DE2954636C2 - Vulkanisierbare Copolymere und deren Verwendung - Google Patents
Vulkanisierbare Copolymere und deren VerwendungInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
- C08L31/00—Compositions of homopolymers or copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and at least one being terminated by an acyloxy radical of a saturated carboxylic acid, of carbonic acid or of a haloformic acid; Compositions of derivatives of such polymers
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft vulkanisierbare Copolymere auf
der Basis von Vinylcarboxylat, Ethylen, Alkylacrylat,
Alkoxyalkylacrylat und gegebenenfalls einem vernetzbaren
Monomeren sowie deren Verwendung zur Herstellung einer
Kautschukmasse.
Für Kautschukteile, insbesondere Teile von Kraftfahrzeugen und
anderen Maschinen werden neben guten mechanischen Eigenschaften,
z. B. hinsichtlich Zugfestigkeit und elastischem Verhalten, gute
Eigenschaften hinsichtlich Hitze-, Öl- und Witterungsbeständigkeit
gefordert. Ein Kautschuk, der alle Anforderungen
in optimaler Weise erfüllt, ist bisher nicht bekannt.
Bisher hat man für Kautschukteile, die Ölbeständigkeit
aufweisen sollen, gewöhnlich einen Chloroprenkautschuk oder einen
Nitrilkautschuk verwendet. Die Anforderungen bezüglich
Wärmebeständigkeit und Witterungsbeständigkeit (Ozonbeständigkeit)
haben jedoch weiter zugenommen. Es wurden daher
Acrylkautschuke oder Epichlorhydrinkautschuke verwendet, welche
diese Eigenschaften aufweisen. Der Acrylkautschuk weist jedoch
den Nachteil auf, daß er in Heizöl in hohem Maße quillt und
demgemäß nicht für solche Teile verwendet werden kann, die eine
hohe Heizölbeständigkeit aufweisen sollen. Andererseits weist
ein Epichlorhydrinkautschuk den Nachteil eines geringen Fließwiderstandes
auf und wird durch Erhitzen erweicht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist somit die Schaffung eines
vulkanisierbaren Copolymeren, das zu einer Kautschukmasse
verarbeitet werden kann, die ausgezeichnete Eigenschaften
hinsichtlich Wärme-, Öl- (Heizölbeständigkeit) und Witterungsbeständigkeit
aufweist und gleichzeitig hervorragende mechanische
Eigenschaften hat.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch Bereitstellung
von vulkanisierbaren Copolymeren gemäß Anspruch 1, sowie deren
Verwendung zur Herstellung von Kautschukmassen gemäß den
Ansprüchen 2 bis 4.
Die Vinylcarboxylate weisen die Formel
R-COOCH=CH₂ (I)
auf, wobei R für eine C1-4-Alkylgruppe steht. Geeignete
Vinylcarboxylate umfassen Vinylacetat, Vinylpropionat und
Vinylbutyrat. Falls Vinylcaproat (R=C₅-Alkylgruppe) verwendet
wird, wird keine zufriedenstellende Ölbeständigkeit
erreicht.
Die Alkoxyalkylacrylate weisen die Formel
CH₂=CHCOOR₁-O-R₂ (II)
auf, wobei R₁ für eine C1-4-Alkylengruppe steht und R₂
eine C1-4-Alkyl- oder Alkoxygruppe bedeutet. Geeignete
Alkoxyalkylacrylate umfassen Methoxyäthylacrylat, Methoxymethylacrylat,
Äthoxyäthylacrylat, Butoxyäthylacrylat,
Methoxyäthoxyäthylacrylat und Äthoxyäthoxyäthylacrylat.
Die Alkylacrylate wiesen die Formel
CH₂=CHCOO-R₆ (II′)
auf, wobei R₆ für eine C3-8-Alkylgruppe steht. Geeignete
Alkylacrylate umfassen n-Butylacrylat, n-Hexylacrylat,
n-Octylacrylat und 2-Äthylhexylacrylat.
Das Copolymere als Komponenten 15 bis
55 Gew.-Teile eines Vinylcarboxylats (I), 5 bis 20 Gew.-Teile
Äthylen und eines Alkylacrylats (II′) und eines Alkoxyalkylacrylats
(II), wobei eine Gesamtmenge von 100 Gew.-Teilen
der vier Komponenten gebildet wird und das Gewichtsverhältnis
und Alkoxyalkylacrylat (II) zu Alkylacrylat (II′)
mehr als 0,8 beträgt. Falls der Gehalt an Vinylcarboxylat
(I) weniger als 15 Gew.-Teile beträgt, sind die mechanischen
Eigenschaften der Masse schlechter und unbefriedigend.
Wenn andererseits der Gehalt mehr als 55 Gew.-Teile beträgt,
ist die Kältefestigkeit der Masse unbefriedigend.
Falls der Gehalt an Äthylen unter 5 Gew.-Teilen liegt, ist
die Kältefestigkeit der Masse unbefriedigend. Falls andererseits
der Gehalt mehr als 20 Gew.-Teile beträgt, ist
die Ölbeständigkeit der Masse unbefriedigend. Der Gehalt
an Äthylen liegt vorzugsweise in einem Bereich von 5 bis
10 Gew.-Teilen.
Das Gewichtsverhältnis von Alkoxyalkylacrylat (II) zu
Alkylacrylat (II′) beträgt mehr als 0,8. Falls es weniger
als 0,8 beträgt, ist die Ölbeständigkeit unbefriedigend.
Das Alkylacrylat (II′) wird dem Copolymeren einverleibt,
um der Masse eine überlegene Kältefestigkeit zu verleihen,
verglichen mit einer solchen Masse, der nur Alkoxyalkylacrylat
einverleibt wird. Dabei wird das Alkylacrylat
(II′) in einem Verhältnis einverleibt, um eine befriedigende
Ölbeständigkeit der Masse zu gewährleisten. Der Gehalt
an Alkylacrylat (II′) liegt vorzugsweise in einem Bereich
von 10 bis 35 Gew.-Teilen, speziell 15 bis 35 Gew.-
Teilen.
Das Alkoxyalkylacrylat wird dem Copolymeren einverleibt,
um ihm eine überlegene Ölbeständigkeit zu verleihen. Der
Gehalt des Alkoxyalkylacrylats liegt gewöhnlich in dem genannten
Bereich und vorzugsweise in einem Bereich von 15
bis 65 Gew.-Teilen.
Gegebenenfalls werden 0 bis 5 Gew.-Teile der Komponenten mit den
Formeln (III), (IV) oder (V) einverleibt. Geeignete Verbindungen
der Formel (III) umfassen Glycidylacrylat und Glycidylmethacrylat.
Geeignete Verbindungen der Formel (IV) umfassen Vinylglycidylether,
Allylglycidyläther und Methallylglycidyläther. Geeignete
Verbindungen der Formel (V) umfassen Vinylchloracetat
und 2-Chloräthylvinyläther.
Die Verbindungen (III), (IV) und (V) schaffen die Vernetzungsstellen
in der erfindungsgemäßen Masse, wodurch das
Vernetzen der Masse mit einer polyfunktionellen Verbindung,
wie einem Polyamin, sowie Peroxiden durchgeführt werden
kann. Das Vernetzen kann in heißer Luft durchgeführt werden.
Falls der Gehalt an den Verbindungen (III), (IV)
oder (V) zu hoch ist, ist jedoch auch der Vernetzungsgrad
zu hoch, um eine befriedigende mechanische Festigkeit zu
erreichen. Daher liegt der Gehalt an den Verbindungen (III),
(IV) oder (V) gewöhnlich in einem Bereich von 0 bis 5 Gew.-
Teilen und bevorzugt 0,3 bis 3 Gew.-Teilen. Falls mehr als
5 Gew.-Teilen verwendet werden, ist der Vernetzungsgrad zu
hoch, um noch eine befriedigende mechanische Festigkeit
des Produktes zu erhalten.
Das erfindungsgemäße Copolymere wird
durch Copolymerisation von Monomeren hergestellt,
wobei die Monomeren im wesentlichen in gleichen Verhältnissen
wie die Bestandteile des Copolymeren vorliegen. Die
Copolymerisation kann mittels Emulsionspolymerisation, Substanzpolymerisation, Polymerisation in Lösungsmitteln
durchgeführt werden. Vorzugsweise werden die
Copolymeren durch Emulsionspolymerisation hergestellt.
Um ein Copolymeres mit einer Äthylen-Komponente herzustellen,
kann die Polymerisation in einer Äthylenatmosphäre
unter Druck durchgeführt werden. Die Polymerisation wird
gewöhnlich nach einem Verfahren durchgeführt, das ähnlich
dem der herkömmlichen Copolymerisation von Äthylen-Vinylacetat
ist.
Das Copolymer weist bei 100°C eine Mooney-Viskosität(ML1+4)
von 35 bis 50 auf, gemessen mit dem Mooney-Viskosimeter.
Das Vernetzen wird durchgeführt,
indem man dem Copolymeren 0,3 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise
0,5 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Copolymere,
eines Vernetzungsmittels einverleibt. Falls der Gehalt an
Vernetzungsmittel geringer als 0,3 Gew.-% ist, wird
keine befriedigende Vernetzung bewirkt, während andererseits
bei einem Gehalt von mehr als 10 Gew.-% ein Übermaß
an Vernetzung oder ein Anvulkanisieren bewirkt wird. Geeignete
Vernetzungsmittel umfassen Peroxide, wie Benzoylperoxid,
2,4-Dichlorbenzoylperoxid, 1,1-Di-(t-butylperoxy)-
3,3,5-trimethylcyclohexan, n-Butyl-4,4-bis-(-butylperoxy)-
valerat, Dicumylperoxid, Di-t-butylperoxy-diisopropylbenzol,
2,5-Dimethyl-2,5-di-(-butylperoxy)-hexan, 2,5-Dimethyl-
2,5-di-(t-butylperoxy)-hexin-3.
Als Vernetzungsmittel für ein Copolymerisat, welches irgendeine
der Komponenten (III), (IV) oder (V) aufweist, kann
ein epoxidringspaltendes Mittel verwendet werden. Geeignete
Mittel umfassen Polyamine,
wie Tetraäthylenpentamin, Hexaäthylentetramin, Hexamethylendiamincarbamat,
N,N′-Dicinnamyliden-1,6-hexandiamin,
und thermisch zersetzbare Ammoniumsalz, wie Ammoniumbenzoat,
Ammoniumcitrat und Ammoniumtartrat. Das Vernetzungsmittel
kann mit einem Dithiocarbamat (Metallsalzen),
einem Thiuram oder Schwefel kombiniert werden.
Um den Kautschukprodukten besonders vorteilhafte Eigenschaften
zu verleihen, werden der Kautschukmasse vorzugsweise
Füllstoffe mit Verstärkerwirkung einverleibt. Derartige
Füllstoffe umfassen Ruß, Kieselsäureanhydrid,
Kieselsäurehydrat, harten Ton, oberflächenbehandeltes
Calciumcarbonat und Mikrotalkum. Die Füllstoffe
werden in einem Verhältnis von 10 bis 200 Gew.-Teilen und
speziell 30 bis 100 Gew.-Teilen/100 Gew.-Teile des Copolymeren
zusammen mit dem Vernetzungsmittel der Kautschukmasse
einverleibt.
Um die Bearbeitbarkeit und andere Eigenschaften zu modifizieren,
kann man der Kautschukmasse ein Gleitmittel, wie
Stearinsäure und deren Metallsalz; einen Füllstoff, wie
weichen Ton, ausgefälltes Calciumcarbonat, gemahlenes Calciumcarbonat
und Talkum; einen Weichmacher vom Petroleumtyp;
einen Weichmacher, wie z. B. einen synthetischen Polyester,
einen Polyoxyäthylenester oder einen Weichmacher
vom Äthertyp; und ein Antioxidans einverleiben.
Wenn die Copolymerisation dadurch ausgeführt wird, daß man
mit der Verbindung (V) die Vernetzungsstellen bildet, kann
ein Stearinsäuresalz die Funktion eines Vernetzungsmittels
übernehmen. Es ist jedoch bei dieser Kombination Vorsicht
geboten.
Als Antioxidans kann eines der zur Stabilisierung von Polymeren
üblichen Antioxidantien verwendet werden. Geeignete
Antioxidantien umfassen Antioxidantien vom Amintyp, wie
N-Phenyl-N′-isopropyl-p-phenylendiamin, Phenyl-α-naphthylamin,
Acrylsäureester mit einer aromatischen Aminkomponente,
ein polykondensiertes Trimethyldihydrochinolin-Produkt;
Antioxidantien vom Phenoltyp, wie 3,5-Di-t-butyl-4-hydroxytoluol,
1,3,5-Trimethyl-2,4,6-tris-(3,5-di-t-butyl-4-
hydroxybenzyl)-benzol, Octadecyl-3-(3,5-di-ti-butyl-4-
hydroxyphenyl)-propionat, 4,4′-Thio-bis-(6-t-butyl-3-methylphenol);
Antioxidantien vom Dithiosäuretyp, wie Nickeldibutyldithiocarbamat
und Dilauryldithiopropionat; Antioxidantien
vom Phosphorsäureestertyp, wie Tris-(nonylphenyl)-
phosphit u. dgl. Man kann ein oder mehrere Antioxidantien
einverleiben.
Das Einverleiben der verschiedenen Additive in die Copolymermasse
kann nach herkömmlichen Knetverfahren, wie sie
in der Kautschukindustrie gebräuchlich sind, durchgeführt
werden. Gegebenenfalls ist es möglich, ein Naß-Masterbatchverfahren
durchzuführen, bei dem Ruß und andere Additive
einer Aufschlämmung des Copolymeren, wie sie im Zuge der
Polymerisation erhalten wird,
einverleibt werden, woraufhin man die Mischung trocknet.
Die Kautschukmasse kann durch Vernetzen der
Mischung, welche durch Kneten des Copolymeren, der Additive
und des Vernetzungsmittels erhalten wurde, mittels eines
beliebigen, herkömmlichen Vulkanisationsverfahren
erhalten werden.
Die Reaktionsbedingungen bei der Vernetzung, d. h. der Vulkanisation,
hängen von der Art und der Menge des Vernetzungsmittels
ab. Das Vernetzen wird gewöhnlich bei 120 bis 200°C
während etwa 2 bis 200 Minuten durchgeführt. Das Copolymere
kann mit unterschiedlichen Vernetzungsgeschwindigkeiten
vernetzt werden. Dabei hängt die Vernetzungsgeschwindigkeit
von der Art des Vernetzungsmittels ab. Es ist möglich, dem
Copolymeren Schwefel zusammen mit dem Vernetzungsmittel
einzuverleiben.
Bei der Herstellung der Kautschukmasse
durch die Vernetzungsreaktion ist es auch möglich, das
Copolymere anderen Kautschukpolymerisaten, wie EPDM, NBR,
Chloroprenkautschuk, Naturkautschuk, Styrol-Butadien-Kautschuk,
Butadienkautschuk, Butylkautschuk und Isoprenkautschuk,
zuzumischen. Dadurch kann die Öl- und
die Witterungsbeständigkeit der Masse verbessert werden,
während die mechanischen Eigenschaften des Kautschukpolymerisats
auf einem geeigneten Niveau gehalten werden.
Die resultierende Kautschukmasse kann vor
oder während der Vernetzung mittels eines beliebigen Kautschukformverfahrens
geformt werden, um Kautschukteile
(Gummiteile) zu erhalten, die für Verwendungszwecke geeignet
sind, bei denen eine hohe Öl-, Wärme-
und Witterungsbeständigkeit zusammen mit guten
mechanischen Eigenschaften gefordert wird. Derartige Verwendungszwecke
sind z. B. Gummiteile für Kraftfahrzeuge,
insbesondere solche Teile, die wie Treibstoffschläuche
hohe Ölbeständigkeit aufweisen müssen, sowie Maschinenteile,
die mit heißem Schmieröl in Berührung kommen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen und
Vergleichsbeispielen näher erläutert.
Die Copolymerstrukturen werden
mittels der im folgenden beschriebenen Analysenverfahren
für die Komponenten bestimmt.
Es wird eine Lösung des Copolymeren hergestellt und eine
wäßrige Lösung von Natriumhydroxid zugesetzt. Dabei tritt
eine Hydrolyse des Copolymeren ein. Nach der Hydrolyse
wird der Gehalt an -COONa in der Lösung durch potentiometrische
Titration bestimmt. Die freie Carbonsäure, der
Alkohol und der Alkoxyalkohol in der Lösung werden von dem
hydrolysierten Copolymeren vollständig abgetrennt. Die
freie Carbonsäure wird durch Titration bestimmt. Der Alkohol
wird durch Gaschromatographie bestimmt. Die Gehalte an
Vinylcarboxylat, Alkylacrylat und Alkoxyalkylacrylat werden
berechnet. Falls als Komponente die Verbindung (III),
(IV) oder (V) eingeschlossen ist, werden die Verbindungen
(III), und (IV) durch quantitative Analyse der Epoxygruppe
und die Verbindung (V) durch quantitative
Analyse des Chloratoms bestimmt. Der Gehalt an der
Äthylenkomponente wird durch Subtraktion der Gehalte
aller übrigen Komponenten von dem Gesamtgewicht des Copolymeren
berechnet.
In einem 40 l Autoklaven werden 16,2 kg einer wäßrigen Lösung,
enthaltend 530 g PVA, 21,6 g Natriumacetat, 32,4 g
Rongalit, 1,08 g Äthylendiamin-tetraessigsäure und 0,54 g
Eisen(II)-sulfat gegeben. Dann werden 5,4 g Vinylacetat
unter Rühren zugesetzt, um die Mischung zu emulgieren. Der
Autoklav wird mit Stickstoffgas gespült und Äthylenmonomer
von oben unter Druck eingeleitet. Der Partialdruck des
Äthylens wird bei einer Polymerisationstemperatur von 55°C
auf 50 kg/cm² eingestellt. Dann werden eine Mischung von
2,7 kg n-Butylacrylat, 2,7 kg 2-Methoxyäthylacrylat sowie
eine 1%ige wäßrige Lösung von Ammoniumpersulfat jeweils
durch verschiedene Einlässe tropfenweise zugesetzt. Die Zugabe
geschieht während 8 bis 10 h, wobei die Polymerisation
stattfindet. Nach der Polymerisation wird restliches
Monomeres entfernt und die resultierende Emulsion des Copolymeren
mittels einer 3%igen wäßrigen Boraxlösung koaguliert.
Das Produkt wird abgetrennt, entwässert und auf zwei
Walzen bei 120 bis 130°C getrocknet, um das Polymere zu
erhalten. Die Zusammensetzungen und die Ausbeuten der
Copolymeren sind in Tabelle 1 zusammengestellt. Das Copolymere
wird mit den folgenden Additiven vermischt. Die Mischung
wird mittels 8 Zoll (ca. 20-cm)-Walzen bei 40°C
geknetet und daraufhin 30 min bei 160°C preßvulkanisiert.
Man erhält eine vulkanisierte Platte mit den Maßen
15 cm × 15 cm und einer Dicke von 2 mm. Die physikalischen
Eigenschaften jeder Probe werden bestimmt. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 1 aufgeführt.
| Gew.-Teile | |
| Copolymer | |
| 100 | |
| Antioxidans (NOCRAC 224) | 1 |
| Stearinsäure | 1 |
| Ruß SRF-LM | 60 |
| Dicumylperoxid | 1,5 |
| Triallylcyanurat | 2,0 |
Das Verfahren und die Eigenschaftsbestimmungen werden gemäß
Beispiel 1 wiederholt, wobei man jedoch das Verhältnis
der Monomeren (10,8 kg der Gesamtmenge an Vinylacetat,
n-Butylacrylat und 2-Methoxyäthylacrylat) und den Partialdruck
des Äthylens in einem Bereich von 30 bis 70 kg/cm²
variiert. In Tabelle 1 sind die Ergebnisse zusammengestellt.
In einen 40 l Autoklaven werden 16,2 kg einer wäßrigen Lösung,
enthaltend 520 g Natriumdocecylbenzolsulfonat, 21,6 g
Natriumacetat, 32,4 g Rongalit, 1,08 g Äthylendiamintetraessigsäure
und 0,54 g Eisen(II)-sulfat, gegeben. Vinylacetat
wird unter Rühren zugesetzt, um die Mischung zu
emulgieren. Der Autoklav wird mit Stickstoffgas gespült und
das Äthylenmonomere von oben unter Druck eingeleitet. Der
Partialdruck des Äthylens bei einer Polymerisationstemperatur
von 45°C variiert bei diesen Beispielen im Bereich
von 60 bis 150 kg/cm². Dann werden eine Mischung aus n-Butylacrylat,
2-Methoxyäthylacrylat und 162 g Glycidylmethacrylat
sowie eine 1%ige wäßrige Lösung von Ammoniumpersulfat
aus verschiedenen Einlässen tropfenweise zugegeben.
Die Zugabe erfolgt während 8 bis 12 h, wobei die Polymerisation
stattindet. Die Gesamtmenge an Vinylacetat,
n-Butylacrylat und 2-Methoxyäthylacrylat beträgt 10,8 kg,
jedoch wird das Verhältnis der Monomeren in den Beispielen
variiert.
Das jeweilige Copolymere wird
mit den folgenden Additiven vermischt, die Mischung wird
mittels 8 Zoll (etwa 20 cm)-Walzen bei 50°C geknetet und
anschließend während 30 min bei 160°C preßvulkanisiert.
Dabei wird eine vulkanisierte Platte mit den Maßen
15 cm × 15 cm und einer Dicke von 2 mm hergestellt. Von
jeder Probe werden die physikalischen Eigenschaften bestimmt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
| Gew.-Teile | |
| Copolymer | |
| 100 | |
| Antioxidans (NOCRAC 224) | 1 |
| Stearinsäure | 1 |
| Ruß HAF | 40 |
| Tetraäthylenpentamin | 1 |
In einem 40 l Autoklaven werden 16,2 kg einer wäßrigen Lösung,
enthaltend 530 g PVA, 21,6 g Natriumacetat, 32,4 g
Rongalit, 1,08 g Äthylendiamin-tetraessigsäure und 0,54 g
Eisen(II)-sulfat, gegeben. Vinylacetat wird unter Rühren
zugesetzt, um die Mischung zu emulgieren. Der Autoklav wird
mit Stickstoffgas gespült und das Äthylenmonomere von oben
unter Druck eingeleitet. Der Partialdruck des Äthylens
variiert in den Beispielen in einem Bereich von 30 bis
150 kg/cm² bei einer Polymerisationstemperatur von 45°C.
Dann werden eine Mischung von n-Butylacrylat, 2-Methoxyäthylacrylat
und 162 g Glycidylmethacrylat sowie eine
1%ige wäßrige Lösung von Ammoniumpersulfat durch verschiedene
Einlässe tropfenweise zugegeben. Die Zugabe erfolgt
während 8 bis 12 h, wobei die Polymerisation stattfindet.
Die Gesamtmenge an Vinylacetat, n-Butylacrylat und 2-Methoxyäthylacrylat
beträgt 10,8 kg, wobei die Verhältnisse
der Monomeren in den Beispielen variieren. Nach der Polymerisation
wird restliches Monomeres entfernt und
die resultierende Emulsion mittels einer wäßrigen Boraxlösung
koaguliert. Das Produkt wird abgetrennt, entwässert
und auf Walzen getrocknet, um das Copolymere zu erhalten.
Die Zusammensetzungen und Ausbeuten der Copolymeren sind
in Tabelle 3 zusammengestellt. Jedes Copolymere wird mit
den folgenden Additiven vermischt. Die Mischung wird mittels
8 Zoll (ca. 20 cm)-Walzen bei 40°C verknetet, 30 min
bei 170°C preßvulkanisiert und 8 h bei 150°C in einem Geerofen
nachvulkanisiert. Man erhält vulkanisierte Platten
mit den Abmessungen 15 cm × 15 cm und einer Dicke von 2 mm.
Die physikalischen Eigenschaften jeder Probe werden bestimmt.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 aufgeführt.
| Gew.-Teile | |
| Copolymeres | |
| 100 | |
| Antioxidans (NOCRAC TNP) | 1 |
| Stearinsäure | 1 |
| Ruß FEF | 40 |
| Ammoniumbenzoat | 1 |
Gemäß dem Verfahren von Beispiel 7 werden jeweils Copolymere
hergestellt, wobei jedoch Äthylen unter einem Partialdruck
von 50 kg/cm² bei einer Polymerisationstemperatur
von 55° eingeleitet wird und wobei die Verhältnisse von
Vinylacetat, n-Butylacrylat, 2-Methoxyäthylacrylat, Äthylen
und Glycidylmethacrylat variiert werden. Durch Vermischen
des Copolymeren mit den folgenden Additiven werden jeweils
vulkanisierte Platten hergestellt und deren physikalische
Eigenschaften bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4
aufgeführt.
| Gew.-Teile | |
| Copolymeres | |
| 100 | |
| Antioxidans (NOCRAC NS-6) | 1 |
| Stearinsäure | 1 |
| Ruß SRF-LM | 60 |
| Weichmacher (Emulgen 109P, hergestellt von Kao Soap) | 7 |
| Hexamethylendiamincarbamat | 1 |
In einen 40 l Autoklaven werden jeweils 16,2 kg einer wäßrigen
Lösung, enthaltend 530 g PVA, 21,6 g Natriumacetat,
34,2 g Rongalit, 1,08 g Äthylendiamin-tetraessigsäure und
0,54 g Eisen(II)-sulfat, gegeben. Die Lösung wird jeweils
mit 5,4 kg Vinylcarboxylat versetzt, wobei man rührt, um
die Mischung zu emulgieren. Der Autoklav wird mit Stickstoffgas
gespült und das Äthylenmonomere von oben unter
Druck eingeleitet. Der Druck des Äthylens wird bei 45°C
auf 50 gk/cm² eingestellt. Dann werden eine Mischung von
2,7 kg n-Butylacrylat, 2,7 kg 2-Methoxyäthylacrylat und
162 g Glycidylmethacrylat sowie eine 1%ige wäßrige Lösung
von Ammoniumpersulfat durch verschiedene Einlässe tropfenweise
zugegeben. Die Zugabe erfolgt während 8 bis 10 h,
wobei die Polymerisation stattfindet. Nach der Polymerisation
wird das restliche Monomere entfernt und die resultierende
Emulsion des Copolymeren mittels einer wäßrigen
Boraxlösung koaguliert. Das Produkt wird abgetrennt, entwässert
und auf Walzen getrocknet, um das Copolymere zu
erhalten. Die Zusammensetzung und die Ausbeuten an Copolymeren
sind in Tabelle 5 zusammengestellt. Jedes Copolymere
wird mit den folgenden Additiven vermischt. Die Mischung
wird mittels 8 Zoll (ca. 20 cm)-Walzen bei 50°C geknetet
und 30 min bei 160°C preßvulkanisiert. Man erhält eine
vulkanisierte Platte mit den Maßen 15 cm × 15 cm und
einer Dicke von 2 mm. Die physikalischen Eigenschaften jeder
Probe werden bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5
aufgeführt.
| Gew.-Teile | |
| Copolymer | |
| 100 | |
| Antioxidans (NOCRAC 224) | 1 |
| Stearinsäure | 1 |
| Ruß HAF | 40 |
| Tetraäthylenpentamin | 1 |
In einen 40 l Autoklaven gibt man 16,2 kg einer wäßrigen Lösung,
enthaltend 530 g PVA, 21,6 g Natriumacetat, 32,4 g
Rongalit, 1,08 g Äthylendiamin-tetraessigsäure und 0,54 g
Eisen(II)-sulfat. Dann werden 5,4 kg Vinylacetat unter
Rühren zugesetzt, um die Mischung zu emulgieren. Der Autoklav
wird mit Stickstoffgas gespült und das Äthylenmonomere
von oben unter Druck eingeleitet. Der Partialdruck des
Äthylens wird bei einer Polymerisationstemperatur von 45°C
auf 50 kg/cm² eingestellt. Sodann werden eine Mischung aus
2,7 kg 2-Äthylhexylacrylat und 2,7 kg 2-Methoxyäthylacrylat
und 216 g Vinylchloracetat sowie eine 1%ige wäßrige Lösung
von Ammoniumpersulfat durch verschiedene Einlässe tropfenweise
eingeleitet. Die Zugabe erfolgt während 8 bis 10 h,
wobei die Polymerisation stattfindet. Nach der Polymerisation
wird das restliche Monomere entfernt und die resultierende
Emulsion des Copolymeren mittels einer 3%igen wäßrigen
Boraxlösung koaguliert. Das Produkt wird abgetrennt, entwässert
und auf Walzen getrocknet, um das Copolymere zu
erhalten. Die Zusammensetzung des Copolymeren ist in
Tabelle 6 aufgeführt. Die Ausbeute beträgt 10,7 kg. Das
Copolymere wird mit den folgenden Additiven vermischt. Die
Mischung wird bei 50°C mittels 8 Zoll (ca. 20 cm)-Walzen
verknetet und dann 30 min bei 160°C preßvulkanisiert. Man erhält
eine vulkanisierte Platte mit den Abmessungen
15 cm × 15 cm und einer Dicke von 2 mm. Die physikalischen
Eigenschaften der Probe werden bestimmt. Die Ergebnisse
sind in Tabelle 6 aufgeführt.
| Beispiel 14 | ||
| Zusammensetzung (Gew.-Teile) | ||
| Vinylacetatkomp. | 43 | |
| 2-Äthylhexylacrylatkomp. | 21 | |
| 2-Methoxyäthylacrylatkomp. | 24 | |
| Äthylenkomp. | 12 | |
| Vinylchloracetatkomp. | 1,4 | |
| Additive (Gew.-Teile) @ | Copolymeres | 100 |
| Antioxidans (NOCRAC 224) | 1 | |
| Stearinsäure | 1 | |
| Ruß FEF | 20 | |
| Calciumcarbonat | 60 | |
| Tetraäthylenpentamin | 1 | |
| Physik. Eigenschaften @ | TB (kg/cm²) | 111 |
| EB (%) | 420 | |
| Hs | 57 | |
| Wärmebeständigkeit @ | AR (TB) (%) | 98 |
| AR (EB) (%) | 83 | |
| ΔHs | +3 | |
| Ölbeständigkeit @ | ΔV (%) | 30 |
| Kältefestigkeit @ | Tb (°C) | -20 |
Claims (4)
1. Vulkanisierbare Copolymere auf der Basis von Vinylcarboxylat,
Ethylen, Alkylacrylat, Alkoxyalkylacrylat und
gegebenenfalls einem vernetzbaren Monomeren,
dadurch gekennzeichnet, daß das Copolymere Struktureinheiten
enthält, die aus 15 bis 55 Gew.-Teilen eines
Vinylcarboxylats der Formel (I); 5 bis 20 Gew.-Teilen Ethylen;
einem Alkylacrylat der Formel (II′) einem Alkoxyalkylacrylat
der Formel (II) (Gew.-Teile bezogen auf 100 Gew.-Teile einer Gesamtmenge
der genannten vier Komponenten, wobei das Gewichtsverhältnis
des Alkoxyalkylacrylats (II) zu dem Alkylacrylat (II′) mehr
als 0,8 beträgt); und 0 bis 5 Gew.-Teilen Komponenten der
Formeln (III), (IV) oder (V) stammen;
RCOO-CH=CH₂ (I)wobei R für eine C1-4-Alkylgruppe steht;CH₂=CHCOO-R₆ (II′)wobei R₆ für eine C3-8-Alkylgruppe steht;CH₂=CHCOO-R₁-O-R₂ (II)wobei R₁ für eine C1-4-Alkylgruppe steht und R₂
eine C1-4-Alkyl- oder Alkoxyalkylgruppe bedeutet;
wobei R₃ ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe
bedeutet;
wobei R₄ für eine Vinyl, Allyl- oder Methallylgruppe
steht;CH₂=CH-O-R₅ (V)wobei R₅ für eine CH₂Cl-CH₂- oder CH₂Cl-CO-Gruppe
steht.
2. Verwendung der vulkanisierbaren Copolymere nach Anspruch
1 zur Herstellung einer Kautschukmasse, dadurch gekennzeichnet,
daß man das Copolymere mit 0,3 bis 10 Gew.-%,
bezogen auf das Copolymere, eines Vernetzungsmittels für das
Copolymere sowie üblichen Additiven vermischt und gegebenenfalls
mit einem verstärkenden Füllstoff in einem Verhältnis
von 10 bis 200 Gew.-%, bezogen auf das Copolymere, vermischt
und nachfolgend vulkanisiert.
3. Verwendung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Additive mittels eines nassen Masterbatchverfahrens
einverleibt.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 2 und 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vulkanisation in der Presse erfolgt.
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