) Tuchmaterial und Herstellung desselben
DE69733028T2 (de) Nasse und klebrige zusammensetzungen dieselben enthaltende pflaster und verfahren zur anwendung derselben
EP0003968B1 (de) Verfahren zum Aufbringen eines selbstklemmenden Profilstreifens auf einen Halteflansch und Ausbildung dieses Profilstreifens
DE1635701B2 (de) Verfahren zum herstellen eines textilaehnlichen materials
DE2549247C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Platten
DE2525884B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Gipsbauplatten
DD276894A5 (de) Praegetapete und verfahren zur herstellung
WO1999036624A1 (de) Mehrlagige papier-prägetapete mit glatter rückseite, sowie verfahren zu deren herstellung
DE3422874C2 (de)
DE3515756C2 (de)
DE712573C (de) Verfahren zur Herstellung von einseitig pergamentiertem Papier
DE202009002456U1 (de) Faservlies für einen Wand- oder Deckenbelag
CH669594A5 (de)
DE1569940C3 (de) Verwendung eines imprägnierten, verdichteten Papieres als Trägerfolie in Klebstreifen
DE3149004A1 (de) Durch pressen verdichteter waermedaemmkoerper aus einem hochdispersen daemmaterial
DE1921800C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer einseitigen Gummierung auf folienartigen Trägerbahnen, insbesondere Tapetenbahnen
DE2339207C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer luftgelegten Faserbahn

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee