DE2519002A1 - Verfahren zur herstellung von 1- (n-beta-cyanaethylamino)-3-acylamino- benzolen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von 1- (n-beta-cyanaethylamino)-3-acylamino- benzolenInfo
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Description
Aktenzeichen: · ' H0E ?5/F 109
Datum: ?8. April 1975 Dr.Mü/hs
Verfahren zur Herstellung von l-(N-ß-Cyanäthylamino)-3-acylaminobenzolen
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein verbessertes Verfahren
zur Herstellung von l-(N-ß-Cyanäthylamino)-3-acylamino-benzolen
der allgemeinen Formel (1)
CH2-CH2-CN (1)
in welcher R1 ein Wasserstoffatom, die Methylgruppe oder eine
Alkoxygruppe 1-4 Kohlenstoffatomep^IU ein Wasserstoffatom, eine
Alkylgruppe von 1-3 Kohlenstoffatomen oder die Phenylgruppe, R3
ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe von 1-3 Kohlenstoffatomepjund
R4 ein Wasserstoffatom oder die Oxäthylgruppe bedeuten,
indem man Aminoverbindungen der allgemeinen Formel (2)
(2)
N-CO-R,
I ·
6098(5/1016
in welcher R-, R„ und R„ die vorstehend genannten Bedeutungen haben,
in Wasser unter Zusatz von 1 bis 30 Gewichtsprozent organischer Carbonsäuren, vorzugsweise gesättigter Carbonsäuren,oder
Kohlensäure mit 1 bis 1,75 Mol Acrylnitril bei 70 - 15O°C umsetzt,
und gegebenenfalls die erhaltenen" Verbindungen der Formel (1), worin R4 ein Wasserst off atom bedeutet, ohne oder nach erfolgter
Zwischenisolierung mit 1 bis 10 Mol Äthylenoxid zwischen 50 und IOOOC oxäthyliert.
Es ist bekannt, daß man aliphatische und aromatische Amine mit Acrylnitril zu den entsprechenden N-ß-Cyanäthylaminen umsetzen
.kann. Aromatische Amine reagieren hierbei im Gegensatz zu aliphatischen
Aminen wegen ihrer schwächeren Basizität sehr träge mit Acrylnitril. TJm eine befriedigende Umsetzung zu erreichen, müssen
spezielle Katalysatoren und lösungsmittel verwendet werden. So ist
die Umsetzung von Anilinderivaten mit Acrylnitril im Eisessig (US-Patentschrift 2 49? 979), ggfs. unter Zusatz von Kupfersalzen
(Cookson und Mann, «T. Chem. Soc. 1949, 67), bekannt. In vorteilhafter Weise soll sich die N—Cyanäthylierung aromatischer
Amine in Gegenwart von Katalysatoren, wie Zinkchlorid, Zinkbromid,
oder Bortrifluorid oder dessen Aetherat durchführen lassen (DOS 1 947 933). -
Ein demgegenüber verbessertes Verfahren zur Herstellung von N-cyanäthylierten,
aromatischen Aminen aus aromatischen Aminen und Acrylnitril unter Zusatz von Zinkchlorid in wäßrigen Medium wird
in der US-Patentschrift 3 496 213 beschrieben. Aus der US-Patentschrift 3 231 601 ist bekannt, daß man aromatische
Amine mit Acrylnitril in Gegenwart der Salze dieser aromatischen Amine mit starken Säuren als Katalysator mit guten Ausbeuten N-cyanäthylieren
kann, wenn man die Umsetzung in wäßrigem Medium durchführt. Ein Nachteil dieses Verfahrens ist jedoch darin zu
sehen, daß ein großes Volumen an Wasser benötigt wird und daß die Salze aus aromatischem Amin und starker Säure nicht mit Acrylnitril
reagieren, so daß eine gewisse Ausbeuteminderung in Kauf genommen werden muß.
Bei den vorstehend angeführten bekannten Verfahren werden überwie-
609845/1016 _ 3 -
gend nur einfache aromatische Amine cyanäthyliert.
Schließlich wird in der DOS 2 OOO 590 ein Verfahren beschrieben, bei dem 3-Acylamino-nitrobenzole mit Raney-Nickel reduziert und
ohne Zwxschenisolxerung mit Acrylnitril in essigsaurer Lösung unter Zusatz von Lewissauren, wie beispielsweise Zinkchlorid oder
Zinksulfat, cyanäthyliert werden. " .
Über die Oxäthylierung von Verbindungen der vorstehend genannten allgemeinen Formel (1), in welcher R4 ein Yfesserstoffatom bedeutet,
ist in der Literatur wenig bekannt, In der bekanntgemachten Japanischen Patentanmeldung 72 119 79 wird die Oxäthylierung von
mono-cyanä-thylierten Anilinen, die durch Halogenatomen Alkyl- oder
Alkoxygruppen substituiert sein können, bei Temperaturen zwischen 120 und 1800C ohne Losungsmxttelzusatz beschrieben.
Überraschenderweise werden nach dem eingangs beschriebenen neuen Verfahren (Cyanäthylierung) die l-(N-ß-Cyanäthylamino)-3-acylamino-benzole
der allgemeinen Formel (3)
.CH2 CN (3)
> R« un{3 Ro haben hierin die vorstehend genannten Bedeutungen1 )
in glatt verlaufender Reaktion und in guten Ausbeuten erhalten.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel (3) können ohne oder nach Zwischenisolierung mit Aethylenoxid zu den Verbindungen der allgemeinen
Formel (4)
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N-CO-R0 I 2
R
3
3
CH2-CH2-CN
CH2-CH2-OH
in welcherR.«, R2 und Rg die weiter oben genannten Bedeutungen
haben, umgesetzt werden.
Cy a näthylie rungsp
Cy a näthylie rungsp
Das neue werf ahren besitzt im Vergleich zu den bekannten Verfahren
einige wesentliche Vorteile: Durch die Nichtbenutzung von Lewissäuren, wie Kupfer- und Zinksalzen, wird das Abwasser nicht
durch toxische Schwermetallionen belastet, wodurch zusätzliche Reinigungsoperationen des Abwassers entfallen. Auch die beim Einsatz
von Lewissäuren und Mineralsäuren auftretenden, materialtechnischen
Probleme , wie beispielsweise Korrosionsprobleme, werden beim neuen Verfahren vermieden. Die Reaktionsprodukte fallen
verfahrensgemäß gut kristallin an und können so leicht isoliert werden. Es ist jedoch auch möglich, sie direkt in Form der
fallenen Reakt ions lösung bzw. Suspension als Azokomponenten zur
Herstellung von Azofarbstoffen oder zur Oxäthylierung einzusetzen.
Dadurch entfallen der technische und personelle Aufwand und bei Zwischen isolierung auftretende Materialverluste.
Auch die N-Cyanäthyl-N-oxäthylamino-Verbindungen der allgemeinen
Formel (4) werden in vorteilhafter Weise ohne Zwischenisolierung
als Azokomponenten bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt
(Britische Patentschriften 1 053 830, 1 148 672 und 1 187 087). Das neue Verfahren betrifft somit ein ausgesprochen wirtschaftliches
Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel (1).
Als Beispiele verfahrensgemäß einsetzbarer aromatischer Amine der allgemeinen Formel (2) kommen beispielsweise folgende in Betracht:
3-Acetamino-anilin, 3-Benzoylamino-anilin, 3-For my I amino-anil in, 2-Methyl-S-acetamino-anilin^-Methyl-S-propionylamino-anilin,
2-Methoxy-
— 5 —
609845/1016
-5-acetamino-anilin, 2-Methoxy-5-formylamino-anilin, 2-Methoxy-5-propionylamino-anilin,
2-Methoxy-5-benzoylamino-anilin, 2-Aethoxy-5-acetamino~anilin, 2-Aethoxy-5-formylamino-anilin, 2-Aethoxy-5-propionylaiiiino-anilin,
2-Aethoxy- 5-benzoylamino-anilin und 3-Amino-ljN-methyl-acetänilid.
Die aromatischen Amine der allgemeinen Formel (2) können nach Zwischenisolierung in trockener oder feuchter Form oder, besonders
vorteilhaft, ohne Zwischenisolierung in Form ihrer wässrigen Lösung oder Suspension nach der in der DOS 2. 240 849 beschriebenen
Hydrierung zur Cyanäthylierung eingesetzt werden. Die Cyanäthylierung wird im wässrigen Medium, dem zwischen 1 und 30 Gewichtsprozent
organische Carbonsäuren oder Kohlensäure, vorzugsweise 1 bis 10 Gewichtsprozent Eisessig,zugesetzt werden, durchgeführt. Geeignete Carbonsäuren außer Essigsäure sind
beispielsweise Ameisensäure, Propionsäure und Buttersäure. Auch Mischungen der genannten Säuren können eingesetzt werden.
Die Reaktionslösung soll während der Cyanäthylierung immer schwach sauer sein
Äri Acrylnitril . werden, abhängig vom eingesetzten Amin, 1 bis 1,75
Mol benötigt.
Die Umsetzung des aromatischen Amins mit Acrylnitril gemäß dem neuen Verfahren erfolgt in der Regel durch Erhitzen unter Rückfluß,
vorteilhaft jedoch in einem geschlossenen System. Da es sich bei der hier beschriebenen Umsetzung um weniger reaktionsfähige, sterisch
gehinderte, aromatische Amine handelt, ist das Arbeiten im geschlossenen System ausgesprochen zweckmäßig. Bei der Umsetzung
werden Temperaturen von 70 bis 150°C, vorzugsweise 90 bis 120°C angewandt. Die Erhitzungsdauer bei der Cyanäthylierung ist vom
eingesetzten Amin abhängig und beträgt in der Regel 2 bis 15 Stunden.
Überraschend ist hierbei die Beständigkeit der Nitrilgruppe trotz der langen Verweilzeit im wässrigen Medium bei Temperaturen, die
nach bisheriger Erfahrung bereits zur Verseifung zur Säureamidgrug-^
pe führen sollte.
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Gegebenenfalls können. Polymerxsatxoninhibitoren, wie Hydrochinon,
zugesetzt werden, um eine Polymersation des Acrylnitril^ zu vermeiden.
Obwohl die verwendeten aromatischen Amine nur eine geringe Wasserlöslichkeit besitzen, ist es nicht nötig, Lösungsvermittler, beispielsweise Dispergatoren, wie Kondensationsprodukte
von Alky!phenolen mit Aethylenoxid, zu verwenden.
Die mono-cyanäthyllerten Amine der allgemeinen Formel (3) fallen
nach dem neuen Verfahren nach Abkühlen des Reaktionsansatzes durchweg in sehr gut kristalliner Form an und können durch Absaugen
in großer Reinheit isoliert werden. Die Ausbeuten liegen in Abhängigkeit
vom eingesetzten aromatischen Amin zwischen 75 und 90 % der
Theorie. Eine Steigerung der Ausbeuten kann durch Zusatz von anorganischen Salzen zum abgekühlten Reaktionsansatz oder durch Abdampfen
eines Teils des wässrigen Reaktionsmediums erreicht werden, wobei man Ausbeuten bis zu 95 % der Theorie erhält.
Oft ist es jedoch vorteilhaft, auf eine Isolierung der mono-cyanäthylierten
Amine der allgemeinen Formel (3) zu verzichten und dafür die anfallenden Suspensionen dieser Amine direkt weiter umzusetzen.
So können diese Suspensionen sehr vorteilhaft unmittelbar als Azokomponenten zur Herstellung von Azofarbstoffen, besonders
zur Herstellung von blauen Monoazofarbstoffen, verwendet werden.
Besonders vorteilhaft eignen sich die ver£ahrensg;emäß bei der Cyanäthylierung
anfallendenSuspensionen der mono-cyanäthylierten aromatischen
Amine der allgemeinen Formel (3) zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel (4) durch Oxäthylierung. Hierbei
wird direkt in die Suspension der mono-cyanäthylierten aromatischen
Amine der allgemeinen Formel (3) Aethylenoxid eingeleitet, Da es sich um reaktionsträge, ganz schwach basische Amine, besonders
durch die ß-ständige Nitrilgruppe bedingt, handelt und ein Angriff des Aethylenoxids sterisch stark behindert ist, werden, in
Abhängigkeit vom jeweils eingesetzten aromatischen Amin^l bis 10 Mol Aethylenoxid benötigt. Etwa entweichendes Aethylenoxid kann
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in einer Vorlage aufgefangen werden. Öle Umsetzung ist innerhalb
von 2 bis 20 Stunden," in der Regel innerhalb von 5 bis 10 Stunden,
beendet. Die Reaktxonstemperatur wird bei der Oxäthylierung zwischen 50 und 1OO°C, vorzugsweise zwischen 75 und 85°C gehalten.
Eine Zwischenxsolxerung der so hergestellten Oxäthylierungsprodukte zeigt, daß diese in sehr guter, etwa 95%ige Ausbeute der Theorie
anfallen. Nach der Oxäthylierung erhält man eine wässrige Lösung der aromatischen Amine der allgemeinen Formel (4), die sehr wichtige
Azokomponenten, besonders zur Herstellung von blauen Monoazofarbstoffen,
darstellen. Eine Isolierung der angefallenen Amine der allgemeinen Formel (4) ist nicht erforderlich. Es ist sogar
von großem Vorteil, daß die erhaltenen Lösungen dieser Azokomponenten direkt zur Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt werden
können.
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In einem 2500 Raumteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren
300 Teile 3-Amino-acetanilid in 1000 Raumteilen Wasser und 20
Raumteilen Eisessig suspendiert. Dazu gibt man dann 159 Raumteile Acrylnitril und hält den Ansatz 6 Stunden im Autoklav bei einer
Temperatur von rund 1000C. Nach Abkühlen erhält man eine Suspension
von l-(N~ß-Cyanäthylamino)-3-acetamino-benzol, die direkt zur weiteren Umsetzung eingesetzt werden kann. Saugt man das Cyanäthylierungsprodukt
ab, so erhält man 368 Teile an sehr reinem l-(N-ß-Cyanäthylamino)«3~acetamino-benzol
der Formel
NH-CH0-CH0-CN
Ci C*
NH-CO-CH
was einer Ausbeute von 90,6 % der Theorie entspricht. Die Ausbeute
kann durch Aussalzen oder Konzentrieren der Rekationslösung um
3 - 4 % gesteigert werden. Der Schmelpunkt des isolierten Produktes
beträgt 117°C. In die wie vorstehend beschrieben erhaltene
Suspension leitet man direkt, nachdem mit Stickstoff gespült wurde,
bei einer Temperatur von 70 - 80°C innerhalb von 8 Stunden 440 Raumteile Aethylenoxid ein. Geringe Mengen an entweichendem
Aethylenoxid werden mittels einer Falle abgefangen. Man erhält auf diese Weise ein weitgehend umgesetztes Produkt der Formel
NH-CO-CH3
609845/10U
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form direkt zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen
eingesetzt werden kann.
In einem lOOO Raumteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren
164 Teile 2-Amino-4-acetamino-toluol in 550 Raumteilen Wasser und 15 Rauniteilen Ameisensäure suspendiert. Dazu werden 80 Raumteile
Acrylnitril gegeben. Man hält den Ansatz 8 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von rund 1300C. Nach dem Abkühlen erhält man
eine Suspension von 2-(N-ß-Cyanäthylamino)-4-acetamino-toluol der Formel
NH-CH2-CH2-CN
NH-CO-CH
die direkt weiter umgesetzt werden kann. Saugt man das Cyanäthylierungsprodukt
ab, so erhält man 178 Teile an reinem 2-(N-Cyanäthylamino)-4-acetamino-toluol,
was einer Ausbeute von 82 % der Theorie entspricht. Der Schmelzpunkt des isolierten Produktes beträgt
143 - 144°C.
In die wie vorstehend beschrieben erhaltene Suspension leitet
man direkt, nachdem mit Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur
von- 70-80°C innerhalb von 8 Stunden 220 Raumteile Äthylenoxid ein. Geringe Mengen an entweichendem Äthylenoxid werden mittels
einer Falle abgefangen. Man erhält auf diese Weise ein weitgehend umgesetztes Produkt der Formel cH
" CH0-CH0-CN
NH-CO-
809845/1016
NH-CO-CH CH 2-CH2"0H
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form
direkt zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt werden kann.
In einem 2000 Raumteiler fassenden Rührautoklav wird eine Suspension,
die 270 Teile S-Amino^-acetamino-anisol in 1000 Raumteilen
Wasser enthält, wie sie bei der Hydrierung der entsprechenden Nitro-Verbindung nach DOS 2 240 849 anfällt, gefüllt. Zu
dieser Suspension gibt man dann 4O Raumteile Eisessig und 140
Raumteile Acrylnitril. Der Reaktionsansatz wird unter Rühren 7 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von 1100C gehalten. Nach
dem Abkühlen erhält man eine Suspension von 2-N-ß-Cyanäthylamino-4—acetamino-anisol
der Formel-
NH-CH0-CH0-CN
NH-CO-CH
die direkt weiter umgesetzt werden kann. Saugt man das Cyanäthylierungsprodukt
ab, so erhält man 273 Teile an reinem 2-(N-Cyaaäthylamino)-4-acetamino-anisolt
was einer Ausbeute von 78 % der Theorie entspricht. Die Ausbeute kann durch Aussalzen um bis zu
10 % gesteigert werden. Der Schmelzpunkt des isolierten Produktes beträgt 121°C.
In die so -erhaltene Suspension leitet man direkt, nachdem mit
Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur von etwa SO0C
innerhalb von IO Stunden 33O Raumteile Äethylenoxid ein. Geringe
Mengen an entweichendemÄethylenoxid werden mittels einer Falle
abgefangen. Man erhält so ein. weitgehend umgesetztes Produkt
. - 11 -
603845/101$
der Formel
OCH3 CH2-CH2-CN
NH-CO-CH
3 "
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form direkt zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen
eingesetzt werden kann.
In einem 2000 Rauwteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren
291 Teile 2-Aasino—4-acetamino~phenetol in lOOO Raumteilen Wasser
und 50 Raumteilen Eisessig suspendiert. Dazu gibt man 140 Raumteile
Acrylnitril und hält den Ansatz 10 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von rund lOOOC. Nach dem Abkühlen erhält man
eine Suspension von 2-(N-ß-Cyanäthylamino)-4-acetamino-phenetol
vom Schmelzpunkt 129°C der Formel
NH-CH2-CH2-CN
NH-CO-CH
- 12 -
609846/1016
In die so erhaltene Spspension leitet man direkt, nachdem mit
Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur von etwa 8O0C innerhalb
von 10 Stunden 330 Raumteile Aethylenoxid ein. Geringe Mengen an entweichendem Aethylenoxid werden mittels einer Falle abgefangen.
Man erhält so ein weitgehend umgesetztes Produkt der Formel
°,C2H5 /CH2-CH2-CN
NH-CO-CH3 CH
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form direkt
zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt
werden kann. . -
In einem 4000 Raumteile fassenden Rührautoklav werden 540 Teile
Wasser
2-Amino-4-acetamino-anisol in 2000 Raumteilen und 50 Raumteilen Eisessig suspendiert. Zu dieser Suspension gibt man 256 Raumteile
Acrylnitril und rührt den Ansatz 9 Stunden bei einer Temperatur von 1000C. Darauf läßt man abkühlen und erhält dann eine Suspension von
2-N-ß-Cyanäthylamino-4-acetamino-anisol der Formel
NH-CH0-CH0-CN
NH-CG-CH
609845/1016
Saugt man das Cyanäthylierungsprodukt ab, so erhält man 562 Teile
an 2-(N-ß-Cyanäthylamino)-4-acetamino--anisol, was einer Ausbeute
von 80,4 % der Theorie entspricht. Der Schmelzpunkt des isolierten Produkts beträgt 121°C
In die so erhaltene Suspension leitet man direkt, nachdem mit Stickstoff gespült wurde bei einer Temperatur von 800C innerhalb
von 10 Stunden 660 Raumteile Aethylenoxid ein. Geringe Mengen an entweichendem Aethylenoxid werden mittels einer Falle abgefangen.
Man erhält so ein weitgehend umgesetztes Produkt der Formel
CH2-CH2-CN
NH-CO-CH3
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form direkt zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen
eingesetzt werden kann.
In einem 1000 Raumteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren
Wasser 164 Teile 2-Amino~4-acetamino-toluol in 550 Raumteilen suspendiert.
Der pH-Wert der Suspension wird durch Einleiten von Kohlensäure (CO2) auf 6,5 - 5,5 gestellt. Dazu werden 80 Raumteile Acrylnitril
gegeben. Man hält den Ansatz 10 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von rund 10O°C. Nach dem Abkühlen erhält man eine Suspension
von 2~(N-ß-Cyanäthylamino) 4-acetaraino-toluol, die direkt weiter
umgesetzt werden kann. Saugt man das Cyanäthylierungsprodukt ab, so erhält man 174,5 g reines 2-(N-ß~Cyanäthylamino)-4-acetamino-toluol
der Formel
NH-CH0-CH-CN
NH-CO-CH
609345/1016
■was einer Ausbeute von 80,4 % der Theorie entspricht. Der Schmelzpunkt
des isolierten Produktes beträgt 143°C.
erhaltene In die wie vorstehend beschrieben Suspension leitet man direkt,
nachdem mit Stickstoff gespült wurde, bei einer Temperatur von 70 - 8O°C innerhalb von 8 Stunden 2?,0Raumteile Aethylenoxid ein.
Geringe Mengen an entweichendemÄethylenoxid werden mittels einer Falle abgefangen. Man erhält auf diese Weise ein weitgehend umgesetztes
Produkt der Formel
das in der Reaktion:-lösung gelöst vorliegt und in dieser Form
direkt zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen
verwendet werden kann. -
In einem 1000 Raumteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren
164 Teile 3-Amino-l,N-methyl-acetanilid in 650 Raumteilen
Wasser und 30 Raumteilen Eisessig suspendiert. Zu dieser Suspension gibt man 80 Raumteile Acrylnitril und rührt den Ansatz 10
Stunden bei einer Temperatur von 100°C. Nach dem Abkühlen erhält man eine Suspension von S-N-ß-Cyanäthylämino-ljN-methyl-acetanilin
der Formel
NJI-CH-CII-CN
N-CO-CH
609845/1016
Saugt man das Cyanäthylierungsprodukt ab, so erhält man 176 Teile
S-N-ß-Cyanäthylamino-ljN-mehtyl-acetanilid, was einer Ausbeute von
81 % der Theorie entspricht.
In die wie vorstehend beschrieben/ erhaltene Suspension leitet man
direkt, nachdem mit Stickstoff gespült wurde, bei einer Tempera- . tür von 70 - 8O°C innerhalb von 8 Stunden 220 Raurateile Aethylenoxid
ein. Geringe Mengen an entweichendem Aethylenoxid werden mittels einer Falle abgefangen. Man erhält auf die Weise ein weitgehend
umgesetztes Produkt der Formel
CH2-CH2-OH
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form direkt zur Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen
verwendet werden kann.
In einem lOOO Raumteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren
136 Teile 3-rAmino-formanilid in 550 Reumteilen Wasser und 20
Raumteilen Eisessig suspendiert. Dazu werden 80 Raurateile Acrylnitril
gegeben. Man hält den Ansatz 10 Stunden im Autoklav bei einer Temperatur von rund 110°C. Nach dem Abkühlen erhält man eine
Suspension von 3-(N-ß-Cyanäthylamino)-formanilid der Formel
609845/1016
NH-CHO
die direkt, wie nachstehend beschrieben, weiter umgesetzt werden
kann.
In die erhaltene Suspension leitet man, nachdem mit Stickstoff
gespült wurde, bei einer Temperatur von 70 - 80°C innerhalb von 8 Stunden 130 Raumteile Aethylenoxid ein. Man erhält auf diese
Weise ein weitgehend umgesetztes Produkt, das 3-(N-ß-Cyanäthyl-N-oxäthyl-)amino-formanilid
der Formel
CH0-CH0-CN
iH-CHO CH0-CH0-OH
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form direkt
zur Kupp lungs reaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen
eingesetzt werden kann.
In einem 1000 Raumteile fassenden Rührautoklav werden unter Rühren
212 Teile 3-Amino-benzanilid in 600 Raumteilen Wasser und 20
Raumteilen Eisessig suspendiert. Dazu werden 80 Raumteile Acrylnitril gegeben. Man hält den Ansatz 10 Stunden im Autoklav bei
einer Temperatur von rund 110°C. Nach dem Abkühlen erhält man eine -Suspension von 3-(N-ß-Cyanäthylamino)-benzanilid der Formel
H-CH2-CH2-CN
NH-CO -Cz1H _
6 5
6 5
609845/1016
die unmittelbar, wie nachstehend beschrieben, weiter umgesetzt werden
kann.
In die erhaltene Suspension leitet man, nachdem mit Stickstoff gespült
wurde, bei einer Temperatur von 8O0C innerhalb von 8 Stunden
9,90 Raumteile Aethylenoxid ein.
Man erhält auf diese Weise ein weitgehend umgesetztes Produkt, das
3-(N-ß-Cyanäthyl-N-oxäthyl-amino-benzanilid der Formel
CH2-CH2-OH
NH-CO-CgH5
das in der Reaktionslösung gelöst vorliegt und in dieser Form zur
Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt werden kann.
Kupplungsreaktion bei der Herstellung von Azofarbstoffen eingesetzt werden kann.
809845/1016
Claims (4)
- Patentansprüchel.J Verfahren zur Herstellung von l-(N-ß-Cyanäthylamino)-3-acylamino-benzolen der allgemeinen Formel (1)Ri( ^1I (i)N—CO-R0 R4I Δ R3in v/elcher R- ein Wasserstoff atom, die Methylgruppe oder eine Alkoxygruppe von 1-4 Kohlenstoffatomen, R„ ein V/asserstoff~ atonijeine Alkylgruppe v.3-3 Kohlenstoffatomen oder die Phenylgruppe, Ro ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe von 1 ~ 3 Kohlenstoffatomen, und R> ein Wasserstoff atom oder die ß-Oxäthylgruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, daß man Aminoverbindungen der allgemeinen Formel (2)(2)N-CO-R0 I 2 R3in welcher R^, R0 und R3 die vorstehend genannten Bedeutungen haben, in Yfasser unter Zusatz von 1 bis 30 Gewichtsprozentorganischer Carbonsäuren oder Kohlensäure· mit 1 bis 1,75 Mol Acrylnitril bei 70 - 150° C umsetzt und gegebenenfalls die erhaltenen Verbindungen der Formel (1) , worin R. ein Was~ serstoffatom bedeutet, ohne odex- nach erfolgter Zv/ischenisoliel'ung mit 1 bis 10 Mol Äthylenoxid zwischen 50 und 100 C oxäthyliert.- 19 -S09845/1016ORIGINAL INSPECTED
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung mit Acrylnitril unter Zusatz von Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure oder Buttersäure oder Mischungen aus diesen Säuren vornimmt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 ,dadurch gekennzeichnet, daß man die durch die Umsetzung mit Acrylnitril erhaltene l-(N-ß-Cyanäthylamino)-3-acylamxno-benzol-"Verbindung vor der Umsetzung mit Aethylenoxid durch Zusatz organischer Salze weiter ausfällt und zwischenisoliert.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Umsetzung mit Acrylnitril erhaltene l-(N-ß-Cyanäthylamino)-3-acylamino-benzol- Verbindung vor der Umsetzung mit Aethylenoxid durch Abdampfen eines Teils des wässrigen Reaktionsmediums konzentriert und zwischenisoliert.609845/1016ORIGINAL INSPECTED
Priority Applications (11)
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|---|---|---|---|
| DE2519002A DE2519002C3 (de) | 1975-04-29 | 1975-04-29 | Verfahren zur Herstellung von l-(2-Cyanathylamino)-3-acylaminobenzolen |
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| US05/680,706 US4007213A (en) | 1975-04-29 | 1976-04-27 | Process for preparing 1-(N-β-cyanethylaminol-3-acylaminobenzenes |
| IN737/CAL/1976A IN144534B (de) | 1975-04-29 | 1976-04-27 | |
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