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Technisches Gebiet:
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine neue Perfluorallyloxy-Verbindung und eine
Flüssigkristall-Zusammensetzung,
welche dieselbe enthält.
Die Perfluorallyloxy-Verbindung der Erfindung ist nützlich als
ein Material für
Flüssigkristalle.
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Hintergrund des Standes
der Technik:
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Eine
große
Zahl von Flüssigkristall-Anzeigen
(liquid crystal displays; LCDs), welche die Eigenschaften der optischen
Anisotropie (Brechungsindex; Δn)
(nachfolgend manchmal einfach als Δn bezeichnet) und der dielektrischen
Anisotropie (Δε) (nachfolgend
manchmal einfach als Δε bezeichnet)
einer Flüssigkristall-Verbindung
verwenden, wurden hergestellt. LCDs wurden in großem Umfang
eingesetzt für
Uhren, Rechner, verschiedene Messinstrumente, Anzeigen in Automobilen,
Datenverarbeitungsgeräten,
elektronischen Notebooks, Mobiltelefonen, Druckern, Computern, Fernsehgeräten, und
dergleichen, mit einer von Jahr zu Jahr steigenden Nachfrage. Eine
Flüssigkristall-Verbindung
zeigt eine inhärente
Flüssigkristall-Phase
zwischen einer Festphase und einer Flüssigphase. Die Flüssigkristall-Phase
wird grob in eine nematische Phase, eine smektische Phase und eine
cholesterische Phase eingeteilt. Für Anwendungen in einer Anzeige
wird eine nematische Phase am häufigsten
verwendet. Eine Anzahl von Anzeige-Arten wurde für LCD-Anwendungen vorgeschlagen,
einschließlich
der dynamischen Streuung (dynamic scatter; DS), der Gast-Wirt-Flüssigkristalle (guest
host; GH), der twist-nematischen Flüssigkristalle (TN), der super
twist- nematischen
Flüssigkristalle (STN),
des Dünnfilm-Transistors
(thin film transistor; TFT) und der ferroelektrischen Flüssigkristalle
(FLC). Steuerungssysteme, die für
LCD-Anwendungen bekannt sind, umfassen die statische Steuerung,
die Zeitunterteilte Steuerung, die Steuerung mittels einer aktiven
Matrix und die Steuerung über
zwei Frequenzen.
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Es
ist bekannt, dass die Schwellenspannung für eine Flüssigkristall-Anzeige nach Art
eines elektrischen Feldeffekts unter Verwendung einer Flüssigkristall-Zusammensetzung
mit einer positiven dielektrischen Anisotropie Δε im Allgemeinen umgekehrt proportional
zur Quadratwurzel von Δε ist. In
den letzten Jahren wurde ein Material für Flüssigkristalle mit einem abgesenkten
Schwellenwert nachgefragt, insbesondere für die Anwendung in Flüssigkristall-Anzeigen
mit einer twist-nematischen (TN) Phase, die nunmehr meistens in
ein Batterie-Steuerungssystem eingebaut werden. Um die Nachfrage
zu befriedigen, ist ein Material für Flüssigkristalle mit einem großen positiven Δε von Bedeutung.
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Nitrilverbindungen
mit einem großen Δε, einschließlich 4-(p-Alkylcyclohexyl)benzonitril
wurden als ein Flüssigkristall-Material für LCDs mit
TN-Phasen oder LCDs mit Super-Twist-nematischen Phasen (STN-Phasen) verwendet.
Da jedoch diese Nitrilverbindungen dazu neigen, ionische Verunreinigungen
einzufangen, sind sie für
Steuerungen mit einer aktiven Matrix, die hohe Widerstände (1012 Ωcm
oder mehr) erfordern, nicht anwendbar. Daher wird ein Material für Flüssigkristalle
mit einer hohen Widerstandsfähigkeit
und einem großen Δε erwartet.
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Die
Viskosität
einer Flüssigkristall-Zusammensetzung
beeinflusst die Reaktionszeit der LCDs. Je geringer die Viskosität, desto
kürzer
ist die Reaktionszeit. Dementsprechend ist es wünschenswert, dass die Verbindungen,
die zu Flüssigkristall-Zusammensetzungen
verarbeitet werden, geringe Viskositäten aufweisen.
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Die
Anisotropie des Brechungsindex' übt einen
großen
Einfluss auf die visuellen Eigenschaften von LCDs aus. Der Kontrast
nimmt mit einem Anstieg der Anisotropie des Brechungsindex' zu, und der Betrachtungswinkel
weitet sich mit einer Abnahme der Anisotropie. In den letzten Jahren
gab es einen Trend zu Materialien für Flüssigkristalle mit einem kleinen Δn, nämlich mit
einem großen
Betrachtungswinkel.
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Der
NI-Punkt steuert den Temperaturbereich, in welchem ein Material
für Flüssigkristalle
einen flüssigkristallinen
Zustand zeigt. Ein Material für
Flüssigkristalle
mit einem höheren
NI-Punkt zeigt einen flüssigkristallinen
Zustand bei höherer
Temperatur.
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Die
Verbindungen, welche eine Fluoralkyl(oxy)-Gruppe am Ende aufweisen,
zeigen eine positive dielektrische Anisotropie und fangen kaum ionische
Verunreinigungen ein. Diese sind als Materialien für Flüssigkristalle
bekannt, die in der Lage sind, Eigenschaften zu entwickeln, welche
insbesondere für
Steuerungssysteme mit einer aktiven Matrix erforderlich sind, wie
zum Beispiel hohe Widerstandsfähigkeit,
ein hohes Spannungs-Aufrechterhaltungs-Verhältnis (voltage holding ratio;
VHR) und eine geringe Ionendichte. Viele Verbindungen, die Fluoralkyl(oxy)-Gruppen
enthalten, wurden bisher vorgeschlagen. Zum Beispiel schlagen die
Patentdokumente JP-A-55-72 143, JP-A-55-40 660, JP-A-61-197 563,
JP-A-56-12 322, JP-A-58-154
532, JP-A-58-177 939, JP-A-58-210 045, JP-A-59-78 129 und JP-T-6-500
343 verschiedene Arten von Fluoralkylgruppen ent haltenden Verbindungen
vor. JP-T-1-503 145 offenbart eine elektro-optische Anzeigevorrichtung unter
Verwendung einer Verbindung, die eine Fluoralkyl-Gruppe enthält. JP-T-3-502
942 schlägt
eine LCD mit einer aktiven Matrix unter Verwendung einer Verbindung
mit einer Fluoralkyl(oxy)-Gruppe vor.
DE
4 223 501 offenbart ein Benzolderivat mit einer endständigen Difluorallyl-Gruppe.
EP 0062 324 offenbart Perfluorglycidylether,
die durch Epoxidierung von einem Perfluorallylether der Formel CF
2=CFCF
2OR hergestellt
werden.
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Dennoch
sind die Fluoralkyl-Gruppen enthaltenden Verbindungen, die insbesondere
in diesen Veröffentlichungen
beschrieben wurden, nach wie vor unzureichend im Hinblick auf die
Nachfrage nach niedriger Viskosität und nach einem breiteren
Temperaturbereich bezüglich
der nematischen Phase.
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Offenbarung der Erfindung:
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein neues Material
für Flüssigkristalle
bereitzustellen, das mit einem Material für nematische Flüssigkristalle
gemischt werden kann, um eine Flüssigkristall-Zusammensetzung
mit einer niedrigen Viskosität,
einer niedrigen Anisotropie des Brechungsindex' (Δn),
einer hohen dielektischen Anisotropie (Δε) und mit einem hohen NI-Punkt
(d.h. mit einem breiten Bereich bezüglich der nematischen Phase)
bereitzustellen.
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Als
ein Ergebnis ausführlicher
Untersuchungen haben die vorliegenden Erfinder gefunden, dass die vorstehende
Aufgabe der Erfindung durch eine Perfluorallyloxy-Verbindung gelöst werden
kann.
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Auf
der Grundlage des vorstehenden Befundes liefert die vorliegende
Erfindung eine Perfluorallyloxy-Verbindung, die durch die allgemeine
Formel (I) dargestellt wird, welche nachfolgend gezeigt ist, sowie
eine Flüssigkristall-Zusammensetzung,
welche die Verbindung enthält.
wobei
R
1 einen der Reste R, RO, ROCO oder RCOO
darstellt; R eine Alkylgruppe darstellt, welche eine ungesättigte Bindung
aufweisen kann, in der eine -CH
2-Gruppe
durch -O-, -CO- oder -COO- ersetzt sein kann, und in der ein Teil
oder alle Wasserstoffatome durch ein Halogenatom oder eine Cyanogruppe
substituiert sein können;
A
1 und A
2 jeweils
eine 1,4-Phenylengruppe (in der ein Rest -CH= durch -N= ersetzt
sein kann, und in der ein Teil oder alle Wasserstoffatome durch
ein Halogenatom oder eine Cyanogruppe substituiert sein können), eine
1,4-Cyclohexylengruppe (in der ein Rest -CH
2-
durch -O- oder -S- ersetzt sein kann, und in der ein Teil oder alle
Wasserstoffatome durch ein Halogenatom oder eine Cyanogruppe substituiert
sein können),
eine 2,6-Naphthylen- oder 2,6-Decahydronaphthylengruppe darstellen;
Z
1 eine Einfachbindung, -COO-, -OCO-, -CH
2CH
2-, -CH=CH-, -(CH
2)
4-, -CH
2O-, -OCH
2-, -(CH
2)
3O-, -O(CH
2)
3-, -CH=CHCH
2O-, -OCH
2CH=CH-,
-C≡C-, -CF
2O- oder -OCF
2- darstellt;
B eine Einfachbindung oder eine Alkylengruppe darstellt, in der
ein Teil der Wasserstoffatome durch ein Halogenatom oder eine Cyanogruppe
substituiert sein kann; und n eine Zahl von 1 bis 3 darstellt; wobei,
wenn n gleich 2 oder 3 ist, die Gruppen A
1 und
Z
1 jeweils gleich oder verschieden sein
können.
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Die beste Art zur Ausführung der
Erfindung:
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In
der allgemeinen Formel (I), welche die Perfluorallyloxy-Verbindung der vorliegenden
Erfindung darstellt, stellt R1 einen der
Reste R, RO, ROCO oder RCOO dar. Die durch R darge stellte Alkyl-Gruppe
umfasst Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl,
Nonyl, Decyl, Vinyl, Allyl, Butenyl, Ethinyl, Propinyl, Butinyl,
Methoxymethyl, Ethoxymethyl, Propoxymethyl, Butoxymethyl, Methoxyethyl,
Ethoxyethyl, Perfluormethyl, Perfluorethyl, Perfluorpropyl, Monofluormethyl,
Difluormethyl, 2,2, 2-Trifluormethyl, Perfluorvinyl, Perfluorallyl,
Isopropyl, 1-Methylpropyl, 2-Methylpropyl, 2-Butylmethyl, 3-Methylbutyl,
2-Methylpentyl, 3-Methylpentyl, 2-Ethylhexyl, 2-Propylpentyl und
1-Methylpentyl. R1 ist vorzugsweise eine
unsubstituierte Alkyl-Gruppe, eine unsubstituierte Alkenyl-Gruppe
oder eine Gruppe -O-CF2CF=CF2.
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Die
folgende Aufzählung
ist eine Liste von Strukturen der Gruppe -(A1-Z1)n-A2-
in der allgemeinen Formel (I). Man bemerke, dass die Perfluorallyloxy-Verbindungen
der Erfindung nicht durch die Aufzählung begrenzt werden.
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Die
verwendeten Abkürzungen
in der vorstehenden Liste stehen für die folgenden zyklischen
Strukturen:
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In
der allgemeinen Formel (I) stellen die Reste A1 und
A2 jeweils vorzugsweise eine unsubstituierte 1,4-Phenylen-Gruppe
oder eine unsubstituierte 1,4-Cyclohexylen-Gruppe dar, oder mindestens
einer der Reste A1 und A2 stellt
vorzugsweise eine 1,4-Phenylen-Gruppe dar, die mit einem oder zwei
Fluoratomen substituiert ist. Z1 stellt
vorzugsweise eine Einfachbindung oder -CF2O-
dar.
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Die
durch B in der allgemeinen Formel (I) dargestellte Alkylen-Gruppe
umfasst Methylen, Ethylen, Monofluormethylen, Monofluorethylen,
1,2-Difluorethylen und 1,1,2-Trifluorethylen.
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Konkrete
Beispiele für
bevorzugte Perfluorallyloxy-Verbindungen, die durch die allgemeine
Formel (I) dargestellt werden, umfassen die Verbindungen Nr. 1 bis
21, die nachfolgend ge zeigt sind; sie sind jedoch nicht darauf beschränkt. In
den Verbindungen Nr. 1 bis 21 ist R1 wie
in der allgemeinen Formel (I) definiert.
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Von
den Perfluorallyloxy-Verbindungen der vorliegenden Erfindung weisen
solche Verbindungen mit einem unsubstituierten Benzolring und/oder
einem unsubstituierten Cyclohexan-Ring (zum Beispiel die Verbindungen
Nr. 1 bis 4, 11 und 12) eine niedrige Viskosität und einen hohen NI-Punkt
auf; und solche Verbindungen mit einem Benzolring, der mit einem
Fluoratom an einer Seitenposition desselben substituiert ist (zum
Beispiel die Verbindungen Nr. 13 bis 21) sind nützlich für ihren breiten Bereich einer
Flüssigkristall-Phase.
Insbesondere solche Verbindungen mit einem Benzolring, der mit einem
Fluoratom sowohl an der 2- als auch an der 3-Position substituiert
ist (zum Beispiel die Verbindung Nr. 21) besitzen ein negatives Δε und sind
daher verwendbar als ein Material für elektro-optische Anzeigen
vom Typ einer senkrechten Ausrichtung oder vom Gast-Wirt-Typ. Die
anderen Verbindungen weisen ebenso verschiedene vorteilhafte Eigenschaften
auf.
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Das
Verfahren zur Herstellung der Perfluorallyloxy-Verbindung der vorliegenden
Erfindung ist nicht in besonderer Weise beschränkt. Zum Beispiel kann die
Verbindung entsprechend dem folgenden Reaktionsschema hergestellt
werden:
wobei
R
1, A
1, A
2, Z
1, n und B dieselben
Definitionen aufweisen wie in der allgemeinen Formel (I); X stellt
ein Halogenatom oder FSO
2O- dar; BASE steht
für eine
Base, und LM steht für
ein Lösungsmittel.
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Die
Base, die in der Reaktion verwendet werden kann, umfasst Metalloxide,
wie zum Beispiel Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid; Metallhydride,
wie zum Beispiel Lithiumhydrid und Natriumhydrid; und Amine, wie
zum Beispiel Triethylamin, Ethyldimethylamin, Propyldimethylamin,
N,N'-Dimethylpiperazin,
Pyridin, Picolin, 1,8-Diazabicyclo[5.4.0]undecen-1 (DBU), Benzyldimethylamin,
2-(Dimethylaminoethyl)phenol (DMP-10) und 2,4,6-Tris(dimethylaminomethyl)phenol
(DMP-30).
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Bei
der Durchführung
einer solchen Veretherungsreaktion, wie sie durch das vorstehend
gezeigte Reaktionsschema dargestellt wird, wird das Verfahren nach
Williamson in großem
Umfang verwendet, bei welchem man ein Natriumalkoxid (oder Phenoxid),
das aus einer Alkoholverbindung (oder Phenolverbindung) und Natriumhydroxid
und dergleichen hergestellt wird, mit einem Alkylhalogenid reagieren
lässt.
In der vorliegenden Erfindung wird die gewünschte Verbindung vorzugsweise
dadurch hergestellt, dass man eine Phenolverbindung und ein Halogenid
oder Fluorsulfit des Perfluorpropens in Gegenwart einer Aminverbindung,
insbesondere eines tertiären
Amins, wie zum Beispiel Triethylamin, reagieren lässt, welches
einen hohen Umsatz erzielt. Die Reaktionstemperatur und die Reaktionszeit
werden in geeigneter Weise aus einem Bereich von –80°C bis 80°C bzw. einem
Bereich von 0 bis 20 Stunden ausgewählt.
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Das
Lösungsmittel,
das in der Reaktion verwendet werden kann, umfasst polare Lösungsmittel,
wie zum Beispiel Dimethylimidazolin, Tetrahydrofuran, Dimethylformamid,
Diethylether und Dimethylsulfon und Lösungsmittel von niedriger Polarität, wie zum
Beispiel Toluol und Ethylacetat.
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In
dem Verfahren gemäß dem vorstehend
gezeigten Reaktionsschema werden die Verbindung (1) und die Perfluor-Verbindung
(2) vorzugsweise in einem Massenverhältnis der Verbindungen (1):(2)
von 20:1 bis 1:20, noch stärker
bevorzugt von 1:1 bis 1:10, eingesetzt.
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Die
Base wird vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bis 5,0 mol-%, noch
stärker
bevorzugt von 1,0 bis 2,0 mol-%, bezogen auf die Hydroxy-Verbindung
(1), eingesetzt.
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Die
Menge des zu verwendenden Lösungsmittels
liegt vorzugsweise im Bereich von 10 bis 500 Gewichtsteilen pro
100 Gewichtsteile der Summe der Hydroxy-Verbindung (1) und der Perfluor-Verbindung
(2); sie ist jedoch nicht darauf beschränkt.
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Die
Perfluorallyloxy-Verbindung der vorliegenden Erfindung wird mit
einer bekannten Flüssigkristall-Verbindung
oder einer Flüssigkristall-ähnlichen
Verbindung oder einer Mischung derselben als ein Mutter-Flüssigkristall
vermischt, um eine Flüssigkristall-Zusammensetzung
gemäß der Erfindung
bereitzustellen. Die Flüssigkristall-Zusammensetzung
der Erfindung kann aus der Perfluorallyloxy-Verbindung (den Perfluorallyloxy-Verbindungen) allein
bestehen.
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Die
Mutter-Flüssigkristalle
umfassen Verbindungen, die durch die nachfolgend gezeigte allgemeine Formel
(II) dargestellt werden, und eine Mischung derselben.
wobei
R ein Wasserstoffatom, oder solche Gruppen mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
darstellt, wie zum Beispiel eine Alkyl-Gruppe, eine Alkoxy-Gruppe, eine Alkenyl-Gruppe,
eine Alkenyloxy-Gruppe, eine Alkinyl-Gruppe, eine Alkinyloxy-Gruppe,
eine Alkoxyalkyl-Gruppe, eine Alkanoyloxy-Gruppe und eine Alkoxycarbonyl-Gruppe, wobei
solche Gruppen durch ein Halogenatom, eine Cyano-Gruppe und dergleichen
substituiert sein können; Y
2 eine Cyano-Gruppe, ein Halogenatom oder
eine Gruppe darstellt, die durch R dargestellt wird; Y
1,
Y
3 und Y
4 jeweils
unabhängig
ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder eine Cyano-Gruppe darstellen;
Z
1 und Z
2 jeweils
unabhängig
eine Einfachbindung, -CO-C-, -O-CC-, -CH
2O-,
-OCH
2-, -CH
2CH
2-, -CH=CHCH
2O-, -CF
2O-, -OCF
2- oder
-C≡C-
darstellen; p die Zahl 0, 1 oder 2 darstellt; der Ring D, Ring E
und Ring F jeweils unabhängig
einen Benzolring, einen Cyclohexanring, einen Cyclohexenring, einen
Pyrimidinring oder einen Dioxanring darstellen.
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Konkrete
Beispiele der durch die allgemeine Formel (II) dargestellten Verbindungen
sind nachfolgend gezeigt. In den Formeln sind die Reste R, Y1, Y2, Y3 und
Y4 wie in der allgemeinen Formel (II) definiert.
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Die
Menge der Perfluorallyloxy-Verbindung der Erfindung in der Flüssigkristall-Zusammensetzung
gemäß der Erfindung
ist nicht in besonderer Weise beschränkt, und sie wird in geeigneter
Weise ausgewählt,
um die gewünschten
Eigenschaften zu gewährleisten.
Zum Beispiel wird die Menge vorzugsweise aus einem Bereich von 1
bis 100 Gew.-% ausgewählt,
noch stärker
bevorzugt von 5 bis 90 Gew.-%.
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Die
Flüssigkristall-Zusammensetzung,
welche die Perfluorallyloxy-Verbindung der vorliegenden Erfindung
enthält,
kann in einer Flüssigkristall-Zelle
eingeschlossen werden, um verschiedene Arten von elektro-optischen
Anzeigevorrichtungen zu ergeben. Die Flüssigkristall-Zusammensetzung
der vorliegenden Erfindung ist für
verschiedene Arten von elektro-optischen Anzeigevorrichtungen anwendbar,
einschließlich
der Flüssigkristalle
nach Art einer dynamischen Streuung (dynamic scatter; DS), nach
Art einer Gast-Wirt-Beziehung (guest-host; GH), nach Art einer twist-nematischen
Phase (twist nematic; TN), nach Art einer super-twist-nematischen
Phase (super twist nematic; STN), nach Art eines Dünnfilm-Transistors
(thin film transistor; TFT), nach Art einer Dünnfilm-Diode (thin film diode;
TFD), nach Art eines ferroelektrischen Flüssigkristalls (ferroelectric
liquid crystal; FLC), nach Art eines anti-ferroelektrischen Flüssigkristalls
(anti-ferroelectric liquid crystal; AFLC), nach Art eines im Polymer
dispergierten Flüssigkristalls
(polymer dispersed liquid crystal; PDLC), nach Art einer vertikalen
Ausrichtung (vertical alignment; VA) und nach einer Art des Umschaltens
in der Ebene (in-plane switching; IPS). Die Steuerungssysteme, für die die
Flüssigkristall-Zusammensetzung anwendbar
ist, umfassen eine statische Steuerung, eine Zeit unterteilte Steuerung,
eine Steuerung mittels einer aktiven Matrix und eine Steuerung über zwei
Frequenzen.
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Die
Perfluorallyloxy-Verbindung der Erfindung kann mit einer Vielzahl
von bekannten Materialien für Flüssigkristalle
kombiniert werden, um Flüssigkristall-Zusammensetzungen
bereitzustellen, die für
verschiedene elektro-optische Anzeigevorrichtungen anwendbar sind,
die sich in der Art der Ausrichtung des Films oder der Eigenschaften
unterscheiden, wie zum Beispiel dem Verdrehungs-Winkel, dem Kipp-Winkel,
der dielektrischen Anisotropie (Δε), der Widerstandsfähigkeit,
dem Bereich der nematischen Phase, der Viskosität, der durchschnittlichen Dielektrizitätskonstante,
dem Viskositätskoeffizienten
und dem Spannungs-Aufrechterhaltungs-Verhältnis.
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In
Bezug auf die elektro-optischen Anzeigevorrichtungen und die Flüssigkristall-Zusammensetzungen, die
hier verwendet werden, wurden verschiedene Vorschlage gemacht, zum
Beispiel in der Patentanmeldung JP-A-10-67 989, JP-T-3-502 942,
JP-A-3-85 532, JP-A-4-296
387, JP-T-6-501 517, JP-T-10-512 914, JP-A-9-125 063, JP-A-11-29 771, JP-A-10-245
559, JP-A-2000-351 972, JP-A-2002-285 157, JP-A-2002-302 673, JP-T-2002-533
526, JP-A-2002-114
978, JP-T-5-501 735, JP-A-2002-193 853, JP-A-2002-193 852, JP-T-5-500
683, JP-A-2002-201 474, JP-A-10-204 016, JP-A-2000-73 062, JP-A-2000-96
056, JP-A-2001-31 971, JP-A-2000-80
371, JP-A-2001-354 967, JP-A-2000-351 972, WO 99/21815, WO 99/21816,
WO 97/36847, den US-Patenten 5 456 860 und 5 578 241,
EP 662 502 und dem Deutschen Patent
101 17 224. Die Perfluorallyloxy-Verbindung der vorliegenden Erfindung
kann in Verbindung mit diesen elektro-optischen Anzeigevorrichtungen
oder Flüssigkristall-Zusammensetzungen
verwendet werden.
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Die
elektro-optischen Anzeigevorrichtungen, welche die Perfluorallyloxy-Verbindung
der vorliegenden Erfindung verwenden, sind verwendbar bei folgenden
Anwendungen, einschließlich Uhren,
Rechnern, Messinstrumenten, der Instrumentenanzeige in Automobilen,
Kopiergeräten,
Kameras, der Ausstattung zur Büroautomatisierung,
für von
Hand tragbare Personalcomputer, und für Mobiltelefone. Sie sind ebenso
verwendbar für
andere Anwendungen, wie zum Beispiel für „intelligente Fenster" („smart
windows"), „optische
Fensterläden" („optical
shutter") und polarisierende
Strahlteiler.
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Die
vorliegende Erfindung wird nunmehr in näheren Einzelheiten unter Bezugnahme
auf die Beispiele erläutert,
jedoch sollte dies nicht so verstanden werden, als sei die Erfindung
auf die Beispiele beschränkt.
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BEISPIEL 1
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Synthese der Verbindung
Nr. 1 (R1: n-C3H7)
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Die
Verbindung Nr. 1 (R
1: n-C
3H
7) wurde wie folgt gemäß dem Reaktionsschema 1 synthetisiert: Reaktionsschema
1:
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Unter
einem Stickstoffstrom wurden 1,2 g (4 mmol) 4-[4-(4-n-Propylcyclohexyl)cyclohexyl]phenol
(1) in 7 g Dimethylimidazolidinon (DMI) gelöst, und 1,03 g (4 mmol) 3-Iodperfluorpropen-1 (2) wurden zu der
Lösung
gegeben. Zu der Mischung wurden 0,48 g (4,8 mmol) Triethylamin (TEA)
gegeben, und anschließend
lies man die Mischung für
2 Stunden reagieren.
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Die
Reaktionsmischung wurde der Gaschromatographie unterzogen, um den
Reaktionsumsatz aus den Flächen-Prozentsätzen des
Chromatogramms zu bestimmen. Der Flächen-Prozentsatz des Rohmaterials (1)
betrug 9% und der des Produkts (3) betrug 91%.
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Die
Reaktionsmischung wurde durch Zugabe von Ethylacetat und Chlorwasserstoffsäure neutralisiert, mit
Wasser gewaschen, bis die Neutralität bestätigt wurde, über Magnesiumsulfat
getrocknet und filtriert. Das Filtrat wurde dem Lösungsmittelaustausch
durch Toluol unterzogen, mit Siliziumdioxid behandelt, und unter vermindertem
Druck eingeengt. Das Konzentrat wurde nach und nach durch Kugelrohr-Destillation
und Kristallisation gereinigt (erste Stufe: Ethylacetat:Methanol
1:18; zweite Stufe: Aceton), um 0,8 g (Ausbeute: 47%) der Titelverbindung
(3) mit einer Reinheit von 99,9% als weiße Kristalle zu ergeben.
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Die
erhaltene Verbindung (3) wurde als Verbindung Nr. 1 (R1:
n-C3H7) durch das
Infrarot-Absorptionsspektrum (IR-Spektrum) sowie durch 1H-NMR-Analyse
identifiziert. Die erhaltenen analytischen Ergebnisse sind nachfolgend
gezeigt.
[IR]
2920 cm–1,
2850 cm–1,
1794 cm–1,
1609 cm–1,
1508 cm–1,
1447 cm–1,
1389 cm–1,
1319 cm–1,
1223 cm–1 und
1196 cm–1
[1H-NMR]
7,3–7,0 (m, 4H), 2,6–2,3 (m,
1H), 2,2–0,4
(m, 26H)
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BEISPIEL 2
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Synthese der Verbindung
Nr. 1 (R1: n-C3H7)
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Die
Verbindung Nr. 1 (R
1: n-C
3H
7) wurde gemäß dem folgenden Reaktionsschema
2 synthetisiert: Reaktionsschema
2:
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Unter
einem Stickstoffstrom wurden 2,71 g (5,65 mmol) Natriumhydrid und
30 ml Tetrahydrofuran (THF) in einen Reaktor gegeben, und eine Lösung von
13 g (43,5 mmol) 4-[4-(4-n-Propylcyclohexyl)cyclohexyl]phenol (1)
in 120 ml Tetrahydrofuran (THF) wurde tropfenweise zugegeben. Nachdem
die Mischung für
30 Minuten gerührt
wurde, wurden 11,2 g (43,5 mmol) 3-Iodperfluorpropen-1 (2) tropfenweise
zu der Mischung gegeben, und anschließend lies man die Mischung
für 3 Stunden
reagieren. Die Reaktionstemperatur wurde auf 70°C erhöht, bei welcher die Reaktion
für eine
weitere Stunde fortgesetzt wurde.
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Die
Reaktionsmischung wurde der Gaschromatographie unterzogen, um den
Reaktionsumsatz aus den prozentualen Peakflächen des Chromatogramms zu
bestimmen. Der Flächen-Prozentsatz
des Rohmaterials (1) betrug 53% und der des Produkts (3) betrug
47%.
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Die
Reaktionsmischung wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 gereinigt,
um das Produkt (3) zu ergeben. Die IR- und 1H-NMR-Analysen des Produkts
3 ergaben im Wesentlichen dieselben Ergebnisse wie in Beispiel 1,
wobei das erhaltene Produkt (3) als Verbindung Nr. 1 (R1:
n-C3H7) identifiziert
wurde.
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BEISPIEL 3
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Synthese der Verbindung
Nr. 1 (R1: n-C3H7)
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Die
Verbindung Nr. 1 (R
1: n-C
3H
7) wurde gemäß dem folgenden Reaktionsschema
3 synthetisiert: Reaktionsschema
3:
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Unter
einem Stickstoffstrom wurden 13 g (43,5 mmol) 4-[4-(4-n-Propylcyclohexyl)cyclohexyl]phenol (1),
24 g (200 mmol) Triethylamin und 84 g Dimethylimidazolidinon (DMI)
in einen Reaktor gegeben, und man erhitzte anschließend auf
40°C, um
eine Lösung
herzustellen. Zu der Lösung
wurden tropfenweise 9,2 g (40 mmol) 3-Iodperfluorpropen-1 (2) gegeben,
und man lies anschließend
die Mischung für
3 Stunden reagieren.
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Die
Reaktionsmischung wurde der Gaschromatographie unterzogen, um den
Reaktionsumsatz aus den prozentualen Peakflächen des Chromatogramms zu
bestimmen. Der Flächen-Prozentsatz
des Rohmaterials (1) betrug 0% und der des Produkts (3) betrug 100%.
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Die
Reaktionsmischung wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 gereinigt,
um das Produkt (3) zu ergeben. Die IR- und 1H-NMR- Analysen des Produkts
(3) ergaben im Wesentlichen dieselben Ergebnisse wie in Beispiel
1, wobei das erhaltene Produkt (3) als Verbindung Nr. 1 (R1: n-C3H7)
identifiziert wurde.
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BEISPIEL 4
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Synthese der Verbindung
Nr. 1 (R1: n-C3H7)
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Die
Verbindung Nr. 1 (R
1: n-C
3H
7) wurde gemäß dem folgenden Reaktionsschema
4 synthetisiert: Reaktionsschema
4:
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Unter
einem Stickstoffstrom wurden 12 g (40 mmol) 4-[4-(4-n-Propylcyclohexyl)cyclohexyl]phenol
(1) und 19 g (40 mmol) Natriumhydroxid in 50 g Dimethylimidazolidinon
(DMI) gelöst.
Zu der Lösung
wurden 10,3 g (40 mmol) 3-Iodperfluorpropen-1 (2) gegeben, und man
lies die Mischung anschließend
für 3 Stunden
reagieren.
-
Die
Reaktionsmischung wurde der Gaschromatographie unterzogen, um den
Reaktionsumsatz aus den prozentualen Peakflächen des Chromatogramms zu
bestimmen. Der Flächen-Prozentsatz
des Rohmaterials (1) betrug 66% und derjenige des Produkts (3) betrug
34%.
-
Die
Reaktionsmischung wurde in derselben Weise wie in Beispiel 1 gereinigt,
um das Produkt (3) zu ergeben. Die IR- und 1H-NMR-Analysen des Produkts
(3) ergaben im Wesentlichen die gleichen Ergebnisse wie in Beispiel
1, wobei die erhaltene Verbindung (3) als Verbindung Nr. 1 (R1: n-C3H7)
identifiziert wurde.
-
BEISPIEL 5
-
Synthese der Verbindung
Nr. 2 (R1: n-C3H7)
-
Die
Verbindung Nr. 2 (R
1: n-C
3H
7) wurde wie folgt gemäß dem Reaktionsschema 5 synthetisiert: Reaktionsschema
5:
-
In
Dimethylimidazolidinon (DMI) wurden 2,35 g (8 mmol) 4-[4-(4-n-Propylcyclohexyl)phenyl]phenol
(1) gelöst,
und 2,41 g (9,36 mmol, 1,17 Äq.)
3-Iodperfluorpropen-1 (2) wurden zu der Lösung gegeben. Zu der Mischung
wurden tropfenweise 1,37 g (13,5 mmol, 1,7 Äq.) Triethylamin in einem Zeitraum
von 5 Minuten gegeben, während
die Mischung mit Wasser gekühlt
wurde, und man lies die Mischung anschließend für 2 Stunden reagieren.
-
Die
Reaktionsmischung wurde durch Zugabe von Ethylacetat und Chlorwasserstoffsäure neutralisiert, mit
Wasser gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und filtriert. Das Filtrat wurde eingeengt,
um einen braunen Feststoff zu ergeben. Der erhaltene Feststoff wurde
nach und nach durch Säulenbehandlung
(Toluol:Hexan = 1:1), durch Kugelrohr-Destillation und durch Kristallisation
(Ethylacetat:Methanol = 4:6) gereinigt, um 1,5 g (Ausbeute: 44%)
der Titelverbindung (3) mit einer Reinheit von 100% als weiße Kristalle
zu ergeben.
-
Die
erhaltene Verbindung (3) wurde als Verbindung Nr. 2 (R1:
n-C3H7) durch Analyse
mittels eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und durch 1H-NMR-Analyse identifiziert. Die analytischen
Ergebnisse sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
2923 cm–1,
2851 cm–1,
1790 cm–1,
1609 cm–1,
1497 cm–1,
1385 cm–1,
1315 cm–1,
1219 cm–1,
1153 cm–1,
1011 cm–1,
826 cm–1 und
791 cm–1
[1H-NMR]
7,7–7,1 (m, 8H), 2,7–2,3 (m,
1H), 2,1–0,8
(m, 16H)
-
BEISPIEL 6
-
Synthese der Verbindung
Nr. 3 (R1: n-C3H7)
-
Die
Verbindung Nr. 3 (R
1: n-C
3H
7) wurde wie folgt gemäß dem Reaktionsschema 6 synthetisiert: Reaktionsschema
6:
-
In
einem Gefäß, das mit
Argon gespült
wurde, wurden 2,0 g (9,2 mmol) 4-(4-n-Propylcyclohexyl)phenol (1),
2,37 g (9,2 mmol, 1,0 Äq.)
3-Iodperfluorpropen-1 (2) und 10 g Dimethylimidazolidinon (DMI)
gegeben. Während
die erhaltene Mischung unter Eiskühlung gerührt wurde, wurden 1,2 g (1,2
mmol, 1,3 Äq.) Triethylamin
(TEA) tropfenweise zugegeben. Nach der Zugabe lies man die Mischung
darüber
hinaus für
einen Zeitraum von weiteren 10 Minuten reagieren, während dessen
mit Eis gekühlt
wurde. Die Reaktionsmischung wurde mit Wasser behandelt, mit Hexan
extrahiert, mit Wasser bis zur Neutralität gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, und eingedampft, um das Lösungsmittel zu entfernen. Der
Rückstand
wurde nach und nach durch Säulenbehandlung
(Hexan), Destillation und Kristallisation (Methanol) gereinigt,
um 0,7 g (Ausbeute: 24,1%) der Titelverbindung (3) mit einer Reinheit
von 99,8% als eine farblose Flüssigkeit
zu ergeben.
-
Das
erhaltene Produkt (3) wurde als Verbindung Nr. 3 (R1:
n-C3H7) durch Analyse mittels eines Infrarot-Absorptionsspektrums
(IR-Spektrum) sowie durch 1H-NMR-Analyse
identifiziert. Die erhaltenen analytischen Ergebnisse sind nachfolgend
gezeigt.
[IR]
2859 cm–1,
2924 cm–1,
1851 cm–1,
1790 cm–1,
1670 cm–1,
1593 cm–1,
1508 cm–1,
1450 cm–1,
1385 cm–1,
1315 cm–1,
1219 cm–1,
1157 cm–1 und
1018 cm–1
[1H-NMR]
7,3–7,1 (m, 4H), 1,9–0,9 (m,
17H)
-
BEISPIEL 7
-
Jede
der Verbindungen Nr. 1 bis 3, die in den Beispielen 1, 5 und 6 erhalten
wurden, wurden zu einem Mutter-Flüssigkristall 1 oder 2, dessen
Formulierung nachfolgend gezeigt ist, in einer Menge von 10 Gew.-% gegeben,
um eine Flüssigkristall-Zusammensetzung herzustellen.
-
Die
erhaltenen Flüssigkristall-Zusammensetzungen
wurden in Bezug auf den NI-Punkt, die optische Anisotropie (Δn), die Viskosität (η) und die
dielektrische Anisotropie (Δε) gemessen.
Darüber
hinaus wurden extrapolierte Werte dieser Eigenschaften erhalten.
Die Ergebnisse der Messung sind in Tabelle 1 gezeigt, und die extrapolierten
Werte sind in Tabelle 2 gezeigt. In den Tabellen steht der Ausdruck
NI↑ für den NI-Punkt während des
Temperaturanstiegs, und das Symbol NI↓ für den NI-Punkt während des Temperaturabfalls.
-
Mutter-Flüssigkristall
1:
-
Die
rechts von den Strukturformeln angegebenen Zahlenwerte sind Gewichtsteile
der Mischung.
-
Mutter-Flüssigkristall
2:
-
Die
rechts von den Strukturformeln angegebenen Zahlenwerte sind Gewichtsteile
der Mischung. TABELLE
1
TABELLE
2
-
Man
kann aus den Ergebnissen in den Tabellen 1 und 2 ersehen, dass die
trizyklischen Beispiele der Perfluorallyloxy-Verbin dungen der vorliegenden
Erfindung eine niedrige Viskosität
und einen hohen NI-Punkt aufweisen, und dass man erwartet, dass
die bizyklischen Beispiele die Viskosität eines Mutter-Flüssigkristalls, zu
welchem sie gegeben werden, herabsetzen.
-
BEISPIEL 8
-
Synthese der Verbindung
Nr. 4 (R1: C2H5)
-
Die
Verbindung Nr. 4 (R
1: C
2H
5) wurde wie folgt gemäß dem Reaktionsschema 7 synthetisiert: Reaktionsschema
7:
-
In
ein Gefäß, das mit
Argon gespült
wurde, wurden 0,57 g (2,71 mmol) 4-(4-Ethylcyclohexyl)cyclohexanol
(1) und 1,65 g (16,3 mmol, 6,0 Äq.)
Triethylamin (TEA) gegeben und anschließend für 1 Stunde zum Rückflusskochen
erhitzt. Die Mischung wurde auf –20°C gekühlt, und eine Lösung von
0,70 g (11,6 mmol, 4,3 Äq.)
von 3-Iodperfluorpropen-1 (2) in 1 ml Dimethylimidazolidinon (DMI)
wurden dazu tropfenweise während
1 Stunde gegeben, und anschließend
wurde bei Raumtemperatur für
14 Stunden gerührt.
Eine wässrige
Lösung von
4% Chlorwasserstoffsäure
und Toluol wurden zu der Reaktionsmischung für die Trennung der Flüssig-Flüssig-Phasen
gegeben. Die organische Schicht wurde der Reihe nach mit Wasser,
einer wässrigen
Natriumhydrogencarbonat-Lösung
und Wasser bis zur Neutralität
gewaschen, und über
Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wurde durch Verdampfung
entfernt. Der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie
mit Silikagel (Hexan) gereinigt, um 0,26 g (Ausbeute: 27,3%) der
Titelverbindung (3) mit einer Reinheit von 99,9% als eine farblose
Flüssigkeit
zu ergeben.
-
Das
erhaltene Produkt (3) wurde als Verbindung Nr. 4 (R1:
C2H5) durch Analyse
mittels eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und durch 1H-NMR-Analyse
identifiziert. Die erhaltenen analytischen Daten sind nachfolgend
gezeigt.
[IR]
2924 cm–1,
2855 cm–1,
2360 cm–1,
2341 cm–1,
1790 cm–1,
1450 cm–1,
1381 cm–1,
1315 cm–1,
1223 cm–1,
1173 cm–1,
1026 cm–1,
991 cm–1,
960 cm–1,
934 cm–1,
899 cm–1,
795 cm–1 und
664 cm–1
[1H-NMR]
4,5–4,0 (m, 1H), 2,2–0,4 (m,
24H)
-
BEISPIEL 9
-
Synthese der Verbindung
Nr. 19 (R1: n-C5H11)
-
Die
Verbindung Nr. 19 (R
1: n-C
5H
11) wurde wie folgt gemäß dem Reaktionsschema 8 synthetisiert: Reaktionsschema
8:
-
In
ein gründlich
getrocknetes Gefäß wurden
2 g (5,77 mmol) 4-[4-(4-n-Pentylcyclohexyl)cyclohexyl]-2-fluorphenol
(1), 14 g Dimethylimidazolidinon (DMI) und 4 g (3,95 mmol) Triethylamin
(TEA) gegeben, und anschließend
wurde unter Eiskühlung
gerührt.
Nachdem die Mischung auf 3°C
gekühlt
worden war, wurden 2,4 g (1,8 Äq.)
Perfluorallylfluorsulfit (2) langsam tropfenweise zugegeben. Nach
15 Minuten, gerechnet von der Beendigung der tropfenweisen Zugabe,
wurden Ethylacetat und Wasser zu der Reaktionsmischung gegeben,
um die Öl-
und Wasser-Phase voneinander zu trennen. Die Ölphase wurde über Magnesiumsulfat
getrocknet und vom Lösungsmittel
befreit. Es wurde Hexan zu dem Rückstand
gegeben, gefolgt von einer Filtration, um jegliche unlöslichen
Bestandteile zu entfernen. Das Filtrat wurde nach und nach durch
Säulenchromatographie
und Kristallisation aus Ethanol gereinigt, um 0,6 g (Ausbeute: 21,5%)
der Titelverbindung (3) mit einer Reinheit von 99,9% als einen farblosen
Feststoff zu ergeben.
-
Das
erhaltene Produkt (3) wurde als Verbindung Nr. 19 (R1:
n-C5H11) durch Analyse
mittels eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und durch 1H-NMR-Analyse identifiziert. Die erhaltenen
analytischen Daten sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
2920
cm–1,
2851 cm–1,
1790 cm–1,
1597 cm–1,
1512 cm–1,
1447 cm–1,
1385 cm–1,
1319 cm–1,
1265 cm–1,
1211 cm–1,
1150 cm–1,
1115 cm–1,
1018 cm–1,
953 cm–1,
864 cm–1 und
795 cm–1
[1H-NMR]
7,2–6,8 (m, 3H), 2,6–2,2 (m,
1H), 2,1–0,7
(m, 1H)
-
BEISPIEL 10
-
Synthese der Verbindung
Nr. 18 (R1: n-C5H11)
-
Die
Verbindung Nr. 18 (R
1: n-C
5H
11) wurde wie folgt gemäß dem Reaktionsschema 9 synthetisiert: Reaktionsschema
9:
-
In
ein Gefäß wurden
5 g (13,7 mmol, 1,00 Äq.)
4-[4-(4-n-Pentylcyclohexyl)cyclohexyl]-1,6-fluorphenol (1), 2,08
g (20,6 mmol, 1,50 Äq.)
Triethylamin (TEA) und 25 g Dimethylimidazolidinon (DMI) gegeben
und gelöst,
und anschließend
wurde mit Eis gekühlt.
Zu der Mischung wurden 3,54 g (13,7 mmol, 1,00 Äq.) 3-Iodperfluorpropen-1 (2)
tropfenweise unter Rühren
und Eiskühlung
gegeben. Nach der Zugabe wurde die Reaktion für einen Zeitraum von weiteren
10 Minuten fortgesetzt, während
dessen mit Eis gekühlt
wurde. Chlorwasserstoffsäure
wurde hierzu tropfenweise gegeben, und die Reaktionsmischung wurde
durch Phasentrennung in eine wässrige
Phase und eine ölige
Phase getrennt. Die ölige
Phase wurde mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet
und vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde der Reihe nach durch Säulenchromatographie
mit Silikagel (Hexan), durch Kugelrohr-Destillation (158–215°C, 0,7–1,0 mm
Hg) und durch Kristallisation aus Ethylacetat:Methanol (1:1) gereinigt,
um 2,07 g (Ausbeute: 30,5%) der Titelverbindung (3) mit einer Reinheit
von 99,8% als einen farblosen Feststoff zu ergeben.
-
Das
erhaltene Produkt (3) wurde als Verbindung Nr. 18 (R1:
n-C5H11) durch Analyse
mittels eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und durch 1H-NMR-Analyse identifiziert. Die erhaltenen
analytischen Ergebnisse sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
2924
cm–1,
2853 cm–1,
1790 cm–1,
1630 cm–1,
1601 cm–1,
1514 cm–1,
1447 cm–1,
1385 cm–1,
1346 cm–1,
1319 cm–1,
1202 cm–1,
1148 cm–1,
1113 cm–1,
1018 cm–1,
959 cm–1,
943 cm–1,
895 cm–1,
851 cm–1,
824 cm–1,
725 cm–1, 708
cm–1,
665 cm–1,
646 cm–1,
619 cm–1 und
527 cm–1
[1H-NMR]
6,9–6,7 (d, 2H), 2,6–0,5 (m,
31H)
-
BEISPIEL 11
-
Synthese der Verbindung
Nr. 14 (R1: n-C5H11)
-
Die
Verbindung Nr. 14 (R
1: n-C
5H
11) wurde wie folgt gemäß dem Reaktionsschema 10 synthetisiert: Reaktionsschema
10:
-
In
ein Gefäß, das mit
Argon gespült
wurde, wurden 7,98 g (0,03 mol) 5-(4-n-Pentylcyclohexyl)-1,3-difluorbenzol
(1) und 65 ml Tetrahydrofuran (THF) gegeben. Die Mischung wurde
mit einem Kühlmittel aus
Methanol und Trockeneis auf –50°C oder weniger
gekühlt,
und 13,5 ml (0,0351 mol) einer Lösung
von n-Butyllithium in Hexan (2,6 mol/l) wurden hierzu gegeben, und
anschließend
wurde für
1 Stunde gerührt.
Zu der Reaktionsmischung, die bei –50°C oder weniger gehalten wurde,
wurden anschließend
tropfenweise 3,57 g (0,0343 mol, 1,14 Äq.) Dimethoxybor gegeben, und
anschließend
wurde für
1 Stunde gerührt.
Nach dem Aufwärmen
auf Raumtemperatur wurden 11 ml einer wässrigen Lösung von Chlorwasserstoffsäure (1,2
mol/l) hierzu tropfenweise gegeben, und anschließend wurde die Trennung in
eine Öl-
und Wasser-Phase vorgenommen. Die ölige Phase wurde dreimal mit
gesättigter
Natriumchlorid-Lösung
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und vom Lösungsmittel befreit, um 6,62
g 4-(4-n-Pentylcyclohexyl)-2,6-difluorphenylboronsäure (2) zu
ergeben.
-
In
ein Gefäß wurden
4,56 g (0,021 mol) 4-Methoxymethoxy-1-brombenzol (3), 5,3 g (0,021 mol)
Natriumhydrogencarbonat, 0,147 g (0,021 mol) Pd[PPh3]2Cl2-Komplex, 20
ml Toluol und 40 ml Wasser in einem Argonstrom eingefüllt. Die
Mischung wurde auf 75 bis 78°C
erhitzt, und eine Lösung
von 6,51 g (0,021 mol) der Boronsäure (2) in 20 ml Ethanol wurde
tropfenweise dazugegeben, und anschließend lies man die Mischung
für 1 Stunde
reagieren. Nach dem Kühlen
wurde die Reaktionsmischung in eine wässrige Phase und eine ölige Phase
getrennt. Nachdem sich die Neutralität der öligen Phase bestätigt hatte,
wurde die ölige
Phase über
Magnesiumsulfat getrocknet und vom Lösungsmittel befreit, um 8,64
g 4-[4-(4-n-Pentylcyclohexyl)-2,6-fluorphenyl]-1-methoxymethoxybenzol
(4) zu ergeben.
-
In
ein Gefäß wurden
8,45 g der Methoxymethoxy-Verbindung (4), 4,38 g Chlorwasserstoffsäure und 35
ml Tetrahydrofuran (THF) gegeben, und man lies die Mischung bei
70°C für 2 Stunden
reagieren, während dessen
sie gerührt
wurde. Es wurden Toluol und Wasser zu der Reaktionsmischung gegeben,
und anschließend
erfolgte eine Trennung in zwei flüssige Phasen. Nachdem sich
die Neutralität
der organischen Phase bestätigt
hatte, wurde diese über
Magnesiumsulfat getrocknet, vom Lösungsmittel befreit und aus
Ethylacetat kristallisiert, um 4,9 g 4-[4-(4-n-Pentylcyclohexyl)-2,6-fluorphenyl]phenol
(5) zu ergeben.
-
In
einem Gefäß wurden
2,87 g (8 mmol) der Phenolverbindung (5) in 15 g Dimethylimidazolidinon (DMI)
gelöst.
Zu der Lösung
wurden 2,06 g (8 mmol) 3-Iodperfluorpropen-1 (6) gegeben, und 1,21
g (8 mmol) Triethylamin (TEA) wurden tropfenweise bei 29 bis 33°C zugegeben.
Man lies die Mischung bei 25 bis 30°C für 2 Stunden reagieren. Nach
dem Kühlen
wurde die Reaktionsmischung in ihre Phasen durch Zugabe von Ethylacetat
und Wasser getrennt. Die ölige
Phase wurde mit Wasser bis zur Neutralität gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet und vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde durch Säulenchromatographie (Hexan),
Kugelrohr-Destillation (215°C,
0,35 mm Hg) gereinigt und aus Ethylacetat:Methanol (1:3) kristallisiert, um
0,44 g (Ausbeute: 10,2%) der Titelverbindung (7) mit einer Reinheit
von 99,8% als einen farblosen Feststoff zu ergeben.
-
Das
erhaltene Produkt (7) wurde als Verbindung Nr. 14 (R1:
n-C5H11) durch Analyse
mittels eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und durch 1H-NMR-Analyse identifiziert. Die erhaltenen
analytischen Ergebnisse sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
2928
cm–1,
2851 cm–1,
1794 cm–1,
1639 cm–1,
1566 cm–1,
1485 cm–1,
1431 cm–1,
1385 cm–1,
1315 cm–1,
1218 cm–1,
1188 cm–1,
1161 cm–1,
1057 cm–1,
1011 cm–1,
949 cm–1,
845 cm–1,
791 cm–1,
725 cm–1,
656 cm–1,
613 cm–1 und
529 cm–1
[1H-NMR]
7,7–7,1 (m, 4H), 7,0–6,7 (m,
2H), 2,7–2,3
(m, 1H), 2,2–0,8
(m, 20H)
-
BEISPIEL 12
-
Synthese der Verbindung
Nr. 11 (R1: n-C3H7)
-
Die
Verbindung Nr. 11 (R
1: n-C
3H
7) wurde wie folgt gemäß dem Reaktionsschema 11 synthetisiert: Reaktionsschema
11:
-
In
ein Gefäß, das mit
Argon gespült
wurde, wurden 6,2 g (26,1 mmol) 4-(4-Propylcyclohexyl)cyclohexylmethanol
(1) und 15,8 g (156 mmol, 6,0 Äq.)
Triethylamin (TEA) eingefüllt
und anschließend
für 1 Stunde zum
Rückflusskochen
erhitzt. Nach dem Kühlen
auf –20°C wurden
7,9 g (30,8 mmol, 1,18 Äq.)
3-Iodperfluorpropen-1 (2) langsam tropfenweise zugegeben, und anschließend wurde
bei Raumtemperatur gerührt.
Die Reaktionsmischung wurde durch Zugabe einer wässrigen Lösung von Chlorwasserstoffsäure (9,6
g Chlorwasserstoffsäure
in 24 g Wasser) und 30 ml Toluol in ihre Phasen getrennt. Die organische
Phase wurde mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet
und vom Lösungsmittel
befreit. Der Rückstand
wurde der Säulenchromatographie
(Hexan) unterzogen, um 2,1 g (Ausbeute: 21,6%) der Titelverbindung
(3) mit einer Reinheit von 99,8% als eine farblose, durchsichtige
Flüssigkeit
zu ergeben.
-
Das
erhaltene Produkt (3) wurde als Verbindung Nr. 11 (R1:
n-C3H7) durch Analyse
mittels eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und durch 1H-NMR-Analyse identifiziert. Die erhaltenen
analytischen Ergebnisse sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
2920
cm–1,
2851 cm–1,
2623 cm–1,
1790 cm–1,
1450 cm–1,
1412 cm–1,
1377 cm–1,
1315 cm–1,
1211 cm–1,
1173 cm–1,
1033 cm–1,
964 cm–1, 941
cm–1,
899 cm–1,
806 cm–1,
783 cm–1,
741 cm–1,
664 cm–1,
613 cm–1 und
513 cm–1
[1H-NMR]
3,9–3,7 (d, 2H), 2,2–0,5 (m,
27H)
-
BEISPIEL 13
-
In
Tabelle 3 sind nachfolgend die Phasenübergangs-Temperaturen (°C), die optische
Anisotropie (Δn), und
die dielektrische Anisotropie (Δε) der Perfluorallyloxy-Verbindungen
gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt. Die optische Anisotropie (Δn) und die dielektrische Anisotropie
(Δε) sind extrapolierte
Werte, die aus den Ergebnissen der Messung mit den Flüssigkristall-Zusammensetzungen
erhalten wurden, die durch Zugabe von 10 Gew.-% der Testverbindung
zu dem vorstehend beschriebenen Mutter-Flüssigkristall 1 hergestellt wurden.
-
In
der Tabelle 3 sind die Verbindungen Nr. 1 (R
1:
n-C
5H
11), 5, 8,
9 und 10 diejenigen, die in Übereinstimmung
mit Beispiel 1 hergestellt wurden; die Verbindungen Nr. 17, 19 (R
1: n-C
3H
7)
und 21 sind diejenigen, die in Übereinstimmung
mit Beispiel 9 hergestellt wurden, und die Verbindungen Nr. 15,
16, 18 (R
1: n-C
3H
7) und
20 sind diejenigen, die in Übereinstimmung
mit Beispiel 10 hergestellt wurden. TABELLE
3
- C:
Festphase, Sm: smektische Phase, N: nematische Phase, I: isotrope
Phase
-
Die
Ergebnisse in der Tabelle 3 beweisen die Nützlichkeit der Perfluorallyloxy-Verbindungen
der vorliegenden Erfindung als ein Material für Flüssigkristalle.
-
BEISPIEL 14
-
Flüssigkristall-Zusammensetzungen
wurden unter Verwendung der Perfluorallyloxy-Verbindungen der vorliegenden
Erfindung gemäß den in
der nachfolgenden Tabelle 4 gezeigten Formulierungen hergestellt.
Der NI-Punkt, die optische Anisotropie (Δn), die dielektrische Anisotropie
(Δε) und die
Viskosität
(η) der
Zusammensetzungen wurden gemessen. Die Ergebnisse der Messung sind
ebenso in Tabelle 4 gezeigt. TABELLE
4
- CY:
1,4-Cyclohexylen, PH: 1,4-Phenylen, Cn: geradkettige Alkylgruppe
mit n Kohlenstoffatomen, und falls nicht anders angegeben, an der
4-Position verknüpft,
- * 1: ausgedrückt
als Gewichtsteile
-
Es
ist aus Tabelle 4 ersichtlich, dass die Verwendung der Perfluorallyloxy-Verbindungen
der vorliegenden Erfindung Flüssigkristall-Zusammensetzungen
mit einer niedrigen Viskosität,
einer geringen Anisotropie des Brechungsindex' (Δn),
einer großen
dielektrischen Anisotropie (Δε) und einem
hohen NI-Punkt (breiter
Bereich bezüglich
einer nematischen Phase) bereitstellt.
-
BEISPIEL 15
-
Synthese der Verbindung
Nr. 22 (R1: n-C3H7) und Phasenübergangs-Temperaturen
-
Die
nachfolgend gezeigte Verbindung Nr. 22 (R
1:
n-C
3H
7) wurde in Übereinstimmung
mit Beispiel 9 synthetisiert. Als ein Ergebnis der Analyse mittels
eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und der
1H-NMR-Analyse wurde das erhaltene Produkt
als Verbindung Nr. 22 (R
1: n-C
3H
7) identifiziert. Die Ergebnisse der Analyse
sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
2924
cm
–1,
2851 cm
–1,
1794 cm
–1,
1593 cm
–1,
1566 cm
–1,
1497 cm
–1,
1323 cm
–1,
1146 cm
–1,
1018 cm
–1,
903 cm
–1, 829
cm
–1,
802 cm
–1 und
544 cm
–1 [
1H-NMR]
7,6–7,2 (m, 7H), 2,8–2,3 (m,
1H), 2,1–0,8
(m, 16H)
-
Die
Phasenübergangs-Temperaturen
(°C) der
erhaltenen Verbindung Nr. 22 (R1: n-C3H7) waren wie folgt:
C → 46 → Sm → 129 → N → 152 → I
-
BEISPIEL 16
-
Synthese der Verbindung
Nr. 23 (R1: n-C5H11)
-
Die
nachfolgend gezeigte Verbindung Nr. 23 (R
1:
n-C
5H
11) wurde in Übereinstimmung
mit Beispiel 9 synthetisiert. Als ein Ergebnis der Analyse mittels
eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und der
1H-NMR-Analyse wurde das erhaltene Produkt
als Verbindung Nr. 23 (R
1: n-C
5H
11) identifiziert. Die Ergebnisse der Analyse
sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
3437
cm
–1,
2932 cm
–1,
2858 cm
–1,
1909 cm
–1,
1794 cm
–1,
1609 cm
–1,
1497 cm
–1,
1462 cm
–1,
1385 cm
–1,
1319 cm
–1,
1153 cm
–1,
1064 cm
–1,
1011 cm
–1,
818 cm
–1,
787 cm
–1,
733 cm
–1,
694 cm
–1,
664 cm
–1,
629 cm
–1,
574 cm
–1 und
502 cm
–1 [
1H-NMR]
7,7–7,1 (m, 8H), 2,8–2,5 (t,
2H), 1,9–0,7
(m, 9H)
-
BEISPIEL 17
-
Synthese der Verbindung
Nr. 24 (R1: n-C3H7)
-
Die
nachfolgend gezeigte Verbindung Nr. 24 (R
1:
n-C
3H
7) wurde in Übereinstimmung
mit Beispiel 9 synthetisiert. Als ein Ergebnis der Analyse mittels
eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und der
1H-NMR-Analyse wurde das erhaltene Produkt
als Verbindung Nr. 24 (R
1: n-C
3H
7) identifiziert. Die Ergebnisse der Analyse
sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
2963
cm
–1,
2936 cm
–1,
2874 cm
–1,
1790 cm
–1,
1628 cm
–1,
1601 cm
–1,
1567 cm
–1,
1528 cm
–1,
1501 cm
–1,
1443 cm
–1,
1385 cm
–1,
1319 cm
–1, 1277
cm
–1,
1234 cm
–1,
1207 cm
–1,
1146 cm
–1,
1111 cm
–1,
1042 cm
–1,
1018 cm
–1,
895 cm
–1,
864 cm
–1,
837 cm
–1,
667 cm
–1 und
536 cm
–1 [
1H-NMR]
7,5–7,1 (m, 6H), 2,7–2,5 (t,
2H), 1,9–1,5
(m, 2H), 1,1–0,9
(t, 3H)
-
BEISPIEL 18
-
Synthese der Verbindung
Nr. 25 (R1: n-C3H7)
-
Die
nachfolgend gezeigte Verbindung Nr. 25 (R
1:
n-C
3H
7) wurde in Übereinstimmung
mit Beispiel 9 synthetisiert. Als ein Ergebnis der Analyse mittels
eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und der
1H-NMR-Analyse wurde das erhaltene Produkt
als Verbindung Nr. 25 (R
1: n-C
3H
7) identifiziert. Die Ergebnisse der Analyse
sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
2963
cm
–1,
2936 cm
–1,
2874 cm
–1,
1790 cm
–1,
1593 cm
–1,
1566 cm
–1,
1497 cm
–1,
1466 cm
–1,
1431 cm
–1,
1385 cm
–1,
1319 cm
–1,
1265 cm
–1,
1200 cm
–1,
1150 cm
–1,
1119 cm
–1,
1018 cm
–1,
903 cm
–1,
876 cm
–1,
833 cm
–1,
795 cm
–1,
667 cm
–1 und
532 cm
–1 [
1H-NMR]
7,6–7,1 (m, 7H), 2,7–2,5 (t,
2H), 1,9–1,5
(m, 2H), 1,1–0,9
(t, 3H)
-
BEISPIEL 19
-
Synthese der Verbindung
Nr. 26 (R1: n-C3H7)
-
Die
nachfolgend gezeigte Verbindung Nr. 26 (R
1:
n-C
3H
7) wurde in Übereinstimmung
mit Beispiel 9 synthetisiert. Als ein Ergebnis der Analyse mittels
eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und der
1H-NMR-Analyse wurde das erhaltene Produkt
als Verbindung Nr. 26 (R
1: n-C
3H
7) identifiziert. Die Ergebnisse der Analyse
sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
3445
cm
–1,
2936 cm
–1,
2858 cm
–1,
1794 cm
–1,
1639 cm
–1,
1585 cm
–1,
1504 cm
–1,
1454 cm
–1,
1389 cm
–1,
1327 cm
–1,
1300 cm
–1,
1215 cm
–1,
1196 cm
–1,
1150 cm
–1,
1107 cm
–1,
1050 cm
–1,
1018 cm
–1,
949 cm
–1,
856 cm
–1,
822 cm
–1,
799 cm
–1,
710 cm
–1,
663 cm
–1,
629 cm
–1,
606 cm
–1,
571 cm
–1,
544 cm
–1,
und 525 cm
–1 [
1H-NMR]
7,2–6,4 (m, 4H), 2,7–0,5 (m,
17H)
-
BEISPIEL 20
-
Synthese der Verbindung
Nr. 27 (R1: n-C3H7)
-
Die
nachfolgend gezeigte Verbindung Nr. 27 (R
1:
n-C
3H
7) wurde in Übereinstimmung
mit Beispiel 9 synthetisiert. Als ein Ergebnis der Analyse mittels
eines Infrarot-Absorptionsspektrums (IR-Spektrum) und der
1H-NMR-Analyse wurde das erhaltene Produkt
als Verbindung Nr. 27 (R
1: n-C
3H
7) identifiziert. Die Ergebnisse der Analyse
sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
3437
cm
–1,
2924 cm
–1,
2851 cm
–1,
1794 cm
–1,
1593 cm
–1,
1504 cm
–1,
1389 cm
–1,
1319 cm
–1,
1261 cm
–1,
1207 cm
–1,
1150 cm
–1,
1099 cm
–1,
1022 cm
–1,
957 cm
–1,
872 cm
–1,
795 cm
–1 und
621 cm
–1 [
1H-NMR]
7,3–6,7 (m, 4H), 2,9–2,5 (m,
1H), 2,1–0,5
(m, 21H)
-
BEISPIEL 21
-
Synthese der Verbindung
Nr. 28
-
Die
nachfolgend gezeigte Verbindung Nr. 28 wurde in Übereinstimmung mit Beispiel
9 synthetisiert. Als ein Ergebnis der Analyse mittels eines Infrarot-Absorptionsspektrums
(IR-Spektrum) und der
1H-NMR-Analyse wurde
das erhaltene Produkt als Verbindung Nr. 28 identifiziert. Die Ergebnisse
der Analyse sind nachfolgend gezeigt.
[IR]
3433
cm
–1,
1794 cm
–1,
1497 cm
–1,
1389 cm
–1,
1319 cm
–1,
1227 cm
–1,
1150 cm
–1,
1069 cm
–1,
1015 cm
–1 und
787 cm
–1 [
1H-NMR]
7,7–7,1 (m, 8H)
-
BEISPIEL 22
-
In
der nachfolgenden Tabelle 5 sind die Phasenübergangs-Temperaturen (°C), die optische
Anisotropie (Δn)
und die dielektrische Anisotropie (Δε) der Perfluorallyloxy-Verbindungen
gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt. Die optische Anisotropie (Δn) und die dielektrische Anisotropie
(Δε) sind extrapolierte
Werte, die aus den Ergebnissen der Messungen mit Flüssigkristall-Zusammensetzungen
erhalten wurden, welche durch Zugabe von 10 Gew.-% der Testverbindung
zu dem vorstehend beschriebenen Mutter-Flüssigkristall 1 hergestellt
wurden.
-
In
Tabelle 5 sind die Verbindungen Nr. 15, 18 und 19 diejenigen, die
in Übereinstimmung
mit Beispiel 9 hergestellt wurden. TABELLE
5
- C: Festphase, Sm: smektische Phase, N:
nematische Phase, I: isotrope Phase, PFA: -OCF2CF=CF2
-
FORMULIERUNGSBEISPIEL
-
Die
Formulierungsbeispiele der Flüssigkristall-Zusammensetzungen,
welche die Perfluorallyloxy-Verbindungen der vorliegenden Erfindung
enthalten, sind in den Tabellen 6 bis 11 gezeigt. In den Tabellen
6 bis 11, steht CY für
1,4-Cyclohexylen, PH für 1,4-Phenylen,
Pym für
5,2-Pyrimidin und Cn für
eine geradkettige Alkylgruppe mit n Kohlenstoffatomen, und falls
nicht anders angegeben, für
eine Verknüpfung
an der 4-Position.
-
Die
Flüssigkristall-Zusammensetzungen
mit den Formulierungen der Tabellen 6 bis 11 besitzen alle eine
geringe Viskosität,
eine geringe Anisotropie des Brechungsindex' (Δn),
eine hohe dielektrische Anisotropie (Δε) und einen hohen NL-Punkt (d.h.
einen breiten Bereich bezüglich
einer nematischen Phase). TABELLE
6
TABELLE
7
TABELLE
8
TABELLE
9
- * Perfluorallyloxy-Verbindung
der vorliegenden Erfindung
TABELLE
10 TABELLE
11
-
Gewerbliche Anwendbarkeit:
-
Die
Perfluorallyloxy-Verbindung gemäß der vorliegenden
Erfindung ist nützlich
als ein Material für Flüssigkristalle
in einer Flüssigkristall-Zusammensetzung
für eine
elektro-optische Anzeigevorrichtung für beliebige Arten der Anzeige
und für
ein beliebiges Steuerungs-System.