DD298913A5 - Verfahren zur herstellung von n-substituierten 3-aminopyrrolen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-substituierten 3-Aminopyrrolen der allgemeinen Formel I, die groesztenteils neu sind und bisher in dieser Stoffklasse unbekannte pharmakologische Eigenschaften, insbesondere antikonvulsive beziehungsweise analgetische Wirkung, besitzen. Die Erfindung verfolgt das Ziel, groesztenteils neue N-substituierte 3-Aminopyrrole, insbesondere solche mit in dieser Stoffklasse bisher unbekannten antikonvulsiven oder analgetischen Eigenschaften zu entwickeln. Erfindungsgemaesz werden N-substituierte 3-Aminopyrrole der allgemeinen Formel I durch Cyclisierung von Trimethiniumsalzen erhalten. Die Verbindungen besitzen ausgesprochene antikonvulsive und auch analgetische Wirkung. Formel I{Antikonvulsivum; Analgetikum; Arzneimittel; ZNS-Wirksamkeit; 3-Aminopyrrole; Herstellung; Cyclisierung; Trimethiniumsalze; Ausgangsstoffe}
Description
US 4198502). Sechs Vertreter von S-Morpholino^-arylpyrrolcarbonsäureestern mit einem stark eingegrenzten Substituentenmuster sind durch Cyclisierung von 3-Alkoxycarbonylrnethylamino-2-arylthioacryisäuremorpholiden hergestellt worden (A. Knoll, J. Liebscher: Khim. Geterotsikl. Soedin. 1985,628). Über eine pharmakologische Wirkung derartiger Verbindungen ist bisher nichts bekannt. З-Атіпо-4-arylpyrrole, deren Aminogruppe jedoch unsubstituiert ist, wurden durch Reduktion zugehöriger 3-Nitropyrrole gewonnen (J.M.Tedder, B.Webster: J. Chem. Soc. 1960,3270).
3-Amino-2,4-diphenylpyrrol entsteht bei der Kondensation von Phenacylamin mit sich selbst (S.Gabriel: Ber. dtsch. Chem. Ges.
41 [1908] 1127).
Die bekannten Verfahren beschreiben keine an der Aminogruppe substituierten З-Атіпо-4-arylpyrrole, die eine antikonvulsive Wirkung besitzen. Die Substituentenvariabilität der bekannten Verfahren ist stark eingeschränkt.
Die bekannten Antikonvulsiva besitzen den Nachteil von unerwünschten Nebenwirkungen (z. B. Neurotoxizität).
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, ein Verfahren zu entwickeln, daß es gestattet, N-substituierte 3-Aminopyrrole mit in dieser Stoffklasse bisher nicht bekannten pharmakologischen Eigenschaften zugänglich zu machen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von N-substituierten 3-Aminopyrrolen mit bisher in dieser Stoffklasse nicht bekannten pharmakologischen Eigenschaften, insbesondere mit antikonvulsiver oder analgetischer Wirkung. Dabei wird angestrebt, geringere Nebenwirkungen, z. B. eine geringere Neurotoxizität, zu erreichen als bei den derzeitig üblichen Antikonvulsiva
Erfindungsgemäß, wird diese Aufgabe dadurch gelöst daß N-substituierte 3-Aminopyrrole der allgemeinen Formel I,
R3R4
in der
R1 für Wasserstoff, ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkyl, ein unsubstituiertes oder substituiertes Cycloalkyl, Aralkyl, einen unsubstituierten oder substituierten Aryl- oder Hetarylrest, ein Acyl, Alkoxycarbonyl, ein N-un-, N-mono- oder N,N-disubstituiertes Aminocarbonyl oder ein Aminothiocarbonyl,
R2 für Wasserstoff, Formyl, Acyl, Oxycarbonyl, Alkoxycarbonyl, Aryloxycarbonyl, ein N-un-, N-mono oder N,N-disubstituiertes Aminocarbonyl oder Aminothiocarbonyl, einen unsubstituierten oder substituierten Aryl- oder Hetarylrest, eine Cyano- oder Nitrogruppe,
R3 für Wasserstoff, substituiertes oder unsubstituiertes Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, einen unsubstituierten oder substituierten Aryl- oder Hetarylrest
R4 gleich oder verschieden von R3 für substituiertes oder unsubstituiertes Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, einen unsubstituierten oder substituierten Aryl- oder Hetarylrest oder R3 und R4zusammen für eine Alkylbrücke, die auch Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff als Ringatome enthalten kann,
R5 für einen unsubstituierten oder substituierten Aryl- oder Hetarylrest
oder R5 und R6 zusammen für eine Alkylbrücke und R6 für Wasserstoff, einen Alkyl oder Arylrest oder ein Halogen steht, hergestellt werden durch Umsetzung eines Enamins der allgemeinen Formel II,
R6
R1N-C=CH-R6 Il
CH2R2
mit der für R1, R2, R8 und R6 beziehungsweise R5/R6 erklärten Bedeutung mit einem Iminiumsalz der allgemeinen Formel III
Y3-C=N+R3R4 Y" III
Y'
mit der für R3 und R4 beziehungsweise R3/R4 erklärten Bedeutung und in der Y3 und Y4 gleich oder verschieden Abgangsgruppen, wie beispielsweise Chlor, Aminogruppen, Alkylmercapto-, Trifloxy- oder Alkoxygruppen, und Y~ ein Säurerestanion, beispielsweise ein Halogenid, ein Sulfonat, ein Sulfat oder ein Triflat, darstellen, und gegebenenfalls mit einer Base, beispielsweise einem Amin, einem Alkali- oder Erdalkalihydroxid oder -hydrid, einem Alkalicarbonat oder einem MetaHamid umgesetzt werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind bis auf den 4-(p-Chlorphenyl)-3-morpholinopyrrol-2-carbonsäuremethylester, den S-Morpholino^-phenylpyrrol^-carbonsäuremethylester und -ethylester, den 3-Morpholino-4-(p-tolyl)-pyrrol-2-carbonsäuremethyl und -ethylester sowie der»4-(p-Anisyl)-3-morpholinopyrrol-2-carbonsäuremethylester neu. Die
erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen im Test in verschiedenen Krampfmodellen eine hohe antikonvulsive Wirkung, zeichnen sich durch geringe Toxizität und vor allem einen wesentlich höheren protektiven Index aus, als derzeit bekannte handelsübliche Antikonvulsiva. Die antikonvulsive Wirkung ist überraschend, da bisher generell bei 3-Aminopyrrolen keine solche Wirkung beschrieben ist. Die neuen Wirkstoffe können in bekannter Weise in die üblichen Formulierungen überführt werden, wie beispielsweise Tabletten, Kapseln, Dragees, Granulate oder Lösungen unter Verwendung inerter, nicht-toxischer pharmazeutisch geeigneter Trägerstoffe oder Lösungsmittel.
Enamine der allgemeinen Formel Il lassen sich in bekannter Weise aus entsprechenden Carbonylverbindungen und Aminen herstellen.
Die Erfindung soll nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen erläutert werden.
Ausführungsbeispiele
Synthese von N-substituierten 3-Aminopyrrolen der allgemeinen Formel I
Die nach den verschiedenen Varianten hergestellten N-substituierten 3-Aminopyrrole der allgemeinen Formel I sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
Variante A
Eine Mischung von lOmmol Enamin der allgemeinen Formel II, 12mmol Iminiumsalz der allgemeinen Formelllimit Y3 = Y4 = Y = Cl und 20ml Methylenchlorid wird 2 Stunden unter Rückfluß'erhitzt. Dann werden 4ml Triethylamin zugegeben. Nach nochmaligem 2stündigem Erhitzen unter Rückfluß wird die erkaltete Mischung auf Eis gegossen. Das Endprodukt wird abgesaugt und umkristallisiert.
Variante B
Eine Mischung von lOmmol Enamin der allgemeinen Formel II, 12mmol Iminiumsalz der allgemeinen Formel III (Y3 = Ethylmercapto,Y4 = MethylmercaptoundY" = Methusolfat), 15ml Acetonitril und 4ml "!,S-DiazabicyclolSAOJ-undecen wird 5 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen wird die Lösung auf das halbe Volumen eingeengt und mit wenig Wasser versetzt. Das 3-Aminopyrrol der allgemeinen Formel I wird abgesaugt, mit etwas Wasser gewaschen und umkristallisiert.
Variante C
Eine Lösung von lOmmol Enamin der allgemeinen Formel II, lOmmol Iminiumsalz der allgemeinen Formel III mit Y3 = MorpholinoundY4 = Cl, und Y" = Chlorid in 10 ml Acetonitril wird 3 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Nach Zugabe einer aus 0,5g Natrium und 6ml Ethanol hergestellten Natriumalkoholatlösung wird noch 10 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Die abgekühlte Reaktionsmischung wird auf Eis gegossen, und neutralisiert. Das Endprodukt wird abgesaugt und umkristallisiert.
Tabelle 1: Die nach den verschiedenen Varianten hergestellten 3-Aminopyrrole der allgemeinen Formel I
| Lfd. | R1 | R2 | R3 R4 | R5 | Rs | Schmp. | Ausb./ |
| Nr. | Variante | ||||||
| °C | % | ||||||
| 1-1 | H | CO2CH3 | CH3 CH3 | C6H5 | H | 136-137 | 38/B |
| (Methanol) | |||||||
| 1-2 | H | CO2CH3 | (CH2I2O(CH2I2 | C6H5 | H | 179-181 | 47/A |
| (Methanol) | |||||||
| 1-3 | H | CO2CH3 | (CH2I4 | C6H5 | H | Öl | 45/A |
| 1-4 | CH3 | CO2CH3 | (CH2J2O(CHj)2 | C6H5 | H | 86-88 | 34/C |
| (Methanol) | |||||||
| 1-5 | CH2CO2CH2CH3 | CO2CH3 | (CH2I2O(CH2I2 | C6H5 | H | 97-98 | 32/A |
| (Methanol) | |||||||
| 1-6 | H | CO2CH3 | (CH2)2O(CH2)2 | 4-CIC6H4 | H | 192-193 | 41/C |
| (Methanol) | |||||||
| 1-7 | H | COCH3 | (CH2I2O(CH2I2 | 4-CIC6H4 | H | 172-173 | 29/B |
| (Methanol) | |||||||
| 1-8 | H | CO2CH2CH3 | H C6H5 | (CH2I4 | 192-194 | 26/B | |
| (Ethanol) | |||||||
| 1-9 | H | CHO | (CH2I2O(CH2), | 4-CIC6H4 | H | 208-210 | 29/A |
| (Methanol) | |||||||
| 1-10 | H | CO2CH3 | (CH2CHjbNCO-fur-2-yl | 4-CIC6H4 | H | 234-236 | /A |
| (Acetonitril) |
Bestimmung des Schutzes gegen den maximalen Elektrokrampf (MEK)
Durch elektrische Reizung der Vorderpfoten mit einem TUR-Reizstromgerät, Typ RS 12 (Impulsfrequenz 35Hz, Impulsbreite 20 ms, Tastverhältnis 1:1, Gruppendauer zwischen 400 und 600 ms, Stromstärke der Rechteckimpulse 5OmA) wird bei Mäusen mit einem Gewicht von 18-22g KM ein Streckkrampf der Hinterextremitäten ausgelöst.
Antikonvulsiva schützen die Tiere vor dem maximalen Elektrokrampf.
Ergebnisse:
Verbindung I-6: bei i.p.-Gabe: Eo50 = 3,9 10~5mol/kg bei p.o.-Gabe: E050 = 4,5 10~5 mol/kg
Verbindung I-3: bei i.p.-Gabe: 5 10~4mol/kg: 70%
Vergleichswerte: „Carbamazepin": Bei i.p.-Gabe: Low = 4,3 · 10~5mol/kg
Durch intravenöse Injektion in der Schwanzvene von Mäusen (18-22g KM) tritt sofort ein Steckkrampf der Hinterextremitäten auf. Die Unterdrückung dieses Krampfbildes gilt als Kriterium für einen antikonvulsiven Effekt der geprüften Substanzen.
Ergebnisse:
Verbindung I-6: bei i.p.-Gabe: ED6o = 4,5- 10~Б mol/kg bei p. o.-Gabe: Edm = 1,5 10~4 mol/kg
Durch Infusion von 100mg/kg Pentetrazol (Infusionsgeschwindigkeit von 36ml/h) über die Schwanzvene treten als erstes klonische Krämpfe (myoclonische Zuckungen) bei Mäusen (18-22g KM) auf. Die Verlängerung der Infusionsdauer (in s) bis zum Auftreten der Krämpfe im Vergleich zu Kontrolltieren gilt als Erhöhung der Pentetrazolkrampfschwelle und somit als antikonvulsiver Effekt der geprüften Substanzen.
Ergebnisse:
Verbindung I-5: i. p. bei 5 · 10~4mol/kg: 20,4% Erhöhung der Krampfschwelle Verbindung 1-4: i. p. bei 5 · 10~4 mol/kg: 19,4% Erhöhung
Mäuse (18-22g KM) erhalten die zu prüfenden Substanzen in Dosierungen von 5 · 10"4,10"3 und 5 · 10~3 mol/kg KM. 24 Stunden post applicationem wird die Letalität der Tiere bestimmt.
Ergebnisse:
Verbindung 1-6: oLD größer als 5 · 10~3mol/kg
Mäuse (18-22 g KM) werden 30 min nach Gabe der Testsubstanzen auf die Heizplatte (hot plate) von 56°C gesetzt, und es wird die Reaktionszeit auf diesen thermischen Schmerzreiz bestimmt. Eine Verlängerung der Reaktionszeit von substanzbehandelten Tieren im Vergleich zu Kontrolltieren wird als analgetischer Effekt gewertet.
Ergebnisse:
Verbindung I-2: p. o. bei 10~3mol/kg: 90% Hemmung (30min p. a.) Vergleichswert:
Analgin 55% Hemmung
Durch i. p. Gabe von 0,6%iger Essigsäure werden bei Mäusen (18-22g KM) Bauchdeckenkrämpfe (writhings) ausgelöst. Als Maß für die Wirkstärke einer Substanz dient die Reduktion der Zahl der writhing-Reaktionen behandelter Tiere im Vergleich zur Kontrollgruppe. Neben analgetisch wirksamen Verbindungen senken auch verschiedene ZNS-wirksame Verbindungen die writhings.
Ergebnisse:
Verbindung I-2: p. o. bei 10~3mol/kg 71,3% Hemmung Vergleichswert:
Analgin: p. o. bei 10"4mol/kg 50%Hemmung
Trainierte Mäuse (18-22g KM) werden nach Substanzapplikation für 1 min auf den Drehstab (5 Umdrehungen/min) gesetzt. Als Maß für eine Substanzwirkung gilt das vorzeitige Herunterfallen vom Drehstab. Der protektive Index ergibt sich als Quotient von TD60ZED50 MEK.
Ergebnis:
Verbindung I-6: TDS0= 1,4· 1 (Γ3mol/kg; protektiver Index = Vergleichswert:
Carbamazapin: TD60 2,2 · 10~4 mol/kg Protektiver Index = 5,1
Beispiel 9 Applikationsformen Für die Applikation werden unter anderem folgende Rezepturen vorgeschlagen:
Kapseln 3-Aminopyrrol der allgemeinen Formel I wird in der erforderlichen Menge in Polyethylenglykol suspendiert und in eine Gelatinemischung der Zusammensetzung
Gelatine 1 Gewichtsteil
Glycerol 5 Gewichtsteile
Wasser 2 Gewichtsteile
eingearbeitet.
Kapseln
Es wird eine Mischung mit folgenden Bestandteilen hergestellt:
Lactose 5 Gewichtsteile
Kartoffelstärke 5 Gewichtsteile
Magnesiumstearat 1 Gewichtsteil
DiesemGemisch wird die entsprechende Menge der Substanz der allgemeinen Formel I zugesetzt.
Die vorgenannten Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne sie einzuschränken. Es sind weitere Zubereitungen als Dragees, Tabletten, Lutschbonbons, Granulat, Pulver, wäßrige Suspension, Sirup und dergleichen möglich.
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung von N-substituierten S-Aminopyrrolen der allgemeinen Formel I,
R5 NR3R4
R1
in der
R1 für Wasserstoff, ein unsubstituiertes oder substituiertes Alkyl, ein unsubstituiertes oder substituiertes Cycloalkyl, Aralkyl, einen unsubstituierten oder substituierten Aryl- oder Hetarylrest, ein Acyl, Alkoxycarbonyl, ein N-un-, N-mono- oder Ν,Ν-disubstituiertes Aminocarbonyl oder ein Aminothiocarbonyl,
R2 für Wasserstoff, Formyl, Acyl, Oxycarbonyl, Alkoxycarbonyl, Aryloxycarbonyl, ein N-un-, N-mono oder Ν,Ν-disubstituiertes Aminocarbonyl oder Aminothiocarbonyl, einen unsubstituierten oder substituierten Aryl- oder Hetarylrest, eine Cyano- oder Nitrogruppe, R3 für Wasserstoff, substituiertes oder unsubstituiertes Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, einen unsubstituierten oder substituierten Aryl- oder Hetarrylrest
R4 gleich oder verschieden von R3 für substituiertes oder unsubstituiertes Alkyl, Cycloalkyl, Aralkyl, einen unsubstituierten oder substituierten Aryl- oder Hetarylrest oder R3 und R4 zusammen für eine Alkylbrücke, die auch Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff als Ringatome enthalten kann, R5 für einen unsubstituierten oder substituierten Aryl- oder Hetarylrest oder R5 und R6 zusammen für eine Alkylbrücke und R6 für Wasserstoff, einen Alkyl oder Arylrest oder ein Halogen steht, dadurch gekennzeichnet, daß ein Enamin der allgemeinen Formel II,
Ψ
R1N-C=CH-R5 Il
R1N-C=CH-R5 Il
CH2R2
mit der für R1, R2, R5 und R6 beziehungsweise R5/R6 erklärten Bedeutung mit einem Iminiumsalz der allgemeinen Formel III
Y3-C= N+R3R4 Υ" III
γ4
mit der für R3 und R4 beziehungsweise R3/R4 erklärten Bedeutung und in der Y3 und Y4 gleich oder verschieden Abgangsgruppen, wie beispielsweise Chlor, Aminogruppen, Alkylmercapto-, Trifloxy- oder Alkoxygruppen, und Y" ein Säurerestanion, beispielsweise ein Halogenid, ein Sulfonat, ein Sulfat oder ein Triflat, darstellen, und gegebenenfalls mit einer Base umgesetzt wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Base beispielsweise ein Amin, ein Alkali- oder Erdalkalihydroxid oder-hydrid, ein Alkalicarbonat oder ein Metallamid verwendet wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-substituierten 3-Aminopyrrolen. Die Erfindung ist in der pharmazeutischen und chemischen Industrie sowie in der Humanmedizin einsetzbar.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Eine antikonvulsive Wirkung an 3-Aminopyrrolen ist bisher nicht bekannt. Es ist beschrieben, daß 3-Aminopyrrole, die in 4-Stellung Aminocarbonyl- (DE 2605419) oder Carbonylgruppen (US 4198502) tragen als ZNS-wirksame Substanzen eingestuft wurden. Diese Wirkung ist konkret als sedierend und analgetisch benannt aber durch keinerlei Testergebnisse belegt. Die Synthese dieser Verbindungen erfolgte durch Modifizierung von Aminopyrrolderivaten, die ihrerseits aus a-Aminonitrilen und ß-Dicarbonylverbindungen gewonnen wurden (DE 2605419,DE 2439284,DE 2462967,DE 2462966,DE 2462963,GB 1 492663,
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33821889A DD298913A5 (de) | 1989-11-17 | 1989-11-17 | Verfahren zur herstellung von n-substituierten 3-aminopyrrolen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DD33821889A DD298913A5 (de) | 1989-11-17 | 1989-11-17 | Verfahren zur herstellung von n-substituierten 3-aminopyrrolen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD298913A5 true DD298913A5 (de) | 1992-03-19 |
Family
ID=5616712
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD33821889A DD298913A5 (de) | 1989-11-17 | 1989-11-17 | Verfahren zur herstellung von n-substituierten 3-aminopyrrolen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD298913A5 (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0583561A3 (en) * | 1992-08-20 | 1994-07-06 | Dresden Arzneimittel | Process for the preparation of 1-unsubstituted 3-aminopyrroles |
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| US5792778A (en) * | 1995-08-10 | 1998-08-11 | Merck & Co., Inc. | 2-substituted aryl pyrroles, compositions containing such compounds and methods of use |
| US5837719A (en) * | 1995-08-10 | 1998-11-17 | Merck & Co., Inc. | 2,5-substituted aryl pyrroles, compositions containing such compounds and methods of use |
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| US6613760B1 (en) | 1999-02-05 | 2003-09-02 | Astrazeneca Ab | Indole derivatives and their use as MCP-1 receptor antagonists |
| US6737435B1 (en) | 1999-02-05 | 2004-05-18 | Astrazeneca Ab | Indole derivatives and their use as MCP-1 antagonist |
-
1989
- 1989-11-17 DD DD33821889A patent/DD298913A5/de not_active IP Right Cessation
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