DE553843C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Augenhaftglaesern (Cornea-Skleralschalen) - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Augenhaftglaesern (Cornea-Skleralschalen)

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DE553843C
DE553843C DE1930553843D DE553843DD DE553843C DE 553843 C DE553843 C DE 553843C DE 1930553843 D DE1930553843 D DE 1930553843D DE 553843D D DE553843D D DE 553843DD DE 553843 C DE553843 C DE 553843C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B23/00Re-forming shaped glass
    • C03B23/04Re-forming tubes or rods
    • C03B23/07Re-forming tubes or rods by blowing, e.g. for making electric bulbs

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Prostheses (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Augenhaftgläsern (Cornea-Skleralschalen) Man ist bereits seit langem bestrebt, den Schwachsichtigen, deren Sehkraft durch konisch vorgewölbte oder unregelmäßige gewölbte Hornhaut oder ähnliche Leiden sehr stark geschwächt ist, zum normalen Sehen zu verhelfen. Da sich bei derartigen Leiden die zur Wiederherstellung des normalen Sehens bestimmten Gläser mit dem Augapfel bewegen müssen, verwendet man sogenannte Haftgläser, welche direkt auf dem Auge getragen werden und sich mit diesem bewegen. Solche Gläser werden bisher einmal durch Schleifen, zum andern durch freihändiges Blasen hergestellt. Die Herstellung solcher dünnen, meist kaum o,5 mm starken Schalen durch Schleifen ist sehr beschwerlich, zeitraubend; ein Nachpolieren macht sich ohnedies noch notwendig, um der Schale die erforderliche Glätte zu geben. Beim Herstellen der Schalen durch freihändiges Blasen benutzt man bisher zwei Glassorten, ein weißes Glas für den Augapfel und eine in den vorderen Teil eingesetzte durchsichtige Kristallinse. Es ist aber sehr schwer, auf diese Weise ein passendes Glas herzustellen, und die Anfertigung bleibt mehr oder weniger Zufallssache. Außerdem werden diese Art Schalen bei längerem Gebrauch von der Tränenflüssigkeit stark angegriffen, die Kristalllinse wird matt, und der weiße Teil wird grau und unansehnlich.
  • Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen von Augenhaftgläsern durch Blasen in Formen. Es sind bereits ähnliche Verfahren bekannt, bei denen beispielsweise Glühlampenkolben ihre äußere Gestalt durch Einblasen in Formen gegeben wird. Ein der Art nach ähnliches Verfahren wird. gemäß vorliegender Erfindung bei der Herstellung von Cornea-Skleralschalen verwendet. Als Grundmaterial für die Herstellung der Schalen dient säurebeständiges Kristallglas, das in Gestalt eines z. B. über einem Bunsenbrenner an seinem zu verarbeitenden geschlossenen Ende hinreichend erhitzten Glasrohres in eine dem zu erzeugenden Haftglase entsprechende Form oder Matrize geblasen wird. Diese Form hat zwei Kugelabschnitte, und zwar entspricht der eine dem vorderen Abschnitt des Augapfels und der andere der sphärischen Vorwölbung der Cornea. Von dem eingeblasenen Hohlglasteil wird dann der vordere Abschnitt in demselben Arbeitsgang mit der Stichflamme in für das Abschmelzen von Blaskappen bekannter Weise abgetrennt. Er ist ohne weitere Behandlung gebrauchsfähig.
  • Der überaus bedeutsame Vorteil des vorliegenden Verfahrens besteht darin, daß es möglich ist, bei den in entsprechende Formen geblasenen Haftgläsern eine optische Genauigkeit durchzuführen, wie sie bei der Verwendung von Brillen üblich ist. Dasselbe Glas kann in genau übereinstimmender Ausführung in größerer Stückzahl hergestellt werden. Bei Nachbestellung kann der Arzt stets ,wieder dasselbe Glas erhalten, zumal auch eine genaue Numerierung in Cornea- und Skleralgrößen für die Gläser festgelegt werden kann. Die Vorwölbung des Corneateiles der Schalen gleicht die Unebenheiten der Hornhaut des natürlichen Auges aus, während gleichzeitig das mit dem Einsetzen- der Schalen eingeführte, der Tränenflüssigkeit angepaßte Wasser und die sich noch zwischen Augapfel und Glas ansammelnde Tränenflüssigkeit das fehlende vordere Kammerwasser ersetzt und hinter der Schale durch diese festgehalten wird, ein Umstand, der bei den freihändig geblasenen Schalen nicht zutrifft. Die neuen Cornea-Skleralschalen bedürfen keines Nachschleifens zum Erreichen der gewünschten Sehwirkung, da jede Form nach genauer Berechnung für die jeweils geforderte Sehschärfe und infolgedessen notwendige Vorwölbung gewählt wird.
  • Das Verfahren und die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist auf beiliegenden Zeichnungen beispielsweise dargestellt.
  • Abb. i zeigt die Halbform mit denn eingeblasenen Ende eines Glashohlkörpers, während Abb. z die Trennung des vorderen Teils, der die gewünschte Schale darstellt, von dem Glasrohr zeigt.
  • Abb.3 stellt die fertige Cornea-Skleralschale dar.
  • Die Form a ist unteilbar und besteht aus einem geeigneten Material, beispielsweise aus Metall, Porzellan o. dgl. Die der zu fertigenden Schale entsprechende Vertiefung hat einen dem menschlichen Auge entsprechenden Skleralteil b und einen Corneateil c mit sphärischer Wölbung. Ein Stück Glasrohr d wird mittels Bunsenbrenner o. dgl. erhitzt, am freien Ende geschlossen und in die Form a eingeblasen. Noch vor dem Erkalten wird der geblasene Körper aus der Form herausgenommen und der vordere Teil in bekannter Weise mit der Stichflamme abgetrennt. Dieser vordere Teil stellt dann die fertige Schale dar. Abwandlungen glastechnischer Art berühren das beschriebene Verfahren nicht, sofern nur der Gedanke, Cornea-Skleralschalen genau vorgeschriebener Gestalt und Größe durch Blasen unter Verwendung einer entsprechenden Form herzustellen, gewahrt ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von Hohlkörpern aus Glasrohren durch Ausblasen des einen geschlossenen Endes dieses Glasrohres zu einem kugelförmigen Körper und Einblasen dieses kugelförmigen Gebildes in eine der endgültigen Gestalt entsprechende Voll- oder Halbform in seiner Anwendung auf die Herstellung von Augenhaftgläsern (Cornea-Skleralschalen) durch Abschmelzen des unteren, der Gestalt des menschlichen Augapfels angepaßten Teiles des Glashohlkörpers mit der darin enthaltenen sphärischen Wölbung.
  2. 2. Halbform zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i mit einer dem menschlichen Augapfel entsprechenden Wölbung und einer darin angeordneten, der in dem Haftglas vorgesehenen Wölbung entsprechenden sphärischen Vertiefung.
DE1930553843D 1930-11-30 1930-11-30 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Augenhaftglaesern (Cornea-Skleralschalen) Expired DE553843C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE884422C (de) * 1949-03-29 1953-07-27 Mueller Welt G M B H Inst Fuer Verfahren zum Herstellen von Augenhaftglaesern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE884422C (de) * 1949-03-29 1953-07-27 Mueller Welt G M B H Inst Fuer Verfahren zum Herstellen von Augenhaftglaesern

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