DE2448449C2 - Silberkatalysator zur Herstellung von Äthylenoxid und seine Verwendung - Google Patents

Silberkatalysator zur Herstellung von Äthylenoxid und seine Verwendung

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Description

Die Erfindung betrifft eine neue Art von Silberkataiysator zur Herstellung von Äthylenoxid, die Silber und ein oder mehrere Alkalimetallverbindungen, nämlich Kalium, Rubidium und/oder Cäsium, auf einem porösen hitze-beständleen Trägermaterial enthalten. Außerdem betrifft die Erfindung die Verwendung dieses Silberkatalysators zur Herstellung von Äthylenoxid durch direkte Oxidation von Ähtylen in der Dampfhase mit molekularem Sauerstoff.
Die Alkalimetalle und ihre Salze wurden wiederholt als Zusatzmittel für verschiedene Silberkatalysatoren zur Herstellung von Äthylenoxid vorgeschlagen. Gemäß der US-PS 21 25 333 werden »geringe Mengen« an Alkallmetallen, wie Natrium und Kalium, zu Silberkatalysatoren zugesetzt. In späteren Patentschriften wird die in der vorgenannten US-Patentschrift beschriebene Lehre weiter ausgearbeitet. Die in diesen späteren Patentschriften veröffentlichte Lehre 1st jedoch häufig widersprüchlich. So wird z. B. In der US-PS 22 38 474 beschrieben, daß das Zusetzen von 0,1 bis 24 Gewichtsprozent Natrium zu verbesserten Silberkatalysatoren führt, während sich das Zusetzen der gleichen Menge an Kalium- oder Cäsiumhydroxid nachteilig auf das Verhalten des Katalysators auswirkt. In der US-PS 26 15 900 wird eine große Zahl von innerhalb eines breiten Gewichtsbereiches nützlichen Promotoren beschrieben, es werden dabei jedoch keine Angaben hinsichtlich der unterschiedlichen Wlrksamkelt der verschiedenen Promotoren gemacht. Die Verwendung von großen Mengen an Alkailmetallsulfaten wird in der US-PS 26 71 764 beschrieben. Die US-PS 27 65 283 lehrt, daß das Zusetzen von 0,0001 bis 0,2 Gewichtsprozent an anorganischen Chlorverbindungen (wie Natriumchlorid) zum Katalysatorträgermaterial vor dem Aufbringen des Silbers das Verhalten des fertigen Katalysators verbessert. Im Gegensatz dazu wird in der US-PS 27 99 687 beschrieben, daß das Zusetzen von 0,002 bis 1,6 Gewichtsprozent eines anorganischen Ilalogenids (Natriumchlorid oder vorzugsweise Kaliumchlorid) in Form von gesonderten festen Teilchen zu einem Fließbett aus einem Silber auf einem Trägermaterial enthaltenden Katalysator eine Dämpfungswirkung aufweist und die katalytlsche Aktivität des Katalysators herabsetzt.
In der US-PS 3144 416 werden eine Anzahl von Promotoren aufgeführt, jedoch keine kritischen Grenzen hinsichtlich ihrer Konzentration angegeben. In der US-PS 35 63 913 wird die Verwendung von Alkalimetallen und Erdalkalimetallen als Promotoren ganz allgemein unter besonderer Berücksichtigung von Lithium beschrieben, dabei werden jedoch keine Angaben hinsichtlich der Wirkung von Cäsium, Rubidium oder Kalium gemacht. Diese Promotoren werden vorzugsweise vor dem Imprägnieren des Trägermaterials mit der die Silberverbindung enthaltenden Lösung zum Trägermaterial zugesetzt. Die Verwendung von Alumlnlumoxldträgermateriallen mit einem Porenvolumen von 0,15 bis 0,30 m2/g und einer Oberfläche unterhalb 10 m2/g wird In der US-PS 35 75 888 beschrieben. Die Verwendung bestimmter organischer Amine als Mittel zur Verbesserung der Löslichkeit bzw. Reduktionsmittel zur Herstellung von gleichmäßig verteilten, anhaftenden, halbkugelförmigen Ablagerungen von metallischem Silber auf Katalysatorträgermaterialien wird In der US-PS 37 02 259 veröffentlicht. Gemäß der veröffentlichten niederländischen Patentanmeldung 73 00 162 bzw. der Ihr entsprechenden DE-OS 23 00 512 können Katalysatoren verwendet werden, die ein oder mehrere Alkallmetalle aus der Gruppe Kalium, Rubidium und/oder Cäsium In einer Menge von 0,35 bis 3.0 mg-Atomen Alkallmetall (mgaU je kg Katalysator enthalten, und bei denen die Alkallmetalle gleichzeitig mit dem Silber auf das Katalysatorträgermaterial aufgebracht worden sind. Der fertige Katalysator enthält 1 bis 25 Gew.-% Silber und das Katalysatorträgermaterial Ist porös, hitzebeständig und weist eine Oberfläche von 0,03 bis 10 m2/g auf. Die Herstellung dieser bekannten Katalysatoren erfolgt durch Kontaktleren des Trägermaterials mit einer eine gelöste Silberverbindung oder eine Aufschlämmung von Sllbertellchen oder eine Silberverbindung enthaltenden Flüssigphase und gleichzeitig mit einer Lösung einer Verbindung der vorstehend genannten Alkallmetalle. Die Silberverbindung wird anschließend durch Erhitzen des so erhaltenen Produktes auf Temperaturen von 100 bis 500° C In metallisches Silber umgewandelt. Das Zusetzen von Kalium, Rubidium und/oder Cäsium in außerhalb des angegebenen Bereichs liegenden Mengen Ist nach der Lehre der Vorveröffentlichung nicht vorteilhaft.
Aus dem bekannten Stand der Technik ist zwar zu entnehmen, daß das Zusetzen von Alkallmetallen zu einer Veränderung der Eigenschaften eines zur Herstellung von Äthylenoxid verwendeten Silberkatalysators führt, dabei kann es sich aber sowohl um eine Verbesserung als auch um eine Verschlechterung handeln.
Überraschenderwelse wurde jetzt gefunden, daß das Aufbringen von im Verhältnis zur Oberfläche des Träger-
materials kritischen Mengen an Kalium, Rubidium oder Cäsium vor dem Aufbringen der Sllberkomponente zu erheblich verbesserten Äthylenoxidkatalysatoren führt.
Der erfindungsgemäße Silberkatalysator zur Herstellung von Äthylenoxid, der 1 bis 25 Gew.-% Silber, bezogen auf den Gesamikatalysator, und Kalium, Rubidium und/oder Cäsium auf einem porösen hitzebeständigen Trägermaterial mit einer Oberfläche von 0,03 bis 10 mVg enthält, hergestellt durch Kontaktieren des Trägermaterials mit einer eine gelöste Silberverbindung oder eine Aufschlämmung von Silberteilchen oder einer Silberverbindung enthaltenden Flüssigphase und mit einer Lösung einer Kalium-, Rubidium-, und/oder Cäsiumverbindung sowie Umwandlung der Silberverbindung in metallisches Silber durch Erhitzen des erhaltenen Produktes auf Temperaturen von 100 bis SOO0C 1st daher dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Kontaktieren des Trägermaterials mit der Flüssigphase dieses mit einer Lösung einer Kalium-, Rubidium-, und/oder Cäsiumverbindung in einer Konzentration imprägniert wird, die zu einem Alkalimetallgehalt des fertigen Katalysators von 0.25 bis 16 mg-Äquivalentgewichten je Kilogramm Gesamtkatalysator je m2 Oberfläche des Trägermaterials je g Katalysator-Trägermaterlal [(mgew/kg)/(m2/g)] führt, und daß das Imprägnierte Trägermaterial anschließend zumindest teilweise getrocknet wird.
Erfindungsgemäß sind als Alkalimetalle nur Kalium, Rubidium und Cäsium geeignet. Die Verwendung von Kalium bietet Kostenvorteile, während die Verwendung von Cäsium zur größten Verbesserung des Katalysators führt. Rubidium führt zu einer größeren Verbesserung des Katalysators als Kalium. Es können auch Gemische der höheren Alkallmetalle Verwendung finden.
Die Alkalimetalle liegen In den Katalysatoren in Form Ihrer Kationen und nicht als extrem aktive freie Alkalimetalle vor. Im Gegensatz dazu liegt Silber auf dem fertigen Katalysator als metallisches Silber vor.
Die Menge des (der) betreffenden Alkalimetalle(s) auf der Katalysatoroberfläche Ist eine kritische Funktion der Oberfläche des Katalysators. Erfindungsgemäß ist diese Aikalimetallmenge direkt der Oberfläche des Katalysatorträgermaterials proportional, und der bestmögliche Alkallmetallgehalt des Katalysators beträgt vorzugsweise 1 bis 9 und Insbesondere 2 bis 8 mg-Äquivalentgewlchte je kg Gesamtkatalysator je m2 Oberfläche je g Katalysatorträgermaterial [(mgew/kg)/(m2g)]. In anderen Worten stellt der Quotient aus dem bestmöglichen Gehalt an den betreffenden Alkallmetallen und der Oberfläche des Trägermaterials einen ungefähr konstanten Wert dar. Es wurde gefunden, daß mit von Null zunehmendem Alkalimetallgehalt die Selektivität des Katalysators bis auf einen Höchstwert zunimmt, und daß eine weitere Erhöhung des Alkallmetallgehalts wieder zu einer Abnahme der Selektivität des Katalysators führt. Der Alkalimetallgehalt, bei dem die Selektivität des Katalysators einen Höchstwert aufweist, wird in der Beschreibung nachstehend als »bestmöglicher Alkallmetallgehalt« bezeichnet. Da sich die Selektivität des Katalysators allmählich und nlchi stufenweise der bestmöglichen Selektivität annähert, können auch mittels oberhalb und unterhalb des Bestwertes liegenden Alkallmetallgehalten hinsichtlich ihrer Selektivität erheblich verbesserte technische Katalysatoren hergestellt werden, die ebenfalls als erfindungsgemäß zu bezeichnen sind. Die erfindungsgemäßen Alkalimetallgehalte betragen demgemäß vorzugsweise von 25 bis 175 Prozent, Insbesondere von 25 bis 150 Prozent und besonders vorteilhafterweise von 50 bis 150 Gewichtsprozent des bestmöglichen Alkalimetallgehaltes.
Zweckmäßigerwelse liegen die Gehalte an Kalium, Rubidium und/oder Cäsium im Verhältnis zur Oberfläche des Trägermaterials Im Bereich von 0,25 bis 16, vorzugsweise von 0.25 bis 14 und insbesondere von 0,5 bis 14 mg-Äqulvalentgewlchten je kg Gesamtkatalysator je m2 Oberfläche je g Katalysatorträgermatcrial [(mgew/kg)/(mJ/g)].
Obwohl der bestmögliche Alkalimetallgehalt der Oberfläche des Katalysatorträgermaterials direkt proportional ist, Ist es nicht möglich, aus Trägermaterialien mit beliebigen Oberflächen technisch nützliche Katalysatoren herzustellen. Vielmehr Ist eine Oberfläche von 0,03 bis 10 m2 je g (m2/g) erfindungsgemäß kritisch.
Es ist darauf hinzuweisen, daß die aufgebrachten Mengen an Kalium, Rubidium und/oder Cäsium nicht notwendigerweise den In diesen Katalysatoren vorliegenden Gesamtmengen dieser Metalle entsprechen. Bei den aufgebrachten Mengen an Kalium. Rubidium und/oder Cäsium handelt es sich vielmehr um die absichtlich vor dem Aufbringen des Silbers auf die Oberfläche des Katalysators aufgebrachten Mengen an diesen Alkallmetallen. Erhebliche Gehalte an solchen Alkallmetallen (üblicherweise Kalium) In den porösen Trägermaterialien, die häufig bis zu 1 Gewichtsprozent betragen, bind nicht ungewöhnlich, da die verwendeten Trägermaterialien gegebenenfalls natürlich vorkommende Alkalimetalle enthalten oder da während deren Herstellung unbeabsichtigterweise Alkallmetalle zum Trägermaterial zugesetzt werden. Diese In nicht auslaugbarer Form im Trägermaterial enthaltenen Mengen an den betreffenden Alkallmetallen scheinen nicht zum verbesserten Verhalten des erfindungsgemäßen Katalysators beizutragen und werden bei der Bestimmung der Alkalimetallkonzentrationen nicht berücksichtigt. Gehalte an solchen Alkalimetalien, die Im Trägermaterial in auslaugbarer Form vorliegen, müssen jedoch bei der Bestimmung der Gehalte an den Alkalimetallen auf dem Trägermaterial berücksichtigt werden. Man kann daher die gesamte Menge oder einen Teil der betreffenden Alkalimetalle schon während der Herstellung des Trägermaterials In auslaugbarer Form In das Trägermaterial einarbeiten.
Der erfindungsgemäße Katalysator enthält von 1 bis 25 Gewichtsprozent, bezogen auf den gesamten Katalysator, an Silber In metallischer Form. Vorzugsweise enthält er 2 bis 20 und Insbesondere 4 bis 16 Gewichtsprozent Silber. Die genaue physikalische Form des Silbers auf dem Trägermaterial kann schwanken und scheint erflndungsgemäß nicht kritisch zu sein. Man erhält jedoch ausgezeichnete Ergebnisse mit dem erfindungsgemäßen Katalysator, wenn dieser das Silber In Form von einheitlich verteilten, nicht zusammenhängenden, anhaftenden, diskreten Teilchen mit einem einheitlichen Teilchendurchmesser von wenger als 1 μ (10 000 Ä) enthält. Die besten Ergebnisse erzielt man mit einem Katalysator dieses Typs, wenn die aufgebrachten Silberteilchen Durchmesser von 1000 bis 10 000 A aufweisen, und insbesondere wird ein Katalysator bevorzugt, der mittlere Durchmesser von 1500 bis 7500 Ä aufweisende Silberteilchen enthält.
Als Trägermaterial für den erfindungsgemäßen Katalysator werden herkömmliche, poröse, hitzebeständige Katalysatortrügermaterlalien oder Trägermateriallen verwendet, die in Gegenwart der für die Äthvlenoxldatlon
verwendeten Zuspelsung, der bei der Äthylenoxidation hergestellten Produkte und bei den dabei angewendeten Reaktionsbedingungen praktisch Inert sind. Diese herkömmlichen Materialien können natürlichen oder synthetischen Ursprungs sein und weisen eine makroporöse Struktur, d. h. eine Struktur mit einer Oberfläche unterhalb 10 m2/g und vorzugsweise unterhalb 7 m2/g auf. Die verwendeten Trägermaterlallen weisen typischerweise eine < wirksame Porosität von mehr als 20 Prozent auf. Besonders geeignete Trägermaterlallen sind Silicium- und/oder Aluminiumoxidmaterialien.
Spezifische Beispiele von geeigneten Trägermaterlaüen sind die Aluminiumoxide, Aktivkohle, Bimsstein, Magnesiumoxid, Zirkoniumoxid, Kieselgur, Fuller-Erde, Sillclumkarbld, poröse Silicium und/oder Slllciumkarbid und Magnesiumoxid enthaltende Agglomerate, bestimmte Tone, künstliche und natürliche Zeolithe und i'i keramische Materialien. Feuerfeste besonders zur Herstellung des erfindungsgemäßen Katalysators geeignete Trägermaterialien sind Alumlnlumoxldmaterlallen und insbesondere die «-Aluminiumoxid enthaltenden Materialien.
Sofern st-Alumlnlumoxld enthaltende Trägermaterialien verwendet werden, bevorzugt man solche, die eine spezifische Oberfläche (gemessen mittels des B.E.T.-Verfahrens) von 0,1 bis 7 mVg und eine wirksame Porosi- !< ta! (gemessen mittels der herkömmlichen Quecksilber- oder Wasseradsorptionsverfahren) von 10 bis 50 Volumenprozent aufweisen. Das zur Messung der spezifischen Oberfläche verwendete B.E.T.-Verfahren wird eingehend in J. Am. Chem. Soc, 60 (1938), Selten 309 bis 319, von S Brunauer, P. H. Emmett und E. Teller beschrieben.
Das Trägermaterial liegt vorzugsweise In Form von Teilchen, Klumpen, Stücken Pellets, Ringen und Kugeln 2" mit einer für die Verwendung In einem Festbett geeigneten Größe vor.
Die erforderliche Konzentration der zur Katalysatorherstellung verwendeten Imprägnierlösungen an einer Kalium-, Rubidium- und/oder Cäsiumverbindung kann Im allgemeinen aufgrund einiger Routineversuche festgestellt werden, da die Menge an solchen Verbindungen, die auf das Trägermaterial aufgebracht werden muß, zum Teil von der Porosität und der Oberfläche des verwendeten Katalysatorträgermaterials abhängt. Die 2^ verwendete Imprägnierflüssigkeit enthält die betreffende Alkallmetallverbindung vorzugsweise In einer zur Herstellung eines Endprodukts mit einem Gehalt an Alkalimetall von 0,25 bis 14 und insbesondere von 0,50 bis 14 mg-Äqulvalenten je kg Gesamtkatalysator je m2 Katalysatoroberfläche ausreichenden Menge.
Man kann für die Imprägnierung des Trägermaterials aber auch eine höhere als die erforderliche Menge an Kalium-, Rubidium- und/oder Cäsiumverbindungen verwenden und die dabei erhaltenen Katalysatorteilchen 3n vor oder nach dem Aufbringen der Silberkomponente mit einem geeigneten Lösungsmittel, wie einem wasserfreien Alkanol mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen je Molekül, Methyl- oder Äthylacetat oder Tetrahydrofuran, kontaktieren. Die betreffenden Alkalimetalle sind in den vorbeschriebenen Lösungsmitteln In ausreichendem Maße löslich, so daß ein ein oder mehrmaliges Waschen mit diesen Lösungsmitteln zu einer selektiven Entfernung des Überschusses an den Alkalimetallen bis zu einer solchen Alkalimetallkonzentration führt, daß sich die 3; auf der Oberfläche des Trägermaterials verbleibende Menge an den Alkalimetallen innerhalb der erfindungsgemäß kritischen Grenzen bewegt. Dieses Verfahren stellt eine einfache Maßnahme zum Abbau eines Alkallmetallüberschusses dar. wobei der Überschuß entweder absichtlich oder nicht absichtlich dem Trägermaterial einverleibt worden Ist.
Für die Herstellung der Imprägnierlösung eigenen sich a'le in einer wäßrigen Phase löslichen Verbindungen ti von Kalium, Rubidium und Cäsium. In dieser Beziehung wurde keine besondere Wirksamkeit bei Verwendung eines bestimmten Anions in den Alkalimetallverbindungen beobachtet. So können zum Beispiel Hydroxide, Nitrate Nitrite, Chloride, Jodlde, Bromate, Bicarbonate, Oxalate, Acetate, Tartrate, Lactate oder Isopropoxide verwendet werden. Nach dem Imprägnieren mit dem betreffenden Alkalimetall wird das Trägermaterial auf geeignete Weise, vorzugsweise durch z. B. 0,5- bis 8- und insbesondere von 0,5- bis 4stündiges Erhitzen auf 4: Temperaturen von 100 bis 200° C, das gegebenenfalls mehrfach durchgefühlt werden kann, getrocknet und dabei ein Inertgas über das erhitzte Trägermaterial geleitet. Dafür geeignete Inertgase sind Stickstoff, Luft, Wasserstoff. Edelgase, Kohlendioxid, Methan und Gemische der vorgenannten Gase.
Das Trocknen kann bei Atmosphärendruck, bei Unter- oder Überdruck durchgeführt werden. Das Trocknen kann auch im Vacuum oder mittels Gefriertrocknen durchgeführt werden. Das Aufbringen der Silberkomponente auf die Trägermaterialien erfolgt nach an sich bekannten Verfahren (vgl. die US-PS 35 75 888, 37 02 259, 30 *3 854 und 37 8! 3Π sowie die japanische Patentschrift 19 606/1971).
Bei einem besonders wirksamen Verfahren wird das Silber aus etner basischen Lösung und insbesondere aus einer eine Stickstoffbase enthaltenden basischen Lösung auf das Trägermaterial aufgebracht. Beispiele von dafür geeigneten Stickstoffbasen sind Ammoniak, die Alkylamine und die Alkanolamine.
Besonders wirksame Katalysatoren erhält man mittels des in der US-PS 37 02 259 beschriebenen Verfahrens, bei dem ein Aluminiumoxid-Trägermaterial mit bestimmten wäßrigen Silbersalzlösungen imprägniert und anschließend das aufgebrachte Silbersalz thermisch zersetzt wird. Die Imprägnierungslösung zum Aufbringen des Silbers enthält im wesentlichen:
'.· A. Ein Silbersalz einer Carbonsäure, vorzugsweise Silbercarbonat und Silberoxalat,
B. Ein organisches AmIn als alkalisches Mittel zur Verbesserung der Löslichkeit bzw. Reduktionsmittel und
C. ein zusätzliches wäßriges Lösungemittel
zur Erzielung der erwünschten Silberkonzentration.
': Die thermische Zersetzung des Silbersalzes erfolgt bei Temperaturen von 100 bis 500° C, vorzugsweise von 100 bis 375' C und insbesondere von 125 bis 325G C, wobei üblicherweise Behandlungszelten von 0,5 bis 8 Stunden erforderlich sind.
Der erfindungsgemäße Silberkatalysator hat sich als besonders selektiv für die direkte Oxidation von Äthylen
mit molekularem Sauerstoff zu Äthylenoxid erwiesen.
Die Erfindung betrifft demgemäß auch die Verwendung des erfindungsgemäßen Silberkatalysators zur Herstellung von Äthylenoxid durch direkte Oxydation von Äthylen in der Dampfphase mit molekularem Sauerstoff.
Im allgemeinen werden Drücke von Atmosphärendruck bis ungefähr 35 bar abs. angewendet. Eine geeignete s Sauerstoffzuspelsung kann praktisch aus verhältnismäßig reinem Sauerstoff, einem konzentrierten, eine größere Menge Sauerstoff und geringere Mengen an einem oder mehreren Verdünnungsmitteln, wie Stickstoff und Argon, enthaltenden Sauerstoffstrom oder einem anderen Sauerstoff enthaltenden Strom, wie Luft, bestehen.
Bei einer bevorzugten Durchführungsform wird Äthylenoxid durch Kontaktleren eines mindestens 95 Prozeni Sauerstoff enthaltenden Gases mit Äthylen bei Temperaturen von 210 bis 285° C und vorzugsweise von Ml 225 bis 270° C In Gegenwart des erfindungsgemäßen Katalysators hergestellt.
Die Verwendung des erfindungsgemäßen Silberkatalysators bei Verfahren zur Herstellung von Äthylenoxid führt bei einem gegebenen Äthylenoxidumwandlungsgrad Insgesamt zu höheren Selektivitäten hinsichtlich Äthylenoxid als sie mittels herkömmlicher Katalysatoren erzielbar sind.
Obwohl die Gründe für die beobachteten höheren Selektivitäten des erfindungsgemäßen Katalysators nicht vollständig bekannt sind, haben Versuche gezeigt, daß herkömmliche Silberkatalysatoren (die keine entsprechenden Alkalimetalle enthalten) zu einer Verbrennung des Äthylenoxids nach seiner Herstellung führen, während der erfindungsgemäße Katalysator eine übermäßige Äthylenoxidverbrennung verhindert.
Beispiel 1 i<>
Unter Verwendung von Aluminlumoxid-Trägermaterlallen mit verschiedenen Oberflächen wird eine Reihe von Katalysatoren hergestellt. Die physikalischen Eigenschaften dieser Trägermaterialien sind In der nachstehenden Tabelle 1 gezeigt.
Tabelle I
Katalysator-
Trä'germaterial
A B C D E
Oberfläche, m2/g 0,19 0,51 1,07 1,32 6,55
Teilchenform Ringe
0 8 mm
Kugeln
0 5 mm
Zylinder
0 5 mm
Ringe
0 15 mm
Kugeln
0 2-5 mm
Natriumgehalt, Gew.-% 0,02 0,13 0,24 0,40 0,52
Zinkgehalt, Gew.-% - - 0,24 0,23 -
Siliciumdioxidgehalt, Gew.-% 0,26 2,37 0,15 0,28 2,5
Eisengehalt, Gew.-% 0,09 0,45 0,04 0,03 0,05
Andere Spurenmetalle, Gew.-%
Oxide
0,33 0,85 0,25 0,3 0,3
Wirksame Porosität *)
Volumenprozent
24 50 25 25 40
Mittlerer Porendurchmesser, μ 3,9 2 0,8 0,6 0,25
80 Prozent der Poren weisen
weisen einen Durchmesser
von ... bis ... auf
1,5-15 0,3-10 0,4-1,2 0,2-1,5 0,1-0,9
Porenvolumen **) 0.23 _ 0,25 0,22 0,45
*> bestimmt mittels Wasseradsorption ;.
**] bestimmt mittels eines Quecksilber-Porosimeters
Aus diesen Trägermaterialien werden mit A-I, A-2 ..., B-I, usw. bezeichnete erfindungsgemäße Katalysatoren mittels aufeinander folgenden Aufbringens des Alkalimetalls und des Silbers hergestellt. Die mit NA-O,
NB-O NI-O usw. bezeichneten Katalysatoren stellen keine erfindungsgemäßen Katalysatoren dar. da sie Wl
kein Alkalimetall enthalten. Die mit NA-I, NA-2 ..., NB-I usw. bezeichneten Katalysatoren stellen ebenfalls keine erfindungsgemäßen Katalysatoren dar, da bei Ihrer Herstellung das Alkallmetall und das Silber gleichzeitig auf das Trägermaterial aufgebracht worden sind.
Zur Erläuterung der Katalysatorherstellung ist die Herstellung von Katalysatoren unter Verwendung des Trägermaterials C nachstehend beschrieben. Die anderen erfindungsgemäßen Katalysatoren werden praktisch <>5 auf gleiche Welse hergestellt.
30 g des Trägermaterials C mit einer Oberfläche von 1,07 m2/g werden zunächst unter einem Druck von 0,04 bar abs. in einem Trommelverdampfer mit 8,5 ml einer 3 mg Cäsiumhydroxid je ml Lösung enthaltenden
wäßrigen Lösung Imprägniert. Das Imprägnierte Trägermaterial wird dann 30 Minuten bei 1100C und anschließend 2 Stunden bei 15O0C In einem Stickstoffstrom getrocknet.
Das Trägermaterial wird dann mit einer wäßrigen Silbersalzlösung imprägniert. Diese Lösung wird mittels des nachstehenden Verfahrens hergestellt: 6 g wasserfreies Silbernitrat und 3,3 g Kallumoxalat (K2C2O4 ■ 1 H2O) werden gesondert In jeweils 100 ml Wasser gelöst. Die erhaltenen Lösungen werden miteinander vermischt und auf dem Dampfbad erhitzt. Der erhaltene Sllberoxalatnlederschlag wird zentrifugiert und die überstehende Flüssigkeit dekantiert. Anschließend wird der Niederschlag fünf mal mit 100 ml heißem (60 bis 90° C) destilliertem Wasser gewaschen. Der Niederschlag wird wieder zentrifugiert und das Wasser nach jedem Waschen dekantiert Der Niederschlag wird dann In 10 ml eines aus 75 Volumenprozent 1,2-Dlaminoäthan und 25 Volumenprozent Wasser bestehenden Gemisches gelöst und das Gemisch In Eis abgekühlt. 30 g des Cäsium enthaltenden Trägermaterials werden dann nacheinander bei einem Druck von 0.04 bar abs. In einem Trommelverdampfer mit 8,5 ml der letztgenannten Flüssigkeit kontaktiert, durch indirekten Wärmeaustausch mit heißem Wasser unter Rotation auf eine Temperatur von 60" C erwärmt, noch einmal bei 0,04 bar abs. zur teilweisen Entfernung des Lösungsmittels auf ein großes Filterpapier geschüttet und zur Entfernung der überschüssigen Feuchtigkeit vorsichtig geschüttelt, 2 Stunden In einem Stickstoffstrom bis zum Erreichen einer Temperatur von 300° C erhitzt und diese Temperatur wird für weitere 2 Stunden aufrechterhalten. Der Katalysator wird dann auf Raumtemperatur abgekühlt. Er weist einen Silbergehalt von 7,8 Gewichtsprozent und einen Cäsiumgehalt von 3,35 mgew je kg Katalysator auf. Die elektronenmikroskopische Untersuchung des Katalysators zeigt, daß das Silber auf das Trägermaterial in Form von diskreten Teilchen mit einem einheitlichen Durchmesser von 0,05 bis 0,3 μ (500 bis 3000 Ä) aufgebracht worden Ist. Die Sllbertellchen sind gleichmäßig auf der Oberfläche des Trägermaterials verteilt.
Bei der Herstellung der Katalysatoren NA-O NI-O, die kein Alkalimetall enthalten, wird die erste vorbeschriebene Imprägnierungsstufe mit der Cäslumhydroxldlösung weggelassen und die anschließenden Verfahrensstufen werden auf praktisch gleiche Welse durchgeführt.
Zur Herstellung der ebenfalls nicht erfindungsgemäßen Katalysatoren NA-I, NA-2, ..., NB-5 wird die beschriebene erste Imprägnierungsstufe mit der Cäslumhydroxldlösung ebenfalls weggelassen. Die anschließenden Stufen werden auf praktisch gleiche Welse durchgeführt, dabei wird jedoch eine zur Erzielung des erwünschten Alkallmetallgehaltes im fertigen Katalysatorprodukt ausreichende Cäsiumhydroxidmenge zu der Sllber-Äthylendlamln-Wasserlösung zugesetzt.
Die auf vorstehend beschriebene Welse hergestellten Katalysatoren werden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei der Herstellung von Äthylenoxid miteinander verglichen. Dabei wird ein Reaktor aus einem Rohr mit einem Innendurchmesser von 5 mm verwendet, der bei jedem Versuch mit einem 12 cm langen Bett aus Katalysatorteilchen mit Durchmessern von 0,4 bis 0,8 mm gefüllt wird. Diese Katalysatorteilchen werden durch Zerstoßen der auf die vorbeschriebene Weise hergestellten Katalysatorteilchen erhalten.
Ein Sauerstoff und Äthylen enthaltendes Gemisch wird In Gegenwart einer geringen Vlnylchloridmenge als Bremssubstanz unter den folgenden Bedingungen durch das Katalysatorbett geleitet:
Druck 14,5 bar abs.
Raumströmungsgeschwindigkeit 3330 Std."1
Äthylenanteil der Zuspeisung 30 Molprozent
Sauerstoffanteil der Zuspeisung 8,5 Molprozent
Stickstoffanteil der Zuspeisung 61,5 Molprozent
Bremsmittelkonzentration, Volumenprozent 0,0010 Gew.-%
Vinylchlorid, bezogen auf die Zuspeisung
Die Reaktionstemperatur wird so eingeregelt, daß ein Sauerstoffumwandlungsgrad von 52 Prozent erzielt wird und die Selektivität hinsichtlich Äthylenoxid wird bestimmt. Die Selektivität hinsichtlich Äthylenoxid, ausgedrückt als Prozentsatz, wird als Anzahl der Mole Äthylenoxid definiert, die je 100 Mole umgewandeltes Äthylen gebildet werden.
Die Ergebnisse der vorbeschriebenen Versuche sind in den Tabellen II bis VI zusammengestellt.
Wie aus diesen Tabellen ersichtlich, führt das bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Katalysators angewandte stufenweise Aufbringungsvcrfahren bei Verwendung von Trägermateriaüen mit den niedrigsten Oberflächen zu ähnlichen Ergebnissen wie das Verfahren, bei dem die Alkallmetalle und das Silber gleichzeitig aufgebracht werden. Bei Verwendung von Trägermaterialien mit den erwünschten höheren Oberflächen führt das stufenweise Aufbringungsverfahren jedoch zu überlegenen Ergebnissen.
Tabelle II
Katalysatoren, hergestellt unter Verwendung von Trägermaterialien mit Oberflächen von 0,19 m2/g
Katalysator Silbergehalt Cäsiumgehalt
mgcw/kg
Gew.-% Reaktor
temperatur
zur Erzielung
eines Oj-
Umwandlungs-
grades von
52%, 0C
Selektivität
der Oxidation
hinsichtlich
Athylenoxid,
ϊ A-I *) 7,0 0,86 0,0114 259 79,9
A-2 7,6 1,01 0,0134 255 80,3
I A-3 7,9 Ul 0,0148 259 80,7
I A-4 7,6 1,49 0,0198 265 79,8
I A-5 8,2 1,65 0,0220 261 79,0
I NA-O 7,8 0 0 251 69,5
I NA-I 8,3 0,77 0,0103 254 80,3
I N A-2 8,3 1,08 0,0143 258 80,6
I
I
N A-3 7,7 1,25 0,0166 263 80,2
I
!C'i
NA-4 7,8 1,64 0,0218 264 79,7
N A-5 8,0 1,89 0,0252 295 76,1
*l A-I, Λ-2,.... Ii-I usw., erfindungsgcmäße Katalysatoren;
NA-(I, NB-O, usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren ohne Alkalimetallzusatz;
NA-I. ΝΛ-2,. . ., NB-I usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren, die mittels gleichzeitigen Zusetzens des Alkalimetalle und des Silbers hergestellt worden sind.
Tabelle III
Katalysatoren, hergestellt unter Verwendung von Trägermaterialien mit einer Oberfläche von 0,51 m2/g
Katalysator Silbergehalt Cäsiumgehalt
mgew/kg
Gew.-% Reaktor
temperatur
zur Erzielung
eines O2-
Umwandlungs-
grades von
52%, 0C
Selektivität
der Oxidation
hinsichtlich
Athylenoxid,
%
B-I*) 7,7 0,89 0,0118 254 74,5
B-2 7,9 1,53 0,0204 252 77,8
B-3 7,7 2,79 0,0371 258 78,2
7,5 3,77 0,0502 259 76,5
B-5 7,9 5,50 0,0732 >300 70,4
NB-O 7,7 0 0 251 71,0
NB-I 7,1 2,64 0,0351 261 77,6
NB-2 7,4 3,78 0,0503 274 76,1
NB-3 8,0 5,47 0,0728 >300 64
*) A-I, A-2,.... B-I usw., erfindungsgemäße Katalysatoren;
NA-(I, NB-O, usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren ohne Alkalimetallzusatz;
NA-I, NA-2 NB-I usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren, die mittels gleichzeitigen Zusetzens des Alkalimetalls
und des Silbers hergestellt worden sind.
Tabelle IV
Katalysatoren, hergestellt unter Verwendung von Tiägermaterialien mit einer Oberfläche von 1,07 m2/g
Katalysator Silbergebalt Cäsiumgebalt
mgew/kg
Gew.-% Reaktor
temperatur
zur Erzielung
eines O2-
Umwandlungs-
grades von
52%, °C
Selektivität
der Oxidation
hinsichtlich
Äthylenoxid,
%
C-I*) 8,4 1,56 0,0208 237 77,7
C-2 8,8 3,52 0,046S 249 78,4
C-3 10,7 6,03 0,0802 255 79,5
C-4 8,7 6,59 0,0877 256 77,5
C-5 10,6 7,95 0,1058 268 76,4
NC-O 8,0 0 0 260 71,9
NC-I 8,0 1,87 0,0249 251 75,1
N C-2 8,0 3,11 0,0430 260 75,9
NC-3 8,4 4,08 0,0543 2:2 76,2
NC-4 9,2 4,80 0,0639 257 74,7
NC-5 8,0 5,43 0,0722 320 67,8
*t A-I. A-2,.... B-I usw.. erfindungsgemäße Katalysatoren; NA-O. NB-O. usw.. nicht erfindungsgemäße Katalysatoren ohne Alkalimetallzusatz;
NA-I, NA-2 NB-I usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren, die mittels gleichzeitigen Zusetzens des Alkalimetall
und des Silbers hergestellt worden sind.
Tabelle V
Katalysatoren, hergestellt unter Verwendung von Trägermaterialien mit einer Oberfläche von 1,32 m2/g
Katalysator Silbergehalt Cäsiumgehalt Gew.-% Reaktor Selektivität
mgew/kg temperatur
zur Erzielung
der Oxidation
hinsichtlich
eines O2- Äthylenoxid,
Umwandlungs- %
grades von
0,0557 52%, 0C
D-I*) 6,6 4,19 0,0844 260 67,0
D-2 6,0 6,35 0,1024 265 73,2
D-3 6,9 7,69 0,1272 264 75,4
D-4 7,2 9,56 0 261 74,3
ND-O 5,4 0 0,0543 257 66,0
ND-I 5,4 4,08 0,0624 293 65,6
ND-2 5,4 4,69 289 63,2
A-I. A-2 B-I usw., erfindungsgemäße Katalysatoren;
NA-U. NB-O. usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren ohne Alkalimetallzusatz;
NA-I. NA-2, .... NB-I usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren, die mittels gleichzeitigen Zusetzens des Alkalimetalls und des Silbers hergestellt worden sind.
Tabelle VI
Katalysatoren, hergestellt unter Verwendung von Trägermaterialien mit einer Oberfläche von 6,55 m2/g
Katalysator Silbergehalt Cäsiumgehalt Gew.-% Reaktor Selektivität
mgew/kg temperatur
zur Erzielung
der Oxidation
hinsichtlich
eines O2- Äthylenoxid,
Umwandlungs- %
grades von
0,3420 52%, °C
E-I *) 11,5 25,7 0,4690 207 73,3
E-2 11,0 35,3 0,5250 205 75,4
E-3 11,2 39,5 0 205 75,1
NE-O 9,4 0 0,5621 220 50,0
NE-I 11,9 42,3 277 42,4
·) A-I, Λ-2,. . ., B-I usw., erfindungsgemäße Katalysatoren;
NA-(I, NU-O, usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren ohne Alkalimetallzusalz; NA-I, NA-2 NB-I usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren, die mittels gleichzeitigen Zusetzcns des Alkalimetalls
und des Silbers hergestellt worden sind.
Die vorgenannten Ergebnisse sind auch In der graphischen Darstellung gezeigt, in der der Cäsiumgehalt der Katalysatoren in Gewichtsprozent auf der Abszisse und die Selektivitäten hinsichtlich Äthylenoxid In Prozent auf der Ordinate aufgetragen sind. Die Selektivitäten der aus den fünf verschiedenen In Tabelle I gezeigten Aluminiumoxiden hergestellten Katalysatoren sind in der graphischen Darstellung durch fünf verschiedene Symbole dargestellt. Die fünf Kurven dieser jeweiligen Symbole stellen die Selektivität der Katalysatoren als Funktion des Cäsiumgehaltes für die bei jeder Kurve angegebene Oberfläche dar. Die vier Kurven für die Oberflächen 0,19; 0,51; 1,7 und 1,32 mVg beziehen sich auf die auf der Ordinate und der unteren Abszisse angegebenen Skalen, während sich die Kurve für die Oberfläche 6,55 m2/g auf die auf der Ordinate und der oberen Abszisse angegebenen Skalen beziehen. Die senkrechten zu jeder der fünf Kurven zeigenden Pfeile zeigen den bestmöglichen Cäslumgehait für jeden der vier Katalysatoren auf. Diese bestmöglichen Cäsiumgehalte sind in der nachstehenden Tabelle VII zusammengestellt.
Tabelle VII Bestmöglicher
Cäsiumgehalt,
mgew/kg
Selektivität
beim bestmöglichen
Cäsiumgehalt,
%
Quotient
aus bestmöglichem
Cäsiumgehalt
und der Oberfläche
des Trägermaterials,
(mgew/kg)/(m2/g)
Aluminiumoxid,
Oberfläche
m2/g
1,12 80,7 5,9
0,19 2,26 78,4 4,5
0,51 6,02 79,5 5,6
1,07 8,13 75,5 6,1
1,32 35,7 75,4 5,4
6,55
Beispiel 2
Unter Verwendung der In Beispiel 1 beschriebenen Ausgangsmateriallen und des in diesem Beispiel beschriebenen llerstellungsperfahrens werden erfindungsgemäße Katalysatoren mit verschiedenen Kaliumgehalten als höhere Alkallmetallkomponente hergestellt. Anstelle von Cäsium wird jetzt Kalium als Kaliumhydroxid zur ersten Imprägnierungslösung zugesetzt. Die auf diese Weise erhaltenen Katalysatoren werden als Katalysatoren /ur Herstellung pon Äthylenoxid unter Verwendung der In Beispiel 1 beschriebenen Einrichtung und des In diesem Beispiel beschriebenen Prüfverfahrens geprüft. Die Zusammensetzungen dieser Katalysatoren und die mit ihnen erhaltenen Ergebnisse sind In Tabelle VIII zusammengefaßt.
Tabelle VIII
Katalysatoren, hergestellt unter Verwendung von Trägermaterialien mit einer Oberfläche von 0,19 m2/g
Katalysator
Silbergehalt
Cäsiumgehalt mgew/kg
Gew.-%
Reaktor Selektivität
temperatur der Oxidation
zur Erzielung hinsichtlich
eines O2- Äthylenoxid
Umwandlungs- %
grades von
52%, 0C
256 79,8
251 69,5
F-I*)
NF-O
7,8 7,8
1,74 0
0,0068 0
♦) A-I, A-2,.... B-I usw., erfindungsgemäße Katalysatoren;
NA-O, NB-O, usw., nicht erfindungsgenäße Katalysatoren ohne Aikalimetallzusatz;
NA-I, NA-2,. . ., NB-I usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren, die mittels gleichzeitigen Zusetzens des Alkalimetalls und des Silbers hergestellt worden sind.
Beispiel 3
Unter Verwendung der in Beispiel 1 eingesetzten Ausgangsmaterialien und des In diesem Beispiel beschriebenen Verfahrens werden erfindungsgemäße Katalysatoren mit verschiedenen Mengen an Rubidium als höhere Alkallmetallkomponente hergestellt. Zur ersten Imprägnierungslösung wird anstelle von Cäsiumhydroxid Rubidium als Rubidiumhydroxid zugesetzt. Die auf diese Welse hergestellten Katalysatoren werden als Katalysatoren zur Herstellung von Äthylenoxid unter Verwendung der In Beispiel 1 angewendeten Einrichtung und des In Beispiel 1 angewendeten Verfahrens geprüft. Die Zusammensetzungen dieser Katalysatoren und die mit diesen Katalysatoren erhaltenen Ergebnisse sind In Tabelle IX zusammengestellt.
Tabelle IX
Katalysatoren, hergestellt unter Verwendung von Trägermaterialien mit einer Oberfläche von 0,19 m2/g
Katalysator Silbergehalt Cäsiumgehalt Gew.-% Reaktor Selektivität
mgew/kg temperatur
zur Erzielung
der Oxidation
hinsichtlich
eines O2- Äthylenoxid,
Umwandlungs- %
4» grades von
0,0090 52%,0C
G-I *) 7,8 1,06 0 252 76,7
4:; NG-O 7,8 0 251 69,5
*l A-I, A-2,. . ., B-I usw., erfindungsgemäße Katalysatoren;
NA-O, NB-O, usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren ohne Aikalimetallzusatz;
NA-I, NA-2, . . ., NB-I usw., nicht erfindungsgemäße Katalysatoren, die mittels gleichzeitigen Zusetzens des Alkalimetalls und des Silbers hergestellt worden sind.
Beispiel 4
Ausgehend von den Trägermaterialien B, C, D und E aus Tabelle I wird eine Reihe von Katalysatoren auf die In Beispiel 1 beschriebene Welse hergestellt, dabei jedoch anstelle von Cäsiumhydroxid Cäsiumnitrat verwendet. Die kein Cäsium enthaltenden Katalysatoren A, F, K und P werden aus Vergleichsgründen In die Tabelle X aufgenommen. Die Katalysatoren weisen die in der nachstehenden Tabelle X aufgeführten Eigenschaften auf. Die hergestellten Katalysatoren werden hinsichtlich Ihres Verhaltens als Katalysatoren bei der Herstellung von Äthylenoxid unter Verwendung von Katalysatorfestbetten geprüft. Dabei wird ein aus einem Rohr mit einem Innendurchmesser von 5 mm bestehender Reaktor verwendet, der bei jedem Versuch mit einem 16 cm langen aus Katalysatorteilchen mit größten Dimensionen von 0,4 bis 0,8 mm bestehendem Katalysatorbett beschickt 1st.
Ein aus Sauerstoff und Äthylen bestehendes Gemisch wird In Gegenwart einer geringen Menge an 1,2-Dlchloräthan als Bremssubstanz unter den nachstehenden Bedingungen durch das Katalysatorbett geleitet:
Druck Raumströmungsgeschwindigkeit
14,5 bar abs. 3000 Std.-1
10
Äthylenanteil der Zuspeisung Sauerstoffanteil der Zuspeisung Stickstoffanteil der Zuspeisung Bremsnilttelkonzentratlon, Gewichtsprozent Chlor, bezogen auf die Zuspeisung
30 Molprozent 7,8 Molprozent
62,2 Molprozent 0,00015 Gew.-%
Die Reaktionstemperatur wird so eingeregelt, daß ein Sauerstoffumwandlungsgrad von 40 Prozent erzielt wird und die Selektivität hinsichtlich Athylenoxid wird bestimmt. Die erhaltenen Werte S40 und T40 sind in Tabelle X zusammen mit der Dauer der einzelnen Versuche (Stunden) bis zur Bestimmung der vorgenannten Werte angegeben.
Tabelle X Kataly
sator
Ober
fläche
des
Aluminium
oxids,
m2/g
Silber
gehalt,
Gew.-%
Cäsium
gehalt
des
Kataly
sators,
mgat/kg
Durch
messer
d. Silber
teilchen
in Mikron
S40,
%
T40,
0C
Versuchs
dauer,
Stunden
Versuch
Nr.
A 0,51 12,8 0 0,1 -0,4 76,3 214 100
1 B 0,51 12,1 0,72 0,05-0,5 78,7 220 95
2 C*) 0,51 9,4 1,07 0,1 -0,6 79,0 235 120
3 D*) 0,51 11,0 1,24 0,1 -0 6 79,0 235 120
4 E 0,51 9,6 1,30 0,05-0,4 79,0 222 **) 65
5 F 1,07 9,7 0 0,1 -0,4 75,4 210 40
6 G 1,07 8,5 0,32 0,05-0,3 75,9 210 115
7 H 1,07 8,4 0,68 0,1 -0,3 76,3 209 117
8 I 1,07 9,0 2,21 0,1 -0,4 80,6 209 75
9 80,5 220 103
79,7 228 260
J 1,07 7,8 3,35 0,05-0,3 79,3 211 **) 60
10 K 1,32 8,0 0 0,05-0,2 73,9 205 85
11 L 1,32 9,5 1,07 0,05-0,2 75,6 212 150
12 M 1,32 7,5 2,19 0,05-0,3 76,8 215 145
13 N 1,32 7,8 2,26 0,05-0,3 77,1 208 50
14 77,5 223 116
77,5 222 215
O 1,32 7,3 2,49 0,05-0,3 77,5 227 167
15 P 6,55 9,4 0 0,05-0,3 50 215 30
16 Q 6,55 8,5 15 0,05-0,3 74,8 200 90
17 R 6,55 8,7 21 0,05-0,2 77,6 191 30
18
*) Dieser Katalysator wurde mittels einstufiger, gleichzeitiger Imprägnierung und Erhitzen in Luft auf 300° C hergestellt.
**) In diesem Pail werden an Stelle von 0.00015 Gew.-% 0,0003 Gew.-% 1,2-Dichloräthan verwendet und die Temperatur wird entsprechend ungcpaUt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Silberkatalysator zur Herstellung von Äthylenoxid, der 1 bis 25 Gew.-% Silber, bezogen auf den Gesamtkatalysator, und Kalium. Rubidium und/oder Cäsium auf einem porösen hitzebeständtgen Trägermaterial mit einer Oberfläche von 0,03 bis 10 mVg enthält, hergestellt d»rch Kontaktieren des Trägermaterials mit einer eine gelöste Silberverbindung oder eine Aufschlämmung von Silberteilchen oder einer Silberverbindung enthaltenden Flüssigphase und mit einer Lösung einer Kalium-. Rubidium- und/oder Cäsiumverbindung sowie Umwandlung der Silberverbindung in metallisches Silber durch Erhitzen des erhaltenen Produktes auf Temperaturen von 100 bis 500°C, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Kontaktieren des Trägermaterials mit der Flüssigphase dieses mit einer Lösung einer Kalium-, Rubidium- und/oder Cäsiumverbindung in einer Konzentration imprägniert wird, die zu einem Alkalimetallgehalt des fertigen Katalysators von 0,25 bis 16 mg-Äquivalentgewichten je Kilogramm Gesamtkatalysator je m2 Oberfläche des Trägermaterials je g Katalysator-Trägermaterial [(mgew/kg)/(m2/g)] führt, und daß das Imprägnierte Trägermaterial anschließend zumindest teilweise getrocknet wird.
2. Verwendung des Katalysators nach Anspruch 1 zur Herstellung von Äthylenoxid durch direkte Oxidation von Äthylen In der Dampfphase mit molekularem Sauerstoff.
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