DE3838963C2 - System zur Steuerung der Kraftstoffeinspritzung für einen Kraftfahrzeugmotor - Google Patents

System zur Steuerung der Kraftstoffeinspritzung für einen Kraftfahrzeugmotor

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Description

Die Erfindung betrifft ein System zur Steuerung der Kraftstoffeinspritzung für einen Kraftfahrzeugmotor mit einem Saugkanal, einer in diesem angeordneten Drosselklappe, einem die Drosselklappe umgehenden Bypass, einem Leerlaufregelventil im Bypass, mindestens einer Kraftstoffeinspritzdüse, einem Maschinendrehzahlsensor, der in Abhängigkeit von der Maschinendrehzahl ein entsprechendes Drehzahlsignal erzeugt, einem Drosselklappenlagesensor, der in Abhängigkeit vom Öffnungsgrad der Drosselklappe ein Drosselklappenöffnungsgradsignal erzeugt, einem Detektor zum Feststellen des Leerlaufzustands des Motors, der ein entsprechendes Leerlaufsignal abgibt, einer Regeleinheit, die in Übereinstimmung mit dem Leerlaufsignal und dem Motordrehzahlsignal ein Regelwertsignal für das Leerlaufregelventil erzeugt.
Ein derartiges System ist aus der DE 36 34 616 A1 bekannt. Dort werden aus einem Drosselklappenöffnungsgradsignal und einem Regelwert für das Leerlaufregelventil jeweils getrennt entsprechende Durchgangsquerschnitte bestimmt, aus deren Summe in Verbindung mit dem Motordrehzahlsignal die Basiskraftstoffmenge bestimmt wird. Diese Vorgehensweise ist relativ zeitaufwendig. Dabei muß bedacht werden, daß ein wesentliches Problem bei der elektronisch geregelten Kraftstoff- Luft-Gemisch-Aufbereitung darin liegt, daß nach Möglichkeit für jeden Einspritzvorgang gesondert die einzuspritzende Kraftstoffmenge berechnet wird. Mit steigender Drehzahl und auch Zylinderzahl sinkt die zur Verfügung stehende Zeit. Demzufolge ist es notwendig, die Anzahl der zur Errechnung notwendigen Rechenschritte zu vermindern.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein System der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß bei gleichbleibender Genauigkeit die Rechenzeit verringerbar ist.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Gegenüber dem vorgenannten Stand der Technik liegt der Grundgedanke der Erfindung darin, daß in einem Schritt aus dem Regelwert eine Korrekturgröße bestimmt wird, die direkt zur Korrektur des Drosselklappenöffnungsgradsignals verwendet wird. Dieses korrigierte Drosselklappenöffnungsgradsignal wird zusammen mit dem Motordrehzahlsignal zur Bestimmung der Einspritzmenge herangezogen.
Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung ist in Anspruch 2 beschrieben.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Schema eines Systems zur Anwendung der Erfindung,
Fig. 2 den Verlauf eines Ausgangssignals eines O₂-Sensors,
Fig. 3 das Blockschaltbild einer Ausführungsform für ein erfindungsgemäßes System und
Fig. 4 ein Ablaufdiagramm für das System von Fig. 3.
Gemäß Fig. 1 ist in einem Saugkanal 2 einer Maschine 1 eine Drosselkammer 7 an der Abstromseite einer Drosselklappe 3 vorgesehen, um Saugluftströme zu absorbieren. Ein Bypass 4 mit einem Leerlaufregelventil 5 ist um die Drosselklappe 3 geführt. Eine Mehrzahl Einspritzdüsen 8 sind im Saugkanal einem Einspritzventil benachbart angeordnet, um jedem Zylinder der Maschine 1 Kraftstoff zuzuführen. Zur Erfassung entsprechender Betriebszustände sind ein Drosselklappenlagesensor 9, ein Kühlmitteltemperatursensor 10, ein Maschinendrehzahlsensor 11, ein Sauglufttemperatursensor 12 und ein Atmosphärendrucksensor 6 vorgesehen. Ein O₂-Sensor 14, dessen Ausgangssignal den in Fig. 2 gezeigten Verlauf hat, ist in einer Abgasleitung 13 angeordnet. Ausgangssignale der Sensoren werden einer Steuereinheit 15 zugeführt, die einen Mikrocomputer enthält, der die Einspritzdüsen 8 und eine Zündspule 8a ansteuert.
Nach Fig. 3 umfaßt die Steuereinheit 15 eine Umwandlungseinrichtung 26, die in Abhängigkeit von einem vom Drosselklappenlagesensor 9 zugeführten Drosselklappenöffnungsgrad u einen Korrekturwert liefert. Der Drosselklappenöffnungsgrad u wird ferner einem Leerlaufdetektor 24 zugeführt, der den Maschinenleerlauf beim Schließen der Drosselklappe bestimmt. Ein Leerlaufsignal des Leerlaufdetektors 24 wird einem Leerlauf­ regelventil-Regler 20 zugeführt, dem außerdem eine Kühlmitteltemperatur Tw vom Kühlmitteltemperatursensor 10 und eine Maschinendrehzahl N von einem als Kurbelwinkelsensor ausgebildeten Maschinendrehzahlsensor 11 zugeführt werden. Der Regler 20 enthält ein Rechenglied, das einen Stellwert Dout für das Leerlaufregelventil 5 bildet. Aufgrund der Kühlmitteltemperatur Tw vom Kühlmitteltemperatursensor 10 wird aus einer Tabelle ein Grundstellwert Dtw abgeleitet. Ein Rückführungsregelwert Dfb wird nach Maßgabe der Differenz zwischen einer Soll-Maschinendrehzahl Nset, die bei Leerlaufbetrieb der Maschine aus einer Tabelle entsprechend der Kühlmitteltemperatur Tw abgeleitet wird, und der Ist-Maschinendrehzahl N errechnet. Ein Universalkorrekturkoeffizient Det wird aus einer Tabelle entsprechend dem Zustand einer Klimaanlage und dem gewählten Gang abgeleitet. Damit wird der Stellwert Dout aus der folgenden Gleichung bestimmt:
Dout = Dtw + Dfb + Det
und das Stellsignal (Impulssignal) wird dem Regelventil 5 zugeführt zur Regelung der Leerlaufdrehzahl der Maschine.
Im Lastbetrieb der Maschine, in dem der Leerlaufdetektor kein Leerlaufsignal erzeugt, wird der Stellwert Dout durch den Grundstellwert Dtw bestimmt. Im Leerlaufbetrieb der Maschine wird der Stellwert Dout so eingestellt, daß die Maschinendrehzahl N der Soll-Maschinendrehzahl Nset angenähert wird.
Der Korrekturwertgeberteil 26 enthält eine Tabelle, aus der ein Korrekturwert ubac nach Maßgabe des Drosselklappenöffnungsgrads u und des Stellwerts Dout abgeleitet wird. In der Tabelle sind Korrekturwerte ubac gespeichert, die auf der Basis der Gleichung ubac = f(Dout, u) errechnet sind. Wenn der Stellwert Dout ansteigt, steigt der Wert ubac an, und wenn der Drosselklappenöffnungsgrad u abnimmt, wird der Korrekturwert ubac kleiner.
Der Korrekturwert ubac wird an einen Drosselklappenkorrekturteil 27 geführt. Der vom Drosselklappenlagesensor 9 gelieferte Drosselklappenöffnungsgrad u wird durch den Korrekturwert (u+ubac) korrigiert. Ein korrigierter Drosselklappenwert wird einem Grundeinspritzimpulsbreiten- Rechenglied 19 zugeführt, dem auch die Maschinendrehzahl N zugeführt wird. Die Grundeinspritzimpulsbreite Tp wird gemäß der Gleichung Tp = f((u+ubac), N) errechnet.
Die Steuereinheit 15 enthält ferner ein Mischungsverhält­ niskorrekturkoeffizient-Rechenglied 22, in dem in Abhängigkeit vom Atmosphärendruck P, der Kühlmitteltemperatur T2 und der Sauglufttemperatur TA, die von den Sensoren 6, 10 und 12 geliefert werden, ein Mischungsverhältniskorrekturkoeffizient COEF errechnet wird. Ein Rückführungskorrek­ turkoeffizient-Rechenglied 23 ist vorgesehen, das in Abhängigkeit von einer Ausgangsspannung des O₂-Sensors 14 einen Rückführungskorrekturkoeffizienten KFB errechnet.
Die korrigierte Grundeinspritzimpulsbreite Tp und die Koeffizienten COEF und KFB werden einem Einspritzimpuls­ breite-Rechenglied 21 zugeführt, in dem mittels der folgenden Gleichung eine Ausgangs-Einspritzimpulsbreite Ti errechnet wird:
Ti = Tp × COEF × KFB.
Das Ablaufdiagramm von Fig. 4 zeigt die Funktionsweise des beschriebenen Systems.

Claims (2)

1. System zur Steuerung der Kraftstoffeinspritzung für einen Kraftfahrzeugmotor mit einem Saugkanal (2), einer in diesem angeordneten Drosselklappe (3), einem die Drosselklappe (3) umgehenden Bypass (4), einem Leerlaufregelventil (5) im Bypass (4), mindestens einer Kraftstoffeinspritzdüse (8), einem Maschinendrehzahlsensor (11), der in Abhängigkeit von der Maschinendrehzahl ein entsprechendes Drehzahlsignal (N) erzeugt, einem Drosselklappenlagesensor (9), der in Abhängigkeit vom Öffnungsgrad der Drosselklappe ein Drosselklappenöffnungsgradsignal (u) erzeugt, einen Detektor (24) zum Feststellen des Leerlaufzustands des Motors, der ein entsprechendes Leerlaufsignal abgibt, eine Regeleinheit (20), die in Übereinstimmung mit dem Leerlaufsignal und dem Motordrehzahlsignal (N) ein Regelwertsignal für das Leerlaufregelventil (5) erzeugt, gekennzeichnet durch Umwandlungseinrichtungen (26) zum Umwandeln des Regelwertsignals in ein dem Drosselklappenöffnungsgradsignal äquivalentes Korrektursignal, Korrektureinrichtungen (27) zum Korrigieren des Drosselklappenöffnungsgradsignals mit dem Korrektursignal, um ein korrigiertes Drosselklappenöffnungssignal abzugeben, und durch Bestimmungseinrichtungen (19) zum Festlegen eines Basiseinspritzpulsbreitensignals in Übereinstimmung mit dem Motordrehzahlsignal und dem korrigierten Drosselklappenöffnungsgradsignal, um eine bestimmte Kraftstoffmenge mittels der Kraftstoffeinspritzdüse (8) einzuspritzen.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwandlungseinrichtungen (26) eine Tabelle umfassen, aus der das Korrektursignal nach Maßgabe des Regelwertsignals und des Drosselklappenöffnungsgradsignals abgeleitet wird.
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