DE143548C - - Google Patents

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DE143548C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B13/00Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
    • C01B13/02Preparation of oxygen
    • C01B13/0203Preparation of oxygen from inorganic compounds
    • C01B13/0211Peroxy compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es ist bekannt, daß sich Wasserstoffsuperoxyd durch Platinschwamm mehr oder weniger schnell zersetzen läßt. Diese Zersetzung geht jedoch im allgemeinen langsam vonstatten und kann mehrere Wochen dauern (Ber. d. D. ehem. Ges., Band 24 [1891], Seite 63 unten). Wenn das Wasserstoffsuperoxyd sehr konzentriert ist, so kann die Zersetzung durch Alkalien, die Salze der Schwermetalle oder selbst indifferenter Körper herbeigeführt werden (Ber. d. D. ehem. Ges., Band 27 [1894], Seite 3308).
Die Lösungen von Natriumsuperoxyd werden ebenfalls, aber immer langsam durch eine große Menge von Körpern zersetzt (Ber. d. D. ehem.
Ges., Band 27 [1894], Seite 1051). Diese Zersetzung überschreitet aber nicht 25 Prozent in 24 Stunden bei gewöhnlicher Temperatur (Lüttringshaus, Färberzeilung, XII, Seite 328, vom i. November 1901).
Nach vorliegender Erfindung handelt es sich nun um die Darstellung von Sauerstoffgas auf kaltem Wege unter vollständiger Zersetzung eines Alkalisuperoxyds, was durch Zusammenbringen des Alkalisuperoxyds mit Wasser allein nicht erreicht werden kann, da sich hierbei das Superoxyd entweder nur zum Teil zersetzt, oder wenn es in Wasser eingeworfen wird, dessen Menge 1000 mal größer als die Menge des eingeworfenen Pulvers ist, überhaupt nicht zersetzt, sondern nur auflöst.
Wenn man auf kaltem Wege Wasserstoffsuperoxyd mit einer Lösung von Kupfer-, Nickel-, Kobalt- usw. sulfat vermischt, so findet eine Zersetzung des Superoxyds sofort nicht statt; wenn man aber eine Lösung von Natriumsuperoxydhydrat (Patentschrift 120136) beispielsweise mit einer Lösung von Kupfersulfat vermischt , so scheidet sich ein olivenfarbener Körper aus, der nichts weiter ist als Kupfersuperoxydhydrat (Cu O2 -f- aq). Dieses Superoxyd ist ziemlich beständig und zersetzt sich nur langsam. Da mm er nennt selbst das Kupferoxyd unter denjenigen Metallen, welche das Wasserstoffsuperoxyd am langsamsten zersetzen.
Es wurde nun gefunden, daß die Wirkung eine ganz andere ist, wenn man zu einer Kupfersulfatlösung, die sogar sehr verdünnt ist (2 Prozent), wasserfreies Natriumsuperoxyd hinzusetzt, beispielsweise zusammengepreßtes. In diesem Fall bemerkt man eine außergewöhnlich schnelle Zersetzung mit einer geräuschvollen Entwicklung von Sauerstoffgas. Das Eisensulfat hat eine ähnliche Wirkung nicht; dagegen wirken die Nickel- und Kobaltsalze wie die Kupfersalze.
Auf dieser unbekannten Wirkung der Kupfer-, Nickel- und Kobaltsalze beruht nunmehr ein Verfahren zur augenblicklichen Erzeugung von Sauerstoffgas.
Beispiel I. Man stellt sich eine 1 bis 5 prozentige Lösung von Kupfersulfat, Kupferchlorid oder von einem anderen löslichen Salz des Kupfers her und bringt dann in diese Lösung das Alkalisuperoxyd entweder in Pulverform oder aber, was noch vorteilhafter ist, in Form zusammengepreßter Stücke. Die Entwicklung von Sauerstoff beginnt sofort und hört erst auf, wenn alles Superoxyd zersetzt ist, was nur: kurze Zeit in Anspruch nimmt
(ι kg Superoxyd in 500 bis 1000 1 Kupfersulfatlösung wird in weniger als einer Minute vollständig zersetzt).
Es ist selbstverständlich, daß man, wenn dieser Arbeitsvorgang in einem Entwicklungsapparat (z. B. einem solchen von Kipp oder Anderen) vorgenommen wird, den Sauerstoff auffangen und zu einem beliebigen Zweck weiter verwenden kann.
Beisipiel II. Man kann auch die vom Erfinder festgestellte Eigentümlichkeit des Natriumsuperoxyds, sich zusammendrücken zu lassen, ausnutzen.
Man stellt sich ein Gemisch von 100 kg Natriumsuperoxyd (oder einem anderen Alkalisuperoxyd) und 2 bis 5 kg Kupfersulfat her.
Das so erhaltene Pulver wird durch die Preßvorrichtung oder Maschine hindurchgeführt und man erhält Kuchen, die bei ihrem Einwerfen in Wasser eine regelmäßige Sauerstoffentwicklung ergeben.
Der bei diesen Vorgängen entwickelte Sauerstoff ist chemisch rein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von chemisch reinem Sauerstoff, dadurch gekennzeichnet, daß ein Alkalisuperoxyd durch einen katalytischen Körper, wie eine Kupfer-, Kobalt-, Nickel- oder dergl. Verbindung bei Gegenwart von (zweckmäßig viel) Wasser zersetzt wird.
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