DE3332995A1 - Verfahren zum herstellen einer siliciumdioxidbeschichtung - Google Patents

Verfahren zum herstellen einer siliciumdioxidbeschichtung

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen
einer Siliciumdioxidbeschichtung auf einem Substrat
1^ aus Glas, Keramik, einem Metall oder einem organischem Werkstoff.
Derzeit ist es weit verbreitet, Oberflächen bzw* Oberseiten verschiedener Werkstoffe mit Siliciumdioxidbeschichtungen zu beschichten. Beispielsweise ist es seit einigen Jahren Praxis, die Reflexion einer Oberfläche, beispielsweise einer Glasfläche, dadurch zu verringern, daß eine mehrschichtige
Beschichtung von sich abwechselnden Titanoxid-
filmen und Siliciumdioxidfilmen auf der Oberfläche
gebildet wird. Es ist ebenso verbreitete Praxis, eine Siliciumdioxidbeschichtung als Schutzschicht auf der Oberseite eines Metalls oder einer Legierung aufzubringen. Im übrigen wird, wenn ein alkalimetallenthaltendes Glas, wie Natronkalkglas oder Borsilicatglas als Flüssigkriställ-Anzeigetafel oder als Solarbatterie-Substratglas verwendet wird, die· Oberfläche eines solchen Glases mit Siliciumdioxid^be-
schichtet.um die Elution deren Alkalimetallkomponente 30
oder -komponenten zu vermeiden. Die Verhinderung der Elution der Alkalimetallkomponente oder -komponenten aus Glas ist eine insbesondere für das Aufrechterhalten der Lebensdauer von FlüssigkristaliAnzeigeein-
richtungen oder Solarbatterien unvermeidbare be-35
sondere Technik geworden. Darüberhinaus hat die Isoliereigenschaft einer Siliciumdioxidbeschichtung seit
kurzem die Aufmerksamkeit der Ingenieure und Forscher gefunden. Es besteht eine zunehmende Notwendigkeit, eine Isolierung zwischen leitenden Filmen bei verschiedenen elektronischen Teilen und Geräten sicherzustellen, beispielsweise durch Verwenden eines Aufbaus bestehend aus einem leitenden Film, einem SiIiciumdioxidfilm und wieder einem leitenden Film.
Verschiedene Vorgehensweisen wurden bisher verwendet,
'lO um Siliciumdioxidbeschichtungen auf einer Glasfläche zu erreichen, einschließlich Vakuumniederschlag,Aufdampfen und CVD-Vorgehensweisen«, Die herkömmlichen Vorgehensweisen sind jedoch nachteilig darin, daß die Bildung von Siliciumdioxidbeschichtungen kost-
15 spielig ist, da die herkömmlichen Vorgehensweisen
kostspielige Einrichtungen und Zusatzanordnungen erfordern, wobei im übrigen sie nur für kleine Substrate anwendbar sind. Im Fall einer Siliciurndioxidbeschichtung zwecks elektrischer Isolation muß die Dicke der
20 Beschichtung im allgemeinen mindestens 5000 Ά in
vielen Fällen betragen. Jedoch leiden der herkömmliche Vakuumniederschlag, das Aufdampfen oder die CVD-Vorgehensweise an niedriger Schichtbildungsgeschwindigkeit weshalb ein weiteres wesentliches Problem auftritt, weil die Behandlungskosten außerordentlieh hoch werden für Bildung einer Siliciumdioxidbeschichtung von mindestens 5000 A. Weiter kann bei den herkömmlichen Vorgehensweisen sehr leicht Ungleichförmigkeit in der Schichtdicke mit dicker werden—der Beschichtung auftreten, wodurch eine Grenze für den derzeitigen Trend in Richtung auf größere Substrate gegeben wird.
Als Folge von Versuchen und Untersuchungen zur Entwicklung eines Verfahrens,mittels dem die erwähnten Nachteile herkömmlicher Verfahren überwunden werden können, haben die Erfinder festgestellt, daß eine gleichförmig dicke Beschichtung mit Siliciumdioxid
9 · * C
-6-
auf der Oberseite einer alkali_jmetallenthaltenden Glasscheibe auftritt, wenn die Glasscheibe in eine Behandlungsflüssigkeit getaucht wird, die durch Hinzufügen von Borsäure zu einer wässrigen Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure erhalten wird, wobei die wässrige Lösung mit Siliciumdioxid gesättigt oder übersättigt ist. Ein Oberflächenbehandlungsverfahren für Glas auf der Grundlage dieser Entwicklung ist in der japanischen Patentanmeldung 82203/1981 vorgeschlagen worden»
Bei diesem Verfahren ist beispielsweise eine Vakuumkammer, wie sie bei dem Vakuumniederschlag-Herstellverfahren verwendet wird, nicht erforderlich, weshalb es bei großen Glassubstraten anwendbar ist, ohne daß kostspielige Einrichtungen erforderlich wären. Bei diesem Verfahren nimmt jedoch, wenn die Eintauchvorgänge des Glases wiederholt durchgeführt werden, die Bildungsgeschwindigkeit der Silicium- " dioxidbeschichtung ab, wenn die Behandlungen wiederholt werden. Deshalb ist es zum Herstellen 'konstanter Schichtdicken erforderlich, eine Gegenmaßnahme zu finden, wodurch die Zeitdauer für den Niederschlag des Siliciumdioxid verlängert wird.
Um zu verhindern, daß Alkalimetall oder -metalle aus einem alkalimetallenthaltendem Glassubstrat eluieren, ist es notwendig, daß die konstante Schichtdicke mindestens 1000 A beträgt. Unter Berücksichtigung
30 praktischer Herstellverfahren ist es vorzuziehen,
daß die konstante Schichtdicke während der gleichen Behandlungszeit erreicht wird.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung^ ein Verfahren zum Herstellen einer Siliciumdioxidbeschichtung mit einer gewünschten Schichtdicke anzugeben, bei dem ein Substrat einer Behandlung während einer vorgegebenen konstanten Zeitdauer unterworfen wird.
1 Ferner soll eine Siliciumdioxidbeschichtung mit großer Schichtdicke ermöglicht werden.
Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Herstellen einer Siliciumdioxidbeschichtung auf einem Substrat gelöst, bei dem das Substrat in die Behandlungsflüssigkeit eingetaucht wird, die durch Hinzufügen von Borsäure zu einer wässrigen Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure erhalten ist, wobei die wässrige Lösung mit Siliciumdioxid gesättigt ist, wobei, sich das Verfahren dadurch auszeichnet, daß nach Eintauchen des Substrats in die Behan-dlungsflüssigkeit Borsäure zur Behandlungsflüssigkeit so hinzugefügt wird, daß die Behandlungsflüssigkeit wiederholt verwendet wird, wobei die Siliciumdioxid-Bildungs'fähigkeit der Behandlungsflüssigkeit auf einem konstanten Pegel gehalten wird.
Die Erfindung wird anhand des im folgenden erläuterten Ausführungsbeispiels sowie der im folgenden geschilderten Beispiele näher erläutert.
Die einzige Figur der Zeichnung zeigt schematisch im Vertikalschnitt eine Behandlungsflüssigkeit-25 Umwälzvorrichtung gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung«,
Zur Ausführung der Erfindung wird zunächst eine Äusgangsbehandlungsflüssigkeit hergestellt durch Hin-
QQ zufügen von Borsäure zu einer wässrigen mit Siliciumdioxid gesättigten Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure. Dabei dauert es zu lange um eine gewünschte Schichtdicke (Soll-Dicke) zu erreichen, wenn die Konzentration der Kieselfluorwasserstoffsäure zu
or niedrig ist. Andererseits wird die Oberfläche einer sich ergebenden Siliciumdioxidbeschichtung ungleich-
mäßig, wenn deren Konzentration außerordentlich hoch wird. Folglich ist es zweckmäßig, die Konzentration der Kieselfluorwasserstoffsäure auf 0,5 bis 3,0 Mol/l zu bringen, vorzugsweise auf 1 bis 2,5 Mol/l*
Beim Zubereiten einer solchen wässrigen Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure ist es vorzuziehen, zunächst eine wässrige Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure mit einer Konzentration über der erwünschten oder Sol lk°nzentrami£n Siliciumdioxid zu sättigen und dann die sich ergebende Lösung mit Wasser so zu verdünnen, daß die Konzentration von Kieselfluorwasserstoffsäure auf die Sollkonzentration verringert wird. Das obige Zubereitungsverfahren ist vorzuziehen, da es auch ermöglicht, eine dicke Siliciumdioxidbeschichtung wirksam mit hoher Schichtbildungsgeschwindigkeit zu erhalten. Die Konzentration der Kieselfluorwasserstoffsäure in der endgültigen wässrigen Lösung, die als Behandlungsflüssigkeit verwendet wird,kann nämlieh vorzugsweise von 0,5 Mol/l bis 3 Mol/l betragen. Die Bildungsgeschwindigkeit einer Siliciumdioxidbeschichtung wird schneller, wenn an Stelle einer Behandlungsflüssigkeit, die durch direkte Zubereitung einer wässrigen Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure mit einer Konzentration im obigen Bereich und Sättigen der wässrigen Lösung mit Siliciumdioxid erhalten ist, eine Behandlungsflüssigkeit verwendet wird,, die durch vorheriges Zubereiten einer wässrigen Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure mit höherer Konzentration, Sättigen der wässrigen Lösung mit Siliciumdioxid und dann Verdünnen der derart gesättigten wässrigen Lösung mit Wasser erhalten wird, um die Konzentration von Kieselfluorwasserstoffsäure auf 0,5 bis 3 Mol/l einzustellen.
β O O β β · «ι « » ^
-9-
Es ist erwünscht, die Konzentration von Borsäure inner-
-2 -2
halb des Bereiches von 1,0 χ 10 bis 3,0 χ 10 Mol pro Moleinheit von H3SiF6 einzustellen, weil jede Konzentration, die niedriger als die Untergrenze ist,es nicht ermöglicht, daß sich Siliciumdioxid auf der Oberseite eines Substrats niederschlägt,, während jede Konzentration über dem obigen oberen Grenzwert das Auftreten eines Niederschlages SiO2 in der Behandlungsflüssigkeit zur Folge hat, wodurch es schwierig wird, Beschichtungen mit gleichförmiger Oberfläche zu bilden. Zur Bildung einer weniger trüben oder unscharfen Siliciumdioxidbeschichtung bei hoher Geschwindigkeit ist es zweckmäßig die Konzentration von Borsäure auf
-2 -2
1,2 χ 10 bis 2 χ 10 Mol pro Moleinheit von H SiF,.
2
exnzustellen.
Ein Substrat, beispielsweise eine Glasware, mit einem vorgegebenen Standardoberflächenbereich, wie eine Glastafel, ein Glasrohr oder dgl. wird dann einer Ein-
tauchbehandlung in der obigen Behandlungsflüssigkeit unterworfen zur Bildung einer Siliciumdioxidbeschichtung mit einer erwünschten Dicke, beispielsweise 1600 A,auf der Oberseite der Glasware. Danach wird die Glasware aus der Behandlungsflüssigkeit herausgezogen.
Dann wird eine Glasprobe mit der gleichen Zusammensetzung wie die erwähnte Glasware in die Behandlungsflüssigkeit eingetaucht. Die Dicke des sich ergeben- 3Q den Siliciumdioxidbeschichtungen wird jeweils bei verschiedenen Hinzufügungswerten von Borsäure gemessen, durch jeweils Ändern der hinzugefügten Borsäure in kleinen Schritten beispielsweise in der Größenordnung von 0,7 χ 10 Mol pro Moleinheit von H2SiFg, Die Beziehung zwischen den Dicken der Siliciumdioxidbeschichtungen und den Borsäurekonzentrationen
m m 9 m β
ο «e ta a
-ιοί wird auf diese Weise bestimmt.
Die Menge an Borsäure, die hinzugefügt wird, während die Siliciumdioxidbeschichtung die erwähnte erwünschte oder Solldicke erreicht hat, beispielsweise 1,600 A, ist als Menge an Borsäure zu wählen, die nach Behandlung jeder Glasware mit dem Standardgesamtoberflächenbereich hinzuzufügen ist. Wenn der gesamte Oberflächenbereich einer zu behandelnden Glasware sich von dem erwähnten Standardoberflächenbereich unterscheidet, wird die Menge an Borsäure, die für die Hinzufügung zwecks Behandlung
der Glasware erforderlich ist, dadurch bestimmt, daß die erwähnte Standardmenge mit dem Verhältnis vom · Gesamtoberflächenbereich der Glasware zum Standardoberflächenbereich multipliziert wird.
Die erwähnte Vorgehensweise erlaubt es, Siliciumdioxidbeschichtungen gleicher Dicke auf Substraten zu erhalten dadurch,daß Eintauchbehandlungen der Substrate während der gleichen Zeitperiode durchgeführt werden, selbst wenn die Eintauchbehandlungen der Substrate wiederholt und aufeinanderfolgend durchgeführt werden. Deshalb ist das obige Verfahren insbesondere dann zweckmäßig, wenn eine Beschichtung mit gleichförmiger Dicke voniOOO Ä oder mehr hergestellt wird, wobei die Dicke beispielsweise dazu erforderlich ist, Alkalimetall oder Alkalimetalle an dem Eluieren von einem alkalimetallhaltigen Glassubstrat zu hindern.
Der Mechanismus der Bildung der Siliciumdioxidbeschichtung bei dem obigen Behandlungsverfahren ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, daß eine Zufügung von Borsäure zur Kieselfluorwasserstoffsäure (H2SiF,) die Zersetzung von H2SiF,- in SiO- und HBF fördert, weshalb als Folge davon SiO0 sich auf der Oberfläche einer eingetauchten Glasware niederschlagen kann.
Bei einem bevorzugten Äusführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird eine Siliciumdioxidbeschichtung mit einer Dicke von 5000 Il oder mehr auf der Oberfläche eines mit Siliciumdioxid beschichteten Substrats dadurch niedergeschlagen, daß eine relativ dünne Siliciumdioxidbeschichtung mit einer Dicke von mindestens 400 A zuvor auf der Oberseite des Substrats gebildet wird und dann das sich ergebende siliciumdioxid_jDeschichtete Substrat in eine Behandlungsflüssigkeit eingetaucht wird, die durch Hinzufügen von Borsäure zu· einer wässrigen siliciumdioxicUgesättigten Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure erhalten wird.
Das herkömmlich verwendete Vakuumniederschlagen, Bedampfen (sputtering), CVD oder Eintauchvorgehensweisen können verwendet werden, um die dünne Siliciumdioxidbeschichtung zuvor auf der Oberseite des Substrats zu bilden. Es ist nicht stets notwendig, daß die Siliciumdioxidbeschichtung aus reinem Siliciumdioxid hergestellt wird. Es kann sich um eine Mischung aus Siliciumdioxid und dem Oxid oder den Oxiden von Al, Ca, Na, K, Ti, Cu4, Znp Ba, Mg„ Mn, Zr und/oder dgl« handeln. Die obige Vorgehensweise ist insbesondere zweckmäßig bei der Bildung einer dicken elektrisch isolierenden Beschichtung auf der Oberseite eines Substrats. Sie kann auf ein Substrat angewendet werden, das aus einem in der wässrigen siliciumdioxidgesättigten Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure
30 lösbaren Material oder einem organischen Material gebildet ist.
Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die vorliegende Erfindung auf ein kontinuierliches Behandlungsverfahren angewendet, bei dem die Behandlungsflüssigkeit kontinuierlich
mit konstantem Durchsatz aus einem Substrat-Tauchtank gepumpt wird, die derart herausgepumpte Behandlungsflüssigkeit kontinuierlich durch einen Filter gefiltert wird, der Öffnungen von 1,5 μη oder kleiner im Durchmesser besitzt,und die so gefilterte Behandlungsflüssigkeit zum Substrat-Tauchtank zurückgeführt wird. Bei dem obigen Behandlungsverfahren beträgt der Anteil der pro Minute umgewälzten Behandlungsflüssigkeit mindestens 3 % auf der Grundlage der gesamten Behandlungsflüssigkeit, wobei die notwendige Menge an Borsäure kontinuierlich als wässrige Lösung zur Behandlungsflüssigkeit hinzugefügt und dort eingemischt wird. Das obige Verfahren ermöglicht es, eine Trübung einer sich ergebenden Beschichtung zu verhindern, damit diese fester wird, und auch das Auftreten einer Ausfällung in der Behandlungsflüssigkeit zu vermeiden, aufgrund der Umwälzung der Behandlungsflüssigkeit mit einem im Umwälzschritt enthaltenen Filterschritt, selbst wenn die Konzentration der Borsäure erhöht wird, d. h.
die Bildungsgeschwindigkeit einer Siliciumdioxidbe-.. schichtung verringert wird.
Bei dem obigen Verfahren ist es notwendig, daß der Filter Öffnungen von höchstens 1,5 μΐη im Durchmesser besitzt. Öffnungen über 1,5 μΐη im Durchmesser können keinen zufriedenstellenden Filtereffekt bewirken,um das erwünschte Ausmaß an Trübung zu erreichen. Bei dem obigen kontinuierlichen Umwälz-Behandlungsschritt ist es wirksam, die Behandlungsflüssigkeit mit einem Anteil von mindestens 3 % pro Minute auf der Grundlage der gesamten Behandlungsflüssigkeit umzuwälzen. Wenn dieser Anteil zu klein ist, nimmt es eine zu lange Zeitperiode in Anspruch, bis die gesamte Behandlungsflüssigkeit umgewälzt ist. Als Folge tritt ein Ausfallen oder Niederschlagen von Siliciumdioxid in der Behandlungsflüssigkeit auf, wodurch sehr leicht ein Blockieren des Filters aasgelöst wird. Dies macht
es unmöglich, das kontinuierliche Behandlungsverfahren weiterhin durchzuführen. Eine Zufügung von Borsäure macht die wässrige siiiciumdioxid_gesättigte Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure mit Siliciumdioxid übersätt—igt. Folglich tritt ein Ausfallen oder Niederschlagen von Siliciumdioxid in der Behandlungsflüssigkeit auf, wenn die Behandlungsflüssigkeit während einer langen Zeitperiode stehen kann. Deshalb ist es notwendig, die Behandlungsflüssigkeit in einem geeigneten Intervall zu filtern.
In dem Substrat-Tauchtank ist es notwendig, daß die Behandlungsflüssigkeit als laminare Strömung parallel zur Oberfläche bzw. Oberseite des Substrats strömt.
Eine turbulente Strömung ist nicht vorzuziehen, da dies die Bildung einer Siliciumdioxidbeschichtung mit ungleichförmiger Dicke zur Folge hat. Es ist nicht vorzuziehen, wenn die Strömungsgeschwindigkeit der Behandlungsflüssigkeit zu schnell gegenüber der Oberseite des Substrats ist, da eine solche zu hohe Strömungsgeschwindigkeit die Schichtbildungsgeschwindigkeit herabsetzt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Beispielen näher erläutert.
Beispiel·· -1-
Eine Glastafel mit einer Zusammensetzung von 72,8 Gew.% SiO2, 1,76 Gew. % Α1 2 Ο3> 4'03Gew. % MgO, 7,27 Gew. % CaO, 13,1 Gsw.% Na„0 und 0,79 Gew.% K-0 wurde für 10 Minuten in 0,5 %-HF eingetaucht, um Schmutz, Flecken und dgl. von der Oberseite der Glastafel zu entfernen. Nach Waschen der derart gereinigten Glastafel mit Wasser wurde sie bei 35°C und für 24 Stunden in eine gg wässrige siliciumdioxid«,gesättigte Lösung mit 1,5 Mol/l Kieselfluorwasserstoffsäure eingetaucht, wobei zu dieser Lösung Borsäure mit einem Anteil bzw. Verhältnis
von 1,7 χ 10 Mol pro Moleinheit von H-SiF,- hinzugefügt worden ist. Als Ergebnis wurde eine Siliciumdioxidbeschichtung mit etwa 1600 Ä Dicke auf der Oberseite der Glastafel gebildet.
Sechs Arten von Behandlungsflüssigkeiten wurden zubereitet durch Hinzufügen von Borsäure als 0,5 Mol/1-wässrige Lösung zur obigen Behandlungsflüssigkeit für verschiedene,sich voneinander um 0r7 χ 10 Mol unterscheidende Konzentrationen von 0,7 χ 10 Mol bis 4,2 χ 1O~ Mol pro Moleinheit von H3SiF6. Glastafelproben mit der gleichen Zusammensetzung und Größe wie die obige Glastafel wurden 24 Stunden lang jeweils in die sechs Arten der Behandlungsflüssigkeiten eingetaucht. Die Behandlungsflüssigkeit, der 1,4 χ 10 Mol Borsäure pro Moleinheit von H„SiFfi hinzugefügt war, ergab eine Siliciumdioxidbeschichtung von etwa 1600 Ä. Es wurde festgestellt, daß Borsäurekonzentrationen unter 1,4 χ 10 Mol pro Moleinheit H5SiF, dünnere Siliciumdioxidbeschichtungen ergaben, während Borsäurekontrationen über 1,4 χ 10 Mol pro Moleinheit von H-SiF, Siliciumdioxidbeschichtungen mit größeren Dicken als etwa 1600 A ergaben. Daher wurde die Bildung einer Siliciumdioxidbeschichtung kontinuierlich durchgeführt unter Verwendung der Behandlungsflüssigkeit mit 1,4 χ 10 Mol an Borsäure pro Moleinheit von H3SiF6 . Durch Wiederholen der gleichen Vorgehensweise wurde eine Anzahl an Glastafeln mit jeweils einer Siliciumdioxidbeschichtung von etwa 1600 A* 3Q Dicke mit der gleichen Schichtdicke und gleichen Behandlungszeitperiode bei jedem Durchlauf zubereitet.
Beispiel 2
Eine Glastafel mit einer Zusammensetzung von 73,2 Gew.% s v i02' 1'90 Gew.% Al3O3, 0,12 Gew.% MgO, 8,67 Gewi CaO, 14,3 Gew. % Naund °/°6 Gew.% K3O wurde für 10 Minuten in 0,5 %-HF eingetaucht. Nach Waschen der derart ge-
reinigten Glastafel mit Wasser wurde sie bei 35 0C und für 20 Stunden in eine wässrige siliciumdioxidgesättigte Lösung mit 1,5 Mol/l von Kieselfluorwasserstoffsäure getaucht, wobei dieser Borsäure mit einem Anteil von 1,9 χ 10 Mol pro Moleinheit von H3SiF6 hinzugefügt war. Als Ergebnis wurde eine Siliciumdioxidbeschichtung mit etwa 2400 Ä auf der Oberseite der Glastafel gebildet. Borsäure wurde mit Anteilen von 0,7 χ 1O~ Mol bis 4,2 χ 1O~ Mol pro Moleinheit von H2SiF, jeweils Teilen der obigen Behandlungsflüssigkeit in der gleichen Weise wie im Beispiel 1 hinzugefügt. Glastafeln, die in der gleichen Weise wie zuvor erläutert vorbehandelt worden waren, wurden für 20 Stunden jeweils in die derart gebildeten Behandlungsflüssigkeiten eingetaucht. Die BehandlungsfLässigkeit,
-3
der 2,1 χ 10 Mol Borsäure pro Moleinheit von H2SiF, hinzugefügt war, ergab eine Siliciumdioxidbeschichtung von etwa 2400 A Dicke. Die Behandlungsflüssigkeiten mit einem zugesetzten Anteil an Borsäure unter der obigen Konzentration ergaben dünnere Sxliciumdioxidbeschichtungen ,während solche, denen Borsäure in höheren Anteilen als die obige Konzentration hinzugefügt waren, dickere Sxliciumdioxidbeschichtungen ergaben.
Danach wurden 2,1 χ 10 Mol an Borsäure pro Moleinheit von H0SiF,- der Behandlungsflüssigkeit hinzugefügt, der
— 3
Borsäure mit einem Anteil von 2,1 χ 10 Mol pro Moleinheit von H2SiFg hinzugefügt war, jedesmal, wenn die Behandlung je einer Glastafel in der Behandlungsflüssigkeit beendet war. Die Zufügung von Borsäure und die Behandlung der Glastafel wurden wiederholt, wodurch Sxliciumdioxidbeschichtungen mit konstanter Dicke von etwa 2400 A mit dem wesentlichen der gleichen Behandlungszeit erhalten wurdenο
1 Beispiel 3
Wässrige Lösungen mit Kieselfluorwasserstoffsäure mit Konzentrationen von 1,0, 1/5, 2,0 und 3,0 Mol/l wie gemäß Tabelle 1 wurden vor deren Sättigung mit Siliciumdioxid zubereitet. Jede der wässrigen Lösungen wurde dann mit Siliciumdioxid gesättigt. Die sich ergebenden Lösungen wurden jeweils mit Wasser verdünnt zum Einstellen der Konzentrationen der Kieselfluorwasserstoffsäure auf die in Tabelle 1 angegebenen Werte. Jeder der derart gebildeten wässrigen siliciumdioxid_gesättigten Lösungen wurde dann eine 0,5 Mol/1-wässrige Lösung an Borsäure hinzugefügt und eingemischt, bis 1,4 χ 10 Mol an Borsäure pro Mol an Siliciumdioxid enthalten waren. Folglich wurden 4 Arten an Behandlungsflüssigkeiten zubereitet. Natronkalk-Glastafeln wurden jeweils in die vier Arten der Behandlungsflüssigkeiten für 20 Stunden eingetaucht. Danach wurden die Glastafeln untersucht zur Bestimmung, ob Silizxumdioxidbeschichtungen darauf gebildet worden
20 sind oder nicht.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt. Die Bildungsgeschwindigkeit einer Siliciumdioxidbeschichtung wurde beschleunigt und eine Schichtdicke von 5000 A oder mehr wurde wirksam erreicht durch Sättigen einer wässrigen Lösung mit Kieselfluorwasserstoffsäure mit einer höheren Konzentration an Siliciumdioxid, Verdünnen der sich ergebenden Lösung mit Wasser zur Herabsetzung der Konzentration von Kieselfluorwasserstoffsäure auf den Sollwert und dann Verwenden der derart zubereiteten wässrigen siliciumdioxid_gesättigten Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure als Behandlungsflüssigkeit.
»Ο OO O ί
-17-
3332S95
Tabelle 1 Behandlungsergebnisse bei Konzentrationen tion
nung
Fg-Konzentra-
nach Verdün-
mit Wasser
verschiedenen 0,20
1,0 (unverdünnt) 0,25
0,22
?V-Konzentra-
vorSättigung
BiO2
1,0
1,5
(unverdünnt) 0,42
0,31
0,30
tion
mit ί
(Mol/l) 1,0
1,5
2,0
(unverdünnt) Beobachtungsergebnisse
der SiO2-Beschichtung
nach Eintauchen für 20
. Stunden
Dicke (A) Trübung (%) !
0,58
0,50
0,35
1,0 2,0
2,5
3,0
(unverdünnt) 850
1,5 2110
1350
2,0 '7250
6210
3640
3,0 19330
13300
6250
Beispiel 4
Zwölf Arten von Substraten, wie sie in Tabelle 2 angegeben sind, wurden vorgesehen. Die SiO- und SiO2 ·. ^n0S -ünterbeschichtungen wurden durch Bedampfung aufgebracht. Andererseits wurden die Na2O · S^0O un(^ 5^0? ® TiO_ -Ünterbeschichtungen durch herkömmliches Eintauchen aufgebracht. Bei der Probe 10 bedeutet "SiO2 · Na^O/ SnO2"* daß eine SiO2 ® Na^-Beschichtung auf einem SnO3-beschichteten Glassubstrat aufgebracht wurde. Bei der
Probe 11 wurde SiO« .·
auf ein
-beschichtetes
Glassubstrat beschichtet. Bei der Probe 12 wurde eine SiOp · TiOp-Beschichtung auf ein Glassubstrat aufgebracht. Die Dicken dieser ünterbeschichtungen wurden auf annähernd 1000 %. eingestellt. Die derart behandelten Substrate wurden 20 Stunden lang in eine Mischlösung (Behandlungsflüssigkeit) eingetaucht, die aus einer wässrigen s iliciumdioxid_gesättigten Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure und Borsäure bestand. Danach wurden die Substrate untersucht zur Bestimmung ob
-18-
Siliciumdioxidbeschichtungen gebildet worden sind oder nicht. Hier wurde die Zubereitung der Behandlungsflüssigkeit dadurch erreicht, daß eine 2 Mol/l -wässrige Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure, die mit Siliciumdioxid gesättigt worden ist, mit Wasser verdünnt wurde, um die Konzentration von Kieselfluorwasserstoffsäure auf 1,5 Mol/l zu verringern, und durch dann Hinzufügen undzum Mischen von 0,5 Mol/l wässriger Lösung von Borsäure zur derart verdünnten wässrigen Lösung in einem solchen Ausmaß, daß 1,4 χ 10 Mol an Borsäure pro Mol an Kieselfluorwasserstoffsäure enthalten waren.
Die Temperatur der Behandlungsflüssigkeit wurde auf 35 0C gehalten, während die Substrate darin eingetaucht wurden.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt. Es zeigt sich, daß niedrig-getrübte Siliciumdioxidbeschichtungen mit jeweils einer Dicke von 5000 % oder mehr auf den Oberseiten der Substrate gebildet wurden.
Tabelle 2 Behandlungsergebnisse verschiedener Substrate
Substrat Behandlung zur
Vorbeschichtung mit
Siliciumdioxid
Ergebnisse nach Eintauchen
für 20 Stunden in Behandlungs
flüssigkeit
Trübung 3332995
B » &
β 9
S
Ι» Ni-beschichtetes Glassubstrat - Ni-Beschichtung, abgeschält -
ft »β
β 9
2. In-O-j-beschichtetes Glassubstrat In3O3, abgelöst und verloren -
9
9 ® β -8
3. SnO2-beschichtetes Glassubstrat Diskontinuierliche Beschich
tung mit vielen Defektlöchern
!
...- .. ..
a β
& ·
& « β a
&
4. TiO2-beschichtetes Glassubstrat - unverändert
ίβΟΘ
D
5. Polykarbonat-Substrat unverändert -
S D
U
ο I
6. G^assubstrat? beschichtet mit
Sl02 λ2Ώ®- Nl~Schxchten
·■ bedampfen SiO-j-Beschichtung mit 6350 X 0,44
ODO ΟϊΟ-
ο 9
7. Qlassubstrat, „beschichtet mit
SxO2 und In2O3-S.chichten
bedampfen SiOp-Beschichtung mit 6210 %. 0,31
8. Glassubstrat, beschichtet mit
SiO2 und SnO„-Schichten
bedampfen SiO2-Beschichtung mit 5990 %. 0,35
9ο Polykarbonat-Substrat, beschichtet bedampfen I
SiO2-Beschichtung mit 6030 1
0,38
10. SiO9 χ Na9O/SnO9 eintauchen I SiO9-Beschichtung mit 6410 S.
; .A
0,29
11. SiO2 x P205/In203 bedampfen ' SiO2-Beschichtung mit 6050 %. ■ 0,42
12. SiO9 x TiO9/Glas eintauchen '■ SiOp-Beschichtung mit 5980 A j 0,33
Beispiel 5
Auf den Oberflächen von ITO-beschichteten Glassubstraten wurden SiO~-Beschichtungen mit Dicken von
200 Ä, 400 k, 600 %. und 800 %. durch Bedampfen aufgebracht. Danach wurden diese Substrate für 20 Stunden in eine Behandlungsflüssigkeit eingetaucht. Die Behandlungsflüssigkeit wurde in der gleichen Weise wie im Beispiel 4 zubereitet. Nach dem Eintauchen wurden die Substrate untersucht zur Bestimmung, ob Siliciumdioxidbeschichtungen gebildet worden sind oder nicht. Die Untersuchungsergebnisse sind in Tabelle 3 dargestellt. Aus Tabelle 3 ergibt sich, daß eine Siliciumdioxidbeschichtung niedriger Trübung und einer Dicke von mindestens 500 A* dadurch erhalten werden kann, daß die Oberfläche bzw. Oberseite eines Substrats mit
einer Silciumdioxidbeschichtung von mindestens 400 A Dicke vorbeschichtet wird.
Tabelle 3 Vorher erforderliche . schichtung . .
Dicke der SiO2-Be-
Dicke der SiO-j-Beschichtung
SiO^-Beschichtung
auf der ITO-Beschich-
tung
Trübung (%)
schichtung I schichtunc scnich-
SiO2-Be- imit 6320 schichtungj auf dem · Glas gebildet
mit 615OA
0,31
0,33
tung mit 6200 A
0,30
1 Beispiel 6
Eine Nat.ronkalk-Glastafel mit 100 nun χ 100 mm Breite und 1". nrm Dicke wurde für 10 Minuten in eine Lösung von HF mit 0,5 Gew. % eingetaucht. Danach wurde die Glastafel gründlich gewaschen und getrocknet. Dann wurde die Glastafel in einen Tauchtank eingetaucht, wie er in der beigefügten Zeichnung dargestellt ist. Der Tauchtank besteht aus einem Außentank 1 und einem Innentank 2,wobei Wasser 3 zwischen Innentank 2 und Äußentank 1 eingefüllt ist. Bei dem vorliegenden Versuch wurde das Wasser mittels eines Heizers 4 so aufgeheizt, daß es eine Temperatur von 35 0C behielt. Es wurde auch mittels eines Rührers 5 bewegt, um Gleichförmigkeit der Temperaturverteilung sicher zu stellen. Der Innentank 2 besteht aus einem Frontabteil 6, einem Mittelabteil 7 und einem Hinterabteil 8. Jedes der Abteile 6, 7, 8 war mit einer Behandlungsflüssigkeit gefüllt, die aus einer wässrigen s.iliciumdioxid__gesättigten Lösung mit 2,0 Mol/l von Kieselfluorwasserstoffsäure und einer 0,5 Mol/l=wässrigen Lösung von Borsäure mit einem Volumenverhältnis von 25:1 bestand Die erwähnte HF-behandelte Glastafel 9 wurde in den Mittelabteil 7 des Innentanks 2 eingetaucht und aufrechtgehalten. Die Behandlungsflüssigkeit in dem
* Hinterabteil 8 des Innentanks 2 wurde mit konstantem Durchsatz mittels einer Umwälzpumpe 10 gepumpt und über einen Filter 11 zum Frontabteil β des Innentanks rückgeführt. In diesem Umwälzsystem betrug das Gesamtvolumen der Behandlungsflüssigkeit 3 Liter. Eine o,5 Mol/1-wässrige Lösung an Borsäure 12 wurde kontinuierlich tropfenweise mit einem Durchsatz von 0,1 ml/inin in das Hinterabteil 8 des Innentanks 2 hinzugefügt.
Unter diesen Bedingungen wurde ein Versuch durchgeführt, bei dem die Öffnungsgröße des Filters auf 0,6 μΐη , 1,2 μπι, 1,5 μπι und 2,5 μΐη sowie Herausnehmen des Filters (d. h.: herkömmliches Verfahren) geändert wurde, wobei das Volumen
_22_ 3332395
der umgewälzten Behandlungsflüssigkeit auf 60, 90, 120 bzw. 240 ml/min für jedes Filter geändert wurde. Die Bildungsgeschwindigkeiten und die Trübung (%) (haze) der so erhaltenen Siliciumdioxidbeschichtungen wurden verglichen. Im übrigen wurde die Trübung (%) durch Einstellen der Dicken der Siliciumdioxidbeschichtungen auf 1400 λ gemessen und verglichen.
Die Ergebnisse sind in den Tabellen 4 und 5 zusammengefaßt. Es zeigt sich, daß die Trübung (%) auf unter
. 0,5 % eingestellt werden kann, wenn ein Filter mit einer Öffnungsgröße von 1,5 μπι oder kleiner verwendet wird und die Behandlungsflüssigkeit mit einem Durchsatz von mindestens 90 ml/min umgewälzt wird, d. h. einem Durchsatz von mindestens 3 % pro Minute auf der Grundlage der gesamten Behandlungsflüssigkeit.
20 25 30 35
Tabelle' 4 · Biläühgsgeschwihaigkeit der' Siliciümdioxidbeschichtung C A/Stunde)
Volumen der umgewälz
ten Behandlungsflüssig
keit (πα/min.)
Prozentsatz der pro Minute
- gegenüber der gesamten Be
handlungsflüssigkeit umge
wälzten Behandlungsflüssig
keit
Filter (pm) kein
Filter
0,6 1,2 1,5 2,5
60 2 392 400 402 ,3.98
90 3 347 350 345 351 353
120 4 288 290 290 285 294
240 8 252 246 247 250 251
Tabelle 5 Trübung (%) der Siliciümdioxidbeschichtung
Volumen der umgewälz
ten Behandlungsflüssig-
keit (ml/min )
Prozentsatz der pro Minute
gegenüber der gesamten Be
handlungsflüssigkeit urrtge-
wälzten Behandlungsflüssigkeii
Filter (pm) kein
Filter
0,6 1,2 1,5 2,5
60 2 2,1ί 0,51 0,59 0,75 1,14
90 3 1,46 0,33 0,37 0,40 0,88
120 4 1,20 0,19 0,25 0,29 0,76
240 8 1,02 0,15 0,21 0,24 0,57
Ca) fs) CD CO
- Leerseite -

Claims (1)

  1. Dipl.-ing. H. MITSCHERLICH
    Dipl.-Ing. K. GUNSCHMANN ? ? Ί ? Q Q R
    Dlpl.-Ing. Dr. rer. nat. W. KÖRBER -1- O O O Z. O O
    Dipl.-Ing. J. SCHMIDT- EVERS Dipl.-Ing. W. MELZER
    Stetniderfstr. 10,8000 monchen 22
    NIPPON SHEET GLASS CO., LTD. 13.9.1983
    8 Dosho-machi 4-chome, Higashi-ku
    Osaka/Japan
    ANSPRÜCHE
    15 1. Verfahren zum Herstellen einer Siliciumdioxid-
    beschichtung auf einem Substrat durch Eintauchen des Substrats in eine Beh'andlungsf lüssigkeit, die durch Hinzufügen von Borsäure zu einer wässrigen Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure er-. halten wird, wobei die wässrige Lösung mit Siliciumdioxid gesättigt ist,
    dadurch gekennzeichnet , daß nach Eintauchen des Substrats in die Behandlungsflüssigkeit Borsäure zur Behandlungsflüssigkeit hinzugefügt wird,um die Behandlungsflüssigkeit wiederholt zu verwenden, wobei die Siliciumdioxid-Bildungsfähigkeit der Behandlungsflüssigkeit auf konstantem Pegel gehalten wird.
    30 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet,
    durch eine Konzentration von Kieselfluorwasserstoffsäure von 0,5 Mol / 1 bis 3,0 Mol / 1.
    35 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß beim Zubereiten der wässrigen Lösung von
    Kieselfluorwasserstoffsäure zunächst Siliciumdioxid in einer wässrigen Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure mit einer Konzentration über dem Sollwert gesättigt wird und dann die
    5 mit Siliciumdioxid gesättigte wässrige Lösung mit Wasser so verdünnt wird, daß die Konzentration der Kieselfluorwasserstoffsäure auf den Sollwert verringert wird.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet *
    _2 daß Borsäure in einem Ausmaß von 1,Ox
    bis 3,0 χ 10~2 Mol pro Moleinheit von H2SiF6
    hinzugefügt wird. 15
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß zuvor eine relativ dünne Siliciumdioxid-
    beschichtung von mindestens 400 Ä auf der Ober-
    fläche des Substrats gebildet wird und daß das
    sich ergenbende mit Siliciumdioxid beschichtete Substrat in die Behandlungsflüssigkeit eingetaucht wird, die durch Hinzufügen von Borsäure zur wässrigen mit Siliciumdioxid gesättigten Lösung von Kieselfluorwasserstoffsäure erhalten ist, wodurch eine dicke Siliciumdioxidbeschichtung von mindestens 5000 Ä auf der Oberfläche des mit Siliciumdioxid beschichteten Substrats
    gebildet wird. 30
    6. Verfahren nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet ,
    daß die relativ dünne Siliciumdioxidbeschichtung,
    die zuvor auf der Oberfläche des Substrats ge-35
    bildet wird,durch eine Mischung aus Siliciumdioxid und einem anderen Werkstoff gebildet wird.
    Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet , daß die Oberfläche des Substrats zuvor mit der relativ dünnen Siliciurndioxidbeschichtung beschichtet wird mittels Vakuumniederschlag, Bedampfen, CVD (ehem. Bedampfung) oder herkömmliche xa Eintauchen.
    8. Verfahren nach der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , daß der Tauchbehandlungsschritt ein kontinuier-. licher Tauchbehandlungsschritt ist, bei dem nach kontinuierlichem Herauspumpen der Behandlungsflüssigkeit mit konstantem Durchsatz aus dem Substrat - Tauchtank die so herausgepumpte Behandlungsflüssigkeit durcheinenFilter mit öffnungen von höchstens 1,5 μΐη Durchmesser gefiltert wird und die derart gefilterte Behandlungsflüssigkeit zum Substrat - T auchtank rückgeführt wird und bei dem kontinuierlichen Behandeln der %-Satz der Menge der pro Minute umgewälzten Behandlungsflüssigkeit gegenüber der gesamten Behandlungsflüssigkeit mindestens 3 % beträgt^und daß eine notwendige Menge von Borsäure als wässrigeLösung kontinuierlich in die Behandlungsflüssigkeit eingeführt und eingemischt wird.
    9. Verfahren nach Anspruch 8„
    dadurch gekennzeichnet , daß die Behandlungsflüssigkeit mit laminarer Strömung parellel zur Oberseite des Substrats durch den Substrat -Tauchtank strömt.
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