Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Bei einer derartigen aus der DE-OS 17 85 223 bekannten Vor
richtung werden die vorzubereitenden Kopse in Schächten einer
rotierenden Schrittschaltvorrichtung den einzelnen auf einer
Kreisbahn befindlichen Bearbeitungsstationen zugeführt. Dabei
wird der jeweils zu behandelnde Kops an einer Aufnahmestation
über ein Rohr von oben her in den in der Aufnahmestation
befindlichen Schacht eingesetzt. Nach dem Durchlauf durch die
verschiedenen Bearbeitungsstationen wird der behandelte Kops
nach unten über ein Austragsrohr ausgetragen. Mit dieser Vor
richtung ist es nicht möglich, die Kopse von ihren auf einer
geradlinig sich erstreckenden Förderbahn nacheinander trans
portierten Trägern für die Vorbereitunghandlung zu entnehmen
und die behandelten Kopse auf die auf der Förderbahn weiter
transportierten Träger wieder aufzusetzen.
Aus der DE-AS 15 60 605 ist eine Vorrichtung zum Vorbereiten
von Ablaufspulen für automatische Spulmaschinen bekannt, die
eine Fördervorrichtung in Form zweier Armsterne aufweist. Die
beiden Armsterne sind mit axialem Abstand auf einer Welle
angeordnet. An den Enden der Radialarme des eines Armsterns
sind Halter und an den Enden der Radialarme des anderen Arm
sterns Gegenhalter vorgesehen, wobei jeder Halter des einen
Armsterns einem Gegenhalter des anderen Armsterns zugeordnet
ist. Die Gegenhalter weisen drehbare Pfannen auf und in der
Seitenwand jeden Halters befindet sich ein Schrägschlitz,
durch den sich ein Stift erstreckt. Durch Bewegung dieses
Stiftes kann eine dem Halter zugehörige Drehwelle axial
auf die entsprechende Pfanne zu oder an dieser wegbewegt
werden, wodurch eine Spule auf der Fördervorrichtung zwischen
dem Außenende der Drehwelle des Halters und der Pfanne des
Gegenhalters festgehalten oder freigegeben werden kann. Die
Spulen werden dabei jedoch in einer horizontalen Lage trans
portiert.
Bei der aus der deutschen Auslegeschrift 25 31 282 bekannten
Vorrichtung werden die Kopse nicht auf Trägern transportiert.
Ein um eine Achse schwenkbarer und in axialer Richtung auf
und ab bewegbarer Greifer entnimmt die Kopse von einem
Kopsförderer und
führt sie durch eine Kopsvorbereitungsstation. Die vorbereite
ten Kopse werden aus der Vorbereitungsstation dann in die
Einfüllstation eines Spulautomaten gebracht.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die Kopse,
welche nacheinander auf Trägern auf einer geradlinig sich er
streckenden Förderbahn transportiert werden, zu ihrer Vorbe
reitung von den Trägern entnommen und nach Durchführung der
Vorbereitungshandlungen wieder auf die weitertransportierten
Träger aufgesetzt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruchs gelöst.
In vorteilhafter Weise kann die durch die Erfindung geschaf
fene Vorrichtung zum Suchen und Vorbereiten eines Fadenendes eines
Kopses in einer geradlinig verlaufenden Kopszuführbahn,
welche die Kopse zum Spulautomaten transportiert, angeordnet
werden, wobei ein fortlaufender Transportbetrieb der Träger,
auf denen die Kopse nacheinander transportiert werden, auch
während der Vorbereitungshandlungen an den Kopsen beibehalten
werden kann.
In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Anhand
der Figur wird die Erfindung noch näher erläutert.
Eine in der Figur dargestellte Vorrichtung C 1 zum Vorbereiten
eines Fadenendes beinhaltet eine Fördereinrichtung 71,
die eine Vielzahl von Kopsaufhängearmen 73, die sich radial
von einer sich intermittierend drehenden Welle 72 weger
strecken sowie Kopsgreifer 74 aufweisen, die an einem Ende
jedes der Kopsaufnahmearme 73 vorgesehen sind. Der Kops
greifer 74 weist ein Paar nach unten gerichtete Finger 75
auf. Der Kopsgreifer 74 weist weiterhin ein tellerförmiges
Glied 76 auf, das für einen Eingriff mit den gegenüberliegen
den Kopfenden der Finger 75 derart daran befestigt ist, daß,
falls das tellerförmige Glied 76 gegen die Kraft einer nicht
dargestellten Feder niedergedrückt wird, die Finger 75 da
durch nach unten gedrückt werden und ihre unteren Enden öff
nen. Ferner ist oberhalb des tellerförmigen Glieds 76 eine
Scheibe 77 derart befestigt, daß durch deren Drehung die
Finger 75 um eine gemeinsame Achse gedreht werden. Schwenk
platten 78 und 79 sind an Wellen 81 bzw. 82 abgestützt, die
wiederum mit Stäben 83 bzw. 84 derart verbunden sind, daß,
falls der Stab 83 oder 84 axial nach oben oder unten bewegt
wird, die entsprechend zugeordnete Schwenkplatte 78 oder 79
durch die Welle 81 oder 82 verschwenkt wird. Jede der
Schwenkplatten 78, 79 hat ein Ende, das für den Eingriff mit
einem tellerförmigen Glied 76 derart angeordnet ist, daß die
Schwenkbewegung das tellerförmige Glied 76 nach unten drückt,
um die zugeordneten Finger 75 aufzudrücken. Unterhalb der
Fördereinrichtung 71 ist ein Hilfsförderer 85 vorge
sehen, der einen Kopszufuhrförderer c 1 und einen Kopszufuhr
förderer d 1 verbindet. Halteglieder 87 und 88 sind zum An
halten eines Kopses 1 an einer Stelle unterhalb eines Kops
greifers 74 vorgesehen, der momentan an einer Kopseinspann
stelle der Fördereinrichtung 71 in Stellung gebracht
ist. Da die in der Figur gezeigte Fördereinrichtung 71
bis zu acht Kopsaufnahmearme 73 aufweist, ist die sich inter
mittierend drehende Welle 72 derart ausgelegt, daß diese sich
jeweils um einen Winkel von 45° drehen kann, und in diesem
Zusammenhang ist ein Ansaugrohr 89 für das freihängende
Fadenende an einer Stelle angeordnet, die sich unterhalb und, in Drehrichtung gesehen,
um einen Drehwinkel von 45° gegenüber der Kopseinspann
stelle 86 versetzt befindet. Das Ansaugrohr 89 für das frei
hängende Fadenende ist nach oben und unten beweglich befe
stigt, und wenn dieses sich in einer angehobenen Stellung be
findet, umgibt dieses einen Kops 1 b, der in der
Fördereinrichtung 71 gehalten wird. Eine Leitung 91 verbindet
den Boden des Ansaugrohres 89 mit einem Filterkasten 92, der
wiederum über eine Leitung 93 mit einer nicht dargestellen
Absaugeinrichtung verbunden ist. Wird mit der
Fördereinrichtung 71 der Kopsgreifer 74 von der Kopseinspannstelle
86 um einen Winkel von 90° gedreht, so ist unterhalb des
Kopsgreifers 74 dann ein senkrecht verlaufender Schlagarm 96
angeordnet, der mehrere, um seine senkrechte Drehwelle 94 an
geordnete Schlagplatten 95 aufweist. Der Schlagarm 96 ist derart
angeordnet, daß ein Ende eines der Messer 95 geringfügig die
Oberfläche einer Fadenlage eines von einem Kopsgreifer 74
erfaßten Kopses 1 c berührt. Angrenzend an die Oberfläche einer Fadenlage des
Kopses 1 c ist weiterhin eine Fadenende-Ansaugeinrichtung 98
angeordnet, deren Saugöffnung 97 sich längs der Länge des
Kopses 1 c erstreckt. Die Fadenende-Ansaugeinrichtung 98 ist
ebenso mit dem Filterkasten 92 verbunden. Weiterhin ist genau
unterhalb des Kopses 1 c ein auf und ab beweglicher Kops
abstützstab 99 angeordnet, der in der angehobenen Stellung
in die Hülse des Kopses 1 c eingeführt ist und mit dem Kops
greifer 74 zusammenarbeitet, um die Hülse des Kopses 1 c an
dessen unterem und oberem Ende abzustützen. Wird der Kops
greifer 74 um einen Winkel von 135° bezüglich der Kops
einspannstelle 86 gedreht, so befindet sich unterhalb des
Kopsgreifers 74 außerdem ein Fadenende-Ansaugrohr 101, das in
axialer Richtung bezüglich des Kopses 1 d hin- und herbeweglich
angeordnet ist. Das Fadenende-Ansaugrohr 101 ist mit der
Saugleitung 93 über den Filterkasten 92 derart verbunden,
daß, wenn es benachbart dem unteren Ende des Kopses 1 d ange
ordnet ist, das Ende des Fadens des Kopses 1 d in die Hülse
des Kopses 1 d von dessen oberem Ende eingesaugt werden kann.
Wird der Kopsgreifer 74 bezüglich der Kopseinspannstelle 86
um einen Winkel von 180° gedreht, so befindet sich unter
halb des Kopsgreifers 74 eine Halteeinrichtung 102, die
vorübergehend einen Kopsträger T anhält, der auf dem Hilfs
förderer 85 dorthin zugeführt wurde. Zwischen dem Ansaugrohr
89 für das freihängende Fadenende und dem Kopsabstützstab 99
ist eine Schneideinrichtung 103 vorgesehen, um das in das
Ansaugrohr 89 eingesaugte
Fadenende abzuschneiden. Ebenso ist eine Fadenführung 104
vorgesehen, die mit einem Faden, der zwischen der Fadenende-
Absaugöffnung 97 und dem um einen Winkel von 135° bezüg
lich der Kopseinspannstelle 86 gedrehten Kops 1 d verläuft,
in Eingriff steht und diesen hinaufzieht. Wenn die Faden
führung 104 angehoben ist, wird der Faden mit Hilfe eines
Fühlers 105 festgehalten. Ferner ist eine weitere Schneid
einrichtung 106 vorgesehen, die den Faden zwischen der Fa
denführung 104 und dem Fühler 105 abschneidet.
Im folgenden wird nun die Arbeitsweise der Vorrichtung C 1
beschrieben.
Die auf dem Kopszufuhrförderer c 1 transportierten Kopse 1
werden auf den Hilfsförderer 85 übergesetzt und darauf zu
geführt, bis sie der Reihe nach an der Bereitschaftsstellung
mit Hilfe der Halteglieder 87 und 88 angehalten werden. Die
durch das Halteglied 88 bestimmte Bereitschaftsstellung ent
spricht der Kopseinspannstelle 86. Anschließend wird der
oberhalb der Kopseinspannstelle angeordnete Stab 83 ange
hoben, um dadurch das freie Ende der Schwenkplatte 78 abzu
senken und somit das tellerförmige Glied 76 zum Aufstoßen
der Finger 75 nach unten zu drücken. Wird der Stab 83 weiter
angehoben, so wird das Ende der Schwenkplatte 78 angehoben,
wobei die Finger 75 das obere Ende des Kopses 1 a umklammern
und worauf sie angehoben werden, um den Kops 1 a von dem
Zapfen 2 des Kopsträgers T abzuziehen. Anschließend wird die
sich intermittierend drehende Welle 72 um einen Winkel von
45° gedreht, um den Kops 1 a zu der nächsten Stelle des
Kopses 1 b zu transportieren, wobei gleichzeitig das Ansaug
rohr 89 für das freihängende Fadenende angehoben und ein
freihängendes Fadenende des Kopses 1 b in das Ansaugrohr 89
eingesaugt wird, worauf die Schneideinrichtung 103 in Be
trieb gesetzt wird, um eine vorbestimmte Länge vom frei
hängenden Ende des Fadens abzuschneiden. Anschließend wird
das Ansaugrohr 89 für das freihängende Fadenende abgesenkt
und die sich intermittierend drehende Welle 72 wird um einen
weiteren Winkel von 45° gedreht, um den Kops 1 b zur Stelle
des vorhergehenden Kopses 1 c zu befördern. Anschließend wird
der Kopsabstützstab 99 in die Hülse des Kopses 1 c eingeführt.
Dieser dreht den Kops 1 c in einer Richtung, die entgegenge
setzt zur Wickelrichtung der Fadenlager des Kopses ist, während
ein Schlagarm 96 gleichzeitig gedreht wird, um die Oberfläche
der Fadenlage mit den Schlagplatten 95 zu schlagen, so daß ein
Fadenende des Kopses 1 c von der Fadenlage lockert und in
die Ansaugöffnung 97 der Fadenende-Ansaugeinrichtung 98 ein
gesaugt wird. Anschließend wird der Kopsabstützstab 99 abge
senkt, und die sich intermittierend drehende Welle 72 wird
um einen weiteren Winkel von 45° gedreht, um den Kops 1 c zu
der Stelle des vorangegangenen Kopses 1 d zu befördern, so daß
das Ende des Fadens des Kopses 1 d zwischen dem Kops 1 d und
der Saugöffnung 97 verläuft. In dieser Lage wird die Faden
führung 104 angehoben, um mit dem Fadenende in Eingriff zu
gelangen und dieses in den am oberen Kopsende angeordneten Fühler 105 einzuführen, der somit
feststellt, daß die Suche und die Vorbereitung des Fadenendes bis hierher
vollständig bewirkt wurde. Zur gleichen Zeit wird das Faden
ende-Ansaugrohr 101 angehoben, um mit seinem oberen Ende mit
dem Fuß des Kopses 1 d in Eingriff zu gelangen, um somit ein
Ansaugen des Fadenendes vom oberen Kopsende her zu bewirken, während die Schneidein
richtung 106 betätigt wird, um das Ende des Fadens abzu
schneiden. Demzufolge wird das somit abgeschnittene Ende des
Fadens in die hölzerne Hülse des Kopses 1 d unter Einwirkung
des Fadenende-Ansaugrohres 101 angesaugt, so daß das Faden
ende von dem oberen Ende der Hülse in das Hülseninnere herab
hängt. Währenddessen wird das abgeschnittene Fadenstück in
dem Filterkasten 92 gesammelt. Daraufhin wird das Fadenende-
Ansaugrohr 101 abgesenkt und die sich intermittierend drehen
de Welle 72 um einen weiteren Winkel von 45° gedreht, wobei
festzustellen ist, daß die sich intermittierend drehende
Welle 72 sich um einen Gesamtwinkel von 180° gedreht hat.
Der Kops 1 e befindet sich nun gerade oberhalb des Kopsträgers
T, der auf dem Hilfsförderer 85 infolge der Halteeinrichtung
102 festgehalten wird. Anschließend wird der Stab 84 ange
hoben, um das Ende der Schwenkplatte 79 abzusenken, wodurch
die Kopsgreifer 74 abgesenkt und anschließend die Finger 75
geöffnet werden, um den Kops 1 e auf dem Zapfen 2 des Kops
tellers anzubringen. Die Halteeinrichtung 102 wird daraufhin
gelöst, so daß der Kopsträger T von dem Hilfsförderer 85 auf
den Kopszufuhrförderer d 1 übergesetzt und zum Spulautoamten
transportiert wird. Es ist zu bemerken, daß, falls kein Faden
von dem Fühler 105 erfaßt wird, wenn die Fadenführung 104
angehoben ist, dann ein Fehler beim Führen eines Fadenendes
festgestellt wird und nachdem der Kops auf den Kopsträger an
der Stelle 1 e aufgeladen wurde, wird dieser durch eine geeig
nete, nicht dargestellte Einrichtung einer getrennt vorge
sehenen Station zugeführt, an der die Suche und Vorbereitung eines Faden
endes bewirkt wird.