DEF0009442MA - - Google Patents

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DEF0009442MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 7. Juli 1952 Bekanntgemacht am 19. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Patentanmeldung F 8783 IVd/8k ■ : ' ist ein Verfahren zum Wasserabstoßendmachen von Fasergut, wobei man dieses mit Lösungen von Umsetzungsprodukten aus 1 Mol Aluminiumalkoholat mit 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis 0,8 Mol, höhermolekularer Carbonsäuren und von festen bis halbfesten Paraffinkohlenwasserstoffen in wasserfreien organischen Lösungsmitteln behandelt und anschließend trocknet. Nach dem Trocknen wird die Ware vorteilhaft noch der Einwirkung von höherer Temperatur, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Feuchtigkeit, ausgesetzt.
Es wurde nun gefunden, daß man ebenfalls eine . gute wasserabweisende Wirkung erzielt, wenn man die Paraffinkohlenwasserstoffe ganz oder teilweise durch dickölige bis feste höhermolekulare polychlorierte Kohlenwasserstoffe und/oder durch natürliche oder synthetische Wachse ersetzt. Nach der Erfindung wird somit das Fasergut mit Lösungen von Umsetzungsprodukten aus 1 Mol Aluminiumalkoholat mit 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis 0,8 Mol, höhermolekularen Carbonsäuren und von dicköHgen bis festen höhermolekularen polychlorierten Kohlenwasserstoffen und/
509 629/31
F 9442 IVc/8k
oder von natürlichen· oder synthetischen Wachsen und gegebenenfalls von höhermolekularen Paraffinkohlenwasserstoffen behandelt, anschließend getrocknet und vorteilhaft der Einwirkung von erhöhter Temperatur, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Feuchtigkeit, ausgesetzt.
Von höhermolekularen Chlorkohlenwasserstoffen werden genannt: Die Chlorierungsprodukte von fossilen oder synthetischen aliphatischen Kohlenwasserstoff öl en vom Siedebereich von etwa 200 bis 4000, von fossilen oder synthetischen festen Paraffmkohlenwasserstoffen im Erstarrungsbereich von etwa 50 bis ioo°, von fossilen oder synthetischen 'halbfesten Paraffingatschen sowie ferner von aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Naphthalin. Der Chlorgehalt kann je nach Anwendungszweck innerhalb weiter Grenzen variiert werden und bis etwa 80% betragen. Bei der Verwendung von hochchlorierten Chlorkohlenwasserstoffen bei Abwesenheit wesentlicher Mengen von Paraffinen und Wachsen, wobei man vorteilhaft Umsetzungsprodukte von ι Mol Aluminiumalkoholat mit unter 0,8 Mol Carbonsäure als andere Komponente anwendet, erhält das imprägnierte Fasergut neben den wasserabweisenden Eigenschaften eine bemerkenswerte Flammsicherheit.
Von natürlichen Wachsen werden genannt: Carnauba-Wachs, Candelilla-Wachs; von synthetischen Wachsen werden die Ester von Montansäuren mit aliphatischen Polyalkoholen, z. B. Äthylenglykol, ferner die Ester aus höheren Fettsäuren und . höheren Fettalkoholen genannt. Bei der Verwendung oder Mitverwendung von Wachsen wird die Reibechtheit der Imprägnierung verbessert und die Anschmutzbarkeit des Fasergutes beträchtlich herabgesetzt.
Beispiel 1
■ . Lufttrockene Popeline-Mäntel aus Baumwolle werden 5 bis 10 Minuten bei 500 im Flottenverhältnis ι : 10 mit einer Lösung imprägniert, welche folgendermaßen hergestellt wird: In 170 1 Tetrachlorkohlenstoff werden ,2 kg stearinsaures Aluminiumäthylat aus 1 Mol techn. Aluminiumäthylat (hergestellt nach Patent 386 688) und aus 0,9 Mol Stearinsäure (Mol 270, EP 55°), ferner 4 kg Paraffin sowie 1 kg eines synthetischen Wachses (hergestellt durch Veresterung von Montänsäure mit Äthylenglykol) aufgelöst.
Nach der Imprägnierung wird die Ware abgeschleudert und das Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur abdestilliert. Schließlich wird mit Warmluft von 30% relat. Luftfeuchtigkeit 1U Stunde bei 6o° getrocknet und anschließend durch Bügeln fertiggestellt.-Min erzielt auf diese Weise einen sehr guten Abperleffekt. Ferner ist die Anschmutzbarkeit im Vergleich zu Imprägnierung ohne Wachszusatz vermindert.
B e i s ρ i e 1 2
Lufttrockene Gabardinemäntel aus Wolle werden bei 40° mit einer Lösung von 12 g stearinsaurem Aluminiumisopropylat (hergestellt durch Umsetzung von ι Mol Aluminiumisopropylat mit 0,4 Mol Stearinsäure), von 5 g Paraffin (EP 55°) und von 30 g eines Chlorparaffins (hergestellt durch Chlorieren von Paraffin EP 52/54° bis zum Chlorgehalt von 58%) pro Liter Tetrachlorkohlenstoff 10 Minuten im Flottenverhältnis 1 Mo in einer für die chemische Reinigung geeigneten Waschmaschine imprägniert. Dann wird die Flotte abgelassen, die Ware abgeschleudert' und das Lösungsmittel abdestilliert. Die Ware wird mit Luft von etwa 30% relat. Feuchtigkeit 30 Minuten auf 90° erhitzt und anschließend durch. Bügeln fertiggestellt. Man erzielt auf diese Weise einen vorzüglichen Abperleffekt und eine erhebliche Flammsicherheit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Ausbildung des Verfahrens zum Wasserabstoßendmachen von Fasergut nach Patentanmeldung F 8783 IV d / 8 k, dadurch gekennzeichnet, daß man das Fasergut mit Lösungen von Umsetzungsprodukten aus 1 Mol AIuminiumalkoholat mit 0,2 bis 2,5 Mol, vorteilhaft 0,3 bis 0,8 Mol, höherfnolekularen Carbonsäuren sowie von dicköligen bis festen höhermole'kularen polychlorierten Kohlenwasserstoffen und/oder von natürlichen und synthetischen Wachsen und gegebenenfalls von höhermolekularen Paraffinkohlenwasserstoffen behandelt, anschließend trocknet und vorteilhaft der Einwirkung von erhöhter Temperatur, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Feuchtigkeit, . aussetzt.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 496444;
    Weiss, Spezial- und Hochveredlungsverfahrcn 10* der Textilien, S. 193, Zeilen 4ff.;
    Weiss, a. a. O., S. 191, letzter Absatz.
    © 509 629/31 1.56

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