DE3503302C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Laschenketten-Becherwerk, wel
ches als Schnelläufer mit Fliehkraftent
leerung ausgebildet ist, mit einer Laschenkette und mit
an der Laschenkette befestigten Bechern. Die Erfindung
bezieht sich insbesondere auf eine neuartige Befestigung
der Becher an den Laschenketten.
Es ist bekannter Stand der Technik, die Kettenlaschen mit
angekanteten oder angeschmiedeten Winkeln zum Anschrau
ben der Becher zu versehen, siehe "Sonderdruck aus
Zement, Kalk, Gips", Jahrgang 26, 1974, Heft 4, Seiten
176 bis 181: "Senkrechtbecherwerke für Heißgut", er
schienen im Bauverlag, Wiesbaden. Gemäß einer weiteren
Ausführungsform ist es bekannt, bei einer geschmiedeten
Laschenform an verstärkten Stellen Bohrungen anzubringen,
über die die Becher direkt an die Lasche angeschraubt
sind. In allen bekannten Fällen ist der Becher mit der
Laschenkette fest verschraubt. Meistens erfolgt die Ver
schraubung sogar unter Verspannung, da die Becher selbst
grobe Schweißteile ohne bearbeitete Befestigungsflächen
sind. Durch die starre Verbindung werden demzufolge alle
auf die Kette übertragenen Stöße und Schwingungen auch
auf den Becher weiter übertragen. Als Folge hiervon
tritt sehr schnell ein Reißen der Becherrückwände auf,
und zwar ausgehend von den Bohrungen der Befestigungs
schrauben. Weiterhin sind auch die hinteren oder vorde
ren oberen Ecken der Becher stark gefährdet.
Die Ursache dieser Schläge liegt insbesondere im
Polygoneffekt der Kettenantriebsräder, welcher Longitudi
nalschwingungen in der Kette hervorruft. (Siehe "Sonder
druck aus Zement, Kalk, Gips", 27. Jahrgang, November
1974, erschienen im Bauverlag, Wiesbaden, "Pendelbecher
werke - die universellen Fördereinrichtungen für die
Zement- und Kalkindustrie"). Diese Schwingungen werden
auch auf die Becher übertragen.
Beim Auflaufen der Kette auf das Antriebsrad wird der
Kette auch ein seitlicher Stoß erteilt, und zwar in dem
Moment, in dem die Laschenkettenbuchse das Antriebsrad
berührt und dann dem Kreisbogen folgen muß. Die Masse
des Bechers samt Inhalt greift an dem außerhalb der
Kette liegenden Schwerpunkt an und versucht, die untere
Buchse der Kettenlaschen nach innen, also in Richtung
Kettenrad zu drücken, während die oben liegende Buchse
nach außen, also weg vom Kettenrad gezogen wird. Wie
die Praxis bestätigt, sind die Anlaufmarken an den be
züglich des Bechers unten gelegenen Buchsen größer als
an den bezüglich des Bechers oben gelegenen Buchsen.
Durch das Anschlagen der Buchse am Kettenrad werden
Kette und Becher zum Schwingen angeregt. Wird zufällig
mit der Bechereigenfrequenz oder in der Nähe der Becher
eigenfrequenz erregt, so ist eine kurzfristige Zerstörung
der Becher zu erwarten. In diesem Zusammenhang ist auch
noch zu erwähnen, daß die Verspannung beim Befestigen
der Becher auf der Kette eine Veränderung des Frequenz
verhaltens bewirkt. Meist erfolgt eine Verschiebung zu
gefährlichen höheren Frequenzen hin. Das Auftreten von
Blech- und Schweißnahtrissen ist auf Dauer immer zu be
obachten, manchmal treten die ersten Risse bereits
schon nach zwei Monaten auf, spätestens in der Regel
jedoch nach einem Jahr, je nach Becherkonstruktion bzw.
Blechdicke.
Nach dem Anliegen der oberen Kettenbuchse am Kettenrad
muß ein Knicken der Kette im Gelenk eingeleitet werden.
Messungen haben ergeben, daß hier zunächst die Haft
reibung mit erheblichem Kraftaufwand überwunden werden
muß, was auch wieder zu Schwingungen in der Kette führt.
Bei entsprechenden Messungen kann die Biegebeanspruchung
der Kettenlasche im hochbelasteten Auge ganz klar nachge
wiesen werden durch Zunahme der Zugkraft im äußeren
Laschenteil und Reduzierung im inneren Laschenteil.
Zur Vermeidung von Blech- bzw. Schweißnahtrissen wurden
bereits mehrere Variationen der Becherform, Blechdicken, Material
güten, Schweißnahtdicken, Sickungen bzw. Verstärkungen der
Becherrückwände ins Auge gefaßt und durch Dauerfestig
keitsversuche erprobt. Sämtliche Form- und Material
variationen brachten jedoch keinen durchschlagenden Er
folg.
Aus der AT-PS 2 31 892 ist ein Rundgliederbecherwerk
bekannt, bei dem die Becher lose mit großem Spiel
an den Ketten hängen, wodurch beim Überlaufen des oberen
Kettenumlenkrades ein Ruck entsteht, der die Entleerung
des Bechers begünstigen soll. Abgesehen davon, daß
aufgrund der ausgesprochen kurzen Teilung solcher Rund
gliederketten hier der oben angesprochene Polygoneffekt
nicht auftritt, sollen im Falle der vorliegenden Er
findung ruckartige Bewegungen gerade vermieden werden.
Aus dem DE-GM 19 49 666 ist ebenfalls ein Rundglieder
becherwerk bekannt, bei dem aufgrund der kurzen Teilung
der Rundgliederketten ein Polygoneffekt nicht auftritt.
Das dort vorgesehene Spiel zwischen Kettenglied und
Verbindungsbolzen dient dazu, die erforderliche Relativ
bewegung zwischen Kettenglied und Verbindungsbolzen
beim Einlauf in den Umlenkbereich und beim Auslauf
aus dem Umlenkbereich zuzulassen.
Aus DE-Z: dhf, 2/69, Seiten 81-83 sowie aus der US-
PS 26 25 830 sind Laschenkettenbecherwerke der eingangs
genannten Gattung bekannt, bei denen in den Gelenken
der Laschenketten Verschleiß auftritt, so daß zwischen
den einzelnen Laschenkettengliedern ein Spiel entsteht.
Aufgrund des auf die Kette einwirkenden Eigengewichts
sowie des Gewichts der gefüllten Becher wird das Spiel
in den Kettengelenken eliminiert, so daß auf die an
den Kettenbolzen bzw. Kettenlaschen starr befestigten
Becher nach wie vor die aufgrund des Polygoneffekts
auftretenden ruckartigen Stöße voll übertragen werden.
Die gleiche Situation ergibt sich nach DIN 22 202
"Gliederförderer mit Laschenkette/Entwässerungsbecher-
Doppelglieder" unter Berücksichtigung von DIN 22 210
"Gliederförderer mit Laschenkette/Einzelteile zu
den Doppelgliedern". Die Bohrungen der Laschenketten
weisen hierbei einen größeren Durchmesser auf als die
durch diese Bohrungen geführten Kettenbolzen. Nachdem
jedoch die Becher an den inneren Laschen starr befestigt
sind und die Bohrungen sämtlicher Laschen gleich groß
sind, wird das hier vorhandene Spiel zwischen Ketten
gliedern und Kettenbolzen bei hängender Kette wieder
eliminiert.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu
grunde, bei einem Laschenketten-Becherwerk der eingangs
genannten Gattung geeignete Maßnahmen zu treffen, um die
durch über die Kette übertragenen Stöße und Schwingungen
entstehenden Beschädigungen der Becher bzw. Becherhalte
rungen zu vermeiden.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorge
sehen, daß zur Abkopplung der Becher von den auf die
Laschenkette einwirkenden, ruckartigen Bewegungen,
die im Umlenkbereich aufgrund des Polygoneffektes ent
stehen, die Becher unabhängig von einem möglichen Spiel
zwischen Laschen und Kettenbolzen der Laschenkette
derart mit Spiel größer 0,2 mm an der Laschenkette
befestigt sind, daß die Becher zumindest in der Ketten
ebene relativ zur Laschenkette unter dem Einfluß der
auf die Becher einwirkenden Kräfte im Umfang des vor
handenen Spiels frei bewegbar sind. Insbesondere sind die Becher
über senkrecht zur Kettenebene ausgebildete Achsen an
der Kette mit Spiel befestigt, wozu gemäß einer be
sonders bevorzugten Ausführungsform die Becher mit
Bechertraglaschen starr verbunden bzw. verbindbar sind
und die Bechertraglaschen über Bohrungen, deren Durch
messer größer ist als der Durchmesser der Kettenbolzen,
an den Kettenbolzen gelagert sind.
Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung wird unter
"Kettenebene" diejenige Ebene verstanden, die durch die
Ebene der Kettenräder definiert ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt also das Grundprinzip
zugrunde, die Becher von der Laschenkette derart abzu
kuppeln, daß Schwingungen und Stöße nicht oder nurmehr
in stark reduziertem Umfang von der Kette auf die
Becher übertragen werden.
Der mit der Erfindung erzielte Erfolg hat sich in der
Praxis als verblüffend herausgestellt, denn die Becher
übernehmen von der Kette praktisch keinerlei Stöße oder
Schwingungen mehr.
Legt man die bisherigen Erfahrungen aus der Praxis zu
grunde, so ist dieses Ergebnis zunächst erstaunlich.
Werden beispielsweise die eigentlichen hoch beanspruch
ten Kettenlaschen nicht mit Preßsitz mit den Ketten
buchsen bzw. Kettenbolzen verpreßt, so schlagen sie
nach kurzer Laufzeit unter dem Einfluß der hohen Be
lastung aus. Demgegenüber tritt bei der erfindungsge
mäßen Lösung, bei der ein großes Bewegungsspiel vor
handen ist, ein Ausschlagen insbesondere der Lager
bohrung der Bechertraglaschen kaum auf. Der Grund ist
darin zu sehen, daß an jeder Kettenlasche nur ein ein
ziger Becher mit seiner Last anhängt und dennoch eine
große Gelenkfläche, also minimale Flächenpressung vor
liegt. Außerdem tritt auch keine schlagende Bewegung
auf, wie anhand der weiter unten näher erläuterten
Prinzipdarstellung im einzelnen erklärt werden wird.
Interessant ist auch noch die Tatsache, daß sich geringe Ver
änderungen in Form und Größe der Bechertraglaschenbohrung auf den
Erfindungsgedanken nicht negativ auswirken.
Insbesondere dann, wenn gemäß der bevorzugten Aus
führungsform die Bechertraglaschen direkt an den
Kettenbolzen der Laschenkette gelagert sind, ergeben
sich durch die Erfindung noch folgende weitere Vorteile:
Bei einer starren Becherverschraubung mit der Kette wird
der Kette durch die Verspannung zusätzlich zur normalen
Zugkraftbeanspruchung eine zusätzliche Belastung auf
gezwungen. Nach der Erfindung wird die Last des Bechers
demgegenüber direkt in die Kettenbolzen, d. h. an einer
schwach belasteten Stelle der Kette, eingeleitet, ohne
die hochbelasteten Kettenlaschen zu berühren.
Die Laschenkette ist nun absolut symmetrisch gebaut, da
die beim Stand der Technik zum Befestigen der Becher
benötigten Bohrungen oder angekanteten Winkel entfallen
können. Da sich, wie weiter oben erwähnt, die Ketten
buchsen durch das Anschlagen am Kettenrad unterschied
lich abnutzen, ist im Falle der vorliegenden Erfindung
gegenüber dem bekannten Stand der Technik eine längere
Standzeit der Kette möglich, da die Kette aufgrund
ihrer Symmetrie nunmehr umgedreht werden kann.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung ist darin zu
sehen, daß bei geschmiedeten Hauptkettenlaschen nunmehr keine Boh
rungen mehr für die Becher-Befestigsschrauben erforderlich sind
und daher ohne große Querschnittsveränderungen,
d. h. insbesondere glatt gestaltet ausgebildet werden
können. Die Kerbbelastung an den Befestigungsstellen
entfällt.
Es sei darauf hingewiesen, daß die spezielle Laschen
kettenform bei der erfindungsgemäßen Lehre keine ent
scheidende Rolle spielt. Die Kette kann beispielsweise
aus Flacheisenlaschen gebildet
sein.
In gleicher Weise
können auch geschmiedete Flachlaschen verwendet werden.
Die Kette kann sich aus Innen- und Außenlaschen zusammen
setzen, oder sie kann von Gabelkettenlaschen mit ge
kröpfter Form gebildet werden.
Wie weiter oben angeführt, sind gemäß einer besonders
bevorzugten Ausführungsform die Bechertraglaschen über
relativ zu den Kettenbolzen sehr groß dimensionierte
Bohrungen an den Kettenbolzen mit Spiel gelagert. In
alternativer Weise kann die Befestigung der Becher
traglaschen an der Kette auch dadurch erfolgen, daß die
Bechertraglaschen senkrecht zur Kettenebene ausgebil
dete Lagerbolzen aufweisen, die in jeweils eine axiale
Bohrung des Kettenbolzens mit Spiel eingreifen.
Allgemein betrachtet, weisen die Bolzen einen Durchmesser auf,
der abhängig ist von der jeweils erforderlichen Kettengröße,
also abhängig von den Belastungskriterien, wie Förderleistung,
Hubhöhe etc. Bedeutender ist jedoch das Differenzmaß zwischen
Bolzendurchmesser und Bohrung der Bechertraglaschen. Die Fest
legungskriterien für Größe des Spiels sind: Größe der Becher
masse, Fördergeschwindigkeit, Kettenraddurchmesser und damit
Auswirkung des Polygoneffektes mit den dadurch erzeugten Stößen.
Die Bechertraglaschen müssen nicht unbedingt an den
Kettenbolzen der Kette gelagert sein. Gemäß einer wei
teren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist vor
gesehen, daß die Becher über Bechertraglaschen an den
Kettenlaschen der Laschenkette mit Spiel gelagert sind.
Bei einer solchen Anordnung ist vorzugsweise vorgesehen,
daß das kettenlaschenseitige Lagerelement, also insbe
sondere entweder die Lagerbohrung oder der Lagerbolzen,
auf der Verbindungslinie benachbarter Kettenbolzen liegt.
Hierdurch ergibt sich eine symmetrische Ausbildung der
Kette, welche es ermöglicht, die Kette zu wenden und da
her eine längere Standzeit der Kette zu erzielen.
Im folgenden werden mehrere Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Teils eines
Laschenketten-Becherwerks mit Spiellagerung der
Becher an den Kettenbolzen der Laschenkette,
Fig. 2 eine Draufsicht auf einige Glieder einer Laschen
kette samt hieran befestigten Bechern,
Fig. 3 eine Schnittansicht der Laschenkette und des
Bechers entlang der Linie 3-3 gemäß Fig. 2,
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Ansicht entlang der
Linie 4-4 gemäß Fig. 2.
In Fig. 1 ist das Prinzip der Ab
kopplung des Bechers 4 von der Laschenkette 2 schematisch
dargestellt. In einem im übrigen nicht näher dargestellten,
bekannten, als Schnelläufer ausgebildeten Becherwerk,
bei dem der Materialauswurf infolge der Fliehkraft
wirkung nach außen erfolgt, wird die durch die strich
punktierte Linie angedeutete Laschenkette 2 über das an
getriebene Kettenrad 1 umgelenkt. Der Pfeil A zeigt die
Laufrichtung der Laschenkette 2, der Pfeil B die Dreh
richtung des Kettenrades 1. Mit den Bezugsziffern 3, 3 a,
3 b sind aufeinanderfolgende Kettenbolzen der Laschen
kette 2 bezeichnet.
An den Bechern 4 der Laschenkette 2 sind über
Verbindungselemente, wie beispielsweise Schraubbolzen 6 ,
Bechertraglaschen 5 starr befestigt, welche insgesamt
winkelig ausgebildet sind und mit ihrem einen, senkrecht
zur Zeichenebene gemäß Fig. 1 liegenden Schenkel 5 a in
der vorbeschriebenen Weise an der Rückwand des Bechers 4
befestigt sind, während der in der Zeichenebene gemäß
Fig. 1 und in der Kettenebene liegende Schenkel 5 b an
der Laschenkette 2 befestigt ist.
Der Schenkel 5 b der Bechertraglasche 5 weist zwei
Bohrungen 7 auf, über die die Bechertraglasche 5 und
damit der Becher 4 an den Kettenbolzen 3 a, 3 b der La
schenkette 2 gelagert ist. Wie aus der Fig. 1 ersicht
lich, ist der Durchmesser der Bohrungen 7 viel
größer als der Durchmesser der Kettenbolzen 3. Der
Becher 4 sitzt daher lose mit großem Spiel auf den
Bolzen 3 a, 3 b auf. Nachdem sich der Schwerpunkt S des
Bechers 4 samt Bechertraglasche 5 außerhalb der Kette
etwa an der in der Fig. 1 dargestellten Stelle befin
det, liegen die Bolzen 3 b, 3 a an den Bohrungen 7 an
einem gegenüber der Vertikalen um einen gewissen Winkel
betrag nach links bzw. rechts versetzten Ort 8 a , 8 b an.
Wenn nun die vom Kettenrad 1 aufgebrachte Kraft P im Mo
ment des Anlaufens der Kettenbüchse an das Kettenrad 1 auf
tritt, so wird die Bohrung 7 auf dem Kettenbolzen 8 a zu
einer drehenden Bewegung angeregt, wodurch sich eine
starke Dämpfung ergibt. Nach Messungen der Anmelderin
ist die Amplitude der erregten Becherschwingung im Ver
gleich zur starren Befestigung des Bechers 4 nur noch
minimal. Außerdem ist die Schwingung in etwa 10% der bei
starrer Becherbefestigung zu verzeichnenden Zeit bereits
abgeklungen.
In den Fig. 2 bis 4 ist ein besonders bevorzugtes Aus
führungsbeispiel der Erfindung näher dargestellt.
Die Kettenlaschen 109 sind im Falle dieses Ausführungs
beispiels als Gabelkettenlaschen in geköpfter Form aus
gebildet, können jedoch ebenso beispielsweise als
Flacheisenlaschen mit Innen- und Außenlaschen ausgebil
det sein. Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, sind
die Kettenbolzen 103 an ihren beiden Enden in axialer
Richtung verlängert, so daß sie als Lager für die Becher
traglaschen 105 dienen können. Wie im Falle der Aus
führungsform gemäß Fig. 1 sind die Bechertraglaschen
105 als Winkel ausgebildet, wobei die Winkelschenkel
105 a über Schrauben und Muttern 106 an der Rückwand 104 a
des Bechers 104 starr befestigt sind. Die Kettenbolzen 103 wei
sen einen Durchmesser von 40 mm auf, die Bohrungen 107,
über die die Bechertraglaschen 105 und damit die Becher
104 an den Kettenbolzen 103 und damit an der Kette gehalten
werden, weisen einen Durchmesser von 41 mm auf.
Gemäß einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungs
beispiel der Erfindung ist das bevorzugte Ausführungs
beispiel gemäß Fig. 2 bis 4 dahingehend abgeändert, daß
die Bechertraglaschen 105 dadurch an den Kettenbolzen
103 befestigt sind, daß die Bechertraglaschen 105 nach
innen gerichtete Lagerbolzen aufweisen, die in ent
sprechende Axialbohrungen im Kettenbolzen 103 eingreifen.
Gemäß einer weiteren, ebenfalls nicht dargestellten Aus
führungsform sind die Bechertraglaschen 105 nicht an den
Kettenbolzen 103 gelagert, sondern vielmehr an den Ketten
laschen 109, beispielsweise im Bereich der Öffnungen 111
gemäß Fig. 4, wobei die Befestigung an den Kettenlaschen 109
vorzugsweise entlang der Kettenmittellinie erfolgt, um
ein Wenden der Kette zu ermöglichen.
Claims (11)
1. Laschenketten-Becherwerk, welches als Schnelläufer
mit Fliehkraftentleerung ausgebildet ist, mit einer
Laschenkette und mit an der Laschenkette befestigten
Bechern, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Abkopplung der Becher (4) von den auf die
Laschenkette (2, 102) einwirkenden, ruckartigen
Bewegungen, die im Umlenkbereich aufgrund des Poly
goneffektes entstehen, die Becher (4, 104) unabhängig
von einem möglichen Spiel zwischen Laschen und
Kettenbolzen (3, 103) der Laschenkette (2, 102)
derart mit Spiel größer 0,2 mm an der Laschenkette
(2, 102) befestigt sind, daß die Becher (4, 104)
zumindest in der Kettenebene relativ zur Laschenkette
(2, 102) unter dem Einfluß der auf die Becher (4,
104) einwirkenden Kräfte (P) im Umfang des vor
handenen Spiels frei bewegbar sind.
2. Laschenketten-Becherwerk nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Becher (4, 104) über senk
recht zur Kettenebene ausgebildete Achsen (Ketten
bolzen 3, 103) an der Laschenkette (2, 102) mit
Spiel befestigt sind.
3. Laschenketten-Becherwerk nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die das Spiel definierenden
Begrenzungsflächen in der Schnittebene der Ketten
ebene kreisförmig sind.
4. Laschenketten-Becherwerk nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Becher (4, 104) über mit
den Bechern starr verbundene oder verbindbare Becher
traglaschen (5, 105) an den Kettenbolzen (3, 103)
der Laschenkette (2, 102) mit Spiel gelagert sind.
5. Laschenketten-Becherwerk nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bechertraglaschen (5, 105)
über Bohrungen (7, 107), deren Durchmesser größer
ist als der Durchmesser der Kettenbolzen (3, 103),
an den Kettenbolzen (3, 103) gelagert sind.
6. Laschenketten-Becherwerk nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bechertraglaschen (105)
senkrecht zur Kettenebene ausgebildete Lagerbolzen
aufweisen, die in jeweils eine axiale Bohrung des
Kettenbolzens (103) mit Spiel eingreifen.
7. Laschenketten-Becherwerk nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Becher (104) über mit den
Bechern starr verbundene oder verbindbare Becher
traglaschen (105) an den Kettenlaschen (109) der
Laschenkette (102) mit Spiel gelagert sind.
8. Laschenketten-Becherwerk nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das kettenlaschenseitige Lager
element (insbesondere Bohrung oder Bolzen) auf der
Verbindungslinie benachbarter Kettenbolzen (103)
liegt.
9. Laschenketten-Becherwerk nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Spiel
maximal 10 mm, vorzugsweise 1 bis 5 mm beträgt.
10. Laschenketten-Becherwerk nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Be
festigungspunkte der Becher (4, 104) an der Laschen
kette (2, 102) bezüglich der durch die Folge der
in der Kettenebene liegenden Kettengliederdrehpunkte
(Kettenbolzen 3, 103) definierten Kettenmittellinie
symmetrisch angeordnet sind.
11. Laschenketten-Becherwerk nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Befestigungspunkte (Ketten
bolzen 3, 103) der Becher (4, 104) an der Laschen
kette (2, 102) auf der Kettenmittellinie liegen.
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19853503302 DE3503302A1 (de) | 1985-01-31 | 1985-01-31 | Laschenketten-becherwerk |
| IT22934/85A IT1185733B (it) | 1985-01-31 | 1985-11-21 | Elevatore a tazze con catena galle |
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| ES1985290747U ES290747Y (es) | 1985-01-31 | 1985-12-04 | Elevador de cangilones de cadena de mallas perfeccionado |
| BR8506160A BR8506160A (pt) | 1985-01-31 | 1985-12-09 | Conjunto elevador de cacambas-corrente de articulacoes |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853503302 DE3503302A1 (de) | 1985-01-31 | 1985-01-31 | Laschenketten-becherwerk |
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| DE3503302C2 true DE3503302C2 (de) | 1988-02-18 |
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Family Applications (1)
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