DE1093349B - Verfahren zur Herstellung von Monoalkylbiguaniden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von MonoalkylbiguanidenInfo
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- DE1093349B DE1093349B DEC17379A DEC0017379A DE1093349B DE 1093349 B DE1093349 B DE 1093349B DE C17379 A DEC17379 A DE C17379A DE C0017379 A DEC0017379 A DE C0017379A DE 1093349 B DE1093349 B DE 1093349B
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C279/00—Derivatives of guanidine, i.e. compounds containing the group, the singly-bound nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
- C07C279/20—Derivatives of guanidine, i.e. compounds containing the group, the singly-bound nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom, e.g. acylguanidines
- C07C279/24—Y being a hetero atom
- C07C279/26—X and Y being nitrogen atoms, i.e. biguanides
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Monoalkylbiguaniden Es ist bekannt, Boguanide durch Verschmelzen von Dicyandiamid mit Salzen von Ammoniak oder Aminen herzustellen. Nach Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, 4. Auflage, Bd. VIII (1952), S. 215 ff., sind dabei die Ausbeuten oft mäßig, da die gebildeten Biguanidsalze manchmal quantitativ zu den Guanidinsalzen aufgespalten werden können. Bei Verwendung von Salzen aromatischer Amine verläuft die Reaktion am leichtesten, die Produkte lassen sich oft in guten Ausbeuten erhalten. Bei der Reaktion von Alkylaminsalzen mit Dicyandiamid liefert dagegen das Schmelzverfahren nur in einigen Fällen (beispielsweise mit Dimethylaminchlorhydrat) annehmbare Ausbeuten. Es werden daher die Alkylbiguanide, insbesondere die Monoalkylbiguanide, in den meisten Fällen so dargestellt, daß man in Gegenwart eines Kupfersalzes arbeitet, wodurch das Biguanid in Form eines stabilen Kupferkomplexsalzes erhalten wird. Aus diesen Kupferkomplexsalzen wird das Kupfer dann durch Fällen mit Schwefelwasserstoff od. dgl. entfernt.
- Dieses Verfahren ist im technischen Maßstab unter anderem auf Grund der umständlichen Isolierung der Verfahrensprodukte kaum anwendbar. Darüber hinaus sind auch bei diesem Vorgehen die Ausbeuten meist nur wenig befriedigend. Zum Beispiel erhält man laut Houben-Weyl (s.oben), S.216, aus 6g Propylamin nur 4 g Prohylbiguanidsulfat, d. h. die Ausbeute beträgt nur 21 O/o der Theorie.
- Aus Houben-Weyl (s.oben), S.216 (unten), und aus der deutschen Auslegeschrift 1 023 757 ist bekannt, daß man Salze von substituierten Biguaniden unter Umgehung des Schmelzverfahrens dadurch erhalten kann, daß man Aminsalze mit Dicyandiamiden in der Suspension eines hochsiedenden Lösungs- bzw.
- Verdünnungsmittels und unter Rühren des Reaktionsgemisches bei der Siedetemperatur des Verdünnungsmittels umsetzt. Die Nacharbeitung des aus der Auslegeschrift 1 023 757 bekannten Verfahrens hat ergeben, daß die bei der Reaktion entstehenden Nebenprodukte praktisch ausschließlich in dem Rohprodukt eingeschlossen sind und daß sich die so verunreinigten Produkte nicht bzw. nur sehr schwer in reiner Form mit befriedigenden Ausbeuten erhalten lassen.
- Es wurde nun gefunden, daß man auch bei dem Schmelzverfahren gute Ausbeuten an Monoalkylbiguaniden bzw. deren Salzen erhalten kann, wenn man die fertige Schmelze mit aliphatischen Ketonen mit 3 bis 9 Kohlenstoffatomen Molekül behandelt. Die Schmelze enthält mehr oder weniger große Mengen (bis über 50 0/0) an Spaltprodukten, die eine Kristallisation der entstandenen Biguanidsalze verhindern. Bei der Be handlung der Schmelze mit den genannten Ketonen werden die Spaltprodukte sowie die gefärbten Anteile gelöst, während die Monoalkylbiguanidsalze in kristal- liner und praktisch reiner Form erhalten werden Besonders einfach gestaltet sich das Verfahren, wenn man die noch heiße Schmelze in die oxogruppenhaltigen Lösungsmittel, gegebenenfalls unter Kühlung eingießt oder mit den gegebenenfalls erhitzten Ketonen durchrührt. Die erhaltenen Produkte, vor allem das n-Butylbiguanid, können z. B. zu therapeutischen Zwecken verwendet werden. Eine dazu notwendige weitere Reinigung kann beispielsweise so vorgenommen werden, daß man die Biguanidsalze in einem niederen aliphatischen Alkohol löst und dann diese Lösung in ein niederes aliphatisches Keton einträgt.
- Beispiel 1 252,4 g n-Butylaminhydrochlorid und 194 g Dicyandiamid werden vermischt und unter kräftigen Rühren schnell erhitzt. Bei etwa 1000 C erhält man eine Schmelze, die weiter bis auf 1500 C erhitzt wird und bei dieser Temperatur 1 Stunde gehalten wird. Die Schmelze wird noch heiß unter kräftigem Rühren in 2 1 eisgekühltes Aceton eingerührt. Dabei fällt das n-Butylbiguanidhydrochlorid als dicker weißer Brei aus. Das Produkt wird abgesaugt und mit Aceton gewasohen. Die Ausbeute beträgt 180 g = 40,5 O/o der Theorie. Schmelzpunkt: 1770 C.
- In etwa gleicher Ausbeute erhält man das Produkt auch, wenn man die Schmelze auf etwa 100 bis 1100 C abkühlen läßt und unter Rühren heißes Methylisobutylketon zugibt und dann rasch abkühlt.
- Beispiel 2 42 g n-Hexylaminhydroohlorid und 25,6 g Dicyandiamid werden unter kräftigem Rühren schnell auf 1600 C erhitzt und bei dieser Temperatur 1 Stunde gehalten. Die Schmelze wird noch warm in 850 ml Methyläthylketon eingerührt. Es fällt dabei das n-Hexylbiguanidhydrochlorid als weißer Niederschlag aus. Ausbeute: 30,4 g = 45010 der Theorie; Schmelzpunkt 1440 C.
- Beispiel 3 105 g n-Propylaminhydrochlorid und 93 g Dicyandiamid werden unter kräftigem Rühren schnell auf 1500 C erhitzt, und die sich bei etwa 900 C bildende Schmelze wird 1 Stunde bei 1500 C gehalten. Dann wird die Schmelze in 11 Aceton eingerührt und der Niederschlag abgesaugt. Der Niederschlag wird mit Aceton ausgekocht und dann wieder abfiltriert. Man erhält so 95 g = 48,3 OIo der Theorie n-Propylbiguanidhydrochlorid vom Schmelzpunkt 2100 C.
- PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Monoalkylbiguaniden bzw. deren Salzen durch Verschmelzen von Dicyandiamid mit Salzen von Monoalkylaminen, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die fertige Schmelze vorzugsweise bei erhöhter Temperatur aliphatische Ketone mit 3 bis 9 Kohlenstoffatomen im Molekül einwirken läßt und dann das gereinigte feste Verfahrensprodukt von dem Keton abtrennt.
Claims (1)
- 2. Verfahren gemäß Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß die noch heiße Schmelze mit aliphatischen Ketonen mit 3 bis 9 Kohlenstoffatomen im Molekül behandelt wird In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1023 757.
Priority Applications (6)
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Family Applications (1)
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Patent Citations (1)
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