DE4343060C2 - Verankerungsvorrichtung für einen Rollstuhl - Google Patents

Verankerungsvorrichtung für einen Rollstuhl

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    • A61G3/00Ambulance aspects of vehicles; Vehicles with special provisions for transporting patients or disabled persons, or their personal conveyances, e.g. for facilitating access of, or for loading, wheelchairs
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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verankerungsvorrich­ tung für einen Rollstuhl, die dazu geeignet ist, den Roll­ stuhl an einem Boden, wie dem Boden eines Fahrzeugabteils, zu verankern.
Es wurden verschiedene Verankerungsvorrichtungen für einen Rollstuhl vorgeschlagen, um den Rollstuhl an dem Boden eines Fahrzeugabteils oder dergleichen zu verankern, während eine Person in dem Rollstuhl sitzt. Obgleich es die wichtigste Funktion einer solchen Verankerungsvorrichtung ist, den Roll­ stuhl sicher und fest an dem Boden zu verankern, gibt es die folgenden wichtigen Anforderungen. Die Bedienung durch einen Begleiter, um den Rollstuhl zu verriegeln und freizugeben, muß einfach und leicht sein, die Struktur der Verankerungs­ vorrichtung sollte nicht komplex sein und der Rollstuhl muß an gewünschten Stellen verankert werden können. Um diese An­ forderungen zu erfüllen, wurde in der offengelegten japani­ schen Gebrauchsmusterveröffentlichung 2-141563 eine verbes­ serte Verankerungsvorrichtung für Rollstühle vorgeschlagen.
Da die vorgeschlagene Verankerungsvorrichtung jedoch konstruiert ist, um an einem Boden installiert zu werden, an dem ein Rollstuhl zu verankern ist, kann der Rollstuhl nur an einer bestimmten Stelle verankert werden, an der die Ver­ ankerungsvorrichtung installiert ist. In einem Fall, in dem der Rollstuhl an ver­ schiedenen Stellen verankert werden muß, muß die Verankerungsvorrichtung an den jeweiligen Stellen installiert werden. Entsprechend ist die herkömmliche Verankerungsvorrichtung in Anbetracht der Kosten für die Verankerungsvor­ richtung und deren Installierung nicht wirtschaftlich.
In der DD-PS 135 564 ist eine Einrichtung zum Arretieren von Krankenrollstüh­ len gezeigt, bei dem ein hakenförmiger Fuß in den Fußboden eines Fahrzeugs einsteckbar ist. Dabei kann der Fuß über eine Sperrklinke arretiert werden, die vom Rollstuhlfahrer wieder gelöst werden kann.
Die Druckschrift FR-2 623 392 A1 zeigt eine Vorrichtung zur Befestigung eines Rollstuhles an dem Boden eines Fahrzeuges, wobei die Vorrichtung eine vertikal verlaufende Stange mit einem Anker umfaßt, der in eine entsprechende Auf­ nahme am Fahrzeugboden eingehängt wird.
US-4,455,046 zeigt einen in einem Rollstuhl befestigten Hebel, der in eine Auf­ nahme im Boden eines Fahrzeuges verankert werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Rollstuhl mit einer verbesser­ ten Verankerungsvorrichtung zu schaffen, bei der in konstruktiv einfacher Weise der Rollstuhl an verschiedenen Stellen auf dem Boden verankert werden kann. Insbesondere soll dem Begleiter des Rollstuhls die Möglichkeit gegeben werden, in einfacher Weise den Rollstuhl in einem Fahrzeug zu verankern.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, indem ein Rollstuhl geschaffen wird, der eine Sitzrahmenstruktur, die einen Sitz stützt, umfaßt sowie eine Verankerungsvorrichtung (30), die an der Sitzrahmenstruktur angebracht ist, um den Rollstuhl mit einem ortsfesten Element, das an einem Boden befes­ tigt ist, zu verankern, wobei der Rollstuhl einen Stützrahmen, der an der Sitzrahmenstruktur angebracht ist, einen bewegbaren Rahmen, der unterhalb des Stützrahmens angeordnet ist und in eine vertikale Richtung hinsichtlich der Sitzrahmenstruktur bewegbar ist, wobei ein Gelenkmechanismus mit dem Stützrahmen und dem bewegbaren Rahmen zusammengebaut ist, um den bewegbaren Rahmen zur vertikalen Bewegung zu tragen, Mittel zum Vorspan­ nen des bewegbaren Rahmens nach oben, um den bewegbaren Rahmen in einer angehobenen Stellung in einem freigegebenen Zustand der Verankerungsvorrich­ tung zu halten, und einen Fußpedalmechanismus mit einem Fußpedal, der mit der Sitzrahmenstruktur verbunden ist, um den bewegbaren Rahmen ab­ zusenken, wenn er von einem Begleiter niedergedrückt wird, aufweist, und wobei die Verankerungsvorrichtung einen Verriegelungsmechanismus aufweist, der an dem bewegbaren Rahmen angeordnet ist, um durch den Eingriff mit dem orts­ festen Element, das an einem Boden befestigt ist, verriegelt zu werden, wenn der bewegbare Rahmen durch ein Niederdrücken des Fußpedals abgesenkt ist, und ein Freigabemechanismus mit einem Betätigungshebel vorgesehen ist, der funk­ tionell mit dem Verriegelungsmechanismus verbunden ist, um den Eingriff des Verriegelungsmechanismus mit dem ortsfesten Element zu lösen, wenn er von dem Begleiter betätigt wird.
Es wird auch bevorzugt, daß der Stützrahmen ein Paar seitlich beabstandeter erster Seitenelemente aufweist, von denen jedes mit einem länglichen Führungsschlitz an einer Stelle benachbart seinem einen Ende ausgebildet ist, und der bewegbare Rahmen ein Paar seitlich beabstandeter, paralleler zweiter Seitenelemente aufweist, von denen jedes mit einem länglichen Führungsschlitz an einer Stelle benachbart seinem einen Ende ausgebildet ist, wobei der Gelenkmechanismus ein Paar von seitlich beabstandeten ersten Gelenkelementen, die an ihren einen Enden an den anderen Enden der ersten Seiten­ elemente und an ihren anderen Enden an ersten Stützstiften schwenkbar verbunden sind, die verschiebbar mit den Führungs­ schlitzen der zweiten Seitenelemente in Eingriff stehen und ein Paar seitlich beabstandeter zweiter Gelenkelemente auf­ weist, die an ihren einen Enden an den anderen Enden der zweiten Seitenelemente und an ihren anderen Enden an zweiten Stützstiften schwenkbar verbunden sind, die verschiebbar mit den Führungsschlitzen der ersten Seitenelemente in Eingriff stehen, wobei die ersten Gelenkelemente an den zweiten Ge­ lenkelementen an ihren jeweiligen mittleren Bereichen ver­ schwenkt werden.
Bei einer solchen Anordnung des Gelenkmechanismus wird bevor­ zugt, daß die Vorspanneinrichtung ein Paar seitlich beabstan­ deter Dämpfer umfaßt, die jeweils einen Zylinder und eine Kolbenstange aufweisen, wobei die Zylinder an den anderen En­ den der ersten Seitenelemente verschwenkt werden, während die Kolbenstangen an den ersten jeweiligen Stützstiften ver­ schwenkt werden.
Andere Vorteile der vorliegenden Er­ findung sind aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform besser verständlich, wenn sie, zusammen mit den beiliegenden Zeichnungen betrachtet wer­ den, in denen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Rollstuhls, der mit einer Verankerungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfin­ dung versehen ist,
Fig. 2 eine schematische Seitenansicht des in Fig. 1 gezeig­ ten Rollstuhls,
Fig. 3 eine vergrößerte Seitenansicht der in Fig. 1 gezeigten Verankerungsvorrichtung,
Fig. 4 eine teilweise Draufsicht auf die Verankerungsvorrich­ tung,
Fig. 5 eine vergrößerte Seitenansicht eines Verriegelungsme­ chanismus der Verankerungsvorrichtung in einem freigegebenen Zustand, und
Fig. 6 eine vergrößerte Seitenansicht des Verriegelungsmecha­ nismus der Verankerungsvorrichtung in einem verriegelten Zu­ stand.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird jetzt detailliert mit Bezug auf die Zeichnungen beschreiben, in de­ nen Fig. 1 und 2 schematisch einen Rollstuhl veranschauli­ chen, der mit einer erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung 30 versehen ist, Fig. 3 und 4 die Verankerungsvorrichtung 30 mit Bezug auf eine Sitzrahmenstruktur 11 des Rollstuhls ver­ anschaulichen, und Fig. 5 und 6 die Funktionsweise der Ver­ riegelungsmechanismen 35, 36 der Verankerungsvorrichtung 30 veranschaulichen.
Der Rollstuhl besteht hauptsächlich aus der Sitzrahmenstruk­ tur 11, einer rückwärtigen Rahmenstruktur 12, einem Paar Hin­ terräder 21, einem Paar Vorderräder 22, einem Sitzkissen 23 und einer Sitzlehne 24. Die Verankerungsvorrichtung 30 befin­ det sich unter der Sitzrahmenstruktur 11 und ist damit zusam­ mengebaut. Die Sitzrahmenstruktur 11 besteht aus oberen und unteren Rahmen 11a und 11b, die in vertikaler Richtung beab­ standet und miteinander vereint verbunden sind. Das Sitzkis­ sen 23 wird lösbar an den oberen Rahmen gelegt und daran be­ festigt. Die Rahmenstruktur 12 besteht aus linken und rechten aufrechten Rahmenstangen 12a und 12b, die an ihren unteren Enden an dem hinteren Ende des oberen Rahmen 11a befestigt und nach hinten geneigt sind. Die aufrechten Rahmenstangen 12a und 12b sind integral an ihren oberen Enden mit horizon­ talen Griffbereichen 12c und 12d ausgebildet, die als Bedien­ bereich eines Begleiters geeignet sind. Die Sitzlehne 24 ist an der hinteren Rahmenstruktur 12 lösbar befestigt. Die Sitz­ rahmenstruktur 11 wird an ihrem hinteren Ende mittels der Hinterräder 21 und an ihren vorderen Endbereichen mittels der Vorderräder 22 getragen. Außerdem ist die Sitzrahmenstruktur 11 an ihrem vorderen Ende mit einem Paar Fußstützen 13a und 13b versehen.
Wie in Fig. 3 und 4 gezeigt, besteht die Verankerungsvorrich­ tung 30 aus einem Paar seitlich beabstandeten ersten Gelenk­ elementen 31a, 31a, einem Paar seitlich beabstandeten zweiten Gelenkelementen 31b, 31b, einem oberen Stützrahmen 32, einem unteren bewegbaren Rahmen 33, einem Paar seitlich beabstande­ ten hydraulischen Dämpfern 34, einem Paar seitlich beabstan­ deten Seitenverriegelungsmechanismen 35, 35, einem vorderen Verriegelungsmechanismus 36, einer Fußpedalanordnung 37 und einem Freigabemechanismus 38. Der obere Stützrahmen 32 ist ausgebildet, um in seiner Konfiguration dem unteren Rahmen 11b der Sitzrahmenstruktur 11 zu entsprechen, und ist fest an dem oberen Rahmen 11b angebracht (siehe Fig. 2). Wie in Fig. 3 und 4 gezeigt weist der obere Stützrahmen 32 ein Paar seit­ lich beabstandete, parallele Seitenelemente 32a auf, die je­ weils mit einem länglichen Führungsschlitz 32b in der Rich­ tung von vorne nach hinten an einer nach vorne versetzten Stelle davon ausgebildet sind. Der untere bewegbare Rahmen 33 ist etwas kleiner in der Größe ausgebildet als der obere Stützrahmen 32. Der untere bewegbare Rahmen 33 befindet sich unter dem oberen Stützrahmen 32 und ist mit den Seitenelemen­ ten 32a des oberen Stützrahmens 32 mittels der Gelenkelemente 31a und 31b verbunden. Der untere bewegbare Rahmen 33 weist ein Paar seitlich beabstandete parallele Seitenelemente 33a auf, von denen jedes mit einem länglichen Führungsschlitz 33b in der Richtung von vorne nach hinten in einer nach vorne versetzten Stelle davon ausgebildet ist.
Ein Paar erste Gelenkelemente 31a, 31a ist an ihren hinteren Enden an den hinteren Enden der oberen Seitenelemente 32a, 32a mittels Stützstiften 39a, 39a schwenkbar verbunden und ist auf den Stützstiften 39b, 39b an ihren vorderen Enden drehbar getragen. Die Stützstifte 39b, 39b stehen verschieb­ bar mit den Führungsschlitzen 33b, 33b der unteren Seitenele­ mente 33a, 33a zur Bewegung in der Richtung nach vorne und hinten in Eingriff. Das Paar zweite Gelenkelemente 31b, 31b ist an ihren hinteren Enden an den hinteren Enden der unteren Seitenelemente 33a, 33a mittels der Stützstifte 39c, 39c schwenkbar verbunden und drehbar auf Stützstiften 39d, 39d an ihren vorderen Enden getragen. Die Stützstifte 39d, 39d ste­ hen in den Führungsschlitzen 32b, 32b der oberen Seitenele­ mente 32a, 32a zur Bewegung in der Richtung nach vorne und hinten verschiebbar in Eingriff. Außerdem sind die ersten Ge­ lenkelemente 31a, 31a mit den zweiten Gelenkelementen 31b, 31b an ihren jeweiligen mittleren Bereichen schwenkbar ver­ bunden.
Jeder der hydraulischen Dämpfer 34, 34 weist einen Zylinder 34a und eine Kolbenstange 34b auf. Wie in Fig. 4 gezeigt, sind die Zylinder 34a drehbar auf den Stützstiften 39a, 39a jeweils an ihren hinteren Enden getragen, um in vertikaler Richtung bewegbar zu sein. Die Kolbenstangen 34b, 34b sind von den Stützstiften 39d, 39d jeweils an ihren vorderen Enden drehbar getragen, um in vertikaler Richtung bewegbar zu sein. Bei der vorstehend angegebenen Anordnung der hydraulischen Dämpfer 34, 34, werden die Stützstifte 39d, 39d in Eingriff mit den vorderen Enden der Führungsschlitze 32b, 32b unter der Vorspannkraft der Dämpfer 34, 34 gehalten, so daß der un­ tere bewegbare Rahmen 33 in einer angehobenen Stellung mit­ tels der Gelenkelemente 31a und 31b wie in Fig. 3 gezeigt ge­ halten wird. Wenn der untere bewegbare Rahmen 33 durch eine darauf ausgeübte Niederdrückkraft abgesenkt wird, werden die Stützstifte 39d, 39d nach hinten gegen die Vorspannkraft der Dämpfer 34, 34 bewegt.
Die Verriegelungsmechanismen 35 und 36 sind im wesentlichen von der gleichen Konstruktion. Wie in Fig. 1 und 3 gezeigt ist das Paar Seitenverriegelungsmechanismen 35, 35 an den Seitenelementen 33a, 33a des unteren bewegbaren Rahmens 33 an ihren Innenflächen angebracht, während der vordere Verriege­ lungsmechanismus 36 an einem vorderen Seitenelement 33c des unteren bewegbaren Rahmens 33 an seiner Innenfläche ange­ bracht ist. Wie in Fig. 5 und 6 gezeigt, bestehen die Verrie­ gelungsmechanismen 35, 36 aus Grundplatten 35a, 36a, die je­ weils an dem unteren bewegbaren Rahmen 33 befestigt sind, Feststellplatten 35b, 36b, die jeweils an den Grundplatten 35a, 36a mittels der Stützstifte 35e, 36e schwenkbar verbun­ den sind, Verriegelungshebel 35c, 36c, die jeweils an den Grundplatten 35a, 36a mittels Stützstiften 35f, 36f schwenk­ bar verbunden sind und Schraubenfedern 35d, 36d, die jeweils an ihren entgegengesetzten Enden mit den Feststellplatten 35b, 36b und den Verriegelungshebeln 35c, 36c jeweils in Ein­ griff stehen.
Die Feststellplatten 35b, 36b sind mit Hakenbereichen 35 b1, 36 b1 und ausgesparten Bereichen 35 b2 bzw. 36 b2 ausgebildet. Die Verriegelungshebel 35c, 36c sind jeweils mit Vorsprüngen 35 c1, 36 c1 ausgebildet zum Eingriff mit den ausgesparten Be­ reichen 35 b2, 36 b2 der Feststellplatten 35, 36. Die Schrau­ benfedern 35d, 36d stehen an ihren einen Enden mit jedem obe­ ren Ende der Feststellplatten 35b, 36b in Eingriff und an ih­ ren anderen Enden jeweils mit dem oberen Ende der Verriege­ lungshebel 35c, 36c in Eingriff, um die Feststellplatten 35b, 36b und die Verriegelungshebel 35c, 36c in entgegengesetzten Richtungen vorzuspannen. So sind in jedem freigegebenen Zu­ stand der Verriegelungsmechanismen 35, 36 die Hakenbereiche 35 b1, 36 b1 der Feststellplatten 35b, 36b ausgerichtet, um sich nach unten unter der Vorspannkraft der Schraubenfedern 35d, 36d zu öffnen, und die Vorsprünge 35 c1, 36 c1 der Verrie­ gelungshebel 35c, 36c sind von den ausgesparten Bereichen 35 b2, 36 b2 der Feststellplatten 35b, 36b beabstandet angeord­ net, wie dies in Fig. 5 gezeigt wird. Wenn die Hakenbereiche 35 b1, 36 b1 der Feststellplatten 35b, 36b in Eingriff mit An­ schlägen 42, 43 gebracht werden, die fest an dem Boden 41 ei­ nes Fahrzeugabteils wie in Fig. 3 und 6 gezeigt angebracht sind, stehen die Vorsprünge 35 c1, 36 c1 der Verriegelungshebel 35c, 36c in Eingriff mit den ausgesparten Bereichen 35 b2, 36 b2 der Feststellplatten 35b, 36b und werden unter der Vor­ spannkraft der Schraubenfedern 35d, 36d in jeder verriegelten Stellung der Verriegelungsmechanismen 35, 36 in Eingriff da­ mit gehalten.
Wie in Fig. 3 und 4 gezeigt umfaßt der Fußpedalmechanismus 37 ein Fußpedal 37a, das am hinteren Ende eines Pedalarms 37b befestigt ist. Wie in Fig. 4 gezeigt, ist der obere Stützrah­ men 32 mit einem mittleren Träger 32c versehen, der sich an dem mittleren Teil des Stützrahmens 32 in der Richtung von vorne nach hinten erstreckt. Ein Gelenkelement 32d ist dreh­ bar an seinem oberen Ende mit einem Zwischenbereich des mitt­ leren Trägers 32c mittels eines Stützstifts 39g und an seinem unteren Ende an dem vorderen Ende des Pedalarms 37b verbun­ den, um in vertikaler Richtung schwenkbar zu sein. Der Pe­ dalarm 37b wird drehbar an einem aufrechten Bügel 33e an sei­ nem Zwischenteil mittels eines Stützstifts 39h getragen, um in vertikaler Richtung schwenkbar zu sein. Der aufrechte Bü­ gel 33e ist fest an einem hinteren Seitenelement 33d des un­ teren bewegbaren Rahmens 33 angebracht.
Wie in Fig. 1 und 4 gezeigt umfaßt der Freigabemechanismus 38 einen Schwenkarm 38a, einen Betätigungshebel 38b, einen er­ sten Betätigungsdraht 38c und einen zweiten Betätigungsdraht 38d. Der Schwenkarm 38a ist an seinem einen Ende an einen seitlichen Bügel (nicht gezeigt) mittels eines Stützstifts 391 schwenkbar verbunden, um in der Richtung von vorne nach hinten schwenkbar zu sein. Der seitliche Bügel ist fest an dem mittleren Träger 32c zum Tragen des Schwenkarms 38a ange­ bracht. Wie in Fig. 1 gezeigt ist der Betätigungshebel 38b an dem Griffelement 12d des rechten hinteren Rahmens 12b ange­ bracht, um von einem Begleiter betätigt zu werden. Der erste Betätigungsdraht 38c ist an seinem einen Ende mit dem Betäti­ gungshebel 38b und an seinem anderen Ende mit dem bewegbaren Ende des Schwenkarms 38a verbunden, während der zweite Betä­ tigungsdraht 38d an seinem einen Ende mit einem Zwischenbe­ reich des Schwenkarms 38a und an seinem anderen Ende mit dem jeweiligen Verriegelungshebel 35c, 36c der Verriegelungsme­ chanismen 35, 36 wie in Fig. 5 gezeigt verbunden ist.
Wenn man annimmt, daß sich der Rollstuhl in einem nicht ver­ riegelten Zustand befindet, wird der untere bewegbare Rahmen 33 in der angehobenen Stellung unter der Vorspannkraft der Dämpfer 34, 34 wie in Fig. 1 und 2 gezeigt festgehalten. In einem solchen Zustand werden die Verriegelungsmechanismen 35, 36 in ihrem nicht verriegelten Zustand wie in Fig. 5 gezeigt gehalten, um die freie Bewegung des Rollstuhls zu gestatten, und die Hakenbereiche 35 b1, 36 b1 der Feststellplatten 35b, 36b sind so ausgerichtet, daß sie sich nach unten öffnen. Wenn der Begleiter es wünscht, den Rollstuhl auf dem Boden 41 der Fahrzeugabteilung zu verankern, wird der Rollstuhl an ei­ ner vorbestimmten Stelle angeordnet, so daß die Verriege­ lungsmechanismen 35, 36 sich oberhalb der Anschläge 42, 43 auf dem Boden befinden. Wenn das Fußpedal 37a von dem Beglei­ ter niedergedrückt wird, wird der untere bewegbare Rahmen 33 durch eine nach unten gerichtete Bewegung des Pedalarms 37b gegen die Vorspannkraft der Dämpfer 34, 34 abgesenkt, um die Feststellplatten 35b, 36b der Verriegelungsmechanismen 35, 36 in Eingriff mit den Anschlägen 42, 43 an ihren Hakenbereichen 35 b1, 36 b1 zu bringen. In diesem Augenblick werden wie in Fig. 6 gezeigt, die Feststellplatten 35b, 36b im Uhrzeiger­ sinn durch Anlage an den Anschlägen 42, 43 gegen die Vor­ spannkraft der Schraubenfedern 35d, 36d gedreht, während die Verriegelungshebel 35c, 36c im Uhrzeigersinn aufgrund der Wirkung der Schraubenfedern 35d, 36d gedreht werden. Als Folge kommen die Vorsprünge 35 c1, 36 c1 der Verriegelungshebel 35c, 36c in Eingriff mit den ausgesparten Bereichen 35 b2, 36 b2 der Feststellplatten 35b, 36b und werden in Eingriff da­ mit unter der Vorspannkraft der Schraubenfedern 35d, 36d ge­ halten, um die Drehung der Feststellplatten 35b, 36b und der Verriegelungshebel 35c, 36c zu verhindern. So sind die Fest­ stellplatten 35b, 36b durch Eingriff mit den Anschlägen 42, 43 verriegelt, um den Rollstuhl sicher und fest an dem Boden 41 zu verankern.
Falls es gewünscht wird, den Rollstuhl von dem Verankerungs­ zustand freizugeben, wird der Betätigungshebel 38b des Frei­ gabemechanismus 38 von dem Begleiter betätigt so daß der er­ ste Betätigungsdraht 38c gezogen wird, um den Schwenkarm 38a nach hinten zu drehen. Der zweite Betätigungsdraht 38d wird wiederum durch die rückwärtige Drehung des Schwenkarms 38a gezogen, um die Verriegelungshebel 35c, 36c der Verriege­ lungsmechanismen 35, 36 entgegen dem Uhrzeigersinn in Fig. 6 zu drehen. Als Folge kommen die Vorsprünge 35 c1, 36 c1 der Verriegelungshebel 35c, 36c außer Eingriff von den ausgespar­ ten Bereichen 35 b2, 36 b2 der Feststellplatten 35b, 36b, und die Feststellplatten 35b, 36b werden entgegen dem Uhrzeiger­ sinn durch die Vorspannkraft der Schraubenfedern 35d, 36d ge­ dreht, um die Hakenbereiche 35 b1, 36 b1 der Feststellplatten 35b, 36b von den Anschlägen 42, 43 freizugeben. Nachdem die Feststellplatten 35b, 36b von den Anschlägen 42, 43 freigege­ ben sind, wird der untere bewegbare Rahmen 33 durch die Vor­ spannkraft der Dämpfer 34, 34 angehoben und die Verriege­ lungsmechanismen 35, 36 werden mit dem unteren bewegbaren Rahmen 33 angehoben, um den Rollstuhl von dem Boden 41 frei­ zugeben, um die freie Bewegung des Rollstuhls zu gestatten.
Es ist aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich, daß der Rollstuhl mit der erfindungsgemäßen Verankerungsvorrichtung 30 sicher und fest an dem Boden durch Niederdrücken des Fuß­ pedals 37 verankert und von dem Boden durch Betätigung des Betätigungshebels 38b des Freigabemechanismus 38 freigegeben werden kann. Es ist auch ersichtlich, daß, da die Veranke­ rungsvorrichtung 30 mit dem Rollstuhl zusammengebaut ist, der Rollstuhl an irgendwelchen Stellen verankert werden kann, an denen die Anschläge 42, 43 zum Eingriff mit den Verriege­ lungsmechanismen 35, 36 vorgesehen sind. Da die Anschläge 42, 43 von einfacher Konstruktion sind, ist die erfindungsgemäße Verankerungsvorrichtung wirtschaftlich mit Bezug auf die Ein­ baukosten, selbst in einem Fall vorteilhaft, in dem viele Anschläge an verschiedenen Stellen vorgesehen sind.

Claims (7)

1. Rollstuhl mit einer Sitzrahmenstruktur (11), die einen Sitz (23) stützt, und ei­ ner Verankerungsvorrichtung (30), die an der Sitzrahmenstruktur (11) ange­ bracht ist, um den Rollstuhl mit einem ortsfesten Element (42), das an einem Boden befestigt ist, zu verankern, dadurch gekennzeichnet, daß
der Rollstuhl einen Stützrahmen (32), der an der Sitzrahmenstruktur (11) an­ gebracht ist, einen bewegbaren Rahmen (33), der unterhalb des Stützrahmens angeordnet ist und in eine vertikale Richtung hinsichtlich der Sitzrahmenstruk­ tur bewegbar ist, wobei ein Gelenkmechanismus (31a, 31b) mit dem Stütz­ rahmen (32) und dem bewegbaren Rahmen (33) zusammengebaut ist, um den bewegbaren Rahmen (33) zur vertikalen Bewegung zu tragen,
Mittel (34) zum Vorspannen des bewegbaren Rahmens (33) nach oben, um den bewegbaren Rahmen in einer angehobenen Stellung in einem freigegebe­ nen Zustand der Verankerungsvorrichtung zu halten,
und einen Fußpedalmechanismus (37) mit einem Fußpedal (37a), der mit der Sitzrahmenstruktur (11) verbunden ist, um den bewegbaren Rahmen (33) ab­ zusenken, wenn er von einem Begleiter niedergedrückt wird, aufweist, und
daß die Verankerungsvorrichtung (30) einen Verriegelungsmechanismus (35) aufweist, der an dem bewegbaren Rahmen (33) angeordnet ist, um durch den Eingriff mit dem ortsfesten Element (42), das an einem Boden befestigt ist, verriegelt zu werden, wenn der bewegbare Rahmen (33) durch ein Nieder­ drücken des Fußpedals (37a) abgesenkt ist, und
ein Freigabemechanismus (38) mit einem Betätigungshebel (38b) vorgesehen ist, der funktionell mit dem Verriegelungsmechanismus (35) verbunden ist, um den Eingriff des Verriegelungsmechanismus (35) mit dem ortsfesten Element (42) zu lösen, wenn er von dem Begleiter betätigt wird.
2. Rollstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützträger (32) ein Paar seitlich beabstandete, parallele erste Seitenele­ mente (32a, 32a) aufweist, von denen jedes mit einem länglichen Führungs­ schlitz (32b) in einer Stelle benachbart zu ihrem einen Ende ausgebildet ist, und der bewegbare Rahmen (33) ein Paar seitlich beabstandete, parallele zweite Seitenelemente (33a, 33a) aufweist, von denen jedes mit einem längli­ chen Führungsschlitz (33b) an einer Stelle benachbart zu ihrem einen Ende ausgebildet ist und wobei der Gelenkmechanismus ein Paar seitlich beabstan­ dete erste Gelenkelemente (31a, 31a) umfaßt, die an ihren einen Enden an den anderen Enden der ersten Seitenelemente (32a, 32a) schwenkbar verbunden sind und an ihren anderen Enden mit ersten Stützstiften (39b, 39b) schwenk­ bar verbunden sind, die verschiebbar mit den Führungsschlitzen (33b) der zweiten Seitenelemente (33a, 33a) in Eingriff stehen und ein Paar seitlich be­ abstandete, zweite Gelenkelemente (31b, 31b) die an ihren einen Enden mit den anderen Enden der zweiten Seitenelemente (33a, 33a) und an ihren zwei­ ten Enden mit zweiten Stützstiften (39d, 39d) schwenkbar verbunden sind, die verschiebbar mit den Führungsschlitzen (32b, 32b) der ersten Seitenelemente (32a, 32a) in Eingriff stehen, wobei die ersten Gelenkelemente an den zweiten Gelenkelementen an ihren jeweiligen mittleren Bereichen schwenkbar ver­ bunden sind.
3. Rollstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungsmechanismus (35) eine Grundplatte (35a), die an dem be­ wegbaren Rahmen befestigt ist, eine Feststellplatte (35b), die an ihrem mittle­ ren Bereich mit der Grundplatte schwenkbar verbunden ist, einen Verriege­ lungshebel (35c) der an seinem einen Ende mit der Grundplatte verbunden ist und eine Feder (35d) umfaßt, die an ihrem einen Ende mit einem bewegbaren Ende der Feststellplatte (35b) und an ihrem anderen Ende mit einem bewegba­ ren Ende des Verriegelungshebels (35c) verbunden ist, um die Feststellplatte und den Verriegelungshebel in entgegengesetzte Drehrichtungen einzuspannen und wobei die Feststellplatte (35b) mit einem ausgesparten Bereich (35 b2) und einem Hakenbereich (35 b1) ausgebildet ist, um mit dem ortsfesten Ele­ ment (42) an dem Boden in Eingriff zu stehen und der Verriegelungshebel mit einem Vorsprung (35 c1) ausgebildet ist, um mit dem ausgesparten Bereich der Feststellplatte in Eingriff zu stehen, und funktionsfähig mit dem Betätigungs­ hebel (38b) verbunden ist.
4. Rollstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das ortsfeste Element ein Anschlag (42) ist, der an dem Boden befestigt ist.
5. Rollstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fußpedal (37a) an einem Ende eines Pedalarms (37b) angebracht ist, das schwenkbar von dem bewegbaren Rahmen (33) an seinem Zwischenbereich getragen ist und an seinem anderen Ende mit dem Stützrahmen (32) verbind­ bar ist.
6. Rollstuhl nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspanneinrichtung ein paar seitlich beabstandete Dämpfer (34) aufweist, die jeweils einen Zylinder (34a) und eine Kolbenstange (34b) aufweisen, wo­ bei die Zylinder mit den anderen Enden der ersten Seitenelemente (32a) schwenkbar verbunden sind, und die Kolbenstangen (34b) schwenkbar mit den zweiten Stützstiften (39d) verbunden sind.
7. Rollstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel (38b) des Freigabemechanismus (38) auf einem Griffbe­ reich (12d) einer aufrechten Rahmenstange (12b), die an ihrem unteren Ende mit einem rückwärtigen Bereich der Sitzrahmenstruktur (11) befestigt ist, an­ gebracht ist.
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