DE3029148C2 - Klimaanlage mit einer Regelvorrichtung - Google Patents

Klimaanlage mit einer Regelvorrichtung

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Yasuhumi Gifu Kojima
Atsunori Saito
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Klimaanlage mit einer Regelvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Eine solche Klimaanlage ist in der US-PS 33 15 730 beschrieben. Insbesondere handelt es sich bei der bekannten Klimaanlage wie auch bei der vorliegenden Klimaanlage um eine Auto-Klimaanlage. Solche Klimaanlagen sind erfahrungsgemäß deshalb nicht einfach zu regeln, weil einmal sehr häufig die Soll-Temperatur verstellt wird und zum anderen die die Temperatur im Fahrgastraum beeinflussenden Parameter ständig und rasch wechseln. Ein solcher Parameter ist zum Beispiel die Außentemperatur, die sich während der Fahrt häufig ändert.
  • Zur Erläuterung der eingangs erwähnten bekannten Klimaanlage sei zunächst die Fig. 1 betrachtet, die anhand eines Blockschaltbilds das Prinzip der Regelung der bekannten Klimaanlage veranschaulicht.
  • Wie in Fig. 1 gezeigt ist, enthält eine herkömmliche Steuerung für eine Klimaanlage einen Temperaturwähler 1 zum Bereitstellen eines Ausgangssignals, das kennzeichnend ist für eine gewünschte Temperatur T set der Luft in einem zu klimatisierenden Raum oder Bereich. Ferner enthält die Regelung einen Fahrgastraum-Sensor 2 zum Abgeben eines Ausgangssignals, das kennzeichnend ist für die tatsächliche oder Ist-Temperatur T r der Luft in dem Raum, und einen Detektor 3, der auf die Ausgangssignale des Temperaturwählers 1 und des Sensors 2 anspricht, um jede Abweichung zwischen der gewünschten oder Soll-Temperatur T set und der Ist-Temperatur T r zu erfassen und ein Ausgangssignal zu erzeugen, das kennzeichnend ist für die erfaßte Abweichung. Ein Temperaturregler 4 empfängt das Ausgangssignal von dem Detektor 3, um die Temperatur des Luftstroms nach Maßgabe der Abweichung zu regeln, um so die Ist-Temperatur T r auf die Soll- Temperatur T set einzuregeln und sie bei letzterer zu halten.
  • Während des Betriebs des Temperaturreglers 4 erzeugt der Sensor 2 ein Rückkopplungssignal, das kennzeichnend ist für jede Änderung der Ist-Temperatur in dem Raum, und der Regler 4 regelt die Ist-Temperatur T r auf die Soll- Temperatur T set ansprechend auf das vom Sensor 2 kommende Rückkopplungssignal ein. In diesem Beispiel schwankt die Wärmebelastung in dem Raum entsprechend den Änderungen der äußeren Umgebungstemperatur T am , und folglich schwankt die Ist-Temperatur T r aufgrund der Verzögerung der Wärmeübertragung in dem Raum. Um die Schwankungen der Ist- Temperatur in dem Raum einzuschränken, sind ein Außensensor 6 und ein Addierer 7 vorgesehen, um die Schwankungen der Wärmebelastungen, die hervorgerufen werden durch eine Änderung der äußeren Umgebungstemperatur T am , vorab zu kompensieren.
  • Unter der Voraussetzung, daß die Luftstromstärke einen konstanten Wert hat, wird mit der oben erläuterten Regelung die Temperatur des Luftstroms durch den Regler 4 gemäß nachstehender Gleichung eingestellt:
    T ao = K set · T set - K am · T am - K r · -T r + C,
    wobei T set die Soll-Temperatur in dem Raum, T am die äußere Umgebungstemperatur, T r die Ist-Temperatur in dem Raum, C eine Konstante und K set , K am sowie K r Verstärkungsfaktoren des Wählers 1 des Sensors 6, bzw. des Sensors 2 sind, die vorab bestimmt werden, um die Ist- Temperatur T r im Sinne einer Annäherung an die Soll- Temperatur T set einzuregeln, ohne daß irgendwelche Beeinflussungen durch Änderungen der äußeren Umgebungstemperatur stattfinden. Wenngleich bei der Regelung der Klimaanlage die äußere Umgebungstemperatur gemessen wird, um die Temperatur des Luftstroms nach Maßgabe der Schwankungen der Wärmebelastung in dem Raum zu kompensieren, wird nicht berücksichtigt, die Temperatur des Luftstroms zu kompensieren im Hinblick auf eine andere Schwankung der Wärmebelastung, verursacht durch die Intensität und Richtung der in den Raum einfallenden Sonnenstrahlung, eine Änderung der Fahrzeuggeschwindigkeit, eine Änderung der Anzahl von Fahrgästen und dergleichen, da die Konstante C einen festen Wert aufweist, der auf experimentellem Wege bestimmt wurde. Hierdurch ergibt sich aufgrund der nicht berücksichtigten Schwankung der Wärmebelastung eine Abweichung der Ist-Temperatur von der gewünschten oder Soll-Temperatur.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Klimaeinrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der weitestgehend unabhängig von sich rasch ändernden äußeren Störeinflüssen eine möglichst konstante und rasche Einregelung der Ist-Temperatur auf die gewünschte Soll-Temperatur erfolgt.
  • Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
  • Bei der erfindungsgemäßen Klimaanlage mit Regelvorrichtung läßt sich die Stärke des in den zu klimatisierenden Raum eingeblasenen Luftstroms regeln. Ein Wärmebelastungssensor ermittelt die von zusätzlichen Wärmequellen herrührenden zusätzlichen Belastungen, zum Beispiel die Intensität der Sonneneinstrahlung. Entsprechend der eingestellten Luftstromstärke wird ein mehr oder weniger starker Luftstrom in den zu klimatisierenden Bereich eingeblasen. Die Temperatur des Luftstroms wird von der erfindungsgemäßen Regelvorrichtung unter Berücksichtigung der Soll-Temperatur, der Ist- Temperatur, der Umgebungstemperatur, der zusätzlichen Wärmebelastung durch beispielsweise Sonneneinstrahlung gegebenenfalls unter Berücksichtigung eines Kompensationswerts berechnet. Hierzu wird ein Zwischenwert ermittelt, aus dem die Wärmemenge ermittelt wird, die benötigt wird, um in dem zu klimatisierenden Bereich die gewünschte Temperatur zu erreichen.
  • Es werden wiederholt erste Abweichungswerte zwischen zeitlich benachbarten Werten der Ist-Temperatur ermittelt. Außerdem werden zweite Abweichungswerte ermittelt, die jeweils die Differenz zwischen der Soll-Temperatur und der Ist-Temperatur darstellen. Anhand der ersten und der zweiten Abweichung läßt sich beurteilen, ob die Ist-Temperatur sich langsam oder schnell ändert bzw. ob die Abweichung der Ist-Temperatur von der Soll-Temperatur groß oder klein ist. Bei nur geringfügiger laufender Änderung der Ist-Temperatur und bei großer Abweichung zwischen Soll- und Ist-Temperatur wird der vorher gemessene Wert der zweiten Abweichung zu dem momentanen Wert der zweiten Abweichung addiert. Hierdurch gewinnt man einen "Kompensationswert", der bei der Berechnung der Temperatur des Luftstroms berücksichtigt wird. Die oben genannte Situation, also nur geringe Änderung der Ist-Temperatur, einhergehend mit einer noch sehr starken Differenz zwischen Soll- und Ist-Temperatur, wird erfindungsgemäß dadurch berücksichtigt, daß der Kompensationswert eine relativ starke Änderung der Luftstrom-Temperatur hervorruft, mit dem Ziel, die Ist- Temperatur möglichst rasch auf die Soll-Temperatur einzuregeln. Damit der durch die Addition des alten und des neuen Wertes der zweiten Abweichung gewonnene Kompensationswert nicht zu groß wird, wird dieser Abschnitt des Regelvorgangs nur in bestimmten Zeitintervallen ausgeführt.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
  • Fig. 2 ein schematisches Blockdiagramm einer für eine Kraftfahrzeug-Klimaanlage ausgelegten elektrischen Regelvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung,
  • Fig. 3 ein den Betrieb des in Fig. 2 als Block gezeigten Digitalrechners veranschaulichenden Flußdiagramms, und
  • Fig. 4 eine grafische Darstellung der Änderung der tatsächlichen Fahrgastraumtemperatur in bezug auf die verstrichene Zeit.
  • Fig. 2 zeigt schematisch eine für eine Kraftfahrzeug- Klimaanlage ausgelegte elektrische Regelvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, wobei die Kraftfahrzeug- Klimaanlage herkömmlich ausgebildet ist. Die Klimaanlage enthält einen Luftkanal 10, durch den der Luftstrom in Richtung auf den Fahrgastraum des Automobils strömen kann. In dem Luftkanal 10 sind ein Gebläse 11, ein Verdampfer 12 und ein Heizkörper 13 angeordnet. Der Verdampfer 12 arbeitet mit einem (nicht dargestellten) Kühlmittelkompressor zusammen, um die von dem Gebläse 11 kommende in Richtung auf eine Luftmischklappe 14 durchströmende Luft zu kühlen, wie es aus dem Stand der Technik bekannt ist. Die Luftmischklappe 14 ist in herkömmlicher Weise derart angeordnet, daß sie das Verhältnis der von dem Verdampfer 12 kommenden und in den Fahrgastraum strömenden gekühlten Luft und der von dem Heizkörper 13 kommenden und in den Fahrgastraum strömenden warmen Luft reguliert. Der Heizkörper 13 arbeitet mit einem (nicht dargestellten) Kühlsystem des Fahrzeugmotors zusammen, um die von dem Verdampfer 12 kommende gekühlte Luft teilweise aufzuwärmen.
  • Die elektrische Regelvorrichtung enthält einen Analog/ Digital-(A/D-)Wandler 20, an den verschiedene Sensoren 15bis 17, ein Fahrgastraum-Temperaturwähler 18 und ein Luftstromwähler 19 angeschlossen sind. Der Fahrgastraumsensor 15 ist auf einer Instrumententafel des Fahrgastraums vorgesehen, so daß er die Ist-Temperatur T r der Luft in dem Fahrgastraum ermittelt und ein Analogsignal erzeugt, dessen Pegel der tatsächlichen Fahrgastraumtemperatur T r entspricht. Der Außensensor 16 ist in der Nähe des Lüftergrills des Automobils angeordnet, um die tatsächliche Umgebungstemperatur T am außerhalb des Automobils zu ermitteln. Der Senor 16 erzeugt ein Analogsignal, dessen Pegel der tatsächlichen Umgebungstemperatur T am entspricht. Der Sonnenscheinsensor 16 ist im Fahrgastraum angeordnet, um die tatsächliche Sonnenscheinintensität T s der in den Fahrgastraum von außen einfallenden Sonnenstrahlung zu erfassen und ein Analogsignal zu erzeugen, dessen Pegel der tatsächlichen oder aktuellen Sonnenscheinintensität T s entspricht. Die von den Sensoren 15 bis 17 abgegebenen Analogsignale werden von dem A/D-Wandler 20 sequenziell in Binärsignale umgewandelt, die kennzeichnend sind für die Ist-Fahrgastraumtemperatur T r , die Ist-Umgebungstemperatur T am , bzw. die Ist-Sonnenscheinintensität T s .
  • Der Fahrgastraumwähler 18 ist auf der Instrumententafel derart angebracht, daß er zum Auswählen einer gewünschten Fahrgastraumtemperatur T set gehandhabt werden kann. Er gibt dann ein Analogsignal mit einem Pegel ab, der der ausgewählten oder Ist-Fahrgastraumtemperatur T set entspricht. Der Luftstromwähler 19 ist ebenfalls auf der Instrumententafel angebracht, und er wird von Hand betätigt, um eine gewünschte Menge oder Stärke W des von dem Gebläse 11 in Richtung auf den Verdampfer 12 abzugebenen Luftstroms zu wählen. Der Wähler 19 erzeugt ein Analogsignal mit einem Pegel, der der gewählten oder gewünschten Luftstromstärke W entspricht. Die von den Wählern 18 und 19 kommenden Analogsignale werden durch den A/D- Wandler sequentiell in Binärsignale umgewandelt, die kennzeichnend sind für die gewählte Fahrgastemperatur T set , bzw. die gewählte Luftstromstärke W.
  • Der Digitalrechner 21 ist als Einzelchip-LSI-Mikrocomputer ausgebildet, der von einem (nicht dargestellten) Spannungsstabilisator eine konstante Spannung empfängt, um betriebsbereit zu sein. Der Spannungsstabilisator wird durch die (nicht dargestellte) Autobatterie nach Einschalten der Zündung (nicht gezeigt) gespeist, um die konstante Spannung abzugeben. Der Mikrocomputer 21 enthält eine zentrale Verarbeitungseinheit oder CPU, die über eine Busleitung 21 a an eine Eingabe/Ausgabe-Einheit (E/A), einen Lesespeicher oder ROM und einen Schreib/Lese-Speicher oder RAM angeschlossen ist. Die E/A-Einheit empfängt auf Anforderung durch die CPU von dem A/D-Wandler 20 die Binärsignale, um sie zwischenzeitlich in dem RAM zu speichern. Diese gespeicherten Binärsignale werden aus dem RAM selektiv ausgelesen und über die Busleitung 21 a an die CPU gegeben. Die CPU ist ferner über die Busleitung 21 a an einen Taktgeber 21 b angeschlossen, und sie dient zum Ausführen eines vorbestimmten Programms nach Maßgabe der von dem Taktgeber 21 b abgegebenen Taktsignale. Der Taktgeber 21 b arbeitet mit einem Kristalloszillator 22 zusammen, um Taktsignale mit vorbestimmter Frequenz (MHz) abzugeben.
  • Es sind ein erster und ein zweiter Zeitgeber T&sub1; bzw. T&sub2; vorgesehen, die jeweils in Form eines Zählers ausgebildet sind, die in der CPU des Mikrocomputers 21 vorgesehen sind. Jeder der Zeitgeber T&sub1; und T&sub2; kann mit dem RAM zusammenarbeiten, um unter Verwendung der von dem Taktgeber 21 b abgegebenen Taktsignale die seit einem Startvorgang verstrichene Zeit zu messen.
  • Das oben erwähnte vorbestimmte Programm, das zuvor in dem ROM gespeichert wurde, um von dem Mikrocomputer 21 ausgeführt zu werden, arbeitet wie folgt:
  • (1) In den unmittelbar auf den Start des Rechners 21 folgenden zwei Minuten wird eine einem optimalen Öffnungswinkel der Luftmischklappe 14 entsprechende optimale Temperatur T ao des Luftstroms wiederholt durch die CPU auf der Grundlage der nachstehenden Gleichungen (1), (2) und (3) berechnet, und zwar nach Maßgabe der ausgewählten Temperatur T set , der aktuellen Umgebungstemperatur T am , der Ist-Fahrgastraumtemperatur T r , der aktuellen Sonnenscheinintensität T s und einer Kompensationsabweichung Δ T setN : °=c:20&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz1&udf54; °=c:20&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz1&udf54; °=c:30&udf54;&udf53;vu10&udf54;&udf53;vz2&udf54; &udf53;vu10&udf54;T aoo ist eine Luftstromtemperatur, K s ist ein Verstärkungsfaktor des Sonnenscheinsensors 17, K q ist eine durch die physikalischen Eigenschaften der Luft bestimmte Konstante, und Q ist eine Zwischengröße der Wärme, welche den Änderungen der Hitzebelastung entspricht, und die mit einer Luftstrom-Zwischenstärke W o in den Raum gegeben wird. Die Kompensationsabweichung Δ T setN wird unmittelbar nach dem Start des Rechners 21 auf Null gesetzt. Jeder der Verstärkungsfaktoren K set , K r , K s , T am ist vorab in dem ROM gespeichert worden, und die Konstanten C, K q sowie die Luftstrom-Zwischenstärke W o sind ebenfalls vorab in dem ROM gespeichert worden. Wie sich aus der Beschreibung ergibt, wird innerhalb der oben erwähnten zwei Minuten von der CPU wiederholt die mit der Luftstrom-Zwischenstärke W o in den Raum abzugebende Wärmemenge Q berechnet, und ferner wird die Optimaltemperatur T ao des Luftstroms wiederholt von der CPU berechnet, um die berechnete Wärmemenge Q mit der ausgwählten Stärke W des Luftstroms in den Raum abzugeben. Zusätzlich wird die Zwischenstärke W o des Luftstroms als eine Konstante gewählt unter der Voraussetzung, daß jeder der oben erwähnten Verstärkungsfaktoren einen konstanten Wert hat.
  • (2) Nach dem Verstreichen der erwähnten zwei Minuten unterscheidet die CPU wiederholt bei einem Zeitintervall von zwanzig Sekunden, ob die Kompensationsabweichung Δ T setN geändert werden sollte oder nicht. Diese Unterscheidung wird von der CPU auf der Grundlage der nachstehenden Gleichungen (4) und (5), sowie der nachstehend angegebenen Ungleichungen (6) und (7) durchgeführt:
    DT = T r - T ro (4)
    Δ T set = T set - T r (5)
    DT ist eine Schwankung der Ist-Fahrgastraumtemperatur T r , und T ro ist eine Fahrgastraumtemperatur, welche der Fahrgastraumsensor 15 zwanzig Minuten vor der Erfassung der Ist-Fahrgasttemperatur T r ermittelt hat. Δ T set ist die tatsächliche Abweichung zwischen der ausgewählten Temperatur T set und der Ist-Fahrgastraumtemperatur T r .
    | DT | ≤ 0,3°C (6)
    | Δ T set | ≤ 0,5°C (7)
  • Wenn | DT | > 0,3°C oder | Δ T set | ≤ 0,5°C ist, bestimmt die CPU, daß eine Änderung der Kompensationsabweichung Δ T setN nicht notwendig ist. Sind | DT | ≤ 0,3°C und | Δ T set | > 0,5°C, so bestimmt die CPU, daß eine Änderung der Kompensationsabweichung Δ T setN notwendig ist. Von der CPU wird auf der Grundlage der nachstehenden Gleichung (8) eine neue Kompensationsabweichung Δ T setN berechnet:
    Δ T setN = Δ T setN + Δ T set (8)
  • Diese Gleichung (8) zeigt an, daß die neue Kompensationsabweichung Δ T setN erhalten wird als die Summe einer zuvor erhaltenen Abweichung Δ T setN und der aktuellen oder Ist-Abweichung Δ T set . Ist die neue Kompensationsabweichung Δ T setN einmal berechnet und in dem RAM gespeichert, verhindert die CPU eine weitere Berechnung einer anderen Kompensationsabweichung Δ T setN innerhalb von zwei Minuten, und sie trifft danach wiederholt eine Entscheidung bezüglich der Notwendigkeit derselben weiteren Berechnung bei einem Zeitintervall von zwanzig Sekunden, wie es oben beschrieben wurde. Bis nach der oben erläuterten Berechnung der neuen Kompensationsabwicklung Δ T setN von der CPU erwähnte weitere Berechnung angefordert wird, wird von der CPU aus den Gleichungen (1), (2) und (3) bezogen auf die aus dem RAM ausgelesene neue Kompensationsabweichung Δ T setN eine optimale Luftstromtemperatur T ao wiederholt berechnet, wie es zuvor beschrieben wurde.
  • (3) Nach Beendigung jeder Berechnung der optimalen Luftstromtemperatur T ao erzeugt die CPU wiederholt ein Binärsignal, das kennzeichnend ist für die berechnete optimale Luftstromtemperatur T ao , und sie erzeugt ebenso wiederholt ein Binärsignal, das kennzeichnend ist für die aus dem RAM ausgelesene Luftstromstärke W. Ferner wird das zweiminütige Zeitintervall durch das Zusammenarbeiten der Zeitgeber T&sub1; und T&sub2; definiert, das zwanzig Sekunden umfassende Zeitintervall wird definiert durch den zweiten Zeitgeber T&sub2;. Bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung wurde ein Mikrocomputer INTEL 8084 der Firma INTEL CORP. als Rechner 21 verwendet, da dieser Rechner käuflich erworben werden kann. Auf eine detaillierte Beschreibung des Mikrocomputers wird verzichtet, da der spezielle Aufbau und die Programmierung dem Fachmann geläufig sind.
  • Eine erste Treiberschaltung 23 enthält einen Digital/ Analog-(D/A-)Wandler, der über eine Auffangschaltung an den Mikrocomputer 21 angeschlossen ist, soweit eine an den D/A-Wandler angeschlossene Transistorschaltung, wie beispielsweise einen Verstärker. Das von dem Rechner 21 kommende für die ausgewählte Luftstromstärke W kennzeichnende Binärsignal wird in der Auffangschaltung festgehalten und durch den D/A-Wandler in ein Analogsignal umgewandelt, dessen Pegel der ausgewählten Luftstromstärke W entspricht. Das von dem D/A-Wandler kommende Analogsignal wird von der Transistorschaltung in ein Treibersignal verstärkt, das zum Betreiben des Gebläses 11 dient. Dies bedeutet, daß das Gebläse 11 von dem von der Treiberschaltung 23 abgegebenen Treibersignal betrieben wird, um die ausgewählte Luftstromstärke W in Richtung auf den Verdampfer 11 zu blasen.
  • Eine zweite Treiberschaltung 24 enthält einen Klappenstellungssensor zum Ermitteln des aktuellen Öffnungswinkels der Luftmischklappe 14, um ein Analogsignal zu erzeugen, dessen Pegel dem aktuellen Öffnungswinkel der Klappe entspricht. Die zweite Treiberschaltung 24 enthält ebenfalls einen Digital/Analog-(D/A-)Wandler, der über eine Auffangschaltung an den Mikrocomputer 21 angeschlossen ist, sowie eine an den D/A-Wandler angeschlossene Vergleicherschaltung. Das für die berechnete optimale Luftstromtemperatur T ao kennzeichnende Binärsignal wird von der Auffangschaltung aufgefangen und durch den D/A-Wandler in ein Analogsignal umgewandelt, dessen Pegel der berechneten Luftstromtemperatur T ao entspricht.
  • Wenn der Pegel des von dem D/A-Wandler kommenden Analogsignals größer ist als der des von dem Klappenstellungssensor kommenden Analogsignals, erzeugt die Vergleicherschaltung ein erstes Treibersignal. Wenn der Pegel des von dem D/A-Wandler kommenen Analogsignals kleiner ist als der des von dem Klappenstellungssenor kommenden Analogsignals, gibt die Vergleicherschaltung ein zweites Treibersignal ab. Sowohl das erste als auch das zweite Treibersignal verschwinden von der Vergleicherschaltung, wenn der Pegel des von dem D/A-Wandler kommenden Analogsignals genauso groß ist wie der Pegel des von dem Klappenstellungssensor abgegebenen Analogsignals.
  • Die zweite Treiberschaltung 24 empfängt jedes für eine von dem Rechner 21 berechnete Luftstromtemperatur T ao kennzeichnende Binärsignal, um wiederholt eines der ersten und zweiten Treibersignale zu erzeugen, aber nur dann, wenn der Pegel des ersten oder zweiten Treibersignals abweicht von dem Pegel jedes von dem Klappenstellungssensor abgegebenen Analogsignals. Die Erzeugung der ersten und zweiten Treibersignale erfolgt in Beziehung zu den Änderungen des tatsächlichen Öffnungswinkels der Klappe.
  • Ein elektrisch betriebenes Vakuum-Betätigungsglied 25 enthält einen der Luftmischklappe 14 zugeordneten Servomotor. Der Servomotor besitzt eine Servokammer, die über ein erstes Solenoidventil an den Luftansaugkanal des Kraftfahrzeugmotors angeschlossen ist. Die Servokammer des Servomotors steht ferner über ein zweites Solenoidventil mit der Außenluft in Verbindung. Wird das erste Solenoidventil ansprechend auf das von der Treiberschaltung 24 kommende erste Treibersignal geöffnet, so gelangt Unterdruck von dem Ansaugkanal in die Servokammer des Servomotors, um den Ist-Öffnungswinkel der Luftmischklappe 14 im Sinne einer Annäherung an einen optimalen Wert zu erhöhen. Wenn das zweite Solenoidventil ansprechend auf das von der Treiberschaltung 24 kommende Treibersignal geöffnet wird, gelangt athmosphärischer Druck von außen in die Servokammer, um den Ist-Öffnungswinkel im Sinne einer Annäherung an den optimalen Wert zu vermindern. Wenn jedes der Solenoidventile bei Verschwinden jedes Treibersignals von der Treiberschaltung 25 geschlossen wird, ist der Servomotor von der Außenumgebung und dem Ansaugkanal getrennt, um den Klappen-Öffnungswinkel auf einem optimalen Wert zu halten.
  • Im folgenden sollen die Betriebsarten der elektrischen Regelvorrichtung im einzelnen unter Bezugnahme auf das in Fig. 3 dargestellte Flußdiagramm erläutert werden. Wenn die elektrische Regelvorrichtung durch das Anlassen des Kraftfahrzeugs betriebsbereit gemacht wird, wird der Mikrocomputer 21 mit einer von dem Spannungsstabilisator abgegebenen konstanten Spannung gespeist, um die Ausführung des vorbestimmten Programms nach Maßgabe des in Fig. 3 gezeigten Flußdiagramms zu beginnen.
  • Wenn die Ist-Temperatur T r der Luft in dem Fahrgastraum von dem Fahrgastraumsensor 15 erfaßt wird, wird der Wert von dem Sensor 15 als ein Analogsignal an den A/D- Wandler 20 gegeben. Die außerhalb des Kraftfahrzeugs herrschende tatsächliche Umgebungstemperatur T am wird von dem Außensensor 16 als ein Analogsignal ermittelt, und ferner wird von dem Sonnenscheinsensor 17 die Ist-Sonnenscheinintensität T s als ein Analogsignal ermittelt, und diese Analogsignale von den Sensoren 16 und 17 werden an den A/D-Wandler 20 gelegt. Nimmt man an, daß eine gewünschte Fahrgastraumtemperatur T set mittels des Temperaturwählers 18 eingestellt wird, so wird von dem Wähler 18 ein Analogsignal erzeugt und an den A/D-Wandler 20 gegeben. Nimmt man an, daß ferner eine gewünschte Luftstromstärke W mittels des Luftstromwählers 19 ausgewählt wird, so wird von dem Wähler 19 ein Analogsignal erzeugt und an den A/D-Wandler 20 gegeben.
  • Wenn das Rechnerprogramm über einen Punkt 100 zu einem Punkt 101 fortschreitet, werden die von den Sensoren 15 bis 17 und den Wählern 18 und 19 abgegebenen Analogsignale von dem A/D-Wandler in Binärsignale umgewandelt, von denen jedes zwischenzeitlich in dem RAM gespeichert wird, wie oben beschrieben wurde. Dann geht die CPU über einen Punkt 102 zu einem Programmpunkt 103 und veranlaßt, daß der erste Zeitgeber T&sub1; bei einer Zeit Null (sec) mit dem Zählen von von dem Taktgeber 21 b abgegebenen Taktsignalen beginnt. Hierdurch wird der Mikrocomputer 21 vor verschiedenen störenden Einflüssen geschützt, die unmittelbar nach dem Start des ersten Zeitgebers T&sub1; auftreten. Anschließend werden die Ist- und Kompensationsabweichungen Δ T set und Δ T setN am Punkt 104 auf Null voreingestellt, und ferner wird am Punkt 105 ein Flag N gesetzt.
  • Wenn das Rechnerprogramm von dem Punkt 105 zum nachfolgenden Punkt 125 läuft, werden die Verstärkungsfaktoren und Konstanten K set , K r , K s , K am und C aus dem ROM ausgelesen, und aus dem RAM werden zusammen mit der Ist- Sonnenscheinintensität T s die Soll- und Ist-Temperaturen T set , T r und T am ausgelesen. Dann wird durch die CPU aus der Gleichung (1) nach Maßgabe der oben erwähnten ausgelesenen Werte die Luftstromtemperatur T aoo berechnet, wobei die Anfangs-Kompensationsabweichung Δ T setN von Null berücksichtigt wird. Ferner wird durch die CPU aus der Gleichung (2) nach Maßgabe der berechneten und Ist-Temperatur T aoo und T r eine Zwischenwärmemenge Q berechnet, und die Konstanten K q und W o werden aus dem ROM ausgelesen. Anschließend wird von der CPU aus der Gleichung (3) nach Maßgabe der berechneten Wärmemenge Q, der Konstanten K q , der Ist-Temperatur T r und der aus dem RAM ausgelesenen ausgewählten Luftstromstärke C eine optimale Luftstromtemperatur T ao berechnet.
  • Wenn das Rechnerprogramm zum Punkt 126 gelangt, wird von der CPU ein Binärsignal erzeugt, das kennzeichnend ist für die berechnete optimale Luftstromtemperatur T ao , und das Binärsignal wird über die E/A-Einheit an die zweite Treiberschaltung 24 gegeben. Gleichzeitig wird von der CPU ein Binärsignal erzeugt, das kennzeichnend ist für die ausgewählte Luftstromstärke W, und das Signal wird an die erste Treiberschaltung 23 gegeben. Dann erzeugt die erste Treiberschaltung 23 ansprechend auf das für die ausgewählte Luftstromstärke W kennzeichnende Binärsignal ein Treibersignal, so daß das Gebläse 11 angetrieben wird, um die ausgewählte Luftstromstärke W in Richtung auf den Verdampfer 21 zu blasen. Die zweite Treiberschaltung 24 spricht auf das für die berechnete Luftstromtemperatur T ao kennzeichnende Binärsignal an und erzeugt eines der ersten und zweiten Treibersignale in Beziehung zu dem vom Klappenstellungssensor kommenden Analogsignal, so daß das Betätigungsglied 25 derart gesteuert wird, daß es den tatsächlichen Öffnungswinkel der Luftmischklappe 10 im Sinne einer Annäherung an den optimalen Wert einstellt. Als Ergebnis wird die von dem Verdampfer 12 gekühlte Luft teilweise von dem Heizkörper 13 unter der Einstellung der Mischklappe 14 aufgewärmt und in den Fahrgastraum gegeben, um die Ist- Fahrgastraumtemperatur im Sinne einer Annäherung an den gewählten Wert zu regeln. Danach wird die gewählte Temperatur T set von dem RAM am Punkt 127 als eine neuerlich gewählte Temperatur T set &sub0; eingestellt, und das Rechnerprogramm geht über einen Punkt 128 zu verschiedenen Routinen, so zum Beispiel zu einer Steuerroutine für den Kühlmittelkompressor und dergleichen.
  • Wenn das Rechnerprogramm wiederum zum Punkt 102 gelangt, bestimmt die CPU aufgrund der Beendigung der Anfangs- Einstellvorgänge an den Punkten 104 und 105 "Nein", und das Programm geht zum Punkt 107. Dann ermittelt die CPU eine Änderung der zuvor eingestellten Fahrgastraumtemperatur T set &sub0; in Beziehung zu einer gewählten Temperatur T set , die neuerlich aus dem RAM ausgelesen wird. Wenn ein Absolutwert einer Differenz (T set -T set &sub0;) gleich oder größer ist als 1,5°C, bestimmt die CPU "Ja", und das Programm geht zum Punkt 108. Dann wird der erste Zeitgeber T&sub1;, der bereits am Punkt 103 gestartet wurde, zurückgesetzt, und der Zeitgeber beginnt aufs Neue, von dem Taktgeber 21 b abgegebene Taktsignale bei der Zeit Null (sec) zu zählen. Dies schützt den Mikrocomputer 21 vor verschiedenen Störungen, die unmittelbar nach dem erneuten Starten des ersten Zeitgebers T&sub1; auftreten.
  • Wenn am Punkt 109 das Flag N erneut auf "1" gesetzt ist, schreitet das Programm fort zum Punkt 125, und von der CPU wird eine optimale Luftstromtemperatur T ao in Beziehung zu der Anfangs-Kompensationsabweichung Δ T setN = 0 berechnet, wie oben beschrieben wurde. Dann führt die CPU das Programm zum Punkt 126, um Binärsignale zu erzeugen, die kennzeichnend sind für die berechnete Luftstromtemperatur T ao und die ausgewählte Luftstromstärke W. Somit treibt die erste Treiberschaltung 23 das Gebläse, so daß dieses einen Luftstrom der ausgewählten Stärke W in Richtung auf den Verdampfer 11 treibt, und das Betätigungsglied 25 arbeitet mit der zweiten Treiberschaltung 24 zusammen, um den tatsächlichen Öffnungswinkel der Klappe derart zu steuern, daß die Ist- Fahrgastraumtemperatur in dem Fahrgastraum in Richtung auf den gewählten Wert eingeregelt wird, wie bereits beschrieben wurde. Wenn die CPU am erwähnten Punkt 107 "Nein" bestimmt, weil keine Änderung der gewählten Temperatur T set vorliegt, geht das Rechnerprogramm zu einem Punkt 110, und die CPU bestimmt, ob nach dem Start des ersten Zeitgebers T&sub1; einhundert Sekunden verstrichen sind oder nicht. Wenn nach dem Start des ersten Zeitgebers T&sub1; noch keine einhundert Sekunden verstrichen sind, ermittelt die CPU "Nein" und führt das Rechnerprogramm zu den Punkten 125 und 126, um die Ist- Fahrgastraumtemperatur in Richtung auf den gewählten Wert zu regeln, wie es bereits oben beschrieben wurde.
  • Wenn beim obengenannten Punkt 110 bereits einhundert Sekunden nach dem Start des ersten Zeitgebers T&sub1; verstrichen sind, stellt die CPU "Ja" fest, um am Punkt 111 zu ermitteln, ob das Flag N Null ist oder nicht. Wenn die CPU "Nein" feststellt, wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht, so geht das Programm zu einem Punkt 112 weiter, so daß der zweite Zeitgeber T&sub2; bei der Zeit Null (sec) die von dem Taktgeber 21 b kommenden Taktsignale zu zählen beginnt. Wenn das Rechnerprogramm zu einem Punkt 113 gelangt, wird eine Bezugs- Fahrgastraumtemperatur T ro in den RAM als die aus dem RAM ausgelesene aktuelle Fahrgastraumtemperatur T r gespeichert, und wiederum wird das Flag N bei einem Punkt 114 auf Null gesetzt. Dann geht das Rechnerprogramm zu den Punkten 125 und 126, wie bereits beschrieben wurde.
  • Wenn das Rechnerprogramm wiederum zum Punkt 111 gelangt, stellt die CPU "Ja" bezüglich des Flags N fest, welches zuvor am Punkt 114 auf Null gestellt wurde. Dann geht die CPU mit dem Programm zu einem Punkt 115, um festzustellen, ob nach dem Start des zweiten Zeitgebers T&sub2; zwanzig Sekunden verstrichen sind oder nicht. Wenn nach dem Start des zweiten Zeitgebers T&sub2; noch keine zwanzig Sekunden verstrichen sind, stellt die CPU "Nein" fest, um mit dem Rechnerprogramm zu den Punkten 125 und 126 weiterzugehen, wie bereits beschrieben wurde. Wenn am oben genannten Punkt 115 bereits zwanzig Sekunden nach dem Start des zweiten Zeitgebers T&sub2; verstrichen sind, stellt die CPU "Ja" fest, um das Rechnerprogramm zum folgenden Punkt 116 weiterzubringen. Dies bedeutet, daß der Punkt 115 eine Rolle spielt bei der Entscheidung, ob in den Programmabschnitt eingetreten wird, welcher durch die Punkte 116 bis 124 gegeben ist.
  • Wenn das Rechnerprogramm zu dem Punkt 116 gelangt, berechnet die CPU die Schwankungen DT der Fahrgastraumtemperatur aus der Gleichung (4) unter Verwendung der Ist- und Bezugs-Fahrgastraumtemperatur T r und T ro vom RAM. Dann geht die CPU mit dem Rechnerprogramm zum Punkt 117, um festzustellen, ob ein Absolutwert der berechneten Schwankung DT gleich oder kleiner ist als 0,3°C. Dies bedeutet, daß die CPU eine Unterscheidung trifft, ob die aktuelle Temperatur im Fahrgastraum stabilisiert ist oder nicht. Wenn der Absolutwert DT gleich oder kleiner ist als 0,3°C, stellt die CPU "Ja" aufgrund der Stabilität der Ist-Fahrgastraumtemperatur fest, um das Rechnerprogramm zum Punkt 118 zu bringen. Dann berechnet die CPU die tatsächliche Abweichung Δ T set aus der Gleichung (5) unter Verwendung der gewählten und Ist-Fahrgastraumtemperatur T set , bzw. T r aus dem RAM. Wenn das Rechnerprogramm zum Punkt 119 fortschreitet, ermittelt die CPU, ob ein Absolutwert der berechneten Abweichung Δ T set gleich oder kleiner ist als 0,5°C. Dies bedeutet, daß bei Stabilität der Ist- Fahrgastraumtemperatur die CPU eine Entscheidung trifft, ob die Ist-Fahrgastraumtemperatur T r von der gewählten Temperatur T set abweicht oder nicht.
  • Wenn der Absolutwert Δ T set größer ist als 0,5°C, entscheidet die CPU "Nein", um das Programm zum Punkt 122 zu bringen. Dann wird der erste Zeitgeber T&sub1; zurückgesetzt und beginnt in der bereits beschriebenen Weise bei der Zeit Null (sec), und das Rechnerprogramm geht weiter zum Punkt 123. Anschließend wird von der CPU aus der Gleichung (8) eine Kompensationsabweichung Δ T setN berechnet nach Maßgabe der berechneten Abweichung Δ T set und der Anfangsabweichung Δ T setN von Null, und die Kompensationsabweichung wird in dem RAM gespeichert. Danach wird am Punkt 124 das Flag N auf Eins gesetzt. Wenn das Programm zum Punkt 125 kommt, berechnet die CPU eine Temperatur T aoo des Luftstroms aus der Gleichung (1), bezogen auf die berechnete Kompensationsabweichung Δ T setN . Anschließend wird von der CPU aus den Gleichungen (2) und (3) in bezug auf die berechnete Luftstromtemperatur T aoo eine optimale Luftstromtemperatur T ao berechnet, wie bereits beschrieben wurde.
  • Wenn das Rechnerprogramm zum Punkt 126 fortschreitet, erzeugt die CPU Binärsignale, die kennzeichnend sind für die berechnete Luftstromtemperatur T ao, bzw. die ausgewählte Luftstromstärke W. Auf diese Weise wird das Gebläse 11 ansprechend auf das für die ausgewählte Luftstromstärke W kennzeichnende Binärsignal von der ersten Treiberschaltung 23 betrieben, um die ausgewählte Luftstromstärke W in Richtung auf den Verdampfer 12 abzugeben. Das Betätigungsglied 25 arbeitet ferner mit der zweiten Treiberschaltung 24 abhängig von dem für die berechnete Luftstromtemperatur T ao kennzeichnende Binärsignal zusammen, um den Klappenöffnungswinkel derart zu steuern, daß die tatsächliche Fahrgastraumtemperatur im Sinne einer Annäherung an den gewählten Wert eingeregelt wird. Dies bedeutet, daß die Einstellung der aktuellen oder Ist-Fahrgastraumtemperatur im Sinne einer Annäherung an den gewünschten Wert auf der Grundlage der berechneten Luftstromtemperatur T ao durchgeführt wird, wobei der berechneten Kompensationsabweichung Δ T setN Rechnung getragen wird.
  • Wenn die CPU am Punkt 117 "Nein" oder am Punkt 119 "Ja" bestimmt, so geht das Programm zum Punkt 120, um die berechnete Abweichung Δ T set auf Null zu setzen. Dann hält die CPU den Zählvorgang des ersten Zeitgebers T&sub1; am Punkt 121 an und setzt ferner das Flag N am Punkt 124 auf Eins. Danach wird das Rechnerprogramm durch die CPU zu den Punkten 125 und 126 fortgeschaltet. Wenn das Programm wiederum zum Punkt 111 gelangt, bestimmt die CPU "Nein", weil das Flag N auf "Eins" gesetzt ist und das Programm gelangt zum Punkt 112, um den zweiten Zeitgeber T&sub2;, bei der Zeit von Null (sec) erneut zu starten. Wenn das Rechnerprogramm zum Punkt 116 gelangt, nachdem das Flag N am Punkt 114 auf Null gesetzt wurde, berechnet die CPU erneut eine Schwankung DT, um das Programm in der bereits erläuterten Weise an den Punkten 117 bis 116 auszuführen.
  • In anderen Worten: Nach dem Verstreichen von zwei Minuten, was durch die Zeitgeber T&sub1; und T&sub2; definiert wird, wird eine Schwankung DT der aktuellen Fahrgastraumtemperatur wiederholt am Punkt 116 bei jedem Zeitintervall von zwanzig Sekunden berechnet, um am Punkt 117 die Unterscheidung vorzunehmen. Wenn die Unterscheidung am Punkt 117 "Ja" ergibt, wird am Punkt 123 eine Kompensationsabweichung T setN erhalten, die in Beziehung steht zu der tatsächlichen Abweichung T set , die am Punkt 118 ermittelt wird, um eine optimale Luftstromtemperatur T ao zu berechnen und die Ausführung des Programms bei den Punkten 116 bis 123 während des folgenden Zeitraums von zwei Minuten zu sperren, wie bereits beschrieben wurde.
  • In Fig. 4 ist die tatsächliche Fahrgastraumtemperatur T r über der Zeit t während des Betriebs der oben erläuterten Regelvorrichtung aufgetragen. Wenn man annimmt, daß die CPU die Ausführung des Rechnerprogramms bei einer gewählten Fahrgastraumtemperatur T set von 25°C im Sommer beginnt, wird die Steuerung der tatsächlichen Fahrgastraumtemperatur ohne Berechnung einer Kompensationsabweichung T setN während der zwei Minuten nach dem Start der CPU fortgesetzt, wie man an den Punkten 100 bis 115 in Fig. 3 sieht.
  • Nach Verstreichen der erwähnten zwei Minuten wird am Punkt 116 eine Schwankung DT der Ist-Fahrgastraumtemperatur ermittelt. Dann stellt die CPU "Nein" fest, weil die tatsächliche Fahrgastraumtemperatur noch schwankt, wie man aus Fig. 4 erkennt, und die CPU hält den Zählvorgang des Zeitgebers T&sub1; an, um die Entscheidung am Punkt 117 bei jedem Zeitintervall von zwanzig Sekunden wiederholt durchzuführen. Wenn die Entscheidung am Punkt 117 nach fünf Minuten bei der tatsächlichen Fahrgastraumtemperatur von 27°C "Ja" ergibt, wird die tatsächliche Abweichung T set am Punkt 118 zu -2°C erhalten, und ferner wird eine Kompensationsabweichung von T setN zu -2°C erhalten, um am Punkt 125 die erwähnte Berechnung durchzuführen. Somit wird die tatsächliche Fahrgastraumtemperatur durch die Regelvorrichtung von 27°C in Richtung auf 25°C eingeregelt.
  • Wenn die stabilisierte Ist-Fahrgastraumtemperatur 24°C wird aufgrund von Änderungen von Störeinflüssen, falls sich beispielsweise die Anzahl der Fahrgäste, die Geschwindigkeit des Fahrzeugs und dergleichen ändern, wird am Punkt 118 die tatsächliche Abweichung T set mit einem Wert von 1°C erhalten, und ferner wird am Punkt 123 eine Kompensationsabweichung T setN mit dem Wert -1°C erhalten, um am Punkt 125 die erläuterte Berechnung durchzuführen. Somit wird die tatsächliche Fahrgastraumtemperatur durch die Regelvorrichtung weiter von 24°C in Richtung auf 25°C eingeregelt. Im Ergebnis wird die tatsächliche Fahrgastraumtemperatur durch die Regelvorrichtung glatt in einem vorbestimmten Bereich zwischen (T set +0,5°C) und (T set -0,5°C) geregelt. Ferner kann jedes durch die Zeitgeber T&sub1; und T&sub2; definierte Zeitintervall nach Maßgabe der Leistungsfähigkeit der Auto-Klimaanlage geändert werden.
  • Bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung kann die oben erläuterte Regelvorrichtung für die Auto-Klimaanlage dahingehend modifiziert werden, daß sowohl der Außensensor 16 als auch der Sonnenscheinsensor 17 fortgelassen werden. Auf diese Weise erhält die modifizierte Regelvorrichtung einen einfachen Aufbau und ist billig herzustellen. Auch die modifizierte Regelvorrichtung gewährleistet im wesentlichen dieselbe genaue Regelung wie bei dem obigen Ausführungsbeispiel. Bei dieser Modifikation kann die Ist-Fahrgastraumtemperatur in Kombination jeder Regelung der Luftmischklappe 14 und des Gebläses 11 eingeregelt werden.

Claims (4)

1. Klimaanlage mit einer Regelvorrichtung (20, 21), umfassend:
a) eine Einrichtung (23, 11) zum Einstellen des in einen zu klimatisierenden Raum gelangenden Luftstroms;
b) eine Einrichtung (24, 25, 14) zum Einstellen der Luftstromtemperatur (T ao );
c) einen Sensor (15), der die Ist-Temperatur (T r ) in dem Raum fühlt und ein Ist-Temperatur-Signal erzeugt;
d) einen Außensensor (16), der die Umgebungstemperatur (T am ) fühlt und ein Umgebungstemperatur-Signal erzeugt;
e) einen Temperaturwähler (18), der ein Soll-Temperatur- Signal erzeugt, das einer gewählten Soll-Temperatur (T set ) für den Raum entspricht; wobei
f) die Einrichtung (24, 25, 14) zum Einstellen der Luftstromtemperatur (T ao ) ein Stellsignal empfängt, das die Regelvorrichtung (20, 21) anhand einer Abweichung zwischen Ist-Temperatur (T r ) und Soll-Temperatur (T set ) unter Berücksichtigung der Umgebungstemperatur (T am ) erzeugt, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
g) einen Luftstromwähler (19), der ein Soll-Luftstrom- Signal (W) entsprechend einer gewählten Luftstromstärke erzeugt, wobei die Einrichtung (23, 11) zum Einstellen des Luftstroms das Soll-Luftstrom-Signal (W) als Stellsignal empfängt;
h) ein Wärmebelastungssensor (17) erzeugt ein Wärmelastsignal (T s ), z. B. ein für die Intensität der Sonneneinstrahlung repräsentatives Signal,
i) die Regelvorrichtung (20, 21) berechnet aus der Ist- Temperatur (T r ), der Soll-Temperatur (T set ), der Umgebungstemperatur (T am ) und dem Wärmelastsignal (T s ) einen Zwischenwert (T aoo ) für die Temperatur des Luftstroms;
j) die Regelvorrichtung berechnet aus der Differenz zwischen dem Zwischenwert (T aoo ) und der Ist-Temperatur (T r ) und einem Bezugswert (W o ) für den Luftstrom eine Wärmemenge (Q), die zum Einregeln der Ist-Temperatur auf die Soll-Temperatur benötigt wird;
k) die Regelvorrichtung berechnet aus der Wärmemenge (Q) und dem Soll-Luftstrom-Signal (W) das Stellsignal für die Einrichtung (24, 25, 14) zum Einstellen der Luftstromtemperatur (T ao );
l) die Regelvorrichtung (20, 21) berechnet eine erste Abweichung (DT) zwischen den Werten (T r , T ro ) der Ist-Temperatur am Ende und am Anfang eines bestimmten Zeitintervalls (T&sub2;);
m) die Regelvorrichtung (20, 21) berechnet, wenn die erste Abweichung (DT) kleiner oder gleich einem Vorgabewert (z. B. 0,3°C) ist, eine zweite Abweichung ( Δ T set ) zwischen der Soll-Temperatur (T set ) und der momentanen Ist-Temperatur (T r );
n) wenn die zweite Abweichung ( Δ T set ) größer als ein vorbestimmter Wert (z. B. 0,5°C) ist, addiert die Regelvorrichtung (20, 21) die momentane zweite Abweichung ( Δ T set ) auf die zuvor berechnete zweite Abweichung ( Δ T setN );
o) die Regelvorrichtung berechnet den Zwischenwert (T aoo ), indem der Wert der Soll-Temperatur (T set ) durch Addieren der im vorstehenden Arbeitsschritt n) berechneten zweiten Abweichung ( Δ T setN ) kompensiert wird; und
p) die Regelvorrichtung setzt die Berechnung der ersten und der zweiten Abweichung jeweils für einen bestimmten Zeitraum aus, nachdem der Zwischenwert (T aoo ) mit dem gemäß vorstehenden Arbeitsschritt o) kompensierten Wert berechnet wurde.

2. Klimaanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die benötigte Wärmemenge (Q) auf der Grundlage folgender Beziehung ermittelt und durch die durch Addition gewonnene zweite Abweichung ( Δ T setN ) kompensiert wird:
Q = K q · W o (T aoo - T r ) und
T aoo = K set · (T set + Δ T setN ) - K r · T r - -K s · T s - K am · T am + C
wobei
Q benötigte Wärmemenge,
K q eine durch die physikalischen Eigenschaften der Luft bestimmte Konstante,
W jeweils gewählter Luftstrom,
T r Ist-Temperatur
W o fest vorgegebener Bezugs-Luftstrom,
T aoo erforderliche Zuluft-Temperatur beim Zuluft-Volumenstrom W o ,
K set eine Regelkreiskonstante,
T set Soll-Temperatur,
Δ T setN addierte zweite Abweichung,
K r eine Raumluftkonstante,
K s ein die Sonneneinstrahlung in dem Raum berücksichtigender Verstärkungsfaktor,
T s Wärmelastsignal, z. B. Sonnenscheinintensität,
K am eine Umgebungs- bzw. Außenluftkonstante,
T am Umgebungs- bzw. Außentemperatur und
C eine Konstante

bedeuten.
3. Klimaanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur (T ao ) des Luftstroms nach Maßgabe der benötigten Wärmemenge und ihres kompensierten Wertes auf der Grundlage folgender Beziehung bestimmt wird:
T ao = Q/K q · W + T r .
4. Klimaanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelvorrichtung durch einen Mikrocomputer gebildet ist.
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