DE3311706C2 - - Google Patents
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
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- H01H33/04—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H33/16—Impedances connected with contacts
- H01H33/166—Impedances connected with contacts the impedance being inserted only while closing the switch
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- Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)
- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
- Push-Button Switches (AREA)
- Mechanisms For Operating Contacts (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Hochspannungsschalter mit
Einschaltwiderstand nach dem Oberbegriff des Patentan
spruches 1.
Bekannte Hochspannungsschalter dieser Art sind beispiels
weise in der DE-OS 19 39 555 sowie in der EP 00 31 791 A1
beschrieben.
Bei dem Hochspannungsschalter gemäß der DE-OS 19 39 555
besitzt die Kurve die Form einer segmentförmigen Kurven
scheibe, die drehfest an der für den Einschalthub in der
einen und für den Ausschalthub in der anderen Drehrich
tung verdrehbaren Antriebsstange befestigt ist. Ein an
das bewegliche Schaltstück gekoppeltes Folgeglied wälzt
sich auf dem Umfang dieser Kurvenscheibe ab. Im Zuge
eines Einschalthubes bewegt die Kurvenscheibe das genann
te Schaltstück gegen die Wirkung einer Feder bis in sei
ne Einschaltstellung, hält es dort bis unmittelbar vor
dem eigentlichen Ende des Einschalthubes des Schalters,
und läßt danach das Folgeglied frei. Das Schaltstück
der Hilfsschaltstelle schnellt sodann unter der Wirkung
der beim Einschalthub gespannten Feder zurück in die Aus
gangslage. Diesem Konzept haftet der Nachteil an, daß
am Ende dieses Zurückschnellens des Schaltstückes der
Hilfsschaltstelle zwei Anschläge aufeinanderprallen, und
der davon ausgehende Schlag kann verschiedenen Teilen,
namentlich den beweglichen Teilen der Hilfsschaltstel
le auf die Dauer abträglich sein, von Abnützung gar nicht
zu sprechen. Außerdem ist bei jedem Einschalthub die
dem Schaltstück der Hilfsschaltstelle beigeordnete Feder
zu spannen, und die dazu notwendige Arbeit ist vom Schal
terantrieb aufzubringen. Schließlich ist zu sagen, daß
gerade der am Ende des Einschalthubes erfolgende Öff
nungshub der Hilfsschaltstelle ausschließlich von der
einwandfreien Funktion der Feder sowie der einwandfreien
Verschiebbarkeit des der Hilfsschaltstelle zugeordneten
Schaltstückes abhängt. Falls z. B. durch irgendwelche Ab
lagerungen das Schaltstück in Einschaltstellung hängen
bleibt oder die Feder bricht, sind diese Funktionen
nicht mehr gewährleistet, d. h. es besteht keine Gewähr
für den Öffnungshub der Hilfsschaltstelle, weil dieser
Vorgang von außen weder einsehbar noch kontrollierbar
ist.
Ähnlich verhält es sich beim Schalter gemäß der
EP 00 31 791 A1. Dort ist das Schalt
stück der Hilfsschaltstelle über eine Pleuelstange an
eine Art Kurbeltrieb gekoppelt. Dieser Kurbeltrieb um
faßt eine drehfest auf der um etwa 90° hin und her ver
drehbaren Antriebsstange sitzende Scheibe, in der eine
kreisbogenförmige, etwa einem Winkel von 90° umspannen
de, zur Antriebsstange konzentrische Kulissenbahn ausge
bildet ist, die an einem ihrer Enden einen radial nach
außen abgewinkelten Abschnitt und am anderen Ende einen
Gummipuffer aufweist. Die Pleuelstange überspannt in
Ausschaltstellung die Antriebsstange und greift mit ih
rem antriebseitigen Ende mit einem Mitnehmer in den ab
gewinkelten Abschnitt der Kulissenbahn ein. Eine Feder
spannt das Schaltstück der Hilfsschaltstelle in Ausschalt
stellung vor. Wird nun die Kulissenbahn durch die An
triebsstange in der Richtung verdreht, in der der abge
winkelte Abschnitt der Kulissenbahn vorausläuft, so
wird das Schaltstück der Hilfsschaltstelle über die
Pleuelstange und gegen die Wirkung der Feder bis in die
Schließstellung vorgeschoben, bis der abgewinkelte Ab
schnitt der Kulissenbahn in bezug auf die Verschiebe
richtung des Schaltstückes eine solche Lage erreicht hat,
in der dessen Feder den Mitnehmer an der Pleuelstange
aus dem abgewinkelten Abschnitt herauszudrücken vermag.
Danach wird der Mitnehmer unter der Wirkung der Feder
schlagartig durch die Kulissenbahn verschoben, bis er an
deren anderem Ende auf den Gummipuffer auftrifft. Zu
gleich führt das Schaltstück der Hilfsschaltstelle den
Öffnungshub aus.
Hier gilt noch in vermehrtem Maß, was im Zusammenhang
mit der DE-OS 19 39 555 dargelegt wurde. Der Öffnungs
hub der Hilfsschaltstelle ist nur bei einwandfreier
Funktion der Feder, der Verschiebbarkeit des Schaltstüc
kes und zusätzlich bei freier Verschiebbarkeit des Mit
nehmers in der Kulissenbahn gewährleistet. Auch hier ist
beim Einschalthub eine Feder zu spannen, auch hier er
zeugt das Zurückschnellen des Schaltstückes der Hilfs
schaltstelle Schläge, die zwar durch den Gummipuffer
einigermaßen gedämpft sind.
Bei diesem Stand der Technik ist es ein Zweck der Er
findung, einen Schalter der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei dem die Bewegungen des Schaltstückes der
Hilfsschaltstelle auch beim Ausschalthub zwangsläufig
gesteuert sind, so daß beim Einschalthub des Schalt
stückes der Hilfsschaltstelle keine Feder zu spannen ist,
wobei darüber hinaus der ganze Bewegungsablauf schlag-
und erschütterungsfrei erfolgt.
Zu diesem Zweck weist der vorgeschlagene Schalter die im
Kennzeichen des Patentanspruches 1 definierten Merkmale
auf. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen
Patentansprüchen definiert.
Die Erfindung ist nachstehend rein beispielsweise an
Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine vereinfachte Außenansicht eines Hoch
spannungsschalters in "T"-Bauweise mit zwei
in Serie geschalteten Hauptschaltstellen, zu
denen je eine Hilfsschaltstelle mit Einschalt
widerstand parallelgeschaltet ist,
Fig. 2 eine vereinfachte Ansicht der der Hauptschalt
stellen und der Hilfsschaltstellen des Schal
ters gemäß Fig. 1 zugeordneten Getriebe, wo
bei für letzteres in der rechten Bildhälfte
eine Ausführungsvariante angedeutet ist,
Fig. 3 eine Ansicht der der Hilfsschaltstellen zugeord
neten Getriebe in der Stellung gemäß Fig. 1 und
in ihrer Anordnung im entsprechenden Getriebe
gehäuse,
Fig. 4 die rechte Hälfte des in Fig. 2 dargestellten
Getriebes kurz vor dem Ende eines Einschalt
hubes des Schalters,
Fig. 5 das in Fig. 4 gezeigte Detail am Ende des Ein
schalthubes,
Fig. 6 das in Fig. 4 gezeigte Detail im Zuge eines
Ausschalthubes,
Fig. 7 das in Fig. 4 gezeigte Detail am Ende des Aus
schalthubes bzw. vor Beginn des nächstfolgenden
Einschalthubes,
Fig. 8 ein Weg-Zeit (s-t) Diagramm des Bewegungsablaufes
der beweglichen Schaltstücke der Hauptschaltstel
le (ausgezogen) und der Hilfsschaltstelle (strich
punktiert), links während eines Einschalthubes
und rechts anschließend während eines Ausschalt
hubes des Schalters, und
Fig. 9 in schematischer Darstellung einen Teil einer
weiteren Ausführungsvariante.
In Fig. 1 ist ein Hochspannungsschalter 10 in "T"-Bauweise
zu erkennen, dessen spannungsführende Teile auf einem
rohrförmigen Stützisolator 11 abgestützt sind. Im Inneren
des Stützisolators 11 ist eine Antriebsstange 12 ange
ordnet, die von einem Schalterantrieb (nicht gezeigt)
ausgeht und durch diesen hin und her längsverschiebbar
ist. Auf dem Stützisolator 12 ist ein metallisches Ge
triebegehäuse 13 und auf diesem ein weiteres Getriebe
gehäuse 14 abgestützt. Wie sich noch zeigen wird, er
streckt sich die Antriebsstange 12 in beide Getriebege
häuse. Vom Getriebegehäuse 13 gehen zwei rohrförmige Iso
latoren 15 aus, die je eine konventionelle, in Fig. 1
links nur schematisch angegebene Hauptschaltstelle 17,
beispielsweise in der Art eines herkömmlichen Druckgas
schalters, beinhalten. An diese Hauptschaltstellen 17
sind die Hochspannungsleiter 16 angeschlossen, die über
die Hauptschaltstellen 17 miteinander verbindbar oder
(auch unter Last) voneinander trennbar sind.
Vom Getriebegehäuse 14 gehen ebenfalls zwei rohrförmige
Isolatoren 18 aus, die - wie schematisch rechts darge
stellt - je eine Serienschaltung eines Einschaltwiderstan
des 19 mit einer Hilfsschaltstelle 20 beinhalten. Diese
elektrischen Teile in den Isolatoren 18 sind über Leiter
21 einerseits und über die Getriebegehäuse 13, 14 ande
rerseits parallel zu den zugeordneten Hauptschaltstellen
17 geschaltet.
Sowohl die Hilfsschaltstellen 20 als auch die Hauptschalt
stellen 17 erhalten ihren Antrieb von der Antriebsstange
12 aus und zwar je über ein Getriebe. Diese Getriebe
sind nun an Hand der Fig. 2 und 3 näher beschrieben.
Man erkennt in Fig. 2 die Antriebsstange 12 in der Stel
lung, die sie im Zuge eines Einschalthubes einnimmt. Die
den Hauptschaltstellen 17 zugeordneten und im Getriebe
gehäuse 13 untergebrachten Getriebe sind reine Hebelge
triebe und je mit 22 bezeichnet. Auf der Antriebsstange
12 ist ein mit Lageraugen versehenes Kopplungsteil 23
befestigt, an dem bei 24 zu beiden Seiten das eine Ende
einer Koppel 25 angelenkt ist. Das andere Ende dieser
Koppel 25 ist bei 26 an dem einen Arm eines Winkelhe
bels 27 angelenkt, der um einen ortsfesten Zapfen 28
verschwenkbar ist. Am anderen Arm des Winkelhebels 27
ist bei 29 eine Koppel 30 angelenkt, die ihrerseits an
die zur Hauptschaltstelle führende Betätigungsstange
(nicht gezeigt) angelenkt ist. Aus dem Gesagten ergibt
sich, daß bei einem Einschalthub der Antriebsstange 12
(Teil 31) sich die Winkelhebel 27 im Sinne der Pfeile 32,
32′ verschwenken und diese Bewegung in eine mit den Pfei
len 33, 33′ bezeichnete Bewegung umsetzen und zwar ohne
Bewegungsumkehr. Mit anderen Worten lenken die Hebelge
triebe 22 lediglich die Bewegung der Antriebsstange 12
um und zwar mit einem vom Längenverhältnis der Arme des
Winkelhebels 27 abhängigen Übersetzungsverhältnis.
Dem ist nicht so bei den den Hilfsschaltstellen zugeord
neten Getrieben 34, die nachstehend hauptsächlich an
Hand der Fig. 2 und 3 beschrieben sind. An ihrem oberen
Ende trägt die Antriebsstange 12 zwei Rollen 35, über wel
che die Antriebsstange zwischen den parallelen Längskan
ten 36, 36′ zweier ortsfest im Gehäuse 14 angeordneten
Platten 37, 37′ geradlinig geführt ist (Fig. 3).
Auf der Höhe der Rollen 35 sind an der Antriebsstange 12
zwei Ausleger 38, 38′ befestigt von denecn der Ausleger
38 die Platte 37 an der dem Betrachter zugekehrten und
der Ausleger 38′ die Platte 37′ an der dem Betrachter ab
gekehrten Seite überspannt. In den Auslegern 38, 38′ ist
je ein geradliniges und rechtwinklig zur Antriebsstange
12 verlaufendes, durchgehendes Langloch 39, 39′ ausgebil
det. Auf der dem betreffenden Ausleger 38, 38′ zugekehr
ten Seite ist in jeder der Platten 37, 37′ eine Kulissen
bahn 40 ausgebildet, wobei in Fig. 2 und 3 nur jene in
der Platte 37 sichtbar ist, weil jene in der Platte 37′
dem Betrachter abgekehrt ist.
Aus den Fig. 2 und 3 ist deutlich zu erkennen, daß die
Kulissenbahn 40 eine in sich geschlossene Schleife be
schreibt. Diese Schleife besteht aus einem Abschnitt 41,
der zur Antriebsstange 12 hin konvex verläuft und aus
einem Abschnitt 42, der zur Antriebsstange 12 hin konkav
verläuft. Die beiden Abschnitte 41 und 42 münden beider
ends in je einen gemeinsamen Endabschnitt 43 bzw. 44. Im
Bereich beider Endabschnitte 43 bzw. 44 sind jeweils in
einer Richtung überfahrbare, in einer Ruhelage federnd
vorgespannte und auf Schwenkzapfen 45 bzw. 46 sitzende
Weichenzungen 47, 48 angeordnet.
Die Vorspannung der Weichenzungen 47, 48 kann auf ver
schiedene Weise erfolgen. Z. B. können, wie in Fig. 2
links oben dargestellt, die Schwenkzapfen 45, 46 der Wei
chenzungen 47, 48 die entsprechende Platte 37, bzw. 37′
durchsetzen und dort einen abstehenden Hebel 49 bzw. 50
tragen, wobei die freien Enden dieser Hebel mittels einer
Zugfeder 51 miteinander verbunden sind. Bei der in Fig. 2
oben rechts dargestellten Ausführungsvariante ist sowohl
der Weichenzunge 47 als auch der Weichenzunge 48 je ein
zweiarmiger Hebel 52 bzw. 53 zugeordnet, der um einen in
der Platte 37 sitzenden Schwenkzapfen 54 bzw. 55 ver
schwenkbar ist. Mit ihrem einen Ende drücken die Hebel
52, 53 die zugeordnete Weichenzunge 47, 48 in die darge
stellte Ruhelage, weil sie mit ihrem anderen Ende unter
der Wirkung einer Zugfeder 56 bzw. 57 stehen. Wenn nun
die Weichenzungen 47 bzw. 48 aus ihrer Ruhestellung ver
drängt werden, werden auch die Hebel 52 bzw. 53 ver
schwenkt, wobei dann deren andere Enden den Abschnitt 43
bzw. 44 der Kulissenbahn 40 überdecken. Sobald nach über
fahrener Weichenzunge - wie sich noch zeigen wird - ein
durch die Kulissenbahn 40 geführter Mitnehmer 58 in einen
der Abschnitte 43, 44 vordringt, verdrängt er dort die an
deren Enden der Hebel 52 bzw. 53, die ihrerseits die
Weichenzungen 47 bzw. 48 wieder in ihre Ruhestellung
zwingen.
Der bereits genannte Mitnehmer 58 durchsetzt auch das
Langloch 39 (39′) im Ausleger 38 (38′) und ist am Ende
einer zur Hilfsschaltstelle 20 führenden Betätigungs
stange 59 befestigt.
Aus dem Gesagten geht hervor, daß bei den Schalthüben
der Mitnehmer 58 die in Fig. 2 und 3 rechts erscheinende
Schleife der Kulissenbahn 40 nur im Gegenuhrzeigersinn
(Pfeil 60) durchlaufen kann. Bei der in Fig. 2 und 3 dar
gestellten Stellung ist zwar erst etwas mehr als die
Hälfte des Einschalthubes zurückgelegt, doch befindet
sich der Mitnehmer 58 am weitesten weg von der Antriebs
stange 12, d. h. die Hilfsschaltstelle ist bereits ge
schlossen. Kurz danach werden die über die Koppeln 30
bewegten Schaltstücke der Hauptschaltstellen 17 in Ein
griff miteinander gelangen, während die mit der Betäti
gungsstange 59 verbundenen Kontaktstücke der Hilfsschalt
stellen 20 bereits ihren Ausschalthub beginnen.
In Fig. 4 ist eine Stellung gegen Ende des Einschalthubes
des Schalters 10 gezeigt. Die Hauptschaltstellen 17 sind
bereits geschlossen. Geführt einerseits im Langloch 39
und andererseits im Abschnitt 42 der Kulissenbahn 40 ist
der Mitnehmer 48 dagegen wieder näher an die Antriebs
stange 12 herangeführt worden (die Hilfsschaltstellen
sind nun geöffnet), hat die Weichenzunge 48 aus ihrer
Ruhestellung verdrängt und steht im Begriff, in den End
abschnitt 44 einzufahren.
Die Stellung am Ende des Einschalthubes ist in Fig. 5
dargestellt. Die Betätigungsstange 49 ist durch den in
den Endabschnitt 44 eingefahrenen Mitnehmer 48 gegen
über der Fig. 4 noch etwas weiter zurückgezogen worden.
Bei einem Ausschalthub wird die Antriebsstange 12 von der
in Fig. 5 erscheinenden Stellung nach unten bewegt (Pfeil
60′ in Fig. 6). Dabei wird der durch das Langloch 39 mit
genommene Mitnehmer 58 durch die Weichenzunge 48 gezwun
gen, dem Abschnitt 41 der Kulissenbahn 40 zu folgen, mit
dem Ergebnis, daß die beweglichen Kontaktstücke der
Hilfsschaltstellen noch weiter zurückgezogen werden,
während die beweglichen Kontaktstücke der Hauptschalt
stellen 17 erst beginnen, außer Eingriff zu gelangen.
Die Kontaktstücke der Hauptschaltstellen sind bei der in
Fig. 6 dargestellten Stellung des Ausschalthubes etwa in
der idealen Löschdistanz voneinander entfernt. In dieser
Stellung hat der Mitnehmer 58 den Abschnitt 41 bereits
durchlaufen und die Betätigungsstange 59 noch weiter zu
rückgezogen und hat außerdem die Weichenzunge 47 aus
ihrer Ruhestellung verdrängt, um in den Abschnitt 43 ein
fahren zu können.
Die Ausschaltstellung ist in Fig. 7 dargestellt. Die An
triebsstange 12 hat ihre tiefste Stellung erreicht, die
beweglichen Kontaktstücke der Hauptschaltstellen 17 sind
am weitesten von den zugeordneten festen Kontaktstücken
entfernt, der Schaltlichtbogen ist gelöscht und der Mit
nehmer 58 in seine Endstellung im Abschnitt 43 mitgenom
men worden, wobei die Betätigungsstange 59 noch etwas
weiter zurückgezogen wurde.
Bei einem aus der Stellung gemäß Fig. 7 einsetzenden
Einschalthub wird dann der Mitnehmer durch die Weichen
zunge 47 gezwungen, wieder dem Abschnitt 42 der Kulissen
bahn 40 zu folgen.
In Fig. 8 ist ein Weg-Zeitdiagramm (s-t-Diagramm) der
Bewegungsabläufe der durch die Getriebe 22 bzw. 24 beweg
ten, beweglichen Kontaktstücke der Hauptschaltstellen 17
bzw. der Hilfsschaltstellen 20 dargestellt.
Die ausgezogene Kurve 61 zeigt den Bewegungsablauf der
beweglichen Kontaktstücke der Hauptschaltstellen 17 und
zwar bis zu ihrem Scheitelpunkt im Zuge eines Einschalt
hubes und nach ihrem Scheitelpunkt im Zuge eines Aus
schalthubes. Die Länge der Linie 62 entspricht dem ge
samten Weg eines Schalthubes. Die Höhe der Linie 63 zeigt
an, welcher Teil des gesamten Schulthubes zurückzulegen
ist, bis die Kontaktstücke der Hauptschaltstellen sich be
rühren. Der gesamte Einschalthub dauert tein, doch sind
die Kontaktstücke der Hauptschaltstellen bereits nach t′ein
im Eingriff. Der gesamte Ausschalthub dauert taus, doch
sind die Kontaktstücke bereits nach t′aus (gerechnet vom
Ende des Einschalthubes) außer Eingriff. Die strichpun
tierte Kurve 64 zeigt den Bewegungsablauf der über die
Getriebe 34 bewegten beweglichen Kontaktstücke der Hilfs
schaltstellen 20 während eines ganzen Schaltzyklus (Ein-
und Ausschalthub). Die Länge der Linie 65 entspricht dem
Weg eines gesamten Schalthubes des beweglichen Kontakt
stückes der Hilfsschaltstellen, während die Höhe der Li
nie 66 angibt, welcher Teil dieses Schalthubes zurück
zulegen ist, bis die Kontaktstücke der Hilfsschaltstel
len 20 einander berühren bzw. sich trennen.
Der Fig. 8 läßt sich entnehmen, daß die Hilfsschalt
stellen 20 in einem Zeitpunkt eingeschaltet werden, der
um tv vor dem Zeitpunkt liegt, in dem sich die Kontakt
stücke der Hauptschaltstellen 17 zu berühren beginnen.
Sodann bleiben die Hilfsschaltstellen während einer Zeit
dauer te geschlossen. In dieser Zeitdauer fällt der Ab
lauf der Zeit t′ein, d. h. jener Zeitpunkt, in dem die
Kontaktstücke der Hauptschaltstellen beginnen, in Eingriff
zu gelangen. Das Ende der Zeitdauer te liegt noch vor
dem Ablauf der Zeit tein, d. h. vor dem Ende des Einschalt
hubes des Schalters 10. Zwischen dem Ende der Zeitdauer
te und dem Ablauf der Zeit tein haben sich die bewegli
chen Kontaktstücke der Hilfsschaltstellen um die Strecke
67 voneinander entfernt.
Beim Ausschalthub, d. h. während der Zeit taus bewegen
sich dann die beweglichen Kontaktstücke der Hilfsschalt
stellen zurück in die Ausgangslage.
Bei der in Fig. 9 dargestellten Ausführungsvariante er
kennt man auf der dem Betrachter abgekehrten Seite der
Platte 37 den Ausleger 38 mit dem Langloch 39, das vom
Mitnehmer 58 an der Betätigungsstange 59 durchsetzt ist,
und die Kurve 40 in der Platte 37. Hier sind die Wei
chenzungen 47, 48 nicht federnd in eine Ruhelage vorge
spannt, sondern zwangsweise gesteuert.
Zu diesem Zweck ist an jede Weichenzunge 47, 48 das
eine Ende einer verschiebbar geführten Stellkoppel 68
bzw. 69 gelenkig angekoppelt, deren anderes Ende je
in eine Kulisse 70 bzw. 71 in Form eines gestreckten
S eingreift. Die Kulissen 70, 71 sind in einem an der
Seitenkante 36 der Platte 37 zwischen zwei Endlagen
verschiebbar geführten Schlitten 72 eingearbeitet. An
seinem unteren Ende weist der Schlitten 72 eine Aus
nehmung 73 auf, in die das eine Ende eines bei 74 auf
der Platte 37 schwenkbar gelagerten Fingers 75 ein
greift. Auf das andere Ende des Fingers 75 ist das eine
Ende einer Druckfeder 76 aufgezogen, dessen anderes
Ende auf einem an der Platte 37 etwa auf gleicher Höhe
wie die Lagerstelle 74 befestigten Widerlager 77 auf
gezogen ist. Da die Druckfeder 76 in entspanntem Zustand
länger ist als der Abstand zwischen der Lagerstelle 74
und dem Widerlager 77 und sie außerdem nicht geführt
ist, biegt sie sich je nach Stellung des Fingers 75
nach der einen oder anderen Seite durch.
Am Schlitten 72 ist außerdem noch eine durch zwei
Anschläge 78 und 79 begrenzte Führungsbahn 80 für die
Rollen 35 an der Antriebsstange 12 ausgebildet, wobei
die Länge der Führungsbahn 80 geringer ist als die
Länge des Schalthubes abzüglich des Abstandes der beiden Rol
len 35.
Fig. 9 zeigt das Getriebe 34 in Einschaltstellung des
Schalters. Die obere der Rollen 35 liegt am Anschlag 79
an und der Mitnehmer 58 befindet sich im oberen Endab
schnitt der Kulissenbahn 40.
Erfolgt nun ein Ausschalthub in Richtung des Pfeiles
80, bewegt sich die Antriebsstange 12 und mit ihr die
Rollen 35 und der Ausleger 38 nach unten. Die Weichen
zungen 48 und 47 sind so gestellt, daß der Mitnehmer
58 vom Endabschnitt 44 her kommend den konvexen Ab
schnitt 41 durchläuft. Der Schlitten 72 bleibt zunächst
unter der Wirkung der Feder 76 in der in Fig. 9 darge
stellten Lage. Kurz vor Ende des Ausschalthubes trifft
die untere der Rollen 35 auf den Anschlag 78 auf und
bewirkt, daß der Schlitten 72 ebenfalls nach unten ver
schoben wird. Dies hat einerseits zur Folge, daß auch
die Kulissen 70, 71 sich in bezug auf die zugeordneten
Stellkoppeln 68, 69 nach unten bewegen und andererseits,
daß der Finger 75 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt
wird. Dadurch wird auch die Feder 76 gezwungen, aus der
dargestellten, gebogenen Stellung sich nach der anderen
Seite durchzubiegen, wodurch der Finger 75 kippt und
nun über die Ausnehmung 73 den Schlitten federnd nach
unten in seine andere Endlage vorspannt. Inzwischen sind
die Kulissen 70, 71 soweit nach unten verschoben worden,
daß die Stellkoppeln 68, 69 in die von der Platte 37
entfernteren Endbereiche der Kulissen 70, 71 eingreifen,
wodurch die Weichenzungen 47, 48 zwangsweise umge
schaltet würden.
Bei einem nachfolgenden Einschalthub leiten die so umge
stellten Weichenzungen 47, 48 den Mitnehmer 58 aus dem
Endabschnitt 43 herkommend in den konkaven Abschnitt 42.
Erst gegen Ende des Einschalthubes trifft die obere der
Rollen 35 auf den Anschlag 79 auf, worauf der Schlitten
72 nach oben verschoben wird und der Finger 75 wieder
in die in Fig. 9 dargestellte Lage kippt. Dabei werden
auch die Weichenzungen 47 und 48 wieder in die in Fig. 9
dargestellte Lage zurückgestellt. Diese Ausführungsform
besitzt den Vorteil, daß es ausgeschlossen ist,
daß die Weichenzungen 47, 48 aus welchem Grund auch
immer in einer Zwischenstellung "hängen" bleiben. Ande
rerseits gilt auch für die an Hand der Fig. 9 beschrie
bene Ausführungsform, das im Zusammenhang mit Fig. 8
Gesagte.
Claims (11)
1. Hochspannungsschalter mit Einschaltwiderstand (19),
bei dem wenigstens eine Hauptschaltstelle (17) und in Pa
rallelschaltung dazu eine Serienschaltung einer Hilfs
schaltstelle (20) mit dem Einschaltwiderstand (19) vorge
sehen sind, mit einer gemeinsamen Antriebsstange (12),
an die sowohl ein erstes, zur Hauptschaltstelle (17) füh
rendes Hebelgetriebe (22) als auch ein zweites Getriebe
(34) gekoppelt ist, das eine einerends über einen mit
einer Kurve (40) zusammenwirkenden Mitnehmer (58) ge
steuerte und zur Hilfsschaltstelle (20) führende Betäti
gungsstange (59) aufweist, wobei Mittel vorgesehen sind,
um bei einem Einschalthub in zeitlicher Reihenfolge die
Hilfsschaltstelle (20) zu schließen, dann die Haupt
schaltstelle (17) zu schließen und danach die Hilfs
schaltstelle (20) zu öffnen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kurve durch eine ortsfest angeordnete Kulissenbahn
(40) gebildet ist, die eine in sich geschlossene, ebene
Schleife (41, 42) in der Bewegungsebene der Betätigungs
stange (59) aufweist, in welche Kulissenbahn (40) der
am Ende der Betätigungsstange (59) vorhandene Mitnehmer
(58) eingreift, welcher außerdem ein Langloch (39) in
einem zur Ebene der Kulissenbahn (40) parallelen und an
der in Längsrichtung hin und her verschiebbaren Antriebs
stange (12) befestigten Ausleger (38) durchsetzt, welches
Langloch (39) quer zur Bewegungsrichtung der Antriebs
stange (12) verläuft und sich zumindest über die Breite
der Schleife (41, 42) erstreckt, wobei Mittel (47, 48)
vorgesehen sind um den Mitnehmer (58) in nur einer Um
laufrichtung (60) durch die Schleife (41, 42) zu führen.
2. Hochspannungsschalter nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schleife einen zur Antriebs
stange hin im wesentlichen konvexen (41) und einen zur
Antriebsstange (12) hin im wesentlichen konkaven Ab
schnitt (42) aufweist, welche Abschnitte (41, 42) in ge
meinsame Endbereiche (43, 44) münden, in denen je eine
Weichenzunge (47, 48) an
geordnet ist, von denen in Ruhestellung die eine (48)
den Eingang zum konvexen (41) und die andere (47) den
Eingang zum konkaven Abschnitt (42) der Schleife (41, 42)
freiläßt.
3. Hochspannungsschalter nach Patentanspruch 2, da
durch gekennzeichnet, daß die Weichenzungen (47, 48)
von den Abschnitten (41, 42) her gegen die Wirkung
einer Feder (51, 56, 57) aus der Ruhestellung verdrängbar sind.
4. Hochspannungsschalter nach Patentanspruch 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Weichenzungen (47, 48)
durch federnd auf diese vorgespannte, zweiarmige Hebel
(52, 53) gesteuert sind, deren freier Arm bei einer Aus
lenkung der zugeordneten Weichenzunge (47, 48) aus der
Ruhestellung den anschließenden gemeinsamen Endabschnitt
(43, 44) überlappt und aus diesem durch den einfahrenden
Mitnehmer (58) verdrängbar sind, um die Weichenzunge (47,
48) zwangsweise in Ruhestellung zurückzustellen.
5. Hochspannungsschalter nach einem der Patentansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Langloch
(39) im wesentlichen rechtwinklig zur Antriebsstange
(12) verläuft.
6. Hochspannungsschalter nach Patentanspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Langloch (39) im wesent
lichen geradlinig verläuft.
7. Hochspannungsschalter nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kulissenbahn (40) in einer
Platte (37) ausgebildet ist, die eine geradlinige,
zur Antriebsstange (12) parallele Seitenkante (36)
aufweist, längs welcher die Antriebsstange (12) über
Rollen (35) mittelbar oder unmittelbar geführt ist.
8. Hochspannungsschalter nach Anspruch 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Weichenzungen (47, 48) auf
Schwenkzapfen (45, 46) sitzen, die drehbar in einer
die Kulissenbahn (40) tragenden Platte (37) gelagert
sind, wobei auf den Schwenkzapfen (45, 46) außerdem
abstehende Hebel sitzen, deren Enden durch eine Zug
feder (51) miteinander verbunden sind.
9. Hochspannungsschalter nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schleife einen zur Antriebs
stange (12) hin im wesentlichen konvexen (41) und
einen zur Antriebsstange hin konkaven Abschnitt (42)
aufweist, welche Abschnitte (41, 42) in gemeinsame
Endbereiche (43, 44) münden in denen je eine Weichen
zunge (47, 48) angeordnet ist, wobei mit der Antriebs
stange (12) zusammenwirkende Mittel (72, 70, 71, 68,
69) vorgesehen sind um am Ende eines Schalthubes die
Weichenzungen (47, 48) von der einen in die andere
Stellung umzuschalten.
10. Hochspannungsschalter nach den Patentansprüchen 7 und
9, dadurch gekennzeichnet, daß an der Seitenkante
(36) der Platte (37) ein zwischen zwei Endlagen ver
schiebbarer Schlitten (72) geführt ist, der eine bei
derends durch Anschläge (78, 79) auf eine geringere
Länge als jene des Schalthubes begrenzte Führungsbahn
(80) für die Rollen (35) aufweist, in welchem Schlitten
(72) Kulissen (70, 71) ausgebildet sind, in welche
Stellkoppeln (68, 69) zum Umstellen der Weichenzungen
eingreifen.
11. Hochspannungsschalter nach Patentanspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schlitten (72) unter der
Wirkung eines Kippmechanismus (75, 76) steht, der den
Schlitten (72) am Ende eines Schalthubes in jeweils
eine seiner Endlagen drängt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH7367/82A CH661145A5 (de) | 1982-12-17 | 1982-12-17 | Hochspannungsschalter mit einschaltwiderstand. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3311706A1 DE3311706A1 (de) | 1984-06-20 |
| DE3311706C2 true DE3311706C2 (de) | 1991-10-31 |
Family
ID=4324013
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833311706 Granted DE3311706A1 (de) | 1982-12-17 | 1983-03-30 | Hochspannungsschalter mit einschaltwiderstand |
Country Status (5)
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| JP (1) | JPH0743980B2 (de) |
| AT (1) | AT380129B (de) |
| CH (1) | CH661145A5 (de) |
| DE (1) | DE3311706A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE19539997A1 (de) * | 1995-10-27 | 1997-04-30 | Aeg Energietechnik Gmbh | Hochspannungsschalter mit mindestens einer Hauptschaltstelle und mit mindestens einer Nebenschaltstelle |
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- 1983-12-17 JP JP58238725A patent/JPH0743980B2/ja not_active Expired - Lifetime
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| CH661145A5 (de) | 1987-06-30 |
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Free format text: ZIMMERMANN, H., DIPL.-ING. GRAF VON WENGERSKY, A., DIPL.-ING. KRAUS, J., DIPL.-PHYS. DR.RER.NAT. BUSCH, T., DIPL.-ING., PAT.-ANWAELTE, 80331 MUENCHEN |
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