DE3237604C2 - Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung als Werkstoff zur Herstellung von Dichtungsmaterial für Weichglas - Google Patents

Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung als Werkstoff zur Herstellung von Dichtungsmaterial für Weichglas

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DE3237604C2
DE3237604C2 DE3237604A DE3237604A DE3237604C2 DE 3237604 C2 DE3237604 C2 DE 3237604C2 DE 3237604 A DE3237604 A DE 3237604A DE 3237604 A DE3237604 A DE 3237604A DE 3237604 C2 DE3237604 C2 DE 3237604C2
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Abstract

Es wird ein Dichtungsmaterial gezeigt für Weißglas, das aus einer Weichglas-abdichtenden Legierung aus dem Eisen-Nickel-Chrom-System besteht, wobei die Legierung etwa 40 bis 55 Gew.-% Nickel und etwa 3 bis 8 Gew.-% Chrom enthält und darauf eine Oxidschicht ausgebildet ist mit einem Schwefelgehalt von nicht mehr als 15 ppm und einem Phosphorgehalt von nicht mehr als 20 ppm.

Description

Bekannte Dichtungsmaterialien für Weichglas schließen eine Legierung aus dem Eisen(Fe)-Nickel(Ni)-Chrom(Cr)-System ein, wie eine 42 Ni-6 Cr-Fe-Legierung oder eine Legierung aus den Eisen-Nickel-System wie eine 48-52 Ni-Fe-Legierung sowie eine Legierung aus dem Eisen-Chrom-System wie eine 18 — 27 W Cr-Fe-Legierung. Aufgrund der ausgezeichneten Dichtungswirkung wird die Legierung aus dem Eisen-Nickel-Chrom-System besonders häufig verwendet. ' Wird ein Dichtungsmaterial aus einer Legierung aus dem Eisen-Nickel-Chromsystem zusammen mit Weich- ,
glas angewendet, so wird das Dichtungsmaterial üblicherweise zunächst in einem feuchten Wasserstoffofen ,
unter Ausbildung einer Oxidschicht auf der Oberfläche voroxidiert und anschließend dann zum Versiegeln von Weichglas verwendet. Bei einer üblichen Legierung aus diesem System besteht nun das grundsätzliche technische Problem, die Haftung zwischen der durch Voroxidationsbehandlung ausgebildeten Oxidschicht und dem , darunterliegenden Metall zu verbessern. Zur Lösung dieses Problems hat man schon geringe Mengen an Aluminium, Silizium. Vanadium und Seltenen Erdmetallen zu der Legierung zuzugeben, um dadurch die Eigenschaften der Oxidschicht zu verbessern. Obwohl man dadurch die Haftung in einem gewissem Maße verbessern JJ' kann, besteht doch noch ein Bedürfnis, Dichtungen mit größerer Zuverlässigkeit zu erhalten. t
Bei einem Körper, den man erhält, indem man ein Dichtungsmittel mit Weichglas verbindet, soll die Oxidschicht auf der Oberfläche des Dichtungsmaterials eine möglichst geringe Dicke haben. Denn eine Oxidschicht >
mit einer größeren Dicke neigt aufgrund der der Oxidschicht inhärent anhaftenden Empfindlichkeit dazu, sich abzulösen, und dadurch wird an dem abgelösten Teil eine hermetische Abdichtung gestört (d. h., daß ein Leck eintritt), und darüber hinaus ergibt sich aufgrund der unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen der Dichtungsmasse und dem Glas eine größere Spannung im Glas.
Deshalb soll die Oxidschicht vorzugsweise so dünn wie möglich sein, und gewöhnlich wird die Schicht in einer Dicke von etwa 0,5 bis 5 μπι ausgebildet. Wenn man jedoch versucht, die Oxidschicht noch dünner zu gestalten, um eine noch bessere Abdichtung zu bewirken, tritt ein Phänomen auf, bei welchem die Oxidschicht während der Abdichtung überoxidiert wird (d. h. ein Überoxidations-Phänomen, bei dem die Oxidation zum Teil unnormal '
abläuft und eine zu dicke Oxidschicht bildet), oder man beobachtet ein Phänomen, bei dem Eisenoxid aus der Grundlegierung ausblüht, wo durch die Dichtungsfestigkeit drastisch beeinträchtigt wird.
W) Die Erfinder haben nun festgestellt, daß diese Phänomene durch ungleichmäßige Festigkeit der durch eine Voroxidationsbehandlung per se gebildeten Oxidschicht verursacht wird und nicht durch eine schlechte Haftung zwischen der Oxidschicht und dem darunter befindlichen Metall.
Λ >abe der Erfindung ist es. ein Dichtungsmaterial zur Verfügung zu stellen, dessen Oxidschicht eine gleiciimäßig hohe Festigkeit aufweist und welches beim Versiegeln die vorerwähnten Nachteile nicht aufweist,
b5 und zwar auch dann nicht, wenn man die Oxidschicht dünner ausbildet und wodurch die Dichtungsfestigkeit gegenüber Glas, insgesamt verbessert werden kann und beim Abdichten von Glas Spannungen minimalisiert werden.
Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung mit einem Gehalt von 40 bis
55% Nickel und 3 bis 8% Chrom als Werkstoff zur Herstellung von Dichtungsmaterial für Weichglas mit der Maßgabe, daß an der Oberfläche der Legierung eine Oxidschicht mit einem Schwefelgehalt von nicht mehr als 15 ppm und einem Phosphprge.halt von nicht mehr als 20 ppm gebildet ist.
Es wurde festgestellt, daß'die|Diiphtungseigenschaften durch den Schwefelgehalt (S) und Phosphorgehalt (P) in der auf der Oberfläche jjlejr. Dichtungsmasse gebildeten Oxidschicht beeinflußt wird. Der in der Oxidschicht enthaltene Schwefel ist für; aie ßildung von Verbindungen mit niedrigen Schmelzpunkten wie Ni-S, Cr-S, Fe-S etc. verantwortlich, unÖ in ^'größerem Maße diese Verbindungen vorhanden sind, um so stärker wird die Festigkeit der OxidschichtVjejisch|echtert Darüber hinaus kann man annehmen, daß das Überoxidationsphänomen oder das Ausblühen vph Eisenoxid aus dem darunter befindlichen Metall stattfindet, weij diese Verbindungen in der Hitze während des Abdichtungsverfahrens aufgrund ihrer niedrigen Schmelzpunkte leicht schmelzen. Der in der Oxidsqhjcht enthaltenePhosphor steht in Beziehung zu der Schwefelkomponente und verstärkt den negativen Einfluß des Schwefels. Infolgedessen soll der Schwefelgehalt in der Oxidschicht nicht mehr als 15 ppm und der Phosphorgehalt nicht mehr als 20 ppm ausmachen. Um noch bessere Abdichtungswirkungen zu erzielen, soll der Schwefelgehalt und der Phosphorgehalt vorzugsweise nicht mehr als jeweils 5 ppm betragen.
Die verwendete Legierung, die sich unter dem Überzug aus dem Metalloxid befindet, hat aus den nachfolgenden Gründen die folgende Zusammensetzung: Liegt der Nickelgehalt unterhalb etwa 40%. dann erhöht sich der Unterschied in den thermischen Ausdehnungskoeffizienten zwischen der Legierung und dem Glas in unerwünschtem Maße: Um die bei dem Abdichtungsverfahren auftretenden Spannungen zu vermindern, wobei diese Spannungen dadurch minimalisiert werden, daß man sowohl den Biegepunkt der Kurve des thermischen Ausdehnungskoeffizienten der erhaltenen Legierung und den thermischen Ausdehnungskoeffizienten der Legierung bei einer niedrigen Temperatur erhöht, soll der Nickelgehalt vorzugsweise nicht weniger als etwa 46% betragen. Übersteigt er etwa 55%, so wird der thermische Ausdehnungskoeffizient zu hoch. Der Nickelgehalt soll vorzugsweise nicht mehr als etwa 50% ausmachen. Ein Chromgehalt von weniger als etwa 3% erniedrigt den thermischen Ausdehnungskoeffizienten der Legierung und, wenn er etwa 8% übersteigt, erhöht sich der thermische Ausdehnungskoeffizient der Legierung in nachteiliger Weise, und infolgedessen sind beide Fälle für das Dichten von Glas ungeeignet. Vorzugsweise liegt der Chromgehalt bei etwa 5 bis 7%.
Es ist vorteilhaft, wenn die Legierung Spuren an Aluminium (Al), enthält, um dadurch die Oxidschicht dichter zu machen und die Haftung zwischen dem darunter befindlichen Metail und der Oxidschicht zu erhöhen. Um diese Wirkung erfolgreich zu erzielen, soll das Aluminium vorzugsweise in einer Menge von nicht weniger als etwa 0,02% enthalten sein. Ist es in einer Menge von mehr als etwa 1,5% vorhanden, so wird der Biegepunkt der Kurve des thermischen Ausdehnungskoeffizienten erniedrigt und die Spannung der Legierung während des Abdichtungsverfahrens erhöht. Vorzugsweise soll der Al-Gehalt bei etwa 0,1 bis 0.5% liegen.
Weiterhin kann bei einer Legierung die eines oder mehrere Seltene Erdmetall(e) in Mengen von etwa 0,001 bis 2% enthält, die Haftung zwischen der Oxidschicht und der darunter befindlichen Metallschicht in gleichem Maße wie durch die Zugabe von Al verbessert werden. Sind das oder die Seltenen Erdelement(e) zusammen mit Al vorhanden, so wird hiit Al eine synergistische Wirkung erzielt. Die hier erwähnten Seltenen Erdmetalle schließen das 57. bis 71. Element des Periodischen Systems sowie Yttrium (Y) und Scandium (Sc) ein. Für die praktische Anwendung kommt ein Mischmetall enthaltend etwa 40% oder mehr an Cer (Ce) in Frage. Sind das oder die Seltenen Erdmetalle) in Mengen von mehr als etwa 2% vorhanden, so wird die Verarbeitbarkeit der Legierung verschlechtert, und die Legierung wird zu teuer. Infolgedessen soll die Menge an Seltenem Erdmetall bei etwa 0,3% oder weniger'liegen.
Die Legierung kann weiterhin etwa 0,05 bis 1,5% Titan (Ti), Vanadium (V), Niob (Nb), Tantal (Ta) und/oder Zirkon (Zr) enthalten, wodurch die Haftung zwischen der Oxidschicht und dem darunter befindlichen Metall verbessert wird. Beispielsweise unterdrückt Vanadium das Wachstum von nadeiförmigen Oxidkristallen, die sich an der Oberfläche der Oxidschicht bilden und dadurch werden die Abdichtungseigenschaften der Oxidschicht gegenüber Glas verbessert. Die so verbesserte Oxidschicht weist eine ausgezeichnete Haftung zu der darunter befindlichen Metallschicht auf und hat außerdem auch den Vorteil, daß ihr elektrischer Widerstand erniedrigt wird und man sehr Reicht Punktschweißen kann. Wenn das oder die vorerwähnten Element(e) in Mengen oberhalb etwa 1,5% vorliegen, so werden die Abdichtungseigenschaften verschlechtert.
Infolgedessen soll'der.Gehalt vorzugsweise bei nicht mehr als 0,3% liegen.
Weiterhin kann die Legierung auch noch etwa 0,5 bis 3% Silizium (Si) enthalten, wodurch die Haftung der Oxidschicht an das danunter befindliche Metall verbessert wird. Bei der Durchführung der Voroxidationsbehandlung bildet SiliziÜmJei.Qe Schicht zwischen der Chromoxidschicht und dem darunter befindlichen Metall und dadurch wird die Haftung der Oxidschicht an das darunter befindliche Metall verbessert. 1st Silizium in einer Menge oberhalb etwa 3% vorhanden, dann wird der Biegepunkt fjer Kurve des thermischen Ausdehnungskoeffizienten der Legierung erniedrigt, und dadurch erhöht sich die Spannung während des Abdichtungsverfahrens.
Sauerstoff (O2) und Stickstoff (N2), die in der Legierung enthalten sind, beeinflussen die Bildung und die Dichte der Oxidschicht und verschlechtern die Haftung zwischen der Oxidschicht und dem darunter befindlichen Metall, wenn sie in Mengen von jeweils mehr als etwa 200 ppm vorliegen.
Für die praktische Anwendung kann die Legierung weiterhin noch Mangan (Mn), Calcium (Ca) und Magnesium (Mg) enthalten, und zwar insbesondere etwa 0,5% oder weniger Mn. etwa 0,1% oder weniger Ca und etwa 0,1 % oder weniger Mg, die als Entoxidationsmittel bei der Herstellung der Legierung verwendet werden.
Die erfindungsgemäß verwendeten Dichtungsmassen erhält man. wenn man sie in einer oxidativen Atmosphäre während der Herstellung der Dichtungsmassen einer Oxidationsbehandlung unterwirft. Im allgemeinen erhält man das Dichtungsmaterial nach den folgenden Stufen: Aufschmelzen eines Barrens; Schmieden; Warmwalzen, Kaltwalzen; Glühen (das Kaltwalzen und das Glühen kann mehrere Male wiederholt werden); Fabrikation; Abbeizen und Voroxidation. Um in vorteilhafter Weise das erfindungsgemäß verwendete Dichtungsmaterial herzustellen, wird die Oxidationsbehandlung vorzugsweise bei einer Temperatur von 500 bis 1300°C während
10 s bis 60 min und noch bevorzugter bei 600 bis 1000°C während 30 s bis 10 min in einer oxidjätiven Atmosphäre nach der Fabrikationsstufe durchgeführt, oder die gleiche Oxidationsbehandlung wird nach der Voroxidation durchgeführt Das gleiche Ziel kann man auch erreichen, indem man die Temperungsstufe. die im Laufe des Kaltwalzens durchgeführt wird, in einer oxidativen Atmosphäre durchführt Auf diese Weise werden in der 5 Oberflächenschicht enthaltener Schwefel und Phosphor zuvor entfernt. Von den vorerwähnten Stufen wird die Temperungsstufe vorzugsweise in einer reduzierenden Atmosphäre oder einer neutralen Atmosphäre wie trockenem Wasserstoff etc. bei einer Temperatur von etwa 800 bis 10000C während 10 bis 50 min durchgeführt, und die Abbeizstufe wird vorzugsweise unter Verwendung von Salzsäurelösung oder Schwefelsäurelösung durchgeführt. Die Voroxidation wird in einer Atmosphäre aus feuchtem Wasserstoff bei einer Temperatur von ι ο 1050 bis 1250° C während 10 bis 100 min durchgeführt.
Di? Erfindung wird ausführlich im nachfolgenden Beispiel beschrieben.
Beispiel
Legierungsbarren entsprechend Proben mit der in Tabelle 1 gezeigten Zusammensetzung (Proben Nr. 1 bis 8) wurden geschmiedet und dann kaltgewalzt unter Erhalt von Platten mit einer Dicke von jeweils 1 mm, und anschließend wurden diese unter Ausbildung von Proben von 30 mm Länge und 10 mm Breite geglüht. Eine Hälfte der Proben wurde einer Abbeizung unterworfen, die andere Hälfte wurde einer Oxidationsbehandlung bei einer Temperatur von 800° C während 5 min in einer oxidierenden Atmosphäre unterworfen, dann erfolgte das Abbeizen, und daran schloß sich Jie Voroxidation bei einer Temperatur von 1100° C während 20 min in einer Atmosphäre aus feuchtem Wasserstoff mit einem Taupunkt von 10 bis 40°C an. Anschließend wurde 1 g Weichglas in die Mitte einer jeden Probe gelegt und dort bei einer Temperatur von 12000C während 5 min in Gegenwart der umgebenden Atmosphäre eingesiegelt.
25 Tabelle I
Probe Ni Cr Al O2 N2 MM Y Sc V Si Mn Fe
0,28 0,15 Rest 0,25 0,25 Rest 0,20 0,20 Rest 0,02#)
0,2
0,2
*) MM: Mischmetall enthaltend 70% Ce und 30% La
Bei den so versiegelten Glasproben wurde der Schwefelgehalt und der Phosphorgehalt in der Oxidschicht untersucht. Weiterhin wurde auch das Vorhandensein oder das NichtVorhandensein einer Überoxidation in der Abdichtungsebene aus der darunter befindlichen Metalloberfläche. Weiterhin wurde auch die Haftung der Oxidschicht und des darunter befindlichen Metalls sowie die Abdichtungseigenschaften zwischen dem Glas und dem darunter befindlichen Metalls untersucht. Die Ergebnisse werden in der Tabelle II gezeigt. In der Tabelle Il wird der Buchstabe »A« für solche Proben gebraucht, bei denen keine Oxidationsbehandlung stattgefunden hat, und der Buchstabe »B« bezeichnete Probe, bei denen eine Oxidationsbehandlung durchgeführt wurde. Das Vorhandensein oder die Abwesenheit einer Überoxidation in der Abdichtungsebene wurde bestimmt, indem man die Zunahme der während der Oxidation gebildeten Menge des Oxids bestimmte. Eine Überoxidation wird
so mit »vorhanden« bezeichnet, wenn die durch die Oxidation erhöhte Menge 0,5 mg/cm2 überstieg. Das Ausblühen von Eisenoxid wurde durch die Größe der Ausblühfläche (die grau ist) an der Oberfläche der Probe bestimmt; das Zeichen » + + « zeigt eine Probe, bei welcher die Ausblühfläche weniger als 10% ausmachte und das Symbol » + « bezeichnete Proben, bei denen die Ausblühfläche mehr als 10% ausmachte. Die Ergebnisse wurden durch Untersuchung von jeweiis 20 Proben aus den Proben 1 bis 8 erhalten.
Die Haftung und die Dichtungseigen-chaften wurden untersucht, indem man die abgedichteten Glasproben mit einem Hammer bearbeitete, zerstörte und das Glas dann entfernte. Jeweils 100 Proben für jede der Proben gemäß 1 bis 8 wurden für diese Untersuchungen verwendet. Die Anhaftung zeigt die Festigkeit zwischen der Oxidschicht und dem darunter befindlichen Metall an: »+ + +« bedeutet eine Probegruppe, bei welcher 95% oder mehr der Proben keine Abtrennung der Oxidschicht von der darunter befindlichen Metallschicht zeigten,
bo das Symbol» + + « zeigt, daß 80% oder mehr und das Symbol » + «, daß weniger als 80% diesen Test bestanden. Das Symbol » + + + « bezeichnet eine Probengruppe, bei welcher die Gesamtanzahl der Proben, bei denen die Oxidschichten vom Glas bei dem vorerwähnten Schlagtest abgetrennt wurden und bei den Proben, bei denen beim gleichen Versuch eine Trennung der Oxidschicht von der darunter befindlichen Metallschicht stattfindet, im Bereich von 0 bis 10% liegt: das Symbol »+ +« ergibt einen Wert von 10 bis 40% und das Symbol » + « einen
n'. Wert von mehr als 40%.
30 ! 42,0 5.65 0,15 220 200
2 41,85 5.8 220 180
3 47,1 6,0 0.2 120 120
4 47.2 6,0 0,15 180 150
5 47.0 5,8 0,2 155 180
35 6 46,8 6.0 0,16 175 180
7 47.5 5,6 0,15 180 165
8 47,2 5,6 0.2 160 190
0,21 0,11 Rest
0,25 0,25 Rest
0,25 0,20 Rest
0,22 0,2 Rest
1,0 0,2 Rest
Tabelle II
Probe Schwefel- und Phosphor Überoxidation Ausblühen Haftung Dichtungs
Nr. gehalt in der Oxid von Eisen eigenschaften
schicht (ppm) oxid
S P
1 A
B
16
10
20
10
vorhanden
nicht vorhanden
4- 4- 4- 4-
4- 4-
4-
4- 4-
2A
B
17
8
21
7
vorhanden
nicht vorhanden
4- 4- 4-
4- 4-
4-
4- 4-
3A
B
16
4
20
5
vorhanden
nicht vorhanden
4-
4- 4-
4- 4-
4-4-4-
4- 4-
4-4-4-
4A
B
18
5
20
5
vorhanden
nicht vorhanden
4-
4- 4-
4- 4-
4-4-4-
4- 4-
4-4-4-
5A
B
16
5
21
5
vorhanden
nicht vorhanden
4-
4- 4-
4- 4-
4-4-4-
4- 4-
4-4-4-
6A
B
20
5
24
5
vorhanden
nicht vorhanden
4-
4- 4-
4- 4-
4-4-4-
4- +
4-4-4-
7 A
B
17
5
23
5
vorhanden
nicht vorhanden
4-
4- 4-
4- 4-
4-4-4-
4- 4-
4-4-4-
8A
B
18
5
21
4
vorhanden
nicht vorhanden
4-
4- 4-
4- 4-
4-4-4-
4- 4-
4-4-4-
Aus der Tabelle I! geht hervor, daß man mit einer Dichtungsmasse gemäß der Erfindung vorteilhaftere Abdichtungen erhält
Jede der Proben wurde weiterhin einem Salzwassersprühtest unterworfen (Sprühzeit 8 h). um die Anwesenheit oder Abwesenheit einer Rostbildung festzustellen und um die Korrosionsbeständigkeit der Proben zu vergleichen. Es wurde bestätigt, daß sich Rost in geringem Maße bei den Proben aus der Gruppe 1 und 2 und überhaupt nicht bei den Proben aus den Gruppen 3 bis 8 bildeten, wobei die letzteren alle einen größeren Gehalt an Nickel enthielten.
Schließlich wurde der thermische Ausdehnungskoeffizient (bei 30 bis 4000C) bei jeder der Proben untersucht, und es wurde festgestellt, daß er bei den Proben aus der Gruppe 1 und 2 etwa 96 bis ungefähr 97 χ 10-7 cm/cm/°C betrug und bei den Proben der Gruppen 3 bis 8 etwa 101 bis ungefähr 103 χ 10"7 cm/cm/ 0 C. Die Proben der Gruppe 3 bis 8 zeigten während des Abdichtungsverfahrens weniger Spannung in dem Glas.
Aus dem Vorhergehenden ergibt sich, daß es durch die Erfindung ermöglicht wird, die Überoxidation der Oxidschicht und das Ausblühen von Eisenoxid aus der darunter befindlichen Metallschicht, wobei beide Effekte leicht während des Abdichtungsverfahrens stattfindet, zu unterdrücken und dadurch die Abdichtungswirkung zu verbessern. Infolgedessen kann man dünnere Oxidschichten an der Oberfläche des Abdichtungsmaterials ausbilden und dadurch die Zuverlässigkeit der abgedichteten Ebene erhöhen.

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung mit einem Gehalt von 40 bis 55% Nickel und 3 bis 8% Chrom als Werkstoff zur Herstellung von Dichtungsmaterial für Weichglas mit der Maßgabe, daß an der Oberfläche der Legierung eine Oxidschicht mit einem Schwefelgehalt von nicht mehr als 15 ppm und einem Phosphorgehalt voi' nicht mehr als 20 ppm gebildet ist.
2. Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung gemäß Anspruch 1 für den Zweck nach Anspruch 1, mit der Maßgabe, daß der Schwefelgehalt nicht meiir als 5 ppm und der Phosphorgehalt nicht mehr als 5 ppm beträgt.
3. Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung gemäß Anspruch 1 für den Zweck nach Anspruch 1, mit der Maßgabe, daß die Legierung Nickel in einer Menge von 46 bis 50% und Chrom in einer Menge von 5
bis 7% enthält.
4. Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung gemäß Anspruch 1, die weiterhin 0,02 bis i,5%
Aluminium enthält, für den Zweck nach Anspruch 1.
5. Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung gemäß Anspruch 1, die weiterhin 0,001 bis 2% eines oder mehrerer Seltener Erden enthält, für den Zweck nach Anspruch 1.
6. Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung gemäß Anspruch 1, die weiterhin 0,05 bis 1,5% von Titan, Vanadin, Niob. Tantal und/oder Zirkon enthält, für den Zweck nach Anspruch 1.
7. Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung gemäß Anspruch 1, die weiterhin 0,1 bis 3% Silicium enthält, für den Zweck nach Anspruch 1.
8. Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung gemäß Anspruch 1, deren Sauerstoffgehalt und deren Stickstoffgehalt auf nicht mehr als je 200 ppm eingestellt ist, für den Zweck nach Anspruch 1.
9. Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung gemäß Anspruch 1 für den Zweck nach Anspruch 1, mit der Maßgabe, daß der Schwefelgehalt und der Phosphorgehalt eingestellt werden, indem man das Dichtungsmaterial bei einer Temperatur von etwa 500 bis 13000C während 10 bis 60 min in einer oxidierenden Atmosphäre während der Stufen der Herstellung des Dichtungsmaterials erhitzt.
10. Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung gemäß Anspruch 9 für den Zweck nach Anspruch 1, mit der Maßgabe, daß das Erhitzen bei einer Temperatur von 600 bis 1000° C während einer Zeitspanne von 30 s bis 10 min durchgeführt wird.
DE3237604A 1982-09-08 1982-10-11 Verwendung einer Eisen-Nickel-Chrom-Legierung als Werkstoff zur Herstellung von Dichtungsmaterial für Weichglas Expired DE3237604C2 (de)

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