DEM0021883MA - - Google Patents

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DEM0021883MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. Februar 1954 Bekanntgemacht am 3. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Falzapparat für Rotationsdruckmaschinen und hat zum Gegenstand eine Bremsvorrichtung, mit der die Fördergeschwindigkeit der bereits ein oder mehrmals mittels eines Falzzylinders vorgefalzten Bogen kurz vor ihrer weiteren Falzung herabgesetzt wird.
Bei den mit hoher Geschwindigkeit laufenden modernen Rotationsdruckmaschinen ist ein ordnungsgemäßes Längs- oder Querfalzen mittels rotierender Falztrommeln nicht mehr ohne weiteres gewährleistet. Die Bogen werden vor allem bei stärkeren Zeitungen vor dem Falzen mit großer Wucht gegen die Anschläge geschleudert und dort gestaut, so daß sich demzufolge meist ein ungenauer Falz ergibt.
Um ein Stauchen der Bogen an Bogenanlegevorrichtungen von Druckmaschinen zu verhindern, wurden bereits Bogenbremsen verwendet, welche den anzulegenden Bogen auf die Geschwindigkeit Null abbremsen, bevor er von den Zylindergreifern übernommen wird. Diese Vorrichtungen arbeiten jedoch mit schwingenden Bremsrollen und sind daher ziemlich kompliziert.
Erfindungsgemäß wird eine wesentliche" Verein-' fachung bei einem Falzapparät für Rotationsdruckmaschinen mit einer die Geschwindigkeit des zu falzenden Bogens kurz vor Erreichung des Anschlages herabsetzenden Bremsvorrichtung dadurch erreicht, daß eine Scheibe jedes an beiden Seiten des Falztisches angeordneten Bremsscheibenpaares,
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M 21883 XII/15 e
zwischen denen die äußeren Ränder des zu falzen- Ί den Bogens hindurchlaufen, mit einem elastisch beweglichen Daumen versehen ist, der bei seinem Auftreffen auf den Bogen diesen gegen die andere Scheibe drückt. Da der elastisch bewegliche Daumen nur am Ende des Bogens auf diesen einwirkt, d.h. die Bremsung erst kur-z vor dem Auftreffen des Bogens auf den Anschlag erfolgt, wird ein Stauchen des nachschiebenden Papiers auf alle
ίο Fälle verhindert.
Zweckmäßigerweise ist der Daumen um einen Bolzen drehbar an der Scheibe angelenkt und mittels einer an seinem einen Ende angreifenden Feder mit seinem anderen Ende gegen einen verstellbaren Anschlag andrückbar. Durch diese Maßnahme ist die genaue Anpassung und Veränderung des Bremsdruckes an die jeweils zu verarbeitende Papierstärke in einfacher Weise möglich.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Falzapparates nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt durch einen Falzapparat nach der Linie I-I in Fig. 2,
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Falzapparatnach der Linie H-II in Fig. 1 und
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Bremsscheiben nach der Linie HI-III in Fig. 2.
Der in dem Fakapparat zu falzende Bogen 1 wird vom λ Falzklappenzylinder 2 durch die umlaufenden Förderbänder 3 und 4 auf den Tisch S des Falzapparates gefördert. Dabei laufen die äußeren Ränder des Bogens 1 durch die Bremsscheibenpaare 6, 7 und 8, 9 hindurch (Fig. 2). Die Bremsscheibenpaare 6, 7 und 8, 9 sind mit je einem Lagerbock 10, 11 an der Seitenwand 12 des Maschinengestells befestigt. Die Bremsscheiben werden angetrieben von einer Zweitourenwelle 13 über die Zwischenräder 14, 14'. Die Zahnräder 15 sitzen auf der gleichen Welle wie die oberen Bremsscheiben 6 und 8 und greifen in die Zahnräder 16'ein, welche auf der Achse der unteren Bremsscheiben 7 und 9 angeordnet sind. In den oberen Bremsscheiben 6 und 8 ist je ein Daumen 17 um einen Bolzen 18 drehbar angeordnet. Das eine Ende des Daumens 17 wird mittels einer Feder 19, die am anderen Ende des Daumens 17' angreift, gegen einen Anschlagbolzen 20 gedrückt. Dieser -Bolzen 20 ist mit Hilfe eines Gewindestopfens 21 in seiner Lage einstellbar. Der Gewindestopfen 21 wird mit Hilfe einer Schraube 22 festgeklemmt.
Trifft beim Umlauf der Scheiben 6, 7 der Daumen 17 auf den zwischen den beiden Scheiben hindurchgleitenden Bogen i, dann drückt er diesen gegen die Scheibe 7 und bremst seine Geschwindigkeit entsprechend ab. Die Einstellung des Daumens 17 entsprechend der jeweiligen Stärke des Bogens 1 erfolgt in" einfacher Weise durch Verschiebung des Anschlages 20. Je mehr dieser Anschlag mittels des Gewindestopfens 21 nach rechts verschoben wird, je weniger tritt der Daumen 17 aus dem Umkreis der Scheibe 6 hervor und je größer ist der Zwischenraum zwischen dem Daumen 17 und der unteren Scheibe 7. Da bei jedem Bogendurchgang der Daumen unter Zusammendrückung der Feder 19 etwas zurückweicht und nach dem Bogendurchgang durch die Feder wieder gegen den Anschlag 20 gedrückt wird, ist es zweckmäßig, um ein allzu großes Schlaggeräusch hierbei zu vermeiden, den Anschlag aus dämpfendem Material, z. B. Hartgummi, herzustellen.
Ist der Bogen 1 infolge der Bremsvorrichtung ■ mit entsprechend geringerer Geschwindigkeit gegen den Anschlag 23 (Fig. 1) gestoßen, dann drückt das Messer 24 einer an sich bekannten Falztrommel 25 den mittleren Teil des Bogens zwischen die Falzrollen 26, 'welche dann den gefalzten Bogen vom Tisch 5 des Falzapparates abziehen.

Claims (5)

Patentansprüche: Angezogene Druckschriften: , Deutsche Patentschriften Nr. 335708, 397319, 5.16070, 821 498.
1. Falzapparat für Rotationsdruckmaschinen mit einer die Geschwindigkeit des zu falzenden Bogens kurz vor Erreichung des Anschlages herabsetzenden Bremsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß eine Scheibe (6, 8) jedes an beiden Seiten des Falztisches (5) angeordneten Bremsscheibenpaares (6, 7 und 8, 9), zwischen denen die äußeren Ränder des zu falzenden Bogens (1) hindurchlaufen, mit einem elastisch beweglichen Daumen (17) versehen ist, der bei seinem Auf treffen auf den Bogen (1) diesen gegen die andere Scheibe (7, 9) drückt.
2. Falzapparat für Rotationsdruckmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Daumen (17) um einen Bolzen (18) drehbar an der Scheibe (6, 8) angelenkt ist und mittels einer an seinem einen Ende angreifenden Feder (19) mit seinem anderen Ende gegen einen verstellbaren Anschlag (20) gedrückt wird,
3. Falzapparat für Rotationsdruckmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (20) in.einer Bohrung der Scheibe (6, 8) geführt ist und seine Bewegung durch einen Schraubstopfen (21) begrenzt ist.
4. Falzapparat für Rotationsdruckmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (20) aus schlagdämpfendem Material, z. B. Hartgummi, besteht.
5. Falzapparat für Rotationsdruckmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Scheiben (6, 7 oder 8, 9) eines jeden Paares in bekannter Weise durch ein Zahnradgetriebe (14, 15) in der Weise angetrieben werden, daß ihre Umfangsgeschwindigkeit wesentlich geringer ist als die Fördergeschwindigkeit des zu falzenden Bogens (1).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
,© 609 508/6 4.56

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