DE68909799T2 - Verfahren zur Herstellung von Bisphenol A. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bisphenol A.

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Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen hochreinen 2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propans (nachfolgend als Bisphenol A, p,p'-Isomeres bezeichnet).
  • Bisphenol A wird als Ausgangsmaterial für Polykarbonatharze oder Epoxidharze verwendet, und farbloses und hochreines Bisphenol A ist insbesondere für Polykarbonatharze erforderlich.
  • Bisphenol A wird aus Aceton und überschüssigem Phenol in Anwesenheit eines sauren Katalysators hergestellt, in manchen Fällen durch Hinzufügen eines Co-Katalysators, wie Schwefelverbindungen. Die Reaktionsmischung enthält Bisphenol A, den Katalysator, nicht umgesetztes Aceton, nicht umgesetztes Phenol, Wasser und andere Nebenprodukte der Reaktion.
  • Die Nebenprodukte bestehen hauptsächlich aus 2-(2-Hydroxyphenyl)-2-(4-hydroxyphenyl)propan (nachfolgend als o,p'- Isomeres bezeichnet), und sie enthalten auch Dianin's Verbindung, Trisphenol, Polyphenol und unerwünschte farbige Substanzen. Diese Nebenprodukte verschlechtern die Eigenschaften der aus Bisphenol A hergestellten Harze.
  • Chlorwasserstoffsäure oder ein stark saures Ionentauscherharz sind als Katalysatoren für diese Reaktion bekannt. Bei der Verwendung von Chlorwasserstoffsäure fällt das Addukt von Bisphenol A und Phenol aus, wenn die Reaktion bei niedriger Temperatur ausgeführt wird. Gleichzeitig wird das o,p'-Isomere zum p,p'-Isomeren isomeriert, und demgemäß kann die Menge des o,p'-Isomeren verringert werden.
  • Andererseits kann Dianin's Verbindung dadurch verringert werden, daß 3 % oder mehr Wasser durch das Verfahren zugesetzt werden, wie es in der Japanischen Patentveröffentlichung Nr. 40-7186 beschrieben ist, oder durch Zugabe von Mercapto-Verbindungen, wie in der Japanischen Patentveröffentlichung Nr. 27-5367 beschrieben. Jedoch erfordert das Hinzugeben einer großen Menge Wassers viele Schritte, wie Wasserentzug und die Abtrennung und Wiedergewinnung von Chlorwasserstoffsäure nach der Reaktion. Das Zugeben einer Mercapto-Verbindung erfordert ebenfalls hierfür komplizierte Abtrennschritte und führt dazu, daß übelriechende Gerüche abgegeben werden. Diese zwei Verfahren wurden daher nicht in die praktische Anwendung für industrielle Zwecke überführt.
  • Die Menge an Dianin's Verbindung kann auch dadurch verringert werden, daß eine überschüssige Molmenge an Phenol gegenüber Aceton verwendet wird. Jedoch nimmt die Bildung des o,p'-Isomeren mit Abnahme der Adduktkristalle zu. Bisphenol A muß vom Phenol abgetrennt werden, das in der Reaktionsmischung in großen Mengen vorhanden ist.
  • Eine kontinuierliche Reaktion erfordert die Verwendung von Phenol im Überschuß, um eine Aufschlämmung zu beseitigen, die die Adduktkristalle enthält, die davon herrühren, daß die Menge des o,p'-Isomeren zunimmt. Ein derartiger kontinuierlicher Reaktionsprozeß ist in US-A-2,730,553 und GB-A- 785 079 beschrieben. Beim Verfahren gemäß US-A-2,730,553 wird die durch Säure katalysierte Kondensation von Carbonylverbindungen mit einem Überschuß an Phenol in einen Reaktor geleitet, und zumindest der größere Teil des aus dem Reaktor fließenden Mediums wird direkt in eine Durchwärmungszone geleitet, die kontinuierlich bei einer Temperatur von 20 bis etwa 110ºC betrieben wird, und es wird in der die Reaktionsmischung in der flüssigen Phase gehalten und gerührt, um die Reaktion zu vervollständigen und eine höhere Ausbeute an Bis(hydroxyphenyl)alkanen zu erhalten. GB-A-785 079 offenbart auch einen Prozeß zum Herstellen von Bis-(hydroxyaryl)-Verbindungen, bei denen ein Überschuß an Phenol mit einem Keton in aufeinanderfolgenden Reaktionsstufen zur Reaktion gebracht wird, wobei beide Reaktionsstufen kontinuierlich durchgeführt werden. In beiden Reaktionen werden die Produkte im flüssigen Zustand gehalten, und das o,p'-Isomere und das p,p'-Isomere liegen im Gleichgewichtszustand vor. So tritt kaum Isomerierung des o,p'-Isomeren zum entsprechenden p,p'-Isomeren in der Reaktionslösung auf, und daher kann kein Bisphenol A hoher Reinheit erhalten werden.
  • Andererseits nimmt bei einem Chargenverfahren die Menge an Dianin's Verbindung (o,p-Isomeres) wegen der hohen Anfangskonzentration von Aceton zu. Ein derartiges Chargenverfahren ist in DE-A-15 18 321 offenbart. Diese Entgegenhaltung offenbart, daß Isomerierung von o,p- zu p,p'-Bisphenol A auftritt, wenn das Addukt von Bisphenol A mit Phenol ausgefällt wird, und daß diese Ausfällung auftritt, wenn die Reaktionsmischung bei einer Temperatur unter 60ºC gehalten wird, was die Menge des o,p-Isomeren im Endprodukt in gewissem Ausmaß verringert. Jedoch bleibt bei diesem Verfahren die Schwierigkeit der Erzeugung des o,p-Isomeren neben den p,p'-Isomeren.
  • Bei der Verwendung eines stark sauren Ionentauscherharzes werden viele Verunreinigungen erzeugt. Jedoch wird Dianin's Verbindung stark veringert, wenn ein Teil der funktionellen Gruppen des Harzes durch Verbindungen inodifiziert wird, die eine Mercaptogruppe enthalten, wie Mercaptoalkylainin.
  • Bei der Verwendung des Ionenaustauscherharz-Katalysators wird viel mehr des o,p'-Isomeren erzeugt als bei Verwendung eines Chlorwasserstoffsäure-Katalysators, da das Isomerierungsverfahren unter Kristallisation des Adduktes von Phenol und Bisphenol A nicht angewandt werden kann. Darüberhinaus kann im Fall eines Ionentauscherharz-Katalysators Aceton nicht vollständig wegen des bei der Reaktion gebildeten Wassers umgesetzt werden, wie in der Japanischen Patentveröffentlichung Kokai Nr. 61-78741 beschrieben. Ein Chargenverfahren erfordert Wasserentzug des Harzes bei jeder Reaktion, während eine kontinuierliche Reaktion eine enorme Menge an Harz erfordert, um die Umsetzung mit gewissem Ausmaß voranzubringen. Wenn Aceton von Wasser abgetrennt und wiedergewonnen wird, besteht kein Korrosionproblem wie bei der Verwendung von Chlorwasserstoffsäure, jedoch sind zum Abtrennen von Aceton aus Wasser und zum Rückgewinnen des Acetons die selben Kosten und Einrichtungen erforderlich. Die Herstellung von Bisphenol A mit begrenzter Löslichkeit in Phenol kann nicht in hoher Konzentration ausgeführt werden, so daß viel Energie und Arbeit erforderlich sind, um das Endprodukt zu erzielen.
  • So kann jedes der herkömmlichen Verfahren zum Herstellen von Bisphenol A die Bildung spezieller Verunreinigungen verringern, jedoch kann keines gleichzeitig die Bildung zweier typischer Verunreinigungen, nämlich des o,p'-Isomeren und von Dianin's Verbindung, in zufriedenstellendem Ausmaß verringern.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen von Bisphenol A hoher Reinheit unter Verringerung der Bildung von Nebenprodukten so weit wie möglich und unter Vereinfachung der Reinigungsbehandlung so weit wie möglich, anzugeben.
  • Die Erfinder haben zum Lösen der oben angegebenen Aufgaben sorgfältig geforscht, und sie haben im Ergebnis herausgefunden, daß die Aufgabe der Erfindung dadurch gelöst wird, daß die Reaktion in zwei Stufen vom kontinuierlichen und vom Chargentyp ausgeführt wird.
  • Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zum Herstellen von Bisphenol A angegeben, welches umf aßt:
  • a) die kontinuierliche Zuführung von Phenol, Aceton und Chlorwasserstoff oder Chlorwasserstoffsäure in einen Reaktor der ersten Stufe, der bei einer Temperatur von 30 bis 100ºC gehalten wird, und Umsetzen von Phenol mit Aceton, bis eine Umwandlung von Aceton im Bereich von 20 bis 60 Mol.-% erreicht ist, wobei ein erstes Reaktionsprodukt erhalten wird,
  • b) kontinuierliches Entnehmen des ersten Reaktionsproduktsts aus dem Reaktor der ersten Stufe,
  • c) Einführen des ersten Reaktionsprodukts und von Chlorwasserstoff oder Chlorwasserstoffsäure in einen Reaktor der zweiten Stufe, der bei einer Temperatur von 30 bis 85ºC gehalten wird und der diskontinuierlich betrieben wird, und Vervollständigen der Umsetzung von Phenol und Aceton, wobei ein zweites Reaktionsprodukt in Form einer Aufschlämmung gebildet wird, die Kristalle des Addukts von Phenol und Bisphenol A enthält, und
  • d) Entnehmen des zweiten Reaktionsprodukts, von nicht umgesetztem Phenol, Wasser und Chlorwasserstoffsäure und Gewinnen von Bisphenol A.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden in der Regel 4 - 12 Mol Phenol mit 1 Mol Aceton zur Reaktion gebracht, ohne daß im wesentlichen ein Lösungsmittel als dritte Komponente verwendet wird. In diesem Fall kann eine kleine Menge an Wasser oder Chlorwasserstoffsäure zugegeben werden, um die Reaktion zu beschleunigen.
  • Die Gesamtmenge an Aceton kann in den Reaktor der ersten Stufe gegeben werden, der kontinuierlich betrieben wird.
  • Alternativ kann ein Teil des Acetons auch in den Reaktor vom Chargentyp in der zweiten Stufe gegeben werden. Die Reaktion in jeder Stufe kann in mehreren Reaktoren ausgeführt werden, die in Reihe oder parallel geschaltet sind. Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel werden die Reaktionsprodukte in der Reihenfolge vom Reaktor vom kontinuierlichen Typ in den Reaktor vom Chargentyp gegeben.
  • Der Reaktor kann vor der Reaktion mit Chlorwasserstoffgas gesättigt werden. Dieses kann auch während der Reaktion kontinuierlich in den Reaktor eingespeist werden. Vorzugsweise wird es vor und nach der Reaktion eingespeist, da Wärme durch Absorbieren von Chlorwasserstoff, Wärme durch die Reaktion und die Kristallisationswärme des Addukts entstehen. Die Wärme wird durch externes Kühlen zum Einstellen der Reaktionstemperatur in einen vorgeschriebenen Bereich entfernt.
  • Die Reaktion in der ersten Stufe wird in einem kontinuierlich betriebenen Reaktor ausgeführt. Diese Reaktion wird im allgemeinen bei Drücken von Normaldruck bis 5 bar (kg/cm²) bei 30 bis 100ºC, vorzugsweise 40 bis 70ºC ausgeführt. Wenn die Reaktionstemperatur geringer als 30ºC ist, ist die Reaktionsgeschwindigkeit klein. Wenn sie höher als 100ºC ist, werden Nebenprodukte in großen Mengen erzeugt. Die Reaktionszeit hängt vom molaren Verhältnis von Aceton zu Phenol und der Reaktionstemperatur ab. Die Reaktionsmischung wird vorzugsweise in den nächsten Reaktor eingeleitet, bevor sich das Addukt abscheidet, d.h., bevor die Löslichkeit des Addukts die Sättigungsgrenze erreicht. Diese mittlere Verweilzeit, wie sie für die Sättigung erforderlich ist, beträgt ungefähr 1,4 Stunden, wenn das molare Verhältnis von Phenol zu Aceton 7 ist und die Reaktionstemperatur 40ºC beträgt, und ungefähr 1,8 Stunden, wenn das molare Verhältnis 6 ist und die Reaktionstemperatur 55ºC beträgt.
  • Wenn dieses Addukt die Sättigungsgrenze erreicht hat, scheiden sich Kristalle schnell aus der Reaktionsmischung ab, so daß das Übertragen der Reaktionsaufschlämmung schwierig wird, weswegen es erforderlich ist, die Acetonumsetzung im Reaktor der ersten Stufe genau zu steuern.
  • Wenn die Acetonumsetzung im Reaktor in der ersten Stufe zu langsam ist, wird die Anfangskonzentration von Aceton im zweiten Reaktor erhöht und das Ergebnis ist ähnlich wie das, wenn die Gesamtmenge an Aceton im Reaktor des Chargentyps umgesetzt wird, d.h. es liegt eine Erhöhung von "Dianin's Verbindung" vor. Auch wenn die Acetonumsetzung zu hoch ist, ist kontinuierlicher Betrieb schwierig, da die Reaktionsmischung wegen der Abscheidung des Addukts, der Anhaftung der Kristalle an der Wand des Reaktors und des Wachstums der Kristalle nicht in den nächsten Reaktor übertragen werden kann. Es ist bevorzugt, daß die Acetonumsetzung 20 bis 60 % entspricht.
  • Das molare Verhältnis von Phenol zu Aceton wird dadurch wesentlich erhöht, daß in der ersten Stufe für eine kontinuierliche Reaktion gesorgt wird, wodurch die Bildung von Dianin's Verbindung deutlich im Vergleich zu einer Chargenreaktion beim selben molaren Verhältnis verringert wird.
  • Die Reaktion in der zweiten Stufe kann durch herkömmliche Verfahren ausgeführt werden, mit der Ausnahme, daß die Reaktionsmischung aus der ersten Stufe als Ausgangsmaterial zugeführt wird. Die Reaktion wird bei 30 bis 85ºC, vorzugsweise 35 bis 60ºC, unter Rühren ausgeführt.
  • Adduktkristalle scheiden sich mit fortschreitender Reaktion ab. Gleichzeitig wird das o,p'-Isomere in der Reaktionslösung zum entsprechenden p,p'-Isomeren isomeriert, wodurch das Verhältnis des o,p'-Isomeren zu Bisphenol A in der Reaktionsmischung abnimmt. Ein Erniedrigen der abschließenden Reaktionstemperatur auf 35 bis 45ºC erlaubt eine wirkungsvollere Isomerierung. Nur eine kleine Menge an Dianin's Verbindung wird selbst zum Zeitpunkt des Abschlusses der Reaktion in der zweiten Stufe erzeugt, da die Erzeugung von Dianin's Verbindung im Reaktor der ersten Stufe verhindert wird.
  • Bisphenol A wird durch Entfernen des Wassers, des Katalysators und des überschüssigen Phenols aus der erzielten Reaktionsmischung erhalten. Dieses Bisphenol A kann unverändert Schritten zum Bilden von Granulaten, Flocken und anderem unterzogen werden, um ein Endprodukt zu erzielen. Alternativ kann dieses Bisphenol A einem Reinigungsablauf unterzogen werden, gefolgt von Umformungsschritten zum Erzielen eines Endprodukts. Zum Beispiel wird gemäß einem herkömmlichen Reinigungsablauf das Addukt kristallisiert und danach wird Phenol entfernt, z.B. durch Destillation, um farbloses Bisphenol A hoher Reinheit zu erhalten.
  • BEISPIELE
  • Die Erfindung wird nachfolgend im Einzelnen unter Bezugnahme auf Beispiele und Vergleichsbeispiele beschrieben. Die Analyse von Aceton erfolgt gemäß potentiometrischer Titration, und die Analyse des o,p'-Isomeren und von Dianin's Verbindung wird durch Gaschromatographie ausgeführt.
  • Beispiel 1
  • Aceton (58 kg/h) wurde zu 564 kg/h Phenol zugegeben, und diese wurden kontinuierlich in einen ersten Reaktor geleitet, der auf 50ºC geregelt wurde, während kontinuierlich 5 kg/h Chlorwasserstoffgas in den ersten Reaktor eingeblasen wurden. Die Reaktionsmischung wurde kontinuierlich nach einer mittleren Verweilzeit von 1,5 Stunden entnommen.
  • Die Acetonumsetzung betrug 55 %. 3,2 Gew.-% o,p'-Isomeres bezogen auf Bisphenol A, und 0,3 Gew.-% Dianin's Verbindung bezogen auf Bisphenol A wurden erzeugt. Die Reaktionsmischung wurde über 1,2 Stunden in einen zweiten Reaktor (Innenvolumen: 1,2 m³) geleitet. Die zweite Reaktion wurde begonnen, während 5 kg/h Chlorwasserstoffgas in den zweiten Reaktor eingeblasen wurden und im zweiten Reaktor gerührt wurde, und sie wurde nach 7 Stunden abgeschlossen. Die Reaktionstemperatur betrug maximal 60ºC, und 45ºC bei Abschluß der Reaktion. Wenn die Aufschlämmung dieser Reaktionsmischung analysiert wurde, betrugen die Mengen des o,p'-Isomeren und an Dianin's Verbindung 1,5 Gew.-% bzw. 0,4 Gew.-% bezogen auf Bisphenol A.
  • Beispiel 2
  • Aceton (58 kg/h) wurde zu 564 kg/h Phenol zugegeben, und diese wurden kontinuierlich in den ersten Reaktor geleitet, der auf 50ºC geregelt wurde, während 5 kg/h Chlorwasserstoffgas in den ersten Reaktor geleitet wurden. Die Reaktionsmischung wurde kontinuierlich nach einer mittleren Verweilzeit von 0,8 Stunden entnommen. Die Acetonumsetzung betrug 25 %, und es wurden 4,5 Gew.-% des o,p'-Isomeren und 0,2 Gew.-% an Dianin's Verbindung erzeugt, jeweils bezogen auf Bisphenol A.
  • Die Reaktionsmischung wurde über 1,2 Stunden in den zweiten Reaktor (Innenvolumen: 1,2 m³) geleitet. Die zweite Reaktion wurde dadurch gestartet, daß 5 kg/h Chlorwasserstoffgas in den zweiten Reaktor eingeblasen wurden und im zweiten Reaktor gerührt wurde, und sie wurde nach 9 Stunden abgeschlossen. Wenn die Aufschlämmung der Reaktionsmischung analysiert wurde, waren die Mengen des o,p'-Isomeren und an Dianin's Verbindung 1,5 Gew.-% bzw. 0,5 Gew.-%, bezogen auf Bisphenol A.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Aceton (mit 58 kg/h) wurde zu 564 kg/h Phenol zugesetzt, und diese wurden kontinuierlich in den ersten Reaktor eingeleitet, der auf 50ºC geregelt wurde, während 5 kg/h Chlorwasserstoffgas in den ersten Reaktor eingeblasen wurden. Die Reaktionsmischung wurde kontinuierlich nach einer mittleren Verweilzeit von 2,5 Stunden entnommen. Jedoch begannen Kristalle an der Innenwand des ersten Reaktors 4 Stunden nach Start des Vorgangs zu wachsen. Da Zuleitungsrohre nach 7 Stunden verstopft waren, konnte kein kontinuierlicher Betrieb ausgeführt werden. Die Acetonumsetzung betrug 65 % bis die Reaktion angehalten wurde. Es wurden 4,0 Gew.-% des o,p'-Isomeren und 0,4 Gew.-% an Dianin's Verbindung erzeugt, jeweils bezogen auf Bisphenol A.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • Die Reaktion wurde auf dieselbe Weise wie beim Beispiel 1 ausgeführt, mit der Ausnahme, daß die Mischung von Phenol und Aceton direkt in den zweiten Reaktor eingeleitet wurde, ohne sie in den ersten Reaktor zu leiten. Die Menge zugeführten Chlorwasserstoffgases war 10 kg/h. Die Acetonumsetzung betrug 99,0 % nach 8 Stunden. Es wurden 1,6 Gew.-% des o,p'-Isomeren und 0,7 Gew.-% an Dianin's Verbindung erzeugt, bezogen auf Bisphenol A. Die Acetonumsetzung betrug 99,5 % nach 10 Stunden. Die Menge des o,p'-Isomeren betrug 1,5 Gew.-%, und diejenige an Dianin's Verbindung betrug 0,8 Gew.-%, bezogen auf Bisphenol A.
  • WIRKUNG DER ERFINDUNG
  • Gemäß der Erfindung kann die Bildung von Nebenprodukten im Vergleich zu Verfahren merklich verringert werden, die entweder einen herkömmlichen, chargenweise betriebenen Reaktor oder mehrere kontinuierlich betriebene, in Reihe geschaltete Reaktoren verwenden. Hochreines Bisphenol A kann leicht dadurch erzielt werden, daß Bisphenol A aus der so erhaltenen Reaktionsmischung gemäß für sich bekannten Abtrennverfahren abgetrennt wird.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von Bisphenol A, welches umfaßt :
(a) die kontinuierliche Zuführung von Phenol, Aceton und Chlorwasserstoff oder Chlorwasserstoffsäure in einen Reaktor der ersten Stufe, der bei einer Temperatur von 30 bis 100ºC gehalten wird, und Umsetzen von Phenol mit Aceton, bis eine Umwandlung von Aceton im Bereich von 20 bis 60 Mol.-% erreicht ist, wobei ein erstes Reaktionsprodukt erhalten wird,
(b) kontinuierliches Entnehmen des ersten Reaktionsprodukts aus dem Reaktor der ersten Stufe,
(c) Einführen des ersten Reaktionsprodukts und von Chlorwasserstoff oder Chlorwasserstoffsäure in einen Reaktor der zweiten Stufe, der bei einer Temperatur von 30 bis 85ºC gehalten wird und der diskontinuierlich betrieben wird, und Vervollständigen der Umsetzung von Phenol mit Aceton, wobei ein zweites Reaktionsprodukt in Form einer Aufschlämmung gebildet wird, die Kristalle des Addukts von Phenol und Bisphenol A enthält, und
(d) Entnehmen des zweiten Reaktionsprodukts, von nicht umgesetztem Phenol, Wasser und Chlorwasserstoffsäure und Gewinnen von Bisphenol A.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das erste Reaktionsprodukt kontinuierlich aus dem Reaktor der ersten Stufe entnommen wird, bevor das Addukt von Bisphenol A und Phenol abgeschieden wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Molverhältnis von dem Reaktor in der ersten Stufe zugeführtem Phenol zu Aceton 4:1 bis 12:1 beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Reaktion in der zweiten Stufe unter Verwendung von mindestens zwei diskontinuierlich betriebenen Reaktoren durchgeführt wird.
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