DE376222C - Sterzenmotorpflug - Google Patents
SterzenmotorpflugInfo
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- DE376222C DE376222C DEW58208D DEW0058208D DE376222C DE 376222 C DE376222 C DE 376222C DE W58208 D DEW58208 D DE W58208D DE W0058208 D DEW0058208 D DE W0058208D DE 376222 C DE376222 C DE 376222C
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Links
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B63/00—Lifting or adjusting devices or arrangements for agricultural machines or implements
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Soil Working Implements (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 25. MAI 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45 a GRUPPE 21
(W 5820
Rudolf Walker und Hans Macher in Wien.
Sterzenmotorpflug. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. April 1921 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in Österreich vom 1. März 1921 beansprucht.
Es sind bereits Sterzenmotorpflüge bekannt,
deren Fahrgestell auf einem auf dem Lande laufenden Triebrad, einem in der Furche laufenden,
der Höhe nach verstellbaren Triebrad und einem" im Bereiche der Sterzen angeordneten,
der Höhe nach verstellbaren Stützrad aufruht. Bei den bisher bekannten Sterzenmotorpflügen
sind die Triebwerke der Hub- und Senktriebe für das Furchentriebrad und das Stützrad gesondert angeordnet, wodurch
insbesondere die Bedienung des Motorpfluges erschwert und die Bauart umständlich und
teuer wird. Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, die vorangeführten Nachteile zu
beseitigen. Der Erfindung gemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Hub- und Senktrieb
S des Furchentriebrades und der Hub- und Senktrieb des Stützrades wahlweise mit einem
einzigen Antriebsorgan gekuppelt werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Abb. ι zeigt den Motorpflug im Aufriß, Abb. 2 eine Draufsicht auf den Pflug. In den
Abb. 3 und 4 ist im vergrößerten Maß stäbe das Stützrad mit seinem Hub- und Senktrieb
in teilweise geschnittener Seitenansicht und in einem Schnitt nach Linie IV-IV der Abb. 3
dargestellt. Abb. 5 stellt einen Schnitt nach Linie V-V der Abb. 4 dar. Abb. 6 stellt die
gleiche Schnittabbildung mit einer besonderen Kupplungsanlage des Antriebsorganes dar.
Abb. 7 zeigt eine Draufsicht auf die Abb. 4 und Abb. 8 einen Schnitt nach Linie VIII-VIII
der Abb. 4.
ι ist das Fahrgestell des Pfluges, 2 sind seine Sterzen, 3 seine Schare, 5, 6 die Triebräder
und 7 das Stützrad. Die Triebräder 5, 6 stützen den vorderen Teil des Fahrgestelles 1
ab. Das Stützrad 7 ist im Bereiche der Ster- l zen angeordnet und stützt den rückwärtigen '
Teil des Fahrgestelles 1 gegenüber dem Boden ab. Das Triebrad 6 läuft auf dem Lande und
ist durch einen Hub- und Senktrieb α in der Höhe verstellbar. Das Triebrad 5 läuft in der
Furche. Das Stützrad läuft zweckmäßig in der Furche und kann durch einen Hub- und
Senktrieb b in der Höhe verstellt werden.
Der Hub- und Senktrieb α besteht aus einem
Schraubentrieb 10, dessen Bewegungsmutter 11 mittels eines auf ihr angeordneten Zapfens
in einen Schlitz eines einarmigen Hebels 12 eingreift. Der Hebel 12 ist mit dem um die
Ritzelachse des Triebrades 6 schwenkbar angeordneten Tragarm 13 verkuppelt, auf dessen
Ende das Triebrad 5 sitzt. Beim Verschub \ der Bewegungsmutter 11 wird der Hebel 12
und mit diesem der Tragarm 13 verschwenkt
und das Triebrad gehoben oder gesenkt.
Der Hubtrieb b des Stützrades besteht aus
einer Führungsstange 20, die in auf dem Fahrgestell
ι sitzenden Führungen 21 verschiebbar ist. Die Führungsstange weist eine Längsnut
22 auf, in die ein in dem Gehäuse 21 sitzender Keil 23 eingreift. Durch die Mittel 22, 23
wird die Führungsstange gegen Verdrehung gesichert.
Sowohl der Hub- und Senktrieb α des Landtriebrades s wie auch der Hub- und Senktrieb
b des Stützrades 7 sind wahlweise mit einem einzigen Antriebsorgan 25 kuppelbar, zu
dem Zwecke, beide Hub- und Senktriebe a, b von einer einzigen Stelle des Sterzenmotorpfluges
aus bequem betätigen zu können. Das Antriebsorgan 25 wie auch die Kupplung ! dieses Antriebsorganes mit den Hub- und
Senktrieben kann verschieden ausgebildet sein. Das Antriebsorgan 25 besteht bei vorliegendem
Ausführungsbeispiel aus einem Triebling 25, der auf einer Achse 26 befestigt ist. Die
Achse 26 ist in einem auf dem Gehäuse 21 vorgesehenen Lager 27 verschiebbar gelagert. Im
Verschubbereiche des Trieblings 25 ist einerseits eine auf der Führungsstange 20 angeordnete Zahnstange 30, anderseits eine auf den
Hub- und Senktrieb a des Triebrades übersetzende Kupplungsscheibe 32 angeordnet. Die
Kupplungsscheibe 32 ist mit einem Innenzahnkranz 33 von solcher Größe ausgestattet, daß
der Triebling 25 mit seinen Zähnen zwecks Kupplung in die Zahnlücken des Innenzahnkranzes
eingeschoben werden kann. Die Zahnstange 30 und der Innenzahnkranz 33 sind derart zueinander angeordnet, daß zwischen
diesen Kupplungsteilen ein Verschubraum für den Triebling 25 verbleibt. Dieser Verschubraum
ist größer als die Breite des Trieblings, so daß letzterer in seiner Mittelstellung weder
in die Zahnstange 30 noch in den Innenzahnkranz 33 eingreift. Auf der Welle 26 sind Anschläge
40, 41, z. B. Ringnuten, zum Feststellen der Kupplungsstellungen des Trieblings 25
und eine Handkurbel 44 angeordnet. In die Ringnuten 40, 41 greift ein federbelasteter
Bolzen 42 ein.
Der Hub- und Senktrieb b des Stützrades 7 ist einerseits mit von Hand aus regelbaren
Feststellvorrichtungen und andererseits mit das Heben des Stützrades unterstützenden
kraftauslösenden Elementen 60 versehen. Die Feststellvorrichtungen bestehen aus einer
ein- und ausrückbaren Klinke 50 und aus auf der Führungsstange 20 vorgesehenen Rasten
51, 52. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel sind zwei Rasten vorgesehen, die die
höchste und tiefste Lage des Stützrades 7 feststellen. Erforderlichenfalls können zwisehen
den Endrasten noch Hilfsrasten angeordnet sein. Die Betätigung der Klinke 50
erfolgt von Hand aus, und zu diesem Zwecke ist die Klinke auf einem federbelasteten Bolzen
50' angeordnet, der in einer Führung 54 no verschiebbar sitzt und auf seinem aus der
Führung herausragenden Ende eine Stellmuffe 55 trägt. In die Stellmuffe greift das
gabelförmige Ende eines um den Bolzen 56 verschwenkbaren Handhebels 57 ein. Die kraftauslösenden Elemente 6p bestehen bei
dem gezeichneten Ausführungsbeispiel aus einer Feder, die sich einerseits gegen das
Führungsgehäuse 21 und andererseits auf einem Bund 61 abstützt. Der Bund 61 ist
auf der Führungsstange 20 befestigt und mit Puffer 62 aus elastischem Material, beispiels-
weise aus Leder, Gummi o. dgl., ausgestattet. Die Puffer 62 wirken mit Anschlägen 63 des
Führungsgehäuses 21 zusammen. An Stelle der mit Rasten versehenen Feststellvorrichtung
kann auch beispielsweise ein durch eine Stellschraube eingestellter Anschlag vorgesehen
sein, der mit einem zweiten Anschlag der Führungsstange 20, beispielsweise mit
dem oberen Ende, zusammenwirkt. Wesentlieh ist nur, daß die Feststellvorrichtung
regelbar ist und mit den kraftauslösenden Elementen zusammenwirkt.
Das Stützrad 7 sitzt in einer Gabel 65, die drehbar und gegen Verschub gesichert auf
einem Lagerzapfen 66 der Führungsstange 20 angeordnet ist.-
Zu Beginn des Ackerns werden die Schare auf die gewünschte Tiefe eingestellt. Zu
diesem Zwecke ist es zunächst erforderlich, den in der Mittelstellung befindlichen Triebling
25 in den Innenzahnkranz 33 einzuschieben. Ist dies erfolgt, so wird die Handkurbel
44 in entsprechendem Sinne gedreht. Diese Drehung wird auf dem Wege 32, 34,
35) 36, 37 auf den Hubtrieb α übertragen und
der Tragarm 13 um die Ritzelachse verschwenkt und das Triebrad 6 bis zur gewünschten
Höhe verstellt. Die Feststellung der vorangeführten Kupplungslage des Trieblings
25 erfolgt durch den Eingriff des Bolzens 42 in die Ringnut 41.
Ist auf die vorangeführte Weise die gewünschte Furchentiefe eingestellt, so wird
der Pflug durch Einschalten der Motorkupplung in Gang gesetzt. Gleichzeitig wird die
Feststellvorrichtung des Hub- und Senktriebes b des Stützrades 7 ausgelöst. Dies erfolgt
durch Betätigung des Handhebels 57 derart, daß die Klinke 50 die Rast 51 freigibt.
Nach Freigeben der Stützradachse schnellt das Stützrad durch die Feder 60 in die Höhe, so daß die Schare mit einem Ruck
am Boden aufsitzen. Das Stützrad ist nun in der Luft, und die Schare werden jetzt nur
durch die richtige Lage des Angriffspunlrtes der Zugkraft, genau so wie bei den meisten
Pferdepflügen nach sehr kurzem Wege, praktisch genommen sofort, auf die eingestellte
Tiefe gezogen. Unterstützt wird dieses Hineinziehen der Schare noch durch die auf dieselbe wirkende Reaktionskraft des Fahrwiderstandes. Am Ende
der Furche werden die Schare aus dem Boden gehoben. Dies erfolgt durch Betätigung des Hub- und Senktriebes
b des Stützrades 7. Der Triebling 25 wird zu diesem Zwecke in dem Bereich der
Zahnstange 30 verschoben und letztere mit dem Triebling 25 verkuppelt. Durch Drehung
der Handkurbel 44 wird nun das Stützrad 7 gesenkt, wodurch die Schare aus dem Boden herausgehoben werden. Mit hochgehobenen
Scharen wird nun zur nächsten Furche gefahren und durch Auslösung der
Verriegelung 50, 51 abermals ein plötzliches Heben des Stützrades herbeigeführt. Der
Pflug stellt sich sofort wieder auf die gleiche Furchentiefe ein wie beim vorhergehenden
Gang.
Claims (4)
1. Sterzenmotorpflug mit einem in der Furche laufenden Triebrad, einem auf
dem Lande laufenden, der Höhe nach verstellbaren Triebrad und einem im Bereiche der Sterzen angeordneten, der
Höhe nach verstellbaren Stützrad, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub- und Senktrieb (a) des Landtriebrades (6) und
der Hub- und Senktrieb (&) des Stützrades (7) wahlweise mit einem einzigen
Antriebsorgan (25) gekuppelt werden können.
2. Sterzenmotorpflug nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsorgan
aus einem verschiebbar gelagerten Triebling (25) besteht, in dessen
Verschubbereich Kupplungsteile (30, 33) der Hub- und Senktriebe (a, b) des
Stützrades (7) und des Triebrades (6) angeordnet sind.
3. Sterzenmotorpflug nach Anspruch i> dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsorgan
(25) auf einer verschiebbar gelagerten Spindel (26) sitzt, die mit einer Handkurbel (44) und Anschlägen
(40,41) zum Feststellen der Kupplungsstellungen des Antriebsorganes ausgestattet
ist.
4. Sterzenmotorpflug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub-
und Senktrieb (b) des Stützrades (7) einerseits mit das Heben des Stützrades
unterstützenden, kraftauslösenden Elementen (60) und andererseits mit von Hand aus ausrückbaren, das Heben des
Stützrades verhindernden Feststellvorrichtungen (50, 51, 52) so ausgestattet ist,
daß die Feststellvorrichtungen durch ihre Auslösung den kraftauslösenden Elementen
(60) das Heben des Stützrades gestatten und beim motorischen Senken des Stützrades letzteres in der Tiefstlage
selbsttätig feststellen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT376222X | 1921-03-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE376222C true DE376222C (de) | 1923-05-25 |
Family
ID=3673049
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW58208D Expired DE376222C (de) | 1921-03-01 | 1921-04-28 | Sterzenmotorpflug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE376222C (de) |
-
1921
- 1921-04-28 DE DEW58208D patent/DE376222C/de not_active Expired
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