DE332896C - Verfahren zur Reinigung des bei der Sulfatzellstoffabrikation gewonnenen Terper - Google Patents

Verfahren zur Reinigung des bei der Sulfatzellstoffabrikation gewonnenen Terper

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DE332896C DE1917332896D DE332896DD DE332896C DE 332896 C DE332896 C DE 332896C DE 1917332896 D DE1917332896 D DE 1917332896D DE 332896D D DE332896D D DE 332896DD DE 332896 C DE332896 C DE 332896C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F3/00Obtaining spirits of turpentine
    • C09F3/02Obtaining spirits of turpentine as a by-product in the paper-pulping process

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Verfahren zur Reinigung des bei der Sulfatzellstoffabrikation gewonnenen Terper Es ist versucht worden, auf verschiedenen Wegen das in 'er Sulfatzellstoffabrikation erhaltene Terpentinöl von dem dies Öl in rohem Zustandie begieiteden üblen Geruch zu befreien. Der üble Geruch solcher Öle, ier wahrscheinlich1 von verschiedenen orgarischen Schtweieverbindungen herrührt, ist so durchdringend und unangenehm, daß die (%1e für tecilaiscite Zwecke nur eine ganz beschränkte Anwendung gefunden haben. Für medizinische Zwecke sind die Öle ganz unbrauchhar.
  • Diese Verunreinigungen durch wiederholte und auf verschiedene Weise durchgeführte Destillationen zu entfernen, gelingt nicht. Es ist dann auch die Einwirkung chemischer Mittel in Anwendung gebracht worden. So hat man r. h. vorgeschlagen, die ühelricchenden Körper mittels nitroser Gase oder Ozon zu zerstören oder sie mittels Quecksilberchlorill auszufallen, aber diese Verfahren sind bisher ohne praktischen Erfolg gewesen.
  • Es ist ferner auch bekannt, daß solche Öle verbessert werden durch langdauernde Einwirkung von Tageslicht und Luft. Die Anwendung dieses Verfahrens in der Industrie hat sich als undurchführbar erwiesen, da die Behandlung, um zu brauchbaren Ergebnissen zu führen, sehr iange Zeit, und zwar zwei Jahre und mehr erfordert.
  • X, ach voriiegender Ertindung wird eitle vollständige Beseitigung des üblen G von Terpentinöl der genannten Art in Zeit dadurch erreicht, daß man eine @ tung des Öls mit kurzwelligem Lich einer Vor- oder Nachbehandlung des @ solchen Metallsalzen verknüpft, welch Schwefelverbindungen des Öls in eich tige, geruchlose Körper überführen.
  • Die Ertindung ist auf die Beobachtu gründet, daß diejenigen übelriecl Stoffe, die sich mir schwer durch fei mische Mittel beeinflussen lassen, durc helichtung mit kurzwelligem Licht zu wurden.
  • Für die chemische Behandlung de eignen sich solche Salze der schweren talle, die in einer mit dem Terpentinöl t baren Flüssigkeit lÖslich sind. K chlorid, Eisenchlorid und Zinkchlorid sich als besonders geeignet erwiesen. Salze werden zweckmäßig in alkohol Lösung verwendet. Die Behandlung m chen Salzen kann vor. während oder der Belichtung mit kurzwelligem licht finden.
  • Das Verfahren kann beispielsweise folgt durchgeführt werden.
  • Das rohe Terpentinöl wird reit eine sättigten Lösung von Zinkchlorid in Al versetzt, indem auf Ioo Gewichtsteile C gefähr I bis 2 Gewichtsteile Zinkchlorid wendet werden. Das Öl wird mit dieser Zinkchloridlösung bei Zimmertemperatur innig vermischt und geschüttelt. Die Hauptmenge der übelriechenden Schwefelverbindungen des Öls wird hierdurch an die Metallsalze gebunden oder in Form von Metallsulfiden ausgefällt. Nach dieser Behandlung wird dann das Öl der Wirkung von kurzwelligem Lieht ausgesetzt. Dies kann in der Weise durchgeführt werden, Maß man glas ül in sehr dünner Schicht über eine schwach geneigte Fläche fließen läßt und hierbei der Wirkung von Luft und von den Strahlen einer gewöhnlichen Quarz-Quecksilberlampe aussetzt. Der Fläche, über die das C il fließt, wird vorzugsweise eine weiße Farbe gegeben. Eine Vorrichtung für lie Durchführung dieser Arbeitsweise ist in der beiliegenden Zeichnung schematisch dargestellt.
  • Fig. I zeigt dic Vorrichtung in Seitenansieht. Fig. 2 ist eine Stirnansicht der Vorrichtung.
  • In der Zeichnung ist I eine Glasplatte, deren Rückseite mit einem weißen Überzug 2 versehen ist. Giasstangen 3 sind quer über die Oberfläche der Glasplatte gelegt, um eine zu schnelle Strömung der Flüssigkeit zu verhindern. Das Terpentinöl wird durch Röhren 5 am oferen Ende der Platte zugeführt und, das behandelte Öl fließt durch den Trichter n in den Behälter 7, ans welchem las ül, wenn erforderlich, bei 8 abgezogen und mittels einer micht dargestellten) Pumpe in die Röhren 5 wieder eingeführt werden kann. um aufs nette behandelt zu werden. Eine Quecksilberlampe o ist Tiber der Platte t angebracht.
  • Nach verhältnismäßig kurzer Dauer der Einwirkung des Lichtes ist der üble Geruch des Öls verschwunden, und wenn es nachträglich mit Dampf rletilliert wird, wird es auch klar und farblos. Das deiche gute Ergebnis kann erreicht werden durch Eintauchen der Lichtquelle in das Öl oder durch Behandlung des Öls in verdampftem, zerstäubtem oder auf irgendwelche andere Weise verteiltem Zustande vorzugsweise in Gegenwart von Luft, Sauerstoff oder anderen oxydierenden Gasen, welche durch die Zone der wirksamen Strahlen in gleicher Weise oder in umgekehrter Richtung zum Ölstrom geführt werden können. Die erforderliche Belichtungsdauer ist selbstverständlich sehr abhängig von der Baua rt der verwendeten Vorrichtung. Eine Belichtungsdauer von zwei bis drei Stunden wird aber gewöhnlich geniigen, selbst hei Anwendung einer verhältnismäßig schwachen Lichtquelle. Beispielsweise kann erwähnt werden, daß die Erfinderin bei einem Laboratoriumsversuch ein geruchloses Öl erhalten hat durch zwei- his dreistündige Belichtung rillt einer kleinen Lampe.
  • Durch sorgfältige fraktionierte Destillation und Bestimmung Physikalischer konstanten, wie z. B. des spezifischen Gewichts, Drehungsvermögens, Brechungskoeffizienten und der molekularen Brechung, ist gefunden worden, daß das nach vorliegendem Verfahren erhaltene Erzeugnis aus ungefähr 2 3 α-Pinen und 1 3 # -Pinen besteht. Wie bekanni, haben gewöhnliches franz' sisches und amerikanisches Terpentinöl die gleiche Konstitution.
  • nie Wirkung der oben beschriebenen Behandlung mit Salzen rler Schwermetalle kann auch dadurch verstärkt werden, daß man nach dem Versnischen des Öls mit der Salzlösung Luft oder Sauerstoff durch das Gemisch hindurchleitet. Eine Beschleunigung der Wirkung kann auch durch Verwendung erhöhter Temperatur erreicht werden.

Claims (1)

  1. PATE NT-ANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Reinigung des hei der Sulfatzellstoffabrikation gewonnenen Terpentinöls, dadurch gekennzeichnet, daß man das 01 vor oder nach der Behandlung mit kurzwelligem Licht in Gegenwart eines olvdierend wirkenden Gases finit solchen Salzen der schweren Metalle behandelt, die mit Merkaptanen und anderen organischen Schwefelverbindungen nicht flüchtige Verbindungen bilden. 2.'Tcrfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Metallsalze vorzugsweise Zinkchlorid, Kupferchlorid oder Eisenchlorid oder Gemische dieser Chloride, und zwar zweckmäßig in alkoholischer Lösung, benutzt werden. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, rlädurch gekennzeichnet, (Maß die Einwirkung der 'Metallsalze auf (las C51 durch Einleiten von Sauerstoff oder sauerstoffhaltigem ('las unterstützt wird.
DE1917332896D 1916-10-28 1917-06-30 Verfahren zur Reinigung des bei der Sulfatzellstoffabrikation gewonnenen Terper Expired DE332896C (de)

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