DD285497A7 - Flockungsmittel zur primaerflockung suspendierter wasserinhaltsstoffe - Google Patents

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DD285497A7
DD285497A7 DD31997988A DD31997988A DD285497A7 DD 285497 A7 DD285497 A7 DD 285497A7 DD 31997988 A DD31997988 A DD 31997988A DD 31997988 A DD31997988 A DD 31997988A DD 285497 A7 DD285497 A7 DD 285497A7
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flocculant
suspended water
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flocculation
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DD31997988A
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Joachim Koetz
Ulrich Gohlke
Burkart Philipp
Original Assignee
Institut Fuer Polymerenchemie "Erich Correns" Der Adw,Dd
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Flockungsmittel zur Primaerflockung von suspendierten Wasserinhaltsstoffen durch eine temperaturinduzierte Flockung unter Verwendung einer Flockungsmittelmischung aus linearem oder linearem teilacyliertem Polyethylenimin und Alkalisalzen anionischer Polymere.{Flockungsmittel fuer suspendierte Wasserinhaltsstoffe; temperaturinduzierte Primaerflockung; synergistisches Flockungsmittelgemisch; Alkalisalze anionischer Polymere; lineares Polyethylenimin; teilacyliertes lineares Polyethylenimin}

Description

wobei das Verhältnis n/m 1 < n/m < 0 beträgt und R = CH3 oder C6H6 bedeutet, gekennzeichnet dadurch, daß das Flockungsmittel aus einer Mischung aus wäßriger Polyethyleniminlösung und wasserlöslichen Alkalisalzen der Carboxymethylcellulose mit einem Substitutionsgrad >0,6, der Polyphosphorsäure oder der Polyacrylsäure im molaren Verhältnis χ von Phosphat- und/oder Carboxyl· zu Iminogruppen 0,01<x<0,9 besteht, auf eine Applikationstemperatur 338K<T<358K eingestellt ist und in Mengen von 10 bis 200g Flockungsmittelfeststoff, bezogen auf 108g Suspension, vorliegt.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Flockungsmittel zur Primärflockung suspendierter Teilchen aus wäßrigen Medien.
Charakteristik des bekannten Stand' der Technik
Anorganische Primärflockungsmittel wie Eisen-lll-chlorid und Aluminiumsulfat sind seit langem bekannt und werden für verschiedene technische Hockungsvorgänge benutzt.
Nachteil dieser anorganischen Flockungsmittel ist eine nicht vollständige Ausflockung und ein begrenztes Anwendungsgebiet.
Weiter bekannt ist ein organisches Primärflockungsmittel auf Basis von Polyacrylnitril, bei dem durch Variation des pH-Wertes eine Einschlußflockung erzielt wird, indem der als Flockungsmittel verwendete Polyampholyt wasserunlöslich wird und in Form sehr großer, voluminöser Flocken Wasserinhaltsstoffe umhüllt und sedimentiert oder flotiert (DDPS217197).
Als nachteilig erweist sich hierbei die Nqtwendigkeit der Auflösung des Flockungsmittels in aggressiven Medien (Säuren oder Basen) und die notwendige pH-Wertänderung während des Fl jckungsvorgangee.
Ein umweltfreundliches Verfahren unter schonenden Bedingungen zur Primärflockung mittels Temperaturvariation durch Anwendung von linearem teilacyliertem und/oder linearem nichtacyliertem Polyethylenimin wurde beschrieben, bei der sich die hohe Fiockungsmitteldosierung (4-6%ige Lösung der Fällungskomponente) sowie eine nur partielle Flockung der suspendierten Partikel als nachteilig erweist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Flockungsmittel zur Primärflockung suspendierter Partikel in wäßriger Phase zu entwickeln das rationeller in seiner Anwendung und ökonomisch vorteilhafter ausgestaltet ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein in der Wirkung verbessertes und technisch einfach handhabbares Flockungsmittel zur temperaturinduzierten Primärflockung kolloid suspendierter Partikel aus wäßrigen Systemen mittels wäßriger Polymermischungen aus linearem teilacyliertem oder linearem nichtacyliortem Polyethylenimin und einer Zusatzkomponente zu entwickeln.
Es wurde gefunden, daß eine Mischung aus linearem teilacyliertem oder linearem nichtacyliertem Polyethy'enimin der allgemeinen Formel I
CHa - CHa
a O
CHa. -
- N
♦η
in der R = CH3 oder C9C6 bedeutet und das Verhältnis n/m1 <n/m<Obeträgt,überraschenderweisemitAlkalisalzen geeigneter anionischer Polymere oder deren Gemische, wie z. B. der Carboxymethylcellulose, Polyphosphorsäure oder Polyacrylsäure bei Temperaturen >65K, vorzugsweise 338K<T<358K, gelöst vorliegt und durch Tomperaturvariation in Form eines Primärflockungsmittels suspendierte Wasserinhaltsstoffe auszufällen vermag, wobei 10-20Og Feststoff des Flockungsmittels auf 10eg der wäßrigen Phase mit pH > = 7 und einer Temperatur T<308K unter Durchmischung zu dosieren ist. Derartige flockende Systeme lassen sich unter Verwendung der genannten anionischen Polymere mit Produkten handelsüblicher Molmasse erhalten.
Der Vorteil der Erfindung besteht in einer vollständigeren Ausflockung suspendierter Wasserinhaltsstoffe bei vermindertem Flockungsmitteleinsatz.
Ausführungsbeliplele Beispiel 1
In 100ml einer Schlämmkreidesuspension (1 g Schlämmkreide/1000ml Wasser) wurden bei 293K unter Rühren 200μΙ einer Mischung einer linearen Polyethyleniminlösung nach Formel I (10g/1000ml Wasser) mit einem Verhältnis n/m = 0,1 und R = CHa und Natriumcarboxymethylcellulose mit einem Substitutionsgrad von 1,0 gegeben, wobei das molare Verhältnis xvon Carboxyl- zu Iminogruppen aus den nachfolgenden Versuchsbeispielen hervorgeht.
sedimentierter Anteil der Schlämmkreidesuspension nach 4 Minuten Rührzeit und 2minütiger Sedimentationsphase = 27%
sedimentierter Anteil der Schlämmkreidesuspension nach 20 Minuten Rührzeit: 56,5%
sedimentierter Anteil der Schlämmkreidesuspension nach 20 Minuten Rührzeit: 24%
Beispiel 2
In 100ml einer Schlämmkreidesuspension (1 g Schlämmkreide/1000ml Wasser) wurden bei 293K unter Rühren 200μΙ einer Mischung einer linearen Polyethyleniminlösung nach Formel I (10g/1000ml Wasser) mit einem Verhältnis n/m = 0,1 und R = CH] und Natriumcarboxymethylcetlulose mit einem Substitutionsgrad von 0,66 gegeben.
Molares Verhältnis χ von Carboxyl- zu Iminogruppen: χ = 0,12 sedimentierter Anteil der Schlärr.mkreidesuspension nach 20 Minuten Rührzeit: 53%.
Beispiel 3
In 100ml einer Celliilosesuspension (1 g/1000ml Wasser) wurden bei 293 K unter Rühren 200μΙ einer Mischung einer linearen Polyethyleniminlösung nach Formel I (10g/1000ml Wasser) mit einem Verhältnis n/m = 0,1 und R = CH3 und einer Natriumcarboxymethylcellulose mit einem Substitutionsgrad von 1,0 gegeben.
Molares Verhältnis χ von Carboxyl- zu Iminogruppen: χ = 0,18 sedimentierter Anteil der Cellulosesuspension nach 20 Minuten Rührzeit: 80%.
Beispiel 4
In 100ml einer Zellstoffsuspension (1 g HEWETEN/1000ml Wasser) wurden bei 293 K ui ter Rühren 100μΙ einer Mischung einer linearen Polyethyleniminlösung nach Formel I (10g/1000ml Wasser) mit einem Verhältnis n/m = 0,1 und R = CH3 und Natriumcarboxymethylcellulose mit einem Substitutionsgrad von 1,0 gegeben.
Molares Verhältnis χ von Carboxyl-zu Aminogruppen: χ = 0,18 sedimentierter Anteil der Zellstoffsuspension nach 20 Minuten Rührzeit: 63%.
Beispiel 5
In 100ml einer Schlämmkreid&suspension (1 g Schlämmkreide/1000ml Wasser) wurden bei 293K unter Rühren 200μΙ einer Mischung einer linearen Polyethyleniminlösung nach Formel I (10g/1000ml Wasser) mit einem Verhältnis n/m = 0,1 und R = C6H5 und Natriumpolyphosphatzusatz mit einem Polymerisationsgrad von 41 gegeben, wobei das molare Verhältnis χ von Phosphat-zu Iminogruppen aus den nachfolgenden Versuchsbeispielen hervorgeht.
sedimentierter Anteil der Schlämmkreidesuspension nach 20 Minuten Rührzeit: 38%
sedimentierter Anteil der Schlämmkreidesuspension nach 4 Minuten Rührzeit und 2 Minuten Sedimentationszeit: 45%
sedimentierter Anteil der Schlämmkreidesuspension nach 4 Minuten Rührzeit und 2 Minuten Sedimentationszeit: 45%
Beispiel βIn 100ml einer Schlämmkreidesuspension (1 g Schlämmkreide/1000ml Wasser) wurden bei 293K unter Rühren 200μΙ einer Mischung einer linearen Polyethylenimlnlösung nach Formel I (10g/1000ml Wasser) mit einem Verhältnis n/m = 0,1 und R = CHS und Natrlumpolyacrylatzueatz gegeben, wobei das molare Verhältnis χ von Carboxyl- zu Iminogruppen aus den nachfolgenden Versuchsbeispielen hervorgeht.
sedimentierter Anteil der Schlämmkreidesuspension nach 20 Minuten Rührzeit: 12%
sedimentierter Anteil der Schlämmkreidesuspension nach 20 Minuten Rührzeit: 18%
sedimentierter Anteil der Schlämmkreidesuspension nach 20 Minuten Rührzeit: 68%
sedimentierter Anteil der Schlämmkreidesuspension nach 10 Minuten Rührzeit: 79%

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Flockungsmittel zur Primärflockung suspendierter Wasserinhaltsstoffe in wäßrigen Medien, unter Verwendung von linearem teilacyliertem oder linearem nichtacyliertem Polyethylenimin der allgemeinen Formel I,
    CHa. - CHa - N
    - CHa - N H
DD31997988A 1988-09-21 1988-09-21 Flockungsmittel zur primaerflockung suspendierter wasserinhaltsstoffe DD285497A7 (de)

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