DE4244351C2 - Automatische Transportanlage - Google Patents
Automatische TransportanlageInfo
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- B23Q—DETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
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- B23Q7/14—Arrangements for handling work specially combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, machine tools, e.g. for conveying, loading, positioning, discharging, sorting co-ordinated in production lines
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61B—RAILWAY SYSTEMS; EQUIPMENT THEREFOR NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B61B3/00—Elevated railway systems with suspended vehicles
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65G—TRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf
eine Transportanlage gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine automatische Transport
anlage zum automatischen Transportieren von Lasten, wie
beispielsweise Maschinenteilen oder elektrischen Teilen für
deren Montage, Rohmaterialien, teilweise bearbeitete Pro
dukte und dergleichen, zwischen einer Mehrzahl von Fertigungs- oder Montage
zellen in einer Montage-, Bearbeitungs- oder Fertigungs
anlage, Fabrik oder dergleichen, in welchen Montage-,
Bearbeitungs- oder Fertigungsmaschinen aufgestellt sind.
In Fertigungsstraßen, welche eine Mehrzahl von Fertigungs- oder
Montagezellen mit vielen darin aufgestellten Montage-,
Bearbeitungs- oder Fertigungsmaschinen (der Einfachheit
halber ferner als Bearbeitungsmaschinen bezeichnet) verbin
den, ist die Automation des Transports von Lasten, wie
beispielsweise Rohmaterialien, Teilen, Halbzeugen und
dergleichen, zwischen den Bearbeitungsmaschinen weit fort
geschritten. Im allgemeinen weist eine Fertigungsstraße
eine Mehrzahl von Fertigungs- oder Montagezellen auf, und eine oder
mehrere Bearbeitungsmaschine(n) sind in jeder Zelle
aufgestellt.
Die Fig. 7 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine
Transportanlage gemäß dem Stand der Technik. Diese herkömm
liche Transportanlage weist eine Mehrzahl von Fertigungs- oder
Montagezellen, in welchen verschiedene Bearbeitungsmaschinen
101 aufgestellt sind, für jede Zelle jeweils
eine Zellen-Transportanlage 105 zum Transport
von Lasten, wie beispielsweise Teilen, Halbzeugen, etc. in
jeder Zelle, und auch eine Haupt- oder
Zwischenbereichs-Transportanlage 107 zum Transport von
Lasten zwischen den Zellen auf. Jede
Zellen-Transportanlage 105 hat einen an ihrem
Boden angebrachte Zellenschiene oder -spur
109 zum Verbinden der in jeder Zelle aufge
stellten Bearbeitungsmaschinen 101, ein
Zellen-Transportfahrzeug 111, welches zum Transport der
bei der Bearbeitung gebrauchten Lasten entlang der
Zellenschiene 109 verfährt, und eine an einem Ende
der Zellenschiene 109 vorgesehene Lastenüber
gabeeinheit 113 zur Übergabe von Lasten zwischen der
Zellen-Transportanlage 105 und der Haupt
transportanlage 107. Die Haupttransportanlage 107 hat eine
gerade oder geradlinige Hauptschiene oder -spur 115, welche
zum Verbinden aller Zellen vorgesehen ist
und hauptsächlich dann verwendet wird, wenn sich eine lange
Strecke zwischen einer Ursprungszelle und einer die
jeweiligen Bearbeitungsmaschinen 101 aufweisenden Bestim
mungszelle befindet, ein Haupttransportfahrzeug 117, das
entlang der Hauptschiene 115 verfährt, eine Mehrzahl von
Hilfsschienen 118, die in der Nähe und parallel zu der
Hauptschiene 115 vorgesehen sind, um eine Mehrzahl von
vergleichsweise nah zueinander liegenden Zellen
zu verbinden, und welche hauptsächlich dann
verwendet werden, wenn sich eine kurze Strecke zwischen
einer Ursprungszelle und einer die jeweiligen Bearbei
tungsmaschinen 101 aufweisenden Bestimmungszelle befin
det, und Hilfstransportfahrzeuge 119, die entlang den
Hilfsschienen 118 verfahren.
Ein Transportablauf soll im folgenden unter Bezugnahme auf den
Fall beschrieben werden, daß Lasten, wie beispielsweise
Teile, teilweise bearbeitete Produkte etc., von einer
Bearbeitungsmaschine 101-1 in einer Zelle
(z. B. links unten in Fig. 7) zu einer verschiedenen Bear
beitungsmaschine 101-2 in einer anderen, bezüglich zur
ersten beabstandeten Zelle (z. B. rechts
oben in Fig. 7) transportiert werden.
In der Ursprungszelle wird die Last von einer
Bearbeitungsmaschine 101-1 in dieser Zelle auf das
Zellen-Transportfahrzeug 111-1 geladen und dann
von dem Transportfahrzeug 111-1 entlang der Schiene 109-1
zu einer Lastenübergabeeinheit 113-1 an einem Ende der
Schiene transportiert. An der Lastenübergabeeinheit 113-1
wird die Last an ein Hilfstransportfahrzeug 119 einer nahen
Zellen-Transportanlage 105 übergeben und in
die Nähe einer nahen, auf der Hauptschiene 115 angeordneten
Lastenübergabeeinheit 115-1 transportiert, um an das Haupt
transportfahrzeug 117 übergeben zu werden. Dann verfährt
das Haupttransportfahrzeug 117 entlang der Hauptschiene 115
zu der auf der Hauptschiene 115 nächstgelegenen Lastenüber
gabeeinheit 115-2 der Bestimmungszelle, in
welchem sich eine Bestimmungsbearbeitungsmaschine 101-2
befindet. An der Lastenübergabeeinheit 115-2 wird die Last
an ein Hilfstransportfahrzeug 119 übergeben und dann in die
Nähe einer Lastenübergabeeinheit 113-2 an einem Ende der
Schiene 109-2 in der Bestimmungszelle trans
portiert. In dieser Lastenübergabeeinheit 113-2 wird die
Last zu dem Zellen-Transportfahrzeug 111-2
übergeben und entlang der Schiene 109-2 zu der Bestimmungs
bearbeitungsmaschine 101-2 transportiert.
In der mit einer Mehrzahl von solchen Transportanlagen 105
und 107 versehenen Fertigungsstraße ist die für die Bear
beitung gebrauchte Last, wenn sie zwischen zwei beabstan
deten Zellen transportiert wird, nicht nur
an der Ursprungsbearbeitungsmaschine und der Bestimmungs
bearbeitungsmaschine, sondern auch an einer Vielzahl von
zwischengeschalteten Übergabeeinheiten 113-1, 115-1, 115-2
und 113-2 Lade- und Entladevorgängen ausgesetzt.
Somit wird mit der oben beschriebenen herkömmlichen Trans
portanlage, wenn die Last zwischen zwei beabstandeten
Zellen transportiert wird, dieselbe von
einer Vielzahl von Transportfahrzeugen 111-1, 119, 117, 119
und 111-2 von der Ursprungsbearbeitungsmaschine 101-1 zu
der Bestimmungsbearbeitungsmaschine 101-2 transportiert.
Daher sind viele Lade- und Entladevorgänge an einer Viel
zahl von Lastenübergabeeinheiten 113-1, 115-1, 115-2 und
113-2 notwendig, d. h. zwischen dem Zellen-
Transportfahrzeug 111-1 in der Ursprungszelle und einem
Hilfstransportfahrzeug 119 in der Nähe dieser Zelle,
zwischen letzterem Fahrzeug 119 und dem Haupttransportfahrzeug
117, zwischen letzterem Fahrzeug 117 und einem Hilfstransport
fahrzeug 119 in der Nähe der Bestimmungszelle, und
zwischen letzterem Fahrzeug 119 und dem Zellen-
Transportfahrzeug 111 in der Bestimmungszelle. Zudem ist
es in Abhängigkeit von den Verkehrszuständen der einzelnen
Transportfahrzeuge unvermeidlich, daß auf die Übergabe
zwischen den Fahrzeugen gewartet wird. Durch solche Lade- und
Entladevorgänge sowie Wartezeiten wird eine lange Zeit
für den gesamten Transport benötigt. Ferner, wenn es unver
meidlich ist, daß die Last auf ein Transportfahrzeug warten
muß, muß die Last zeitweise an jeder Übergabestelle
zwischengelagert werden. Dafür sind Speicher und Speicher- oder
Lagerplätze notwendig, die die in der Fertigung benö
tigte Ausrüstung vermehren, welches vom Standpunkt der
effektiven Raumnutzung innerhalb der Fertigungsräumlich
keiten unerwünscht ist.
Ferner ist aus der Druckschrift CH 548 334 eine Trans
portanlage für eine Fertigungsanlage gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 bekannt.
Nach diesem Stand der Technik weist eine Transportanlage
für eine Fertigungsanlage, die eine Mehrzahl von jeweils
mindestens eine Bearbeitungsmaschine aufweisenden Ferti
gungs- oder Montagezellen hat, eine schleifenartige Haupt
transportschiene auf, die die Zellen miteinander verbindet,
und auf der mindestens ein Wagen verfahrbar angeordnet ist,
um Fördergut bzw. Werkstücke von einer Zelle zu einer
anderen Zelle zu transportieren. Entlang der Haupt
transportschiene ist eine Mehrzahl von Haltestellen mit je
weils einer Umsetzeinrichtung vorgesehen, die die Wagen mit
den daran angebrachten Transportbehältern für das Fördergut
einer Fördergutaufnahmestelle bzw. einer Fördergutabgabe
stelle zuführt.
Ein Nachteil dieses Stands der Technik besteht darin, daß
die Wagen zu deren Be- bzw. Entladung auf der Haupt
transportschiene an den Haltestellen zumindest kurzfristig
angehalten werden müssen, wodurch es zu Wartezeiten und
Verzögerungen an den einzelnen Zellen kommen kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die
gattungsbildende Transportanlage derart weiterzubilden, daß
deren Flexibilität erhöht ist, wobei insbesondere Verzöge
rungen beim Transport des Förderguts vermieden werden
sollen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeich
nenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Patent
ansprüche 2 bis 6.
Erfindungsgemäß ist jeder Zelle eine schleifenartige
Hilfstransportschiene zugeordnet, welche die Bearbeitungs
maschinen einer Zelle miteinander verbindet, und die
mittels einer Weiche wahlweise mit der Haupttransport
schiene verbindbar ist, so daß der Wagen auf der Haupt
transportschiene und jeder der daran angeschlossenen
Hilfstransportschienen kontinuierlich verfahrbar ist. Es
ist also keine Haltestelle an der Haupttransportschiene
vorgesehen, an der der Wagen auf der Haupttransportschiene
für dessen Umsetzung bzw. Be- und Entladung warten müßte,
so daß die Zeiten zwischen den einzelnen Bearbeitungs
vorgängen in den Fertigungs- bzw. Montagezellen in vorteil
hafter Weise verkürzt werden.
Ferner werden keine Puffer oder Zwischenspeicher für das
Fördergut benötigt, da dies je nach Bedarf transportiert
werden kann, d. h. sobald ein Bearbeitungsvorgang abge
schlossen ist oder mit einem neuen Bearbeitungsvorgang in
einer anderen Fertigungszelle begonnen bzw. fortgefahren
werden soll. Dies ist insbesondere im Hinblick auf eine
effiziente Raumnutzung beim Fabriklayout und den herkömm
licherweise für Speichereinrichtungen erforderlichen In
vestitionen als vorteilhaft zu bewerten.
Die Erfindung wird nachstehend anhand bevorzugter Ausfüh
rungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher
erläutert, in welchen
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf eine erfindungs
gemäße Transportanlage ist,
Fig. 2 eine vergrößerte schematische Teilperspektive der in
Fig. 1 dargestellten Transportanlage ist,
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Gesamtsteuer
systems in der Transportanlage gemäß Fig. 1
ist,
Fig. 4 eine schematische Draufsicht auf einen eine
Weiche der Transportschienen aufweisenden Bereich zur
schematischen Darstellung eines Verkehrs
steuerverfahrens der Transportfahrzeuge oder Wagen der Weiche
ist,
Fig. 5 eine schematische Draufsicht auf einen eine
Weiche der Transportschienen aufweisenden Bereich zum
Darstellen eines Verkehrssteuerverfahrens
der Transportfahrzeuge an der Weiche ist,
Fig. 6 eine der Fig. 1 gleiche schematische Draufsicht ist,
die einen Transportvorgang zeigt, und
Fig. 7 eine schematische Draufsicht auf eine herkömmliche
Transportanlage zeigt.
Gemäß Fig. 1 ist eine Haupttransportschiene oder -Spur in
der Form einer im wesentlichen rechtwinkligen Schleife an
der Decke einer Fertigungsanlage oder -fabrik angebracht.
Auf den inneren und äußeren Seiten dieser schleifenartigen
Haupttransportschiene 1 ist an der Decke entlang der Haupt
schiene 1 eine Mehrzahl von Hilfstransportschienen 3 je
weils in der Form einer im wesentlichen rechtwinkligen
Schleife angebracht. Jede Hilfsschiene 3 ist mittels einer
Weiche 5 wahlweise mit/von der Hauptschiene 1 verbunden
oder getrennt. Entlang den einzelnen Hilfsschienen 3 sind
Bearbeitungsmaschinen 7 zur vorbestimmten Bearbeitung von
Lasten, wie beispielsweise Rohmaterialien, Teilen, teil
weise bearbeiteten Produkten, angeordnet, welche auf den
Hilfsschienen 3 transportiert wurden. Auf jeder Hilfs
schiene 3 fährt ein Transportfahrzeug oder Wagen 9. Jedes Transport
fahrzeug 9 ist mit einer Handhabungseinheit (nicht darge
stellt) zum Be- und Entladen von Lasten 10 (siehe Fig. 2)
versehen. Es kann nicht nur entlang jeder schleifenartigen
Hilfsschiene 3 verfahren, sondern auch von jeder Hilfs
schiene 3 zu der Hauptschiene 1 oder umgekehrt über eine
angegliederte Weiche 5 übergeben werden. Eine gewünschte
Hilfsschiene 3 kann mittels einer angegliederten Weiche 5
mit der Hauptschiene 1 verbunden werden, so daß für die
Bearbeitung verwendete Lasten von einer gegebenen Bearbei
tungsmaschine 7 in einer Ursprungszelle bzw.
einem Ursprungsbearbeitungsbereich zu einer gegebenen
Bearbeitungsmaschine 7 in einer Bestimmungszelle bzw. einem Bestim
mungsbearbeitungsbereich in der Fabrik mit einem einzelnen
Transportfahrzeug 9 alleine transportiert werden können,
ohne die Notwendigkeit des Wechsels der Fahrzeuge und ohne
Lade- und Entladevorgänge an zwischengeschalteten Berei
chen. Die Weichen 5 können jeden beliebigen Aufbau haben,
solange sie wahlweise den Verbindungszustand zwischen der
Hauptschiene 1 und den angegliederten Hilfsschienen 3
steuern können (d. h. unterbrechen oder herstellen). Bei
spielsweise kann es eine bekannte Eisenbahnweiche sein,
welche zum Stellen von Eisenbahnschienen verwendet wird.
Da eine Mehrzahl von Fahrzeugen 5 in der Fabrik fahren, ist
Einbahnverkehr für die Haupt- und Hilfsschienen 1 und 3
vorgesehen, um die Steuerung zur Verhinderung von Kolli
sionen oder Staus der Fahrzeuge 9 auf der Hauptschiene 1
oder den Hilfsschienen 3 zu vereinfachen.
Eine innere Seitenwand 11 der Fabrik muß nicht immer frei
von vor- oder zurückspringenden Abschnitten sein, sie kann
aber Vorsprünge und Aussparungen haben, wie in Fig. 1
dargestellt. In einem solchen Fall kann ein Teil der Hilfs
schienen 3 teilweise durch Durchgänge 13, sogenannte Reini
gungstunnel verlaufen, welche in inwärts vorstehenden
Abschnitten der inneren Wand 11 ausgeformt sind. Auf diese
Weise ist es möglich, die Verläufe der Hauptschiene
1 und der Hilfsschienen 3 ohne Berücksichtigung der Gestal
tung der inneren Wand 11 der Fabrik frei auszulegen.
Im folgenden wird ein Steuerungssystem für die
Transportanlage mit dem obigen Aufbau beschrieben. Die Fig.
3 zeigt schematisch das Steuerungssystem
für die Transportanlage. Die Transportfahr
zeuge 9 können über Radiowellen mit einer Transport
steuerungseinrichtung in Form eines Rechners 21 zur Steue
rung des gesamten Transports kommunizieren. Der Rechner 21
versieht die einzelnen Transportfahrzeuge 9 mit Informa
tionen, die die Ursprungs- und Bestimmungsbearbeitungs
maschinen 7 benennen. Eine Mehrzahl von Signaleinheiten 31
und eine Mehrzahl von Durchgangssensoren 33 (siehe Fig. 5)
sind an eine Signalsteuerungseinrichtung in Form eines
Rechners 23 angeschlossen. Der Signalsteuerungsrechner 23
versorgt die Signaleinheiten 31 mit Steuerungssignalen
basierend auf von den Durchgangssensoren 33 abgegebenen
Durchgangsinformationen bezüglich dem Passieren von Trans
portfahrzeugen 9, wie es später im Detail beschrieben wird,
um den Verkehr der Fahrzeuge 9 zu steuern. Der Transport-Steu
erungsrechner 21 und der Signalsteuerungsrechner 23
können über ein lokales Netzwerk 25 (LAN) miteinander
kommunizieren. Diese Rechner 21 und 23 haben jeweils die
Bearbeitungsabläufe betreffende Datenbasen und sind über
das lokale Netzwerk 25 mit einer Bearbeitungsmaschinen
Steuerungseinrichtung in Form eines Rechners 27 verbunden,
welche die gesamte Steuerung der Bearbeitungsmaschinen 7
ausführt.
Die Fig. 4 und 5 zeigen in vergrößertem Maßstab schematisch
die Bereiche in der Nähe einer Weiche 5 zum Verbinden einer
Hilfsschiene 3 mit der Hauptschiene 1. Insbesondere zeigt
die Fig. 4 einen Schienenverlauf, bei welchem eine Hilfs
schiene 3 von der Hauptschiene 1 abzweigt, und die Fig. 5
zeigt einen Schienenverlauf, bei welchem sich eine Hilfs
schiene 3 mit der Hauptschiene 1 vereinigt. Um eine Kolli
sion oder ein ähnliches Interferieren der Transportfahr
zeuge 9 miteinander zu vermeiden, sind gemäß Fig. 5 die
Hauptschiene 1 und die Hilfsschienen 3 jeweils mit einer
Signaleinheit 31 an einer Stelle kurz vor dem Verbindungs
punkt der Haupt- und Hilfsschienen 1 und 3 versehen, und
vor den Signaleinheiten 31 ist auf der Hauptschiene 1 ein
Durchgangssensor 33 vorgesehen, welcher die Position eines
sich dem Verbindungspunkt nähernden Transportfahrzeugs 9
erfaßt.
Die Fig. 6 ist eine schematische Draufsicht auf die in Fig. 1
dargestellte Anlage, wobei einzelne Teile zur Verein
fachung weggelassen wurden.
Ein konkreter Transportablauf wird im folgenden mit Bezug
auf die Fig. 3 bis 6 beschrieben. Als ein Beispiel soll der
Fall betrachtet werden, daß eine Last in Form eines teil
weise bearbeiteten Produkts, welches von einer entlang
einer Hilfsschiene 3-1 in einem Ursprungsbearbeitungs
bereich vorgesehenen Bearbeitungsmaschine 7-1 bearbeitet
wurde, zu einer Bearbeitungsmaschine 7-2 in einem Bestim
mungsbearbeitungsbereich für die nächste Bearbeitung trans
portiert wird, wie in Fig. 6 dargestellt.
Das Ende der Bearbeitung durch die Bearbeitungsmaschine 7-1
wird an den Bearbeitungsmaschinen-Steuerungsrechner 27
gemeldet, welcher mit der Bearbeitungsmaschine 7-1 on-line
verbunden ist, woraufhin der Bearbeitungsmaschinen-Steue
rungsrechner 27 aus verschiedenen Bearbeitungsmaschinen
eine nächste Bearbeitungsmaschine bestimmt, um die nächste
Bearbeitung des teilweise bearbeiteten Produkts auszu
führen, wobei der Rechner sich auf die in der Datenbank 29
(siehe Fig. 3) befindlichen Bearbeitungsflußdaten bezieht,
welche an den Rechner 27 angeschlossen ist und welche Daten
für die Bearbeitungsmaschinen enthält. Dann versorgt der
Rechner 27 über das lokale Netzwerk 25 den Transport-Steue
rungsrechner 21 mit Informationen bezüglich der somit
bestimmten Bearbeitungsmaschine 7-2 für die nächste Bear
beitung.
Der Transportsteuerungsrechner 21 ermittelt ein freies
Transportfahrzeug 9, welches nicht an einem Transport
vorgang teilnimmt, und welches sich auf einer Hilfsschiene 3-2
befindet, entlang der die Bearbeitungsmaschine 7-2
angeordnet ist, und der Rechner 21 leitet einen Befehl zum
Transportieren des teilweise bearbeiteten Produkts von der
Ursprungsbearbeitungsmaschine 7-1 zu der Bestimmungs
bearbeitungsmaschine 7-2 an dieses Fahrzeug 9. Nach und
durch Erhalt dieses Befehls wird das Transportfahrzeug 9 so
gesteuert, daß es zu der Ursprungsbearbeitungsmaschine 7-1
verfährt, wo die Last in Form eines teilweise bearbeiteten
Produkts mittels einer darin vorgesehenen, nicht darge
stellten Handhabungseinrichtung in das Fahrzeug 9 geladen
wird. Dann verfährt das Transportfahrzeug 9 auf der ur
sprungsseitigen Hilfsschiene 3-1 zu einer Weiche 5-1, über
die es auf die Hauptschiene 1 hinüberfährt, so daß es auf
der Hauptschiene 1 bis zu einer anderen Weiche 5-2 für die
bestimmungsseitige Hilfsschiene 3-2 verfährt, dann über die
Weiche 5-2 von der Hauptschiene 1 zu der Hilfsschiene 3-2
hinüberfährt und bis zur Bestimmungsbearbeitungsmaschine 7-2
verfährt, wo es angehalten wird. In dieser Position
entlädt das Transportfahrzeug 9 mit seiner eigenen Hand
habungseinrichtung (nicht dargestellt) die Last auf die
Bearbeitungsmaschine 7-2. Dann berichtet es die Beendigung
des angewiesenen Transports zu dem Transportsteuerungs
rechner 21, welcher dann über das lokale Netzwerk 25 mit
dem Bearbeitungsmaschinen-Steuerungsrechner 27 in Verbin
dung tritt. Der Bearbeitungsmaschinen-Steuerungsrechner 27
gibt dann an die Bearbeitungsmaschine 7-2 einen Befehl zur
vorbestimmten Bearbeitung der eben transportierten Last,
woraufhin der vorgegebene Bearbeitungsprozeß gestartet
wird.
Im folgenden soll mit Bezug auf die Fig. 4 und 5 ein Ver
fahren zur Verkehrssteuerung der Transportfahrzeuge 9 an den Weichen,
d. h. den Abzweige- und Verbindungspunkten der Hauptschiene 1 und der
Hilfsschienen 3 beschrieben werden. Die Fig. 4 zeigt ein
Verfahren zur Steuerung an einem Abzweigepunkt, und die
Fig. 5 zeigt ein Verfahren zur Steuerung an einem Verbin
dungspunkt. In dem Fall gemäß Fig. 4, in welchem das Trans
portfahrzeug 9 den Abzweigepunkt der Hauptschiene 1 und der
Hilfsschienen 3 passiert, ist es nicht möglich, daß das
Fahrzeug 9 mit anderen Fahrzeugen kollidiert oder inter
feriert. Somit ist es nicht nötig, das Fahrzeug 9 kurz vor
dem Abzweigepunkt zeitweise anzuhalten, so daß das Fahrzeug
9 den Verbindungszustand der Schienen entsprechend entlang
der Hauptschiene 1 oder entlang der Hilfsschienen 3 konti
nuierlich verfahren kann. In dem Fall gemäß Fig. 5, in
welchem andererseits zwei Fahrzeuge 9 (d. h. eins, das auf
der Hauptschiene 1, und ein anderes, das auf der Hilfs
schiene 3 verfährt) den Verbindungspunkt der Hauptschiene 1
und der Hilfsschienen 3 passieren, werden Steuerungssignale
zu den Signaleinheiten 31 zugeführt, welche an den jewei
ligen verbundenen Schienen 1 und 3 an Stellen kurz vor dem
Verbindungspunkt so vorgesehen sind, daß eine der zwei
Signaleinheiten 31 einen Passierbefehl abgibt, während die
andere Einheit einen Stopbefehl abgibt, so daß es jeweils
nur einem der Fahrzeuge 9 ermöglicht ist, zu einer bestimm
ten Zeit den Verbindungspunkt zu passieren. In diesem Fall
versieht der Signalsteuerungsrechner 23 die Steuerung
derart, daß dem früheren der beiden Fahrzeuge 9, welches
von den Durchgangssensoren 33 früher als das andere erfaßt
wurde, als erstem ermöglicht wird, den Verbindungspunkt zu
passieren, während das andere Fahrzeug vorübergehend ange
halten wird. Nach dem Durchgang des früheren Fahrzeugs wird
es dem späteren Fahrzeug ermöglicht zu passieren.
Da, wie vorstehend beschrieben, eine Mehrzahl von Hilfs
schienen 3 mit der einzelnen Hauptschiene 1 verbunden ist,
ist das Verkehrsaufkommen auf der Hauptschiene 1 im allge
meinen größer als das auf den Hilfsschienen 3. Daher wird
einem Fahrzeug 9 auf der Hauptschiene 1 an dem Verbindungs
punkt der Hauptschiene 1 und der Hilfsschienen 3 vorzugs
weise eher Priorität eingeräumt als einem Fahrzeug 9 auf
einer Hilfsschiene 3, wenn diese Fahrzeuge gleichzeitig den
Verbindungspunkt passieren würden. Dies ermöglicht einen
glatten und kontinuierlichen Verkehr auf der Hauptschiene
1.
Das Transportfahrzeug 9, welches einen Transportvorgang
beendet hat, wird auf der Hilfsschiene 3 stationär gehalten
und wartet auf den nächsten Befehl. In dem Fall, wenn ein
abrufbereites Fahrzeug 9 mit einem anderen, auf derselben
Hilfschiene fahrenden Fahrzeug 9 interferieren könnte, wird
es entlang der Hilfsschiene 3 zu einer Position verfahren,
in der es mit einem anderen Fahrzeug nicht interferieren
kann. Dieser Vorgang wird in Reaktion auf das Erfassen eines
sich nähernden Fahrzeugs durch einen Näherungssensor (nicht
dargestellt) ausgeführt, welcher an dem abrufbereiten
Fahrzeug 9 selbst vorgesehen ist, d. h. der Vorgang wird
ausgelöst ohne das der Transportsteuerungsrechner 21 ein
greifen muß.
In dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die
automatische Transportanlage dreidimensional in einem
freien Raum in der Nähe der Decke der Fabrik angebracht, um
eine effektive Nutzung des Fabrikationsraums zu erzielen.
Jedoch ist es auch möglich die Anlage je nach Bedarf auf
dem Boden anzubringen.
Ferner sind in der vorstehenden Beschreibung die Haupt
schiene 1 und die Hilfsschienen 3 als Einbahnverkehrs
schienen dargestellt, es ist aber ebensogut auch möglich
Zweibahnverkehrsschienen vorzusehen.
Wie vorstehend beschrieben wurde ist eine
Mehrzahl von schleifenförmigen Hilfsschienen entlang einer
schleifenförmigen Hauptschiene so vorgesehen, daß sie
mittels Weichen wahlweise mit/von der Hauptschiene verbun
den oder getrennt werden können, um es einem Transportfahr
zeug zu ermöglichen, kontinuierlich entlang der Hilfs
schienen und der Hauptschiene zu verfahren. Somit ist es
möglich Lasten mittels eines einzelnen Transportfahrzeugs
von einer ursprungsseitigen Hilfsschiene über die Haupt
schiene zu einer bestimmungsseitigen Hilfsschiene ohne Be- und
Entladevorgänge an zwischengeschalteten Punkten zu
transportieren. Zudem sind, im Gegensatz zu der Transport
anlage gemäß dem Stand der Technik, Lade- und Entladevor
gänge an zwischengeschalteten Punkten oder Wartezeiten beim
Fahrzeugwechsel nicht nötig, so daß ein sehr schneller
Transportvorgang realisiert werden kann. Ferner ist Ausrü
stung, wie beispielsweise Speicher, Lade- und Entlade
geräte, etc., zum zeitweise Speichern der Lasten oder Laden
und Entladen der Lasten für die Übergabe zwischen Fahrzeu
gen während des Transports unnötig. D.h., daß der Bauraum
für eine solche Ausrüstung eingespart werden kann, um eine
effektive Nutzung der Fabrikationsräumlichkeiten sowie ein
gutes Fertigungs- oder Fabriklayout mit einem hohen Grad an
Raumnutzung zu ermöglichen.
Claims (6)
1. Transportanlage für eine Fertigungsanlage, die eine
Mehrzahl von jeweils mindestens eine Bearbeitungsmaschine
(7) aufweisenden Fertigungs- oder Montagezellen hat, mit
einer schleifenartigen Haupttransportschiene (1), die die
Zellen miteinander verbindet, und auf der mindestens ein
Wagen (9) verfahrbar angeordnet ist, um Werkstücke von
einer Zelle zu einer anderen Zelle zu transportieren,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zelle eine schleifen
artige Hilfstransportschiene (3) zugeordnet ist, die die
Bearbeitungsmaschinen (7) einer Zelle miteinander ver
bindet, und die mittels einer Weiche (5) wahlweise mit der
Haupttransportschiene (1) verbindbar ist, so daß der Wagen
(9) auf der Haupttransportschiene (1) und jeder der daran
angeschlossenen Hilfstransportschienen (3) kontinuierlich
verfahrbar ist.
2. Transportanlage nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
eine Signaleinheit (31), die kurz vor der jeweiligen Weiche (5) angeordnet ist, um den die Weiche (5) passie renden Wagen (9) zu steuern,
einen Durchgangssensor (33), der vor der jeweiligen Weiche (5) angeordnet ist, um den sich der Weiche (5) nähernden Wagen (9) zu erfassen, und der ein den Durchgang des sich nähernden Wagens (9) anzeigendes Ausgangssignal erzeugt, wenn der Wagen (9) eine vorbestimmte Stelle vor der Weiche (5) passiert, und
eine Signalsteuerungseinrichtung (23), die zum Empfang des Ausgangssignals an den Durchgangssensor (33) ange schlossen ist, um basierend auf dem Ausgangssignal des Durchgangssensors (33) ein Steuerungssignal der Signal einheit (31) zuzuführen, so daß der sich der jeweiligen Weiche (5) nähernde Wagen (9) mittels der Signaleinheit (31) steuerbar ist, um eine Kollision mit einem anderen Wagen (9) zu verhindern.
eine Signaleinheit (31), die kurz vor der jeweiligen Weiche (5) angeordnet ist, um den die Weiche (5) passie renden Wagen (9) zu steuern,
einen Durchgangssensor (33), der vor der jeweiligen Weiche (5) angeordnet ist, um den sich der Weiche (5) nähernden Wagen (9) zu erfassen, und der ein den Durchgang des sich nähernden Wagens (9) anzeigendes Ausgangssignal erzeugt, wenn der Wagen (9) eine vorbestimmte Stelle vor der Weiche (5) passiert, und
eine Signalsteuerungseinrichtung (23), die zum Empfang des Ausgangssignals an den Durchgangssensor (33) ange schlossen ist, um basierend auf dem Ausgangssignal des Durchgangssensors (33) ein Steuerungssignal der Signal einheit (31) zuzuführen, so daß der sich der jeweiligen Weiche (5) nähernde Wagen (9) mittels der Signaleinheit (31) steuerbar ist, um eine Kollision mit einem anderen Wagen (9) zu verhindern.
3. Transportanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Signalsteuerungseinrichtung (23) die die jeweilige
Weiche (5) über die zwischengeschaltete Signaleinheit (31)
passierenden Wagen (9) so steuert, daß einem Wagen (9) auf
der Haupttransportschiene (1) gegenüber einem Wagen (9) auf
den Hilfstransportschienen (3) Vorrang eingeräumt wird,
wenn diese Wagen (9) die Weiche (5) gleichzeitig passieren
würden.
4. Transportanlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Signaleinheiten (31) entlang der Haupt
transportschiene (1) und der Hilfstransportschienen (3) an
geordnet sind, während die Durchgangssensoren (33) entlang
der Haupttransportschiene (1) angeordnet sind.
5. Transportanlage nach einem der Ansprüche 2 bis 4, ge
kennzeichnet durch
eine Transportsteuerungseinrichtung (21), mittels der den Wagen (9) Informationen für die jeweilige Bearbeitungs maschine (7) zuführbar sind und der gesamte Transport vorgang der Wagen (9) steuerbar ist, und
eine an die jeweilige Bearbeitungsmaschine (7) ange schlossene Bearbeitungsmaschinen-Steuerungseinrichtung (27) zur Steuerung der Bearbeitungsmaschine (7).
eine Transportsteuerungseinrichtung (21), mittels der den Wagen (9) Informationen für die jeweilige Bearbeitungs maschine (7) zuführbar sind und der gesamte Transport vorgang der Wagen (9) steuerbar ist, und
eine an die jeweilige Bearbeitungsmaschine (7) ange schlossene Bearbeitungsmaschinen-Steuerungseinrichtung (27) zur Steuerung der Bearbeitungsmaschine (7).
6. Transportanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Signalsteuerungseinrichtung (23) und die Bearbei
tungsmaschinen-Steuerungseinrichtung (27) über ein lokales
Netzwerk (25) mit der Transportsteuerungseinrichtung (21)
verbunden sind.
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