DE426780C - Verfahren zur elektrischen UEbermittlung akustischer Vorgaenge - Google Patents

Verfahren zur elektrischen UEbermittlung akustischer Vorgaenge

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DE426780C
DE426780C DEV16152D DEV0016152D DE426780C DE 426780 C DE426780 C DE 426780C DE V16152 D DEV16152 D DE V16152D DE V0016152 D DEV0016152 D DE V0016152D DE 426780 C DE426780 C DE 426780C
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DE
Germany
Prior art keywords
sound
electrical transmission
telephones
acoustic processes
acoustic
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Expired
Application number
DEV16152D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Josef Engl
Joseph Massolle
Hans Vogt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
TRI ERGON AG
Original Assignee
TRI ERGON AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE426780C publication Critical patent/DE426780C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R23/00Transducers other than those covered by groups H04R9/00 - H04R21/00
    • H04R23/004Transducers other than those covered by groups H04R9/00 - H04R21/00 using ionised gas

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Circuit For Audible Band Transducer (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 18. MÄR Z 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- Jlft 426780 KLASSE 21 a2 GRUPPE
(V 16152
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Januar 1921 ab.
Bei den bekannten Telephonieverfahren wird ztiir Schallaufnahme ein Kohlekörnermikror phon, zur Schallwiedergabe ein elektromagnetisches Telephon nach Reiß bzw. Bell benutzt. Hierbei ist jedoch die Qualität der übertragenen Sprache, bedingt durch Eigenschwingungen, Selbststören, Rauschen, Unproportionalität zwischen Schall und Strom usw., derart beeinflußt, daß eine qualitativ befriedigende Reproduktion elektrisch übermittelter Vorgänge nicht erreicht wird. Auch ist die Reproduktion quantitativ nicht ausreichend, selbst bei Verstärkung der schwachen Wechselströme durch Kathodenröhren.
Infolgedessen ist die Verwendung derartiger Einrichtungen auf Gebiete beschränkt, die vorwiegend verkehrstechnischen Zwecken dienen. Zur Verwirklichung anderer Probleme, bei !denen an die Güte und Intensität der übertragenen Schallereignisse wesentlich strengere Bedingungen gestellt werden, erwiesen sie sich als ungeeignet. Es sei hier nur auf das Problem der Opemübertragung, der Schallverstärkung in Vortragssälen und Theatern,
as der Erzeugung großer Schallstärken für Reklameund Signalzwecke, der Reproduktion von Phonogrammen vor einem großen Hörerkreise usw. hingewiesen. Diese Probleme harren bis heute noch einer befriedigenden Lösung.
Die bisher bekannt gewordenen Versuche, die Mikrophone und Telephone zu verbessern bzw. sie durch ähnliche vervollkommnete Mittel zu ersetzen, haben wesentliche Fortschritte nicht gebracht. Eine Ausnahme bildet eine bekannte Erfindung zur Herstellung des sogenannten sprechenden Films. Hiernach wird an Stelle des Kontaktmikrophons eine kontinuierliche Gasentladung in der freien Atmosphäre benutzt.
Dieser Entladungsvorgang wird dem Einfluß der Schallkräfte ausgesetzt; die elektrischen Größen der Gasstrecke (Strom und Spannung bzw. Widerstand) ändern sich sodann im Rhythmus der Schallwellen. Da hierbei alle schwingenden Mittel, wie Membranen, Kontaktstellen u. ä., wegfallen, ermöglicht diese .Erfindung die Herstellung eines elektrischen Wellenstromes, dessen Kurvenform identisch ist mit dem ursprünglichen Tönereignisse.
Allerdings muß auch bei der Rückverwandlung des elektrischen Wellenstoßes in Schall ein besseres Rep reduktionsmittel, als die üb-
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Hans Vogt in Berlin-Wilmersdorf, Joseph Massolle in Berlin-Grunewald und Dr. Josef Engt in Berlin-Grunewald.
lichen Magnettelephone es sind, verwandt werden; denn es ist klar, daß ohne ein solches Mittel die Vorzüge des erwähnten Aufnahmeorgans picht voll zur Geltung kommen können. Bekanntlich eignen sich Magnettelephone infolge der großen Massen ihrer schwingenden Eisenmembranen, der Uhproportionalität zwischen Strom- und Membranamplitüde, der hervortretenden Resonanzlagen u. ä. m. in ίο keiner Weise zur Originaltreuen und genügend lauten Wiedergabe komplizierter Tonreihen (Musik, Sprache).
Wesentlich deutlicher, wenn auch leiser, geben die zur Zeit bekannten Kondensatortelephone die menschliche Sprache wieder, sofem die Herstellung und Transformation der nötigen hohen Wechselspannungen unter Vermeidung elektrischer Resonanzlagen gelang. Aber die Verwendung dieser qualitativ besseren kapazitativen Telephone hätte keinen Sinn, wenn nicht schon das Aufnahmeorgan unverzerrte Sprachströme liefert.
Die Erfindung löst das Problem der elektrischen Übermittlung von Musik und Sprache qualitativ und quantitativ durch Kombinierung mehrerer bereits bekannter Verfahren und Mittel dadurch, daß bei der Aufnahme der Schall eine unselbständige Gasentladung steuert und bei der Wiedergabe elektrostatische Telephone benutzt werden.
Zur Verstärkung und Erzielung größerer Spannungsschwankungen an den Belegen der Telephone werden die bekannten Kathodenröhren (vorteilhaft Mehrgitterröhren) benutzt, die, sofern nicht Hochfrequenz benutzt wird, ohne Verwendung hoher Selbstinduktionen unter sich und mit den Aufnahme- und Wiedergabemitteln gekoppelt sind.
Die Abbildung zeigt den. Erfindungsgedanken an einem Schaltungsbeispiel.
Die Schallwellen gelangen in den Schalltrichter tv Dieser konzentriert sie auf die Gasentladungsstrecke i, deren Ionisationszustand beispielsweise durch die von e± geheizte Glühkathode k hervorgerufen wird. Zwischen dem als Anode wirksamen Trichterende und der Kathode liegt die Anodenspannung e2· Bei geheizter Kathode fließt bekanntlich ein · von den Schalldruckschwankungen abhängiger Strom, dessen Änderungen beispielsweise über W1 und c Steuerung der Röhre R1 usw. bewirken. In den Anodenkreis der letzten Röhre R2 ist ei*1 Kopplungswiderstand W2 eingefügt. Parallel zu ihm liegen ein oder mehrere Telephone T. Die Steuerwirkungen der Röhre R2 geben Spannungsschwankungen an W2 und damit an den Belegen b und m, so daß der schwingungsfähige Belag m damit zur Schallquelle wird und über den Schalltrichter 4 i(üe Luft in Schwingung versetzt.
Das Verfahren kann auch zur drahtlosen Übermittlung von Musik und Sprache usw. dienen, indem an Stelle der punktierten Verbindungsstrecken S1, S2, die in der Zeichnung verbundene Zwischenglieder einer beliebigen Verstärkeranordnung darstellen, eine Senda- und Empfangsanlage eingeschaltet wird. Für größere Entfernungen wird dieser Weg überhaupt vorzuziehen sein. Die Regulierung der Antennenenergie kann auf bekanntem Wege, durch Einwirken auf die Gitterverhältnisse, durch Drosselung des Antennenstromes u.a., geschehen. Bei Übermittlungen vermittels Leitungen ist es vorteilhaft, die Verstärkung am Aufnahmeort vorzunehmen. Sie kann aber auch für den Fall, daß die Sprachströme Nachbarleitungen zu sehr stören, ganz oder zum Teil am Empfangsort geschehen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur elektrischen Übermittlung akustischer Vorgänge, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Aufnahme der Schall eine unselbständige Gasentladung steuert und bei der Wiedergabe elektrostatische Telephone benutzt werden.
    t, i k
DEV16152D 1921-01-06 1921-01-06 Verfahren zur elektrischen UEbermittlung akustischer Vorgaenge Expired DE426780C (de)

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