DE2519002C3 - Verfahren zur Herstellung von l-(2-Cyanathylamino)-3-acylaminobenzolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von l-(2-Cyanathylamino)-3-acylaminobenzolen

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DE2519002C3
DE2519002C3 DE2519002A DE2519002A DE2519002C3 DE 2519002 C3 DE2519002 C3 DE 2519002C3 DE 2519002 A DE2519002 A DE 2519002A DE 2519002 A DE2519002 A DE 2519002A DE 2519002 C3 DE2519002 C3 DE 2519002C3
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Description

in welcher R1 ein Wasserstoffatom, die Methylgruppe oder eine Alkoxygruppe mit 1-4 Kohlenstoffatomen, R2 ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 —3 Kohlenstoffatomen oder die Phenylgruppe, R* ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 — 3 Kohlenstoffatomen, und R4 ein Wasserstoffatom oder die 2-Hydroxyäthylgruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man Aminoverbindungen der allgemeinen Formel (2)
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von l-(2-Cyan-
20
(2)
in welcher R1, R2 und R3 die vorstehend genannten Bedeutungen haben, in Wasser unter Zusatz von 1 bis 30 Gewichtsprozent gesättigter Carbonsäuren oder Kohlendioxid, bezogen auf die eingesetzte Wassermenge, mit 1 bis 1,75 Mol Acrylnitril bei 70— 15O0C umsetzt und gegebenenfalls die erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel (1), in der R4 ein Wasserstoffatom bedeutet, ohne oder nach erfolgter Zwischenisolierung mit 1 bis IO Mol Äthylenoxid zwischen 50 und 100° C oxäthyliert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- r> <> zeichnet, daß man die Umsetzung mit Acrylnitril unter Zusatz von Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure oder Buttersäure oder Mischungen aus diesen Säuren vornimmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- w zeichnet, daß man die durch die Umsetzung mit Acrylnitril erhaltenen 1-(2-Cyanäthylamino)-3-acylaminobenzole vor der Umsetzung mit Äthylenoxid du rch Zusatz anorganischer Salze weiter ausfällt und zwischenisoliert. t>o
äthy!amino)-3-acylamino-Benzolen der allgemeinen Formel (1)
10
CH2-CH2-CN
in welcher R1 ein Wasserstoffatom, die Methylgruppe oder eine Alkoxygruppe mit 1 —4 Kohlenstoffatomen, R2 ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1—3 Kohlenstoffatomen oder die Phenylgruppe, R3 ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 — 3 Kohlenstoffatomen, und R4 ein Wasserstoffatom oder die 2-Hydroxyäthylgruppe bedeuten, indem man Aminoverbindungen der allgemeinen Formel (2)
3(1 N—CO—R2
R3
in welcher R1, R2 und RJ die vorstehend genannten Bedeutungen haben, in Wasser unter Zusatz von 1 bis 30 Gewichtsprozent gesättigter Carbonsäuren, oder Kohlendioxid, bezogen auf die eingesetzte Wassermenge, mit 1 bis 1,75 Mol Acrylnitril bei 70-150°C umsetzt, und gegebenenfalls die erhaltenen Verbindungen der allgemeinen Formel (1), in der R4 ein Wasserstoffatom bedeutet, ohne oder nach erfolgter Zwischenisolierung mit 1 bis 10 Mol Äthylenoxid zwischen 50 und 100°C oxäthyliert.
Es ist bekannt, daß man aliphatische und aromatische Amine mit Acrylnitril zu den entsprechenden N-(2-Cyanäthyl)-aminen umsetzen kann. Aromatische Amine reagieren hierbei im Gegensatz zu aliphatischen Aminen wegen ihrer schwächeren Basizität sehr träge mit Acrylnitril. Um eine befriedigende Umsetzung zu erreichen, müssen spezielle Katalysatoren und Lösungsmittel verwendet werden. So ist die Umsetzung von Anilinderivaten mit Acrylnitril in Eisessig (US-Patentschrift 24 92 972), gegebenenfalls unter Zusatz von Kupfersalzen (Cookson und Mann, |. Chem. Soc. 1949,67), bekannt.
In vorteilhafter Weise soll sich die N-Cyanäthylierung aromatischer Amine in Gegenwart von Katalysatoren, wie Zinkchlorid, Zinkbromid, oder Bortrifluorid oder dessen Ätherat durchführen lassen (DE-OS 19 47 933).
Ein demgegenüber verbessertes Verfahren zur Herstellung von N-cyanäthylierten, aromatischen Aminen aus aromatischen· Aminen und Acrylnitril unter Zusatz von Zinkchlorid in wäßrigem Medium wird in der US- Patentschrift 34 96 213 beschrieben.
Aus der US-Patentschrift 32 31 601 ist bekannt, daß man aromatische Amine mit Acrylnitril in Gegenwart der Salze dieser aromatischen Amine mit starken
Säuren als Katalysator mit guten Ausbeuten N-cyanäthylieren kann, wenn man die Umsetzung in wäßrigem Medium durchführt Ein Nachteil dieses Verfahrens ist jedoch darin zu sehen, daß ein großes Volumen an Wasser benötigt wird und daß die Salze aus aromatischem Amin und starker Säure nicht mit Acrylnitril reagieren, so daß eine gewisse Ausbeuteminderung in Kauf genommen werden muß.
Bei den vorstehend angeführten bekannten Verfahren werden überwiegend nur einfache aromatische Amine cyanäthyliert.
Schließlich wird in der DE-OS 20 00 509 ein Verfahren beschrieben, bei dem 3-Acylamino-nitrobenzole mit Raney-Nickel reduziert und die erhaltenen 3-Acylamino-aniline ohne Zwischenisolierung mit Acrylnitril in essigsaurer Lösung unter Zusatz von Lewissauren, wie beispielsweise Zinkchlorid oder Zinksulfat, cyanäthyliert werden.
Über die Oxäthylierung von Verbindungen der vorstehend genannten allgemeinen Formel (1), in welcher R4 ein Wasserstoffatom bedeutet, ist in der Literatur wenig bekannt In der bekanntgemachten japanischen Patentanmeldung 72 11 979 (Chem. Abstr. 77, 19408) wird die Oxäthylierung von monocyanäthylierten Anilinen, die durch Halogenatome, Alkyl- oder Alkoxygruppen subsituiert sein können, bei Temperaturen zwischen 120 und 1800C ohne Lösungsmittelzusatz beschrieben.
Überraschenderweise werden nach dem eingangs beschriebenen neuen Verfahren (Cyanäthylierung) die l-(2-Cyanäthylamino)-3-acylamino-benzole der allgemeinen Formel(3)
CH2-CH2-CN
(3)
N—CO—R2
R3
(R1, R2 und R3 haben hierin die vorstehend genannten Bedeutungen) in glatt verlaufender Reaktion und in guten Ausbeuten erhalten.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel (3) können ohne oder nach Zwischenisolierung mit Äthylenoxid zu den Verbindungen der allgemeinen Formel (4)
CH2-CH2-CN
(4)
CH2-CH2-OH
Ν—CO—R2
R3
in welcher R1, R2 und RJ die genannten Bedeutungen haben, umgesetzt werden.
Das neue Cyanäthylierungsverfahren besitzt im Vergleich zu den bekannten Verfahren einige wesentliche Vorteile: Durch die Nichtbenutzung von Lewissäuren, wie Kupfer- und Zinksalzen, wird das Abwasser nicht durch toxische Schwermetallionen belastet, wodurch zusätzliche Reinigungsoperationen des Abwassers entfallen. Auch die beim Einsatz von Lewissäuren und Mineralsäuren auftretenden, materialtechnischen Probleme, wie beispielsweise Korrosionsprobleme, werden beim neuen Verfahren vermieden. Die Reaktionsprodukte fallen verfahrensgemäß gut kristallin an und können so leicht isoliert werden. Es ist jedoch auch möglich, sie direkt in Form der angefallenen Reaktionslösung bzw. Suspension als Azokomponenten zur Herstellung von Azofarbstoffen oder zur Oxäthylierung einzusetzen. Dadurch entfallen der technische und personelle Aufwand und bei Zwischenisolierung auftretende Materialverluste.
Auch die N-Cyanäthyl-N-hydroxyäthylamino-Verbindungen der allgemeinen Formel (4) werden in vorteilhafter Weise ohne Zwischenisolierung als Azokomponenten bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt (britische Patentschriften 10 53 830,11 48 672 und 11 87 087). Das neue Verfahren betrifft somit ein ausgesprochen wirtschaftliches Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel (1).
Als Beispiele verfahrensgemäß einsetzbarer aromatischer Amine der allgemeinen Formel (2) kommen beispielsweise folgende in Betracht:
3-Acetamino-anilin, 3-Benzoylamino-aniiin,
3-Formyla,nino-anilin,
2-Methyl-5-acetamino-anilin,
2-Methyl-5-propionylamino-anilin,
2-Methoxy-5-acetamino-anilin,
2-Methoxy-5-formylamino-anilin,
2-Methoxy-5-propionylamino-anilin,
J5 2-Methoxy-5-benzoylamino-anilin,
2-Äthoxy-5-acetamino-anilin,
2-Äthoxy-5-formylamino-anilin,
2-Äthoxy-5-propionylamino-anilin,
2-Äthoxy-5-benzoy!amino-anilinund
3-Amino-N-methyl-acetanilid.
Die aromatischen Amine der allgemeinen Formel (2) können nach Zwischenisolierung in trockener oder feuchter Form oder, besonders vorteilhaft, ohne Zwischenisolierung in Form ihrer wäßrigen Lösung oder Suspension nach der in der DE-OS 22 40 849 beschriebenen Hydrierung zur Cyanäthylierung eingesetzt werden. Die Cyanäthylierung wird im wäßrigen Medium, dem zwischen 1 und 30 Gewichtsprozent gesättigte Carbonsäuren oder Kohlendioxid, vorzugsweise 1 bis 10 Gewichtsprozent Eisessig, zugesetzt werden, durchgeführt. Geeigente Carbonsäuren außer Essigsäure sind beispielsweise Ameisensäure, Propionsäure und Buttersäure. Auch Mischungen der genannten Säuren können eingesetzt werden. Die Reaktionslösung soll während der Cyanäthylierung immer schwach sauer sein.
An Acrylnitril werden, abhängig vom eingesetzten Amin, 1 bis 1,75 Mol benötigt.
Die Umsetzung des aromatischen Amins mit Acrylnitril gemäß dem neuen Verfahren erfolgt in der Regel durch Erhitzen unter Rückfluß, vorteilhaft jedoch in einem geschlossenen System. Da es sich bei der hier beschriebenen Umsetzung um weniger reaktionsfähige, sterisch gehinderte, aromatische Amine handelt, ist das Arbeiten im geschlossenen System ausgesprochen zweckmäßig. Bei der Umsetzung werden Temperaturen von 70 bis 150° C, vorzugsweise 90 bis 120° C angewandt.
Die Erhitzungsdauer bei der Cyanathylierung ist vom eingesetzten Amin abhängig und beträgt in der Regel 2 bis 15 Stunden.
Überraschend ist hierbei die Beständigkeit der Nitrilgruppe trotz der langen Verweilzcit im wäßrigen Medium bei Temperautren, die nach bisheriger Erfahrung bereits zur Verseifung zur Säureamidgruppe führen sollte.
Gegebenenfalls können Polymerisationinhibitoren, wie Hydrochinon, zugesetzt werden, um eine Polymerisation ats Acrylnitril zu vermeiden. Obwohl die verwendeten aromatischen Amine nur eine geringe Wasserlöslichkeit besitzen, ist es nicht nötig, Lösungsvermittler, beispielsweise Dispergatoren, wie Kondensationsprodukte von Alkylphenolen mit Äthylenoxid, zu verwenden. Die monocyanäthylierten Amine der allgemeinen Formel (3) fallen nach dem neuen Verfahren nach Abkühlen des Reaktionsansatzes durchweg in sehr gut kristalliner Form an und können durch Absaugen in großer Reinheit isoliert werden. Die Ausbeuten liegen in Abhängigkeit vom eingesetzten aromatischen Amin zwischen 75 und 90% der Theorie. Eine Steigerung der Ausbeuten kann durch Zusatz von anorganischen Salzen zum abgekühlten Reaktionsansatz oder durch Abdampfen eines Teils des wäßrigen Reaktionsmediums erreicht werden, wobei man Ausbeuten bis zu 95% der Theorie erhält.
Oft ist es jedoch vorteilhaft, auf eine Isolierung der monocyanäthylierten Amine der allgemeinen Formel (3) zu verzichten und dafür die anfallenden Suspensionen JO dieser Amine direkt weiter umzusetzen. S) können diese Suspensionen sehr vorteilhaft unmittelbar als Azokomponenten zur Herstellung von Azofarbstoffen, besonders zur Herstellung von blauen Monoazofarbstoffen, verwendet werden. Besonders vorteilhaft eignen sich die verfahrensgemäß bei der Cyanäthyüerung anfallenden Suspensionen der monocyanäthylierten aromatischen Amine der allgemeinen Formel (3) zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel (4) durch Oxäthylierung. Hierbei wird direkt in die Suspension der monocyanätnylierten aromatischen Amine der allgemeinen Formel (3) Äthylenoxid eingeleitet. Da es sich um reaktionsträge, ganz schwach basische Amine, besonders durch die ^-ständige Nitrilgruppe bedingt, handelt und ein Angriff des Äthylenoxids sterisch stark behindert ist, werden, in Abhängigkeit vom jeweils eingesetzten aromatischen Amin, 1 bis 10 Mol Äthylenoxid benötigt. Eltwa entweichendes Äthylenoxid kann in einer Vorlage aufgefangen werden. Die Umsetzung ist innerhalb von 2 bis 20 Stunden, in der Regel innerhalb von ii bis 10 Stunden, beendet. Die Reaklionstemperatur wird bei der Oxäthylierung zwischen 50 und 1000C, vorzugsweise zwischen 75 bis 85° C gehalten. Eine Zwischenisolierung der so hergestellten Oxäthylierungsprodukte zeigt, daß diese in sehr guter, etwa 95%iger Ausbeute der Theorie anfallen. Nach de Oxäthylierung erhält man eine wäßrige Lösung der aromatischen Amine der allgemeinen Formel (4), die sehr wichtige Azokomponenten, besonders zur Herstellung von blauen Monoazofarbstoffen, darstellen. Eine Isolierung der angefallenen Amine der allgemeinen Formel (4) ist nicht erforderlich. Es ist sogar von großem Vorteil, daß die erhaltenen Lösungen dieser Azokomponenten direkt zur Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt werden können.
Die nachstehenden Verbindungen der allgemeinen Formel (3) werden erhalten, indem man aus der gemäß Beispiel 1 bis 9 hergestellten Suspension das Cyanäthylierungsprodukt absaugt.
Beispiel Ausbeute R3 R2 Gew.-Teile % der Theorie F. (C)
R1 H CH3 368 90,6a) 117
1 H H CH5 178 82 143-144
2 CH3 H CHj 273 78") 121
3 OCH3 H CHj 190 77 129
4 OC2H5 H CHj 562 80,4 121
5 OCHj H CH3 174,5 80,4 143
6 CH3 CH3 CH3 176 81
7 H H H 156 82
8 H H C6H5 189 75 95
9 H
a) Die Ausbeule kann durch Aussalzen oder Konzentrieren der Reaktionslösung um 3-4% gesteigert werden.
b) Die Ausbeute kann durch Aussalzen um bis zu 10% gesteigert werden.
Beispiel 1
In einem 2500 Raumteile fassenden Riihrautoklav werden unter Rühren 300 Gewichtsteile 3-Acetaminoanilin in 1000 Raumteilen Wasser und 20 Raumteilen Eisessig suspendiert. Dazu gibt man dann 159 Raumteile Acrylnitril und hält den Ansatz 6 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von rund 1000C. Nach Abkühlen erhält man eine Suspension von l-(2-Cyanäthylamino)-3-acetamino-benzol, die direkt zur weiteren Umsetzung eingesetzt werden kann. In die wie vorstehend beschrieben erhaltene Suspension leitet man direkt, nachdem mit Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur von 70 —8O0C innerhalb von 8 Stunden 440 Gewichtsteile Äthylenoxid ein. Geringe Mengen an entweichendem Äthylenoxid werden mittels einer Falle abgefangen. Man erhält auf diese Weise ein weitgehend umgesetztes Produkt der Formel
CH2-CH2-CN
CH2-CH2-OH
NH-CO—CH3
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser
Form direkt zur Kupplungsreuktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt werden kann.
Beispiel 2
In einem 1000 Raumicile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren 164 Gewichlsteile 2-Mi;thyl-5-acetamino-anilin in 550 Raumienen Wasser und 15 Raumteiler) Ameisensäure suspendiert. Dazu werden 80 Raiimteile Acrylnitril gegeben. Man hall den Ansatz 8 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von rund 130"C. Nach dem Abkühlen erhält man eine Suspension von 2-(2-Cyanäthylamino)-4-acetamino-toluol, die direkt weiter umgesetzt werden kann.
In die wie vorstehend beschrieben erhaltene Suspension leitet man direkt, nachdem mit Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur von 70 —SO0C innerhalb von 8 Stunden 220 Gewichtsteile Äthylenoxid ein. Geringe Mengen an entweichendem Äthylenoxid werden mittels einer Falle abgefangen. Man erhält auf diese Weise ein weitgehend umgesetztes Produkt der Formel
CH,
CH2-CH2-CN
OCH
3 CH2-CH2-CN
CH2-CH2-OH
NH-CO-CH3
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form direkt zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt werden kann.
Beispiel 4
In einem 2000 Raumteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren 291 Gewichtsteile 2-Äthoxy-5-acctamino-anilin in 1000 Raumteilen Wasser und 50 Raumteilen Eisessig suspendiert. Dazu gibt man 140 Raumteile Acrylnitril und hält den Ansatz 10 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von rund 1000C. Nach dem Abkühlen erhält man eine Suspension von 2-(2-Cyanäthylamino)-4-acetamino-phenetol.
In die so erhaltene Suspension leitet man direkt, nachdem mit Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur von etwa 80°C innerhalb von 10 Stunden 330 Gewichtsteile Äthylenoxid ein. Geringe Mengen an entweichendem Äthylenoxid werden mittels einer Falle abgefangen. Man erhält so ein weitgehend umgesetztes Produkt der Formel
CH2-CH2-OH
NH-CO-CH3
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form direkt zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt werden kann.
Beispiel 3
In einem 2000 Raumteile fassenden Rührautoklav wird eine Suspension, die 270 Gewichtsteile 2-Methoxy-5-acetamino-anilin in 1000 Raumteilen Wasser enthält, wie sie bei der Hydrierung der entsprechenden Nitro-Verbindung nach DT-OS 22 40 849 anfällt, gefüllt. Zu dieser Suspension gibt man dann 40 Raumteile Eisessig und 140 Raumteile Acrylnitril. Der Reaktionsansatz wird unter Rühren 7 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von 110°C gehalten. Nach dem Abkühlen erhält man eine Suspension von 2-(2-Cyanäthylamino)-4-acetamino-anisol, die direkt weiter umgesetzt werden kann.
In die so erhaltene Suspension leitet man direkt, nachdem mit Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur von etwa 800C innerhalb von 10 Stunden 330 Gewichtsteile Äthylenoxid ein. Geringe Mengen an entweichendem Äthylenoxid werden mittels einer Falle abgefangen. Man erhält so ein weitgehend umgesetztes Produkt der Formel
OC2H5
[^- CH2-CH2-CN
CH2-CH2-OH
NH-CO-CH3
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form direkt zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt werden kann.
Beispiel 5
In einem 4000 Raumteile fassenden Riihrautoklav
y, werden 540 Gewichtsteile 2-Methoxy-5-acetamino-anilin in 2000 Raumteilen Wasser und 50 Raumteilen Eisessig suspendiert. Zu dieser Suspension gibt man 256 Raumteile Acrylnitril und ruht den Ansatz 9 Stunden bei einer Temperatur von 100° C. Daraufläßt man abkühlen und erhält dann eine Suspension von 2-(2-Cyanäthylamino)-4-acetamino-anisol.
in die so erhaltene Suspension leitet man direkt, nachdem mit Stickstoff gespült wurde bei einer Temperatur von 8O0C innerhalb von 10 Stunden 660 Gewichtsteile Äthylenoxid ein. Geringe Mengen an entweichendem Äthylenoxid werden mittlels einer Falle abgefangen. Man erhält so ein weitgehend umgesetztes Produkt entsprechend Beispiel 3.
Beispiel 6
^
In einem 1000 Raumteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren 164 Gewichtsteile 2-Methyl-5-acetamino-anilin in 550 Raumteilen Wasser suspendiert. Der pH-Wert der Suspension wird durch Einleiten von Kohlendioxid auf 6,5—5,5 gestellt Dazu werden 80 Raumteile Acrylnitril gegeben. Man hält den Ansatz 10 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von rund 1000C Nach dem Abkühlen erhält man eine Suspension von 2-(2-Cyanäthylamino)-4-acetamino-toluol, die di rekt weiter umgesetzt werden kann.
In die wie vorstehend beschrieben erhaltene Suspension leitet man direkt, nachdem mit Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur von 70—800C innerhalb von 8 Stunden 220 Gewichtsteile Äthylenoxid ein.
Geringe Mengen an entweichendem ' Äthylenoxid werden mittels einer Falle abgefangen. Man erhält auf diese Weise ein weitgehend umgesetztes Produkt entsprechend Beispiel 2.
CH2-CH2-CN
ίο
Beispiel 7
In einem 1000 Raumteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren 164 Gewichtsteile J-Ainino-N-methyl-acelanilid in 650 Raumteilen Wasser und 30 r> Raumteilen Eisessig suspendiert. Zu dieser Suspension gibt man 80 Raumteile Acrylnitril und rührt den Ansät/ 10 Stunden bei einer Temperatur von 100"C. Nach dem Abkühlen erhält man eine Suspension von 3-(2-Cyanathylamino)-N-methyl-acetanilid. ι ο
In die wie vorstehend beschrieben erhaltene Suspension leitet man direkt, nachdem mit Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur von 70 —800C innerhalb von 8 Stunden 220 Gewichtsteile Äthylenoxid ein. Geringe Mengen an entweichendem Äthylenoxid werden mittels einer Falle abgefangen. Man erhält auf die Weise ein weitgehend umgesetztes Produkt der Formel
70-800C innerhalb von 8 Stunden 130 Gewichlstcile Äthylenoxid ein. Man erhält auf diese Weise ein weilgehend umgesetztes Produkt der Formel
CH2-CH2-CN
NH-CHO
CH2-CH2-OH
N-CO-CH3
CH3
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form direkt zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen verwendet werden kann.
Beispiel 8
In einem 1000 Raumteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren 136 Gewichtsteile 3-Amino-formanilid in 550 Raumteilen Wasser und 20 Raumteilen Eisessig suspendiert. Dazu werden 80 Raumteile Acrylnitril gegeben. Man hält den Ansatz 10 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von rund 1100C. Nach dem Abkühlen erhält man eine Suspension von 3-(2-Cyanäthylamino)-formanilid der Formel, die direkt weiter umgesetzt werden kann.
In die erhaltene Suspension leitet man, nachdem mit Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur von das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form direkt zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt werden kann.
Beispiel 9
In einem 1000 Raumteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren 212 Gewichtsteile 3-Amino-benzanilid in 600 Raumteilen Wasser und 20 Raumteilen Eisessig suspendiert. Dazu werden 80 Rauniteile Acrylnitril gegeben. Man hält den Ansatz 10 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von rund 1100C. Nach dem Abkühlen erhält man eine Suspension von 3-(2-Cyanäthylamino)-benzanilid die unmittelbar weiter umgesetzt werden kann.
In die erhaltene Suspension leitet man, nachdem mit Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur von 8O0C innerhalb von 8 Stunden 220 Gewichtsleile Äthylenoxid ein.
Man erhält auf diese Weise ein weitgehend umgesetztes Produkt der Formel
CH2-CH2-OH
CH2-CH2-CN
NH-CO-QH5
das in der Reaktionsiösung gelöst vorliegt und in dieser Form zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt werden kann.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von 1-(2-Cyanäthylamino)-3-acylamino-benzolen der allgemeinen Formel(l)
CH2-CH2-CN
(D
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