DE3743407C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines Klimaanlagen-Kompressors
für ein Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1 bzw. eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 3.
Aus der DE-OS 26 14 290 ist es bekannt, die Kupplung zwischen
dem Klimaanlagen-Kompressor und dem Motor durch den im Ansaugkrümmer
des Motors bestehenden Unterdruck zu steuern. Die
Steuerung erfolgt derart, daß der Kompressor dann vom Motor
getrennt wird, wenn der Druck einen fest eingestellten Wert
entsprechend einem vorgegebenen Beschleunigungszustand unterschreitet.
Der Kompressor wird nach Ausrücken der Kupplung
dann wieder mit dem Motor verbunden, wenn nach der Abtrennung
eine bestimmte Zeitspanne verstrichen ist. Durch diese Maßnahme
soll gewährleistet werden, daß bei Fahrzeugen mit niedrigen
Leistungen während der Anfangsphase einer Beschleunigung,
insbesondere im Stadtverkehr eine hinreichend große Antriebsleistung
zur Verfügung steht. Dadurch aber, daß der Kompressor
nach Ablauf der vorbestimmten Zeitdauer ohne Berücksichtigung
des nunmehr herrschenden Beschleunigungszustandes
wieder angetrieben wird, kommt es zu einem ständigen An- und
Abschalten, wenn das Fahrzeug kontinuierlich im Hochlastbereich
betrieben wird, wie dies z. B. bei einer Bergfahrt oder
bei hoher Geschwindigkeit der Fall ist.
Aus der EP-00 45 933 ist ein System bekannt, das den Klimaanlagen-Kompressor
in Abhängigkeit von der Motordrehzahl unter
gleichzeitiger Berücksichtigung der Kompressor-Drehzahl an-
oder abschaltet.
Aus der DE-OS 35 42 147 ist ein System der eingangs genannten
Art bekannt, das für Fahrzeuge mit Automatikgetriebe gedacht
ist. Die Steuerschaltung für das Automatikgetriebe ist mit einem
Geschwindigkeitsfühler ausgestattet, der die Fahrzeuggeschwindigkeit
abtastet. Die Fahrzeuggeschwindigkeit fließt jedoch
nicht direkt in die Entscheidung mit ein, ob der Kompressor
an den Motor gekoppelt wird, oder nicht. Diese Entscheidung
wird vielmehr in Abhängigkeit vom Getriebezustand unter
weiterer Berücksichtigung der Drosselklappenöffnung getroffen.
Wie eine Klimaanlagen-Kopplung bei einem Fahrzeug oder Automatik-Getriebe
erfolgen soll, ist dieser Druckschrift nicht zu
entnehmen. Weiterhin wird bei dem bekannten System die Drosselklappenöffnung
ermittelt, um dementsprechend den Kompressor
ein- oder auszuschalten. Wenn das Gaspedal - wie dies bei
Fahrzeugen mit manuellen Schaltgetrieben häufig geschieht -
nur kurz betätigt wird, um z. B. den Motor hochdrehen zu lassen,
so wird beim bekannten System jedesmal die Kupplung für
den Klimaanlagen-Kompressor ausgerückt, um hinterher wieder
eingerückt zu werden. Dies ergibt einen erhöhten Verschleiß
sowie störende Geräusche.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bzw.
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dahingehend weitertzubilden,
daß der Klimaanlagen-Kompressor nur dann abgeschaltet
wird, wenn dies zur Erzielung eines angestrebten
Fahrzustandes notwendig ist.
Diese Aufgabe wird verfahrensmäßig durch die im Kennzeichen
des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Zur Durchführung
des Verfahrens eignet sich eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruches 3.
Dadurch, daß der Druck im Ansaugkrümmer als Maß für die auf
den Motor wirkende Last verwendet wird, kann ein überflüssiges
Abschalten des Klimaanlagen-Kompressors bei kurzzeitigem Gasgeben
verhindert werden, da der Druck im Ansaugkrümmer der
Drosselklappenstellung nur verzögert folgt.
Da weiterhin der Referenzdruckwert, bei dessen Überschreitung
der Klimaanlagen-Kompressor abgetrennt wird, mit sinkender Geschwindigkeit
ebenfalls sinkt, wird gewährleistet, daß im Bereich
niedriger Geschwindigkeit, also im Stadtverkehr oder auf
der Landstraße die in diesen Fahrsituationen häufig notwendigen
Beschleunigungsvorgänge mit der vollen Motorleistung
durchgeführt werden können. Bei höheren Geschwindigkeiten wird
eine Reserve-Leistung zurückbehalten, um das Fahrzeug bei einem
Überholmanöver nochmals beschleunigen zu können.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ergibt sich aus
dem Anspruch 2.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
von Abbildungen näher erläutert. Hierbei zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung zur Erläuterung eines
Klimaanlagensystems;
Fig. 2 ein Blockdiagramm zur Erläuterung der Arbeitsweise
des in Fig. 1 gezeigten Systems bzw. zur Erläuterung
des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 3 eine Tabelle zur Ermittlung der Kompressor-Stopp-
Bedingungen;
Fig. 4 eine graphische Darstellung eines Beispiels des Be
triebs des Steuersystems, und
Fig. 5 ein Flußdiagramm zur Erläuterung des Betriebs der
Anordnung bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Wie in Fig. 2 gezeigt, umfaßt ein in einem Kraftfahrzeug mon
tierter Motor E einen Ansaugkrümmer 1, eine Drosselklappe 2
im Ansaugkrümmer 1 und einen Druckfühler 3 zum Feststellen des
Drucks im Ansaugkrümmer 1. Das Fahrzeug weist einen Geschwin
digkeitsfühler 4 und eine Steuereinheit 5 auf, die mit Aus
gangssignalen vom Druckfühler 3 und vom Geschwindigkeitsfüh
ler 4 versorgt wird. Eine Klimaanlage C umfaßt einen Kompres
sor 7 und eine elektromagnetische Kupplung 8, zum Ankoppeln
der Ausgangswelle des Motors an den Kompressor 7. Weiterhin
sind ein Verdampfer 9, ein Kondensator 10 und ein Relais 6
vorgesehen, um die Kupplung 8 mit Strom zu versorgen. Eine
Spule 13 und ein Relaisschalter 14 des Relais 6 sind mit einer
Batterie 12 über einen Klimaanlagenschalter 11 verbunden.
Fig. 2 zeigt die Steuereinheit 5. Hierbei wird das Ausgangs
signal des Druckfühlers 3 einem Ansaugkrümmerdruck-Rechner 21
und das Ausgangssignal des Geschwindigkeitsfühlers 4 einem
Kfz-Geschwindigkeitsrechner 22 zum Berechnen der Kraftfahr
zeuggeschwindigkeit zugeführt. Ein Ansaugdrucksignal P und ein
Fahrzeuggeschwindigkeitssignal V werden einem Kompressor-
Stoppabschnitt 23 zugeführt. Der Abschnitt 23 gibt ein Signal
zum Ausrücken der Kupplung unter vorbestimmten Bedingungen ab,
die im folgenden näher erläutert werden. Das Ausrücksignal
wird einer Ausgangsschaltung 24 zugeführt, welche den Kreis
der Spule 13 öffnet und diese abschaltet, so daß der Relais
schalter 14 öffnet und die Kupplung 8 ausrückt.
Fig. 3 zeigt eine Tabelle, in welcher der Kompressor-Stoppbe
reich (Ausrücken der Kupplung 8) gezeigt ist. Das Ausrücken
der Kupplung 8 wird vom Ansaugkrümmerdruck P, der mit der
Motorlast übereinstimmt, und der Fahrzeuggeschwindigkeit V
festgelegt. Der Ansaugkrümmerdruck P, welcher das Anhalten
des Kompressors definiert, nimmt bei sinkender Fahrzeugge
schwindigkeit ab.
Fig. 5 zeigt das erfindungsgemäße Verfahren bzw. beschreibt
die Arbeitsweise des zuvor dargestellten Systems. Im Schritt
S101 wird der Ansaugkrümmerdruck P basierend auf dem Ausgangs
signal des Druckfühlers 3 berechnet. Im Schritt S102 wird ba
sierend auf dem Ausgangssignal des Fahrzeuggeschwindigkeits
fühlers 4 die Geschwindigkeit V des Fahrzeugs berechnet. Da
nach wird ein Referenzdruck P′ aus der Tabelle nach Fig. 3 in
Schritt S103 abgeleitet, und zwar in Übereinstimmung mit der
Fahrzeuggeschwindigkeit V. Der Ansaugkrümmerdruck P wird mit
dem Referenzdruck P′ im Schritt S104 verglichen. Wenn der
Druck P oberhalb des Referenzdruckes P′ liegt - dies bedeutet,
daß die auf den Motor wirkende Last oberhalb eines Bezugs
wertes liegt -, schreitet das Programm zum Schritt S105
fort. Im Schritt S105 gibt die Steuereinheit 5 ein Signal zum
Ausrücken der Kupplung ab, so daß der Schalter 14 öffnet und
die Kupplung 8 ausrückt. In diesem Fall hält der Kompressor
an, wodurch die auf den Motor wirkende Last verringert bzw.
die zum Antreiben des Fahrzeugs zur Verfügung stehende Lei
stung wächst. Wenn der Druck P unter den Referenzdruck P′
sinkt, so wird die Kupplung im Schritt S105 eingerückt. Nach
einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
die Steuereinheit 5 derart ausgebildet, daß das Ausrücksignal
für eine vorbestimmte Zeitdauer angehalten wird, woraufhin die
Kupplung nach diesem Intervall wieder eingerückt wird.
Die folgende Beschreibung bezieht sich unter anderem auf die
Fig. 3 und 4. Beim Start eines Fahrzeugs liegt der Ansaug
druck P oberhalb eines Referenzdrucks Po, da dieser auf einem
niedrigen Wert liegt. Dementsprechend wird die Kupplung 8 aus
gerückt, und der Kompressor 7 ist ausgeschaltet. Bei der
Fahrzeuggeschwindigkeit V1, wenn der Druck P unterhalb eines
Referenzdrucks P1 liegt, ist der Kompressor in Betrieb. Wenn
der Druck P über einen Referenzdruck P2 bei einer Fahrzeugge
schwindigkeit V2 steigt, so wird der Kompressor angehalten.
Vorzugsweise ist eine Hysterese zwischen dem An- und Ausschal
ten des Kompressors vorgesehen, indem man den Ausschaltrefe
renzdruck auf einen höheren Lastwert als den Anschaltreferenz
druck setzt, und zwar bei derselben Kraftfahrzeuggeschwindig
keit. Weiterhin kann die auf den Motor wirkende Last über die
Drosselklappenstellung oder über andere Parameter festgestellt
werden, welche dem Ansaugkrümmerdruck bzw. der Drosselklappen
position proportional sind.
Durch die vorliegende Erfindung wird die Fahrleistung des
Fahrzeugs bei niedrigen Geschwindigkeiten verbessert und bei
höheren Fahrzeuggeschwindigkeiten die Klimaleistung eben
falls verbessert.
Claims (3)
1. Verfahren zum Steuern eines Klimaanlagen-Kompressors für ein
Kraftfahrzeug, das vom Motor des Kraftfahrzeuges getrieben
wird,
mit einer elektromagnetischen Kupplung (8) zum Ankoppeln des Motors (E) mit den Kompressor (7);
mit einem Geschwindigkeitsfühler (4) zur Erfassung der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeuges, der ein Geschwindigkeitssignal (V) abgibt,
mit einem Lastfühler (3, 21) zur Erfassung der auf den Motor (E) wirkenden Last, der ein Lastsignal (P) abgibt, und
mit einer Steuereinheit (5) mit einer darin vorgesehenen Tabelle (Fig. 3) zum Speichern und Auslesen von Daten in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit (V), die unter Einbeziehung der auf den Motor (E) wirkenden Last einen Schalter (14) zum Einrücken der elektromagnetischen Kupplung (8) ansteuert,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lastfühler (3, 21) als Druckfühler zum Abtasten des Druckes im Ansaugkrümmer (1) des Motors (E) ausgebildet ist, und
daß in der Tabelle (Fig. 3) mit sinkender Geschwindigkeit (V) abnehmende Referenz-Druckwerte (P′) speicherbar sind und der Schalter (14) dann zum Ausrücken der Kupplung (8) und Abtrennen des Komparators (7) vom Motor (E) angesteuert wird, wenn der abgetastete Druck (P) den Referenzdruck (P′) übersteigt.
mit einer elektromagnetischen Kupplung (8) zum Ankoppeln des Motors (E) mit den Kompressor (7);
mit einem Geschwindigkeitsfühler (4) zur Erfassung der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeuges, der ein Geschwindigkeitssignal (V) abgibt,
mit einem Lastfühler (3, 21) zur Erfassung der auf den Motor (E) wirkenden Last, der ein Lastsignal (P) abgibt, und
mit einer Steuereinheit (5) mit einer darin vorgesehenen Tabelle (Fig. 3) zum Speichern und Auslesen von Daten in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit (V), die unter Einbeziehung der auf den Motor (E) wirkenden Last einen Schalter (14) zum Einrücken der elektromagnetischen Kupplung (8) ansteuert,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lastfühler (3, 21) als Druckfühler zum Abtasten des Druckes im Ansaugkrümmer (1) des Motors (E) ausgebildet ist, und
daß in der Tabelle (Fig. 3) mit sinkender Geschwindigkeit (V) abnehmende Referenz-Druckwerte (P′) speicherbar sind und der Schalter (14) dann zum Ausrücken der Kupplung (8) und Abtrennen des Komparators (7) vom Motor (E) angesteuert wird, wenn der abgetastete Druck (P) den Referenzdruck (P′) übersteigt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß
der Referenzdruck (P′) zum Ausschalten des Kompressors
bei derselben Geschwindigkeit auf einen höheren Wert einstellbar
ist als der Referenzdruck zum Anschalten des
Kompressors, so daß eine Hysterese zwischen dem Einschalten
und dem Ausschalten des Kompressors entsteht.
3. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch
1, umfassend eine elektromagnetische Kupplung (8)
zum Ankoppeln des Kraftfahrzeug-Motors (E) an den Kompressor
(7), einen Geschwindigkeitsfühler (4) zur Erfassung
der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs, der ein
Geschwindigkeitssignal (V) abgibt, einen Lastfühler (3,
21) zur Erfassung der auf den Motor (E) wirkenden Last,
der ein Lastsignal (P) abgibt, und eine Steuereinheit (5)
mit einer darin vorgesehenen Tabelle zum Speichern und
Auslesen von Daten in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit
(V), die unter Einbeziehung der auf den Motor (E) wirkenden
Last einen Schalter (14) zum Einrücken der elektromagnetischen
Kupplung (8) ansteuert,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lastfühler (3, 21) als Druckfühler zum Abtasten des Drucks im Ansaugkrümmer (1) des Motors (E) angeordnet ist, und
daß die Tabelle in der Steuereinheit (5) derart ausgebildet ist, daß mit sinkender Geschwindigkeit (V) abnehmende Referenz-Druckwerte (P′) speicherbar sind und der Schalter (14) dann zum Ausrücken der Kupplung (8) und Abtrennen des Kompressors (7) vom Motor (E) angesteuert wird, wenn der abgetastete Druck (P) den Referenzdruck (P′) übersteigt.
daß der Lastfühler (3, 21) als Druckfühler zum Abtasten des Drucks im Ansaugkrümmer (1) des Motors (E) angeordnet ist, und
daß die Tabelle in der Steuereinheit (5) derart ausgebildet ist, daß mit sinkender Geschwindigkeit (V) abnehmende Referenz-Druckwerte (P′) speicherbar sind und der Schalter (14) dann zum Ausrücken der Kupplung (8) und Abtrennen des Kompressors (7) vom Motor (E) angesteuert wird, wenn der abgetastete Druck (P) den Referenzdruck (P′) übersteigt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| JP61312964A JP2524723B2 (ja) | 1986-12-26 | 1986-12-26 | 車輌用冷房装置のコンプレツサ制御装置 |
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| DE3743407A1 DE3743407A1 (de) | 1988-07-07 |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |