DD295148A5 - Verfahren zur herstellung von duennen homogenen auftragsschichten aus oxidischen materialien - Google Patents

Verfahren zur herstellung von duennen homogenen auftragsschichten aus oxidischen materialien Download PDF

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DD295148A5 DD34152190A DD34152190A DD295148A5 DD 295148 A5 DD295148 A5 DD 295148A5 DD 34152190 A DD34152190 A DD 34152190A DD 34152190 A DD34152190 A DD 34152190A DD 295148 A5 DD295148 A5 DD 295148A5
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von duennen homogenen Auftragsschichten bzw. Auftragsfilmen aus oxidischen Materialien. Das Verfahren ist auch anwendbar zum Herstellen von freitragenden Folien. Derartige Schichten besitzen spezielle Anwendungsmoeglichkeiten im Bereich der Elektrotechnik/Elektronik, als feuerfeste und/oder korrosionsbestaendige oxidische UEberzuege sowie als farbige Schichten mit dekorativer Wirkung. Ziel der Erfindung ist es, bei einem verringerten technologischen Aufwand zur Herstellung duenner phasenreiner Schichten aus oxidischen Materialien die qualitativen Eigenschaftsparameter dieser Schichten zu verbessern. Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde, ein universell anwendbares Verfahren zu entwickeln, das es gestattet homogene phasenreine Schichten aus verschiedensten oxidischen Materialien moeglichst einfach, reproduzierbar und in hoher Homogenitaet auf geeignete Substrate aufzubringen. Erfindungsgemaesz wird die technische Aufgabe dadurch geloest, dasz der Oxidschichtzusammensetzung entsprechende polymerisationsfaehige Metallcarboxylate homogen vermischt, auf bekannte Weise polymerisiert, das Polymerisat in geeigneten polaren Loesungsmitteln geloest, auf das zu beschichtende Substrat aufgetragen und durch eine thermische Behandlung in die Metalloxide ueberfuehrt wird.{Auftragsschichten; oxidische Materialien; polymerisationsfaehige Metallcarboxylate; Polymerisation; thermische Behandlung}

Description

Hierzu 6 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von dünnen homogenen Auftragsschichten bzw. Auftragsfilmen aus oxidischen Materialien. Das Verfahren ist auch anwendbar zur Herstellung freitragender Folien. Derartige Schichten besitzen spezielle Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Elektrotechnik/Elektronik, als feuerfeste und/oder korrosionsbeständige oxidische Überzüge sowie als farbige Schichten mit dekorativer Wirkung.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Besonders im Bereich Elektrotechnik/Elektionik sind Verfahren zur Herstellung von freitragenden Folien und Schichten auf verschiedenen Substraten durch Druck- und Spritztechnologien gefragt. Ein sehr anschauliches und bereits ausführlich bearbeitetes Beispiel hierfür stellt die supraleitende Verbindung YBa2Cu3O7-X dar. Aufgrund der hohen Sprödigkeit und problemreichen Formgebung dieser oxidischen Phase ist eine großtechnische Anwendung zur Zeit nur im Bereich der dünnen und dicken Schichten sowie als Folien zu erwarten. Die bisher praktizierten Technologien zur Herstellung von Materialien, die für eine weitere Verarbeitung zu Folien und Schichten geeignet sind, sind meist aufwendig und liefern Produkte, die den gestellten Anforderungen hinsichtlich Phasenreinheit und Kornfeinheit nur bedingt entsprechen. DE 3817319 stellt ein Verfahren zur Schichtherstellung vor, bei der aus Y2O3, CuO und BaCO3 über die intermediär auftretenden Phasen Y2Cu2O6 und BaCuO2 die supraleitende Phase YBaCuO7., gebildet wird. Diese Mischoxide werden übereinander auf ein Substrat aufgetragen, die Phasenbildung von YBa2Cu3O7-X erfolgt durch eine Wärmebehandlung. Dazu sind hohe Temperaturen, lange Reaktionszeiten und eine äußerst exakte Temperaturführung notwendig, da sonst in der erhaltenen Schicht keine einheitliche Phase vorliegt. Das gleiche Problem tritt auf, wenn die aufgetragenen Schichtdicken der Zwischenverbindungen nicht exakt dem geforderten stöchiometrischen Verhältnis entsprechen. Dadurch ist das molare Gleichgewicht gestört und es kann kein phasenreines Produkt gebildet werden. Lange Reaktionszeiten bei hohen Temperaturen führen zu unerwünschten Diffusionseffekten mit dem Substrat. Auch die Herstellung eines phasenreinen Pulvers über ein homogenes Gemisch der beiden Phasen Y2Cu2O6 und BaCuO2 in Form einer lockeren Pulverschüttung bzw. eines gepreßten Körpers ist problematisch, die hierzu erforderlichen Homogenitäten und Feinheiten der Ausgangsverbindungen können erst durch längere Vorarbeiten (Mahl- und Mischprozesse) erreicht werden.
Nach DD 267127 wird eine Dispersion durch die Kombination eines Bindemittels mit einem Gemisch metalloxidischer Ausgangsmaterialien hergestellt. Dabei wird ein Gemisch aus Ethylzellulose, Terpentinöl, BaCO3, Y2O3 und CuO auf dem Substrat aufgebracht. Durch eine anschließende Wärmebehandlung erfolgt die Ausbildung der supraleitenden Schicht, die aufgrund der Zersetzung der Ausgangsstoffe und der damit verbundenen Abgabe von CO2 bzw. H2O sehr porös ist. Ausdruck hierfür sind kritische Stromdichten von 1 A/cm2, die für technische Anwendungen zu gering sind. Nach DE 3734069 werden die Ausgangsverbindungen in dampfförmigem Zustand auf dem Substrat abgeschieden. Die Rohstoffe werden bei vorbestimmter Temperatur und Partialdruck verdampft und mittels Trägergasströme zu einem Dampfgemisch zusammengeführt, welches das zur Ausbildung der supraleitenden Phase notwendige Verhältnis der drei metallischen Komponenten enthalten soll. Ein solches Verfahren ist sehr aufwendig und verlangt die Einhaltung des exakten Verhältnisses der drei Komponenten zueinander.
DE 3731275 schlägt zur Herstellung supraleitender Schichten die kataphoretische Auftragung einer wäßrigen Suspension vor. Nach DE 1767824 wird ein Film aus VO2 auf einem Substrat durch das Verdampfen von V2O6 unter reduzierenden Bedingungen (p = 10~4-10~eTorr; T = 500-850°C) erhalten. Es kondensiert zunächst ein Film aus V2O6, der bei 400-600eC und einem Druck von 10~'-10~*Torr in Gegenwart von Vanadiumsesquichlorid in VO2 überführt wird.
DD126753 schlägt einen Zweistufenprozeß zur Temperaturbehandlung einer aufgesputterten Schicht von V2O6 (zweistündige reaktive Kathodenzerstäubung) vor. Dabei wird die aufgetragene Schicht nach der Reduktion einer Gleichgewichtsglühung über 5 Stunden bei einem O2-Partikaldruck von 10~2Torr unterzogen.
Nach DD125033 wird VO2 auf bekannte Weise hergestellt und in einer Heizkammer durch eine bestimmte Verweilzeit in einem reduzierenden Gas oder Gasgemisch behandelt. Problematisch hierbei dürfte die genaue Abstimmung der Verweilzeit des VO2 und des Reduktionsgases sowie der Temperatur des VO2 und des verwendeten Gases aufeinander sein. Der umfangreiche Stand der Technik verdeutlicht, daß die Beschichtungstechnologien gezielt auf die jeweils aufzutragende Schicht abgestimmt sind. Das Erzielen phasenreiner dünner Schichten ist dabei mit einem erheblichen technologischen Aufwand verbunden.
Ziel der Erfindung Ist es, bei einem verringerten technologischen Aufwand zur Herstellung dünner phasenreiner Schichten aus oxidischen Materialien die qualitativen Eigenschaftsparameter dieser Schichten zu verbessern.
Darlegung des Wesens der Erfindung Der Erfindung Hegt die technische Aufgabe zugrunde, ein universell anwendbares Verfahren zu entwickeln, daß es gestattet,
homogene phasenreine Schichten aus verschiedensten oxidischen Materialien möglichst einfach, reproduzierbar und in hoher
Homogenität auf geeignete Substrate aufzubringen. Erfindungsgemäß wird die technische Aufgabe dadurch gelöst, daß der Oxidschichtzusammensetzung entsprechende
polymerisationsfähige Metallcerboxylato homogen vermischt, auf bekannte Weise polymerisiert, das Polymerisat in geeigneten polaren Lösungsmitteln gelöst, auf das zu beschichtende Substrat aufgetragen und durch eine thermische Behandlung in die
Metalloxide überführt wird. Als polymerisationsfähige Metallcarboxylate werden vorzugsweise ethylengruppenhaltige Metallcarboxylate, insbesondere Metallcarboxylate der allgemeinen Formel
« ι
M OCO — C —C ~- CH0) ^ mil R = H, CH3, C0Hn, C1^L
R , e = Oxidationszahl
eingesetzt. Die Polymerisation der monomeren Einheiten erfolgt auf bekannte Welse radikalisch oder ionisch und kann als Emulsions-, Suspensions- oder Lösungspolymerisation durchgeführt werden. Um zu polymerisierbaren Metallcarboxylaten zu gelangen, können relativ preiswert und leicht zugängliche Rohstoffe verwendet werden. So ist es möglich, basische Oxide, Hydroxide oder Carbonate mit ungesättigten Carbonsäuren umzusetzen.
O O
Il Il
CO H...O + 4 CH — C —C—OH >2CuCO —C —C -CH0)
R1 R1
= "- ' M3' -2"5' -5"6
R - »' CH3' CaH5' C5H
Das gebildete CO2 und H2O werden im Vakuum entfernt und eine vorsichtige Erwärmung verhindert die frühzeitige Polymerisation der gebildeten Metallcarboxylate. Es ist auch möglich niedere Metallcarboxylate mit ungesättigten Carbonsäuren umzusetzen.
O O 'O
M11CO— C— CHO.,, + 2 CH_— C —C—OH >M11C O— C C »™CH.)^
+ 2 CH„—-C — OH 3 „
.,II „ _ Ii
M = Cu, Eia O
R1 = H, CH3, C2H5, C5H6
Wird die Umsetzung im Vakuum und bei Erwärmung mit einem Sand- oder Ölbad vorgenommen, kann die entstehende Essigsäure direkt abdestilliert werden. Eine weitere Variante stellt die Umsetzung von Alkoxiden mit ungesättigten Carbonsäuren dar.
Me0C0R3> ^ + ο "3 CH0- C — C — OH ö 2 2 ι
ö ~2 2
•I1
OCO 0 Il — 3 — I 295 148
I ~— C — R*
e-8 CH2 Va
R2OH
+
ο « OxidatLonszahl MsV, Nb, Ta, Mo, W • R1 a H, CH3, C2H3
R8 « OCH3, OC8Hg, OC4H9
Der gebildete Alkohol wird im Vakuum abdestilliort, er kann jedoch auch als Lösungsmittel verwendet werden. Geeignete Lösungsmittel für das Polymerisat sind beispielsweise DMF und DMSO. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Eigenschaften der Polymerisate durch eine gezielte Co-Polymerisation mit Acrylnitril, Styren, Methacrylsöureostern u. a. hinsichtlich ihrer Verarbeitbarkeit zu verbessern.
Die anschließende Temperaturbehandlung ist von den Eigenschaften der verwendeten Oxide abhängig und richtet sich nach den einzustellenden Eigenschaften. Durch eine gezielte chemische Zusammenstellung der Ausgangslösungen können sowohl geschlossene als poröse Oberflächen mit katalytisch aktiven Metallen und Metalloxiden (oder- gemischen) beschichtet oder dotiert werden. Ferner ergeben sich Anwendungen zur Beschichtung von Oberflächen mit farbigen Oxiden und -gemischen zu dekorativen Zwecken. Das erfindungsgemäße Verfahren ist im folgenden Verfahronsschema zusammgefaßt dargestellt.
pia's I s olTe~Ü5<Tcre~Hyciir οΙΓΓγΓθΊ
t e
niedere'Metailsaure-
ir.nl !carboxy 1 ate__( Acieι tatβ)_
TTmsetzur.g mit ethyTeηgrUppenhäft polymer is ierbaren Carbonsäuren (Acrylsäure, Methacrylsäure, Vinyl-
HorTimeTe: 0
M^(O-C-C=CH0) ; M6O(O-C-C=CH0) o
I 1 Il
R1 R1
M = Cu, Zn, Ba, Sr, Ca , V, Nb, W,
Mo, Ta u.a.
R1^ H, CH3, C2H5, C6H5 u.a. e = Oxidationszahl
Co 17MoHomer e :
Acrylnitril; Styren; Methacryl-
säureesber u.a.
tIo)-FoTy me ri s aTiOn Ti;
radikalisch) in Lösung; Suspens i ο η
Loseri in geeTgheten Lösungsmitteln
Sprühfähige Lösungen sum Schichtauf-
thermische B¥hanHlung der~äüTgetrage nen Schichten
-B- 295148 Ausführungsbolsplol Das erfindungsgemäße Verfahren wird nuhfolgend in 4 Beispielen näher boschrieben.
Beispiel 1
Dünne Schichten des oxidischen Hochtemperatursupraleiter YBa2Cu3O7-X werden wie folgt hergestellt und weiten/erarbeitet: 6,63g Cu2(OH)2CO3 (basisches Kupfercarbonat), 11,66g Ba(OOC-CH3I2 2H2O und 2,80g Y(OH)3 werden unter leichtem Erwörmon (Sandbad) in 35g Acrylsäure gelöst. In gleicher Weise können die Acetate des Kupfers und Yttriums sowie entsprechende Alkoxide als Ausgangsstoffe verwendet werden. Die klare, türkisblaue Lösung der entstandenen Acrylate werden radikalisch unter Zusatz von (NH^)2S2O8 polymerisiert, die gebildeten Nebenprodukte wie Essigsäure, CO2 und H2O werden im Vakuum entfernt. Das türkisblaue Polymerisat wird in DMFoder DMSO gelöst, auf diese Weise entsteht eine sprühfähige Lösung, die auf ein geheiztes a-AI2O3-Substrat bei 40O-600°C aufgesprüht wird. Eine thermische Nachbehandlung erfolgt durch ein 1-3stündiges Glühen bei 700-8UO0C sowie einer oinstündigen Temperatur bei 910-9200C in stehender Luft. Danach wird mit einer Haltezeit von 1 bis 2 Stunden bei 500 bis GOO0C auf Raumtemperatur abgekühlt. Die thermoanalytische Charakterisierung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist In Fig. 1 a-d, die röntgenographlsche Untersuchung der erzeugten Schicht in Fig. 2 dargestellt. Fig. 3 zeigt die Korngrößenverteilung einer bei 400 bis 600"C versprühten Probe.
Beispiel 2 Dünne Schichten aus reinem und dotiertem VO2 werden wie folgt hergestellt und weiterverarbeitet:
5,72g VO(OC4H8I3 [C4H9 steht für η-Butyl-] und 5,5g Acrylsäure werden unter leichtem Erwärmen (Sandbad) zur Reaktion gebracht. Der entstehende Alkohol bzw. der Acrylsäureester werden im Vakuum entfernt und die entstandene, leicht hellgelbe
Flüssigkeit radikalisch durch Zusatz von Dibenzoylperoxid polymerisiert. Ei.*;e Dotierung kann durch die Zugabe von
entsprechenden Alkoxiden des Aluminiums, Wolframs und Molybdäns (oder der Chloride und Oxichloride) bis zu einigen
Atom-% erfolgen. Die sprühfähige Lösung wird durch Lösen des Polymerisates in DMF hergestellt und auf ein a-AI2O3-Substrat bei 400-€00°C
aufgesprüht. Die thermische Nachbehandlung der Schicht erfolgt durch eine Reduktionsglühung im Vakuum (T = 400-8000C;
P0, = 10"'-10"2 Pa). Fig.4 zeigt die Abhängigkeit des elektrl· chen Widerstandes von der Temperatur für reines bzw. Al- und Mo-dotiertes VO2, Beispiel 3 Farbige oxidische Schichten vom Typ A11B11^O4 (Spinelle) werden wie folgt hergestellt und nachbehandelt:
a) 4,08g AI[O-C(CH3I2I3 und 1,19g CoCO3 werden unter leichtem Erwärmen (Sandbad) mit 14,5g Acrylsäure zur Reaktion gebracht. Die entstandene klare, violette Lösung wird radikalisch mit (NH4J2S2O8 polymerisiert, die entstandenen Nebenprodukte (CO2, Acrylsäureester und Isopropanol) werden im Vakuum entfernt. Die entsprechenden Acetate können ebenfalls als Ausgangsstoffe verwendet werden.
b) 3,24 g AI(OC2Hs)3 und 2,49g Ni(OOC-CH3I24 H2O werden unter leichtem Erwärmen mit 14,5g Acrylsäure zur Reaktion gebracht. Die smaragdgrüne Lösung wird analog a) polymerisiert und die entstandenen Nebenprodukte werden im Vakuum entfernt.
Die Polymerisate werden entsprechend den Beispielen 1-2 in DMF gelöst und bei 400-6000C auf a-AI2O3-Substrate aufgesprüht. Eine thermische Nachbehandlung erfolgt durch ein 3-6stündiges Glühen bei 800-11000C. Die entstandenen Schichten sind im Falle des CoAI2O4-Spinells kräftig blau bzw. für den NiAI2O4-Spinell grün gefärbt. Eine röntgenographische Charakterisierung der Schichten zeigt Fig. 5.
Beispiel 4 Dünne Schichten aus Li-dotiertem WO3 werden wie folgt hergestellt und thermisch nachbehandelt:
0,185g Li2CO3 und 10,5g Acrylsäure werden unter leichtem Erwärmen zur Reaktion gebracht. Nach dem Entfernen des CO2 im
Vakuum werden 7,6g WO(OC2Hs)4 in der Reaktionsmischung aus Lithiumacrylat und Acrylsäure gelöst und analog Bsp. 1-3
polymerisiert. Das Polymerisat wird in DMF gelöst und bei 400-600°C auf ein a-AI2O3-Substrat aufgesprüht. Die thermische
Nachbehandlung erfolgt durch eine Glühung bei 750-1000X über 4-6 Stunden. Die entstehenden Schichten zeigen je nach Li-Dotierung die charakteristischen Färbungen der LixWO3-Bronzen (x = 0,1-0,5). Abbildungsunterschriften
Fig.1:
Thermoanalytische Charakterisierung der Bildung von YBa2Cu3O7-X nach dem vorgestellten Metall-Polyacrylat-Verfahren:
a) Thermoanalytische Charakterisierung eines Gemisches von polymerem Y-, Ba- und Cu-Acrylat im Verhältnis 1:2:3
1 - Zersetzung der überschüssigen Polyacrylsäure
2 - Pyrolyse des polymeren Cu-Acrylates zu CuO
3 - Pyrolyse des polymeren Y-Acrylates zu Y2O3 4- Pyrolyse des polymeren Ba-Acrylates zu BaCO3 5-Phasenumwandlung des BaCO3
b) Thermoanalytische Charakterisierung der Bildung von Y2O3 aus polymerem Y-Acrylat
1 - Zersetzung der überschüssigen Polyacrylsäure
2 - Pyrolyse des polymeren Y-Acrylates
c) Thermoanalytische Charakterisierung der Bildung von CuO aus polymerem Cu-Acrylat 1 - Zersetzung der überschüssigen Polyacrylsäure
2- Pyrolyse des polymeren Cu-Acrylates
d) Thermoanalytische Charakterisierung der Bildung von BaCO3 aus polymerem Ba-Acrylat
1 -Zersetzung der überschüssigen Polyacrylsäure
2 - Pyrolyse des polymeren Ba-Acrylates
Röntgonogrnphlsche Charakterisierung einer Schicht aus YBa2Cu3Oj-X auf Ct-AI2O3 nach dom erfindungsgemäßen Verfahren (2) Im Vergleich zu einer Pulverprobe (1; Oxld/Carbonat-Methodo) Korngrößenverteilung eines versprühten Pulvere bei 400-600"C
Flg.4:
1 - reines VO2; 2 - Mo-dotiertes VO2 (1 Atom-%) auf Ci-AI2O3 3-Al-dotiertes VO2 (2 Atom-%) auf Ci-AI2O3
Runtgonographlsche Charakterisierung der farbigen oxidischen Schichten des Typs A11B1V)* (Spinelle) auf 0-AI2O3
a) CoAI2O4
b) NIAI2O4

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung von dünnen homogenen Äuftragsschichten aus oxidischen Materialien, gekennzeichnet dadurch, daß der Oxidschichtzusammensetzung entsprechende polymerisationsfähige Motallcarboxylato homogen vermischt, auf bekannte Weise polymerisiert, das Polymerisat in geeigneten polaren Lösungsmitteln gelöst, auf das zu beschichtende Substrat aufgetragen und durch eine thermische Behandlung in die Metalloxide überführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die polymerisationsfähigen Metallcarbonyle mit geeigneten Monomeren vermischt und in Co-Polymerisate überführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die polymerisationsfähigen Metallcarboxylate mit Acrylnitril, Styren und Methacrylsäureestern vermischt werden.
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