DD293620A5 - Verfahren zur herstellung von farbstoffen fuer textilien einschl. wolle aus waid - Google Patents

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DD33951790A
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Wolfgang Feige
Peter Kaestner
Matthias Schulze
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Gewerbebetrieb;Wolfgang Feige;Neudietendorf;,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft die Anwendung pflanzlicher Rohstoffe zum Faerben von Textilien. Die Erfindung findet Anwendung in der Textilindustrie und in folkloristischen Betrieben der Textilverarbeitung. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dasz Inhaltsstoffe der Waidpflanze (Isatis tinctoria L.) zum Einsatz gelangen, wobei mehrere Varianten, z. B. das aus den ausgepreszten, getrockneten und pulverisierten Blaettern gewonnene Waidpulver oder aus frischen Pflanzenteilen gepreszter und gegorener Waidsaft Anwendung finden. Durch den differenzierten und gezielten Zusatz geringer Mengen von Chemikalien koennen die verschiedensten Farbtoene erzielt werden.{Faerben; Textilien; pflanzliche Rohstoffe; Waidpflanze (Isatis tinctoria * gegorener Waidsaft; Waidpulver; Wurzeln; Waidinhaltsstoffe}

Description

Anwendungsgebiet
Die Erfindung findet Anwendung in der Textilindustrie und in handwerklichen folkloristischen Betrieben der Textilverarbeitung.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, den pflanzlichen Farbstoff Indigo zum Färben von Textilien einzusetzen. Der Nachteil dieses Farbstoffes ist, daß er nur zur Gewinnung von blauer und grüner Farbe geeignet ist. Weiterhin ist es üblich, Textilien mit synthetischen Farben zu behandeln. Diese Farben sind zum Teil gesundheitsschädlich und rufen bei den damit Beschäftigten Allergien hervor.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, einen Farbstoff aus einheimischen pflanzlichen Rohstoffen zum Färben von Textilien zu gewinnen, der ökologisch unbedenklich einsetzbar und mit geringen Kosten herzustellen ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Erfindung hat die Aufgabe, Indigo als Farbstoff abzulösen, den Nachteil chemischer Zusätze zu minimieren und eine breite Farbpalette zu schaffen, deren Herstellung mit einfachen technischen Mitteln möglich ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß Inhaltsstoffe der Waidpflanze (Isatis tinctoria L.) Verwendung finden. Dabei kommt jeweils eine der Grundvarianten
- das aus den ausgepreßten, getrockneten und pulverisierten Blättern gewonnene Waidpulver,
- der aus frischen Pflanzenteilen gepreßte und gegorene Saft oder
- der durch Kochen der Wurzeln gewonnene Extrakt zum Einsatz.
Gegebenenfalls werden zur Erzielung des jeweiligen Farbtones geringfügige Mengen von Chemikalien, wie z. B. Didionit, Ammoniak, Kalziumkarbonat, Kaliumkarbonat, Hydrosulfid, Pottasche, Eisen(ll)-sulfat oder Kaliumpermanganat hinzugefügt. Mit der Erfindung werden kostengünstige ökologische Farbstoffe aus einheimischen pflanzlichen Rohstoffen gewonnen, die zur Färbung von Textilien einschließlich Wolle geeignet sind.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Die Bestandteile werden in Gewichtsteilen angegeben.
Beispiel 1
Zur Herstellung von blauer Farbe werden
70 Teile Waidpulver
4 Teile Kalk 25 Teile Wasser
1 Teil Hydrosulfid
miteinander gemischt.
Durch die Zugabe weiterer Teile Wasser und die Zugabe von Hydrosulfid kann der blaue Farbton variiert werden.
Beispiel 2
Zur Herstellung von grüner Farbe werden
75 Teile Waidpulver
2 Teile Kalziumkarbonat 23 Teile Wasser
miteinander gemischt. Durch die Zugabe weiterer Teile Wasser kann der grüne Farbton variiert werden.
Beispiel 3
Zur Herstellung von beiger Farbe werden
80 Teile Waidsaft 7 Teile EisendO-sulfat
3 Teile Ammoniak
2 Teile Kalziumkarbonat 8TeUeKaIk
miteinander gemischt. Durch die differenzierte Zugabe von Eisen(ll)-sulfat, Ammoniak und Kalziumkarbonat kann der beige Farbton variiert werden.
Beispiel 4
Zur Herstellung von roter Farbe werden
20 Teile Extrakt aus gekochten Waidwurzeln und 80 Teile Wasser
miteinander gemischt.
Beispiel 5
Zur Herstellung von brauner Farbe werden
90 Teile Waidsaft 5 Teile Kaliumpermanganat 5 Teile Ammoniak
miteinander gemischt. Durch den differenzierten Zusatz von Kaliumpermanganat und Ammoniak können unterschiedliche Brauntöne erzielt werden.

Claims (1)

  1. Anwendung pflanzlicher Rohstoffe zum Färben von Textilien, dadurch gekennzeichnet, daß Inhaltsstoffe der Waidpflanze (Isatis tinctoria L.) Verwendung finden, wobei jeweils eine der Grundvarianten
    - das aus den ausgepreßten, getrockneten und pulverisierten Blättern gewonnene Waidpulver
    - der aus frischen Pflanzenteilen der Waidpflanze gepreßte und gegen Saft oder
    - der durch Kochen der Wurzeln der Waidpflanze gewonnene Extrakt,
    gegebenenfalls unter Hinzufügung eines geringfügigen Anteils von Chemikalien, wie z. B. Didionit, Ammoniak, Kalziumkarbonat, Kaliumkarbonat, Hydrosulfid, Pottasche, Eisen(ll)-sulfat, Kaliumpermanganat zum Einsatz kommt.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0908504A1 (de) * 1997-09-30 1999-04-14 Thüringer Waid-Forschungs GmbH Feuerhemmendes Mittel
DE10062529A1 (de) * 2000-12-13 2002-06-20 Knoell Hans Forschung Ev Verfahren zur Entwicklung einer umwelt- und gesundheitsfreundlichen Rohstoffgrundlage auf der Basis von Waid (Isatis tinctoria L.)
DE19605534B4 (de) * 1996-02-15 2006-02-16 SLH e.G. Verfahren zur Herstellung von Indigokonzentrat

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