DD280539A1 - Verfahren zur erzeugung von klebeverbindungen mittels schmelzklebstoffen - Google Patents

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DD280539A1
DD280539A1 DD32671989A DD32671989A DD280539A1 DD 280539 A1 DD280539 A1 DD 280539A1 DD 32671989 A DD32671989 A DD 32671989A DD 32671989 A DD32671989 A DD 32671989A DD 280539 A1 DD280539 A1 DD 280539A1
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vinyl acetate
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DD32671989A
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Thomas Morgeneyer
Gunther Eckhardt
Rainer Starke
Volker Franke
Jutta Stiehl
Gisela Weickert
Heike Winnig
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Leuna Werke Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Klebverbindungen mittels Schmelzklebstoffen. Mit Hilfe dieses Verfahrens werden Klebverbindungen mit hohen Waermestand- und Zugscherfestigkeiten erzielt. Erfindungsgemaess erfolgt die Erzeugung der Klebverbindungen durch Auftragen von zwei unterschiedlich zusammengesetzten schmelzfluessigen Zubereitungen aus Polyolefincopolymeren, Harzen, hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierten Polymeren, ggf. weiteren Zusaetzen sowie mehrfunktionellen Isocyanaten oder ihren Umsetzungsprodukten mit hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierten Polymeren sowie Harnsaeuren, in dem beide schmelzbaren Zubereitungen auf je einen Fuegepartner oder nacheinander auf einen Fuegepartner aufgetragen und anschliessend gefuegt werden.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
D'e Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von KIe ^verbindungen mit hoher Wärmestand- und Zugschorfestigkeit mit schmelzbaren Mischungen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Schmelzklebstoff auf der Grundlage von Folyolefincopolymeren, insbesondere Ethylen-Vinylacetat-Copalymeren, klebrigmachenden Harzen und unter Zusatz weiterer Modifikatoren wie Wachsen, Pigmenten und Stabilisatoren werden seit Jahren mit großem Erfolg für Verbindungsaufgaben in der Möbelindustrie, der polygrafischen Industrie, der Verpackung und im Montagekleben eingesetzt, (v. Jordan, Monographie Schmelzklebstoffe, Band 4a bis c, Hinterwaldner Verlag, München) Trotz einer Reihe sehr wertvoller Eigenschaften besitzen diese Schmelzklebstoffe den Nachteil, schon bei relativ niedrigen Temperaturen zu erweichen. Das führt bei gleichzeitiger Einwirkung von mechanischen Belastungen und von Wärme zu einem Lösen der Klebverbindung oder infolge Fließens der Klebstoffschicht zu einer unerwünschten Lagewanderung der Fügepartner. Zur Verbesserung des Erweichungsverhaltens und damit zur Erhöhung der Wärmestandfestigkeit sind zahlreiche Möglichkeiten bekannt. Durch Anwendung anderer Polymerer in Schmelzklebstoffen wie beispielsweise von Polyamiden, Polyaminoamiden oder Polyestern kann der Anwendungsbereich nach höheren Temperaturen verschoben werden, jedoch ist das mit einer erheblichen Kostensteigerung verbunden.
Außerdem sind beim Aufbringen der Schmelzklebstoffe auf die Substrate relativ hohe Temperaturen erforderlich. Deshalb wurden Verfahren entwickelt, nsch denen bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen aufschmelzende Zubereitungen, deren Bestandteile zur Vernetzung geeignete funktioneile Gruppen tragen, verwendet werden und in einem zweiten Schritt die Vernetzung zu hochschmelzenden Klebschichten erfolgt.
So können gemäß DE-OS 1594118 Polyester mit Hydroxylzahlen von 30 bis 60 in einem sehr aufwendig durchzuführenden zweistufigen Härtungsverfahren mit Di- (1. Stufe) und Tri-Isocyanaten (2. Stufe) zugesetzt werden. Polyesterschmelzklebstoffe mit endständigen Hydroxylgruppen werden gemäß DE-OS 2228975 mit Diisocyanaten vernetzt und damit die Wärmestandfestigkeit erhöht. Nachteil eine 5 nach dieser Erfindung hergestellten Klebstoffes ist, daß die polyesterhaltige Klebstoffkomponente teilgehärtet ist und damit erhöhte Aufwendungen für Transport, Umschlag und Lagerung erfordert. Außerdem muß diese Klebstoffkomponente aktiven Wasserstoff mit einem Äquivalentgewicht von 27 bis 500 enthalten. Die DE-OS 2237674 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Beschichtungs- bzw. Klebemassen, bei denen hochviskose Schmelzklebstoffe die Viskosität herabsetzende Polyoxyverbindungen und Polyisocyante zugesetzt werden. Angestrebt wird dabei eine Verarbeitungsviskosität von 1 bis 20Pas bei Auftragstemperaturen von 373 bis 433K. Vorzugsweise wird der Heißschmelzklebstoff in der Polyoxyverbindung, wie in Polyetheralkoholen oder Polyesteralkoholen gelöst oder dispergiert und anschließend granuliert. Die als Vernetzungsmittel wirkenden Polyisocyanate werden dem aufgeschmolzenen Granulat vor dessen Auftrag auf die zu beschichtende Fläche zugesetzt. Nachteilig bei dieser Vorgehens iveise ist die zur Lösung benötigte hohe Menge von niedermolekularen Polyetheralkoholen bzw. Polyesteralkoholen und die damit verbundene hohe Einsatzmenge von Polyisocyanaten sowie die Notwendigkeil, in der Verarbeitungszeit einen möglichst hohen Umsetzungsgrad der niedermolekularen reaktiven Zumischungen zu erhalten. Da dies unter den üblichen Verarbeitungsbedingungen nur unvollkommen erfolgt, können nur relativ geringe Wärmefestigkeiten des ausgehärteten Schmelzklebstoffes erzielt werden. Die Patentschrift DE 2401320 beschreibt einen Schmelzklebstoff, der aus einem Urethan-Prepolymeren mit Isocyanatgruppen an beiden Enden, einem thermoplastischen Polymeren und einem klebrigmachenden Harz besteht. Es wird die Zielstellung verfolgt, eine hohe Topfzeit, hohe Anfangshaftung und hohe Wärmestandfestigkeit miteinander zu kombinieren. Nachteilig bei der Anwendung dieses Schmelzklebstoffes ist seine hohe Empfindlicheit gegenüber Feuchtigkeit sowie eine starke Abhängigkeit der erzielbaren WMrmestandfestiflkeit von den Lager- und Verarbeitungsbedingungen. Da eine Vernetzung nur unter Mitwirkung von Wasser unter'. · ..-,, ;r -, Folyharnstoffstrukturen und Freisetzung von Kohlensäure erfolgt, ist die Vernetzung in, erstarrten Zustand der Klebeverv. .- J jng sehr zeitaufwendig und die gewünschte Wärmestandfestigkeit wird erst nach längerer Zeit erreicht.
Gemäß JP 5004318 können Klebstoffe aus Ethylen-Vinylacetat- und Vinylchlorid-Copolymeren mit 50 bis 80Ma.-% Vinylchlorid und einer oder mehrerer Hydroxyl- oder Carboxylgruppen mit Diisocyanaten eingesetzt werden. Nachteilig bei diesen Klebstoffen ist die Notwendigkeit eines hohen Vinylchloridgehaltes, der bei hohen Temperaturen zu einer Abspaltung von Chlorwasserstoff und damit zu einer Schädigung der Verklebung und der Substrate führen kann.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von Klebverbindungen mit erhöhtem Zugscher- und Wärmefestigkeiten mittels schmelzbarer Zubereitungen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, durch Einsatz von Schmelzklebstoffen aus Polyolefincopolymeren, Harzen, anderen Polymeren und weiteren Zusätzen ein Ve'fahren zur Herstellung von Klebverbindungen mit erhöhten Zugscher- und Wärmestandfestigkeiten gegenüber den bisherigen Schmelzklebstoffen zu entwickeln.
Diese Aufgabe wird durch ein Klebstoffsystem aus zwei unterschiedlich zusammengesetzten schmelzflüssigen Zubereitungen aus Polyolefincopolymeren, Harzen, anderen Polymeren und weiteren Zusätzen erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die 1. schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 10 bis 60 Masseteilen von einem oder mehreren EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt im Bereich von 10 bis 45 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex im Bereich von 25 bis 5000g/10min (bei 463K und 21,6N)
- 0,5 bis 45 Masseteilen von hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren und bzw. oder Hochpolymeren
- 10 bis 50 Masseteilen klebrigmache.ider Harze und die 2. schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 10 bis 60 Masseteilon von einem oder mehreren EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 10 bis 35 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex im Bereich von 25 bis 5000g/10min (bei 463K und 21,6N)
- 20 bis 45 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 2 bis 10 Massetflilen eines mehrfunktionellen Isocyanates oder eines Gemisches von mehrfunktionellen Isocyanaten und bzw. oder 10 bis 50 Masseteilen der Umsetzungsprodukte aus mehrfunktionellen, vorzugsweise trifunktionellen, Isocyanaten mit hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren und Hochpolymeren sowie Harzsäuren und vorzugsweise von Abietinsäure und Dehydroabietinsäure, jede i-rrhrnelze auf je einen Füg-^artner aufgetragen wird oder beide Schmelzen auf nur einen Fügepartner aufgetragen werden, derart, daß das Masseverhältnis der 1. schmelzbaren Zubereitung zum Isocyanat der 2. schmelzbaren Zubereitung dabei 1:0,75 bis 100:1 beträgt, die Partner unter einem Kontaktdruck von 0,01 bis 0,1 N/mm2 gefügt und unter Kontaktdruck in einem Zeitraum von 60 bis 1200s bei Temperaturen von 370 bis 470K belassen werden. Dabei existieren für die 2. schmelzbare Zubereitung zwei Varianten hinsichtlich der Zusammensetzung.
Eine Variante ist so gestaltet, daß die 2. schmelzbare Zubereitung aus
- 20 bis 60 Masseteilen von einem oder mehreren EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 10 bis 35 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex im Bereich von 25 bis 5000g/10min (bei 463K und 21,6N)
- 20 bis 45 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 2 bis 10 Masseteilen eines mehrfunktionellen Isocyanates oder eines Gemisches von mehrfunktionellen Isocyanaten besteht.
Als mehrfunktionelle Isocyanate kommen aromatische, aliphatische und cycloaliphatische Isocyanate wie Toluerdiisocyanate; 1,5-Naphthylendiisocyanat, 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat, 4,4',4"-Triphenylmethantriisocyanat, Hexamethylendiisocyanat, Isophprondiisocyanat sowie deren niedermolekularen Umsetzungsprodukte mit mehrwertigen Alkoholen in Betrag. Vorzugsweise wird mit Gemischen von mehrfunktionellen Isocyanaten gearbeitet, wobei Gemische aus Di- und Triisocyanaten besonders bevorzugt sind. Im Sinne des angestrebten Eigenschaftesbildes hat es sich als zweckmäßig erwiesen, daß die Zahl der Isocyanatgruppen pro Molekül die Zahl vier nicht übersteigt
Bei einer zweiten Variante besteht die zweite schmelzbare Zubereitung aus
- 10 bis 40 Masseteilen von einem oder von mehreren EVA-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 10 bis 35 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex im Bereich von 25 bis 5000g/min (bei 463K und 21,6N)
- 20 bis 45 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 10 bis 50 Masseteilen der Umsetzungsprodukte aus mehrfunktionellen und vorzugsweise trifunktionellen Isocyanaten mit hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionaiisierten Oligomeren und Hochpolymeren sowie von Harzsäuren und vorzugsweise von Abietinsäure und Dehydroabietinsäure.
Vorzugsweise wird die isocyanathaltige Komponenete dieser Zubereitung aus der Umsetzung von 1 mol Harzsäure und 0,5 bis 1,5mol eines trifinktionellen Isocyanates hergestellt. Als hydroxyl- und bzw. oder car L jxylfunktionalisierte Oligomere und bzw. oder Hochpolymere können verwendet werden:
- niedermolekulare und bzw. oder thermoplastische Polyurethane mit Hydroxylendgruppen
- partiell bis nahezu vollständig, homogen oder heterogen hydrolysierte Ethylen-Vinylacetat-Copolymere mit einem Vinylacetatgehalt von 5 bis 65 Masseanteiler. in %
- Alkalialkoholatmodifizierte Ethylen-Vinylacetat-Copclymere mit einem Schmelzindex von 5 bis 100g/10min (bei 463 K und 21,6N) und einem Ausgangs-Vinylacetatgehalt von 10 bis 35 Masseanteilen in %
- partiell bis nahezu vollständig hydrolysiertes Polyvinylacetat und dessen partielle Umsetzungsprodukte mit Aldehyden wie Formaldehyd, Acetaldehyd und Butyraldehyd
- partiell verseifte Mischpolymerisate des Vinylacetates mit anderen Vinylmonomeren wie Vinylchlorid
- partiell hydrolysierte Mischpolymerisate von Derivaten der Acrylsäure und bzw. oder der Methacrylsäure untereinander oder mit anderen Vinylmonomeren.
Die erfindungsgemäße Umsetzungsprodukte aus den mehrfunktionellen Isocyanaten mit hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren und Hochpolymeren sowie von Harzsäuren werden dadurch gewonnen, daß eine Lösung der Oligomere, Hochpolymere oder Harzsäuren in Toluen bei Siedetemperatur 3 h unter Rückfluß mit dem Isocyanat umgesetzt werden. Für diese Umsetzung werden die obengenannten hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierten Oligomere und Hochpolymere eingesetzt.
Das erfindungsgemäße Verklobungsverfahren zeichnet sich besonders durch eine wesentlich höhere Wärmestandfestigkeit, gemessen nach der Methode WPS 68 (Zeitschrift Adhäsion, 1969, S. 28-31), im Vergleich zu den Wärmestandfestigkeiten üblicher Schmelzklebstoffe aus. Außerdem wird die Zugscherfestigkeit derartiger Verklebungen deutlich verbessert. Überraschenderweise wurde dabei gefunden, daß bereits die erfindungsgemäßen Antei'e hydroxylgruppenhaltiger Polymerer mit dabei sehr niedrigen Hydroxylzahlen (0,5 bis 15) ausreichen, um mit den Di- und Triisocyanten zu vernützen. Dies steht im Gegensatz zum bekannten Stand der Technik, der von höheren Anteilen hydroxylgruppenhaltiger Polymerer (Polyester) mit vorzugsweise Hydroxylzahlen von 30 bis 100 ausgeht, bzw. wo bei niedrigeren Hydroxylzahlen die Verwendung von Prepolymeren mit beschränkter Lagerstabilität bzw. mehrstufige Härtungsverfahren nötig sind.
Ausführungsbeispiele Vorglelchsbelspiel
Eine schmelzbare Masse aus 30 Teilen Ethylen-Vinylf cetat-Copolymeren mit einem Schmelzindex von 150g/10min und einem Vinylacetatgehalt von 23Ma.-%; 30 Masseteilen hydriertem Glyzerolestervon Kolophonium sowie 30 Masseteilen thermoplastisches Polyurethan mit einer Hydroxylzahl von 3mg/g KHO wird auf Fügepartner 1 und 2 (Buchenholz/Buchenholz; AIMgFj/AIMgFj) aufgetragen (Schichtdicke je 50pm). Beide Fügepartner werden anschließend be: 430K unter einem Kontaktdruck von 0,1 N/mm2 10s gefügt (Kennwerte Tabelle 1). Von Verklebungen Buchenholz/Buchenholz; AIMgF6/AIMgF6 wird die Zugscherfestigkeit; von Verklebvngen Buchenholz/Buchenholz die Wärmestandfestigkeit gemessen (Kennwert Tabelle 1).
Beispiel 1
Auf den ersten Fügepartner wird analog Vergleichsbeispiel eine schmelzbare Masse aus 10 Masseteilen eines hydroxylfunktionalisierten Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 10 Masseanteilen in % und einem Schmelzindflx von 4000g/10min; 45 Masseteilen eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 36 Masseanteilen in %, einem Schmelzindex von 100g/10min und einem Gehalt an Polyvinylalkohol von 6 Molanteilen in %; 50 Masseteilen hydriertem Glyzerolester von Kolophonium aufgetragen.
Auf den .(weiten Fügepartner wird analog Vergleichsbeispiel eine schmelzbare Masse aus 20 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 33 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 30 g/10 min; 20 Masseteilen PentaerythritGster von hydriertem Kolophonium sowie 10 Masseteilen Triphenylmethantriisocyanat aufgetragen. Beide Fügepartner werden gemäß dem Vergleichsbeispiel 600s gefügt. (Kennwerte Tabelle 1)
Beispiel 2
Es wird verfahren wie bei Beispiel 1; die erste Schmelze besteht aus 60 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 42 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 40g/10min; 0,8 Masseteilen hydrolysiertes Polyvinylacetat mit einem Rest-Vinylacetatgehaltvon2 Masseanteilen in % und einer Hydroxylzahl von 15; 10 Masseteilen Pentderythritester von hydriertem Kolophonium; die zweite Schmelze besteht aus 60 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Schmelzindex von 40g/10min; 45 Masseteilen Glyzerolester von hydriertem Kolophonium sowie 2,5 Masseteilen Polymethylen-Polyphenyl-Polyisocyanat. Beide Fügepartner werden gemäß dem Vergleichsbeispiel bei 470K 600s gefügt.
Beispiel 3
Es wird analog Beispiel 2 verfahren, anstelle des hydrolysierten Polyvinylacetat wird aber ein Polymethylmethacrylat mit einer Säurezahl von 60 verwendet.
Beispiel 4
Es wird analog Beispiel 1 verfahren, die erste schmelzbare Masse besteht aber aus 60 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von 42 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 30g/10min; 0,5Masseteilen des hydroxylfunktionalisierten Ethylen-Vinylacetat-Copolymer; 10 Masseteilen hydrolysierter Glyzerolester von Kolophonium; die zweite schmelzbare Masse besteht aus 60 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Cop&lymer mit 11 Masseanteilen in % Vinylacetat und einem Schmelzindcx von 4800g/10min; 45 Masseteilen Pentaerythritester von hydrolysiertem Kolophonium; 2 Masseteilen Triphenylmethandiisocyanat.
Beispiel 5
Die schmelzbaren Massen gemäß Beispiel 4 werden nacheinander auf den ersten Fügepartner aufgetragen (Schichtdicke jeweils 50pm) und anschließend bei 370K, einem Kontaktdruck von 0,01 N/mm2 1 200s gefügt.
Beispiel β
Eine schmelzbare Zubereitung aus 60 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von 42 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 28g/10min; 0,5 Masseteilen thermoplastisches Polyurethan mit einer Hydroxylzahl von 3 als hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisiertes Polymer und 50 Masseteilen Pentaerythritester von hydriertem Kolophonium wird auf den ersten Fügepartner aufgetragen. Auf den zweiten Fügepartner wird eine schmelzbare Zubereitung aus 10 Masseteilen Umsetzungsprodukt von Triphenylmethantriisocyanat und Abietinsäure (Mol-Verhältnis 0,5:1); 60 Masseteilen Ethylen-Vinylacotat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von 11 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 4 800g/10 min; 20 Masseteilen Glyzerinester von hydriertem Kolophonium aufgetragen und anschließend werden beide Fügepartner bei einem Kontaktdruck von 0,1 N/mm2 gefügt.
Beispiel 7
Es wird analog Beispiel 6 verfahren, als hydroxylfunktionalisiertes Polymer wird alkalialkoholat-modifiziertes Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Ausgangsvinylacetatgehalt von 33 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 8g/ 10 min verwendet.
Beispiel 8
Es wird analog Beispiel 6 verfahren, als hydroxylfunktionalisiertes Polymer wird nahezu vollständig hydrolysiertes Polyvinylacetat mit einem Rest-Vinylacetatgehalt von 2 Masseanteilen in % und einer Hydroxylzahl von 14 verwendet.
Beispiel 9
Die erste schmelzbare Zubereitung besteht aus:
10 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von 11 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 4800g/10min; 45 Masseteilen thermoplastisches Polyurethan mit einer Hydroxylzahl von 3 als hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisiertes Polymer; 10 Masseteilen Glyzerinester von disproportioniertem Kolophonium.
Die zweite Zubereitung besteht aus:
50 Masseteilen Umsetzungsprodukt von Abietinsäure mit Triphenylmethandiisocyanat (Molverhältnis 1:1,5); 20 Masseteilen Ethylen-Vinylacetat-Copolymer mit einem Vinylacetatgehalt von 28 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex von 30g/ 10min; 45 Masseteilen Glyzerinester von hydrolysiertem Kolophonium. Das Fügen erfolgt bei 470 K unter einem Kontaktdruck von 0,1 N/mm2 über einen Zeitraum von 1000s.
Beispiel 10
Es wird analog Beispiel 9 verfahren. Als isocyanathaltige Komponente wird ein Umsetzungsprodukt von 1 Mol Triphenylmethandiisocyanat mit 1 Mol Polymethylmethacrylat mit einer Säurezahl von 60 verwendet.
Beispiel 11
Die beiden Zubereitungen gemäß Beispiel 9 werden nacheinander auf den ersten Fügepartner aufgetragen und entsprechend den Bedingungen dieses Beispiels mit dem zweiten Fügepartner gefügt.
Tabelle 1
Wärmestand Zugscherfestigkeit (N/mm2) AIMgF6/AIMge
festigkeit 1,3
K Holz/Holz 1,8
Vergleichsbeispiel 323-328 2,3 1,9
Beispiel 1 350 2,5 2.6
Beispiel 2 350 3,0 2,4
Beispiel 3 380 2,7 2,3
Beispiel 4 390 2,8 1,9
Beispiel 5 400 2,9 2,5
Beispiel 6 365 3,4 2,2
Beispiel 7 380 4,2 3,0
Beispiel 8 375 4,4 3,2
Beispiel 9 410 3,8 3,1
Beispiel 10 400 3,7
Beispiel 11 415 3,8

Claims (4)

1. Verfahren zur Erzeugung von Klebeverbindungen mittels Schmelzklebestoffen durch Auftragen von zwei ur.terschiodlich zusammengesetzten schmelzflüssigen Zubereitungen aus Polyolefinconpolymeren, Harzen, anderen Polymeren und weiteren Zusätzen, Fügen und thermische Nachbehandlung, dadurch gekennzeichnet, daß die 1. schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 10 bis 60 Masseteilen von einem oder von mehreren Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt im Bereich von 10 bis 45 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex im Bereich von 25 bis 5000g/10min (bei 463K und 21,6N)
- 0,5 bis 45 Masseteilen von hydroxyl- ι»; id bzw. oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren und bzw. oder Hochpolymeren
- 10 bis 50 Masseteilen klebrigmachender Harze
und die 2. schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 10 bis 60 Masseteilen von einem oder mehreren Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 10 bis 35 Masseanteilen in % und einem Schmelzindex im Bereich von 25 bis 5000g/10min (bei 463K und 21,6N)
- 20 bis 45 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 2 bis 10 Masseteilen eines mehrfunktionellen, vorzugsweise di- und trifunktionellen Isocyanates oder eines Gemisches von mehrfunktionellen Isocyanaten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die 2. schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 20 bis 60 Masseteilen von einem oder mehreren Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 10 bis 35 Masseanteilen in% und einem Schmelzindex im Bereich von 25 bis E000g/10min (bei 463K und 21,6N)
- 20 bis 45 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 2 bis 10 Masseteilen eines mehrfunktionellen Isocyanates oder eines Gemisches von mehrfunktionellen Isocyanaten und bzw. oder 10 bis 50 Masseteilen der Umsetzungsprodukte aus mehrfunktionellen und vorzugsweise trifunktionellen Isocyanaten mit hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren und Hochpolymeren sowie von Harzsäuren und vorzugsweise von Abietinsäure und Dehydroabietinsäure
jede Schmelze auf je einen Fügepartner aufgetragen wird oder beide Schmelzen auf nur einen Fügepartner aufgetragen wenden derart, daß das Masseverhältnis der 1. schmelzbaren Zubereitung zum Isocyanatder2. schmelzbaren Zubereitung dabei 1:0,75 bis 100:1 beträgt und die Partner unter einem Kontaktdruck von 0,01 bis 0,1 N/mm2 gefügt und unter Kontaktdruck in einem Zeitraum von 60 bis 1200s bei Temperaturen von 370 bis 470K belassen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die 2. schmelzbare Zubereitung besteht aus
- 10 bis 40 Ma;. .'eteilen von einem oder von mehreren Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 10 bis 35 Masseanteilen in % und einem Schtnelzindex im Bereich von 25 bis 5000g/10min (bei 463K und 21,6N)
- 20 bis 45 Masseteilen klebrigmachender Harze
- 10 bis 50 Masseteilen der Umsetzungsprodukte aus mehrfunktionellen und vorzugsweise trifunktionellen Isocyanaten mit hydroxyl- und bzw. oder carboxylfunktionalisierten Oligomeren und Hochpolymeren sowie von Harzsäuren und vorzugsweise von Abietinsäure und Dehydroabietinsäure.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine isocyanathaltige Komponente der 2. schmelzbaren Zubereitung aus der Umsetzung von 1 Mol Harzsäure und 0,5 bis 1,5 Mol eines trifunktionellen Isocyanates hergestellt wird.
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