DE3117663C2 - Rollenrotationsdruckmaschine - Google Patents

Rollenrotationsdruckmaschine

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Abstract

Bei einer Rollenrotationsdruckmaschine, die wenigstens zwei mit je einem Farbwerk zusammenwirkende und mit je einer Zylindergrube zur Aufnahme der Plattenspannmittel versehene Plattenzylinder umfaßt, sind die Platten derart gegeneinander versetzt angeordnet, daß eine Druckträgerbahn ununterbrochen bedruckbar ist, wobei über die beiden Farbwerke die gleiche Farbe zugeführt wird. Um diese Maschine auch zum normalen Druck, bei dem unbedruckte Abschnitte zwischen den Druckbildern verbleiben, unter Verwendung jedes Farbwerkes zur Zufuhr einer Farbe verwenden zu können, sind Mittel zur Umfangsregisterverstellung vorgesehen, mit denen in einer ersten Einstellung die Druckanfangslinien der beiden Plattenzylinder zur Deckung bringbar und in einer zweiten Einstellung die Druckanfangslinien der beiden Plattenzylinder um wenigstens die Breite der Zylindergruben gegeneinander versetzbar sind.

Description

Die Erfindung betrifft eine Rollenrotationsdnickmaschine mit mindestens einem Drückaggregat, das wenigstens zwei mit je einem Farbwerk zusammenwirkende und mit je einer Zylindergrube zur Aufnahme der Plattenspannmittel versehene Plaitenzylinder umfaßt, mit deren Platten eine Druckgutbahn ununterbrochen bedruckbar ist und bei der Mittel zur Umfangsregisterveränderung vorgesehen sind, mit denen die Druckanfangslinien zweier benachbarter Plattenzylinder zur Deckung bringbar sind.
Aus der DE-PS 4 07 3S9 ist eine derartige Maschine bekannt Die bekannte Maschine weist zum Druck einer Farbe zwei mit einem gemeinsamen Druckzylinder zusammenwirkende Teildruckwerke mit je einem Plattenzylinder auf. Jedem Plattenzylinder ist ein Farbwerk, mindestens ein Feuchtwerk und ein Gummizylinder zugeordnet leder Plattenzylinder ist über seinen halben Umfang mit einer Platte belegt Die Platten sind dabei so angeordnet, daß sich die Druckanfangslinie des einen Plattenzylindcrs jeweils genau an das Ende des Druckbildes des anderen Plattenzylinders auf der Druckträgerbahn anschließt
Nachteilig bei der bekannten Druckmaschine ist, daß zum Druck einer Farbe stets die beiden Plattenzylinder und die beiden Farbwerke erforderlich sind. Soll auf der Maschine ein normaler Druck, beispielsweise eines Buches oder einer Werbeschrift durchgeführt werden, bei der die Unterbrechungen des Druckes durch die Gruj5 bcn nicht stören oder sogar zur Bildung eines Randes erforderlich sind, so müssen dennoch die beiden Teildruckwerke zum Druck der gleichen Farbe eingesetzt werden. Dabei muß weiterhin das Druckbild einer Farbe auf zwei Platten kopien werden, die dann anschließend registerhaltig einzustellen sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckmaschine der eingangs genannten Gattung zu schaffen, mit der wahlweise unter Verwendung zweier Plattenzylindcr ein ununterbrochenes Aufbringen einer Farbe oder eines anderen flüssigen Mediums oder ein normaler Druck mit zwei Farben durchgeführt werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch Anwendung der Maßnahmen des Kennzeichens des An-Spruchs 1 gelöst.
Eine erfindungsgemäß ausgestaltete Druckmaschine erlaubt beim alternativ möglichen normalen Druck nicht nur eine bessere Ausnutzung der vorhandenen Plattenzylinder und Farbwerke, da über jeden Plattenzylinder mit einer Farbe formnifiillend gedruckt werden kann, sondern führt auch in dieser Einstellung zu einer Verkürzung der Einrichtzeiten. da pro Farbe nur eine Platte registergerecht eingestellt werden muß.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung erge-M) ben sich aus den Unteransprüchen. In der Beschreibung sind einige Ausfiihrunpsbeispiele anhand der Zeichnung dargelegt Auf dieser zeigt
F i g. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel ii einer schematischen Seitenansicht,
bs F i g. 2 eine liin/.elheii der F ι g. 1 in einer Ansicht.
F i g. 3 eine schematische Darstellung der Möglichkeiten zum Bedrucken einer üruckgutbahn mit dem DruckwiM'ksaggrcgal nach F i g. I.
F i g. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel in einer schematischen Seitenansicht,
F i g. 5 eine Seitenansicht einer Registerwalze.
F i g. 6 die Registerwalze nach F i g. 5 in einer Ansicht von oben,
r i g. 7 bis 9 drei weitere Ausführungsbeispiele jeweils in einer schema'ischen Seitenansicht
Das in Fig. 1 dargestellte Druckaggregat umfaßt zwei Druckwerke 1, 2. Jedes Druckwerk besteht aus einem Plattenzylinder 3, 4 mit einer Grube 5, 6 zum Spannen einer Platte, einem Gummizylinder 7, 8 mit einer Grube 9,10 zum Spannen eines Gummituches und einem Druckzylinder 11, 12. Weiterhin ist jedem Plattenzylinder 3,4 ein Farbwerk 13,14 und ein Feuchtwerk 15, 16 zugeordnet. Zum Antrieb des Druckaggregats dient eine Hauptantriebswelle 17, von der über Kegelräder 18, 19 eine Stichwelle 20 zum Antrieb des Druckwerkes 1 und über Kegelräder 21,22 eine Stichwelle 23 zum Antrieb des Druckwerkes 2 abzweigt. "iuf das obere Ende der Stichwelle 20 ist ein Kegelrad 24 aufgesetzt, das mit einem weiteren Kegelrad 25 in Eingriff steht. Das Kegelrad 25 trägt einen Zahnkranz, der mit einem Ritzel 26 kämmt Das Ritzel 26 steht weiterhin mit einem nicht dargestellten Zahnrad auf der Welle des Druckzylinders 11 in Verbindung. Dieses Zahnrad ist in nicht dargestellter, bekannter Weise Teil eines Zahnradsatzes, der zum Antrieb des Gummizylinders 7, des Plattenzylinders 3 sowie der angetriebenen Walzen des Farbwerkes 13 und des Feuchtwerkes 15 dient. In gleicher Weise steht die Stichwelle 23 über Kegelräder 27, 28 mit einem Ritzel 29 in Verbindung, von dem aus die Zahnräder der Zylinder 12, 8, 4 und der angetriebenen Walzen des Farbwerkes 14 und des Feuchtwerkes 16 angetrieben werden.
Die Stichwelle 23 ist durch eine Kupplung 30 unterteilt, die, wie F i g. 2 erkennen läßt, zwei Kupplungshälften 32,33 aufweist. Die einander zugewandten Flächen der beiden Kupplungshälften 32, 33 tragen je einen Zahnkranz 34 bzw. 35. Die Zähne der Zahnkränze 34,35 sind so angeordnet, daß eine erste Einstellung möglich ist. in der zwei auf die Kupplungshälften 32, 33 aufgebrachte Marken 36,37 einander gegenüberstehen. Weiterhin kann die Marke 37 in einer zweiten Einstellung in einer Vielzahl von Positionen dem durch die Endmarken 38 begrenzten Einstellbereich 39 gegenübergestellt werden.
Wird mit der in Fig.2 dargestellten Einstellung der Kupplung 30, in der sich die beiden Marken 36, 37 gegenüberstehen, auf eine Druckgutbahn 40 gedruckt, so liefert zunächst der Plattenzylinder 3 des Druckwerkes 1 ein erstes Druckbild, dessen Druckanfangslinie mit 41 (Fig.3A) und dessen Länge mit a bezeichnet ist. Läuft die Druckgutbahn 40 anschließend durch crs Druckwerk 2, so liefert der Plattenzylindcr 4 ein zweites Druckbild, dessen Druckanfangslinie mit 42 und dessen Länge mit b bezeichnet ist. Die Druckanfangslinie 41,42 fallen zusammen, zwischen den Druckbildern verbleiben unbedruckte Abschnitte 43. Mit dieser für normalen Druck vorgesehenen Einstellung kann somit mit dem Plattenzylinder 3 eine erste Farbe und mit dem Plattenzylinder 4 nachfolgend eine zweite Farbe auf die Druckgutbahn 40 aufgetragen werden.
Wird die Marke 37 der einen Endmarke 38 gegenübergestellt, so erhält die Druckgutbahn, wie in F i g. 3B dargestellt ist, im Druckwerk 1 wiederum ein erstes Druckbild mit der Druckanfangslinie 41. Dagegen ist die Druckanfangslinie 42 des Druckbildes des Plattenzylinders 4 um die Breite des unbedruckten Abschniues 43 nach Fig.3A, die der Breite der Gruben 5 und 9 der Zylinder 3 und 7 entspricht, verschoben. Ist nun die Platte auf dem Plattenzylindcr 4 so hergestellt, daß sie lediglich über die Länge des Abschnittes 43 druckt, und wird weiterhin über das Farbwerk 14 die gleiche Farbe wie über das Farbwerk 13 zugeführt, so ergibt sich, wie in F i g. 3B dargestellt ein ununterbrochener, einfarbiger Druck auf der Druckgutbahn. Hierbei wird der über die Länge des Abschnittes 43 hinausgehende Teil der maximal möglichen Länge b des Druckbildes nicht zum Druck herangezogen.
Wie die Fig.3C und 3D erkennen lassen, kann die theoretische Druckanfangslinie 42 der Druckplatte des Plattenzylinders 4 auch um einen größeren Betrag als die Breite des Abschnittes 43, höchstens jedoch um die maximal mögliche Länge b des Druckbildes des Plattenzylinders 4 abzüglich der Breite des Abschnittes 43, also der Grubenbreite, versetzt werden. Dann ist, wenn ein ununterbrochener, gleichmäßiger Druck mit einer Farbe durchgeführt werden soll, der druckende Bereich auf der Platte des Plattenzylinders 4 beispielsweise zur Mitte oder zum Ende dieser Platte hin zu verlegen. Mit a und b sind wiederum die theoretisch ausnutzbaren Längen der Druckbilder von beiden Plattenzylindern 3, 4 bezeichnet. Weiterhin kann die Aufteilung der Längen der tatsächlich druckenden Bereiche der Platten der beiden Plattenzylinder 3, 4 auch anders vorgenommen werden.
Die Möglichkeit der Variation der Überlappung der beiden Druckbilder bietet, wie in F i g. 3E angedeutet ist, den Vorteil, daß auf der Druckgutbahn 40 die gleiche Farbe abschnittsweise mit unterschiedlicher Intensität verdruckt werden kann, und zwar dadurch, daß die beiden Platten auf den Plattenzylindern 3 und 4 beispielsweise in voller Länge zum Druck herangezogen werden.
Dann ergeben sich Abschnitte c, in denen die gleiche Farbe doppelt auf die Druckgutbahn 40 aufgedruckt wird.
F i g. 4 zeigt eine Rollenrotations-Offsetdruckmaschine für Schön- und Widerdruck mit fünf Druckwerken 45 bis49. Jedes Druckwerk umfaßt zwei Plattenzylinder 50, 51, zwei Gummizylinder 52, 53, zwei Farbwerke 54, 55 und zwei Feuchrwerke 56, 57. Weiterhin sind zwei Zuführeinrichtungen mit je einem Rollenträger 58, 59 für je eine Rolle 60, 61 und zwei Einzugswerke 62, 63 zur Zufuhr zweier von den Rollen 60, 61 abgewickelter Druckgutbahnen 68, 69 zu den Druckwerken 45 bis 49 vorgesehen. Die Maschine umfaßt zusätzlich als Aufnahmeeinrichtungen für die bedruckten Druckgutbahnen 68,69 zwei Rollenträger 64,65 mit Rollen 66,67.
Die Druckgutbahnen 68,69 sind zwischen den einzelnen Druckwerken 45 bis 49 um Registerwr.lzen 70 bis 73 geführt, die um ortsfest gelagerte Umlenkwalzen 74 bis 77 schwenkbar gelagert sind. Die Registerwalzen 70 bis 73 können in eine erste Einstellung überführt werden, in denen die Druckanfangslinien der Plattenzylinder zweier benachbarter Druckwerke zur Deckung gebracht werden können. Die Registerwalzen 70 bis 73 sind weiterhin stufenlos in einem zweiten Einstellbereich ein-
bo stellbar, in denen die Druckanfangslinien der Plattenzylinder zweier benachbarter Druckwerke, wie in F i g. 3 gezeigt, um mindestens die Breite der Gruben der Plattenzylinder des benachbarten Druckwerkes gegeneinander versetzt werden können.
b5 Wird beispielsweise nur eine Rolle 60 eingesetzt und die Druckgutbahn 68 zur Rolle 66 durch die Maschine geführt, so kann auf der Druckgutbahn 68 ein normaler Schön- und Widerdruck mit fünf verschiedenen Farben
erfolgen. Ein derartiger Druck kann beispielsweise zur Herstellung von Büchern mit farbigen Bildern Verwendung finden. Wird dagegen die Länge der Druckgutbahn 68 zwischen zwei benachbarten Druckwerken, z. R. 45 und 46, durch Schwenkung der Registerwalze 70 derart verändert, daß die Druckanfangslinien der Druckbilder der Plattenzylinder des Druckwerkes 46 gegenüber den Druckbildern der Plattenzylinder 50 um mindestens die Breite der Gruben der Zylinder versetzt werden, so läßt sich die Druckgutbahn, beispielsweise ein Geschenkpapier, beidseitig ununterbrochen mit einer Farbe bedrucken, wenn mit den Farbwerken der beiden Druckwerke die gleiche Farbe zugeführt wird. In den folgenden Druckwerken 47 bis 49 können dann noch mit drei weiteren Farben Muster aufgedruckt werden. Selbstverständlich kann die ununterbrochen aufzudruckende Farbe auch in zwei anderen Druckwerken, beispielsweise den Druckwerken 48 und 49, nach dem Aufdruck der Muster aufgebracht werden.
Da beim Tapetendruck in der Regel nur verhältnismäßig schmale Druckgutbahnen bedruckt werden, können weiterhin zwischen den Druckwerken, wie die F i g. 5 und 6 zeigen, Umlenkwalzen 78 angeordnet werden, um deren Achse eine in zwei Abschnitte 79, 80 unterteilte Registerwalze 81 schwenkbar ist. Diese Maßnahme schafft die Möglichkeit, beispielsweise zwei Druckgutrollen nebeneinander in den Rollenträger 59 einzusetzen und die eine dieser beiden Bahnen ununterbrochen einfarbig mit einer Grundfarbe und in den drei nachgeschalteten Druckwerken mit einem dreifarbigen Muster zu bedrucken, während die andere der beiden Bahnen einen ununterbrochenen zweifarbigen Druck mit einem einfarbigen Mustereindruck erhält. Dabei ist jedem Abschnitt 79, 80 ein eigenes Stellmittel 82, beispielsweise ein von einem Elektromotor angetriebener Schneckentrieb, zur Einstellung zugeordnet.
Die Druckmaschine nach F i g. 7 umfaßt zwei Zuführeinrichtungen mit zwei Rollenträgern 83,84 für je eine Rolle 85,86, von der je eine Druckgutbahn 87,88 abgezogen und durch je ein Einzugswerk 89,90 drei Druckwerken 9i, 92, 93 zugeführt wird. Das Druckwerk 9! umfaßt zwei Plattenzylinder 94, 95, denen je ein Farbwerk 96, 97 und je ein Filmfeuchtwerk 98, 99 zugeordnet sind. Mit jedem der beiden Plattenzylinder 94, 95 steht je ein Gummizylinder 100, 101 in Kontakt. Die Druckwerke 92, 93 sind ebenso ausgebildet wie das Druckwerk 91, umfassen also insbesondere je zwei Plattenzylinder 102, 103 bzw. 104,105 und je zwei Gummizylinder 106, 107 bzw. 108, 109. Zwischen den Druckwerken 91 und 92 ist eine Umlenkwalze 110 und eine um derer. Achse schwenkbare Registerwalze 111 angeordnet. In gleicher Weise befinden sich zwischen den Druckwerken 92 und 93 eine Umlenkwalze 112 sowie eine schwenkbare Registerwalze 113. Hinter den beiden Druckwerken ist zur Abführung der Druckgutbahnen eine Aufnahmeeinrichtung mit einem Rollenträger 114 vorgesehen, mit dem die bedruckten Druckgutbahnen zu einer Rolle 115 aufgewickelt werden können.
Die Maschine nach F i g. 7 bietet zunächst die Möglichkeit, auf einer Druckgutbahn, z. B. 87, einen dreifarbigen Schön- und Widerdruck durchzuführen. Hierzu werden die Registerwalzen 111, 113 derart eingestellt, daß die Druckanfangslinicn der Platten aller Plattenzylinder 94, 102,104 und 95,103, 105 beim Durchlauf der Druckguibahn 87 stets zusammenfallen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, durch Ändern der Einstellung einer der beiden Registerwalzcn 111 oder 113 auf deiner Druckgutbahn mit einer Farbe, beispielsweise mitttels der Druckzylinder 94,102 und 95,103 und einen fortlaufenden Schön- und Widerdruck durchzuführen. Im Druckwerk 93 kann dann mit einer weiteren Farbe ein Muster eingedruckt werden.
Die beschriebene Maschine bictet aber auch mit der in Fig. 7 dargestellten Bahnführung die Möglichkeit, eine Druckgutbahn 87 in den beiden Druckwerken 91, 92 auf der oberen Seite ununterbrochen mit einer Farbe zu bedrucken, während auf die Unterseite mittels der
ίο den Plattenzylindern 95 und 103 zugeordneten Filmfeuchtwerke eine ununterbrochene Klebstoffschicht aufgebracht wird. Hierzu ist die Registerwalze 111 so zu verstellen, daß die Druckplatte des Druckzylinders 102 wiederum den von der Grube des Druckzylinders 94 herrührenden unbedruckten Abschnitt mit der gleichen Farbe bedruckt. Unterhalb der Druckwerke 91, S2 wird dann die Druckgutbahn 88 der Druckgutbahn 87 unmittelbar vor Einlauf zwischen die Gummizylinder 108 und 109 zugeleitet. Im Druckwerk 93 kann nunmehr auf der Oberseite der Druckgutbahn 87 ein Muster mit einer zweiten Farbe eingedruckt werden, während auf die untere Seite der Druckgutbahn 88 ein Druck mit einer Farbe aufgebracht wird. Eine derartige Anordnung ist dazu bestimmt, Aufklebefolien, deren Klebstoffseite durch eine Schutzfolie abgedeckt ist, herzustellen. Selbstverständlich können noch weitere Druckwerke vorhanden sein, falls auf die Klebefolie mehr als zwei Farben aufgedruckt werden sollen. In diesem Fall werden die zusätzlichen Druckwerke zwischen dem Einzugswcrk 89 und dem Druckwerk 91 angeordnet. Soll dagegen außerdem die Druckgutbahn 88, also die Schutzfolie, mehrfarbig bedruckt werden, so wären die Druckwerke zwischen dem Druckwerk 93 und dem Rollenträger 114 anzuordnen.
Fig.8 zeigt eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Erfindung an einem Neun-Zylinder-Druckwerk. Dieses umfaßt einen zentralen Druckzylinder 116, um den herum vier Gummizylinder 117 bis 120 angeordnet sind, die ihrerseits mit je einem Plattenzylinder 121 bis 124 in Kontakt stehen. Den Plattenzylindern 121 — 124 ist in an sich bekannter, nicht näher dargestellter Weise je ein Farbwerk und ein Feuchtwerk zugeordnet. Zwischen jeweils zwei durch einen Plattenzylinder
121 — 124 und einen Gummizylinder 117—120 gebildeten Teildruckwerken ist je eine Registerwalze 125,126, 127 angeordnet. Jede Registerwalze 125, 126, 127 ist etwa geradlinig in Richtung zum Druckzylinder 116 bzw. von diesem weg verschiebbar gelagert. Die Registerwalze 125 ist wiederum in eine erste Einstellung so überführbar, in der sie die durch das Druckwerk laufende Druckgutbahn 128 so weit längen kann, daß die Druckanfangslinien der Platten der Plattenzyiinder i2i,
122 zusammenfallen. Die Registerwalze 125 kann dann in eine zweite Einstellung überführt werden, in der wiederum die Platte des Plattenzylinders 122 dazu dienen kann, den vom Druck mit der Platte des Plattenzylinders
121 verbleibenden weißen Streifen mit der gleichen Farbe zu bedrucken, so daß sich ein ununterbrochener, einfarbiger Druck ergibt.
Die gleichen Einstellmöglichkeiten sind für die Registerwalzen 126 und 127 vorgesehen. Wenn auch andere Führungen der Druckgutbahn 128 an der Maschine vorgesehen sind, so könnte eine vierte Registerwalze zwischen den Plattcnzylindern 121 und 124 angeordnet
h5 werden.
Bei der dargestellten Führung der Druckgutbahn 128 erhält diese mittels der Platten der Plattenzylinder 121,
122 einen ununterbrochenen Druck mit einer ersten
Farbe. Anschließend können über die Plaltenzylinder 123 und 124 mit zwei weiteren Farben Muster auf die Druckgutbahn 128 aufgedruckt werden.
F i g. 9 zeigt ein Anwendungsbeispiel der Erfindung bei einem Acht-Zylinder-Hochdruckwerk. Hier sind vier Plattenzylinder 129, 130, 131 und 132 vorgesehen, denen je ein nicht dargestelltes Farbwerk zugeordnet ist. Jeder der Plattenzylinder 129—132 arbeitet mit einem Druckzylinder 133, 134, 135, 136 zusammen. Weiterhin sind zwischen den Plattenzylindern 129—132 drei Registerwalzen 137 vorgesehen, die wiederum geradlinig in Pfeilrichtung einstellbar angeordnet sind. Die Druckgutbahn 140 läuft jeweils zwischen einem Platten- und Druckzylinderpaar hindurch und umschlingt die Registerwalzen 137 bis 139. Jede der Registerwalzen 137—139 ist wiederum in zwei verschiedene Einstellungen überführbar. So ist die Registerwalze 137 derart eingestellt, daß der beim Druck mit dem Plattenzylinder 129 im Bereich der Grube verbleibende unbedruckte Abschnitt durch den Plattenzylinder 130 bedruckt wird, während die Registerwalzen 138,139 so eingestellt sind, daß mit den Druckzylindern 131, 132 jeweils eine zusätzliche Farbe eingedruckt werden kann. Auch bei diesem Druckwerk kann, wenn auch andere Führungen der Druckgutbahn 140 vorgesehen sind, eine weitere Registerwalze zwischen den Plattenzylindern 129 und 132 vorgesehen sein.
Wie die Beschreibung zeigt, ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So könnte beispielsweise mit der Anordnung gemäß F i g. 9 auch ein Flexo-Druck oder ein DiLitho-Druck durchgcführt werden.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
40
50 I
fa5

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Rollenrotationsdruckmaschine mit mindestens einem Druckaggregat, das wenigstens zwei mit je einem Farbwerk zusammenwirkende und mit je einer Zylindergrube zur Aufnahme der Plattenspannmittel versehene Plattenzylinder umfaßt, mit deren Platten eine Druckgutbahn ununterbrochen bedruckbar ist, und bei der Mittel zur Urnfangsregisterveränderung vorgesehen sind, mit denen die Druckanfangslinien zweier benachbarter Plattenzylinder zur Deckung bringbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Umfangsregisterveränderung zusätzlich so ausgebildet sind, daß die Druckanfangslinien beider Plattenzylinder um wenigstens die Breite der Zylindtrgruben (5,6,9,10) gegeneinander versetzbar sind.
2. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Umfangsregisterveränderung im Einstellbereich für ununterbrochenen Druck stufenlos einstellbar ausgebildet sind.
3. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zur Umfangsregisterveränderung eine Kupplung (30) zwischen einer Hauptantriebswelle (17) und mindestens dem einen Plattenzylinder (4) vorgesehen ist, deren Kupplungshälften (32,33) wahlweise in unterschiedlichen Drehlagen gegeneinander feststellbar sind.
4. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einander zugewandten Seiten der Kupplungshälftcn (32, 33) je einen Zahnkranz (34,35) tragen.
5. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel zur Umfangsregisterveränderung mindestens eine zur Verlängerung bzw. Verkürzung der Druckgutbahn (68,69, 87, 88, 128, 140) zwischen den Plattenzylindern (50,51,94,95, 102,103,104,105,121 bis 124, 129 bis 132) angeordnete Registerwalze (70 bis 73;81; 111,113,125 bis 127; 137 bis 139) vorgesehen ist.
6. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Registerwalze (81) in zwei einzeln einstellbare Abschnitte (79,80) in Achsrichtung unterteilt ist.
7. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Maschine mit mehreren mit je einem Plattenzylinder (121 bis 124) in Kontakt stehenden Gummizylindern (117 bis 120), die um einen gemeinsamen, zentralen Druckzylinder (116) angeordnet sind, die Mittel zur Umfangsregistervennderung zwischen zwei benachbarten Gummizylindern angeordnete Registerwalzen (125 bis 127) umfassen, um die die Druckgutbalin (128) unter Abheben vom Druckzylinder (116) führbar ist.
8. Rollenrotationsdruckmaschine nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet,daß mittels zweier zusammenwirkender Gummizylinder (100, 101, 106, 107) ;iuf die eine Seite der Druckgutbahn (87) ein Druck und auf deren andere Seite ein Klebstoff aufbringbar is; und der Druckgutbahn (87) vor Durchlauf zwischen zwei weiteren Gummizylindern (108, 109) eine zweite Dnickguibahn (88) zuführbar ist. so daß mit den zwei weiteren (iimiini/ylindern (108,109) ein zweiter Druck auf die erste Druckgutbahn (87) und ein Druck auf die Außenseite der zweiten Druckgutbahn (88) aufbringbar ist
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