DE19948860A1 - Hochdruckreinigungsgerät - Google Patents

Hochdruckreinigungsgerät

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Abstract

Bei einem Hochdruckreinigungsgerät mit einem Motor und mit einer von dem Motor angetriebenen Innenzahnradpumpe zur Förderung einer Reinigungsflüssigkeit unter hohem Druck zu einer Austragsvorrichtung wird zur Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit und Härte der Zahnräder erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das Innenzahnrad und/oder das Außenzahnrad aus einer molybdänhaltigen Chromstahllegierung mit einem Stickstoffanteil von 0,1-1% besteht.

Description

Die Erfindung betrifft ein Hochdruckreinigungsgerät mit ei­ nem Motor mit einer von dem Motor angetriebenen Innenzahn­ radpumpe zur Förderung einer Reinigungsflüssigkeit unter hohem Druck zu einer Austragsvorrichtung.
Ein solches Hochdruckreinigungsgerät ist beispielsweise aus der DE 197 26 794 bekannt.
Bei gattungsgemäßen Hochdruckreinigungsgeräten bestehen be­ sonders hohe Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit der wasserführenden Teile, insbesondere der wasserführenden Pumpenteile. Mit solchen Hochdruckreinigungsgeräten wird im allgemeinen Wasser angesaugt. Da dieses Wasser zur Reini­ gung verwendet wird, muß es nicht Trinkwasserqualität haben und kann somit aus verschiedenen Quellen entnommen werden. Dabei muß es auch möglich sein, mit den Hochdruckreini­ gungsgeräten Flüssigkeiten mit aggressiven Anteilen zu för­ dern. Außerdem wird bei manchen Hochdruckreinigungsgeräten zusätzlich Reinigungschemikalie angesaugt, die dann auch zusätzlich die Pumpenteile angreift.
Die Pumpenteile müssen deshalb hohe Anforderungen an die Korrosionsfestigkeit erfüllen. Bei Innenzahnradpumpen sind außerdem eine hohe Zahnfestigkeit und eine hohe Festigkeit an den Dichtflächen erforderlich.
Besonders bei der Verwendung von Innenzahnradpumpen zur Förderung von Wasser ist die Schmierung im Bereich der be­ wegten Teile der Innenzahnradpumpe geringer als beispiels­ weise bei der Förderung von Brennstoffen oder ölhaltigen Stoffen oder Ölen. Bei Innenzahnradpumpen erfolgt die Schmierung zwischen Innenverzahnung des Hohlrades und Au­ ßenverzahnung des Innenrades regelmäßig durch das zu för­ dernde Medium. Durch den damit verbundenen Verschleiß der bewegten Teile in den gegenseitigen Berührungsbereichen entsteht im Bereich der Dichtflächen Spiel, welches zu Un­ dichtigkeiten an den Dichtflächen führt.
Um diese Verschleißwirkungen zu verringern, hat man für In­ nenzahnradpumpen bisher bei Hochdruckreinigungsgeräten Sin­ terwerkstoffe eingesetzt, die teilweise mit Beschichtungen an den Dichtstellen versehen wurden. Außerdem wurde vorge­ schlagen, für solche Zahnradpumpen Keramik zu verwenden.
Mit diesen bisher vorgeschlagenen Werkstoffen konnten je­ doch bei Hochdruckreinigungsgeräten mit Innenzahnradpumpe bisher nicht die erforderlichen Standzeiten hinsichtlich Korrosions- und Verschleißfestigkeit erreicht werden.
Die Aufgabe und das Ziel der Erfindung bestehen darin, für Hochdruckreinigungsgeräte der eingangs beschriebenen Art mit Innenzahnradpumpen einen Werkstoff für die Zahnräder zu finden, der die oben genannten Anforderungen hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit und Härte erfüllt.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei einem Hochdruck­ reinigungsgerät mit einem Motor, mit einer von dem Motor angetriebenen Innenzahnradpumpe zur Förderung einer Reini­ gungsflüssigkeit unter hohem Druck zu einer Austragsvor­ richtung das Innenzahnrad und/oder das Außenzahnrad aus ei­ ner molybdänhaltigen Chromstahllegierung mit einem Stick­ stoffanteil von 0,1-1% besteht.
Es hat sich herausgestellt, daß besonders Chromstahllegie­ rungen mit einem Stickstoffanteil von 0,2-1% die Anfor­ derungen hinsichtlich der Korrosionsfestigkeit erfüllen. Noch besser ist die Verwendung von Chromstahllegierungen mit einem Stickstoffanteil von 0,3-1%.
Zur Erhöhung der Korrosionsfestigkeit ist es besonders gün­ stig, wenn das Material für das Innenzahnrad und/oder das Außenzahnrad einen Molybdängehalt zwischen 0,8 und 2 Gew.-% aufweist.
Besonders hohe Festigkeiten werden bei erfindungsgemäßen Legierungen mit einem Chromgehalt in der Legierung zwischen 9 und 16 Gew.-% erreicht.
Die Zahl der Verfahrensschritte zur Herstellung der Innen­ zahnräder und/oder der Außenzahnräder ist besonders nied­ rig, wenn diese ausschließlich aus der erfindungsgemäßen Legierung bestehen. In diesem Fall sind keine Beschichtun­ gen an den Dichtflächen und/oder ähnliche Verfahren erfor­ derlich.
Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Dabei zeigen
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Hochdruckreinigungsgerät
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel einer Innenzahnradpumpe.
Bei dem Hochdruckreinigungsgerät gemäß dem bevorzugten Aus­ führungsbeispiel ist in einem Gehäuse 1 ein nicht darge­ stellter Antriebsmotor angeordnet. Der Antriebsmotor kann ein Elektromotor oder ein Verbrennungsmotor sein. Von dem Motor wird eine Pumpe angetrieben, die Reinigungsflüssig­ keit vom saugseitigen Flüssigkeitseingang 2 des Hochdruck­ reinigungsgerätes zum druckseitigen Flüssigkeitsausgang 3 der Innenzahnradpumpe fördert. An den Ausgang 3 des Hoch­ druckreinigungsgerätes wird der Hochdruckschlauch 4 mit der Austragsvorrichtung 5 angeschlossen.
Die Innenzahnradpumpe kann eine füllstücklose Innenzahn­ radpumpe 6 sein, in Fig. 2 ist schematisch das Innenzahn­ rad dargestellt, wobei die Spitzen der nicht dargestellten Zahnköpfe des außenverzahnten Innenzahnrades auf Höhe der Linie 7 angeordnet sind, während die Böden der Zahnzwi­ schenräume des innenverzahnten Außenzahnrades sich auf Höhe der Linie 8 befinden. Die Innenzahnradpumpe kann vom Typ einer Gerotorpumpe mit von der Antriebswelle 9 angetriebe­ nem Innenzahnrad und feststehendem Außenzahnrad sein. Die Innenzahnradpumpe kann auch als Orbitpumpe ausgeführt sein mit von der Antriebswelle 9 angetriebenem Innenzahnrad und feststehendem Außenzahnrad. Bei einer Orbitpumpe bewegt sich das Innenzahnrad in einer planetenartigen Bewegung um die Drehachse des Außenzahnrades. Bei solchen Innenzahn­ radpumpen ist es auch bekannt, entstehenden Verschleiß durch Relativbewegungen der Dichtflächen der Zahnräder senkrecht zu deren Drehachsen und damit Annäherung dersel­ ben zueinander auszugleichen.
Das Innenzahnrad ist dabei um die Drehachse 9 drehbar gela­ gert. Es kommt vorzugsweise eine Innenzahnradpumpe zum Ein­ satz, bei der das Innenzahnrad einen Zahn weniger aufweist, als das Außenzahnrad.
Die Funktionsweise der Innenzahnradpumpe ist aus dem Stand der Technik hinreichend bekannt, dazu wird beispielsweise verwiesen auf die DE 197 26 794.
Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel bestehen Innenzahn­ rad und Außenzahnrad der erfindungsgemäßen Innenzahnradpum­ pe 6 aus einer Chromstahllegierung mit einem Chromgehalt von ca. 15%, einem Stickstoffgehalt von ca. 0,4% sowie einem Molybdängehalt von ca. 0,4%.

Claims (6)

1. Hochdruckreinigungsgerät mit einem Motor, und mit ei­ ner von dem Motor angetriebenen Innenzahnradpumpe zur Förderung einer Reinigungsflüssigkeit unter hohem Druck zu einer Austragsvorrichtung, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Innenzahnrad und/oder das Außenzahn­ rad aus einer molybdänhaltigen Chromstahllegierung mit einem Stickstoffanteil von 0,1-1% besteht.
2. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Innenzahnrad und/oder das Außen­ zahnrad aus einer molybdänhaltigen Chromstahllegierung mit einem Stickstoffanteil von 0,2-1% besteht.
3. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenzahnrad und/oder das Außenzahnrad aus einer molybdänhaltigen Chromstahllegierung mit einem Stickstoffanteil von 0,3-1% besteht.
4. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Molybdängehalt der Chromstahllegierung zwischen 0,8 und 2 Gew.-% liegt.
5. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Chromgehalt in der Legierung zwischen 9 und 16 Gew.-% liegt.
6. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenzahn­ rad und/oder Außenzahnrad ausschließlich aus der er­ findungsgemäßen Legierung besteht.
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