DE1027668B - Verfahren zur Herstellung von Steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Steroiden

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DE1027668B
DE1027668B DEU3701A DEU0003701A DE1027668B DE 1027668 B DE1027668 B DE 1027668B DE U3701 A DEU3701 A DE U3701A DE U0003701 A DEU0003701 A DE U0003701A DE 1027668 B DE1027668 B DE 1027668B
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DE
Germany
Prior art keywords
pregnen
dione
acyloxy
alkyl
oxy
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Pending
Application number
DEU3701A
Other languages
English (en)
Inventor
John Alexander Hogg
Frank Harris Lincoln Jun
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Pharmacia and Upjohn Co
Original Assignee
Upjohn Co
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Filing date
Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Steroiden Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von 2-niedrig-Alkyl-9a-halogen-11ß, 17a, 21-trioxy-4-pregnen-3,20-dionen und ihren 21-Estern sowie von 2-niedrig-Alkyl-9a-halogen-17a, 21-dioxy-4-pregnen-3,11,20-trionen und deren 21-Estern, von denen insbesondere die 2-Methyl-9a-fluor-Verbindungen hervorragende mineralcorticoide, glucocorticoide und entzündungsbekämpfende Wirkungen aufweisen. Sie können als Heilmittel bei Entzündungen der Haut, der Augen und der Ohren von Menschen und Haustieren verwendet werden, die durch Kontaktdermatitis, allergische Reaktionen oder andere physiologische Funktionsstörungen und zahlreiche Bakterien- und Pilzinfektionen hervorgerufen wurden. Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch die folgenden Formeln veranschaulicht: in welchen Ac ein Acylradikal einer Kohlenwasserstoffsäure mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen bedeutet und X ein Halogen vom Atomgewicht 19 bis 36, d. h. Fluor oder Chlor bedeutet. Der Ausdruck »niedriges Alkyl« in den Formeln und der vorliegenden Beschreibung bedeutet ein Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen.
  • Durch Oxydation der 11ß-ständigen Hydroxylgruppe eines 2-niedrig-Alkyl-9a-halogen-11ß, 17a-dioxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,20-dions erhält man das entsprechende 2-niedrig-Alkyl-9a-halogen-17a-oxy-21- acyloxy-4-pregnen-3,11,20-trion. Diese Steroide besitzen ebenfalls Nebennierenrinden-Hormonwirkung, die sich deutlich von derjenigen der entsprechenden Ester des 17a,21-Dioxy-4-pregnen-3,11,20-trions unterscheiden. Besonders wirksam erweist sich das 2-Methyl-9a-fluor-17a-21-dioxy-4-pregnen-3,11,20-trion und seine 21-Ester, wobei die Estergruppe eine niedere Acyloxy- und vorzugsweise eine Acetoxygruppe ist. Diese Verbindungen weisen eine beispielsweise mineralcorticoide, glucocorticoide und entzündungswidrige Wirkung auf, die sich von derjenigen der natürlichen oder bisher bekannten synthetischen Nebennierenrindenhormone unterscheidet. Ihre Wirkung gegen Entzündungen ist von besonderer Stärke.
  • So besitzen z. B. die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten 2-Methyl-9a-fluor-Nebennierenrindenhormone eine etwa 20- bis 30mal größere glucocorticoide Wirkung, eine etwa 8,5mal größere entzündungswidrige Wirkung und eine etwa 60mal größere mineralcorticoide Wirkung als Dehydrocorticosteron-acetat.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Verbindungen können oral, örtlich oder parenteral verabreicht werden.
  • Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren.
  • Beispiel 1 2-Methyl-9a-fluor-11ß,17a-dioxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,20-dion Eine Lösung von 1,07 g (2,57 Millimol) 2-Methyl-9:11-ß-oxido-17a-oxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,20-dion, das durch Umsetzung der entsprechenden, in 9(11)-Stellung ungesättigten Verbindung mit unterbromiger Säure und anschließende Behandlung des erhaltenen Bromhydrins mit einem HBr- abspaltenden Mittel hergestellt worden war, in 150 ccm Methylenchlorid wird durch Destillation auf 50 ccm eingeengt. Diesem Konzentrat fügt man bei Zimmertemperatur 5 ccm 48°j,iger Fluorwasserstoffsäure bei (zur Beschleunigung der Reaktion können noch 0,5 ccm 71°/oige Perchlorsäure zugesetzt werden). Nach 6stündigem starkem Rühren .gießt man das Gemisch in einen Überschuß 5°/oiger kalter wäßriger Natriumbikarbonatlösung. Die Methylenchloridphase wird abgetrennt, mit Natriumsulfat getrocknet und auf eine Säule von 100 g synthetischem Magnesiumsilikat (bekannt unter der Handelsbezeichnung »Florisil«) gegeben. Die Säule wird mit 200-ccm-Portionen Hexankohlenwasserstoffen (bekannt unter der Handelsbezeichnung »Skellysolve B«) mit 10 °/o Aceton entwickelt. Die B. bis 16. Eluatfraktionen enthalten 0,61 g 2-Methyl-9a-fluor-11ß,17a-dioxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,20-dion, welches nach Kristallisation aus Aceton, »Skellysolve B« bei 218 bis 222°C unter Zersetzung schmilzt. Eine aus demselben Lösungsmittel nochmals umkristallisierte Probe schmilzt bei 225 bis 228° C unter Zersetzung, weist eine Drehung [a]D = -f-156° in Dioxan und eine Absorption Alkohol 4d. = 239 m#L, E = 15,850 auf. Die Analyse ergibt: C24 HsaF 0 6 Berechnet ...... C 66,03, H 7,62, F 4,35; .gefunden ....... C 65,62, H 7,54, F 3,87. Beispiel 2 2-Methyl-9a-fluor-11ß, 17a,21-trioxy-4-pregnen-3,20-dion Man befreit eine Lösung von 437 mg 2-Methyl-9afluor-11ß,17a-dioxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,20-dion, das, wie im Beispiell beschrieben, hergestellt wurde, von Sauerstoff, indem man Stickstoff hindurchleitet. Eine Lösung von 404 mg Kaliumbicarbonat in 4 ccm Wasser wird auf dieselbe Art vom Sauerstoff befreit. Dann werden beide Lösungen bei einer Temperatur zwischen 18 und 20°C in einer Stickstoffatmosphäre gemischt und 5 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt, wobei der Einfluß des Luftsauerstoffs mittels Stickstoff verhindert wird. Nun wird die Lösung mit Eisessig neutralisiert. Man konzentriert die neutrale Lösung durch Destillation bei Zimmertemperatur unter vermindertem Druck und kühlt sie anschließend 16 Stunden in einem Kühlschrank. Das ausgefallene 2-Methyl-9a-fluor-11ß,17a,21-trioxy-4-pregnen-3,20-dion wird abfiltriert und getrocknet. Es hat einen Schmelzpunkt von 237 bis 238°C, eine Drehung von [äAD = + 185° (in 95°/oigem Alkohol) und eine Absorption in Alkohol von 2",.x = 242 m#L; E = 15,250.
  • Beispiel 3 2-Methyl-9a-fluor-17a-oxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,11,20-trion Einer Lösung von 174 mg (0,04 Mol) 2-Methyl-9a-fluor-11ß,17a-dioxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,20-dion (hergestellt wie vorstehend beschrieben) in 11,9 ccm Eisessig, die auf 14°C abgekühlt ist, fügt man unter Rühren während 20 Minuten tropfenweise eine Lösung von 0,55 g Chromtrioxyd in 1 ccm Eisessig und 1 ccm Wasser zu. Dann läßt man die Temperatur des Gemisches während einer Stunde auf 18°C ansteigen. Der Überschuß an Chromtrioxyd wird durch Zugabe einer wäßrigen Natriumsulfitlösung zerstört und das Produkt mit drei 15-ccm-Portionen Äther aus dem Reaktionsgemisch extrahiert, die Extrakte vereint, mit Wasser gewaschen, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und der Äther abgedampft. Der Rückstand besteht im wesentlichen aus 2-Methy l-9a-fluor-17a-oxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,11,20-trion, das durch Chromatographieren an einer Säule von 10 g synthetischem Magnesiumsilikat (»Florisil«) gereinigt wird. Das Entwickeln der Säule mit »Skellysolve B « unter Zusatz von steigenden Mengen Aceton ergibt Eluate von reinem 2-Methyl-9a-fluor-17a-oxy-21-acetoxy-4-pregnen-3,11,20-trion.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: . 1. Verfahren zur Herstellung von Steroiden der allzemeinen Formel in der X ein a-ständiges Fluor- oder Chloratom, R eine ß-ständige 0 H-Gruppe oder eine Ketogruppe und Ac den Acylrest einer Carbonsäure mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man ein 2-niedrig-Alkyl-9,llß-oxido-17a-oxy-21-acyloxy-4-pregnen-3,20-dion in bekannter Weise mit Fluor- oder Chlorwasserstoff behandelt, gegebenenfalls die21ständige Acyloxygruppe in bekannter Weise verseift und die llständige Hydroxylgruppe der erhaltenen Verbindung in ebenfalls bekannter Weise mit Chromsäure oxydiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein entsprechendes 2-1-lethyl-9,llßoxidosteroid als Ausgangsverbindung verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man alsAusgangsstoff ein 2-niedrig-Alkyl-9,11ß-oxido-17a-oxy-21-acyloxy-4-pregnen-3,20-dion verwendet, das durch Umsetzung eines2-niedrig-Alkyl-17a-oxy-21-acyloxy-4,9(11) -pregnadien-3,20-dions mit unterbromiger Säure und Überführung des erhaltenen 2-niedrig-Alkyl-9a-brom-11ß,17a-dioxy-21-acyloxy-4-pregnen-3,20-dions in die entsprechende 9(11)-Oxidoverbindung erhalten wurde.
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