DE69603162T2 - Reinigungsmittel enthaltend ein quaternisiertes polydimethylsiloxan und ein nichtionisches tensid - Google Patents

Reinigungsmittel enthaltend ein quaternisiertes polydimethylsiloxan und ein nichtionisches tensid

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Description

    Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Reinigungsmittel für harte Oberflächen, wobei das Mittel sowohl ein quaternisiertes Polydimethylsiloxan als auch ein nichtionisches Tensid umfaßt.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Beim üblichen Reinigen von harten Oberflächen, wie Holz, glasierte Fliesen, mit Anstrich versehenes Metall und dergleichen, folgt der Schmutzentfernung unter Verwendung von Tensid oder Mitteln auf Lösungsmittelbasis die Auftragung eines Lacks, Wachses oder einer Politur als getrennter Vorgang zur Versiegelung und zum Schutz der Oberfläche und zur Verlangsamung der Schmutzwiederablagerung. Dieser zweistufige Reinigungs- und Versiegelungsvorgang ist zeitraubend und kompliziert.
  • Es ist bekannt, Komponenten in ein Mittel auf Tensidbasis mit der Absicht einzuarbeiten, daß die Abscheidung derartiger Komponenten in einem Ein-Schritt-Reinigungsvorgang Oberflächen mit einer Schutzschicht versieht.
  • US-A-3 679 592 (1972) offenbart alkalische reinigende und Verschmutzung-vorbeugende Mittel, die Tensid und 1-10 Gewichtsprozent, insbesondere 4% einer filmbildenden Komponente spezieller Struktur mit einem Molekulargewicht im Bereich von 500 bis 100000 umfassen. Es wird mitgeteilt, daß die Mittel bei der Verwendung die Fleckablagerung hemmen und die Schmutzentfernung unterstützen.
  • GB-A-1 528 592 (1978) offenbart alkalische Bodenreinigungsmittel, die ein organisches Polycarbonsäure-Copolymer mit einem Molekulargewicht im Bereich von 100000 bis 2500000 umfassen, das in wässerigen Lösungen mit einem pH-Wert von 8,5 oder darüber löslich ist. Diese Polymere sind leicht in kommerziellen Mengen erhältlich.
  • GB-A-1 534 722 (1978) offenbart gekörnte harte Oberflächenreinigungsmittel, die Tensid und als ein "Schmutzentfernungs-Verbesserungsgemisch" einen Polyvinylalkohol oder Pyrrolidon oder ein Biopolysaccharid umfassen. Diese Polymere weisen Molekulargewichte im Bereich von rund 5000 bis rund 360000 auf und sind in industriell verwendbaren Mengen verfügbar. Die Mittel bilden alkalische Lösungen.
  • US 07/297807 (äquivalent EP 0 379 256) zeigt, wie in EP-A2-0 467 472 (Colgate Palmolive) beschrieben, daß die Einarbeitung von 2,3% einer 15-20%igen wässerigen Lösung des kationischen Polymers Poly[beta(methyldiethylammonium)ethylmethacrylat] in ein gemischtes nichtionisches Tensidsystem zur Reinigung harter Oberflächen eine signifikante Verbesserung der anschließenden Wiederreinigung von vorher verschmutzten und gereinigten keramischen Fliesen ergibt.
  • EP-A2-0 467 472 offenbart, daß die Schmutzlösung fördernde Polymere, wie das kationische Poly[beta(methyldiethylammonium)ethylmethacrylat], jedoch nicht begrenzt darauf, ebenfalls in Kombination mit anionischem und kationischem Tensid wirksam sind. In dieser veröffentlichten Beschreibung wird ausgewiesen, daß "das adsorbierte Polymer eine restliche hydrophile Antiverschmutzungsschicht von dem Schmutzfreisetzung verbessernden Polymer auf der Oberfläche bildet, wobei die Entfernung der Verschmutzungen, die sich anschließend darauf ablagern, weniger Arbeit erfordert als in Abwesenheit der restlichen Schicht". Der Molekulargewichtsbereich der Polymere fällt in den Bereich 4000-100000, obwohl von der Verwendung von Polymeren mit einem Molekulargewicht oberhalb 50000 aus Löslichkeitsgründen abgeraten wird.
  • EP-A-0 379 256 offenbart ähnliche Mittel zu dem vorstehend erwähnten Dokument mit bis zu 2 Gewichtsprozent eines gegebenenfalls quaternisierten antistatischen Polymers mit Molekulargewicht im Bereich von 2000-500000, charakterisiert durch einen sauren pH-Wert von 2-4 und 2-4 Gewichtsprozent eines nichtionischen Tensidsystems. Spezielle Beispiele, die die Mittel betreffen, weisen einen pH-Wert von 2,5 auf und umfassen 2,2 Gewichtsprozent eines gemischten nichtionischen Systems und 0,07% des ausgewiesenen kationischen Polymers. Das modifizierte Polymer wirkt wiederum als Schmutzfreisetzungsmittel.
  • Zusätzlich zu dem vorstehenden ist aus US-A-4 606 842 die Verwendung von Polyacrylharzen mit niederem Molekulargewicht als Builder in Glasreinigungsmitteln vom Aufsprüh-Abwisch-Typ bekannt. Baker et al. offenbaren in US-A-4 690 779 die Verwendung der Kombination von Polymeren von Polyacrylsäure mit einem Molekulargewicht unterhalb 5000 mit bestimmten nichtionischen Tensiden in Reinigungsmitteln für harte Oberflächen. Die primäre Wirkung des Polymers in diesen Systemen ist die eines Builders.
  • Aus dem vorstehenden wird ersichtlich, daß der Zusatz bestimmter Polymere zu üblichen alkalischen Reinigungsmitteln für harte Oberflächen bekannt ist, wobei entweder ein primärer Reinigungsvorteil, wenn das Mittel zunächst auf der Oberfläche verwendet wird, oder ein sekundärer Reinigungsvorteil durch die Modifizierung der Oberfläche, so daß Schmutzabscheidung verhindert oder anderweitig wiederholtes Reinigen erleichtert wird, erhalten wird.
  • Einige Aufmerksamkeit wurde auch anderen Oberflächenbehandlungsmitteln, einschließlich speziellen kationischen Waschmitteln gezollt.
  • US-A-4 005 028 (P&G: 1975) und US-A-4 005 024: (P&G: 1975) betreffen Organo-Silan enthaltende Waschmittel, die in der Lage sind, einen Schmutzfreisetzungsvorteil für harte Oberflächen, die in einer verdünnten Lösung davon gewaschen wurden, zu verleihen. Diese Organo-Silane sind breit definiert und schließen Materialien der Formel:
  • (RO)-Si(R)-(CH&sub3;)n-[OCH&sub3;-CHOH-CH&sub2;]n-NR&sub3; ein.
  • Diese Materialien sind in Anwesenheit von Wasser nicht stabil, von ihnen wird angenommen, daß sie auf Oberflächen polymerisieren (siehe US-A-4 005 028, Spalte 20, Zeilen 30 ff) und unter Bildung von unspezifischen Oligomeren reagieren, wenn Wasser zugegeben wird (siehe US-A-4 005 028, Spalte 19, Zeilen 61 ff). Die einzigen erwähnten Siloxane sind die Dimeren und Trimeren, die in der Fußnote von Spalte 23 angegeben werden. Es ist nicht klar, ob diese Materialien überhaupt Polydimethylsiloxane sind.
  • EP-A-0 530 974 (Unilever: 1991) offenbart ein Haarpflegemittel, das ein quaternäres Silikon umfaßt, das an beiden Enden funktionalisiert ist.
  • WO 91/09930 (Ques Industries) offenbart die Verwendung von "ETHOQUATTM" auf Aluminium, beispielsweise Metalloberflächen, wie jene, die in Kraftfahrzeugen gefunden werden.
  • Kurzbeschreibung der Erfindung
  • Wir haben verbesserte Mittel entwickelt, die eine Oberfläche reinigen und von denen auch angenommen wird, daß sie danach eine Schicht aus kationischem Tensid darauf abscheiden, die beim Lösen von Schmutz, der anschließend auf der Oberfläche abgeschieden wird, unterstützt.
  • Folglich stellt die vorliegende Erfindung ein wässeriges Reinigungsmittel für harte Oberflächen bereit, umfassend Tensid, wobei das Tensid umfaßt:
  • a) mindestens 65 Gewichtsprozent auf das gesamte Tensid nichtionisches Tensid;
  • b) weniger als 1 Gewichtsprozent auf das gesamte Tensid anionisches Tensid, und
  • c) 0,1-35 Gewichtsprozent auf das gesamte Tensid ein im wesentlichen wasserlösliches, quaternisiertes Polydimethylsiloxan, der nachstehend beschriebenen Formel.
  • Beschreibung der Erfindung im einzelnen
  • Das kationische Tensid umfaßt ein Kation der allgemeinen Formel:
  • [R&sub1;R&sub2;R&sub3;-N-Z-[Si(CH&sub3;)&sub2;-O]nSi(CH&sub3;)&sub2;-Z-NR&sub4;R&sub5;R&sub6;]²&spplus;
  • worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4;, R&sub5; und R&sub6; unabhängig Alkyl oder Wasserstoff darstellen, Z eine Verknüpfungsgruppe darstellt und n 1-200 ist.
  • Geeignete kationische Tenside werden in US-A- 4 891 166 offenbart.
  • Vorzugsweise sind R&sub1; und R&sub6; > C&sub6;-Alkyl.
  • Vorzugsweise ist Z eine zweiwertige Kohlenwasserstoffgruppe mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen, die durch ein Sauerstoffatom unterbrochen sein können. Vorzugsweise ist Z -CH&sub2;-CHOH-CH&sub2;O-(CH&sub2;)&sub3;-.
  • Vorzugsweise sind R&sub2;&submin;&sub3; und R&sub4;&submin;&sub5; unabhängig C&sub1;&submin;&sub6;-Alkyl oder Wasserstoff. Es wird angemerkt, daß das Molekül in einer solchen Konfiguration mit einem quaternisierten Stickstoffatom an beiden Enden hochsymmetrisch ist.
  • Vorzugsweise ist n 8-100, bevorzugter 10-80.
  • Besonders bevorzugte kationische Tensidmaterialien sind TEGOPREN 6920TM, TEGOPREN 6922TM und TEGOPREN 6924TM, von denen angenommen wird, daß sie ein wie vorstehend beschriebenes Kation enthalten.
  • Es wird angenommen, daß die in den erfindungsgemäßen Mitteln vorliegenden kationischen Tenside die Oberflächenenergie der Oberflächen, auf die das Mittel angewendet wurde, modifizieren, so daß der Kontaktwinkel des anschließend auf der modifizierten Oberfläche abgeschiedenen Schmutzes ansteigt. Dies hat auch den Effekt, daß die Oberfläche hydrophob wird. Anwender der erfindungsgemäßen Mittel haben auch bemerkt, daß es auf relativ glatten Oberflächen eine Modifizierung der Wechselwirkung des Tuchs mit der Oberfläche während der Reinigung gibt. Dies wird als eine "gleitende" oder "rutschende" Empfindung beschrieben. Es wird angenommen, daß diese Verminderung der auftretenden Reibung zwischen dem Tuch und der Oberfläche für den Reinigungsvorgang augenscheinlich beträchtlich weniger Aufwand erfordert. Obwohl die nachstehend angegebenen Ergebnisse zeigen, daß tatsächlich der Aufwand vermindert wird, wird angenommen, daß der Anwender feststellen kann, daß der Aufwand auch in einem geringeren Maße auf vielen Oberflächen vermindert wird.
  • Bevorzugte kationische Tenside üben eine deutliche Wirkung auf den Kontaktwinkel von Testflüssigkeiten aus, die auf Oberflächen aufgetragen werden, welche mit den kationischen Tensiden behandelt wurden. Somit ist für Glas, das unbehandelt war, der Kontaktwinkel eines Dodecantropfens von 10 Mikroliter weniger als 5 Grad. Behandelt mit einem erfindungsgemäßen Mittel, d. h. einer wässerigen Lösung von 5% nichtionischem Tensid und 1% kationischem Tensid, wie nachstehend im einzelnen beschrieben: wird der Kontaktwinkel des Dodecantropfens im allgemeinen auf über 20 Grad erhöht.
  • Die vorliegende Erfindung erstreckt sich auf ein Verfahren zur Reinigung einer harten Oberfläche, die eine negative Nettoladung aufweist, das das Behandeln der Oberfläche mit einem Mittel gemäß den Produktaspekten der vorliegenden Erfindung umfaßt.
  • Es ist wesentlich, daß die erfindungsgemäßen Mittel ein nichtionisches Tensid umfassen. Es wird angenommen, daß die Anwesenheit von nichtionischem Tensid wesentlich zur Reinigungswirkung der erfindungsgemäßen Mittel beiträgt.
  • Geeignete nichtionische Tensidverbindungen können im breitesten Sinne als Verbindungen beschrieben werden, die durch die Kondensation von Alkylenoxidgruppen, die hydrophiler Natur sind, mit einer organischen hydrophoben Verbindung, aliphatischer oder alkylaromatischer Natur, hergestellt werden.
  • Die Länge des hydrophilen oder Polyoxyalkylenrestes, der mit einer bestimmten hydrophoben Gruppe kondensiert ist, kann leicht unter Gewinnung einer wasserlöslichen Verbindung mit dem gewünschten Ausgleichsgrad zwischen hydrophilen und hydrophoben Elementen eingestellt werden.
  • Bestimmte Beispiele schließen das Kondensationsprodukt von aliphatischen Alkoholen mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen in entweder gerad- oder verzweigter Kettenkonfiguration mit Ethylenoxid, wie ein Kokosnußölethylenoxid-Kondensat mit 2 bis 15 Mol Ethylenoxid pro Mol Kokosnußalkohol; Kondensate von Alkylphenolen, deren Alkylgruppe 6 bis 12 Kohlenstoffatome enthält, mit 5 bis 25 Mol Ethylenoxid pro Mol Alkylphenol; Kondensate des Reaktionsprodukts von Ethylendiamin und Propylenoxid mit Ethylenoxid, die Kondensate, die 40 bis 80% Polyoxyethylenreste auf das Gewicht enthalten, und ein Molekulargewicht von 5000 bis 11000 aufweisen; tertiäre Aminoxide der Struktur R&sub3;NO, worin eine Gruppe R eine Alkylgruppe mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen darstellt und die anderen jeweils Methyl-, Ethyl- oder Hydroxyethylgruppen darstellen, beispielsweise Dimethyldodecylaminoxid; tertiäre Phosphinoxide der Struktur R&sub3;PO, worin eine Gruppe R eine Alkylgruppe mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen darstellt und die anderen jeweils Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen darstellen, beispielsweise Dimethyldodecylphosphinoxid; und Dialkylsulfoxide der Struktur R&sub2;SO, worin die Gruppe R eine Alkylgruppe mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen darstellt und die andere Methyl oder Ethyl ist, beispielsweise Methyltetradecylsulfoxid; Fettsäurealkylolamide; Alkylenoxidkondensate von Fettsäurealkylolamiden und Alkylmercaptanen ein.
  • Besonders bevorzugte nichtionische Tenside sind die ethoxylierten Alkohole mit 6-14 Kohlenstoffatomen und 2-9 Mol Ethoxylierung. Geeignete Materialien schließen IMBENTIN 91/35 OFATM, ein nichtionisches C&sub1;&sub0;-Tensid mit im Durchschnitt fünf Mol Ethoxylierung, ein.
  • Dem Fachmann sind weitere nichtionische Tenside bekannt, wie in M. J. Schick "Nonionic Surfactants", Marcel Decker (1967) und anschließenden Ausgaben des gleichen Werks angegeben.
  • Die Menge an in dem erfindungsgemäßen Mittel anzuwendendem nichtionischen Tensid wird im allgemeinen von 1 bis 30 Gewichtsprozent, vorzugsweise 2 bis 20 Gewichtsprozent und am meisten bevorzugt 5 bis 15 Gewichtsprozent sein.
  • Hydrophobe Öle sind mögliche Komponenten der erfindungsgemäßen Mittel. Geeignete Öle schließen Öle ein, die Triglycerid schnell lösen. Wenn Öle vorliegen, schließen bevorzugte Öle Limonen, p-Cymol, Dibutylether und Buttersäurebutylester ein.
  • Es ist wesentlich, daß die erfindungsgemäßen Mittel nur geringe Mengen an anionischen Waschmittelaktivstoffen enthalten oder daß diese Aktivstoffe, insofern es praktisch möglich ist, nicht vorliegen. Es wird angenommen, daß die Anwesenheit von anionischen Waschmitteln die Bildung eines Komplexes zwischen den kationischen und anionischen Waschmitteln verursacht, der die Wirksamkeit der Mittel vermindert.
  • Es ist besonders bevorzugt, daß das Verhältnis von nichtionischem Tensid zu anionischem und kationischem Tensid so ausgelegt ist, daß > 75% des gesamten vorliegenden Tensids in dem Mittel nichtionisch sind.
  • Das erfindungsgemäße Mittel kann weitere Bestandteile enthalten, die dessen Reinigungsleistung unterstützen.
  • Beispielsweise kann das Mittel Waschmittelbuilder, wie Carbonate und Bicarbonate, Nitrilotriacetate, Polycarboxylate, Citrate, Dicarbonsäuren, wasserlösliche Phosphate, insbesondere Polyphosphate, Gemische von Ortho- und Pyrophosphat, Zeolithe und Gemische davon enthalten. Solche Builder, insbesondere die Phosphate und die Carbonate, können ebenfalls als Abriebmittel wirken, falls sie in einer Menge im Überschuß von deren Löslichkeit in Wasser vorliegen: obwohl es bevorzugt ist, daß die erfindungsgemäßen Mittel im wesentlichen frei von scheuernden Teilchen sind, wenn Schwierigkeiten beim Abspülen oder Oberflächenschädigung auftreten können. Im allgemeinen wird der Builder 0,1 bis 25 Gewichtsprozent des Mittels bilden.
  • Metallionen-Maskierungsmittel, wie Ethylendiamintetraacetate, Amino-polyphosphonate (DEQUEST®) und Phosphate und eine breite Vielzahl von anderen polyfunktionellen organischen Säuren und Salzen können ebenfalls gegebenenfalls angewendet werden.
  • Ein weiterer löslicher Bestandteil für erfindungsgemäße Mittel ist ein Schaum regulierendes Material, das in jenen erfindungsgemäßen Mitteln angewendet werden kann, die eine Neigung zur Erzeugung von starkem Schäumen bei der Verwendung aufweisen. Beispiele von Schaum regulierenden Materialien sind organische Lösungsmittel, hydrophobes Siliziumdioxid und Silikonöle oder Kohlenwasserstoffe.
  • Erfindungsgemäße Mittel können ebenfalls zusätzlich zu den bereits erwähnten Bestandteilen verschiedene andere mögliche Bestandteile, wie pH-Regulierungsmittel, Färbemittel, rheologische Steuerungsmittel (einschließlich Polymere) optische Aufheller, Schmutz suspendierende Mittel, detersive Enzyme, kompatible Bleichmittel, Gelsteuerungsmittel, Gefrier-Auftau-Stabilisatoren, Bakterizide, Konservierungsmittel, detersive hydrotrope Stoffe, Parfums und Opazifierungsmittel enthalten.
  • Lösungsmittel können in den erfindungsgemäßen Mitteln vorliegen. Typische Lösungsmittel schließen Alkohole und Ether, insbesondere Mono- und Dialkylether, Alkylpolyether und Polyether an sich und N-Methylpyrrolidone ein. Die Lösungsmittel liegen vorzugsweise bei Anteilen von 3-20 Gewichtsprozent, wobei Anteile von 5-10% besonders bevorzugt sind. Glycolether und/oder niedere Alkohole mit 1-5 Kohlenstoffatomen sind als Lösungsmittel bevorzugt, obwohl die Verwendung eines kurzkettigen Alkylesters, einschließlich Essigsäureethylester, ebenfalls für möglich gehalten wird.
  • Vorzugsweise ist das Lösungsmittel ausgewählt aus: Propylenglycolmono-n-butylether, Dipropylenglycolmono-n-butylether, Propylenglycolmono-t-butylether, Dipropylenglycolmono-t-butylether, Diethylenglycolhexylether, Methanol, Ethanol, Isopropylalkohol, Ethylenglycolmonobutylether, Diethylenglycolmonobutylether, N-Methylpyrrolidinon und Gemischen davon.
  • Besonders bevorzugte Lösungsmittel sind ausgewählt aus der Gruppe, umfassend Ethanol (vorzugsweise als industrieller methylvergällter Alkohol), Propylenglycolmono-n-butylether (erhältlich als "Dowanol PnB®"), N-Methylpyrrolidinon (erhältlich als solches) und Diethylenglycolmonobutylether (erhältlich als "Butyldigol®" oder "Butylcarbitol®"). Diese Lösungsmittel sind aufgrund der Kosten, Verfügbarkeit und Sicherheitsfaktoren bevorzugt. Wir haben ermittelt, daß diese Auswahl von Lösungsmitteln erhöhte Reinigungsleistung bezüglich Druckfarben und Farbstoffe ergibt.
  • In Ausführungsformen, in denen die Reinigung von eingebrannten oder andere vernetzten Verschmutzungen vorgenommen werden soll, ist es besonders bevorzugt, daß das Mittel 1-10* eines Alkanolamins umfaßt, wobei Mengen von 2-6 Gewichtsprozent besonders bevorzugt sind.
  • Besonders geeignete Alkanolamine schließen ein: 2-Amino-2-methyl-1-propanol, Monoethanolamin und Diethanolamin.
  • Wir haben ermittelt, daß es besonders vorteilhaft ist, in die erfindungsgemäßen Mittel ein Polymer einzuschließen, um den Anteil der Bildung von außergewöhnlich feinen Tropfen zu vermindern, wenn das Mittel als ein relativ feiner Nebel versprüht werden soll. Geeignete Polymere schließen Po lyvinylpyrrolidon, erhältlich im Handel als Polymer PVP K-90, ein.
  • Geeignete Anteile an PVP-Polymer liegen oberhalb 50 ppm. Die Anteile von 300-2000 ppm sind besonders bevorzugt.
  • Während die erfindungsgemäßen Mittel alkalisch, sauer oder neutral sein können, ist es für Küchenschmutz bevorzugt, daß die Mittel im allgemeinen alkalisch sind, wobei ein pH- Wert > 6 bevorzugt ist.
  • Besonders bevorzugte Mittel weisen einen pH-Wert > 10 auf und umfassen in Anmischung mit Wasser:
  • a) 3-15% nichtionisches Tensid (vorzugsweise C9-C12 EO5-8 nichtionisches Tensid)
  • b) 2-10% Lösungsmittel (vorzugsweise Diethylenglycolmono-n-butylether)
  • c) 2-6% Alkanolamin (vorzugsweise 2-Amino-2-methyl-1- propanol)
  • d) 0-5% Puffer/Alkali (vorzugsweise ein Alkalimetallcarbonat)
  • e) 0-2000 ppm Polymer (vorzugsweise PVP) und
  • f) 0,1-2% eines kationischen Tensids, umfassend ein Kation der allgemeinen Formel:
  • [R&sub1;R&sub2;R&sub3;-N-Z-[Si(CH&sub3;)&sub2;-O]nSi(CH&sub3;)&sub2;-Z-NR&sub4;R&sub5;R&sub6;]²&spplus;
  • worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4;, R&sub5; und R&sub6; unabhängig Alkyl oder Wasserstoff darstellen, Z -CH&sub2;-CHOH-CH&sub2;O-(CH&sub2;)&sub3;- darstellt und n 1-200 ist, wobei das Mittel in einem Behälter verpackt wird, zur Herstellung eines Sprays von 0,1-1,5 ml Produkt pro Sprühvorgang ausgelegt ist, wobei das Spray eine mittlere Tropfengröße im Bereich von 30-300 Mikrometer aufweist.
  • Um die vorliegende Erfindung besser verständlich zu machen, wird sie nachstehend durch das Beispiel beschrieben.
  • Beispiele
  • Wässerige Mittel, umfassend 5% nichtionisches Tensid und einen relativ geringen Anteil an kationischem Tensid, wurden wie nachstehend in Tabelle 1 unter Verwendung der nachstehenden Materialien hergestellt:
  • NONI: IMBENTIN 91/35 OFA
  • CTAB: Cetyltrimethylammoniumbromid
  • catA: TEGOPREN 6920 (n = 10)
  • catB: TEGOPREN 6922 (n = 30)
  • catC: TEGOPREN 6924 (n = 80)
  • Die Ergebnisse "ETh" und "EPh" werden nachstehend erläutert. CTAB, ein typisches kationisches Einkettenalkyltensid, wurde als Kontrolle ausgewählt, es weist eine signifikant geringere Wirkung auf den Kontaktwinkel eines Dodecantropfens, der auf einem Glasobjektträger angeordnet wurde, der mit einer 1%igen Lösung eines kationischen Tensids in einer 5%igen wässerigen Lösung von NONI behandelt wurde, auf. Diese Kontaktwinkel werden nachstehend in Tabelle 1 als "Winkel"-Bewertungen angegeben.
  • Die Oberflächenenergie Gammas/mN·m&supmin;¹ der CTAB-behandelten Oberfläche wird in der Größenordnung von 25 mN·m&supmin;¹ angenommen, wohingegen die Oberflächenenergie der mit ähnlichen Lösungen der in den erfindungsgemäßen Mitteln verwendeten kationischen Tensiden behandelten Oberflächen weniger als 25 mN·m&supmin;¹ betrug. Tabelle 1
  • hoch* zeigt an, daß die Fliese in weniger als 2 Minuten nicht sauber war, d. h. der Reinigungsaufwand wurde in der Größenordnung von 10000 Ns angenommen. Tabelle 2
  • Um die verschmutzten Oberflächen für die Beispiele zu präparieren, wurden 100 g entwässertes Rizinusöl (von UNICHEMA) in ein Glasgefäß eingewogen. Dazu wurden 0,2 g Fat RedTM Farbstoff (von SIGMA) gegeben und das Gemisch wurde heftig (2000 U/min) für 6 Stunden unter Verwendung eines Heidolph-Rührers gerührt. Das gerührte Gemisch wurde, wenn es nicht verwendet wurde, im Kühlschrank gelagert.
  • Glasemailfliesen (380 · 300 mm) wurden unter Einsatz eines naß-feuchten J-CLOTHTM unter Verwendung in Reihenfolge von JIF LACTM, eine handelsübliche Marke von Handgeschirrwaschflüssigkeit, und Calcitpulver gereinigt. Nach Trocknen wurde das restliche Calcit durch Abtupfen mit einem Papiertuch entfernt.
  • 1 ml der in Tabelle 1 angeführten Mittel wurde auf die gereinigten Fliesen unter Verwendung eines naß-feuchten J-CLOTH gewischt. Die Fliesen wurden mit Leitungswasser 15 Sekunden zur Entfernung des überschüssigen Mittels gespült und abfließen lassen. Die vorbehandelten Fliesen wurden über eine Fläche von 215 · 150 mm unter Einsatz einer DeVilbissTM Sprühpistole mit Schwerkrafteinspeisung (MODELL MPS-514/515) unter Verwendung von Preßluft bei 25 psi durch Sprühen von 27 cm für 35 Sekunden verschmutzt. Die verschmutzten Fliesen wurde entweder horizontal liegend in einem Ofen bei 85 Grad Celsius 2 Stunden thermisch gealtert (dann über Nacht belassen) oder photochemisch gealtert (durch Belichten mit Tageslicht für 3-6 Tage). Die Fliesen wurden per Hand unter Verwendung von naß-feuchten J-cloths und 1-2 ml eines Kon trollmittels gereinigt, das die in nachstehender Tabelle 3 angegebene Formulierung umfaßte:
  • Tabelle 3: Kontrollformulierung
  • 5% NONI
  • 3,4% AMP
  • 0,2M K&sub2;CO&sub3;
  • 5% N-Methylpyrrolidon
  • Der zur Reinigung der Fliesen erforderliche Aufwand wurde als "ETh" in Tabelle 1 für thermisch gealterte Fliesen und "EPh" für photochemisch gealterte Fliesen bestimmt.
  • 2 ml der in Tabelle 2 angeführten Mittel wurden auf die gereinigten Fliesen unter Verwendung eines naß-feuchten J-CLOTH gewischt. Die Fliesen wurden verschmutzt und wie vorstehend beschrieben gealtert und mit der gleichen Formulierung wie in der Vorbehandlung anstelle der Kontrolle verwendet, gereinigt.
  • Aus den in Tabelle 1 vorliegenden Ergebnissen wird ersichtlich, daß die erfindungsgemäßen Mittel eine bemerkenswerte Verminderung des erforderlichen Reinigungsaufwands, verglichen mit vergleichbaren Mitteln, die entweder kein kationisches Tensid enthalten oder ein alternatives kationisches Tensid enthalten, zeigen. Aus den Ergebnissen in Tabelle 2 wird ersichtlich, daß das kationische quaternäre Material fortgesetzt eine relative Verminderung des bei vollständig formulierten Produkten erforderlichen Reinigungsaufwands zeigt.
  • Zusätzlich zu dem vorstehenden wurde bemerkt, daß für Spiegelfliesen und Mikroskop-Glasobjektträger, die mit erfindungsgemäßen Mitteln gereinigt wurden (d. h. 5% IMBENTIN 91/35 OFA plus 1% TEGOPREN 6922), eine Verminderung im Schleppwiderstand mit einem Papiertaschentuch, das über die Oberfläche gezogen wurde, im Vergleich mit Oberflächen, die einfach mit einem äquivalenten nichtionischen Mittel, das kein kationisches quaternäres Material enthielt (d. h. 5% nichtionisches Tensid), bemerkt wurde.
  • Ein weiterer Punkt, der bei den Untersuchungen bemerkt wurde, bestand darin, daß die Oberflächen, die mit den erfindungsgemäßen Mitteln behandelt wurden, sich nicht nur leichter reinigen ließen (bezüglich des erforderlichen Aufwands), sondern scheinbar für längere Zeit sauberer blieben. Es wird angenommen, daß dies aufgrund der Oberflächenmodifizierung, die die Ausbreitung von Verschmutzungen aufgrund des höheren Kontaktwinkels des Schmutzes auf der behandelten Oberflächen verhindert, zurückführbar ist.

Claims (8)

1. Wässeriges Reinigungsmittel für harte Oberflächen, umfassend Tensid, wobei das Tensid umfaßt:
a) mindestens 65 Gewichtsprozent auf das gesamte Tensid nichtionisches Tensid;
b) weniger als 1 Gewichtsprozent auf das gesamte Tensid anionisches Tensid, und
c) 0,1-35 Gewichtsprozent auf das gesamte Tensid ein quaternisiertes Polydimethylsiloxan, umfassend ein Kation der allgemeinen Formel:
[R&sub1;R&sub2;R&sub3;-N-Z-[Si(CH&sub3;)&sub2;-O]nSi(CH&sub3;)&sub2;-Z-NR&sub4;R&sub5;R&sub6;]²&spplus;
worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4;, R&sub5; und R&sub6; unabhängig Alkyl oder Wasserstoff darstellen, Z eine Verknüpfungsgruppe darstellt und n 1-200 ist.
2. Mittel nach Anspruch 1, wobei n 8-100 ist.
3. Mittel nach Ansprüchen 1 oder 2, wobei das nichtionische Tensid ethoxylierten Alkohol mit 6-14 Kohlenstoffatomen und 2-9 Mol Ethoxylierung umfaßt.
4. Mittel nach Ansprüchen 1-3, umfassend 1 bis 30 Gewichtsprozent nichtionisches Tensid.
5. Mittel nach Ansprüchen 1-4, weiterhin umfassend 1- 10% eines Alkanolamins.
6. Mittel nach Ansprüchen 1-5, weiterhin umfassend einen Builder, ausgewählt aus der Gruppe, umfassend Carbonate und Bicarbonate, Nitrilotriacetate, Polycarboxylate, Citrate, Dicarbonsäuren, wasserlösliche Phosphate, insbesondere Polyphosphate, Gemische von Ortho- und Pyrophosphaten, Zeolithe und Gemische davon.
7. Mittel nach Ansprüchen 1 und 3 mit einem pH-Wert > 10 und umfassend in Anmischung mit Wasser:
a) 3-15% nichtionisches Tensid,
b) 2-10% Lösungsmittel,
c) 2-6% Alkanolamin,
d) 0-5% Puffer/Alkali,
e) 0-2000 ppm Polymer und
f) 0,1-2% eines kationischen Tensids, umfassend ein Kation der allgemeinen Formel:
[R&sub1;R&sub2;R&sub3;-N-Z-[Si(CH&sub3;)&sub2;-O]nSi(CH&sub3;)&sub2;-Z-NR&sub4;R&sub5;R&sub6;]²&spplus;
worin R&sub1;, R&sub2;, R&sub3;, R&sub4;, R&sub5; und R&sub6; unabhängig Alkyl oder Wasserstoff darstellen, Z -CH&sub2;-CHOH-CH&sub2;O-(CH&sub2;)&sub3;- darstellt und n 1-200 ist.
8. Verfahren zur Reinigung einer harten Oberfläche, die eine negative Nettoladung aufweist, umfassend Behandeln der Oberfläche mit einem Mittel nach einem der Ansprüche 1-7.
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