EP4720557A1 - Steckverbinder zur verbindung einer einsteckhülse mit einer fluidleitung - Google Patents
Steckverbinder zur verbindung einer einsteckhülse mit einer fluidleitungInfo
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- EP4720557A1 EP4720557A1 EP24739385.3A EP24739385A EP4720557A1 EP 4720557 A1 EP4720557 A1 EP 4720557A1 EP 24739385 A EP24739385 A EP 24739385A EP 4720557 A1 EP4720557 A1 EP 4720557A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder zur Verbindung einer Einsteckhülse (2) mit einer Fluidleitung, wobei der Steckverbinder eine Verbindungshülse (1) mit einem ersten Verbindungsabschnitt (5) zur Verbindung mit der Einsteckhülse (2), der einen Aufnahmeraum (6) zur Aufnahme eines Endabschnitts der Einsteckhülse (2) umschließt, wobei der Steckverbinder einen Dichtring (11) und einen Verschiebering (12) umfasst, die nebeneinander im Aufnahmeraum (6) angeordnet sind, wobei der Verschiebering (12) näher am ersten Hülsenende (3) liegt als der Dichtring (11), dass der Aufnahmeraum (6) einen Dichtabschnitt (7) umfasst, der in Richtung des zweiten Hülsenendes (4) durch eine Umfangsschulter (8) begrenzt ist, einen Halteabschnitt (9) umfasst, der näher am ersten Hülsenende (3) liegt als der Dichtabschnitt (7) und einen Übergangsabschnitt (10) umfasst, der den Halteabschnitt (9) mit dem Dichtabschnitt (7) verbindet, wobei der Übergangsabschnitt (10) eine Gleitfläche für den Dichtring (11) ausbildet, und wobei der Verschiebering (12) beim Einführen der Einsteckhülse (2) in den Aufnahmeraum (6) durch einen Betätigungsabschnitt (13) der Einsteckhülse (2) in Richtung des zweiten Hülsenendes (4) verschiebbar ist, sodass der Dichtring (11) mittels des Verschieberings (12) von einer Halteposition am Halteabschnitt (9) über die Gleitfläche des Übergangsabschnitts (10) in eine Dichtposition am Dichtabschnitt (7) verschiebbar ist.
Description
STECKVERBINDER ZUR VERBINDUNG EINER EINSTECKHÜLSE MIT EINER FLUIDLEITUNG
Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder zur Verbindung einer Einsteckhülse mit einer Fluidleitung, wobei der Steckverbinder eine Verbindungshülse mit einem offenen ersten Hülsenende und einem mit dem ersten Hülsenende verbundenen offenen zweiten Hülsenende aufweist, wobei im Bereich des ersten Hülsenendes ein erster Verbindungsabschnitt zur Verbindung der Verbindungshülse mit der Einsteckhülse vorgesehen ist und im Bereich des zweiten Hülsenendes ein zweiter Verbindungsabschnitt zur Verbindung der Verbindungshülse mit der Fluidleitung vorgesehen ist, wobei der erste Verbindung s ab schnitt einen Aufnahmeraum zur Aufnahme eines Endabschnitts der Einsteckhülse umschließt, Weiters betrifft die Erfindung ein Steckverbinder- Sy stem umfassend einen Steckverbinder und eine Einsteckhülse sowie eine Verwendung eines solchen Steckverbinder-Systems.
Gattungsgemäße Steckverbinder werden in verschiedensten industriellen Bereichen üblicherweise dazu verwendet, um zwei Fluidleitungen, vorzugsweise dichtend, miteinander zu verbinden. Das geschieht oftmals im Rahmen eines Montageprozesses während der Herstellung eines bestimmten fluidführenden Produkts. Je nach konkretem Anwendungsgebiet und dem verwendeten Fluid kann es sich bei den Fluidleitungen um im Wesentlichen starre Rohre oder um flexible Schläuche handeln. Eine Fluidleitung kann aber auch in einem Bauteil integriert sein. Die verwendeten Fluide können dabei gasförmige Medien oder flüssige Medien sein.
Als gasförmige Medien können z.B. (Druck-)Luft oder bestimmte Prozessgase vorgesehen sein. Als flüssige Medien kommen beispielsweise Wasser, Schmieröl, Kühlflüssigkeit, Kältemittel, usw. zum Einsatz.
Oftmals wird eine Seite des Steckverbinders unmittelbar mit einer der beiden Fluidleitungen verbunden und die andere Fluidleitung wird zunächst mit der Einsteckhülse verbunden. Zum Verbinden der beiden Leitungen kann die Einsteckhülse schließlich mit dem Steckverbinder, in der Regel lösbar, gekoppelt werden. Um eine Abdichtung zu erzeugen ist oftmals ein Dichtring vorgesehen. Der Dichtring kann z.B. an der Verbindungshülse in einer Dichtposition vormontiert sein und während des Verbindungsvorgangs kann die Einsteckhülse in den Dichtring eingeschoben werden.
Aus der WO 2018/144902 Al, der WO 2018/102213 Al und der EP 3 179 148 Al sind diverse Steckverbinder bekannt.
Bekannte Steckverbinder haben oftmals den Nachteil, dass eine relativ hohe Steckkraft erforderlich ist, um die Einsteckhülse mit dem Steckverbinder zu verbinden. Hohe Steckkräfte sind aber naturgemäß unerwünscht, weil diese die Montage erschweren. Zwar kann die Steckkraft durch den Einsatz von Schmiermitteln grundsätzlich reduziert werden, jedoch sind Schmiermittel in vielen Fällen nicht erlaubt oder erwünscht. Gründe dafür sind z.B. die höhere Verschmutzung sneigung sowie die Unverträglichkeit für Werkstoffe oder Fluide.
Eine weitere Methode, um die Steckkraft zu reduzieren, ist die Reduktion der radialen Überdeckung zwischen der Einsteckhülse und dem Dichtring. Dies führt jedoch unter Umständen zu einer verringerten Dichtwirkung, wodurch das Risiko von Leckagen erhöht wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und einen Steckverbinder bereitzustellen, der eine geringere maximale Steckkraft erfordert.
Diese Aufgabe wird mit dem eingangs genannten Steckverbinder dadurch gelöst, dass der Steckverbinder einen Dichtring und einen Verschiebering umfasst, die nebeneinander im Aufnahmeraum angeordnet sind, wobei der Verschiebering näher am ersten Hülsenende liegt, als der Dichtring, dass der Aufnahmeraum einen Dichtabschnitt umfasst, der in Richtung des zweiten Hülsenendes durch eine Umfangsschulter begrenzt ist, einen Halteabschnitt umfasst, der näher am ersten Hülsenende liegt als der Dichtabschnitt und einen Übergangsabschnitt umfasst, der den Halteabschnitt mit dem Dichtabschnitt verbindet, wobei der Übergangsabschnitt eine Gleitfläche für den Dichtring ausbildet, wobei der Verschiebering beim Einführen der Einsteckhülse in den Aufnahmeraum durch einen Betätigungs ab schnitt der Einsteckhülse in Richtung des zweiten Hülsenendes verschiebbar ist, sodass der Dichtring mittels des Verschieberings von einer Halteposition am Halteabschnitt über die Gleitfläche des Übergangsabschnitts in eine Dichtposition am Dichtabschnitt verschiebbar ist.
Durch den erfindungsgemäßen Steckverbinder kann die maximal erforderliche Steckkraft verringert werden, weil der Dichtring vor dem Einstecken der Einsteckhülse zunächst in einer Halteposition im Bereich des Halteabschnitts angeordnet ist und beim Einschieben der Einsteckhülse zuerst die Einsteckhülse relativ zum Dichtring bewegt, solange sich der Dichtring im Bereich des Halteabschnitts befindet. Erst, wenn die Einsteckhülse am Verschiebering anliegt, dann hat der Dichtring relativ zur Einsteckhülse seine finale Position erreicht und erfährt im weiteren Steckvorgang keine Relativbewegung mehr bezüglich der Einsteckhülse. Jetzt wird
der Verschiebering durch die Einsteckhülse weiter verschoben, wodurch der Dichtring in die finale Dichtposition am Dichtabschnitt bewegt wird.
Der Dichtabschnitt und der Halteabschnitt können jeweils zylindrisch ausgebildet sein und den gleichen Innendurchmesser aufweisen. Der Übergangsabschnitt ist hierbei vorzugsweise ebenfalls zylindrisch und weist denselben Innendurchmesser auf, wie der Halteabschnitt und der Dichtabschnitt. Dadurch wird eine einfach herzu stellende Ausführungsform geschaffen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Dichtabschnitt zylindrisch ausgebildet ist und weist einen ersten Innendurchmesser auf, der Halteabschnitt ist zylindrisch ausgebildet und weist einen relativ zum ersten Innendurchmesser größeren zweiten Innendurchmesser auf, wobei sich der Übergangsabschnitt vom Halteabschnitt in Richtung des Dichtabschnitts verjüngt. Der Dichtring kann dadurch am Dichtabschnitt in radialer Richtung in einem höheren Maß komprimiert werden, wodurch die Dichtwirkung verbessert werden kann.
Vorzugsweise umfasst der Übergangsabschnitt eine konische Gleitfläche und/oder eine in radialer Richtung nach außen gewölbte Gleitfläche. Dadurch wird ein verbessertes Gleiten des Dichtrings ermöglicht.
Der Dichtring kann einen im Wesentlichen I-förmigen Querschnitt aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann der Dichtring an seiner inneren Umfangsfläche zumindest eine Dichtlippe aufweisen, die dazu ausgebildet ist, in der Dichtposition mit einer äußeren Umfangsfläche des Endabschnitts der Einsteckhülse zur Abdichtung zusammenzuwirken. Derartige Dichtringe ermöglichen eine verbesserte Abdichtung und eine geringere Steckkraft.
Der Verschiebering kann an seiner inneren Umfangsfläche einen sich in Richtung des zweiten Hülsenendes verjüngenden Kontaktabschnitt aufweisen, der dazu ausgebildet ist, mit dem Betätigung s ab schnitt der Einsteckhülse zum Verschieben des Verschieberings zusammenzuwirken. Vorzugsweise weist der Kontaktabschnitt einen konischen Abschnitt und/oder einen in radialer Richtung nach innen gewölbten Abschnitt auf. Dadurch wird eine relativ große Kontaktfläche erzeugt und folglich eine verbesserte Kraftübertragung von der Einsteckhülse auf den Verschiebering ermöglicht.
Vorzugsweise umfasst der Steckverbinder eine Arretierungseinrichtung zur Arretierung der
Einsteckhülse an der Verbindungshülse. Die Arretierungseinrichtung kann zumindest eine
Durchgangsöffnung umfassen, die eine äußere Umfangsfläche der Verbindungshülse mit dem Aufnahmeraum verbindet, und zumindest ein Arretierungselement mit zumindest einem Arretierungsabschnitt umfassen, wobei der zumindest eine Arretierungsabschnitt durch die zumindest eine Durchgangsöffnung in den Aufnahmeraum ragt, wobei der zumindest eine Arretierungsabschnitt dazu ausgebildet ist, beim Einstecken der Einsteckhülse in den Aufnahmeraum der Verbindungshülse zuerst durch den Betätigungsabschnitt der Einsteckhülse in radialer Richtung nach außen aus dem Aufnahmeraum verdrängt zu werden und danach in radialer Richtung nach innen in eine Arretierungsausnehmung der Einsteckhülse einzurasten. Dadurch wird eine einfache und zuverlässige Arretierung der Einsteckhülse ermöglicht. Die Arretierung seinrichtung kann in vorteilhafter Weise so ausgeführt sein, dass sie mit einer standardisierten Einsteckhülse gemäß VDA-Standard kompatibel ist (VDA = Verband der Automobilindustrie).
Vorzugsweise umfasst der Verschiebering zumindest eine Haltefläche, die dem ersten Hülsenende zugewandt ist und der zumindest eine Arretierungsabschnitt des Arretierungselements ist dazu ausgebildet, mit der zumindest einen Haltefläche des Verschieberings zu sammenzu wirken, um eine Verschiebung des Verschieberings in Richtung des ersten Hülsenendes zu begrenzen. Dadurch kann ein Lösen des Verschieberings und ggf. des Dichtrings in einem Anlieferungszustand (d.h. ohne Einsteckhülse) verhindert werden.
Es kann vorteilhaft sein, wenn der Verschiebering zumindest eine Halteausnehmung umfasst, die eine äußere Umfangsfläche mit einer inneren Umfangsfläche verbindet und die vorzugsweise in Richtung des ersten Hülsenendes offen ist, und dass die zumindest eine Halteausnehmung die zumindest eine Haltefläche umfasst. Dadurch kann der Verschiebering länger ausgebildet werden, wodurch die Führung im Aufnahmeraum verbessert werden kann.
Vorzugsweise umfasst der Verschiebering am äußeren Umfang zumindest einen Führungsvorsprung, der sich über einen Teil einer Länge des Verschieberings erstreckt, und im Aufnahmeraum der Verbindungshülse ist zumindest eine Führung s au snehmung vorgesehen, die sich ausgehend vom ersten Hülsenende über einen Teil einer Länge des Aufnahmeraums in Richtung des zweiten Hülsenendes erstreckt. Die zumindest eine Führung sau snehmung ist dazu ausgebildet, mit dem zumindest einen Führungsvorsprung zur Führung des Verschieberings zu sammenzu wirken. Dadurch können eine definierte Führung des Verschieberings in axialer Richtung und zugleich eine Verdrehsicherung erzeugt werden.
Die zumindest eine Führung s au snehmung kann auch in Richtung des zweiten Hülsenendes durch eine dem ersten Hülsenende zugewandte erste Begrenzungsfläche begrenzt sein und der zumindest eine Führungsvorsprung kann in Richtung des zweiten Hülsenendes durch eine dem zweiten Hülsenende zugewandte zweite Begrenzungsfläche begrenzt sein. Die zweite Begrenzungsfläche des zumindest einen Führungsvorsprungs kann hierbei in der Dichtposition des Dichtrings an der ersten Begrenzungsfläche der zumindest einen Führungsausnehmung anliegen. Dadurch kann ein vorteilhafter definierter Anschlag für den Verschiebering bereitgestellt werden.
Es kann vorteilhaft sein, wenn an einer inneren Umfangsfläche des Aufnahmeraums der Verbindungshülse eine Verdrehsicherungsausnehmung vorgesehen ist, die sich ausgehend vom ersten Hülsenende über einen Teil einer Länge des Aufnahmeraums in Richtung des zweiten Hülsenendes und in radialer Richtung in Richtung der äußeren Umfangsfläche der Verbindungshülse erstreckt, wobei die Verdrehsicherungsausnehmung dazu ausgebildet ist, mit einem Verdrehsicherungsvorsprung der Einsteckhülse zusammenzuwirken, um eine Verdrehsicherung auszubilden. Dadurch kann in einfacher Weise eine verdrehgesicherte Verbindung mit der Einsteckhülse erzeugt werden, insbesondere mit einer Einsteckhülse gemäß VDA- Standard.
Es kann auch vorteilhaft sein, wenn der Verschiebering mit dem Dichtring verbunden ist, vorzugsweise formschlüssig oder stoffschlüssig, insbesondere mittels einer Klebeverbindung. Dadurch kann unter anderem die Montage vereinfacht werden.
Der Steckverbinder kann Teil eines Steckverbinder-Systems sein, das zusätzlich eine Einsteckhülse umfasst, wobei die Einsteckhülse ein offenes erstes Einsteckhülsenende und ein mit dem ersten Einsteckhülsenende verbundenes offenes zweites Einsteckhülsenende umfasst, wobei die Einsteckhülse einen zylindrischen ersten Einsteckhülsenabschnitt mit einem ersten Außendurchmesser und einen zylindrischen zweiten Einsteckhülsenabschnitt mit einem relativ zum ersten Außendurchmesser kleineren zweiten Außendurchmesser umfasst, wobei der zweite Einsteckhülsenabschnitt näher am zweiten Einsteckhülsenende liegt als der erste Einsteckhülsenabschnitt, wobei zwischen dem ersten Einsteckhülsenabschnitt und dem zweiten Einsteckhülsenabschnitt ein sich in Richtung des zweiten Einsteckhülsenendes verjüngender, vorzugsweise konischer, Betätigungsabschnitt vorgesehen ist und wobei die Einsteckhülse mit dem zweiten Einsteckhülsenende in den Aufnahmeraum der Verbindungshülse des
Steckverbinders einführbar ist, sodass der Verschiebering des Steckverbinders durch den Betätigung s ab schnitt der Einsteckhülse in Richtung des zweiten Hülsenendes verschiebbar ist und der Dichtring mittels des Verschieberings von der Halteposition am Halteabschnitt über die Gleitfläche des Übergangsabschnitts in die Dichtposition am Dichtabschnitt verschiebbar ist.
Vorzugsweise ist am zylindrischen ersten Einsteckhülsenabschnitt der Einsteckhülse eine Arretierung s au snehmung vorgesehen, die dazu ausgebildet ist, mit dem Arretierungsabschnitt des Arretierungselements der Arretierungseinrichtung des Steckverbinders zum Arretieren der Einsteckhülse zusammenzuwirken, wobei die Arretierungsausnehmung vorzugsweise eine Umfangsnut umfasst.
Das Steckverbinder-System wird vorzugsweise verwendet, indem die Einsteckhülse mit dem zweiten Einsteckhülsenende in den Aufnahmeraum der Verbindungshülse des Steckverbinders eingeführt wird, wobei sich der Dichtring in der Halteposition am Halteabschnitt befindet, dass die Einsteckhülse relativ zum Dichtring bewegt wird, bis der Betätigungsabschnitt der Einsteckhülse am Verschiebering des Steckverbinders anliegt, dass der Verschiebering des Steckverbinders durch den Betätigungs ab schnitt der Einsteckhülse in Richtung des zweiten Hülsenendes verschoben wird und dass der Dichtring mittels des Verschieberings von der Halteposition am Halteabschnitt über die Gleitfläche des Übergangsabschnitts in die Dichtposition am Dichtabschnitt verschoben wird.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 ein Steckverbinder-System mit einem Steckverbinder und einer Einsteckhülse in einer perspektivischen Explosionsdarstellung;
Fig. 2 das Steckverbinder- Sy stem einer ersten vorteilhaften Ausführungsform in einem Längsschnitt vor dem Einstecken der Einsteckhülse;
Fig. 3 das Steckverbinder- Sy stem der ersten Ausführungsform in einem Längsschnitt mit teilweise eingesteckter Einsteckhülse;
Fig. 4 das Steckverbinder- Sy stem der ersten Ausführungsform in einem Längsschnitt mit vollständig eingesteckter Einsteckhülse;
Fig. 5 das Steckverbinder- Sy stem einer zweiten vorteilhaften Ausführungsform in einem Längsschnitt vor dem Einstecken der Einsteckhülse;
Fig. 6 das Steckverbinder- Sy stem der zweiten Ausführungsform in einem Längsschnitt mit teilweise eingesteckter Einsteckhülse;
Fig. 7 das Steckverbinder- Sy stem der zweiten Ausführungsform in einem Längsschnitt mit vollständig eingesteckter Einsteckhülse.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
Nachfolgend wird zunächst auf Fig.1 bis Fig.4 Bezug genommen. Fig.l zeigt ein generisches Steckverbinder-System der Erfindung umfassend einen Steckverbinder und eine Einsteckhülse 2 in einer Explosionsdarstellung. Der Steckverbinder und/oder die Einsteckhülse 2 können beispielsweise aus einem geeigneten Kunststoff oder einem metallischen Werkstoff hergestellt sein. Fig.2 bis Fig.4 zeigen das erfindungsgemäße Steckverbinder-System in einer ersten Ausführungsform jeweils in einem Längsschnitt gemäß der Schnittlinie A-A in Fig.l. In Fig.2 ist die Einsteckhülse 2 in einem Zustand vor dem Einstecken dargestellt. In Fig.3 ist die Einsteckhülse 2 in einem teilweise eingesteckten Zustand dargestellt. In Fig.4 ist die Einsteckhülse 2 im vollständig eingesteckten Zustand dargestellt.
Der Steckverbinder weist eine Verbindungshülse 1 mit einem offenen ersten Hülsenende 3 und einem mit dem ersten Hülsenende 3 verbundenen offenen zweiten Hülsenende 4 auf, wie in Fig.l ersichtlich ist. Die Hülsenenden 3, 4 sind über einen Strömungskanal miteinander verbunden. Im Bereich des ersten Hülsenendes 3 ist ein erster Verbindungsabschnitt 5 vorgesehen, der dazu ausgebildet ist, um die Verbindungshülse 1 mit der Einsteckhülse 2 zu
verbinden. Der erste Verbindungsabschnitt 5 umschließt hierfür einen Aufnahmeraum 6, in den ein Endabschnitt der Einsteckhülse 2 eingeführt werden kann, wie in Fig.3 und Fig.4 ersichtlich ist.
Im Bereich des zweiten Hülsenendes 4 kann die Verbindungshülse 1 einen zweiten Verbindung s ab schnitt 16 zur Verbindung des Steckverbinders mit einer (nicht dargestellten) Fluidleitung umfassen. Der zweite Verbindungsabschnitt 16 ist in Fig.l beispielhaft dazu ausgebildet, eine Schlauchverbindung mit einem flexiblen Schlauch herzustellen. Je nach Anwendungsgebiet kann der zweite Verbindungsabschnitt 16 in geeigneter Weise ausgebildet sein. In Fig.2 bis Fig.4 ist der zweite Verbindung s ab schnitt 16 der Einfachheit halber nicht mehr dargestellt.
Der Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 umfasst einen Dichtabschnitt 7, der in Richtung des zweiten Hülsenendes 4 durch eine Umfangsschulter 8 begrenzt ist. Der Dichtabschnitt 7 ist im gezeigten Beispiel zylindrisch ausgebildet und weist einen ersten Innendurchmesser dl auf (siehe Fig.3). An der Umfangsschulter 8 ist eine ringförmige Stirnfläche 8a vorgesehen, die dem ersten Hülsenende 3 zugewandt ist (siehe Fig.2). Weiters umfasst der Aufnahmeraum 6 einen Halteabschnitt 9, der näher am ersten Hülsenende 3 liegt als der Dichtabschnitt 7. Der Halteabschnitt 9 ist im dargestellten Beispiel ebenfalls zylindrisch ausgebildet und weist einen zweiten Innendurchmesser d2 auf, der gleich groß bzw. im Wesentlichen gleich groß ist, wie der erste Innendurchmesser dl (siehe Fig.3). Der Halteabschnitt 9 und der Dichtabschnitt 7 sind durch einen Übergangsabschnitt 10 verbunden, der eine Gleitfläche für den nachfolgend noch näher beschriebenen Dichtring 11 ausbildet. In der dargestellten ersten Ausführungsform können der Dichtabschnitt 7, der Halteabschnitt 9 und der dazwischenliegende Übergangsabschnitt 10 durch eine gemeinsame zylindrische Umfangsfläche ausgebildet sein.
Weiters umfasst der Steckverbinder einen Dichtring 11 und einen Verschiebering 12, die in Eängsrichtung nebeneinander im Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 angeordnet sind. Der Verschiebering 12 ist dabei näher am ersten Hülsenende 3 der Verbindungshülse 1 angeordnet als der Dichtring 11, wie in Fig.2 ersichtlich ist. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform können der Verschiebering 12 und der Dichtring 11, z.B. an den einander zugewandten Stirnseiten, miteinander verbunden sein. Die Verbindung kann beispielsweise formschlüssig oder stoffschlüssig sein, beispielsweise mittels einer Klebeverbindung. In einem
Auslieferungszustand des Steckverbinders, d.h. vor dem Verbinden des Steckverbinders mit der Einsteckhülse 2, befindet sich der Dichtring 11 vorzugsweise im Bereich des Halteabschnitts 9.
Die Einsteckhülse 2 kann ein offenes erstes Einsteckhülsenende 21 und ein mit dem ersten Einsteckhülsenende 21 verbundenes offenes zweites Einsteckhülsenende 22 umfassen, wie in Fig.2 dargestellt ist. Die Einsteckhülse 2 weist vorzugsweise einen zylindrischen ersten Einsteckhülsenabschnitt 23 mit einem ersten Außendurchmesser Dl und einen zylindrischen zweiten Einsteckhülsenabschnitt 24 mit einem relativ zum ersten Außendurchmesser Dl kleineren zweiten Außendurchmesser D2 auf, wie in Fig.2 ersichtlich ist. Der zweite Einsteckhülsenabschnitt 24 liegt dabei näher am zweiten Einsteckhülsenende 22 als der erste Einsteckhülsenabschnitt 23.
Zwischen dem ersten Einsteckhülsenabschnitt 23 und dem zweiten Einsteckhülsenabschnitt 24 kann ein sich in Richtung des zweiten Einsteckhülsenendes 22 verjüngender Betätigungsabschnitt 13 vorgesehen sein. Der Betätigungsabschnitt 13 ist vorzugsweise konisch ausgebildet. Vorzugsweise verbindet der Betätigungsabschnitt 13 den ersten Einsteckhülsenabschnitt 23 unmittelbar mit dem zweiten Einsteckhülsenabschnitt 24. Fertigungsbedingt können natürlich ggf. wiederum z.B. fertigungsbedingte Radien an den Übergängen vorgesehen sein, ähnlich wie am Übergangsabschnitt 10 des Steckverbinders.
Beim Einführen der Einsteckhülse 2 in den Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 kann über den, vorzugsweise konischen, Betätigungsabschnitt 13 der Einsteckhülse 2 eine Steckkraft FS auf den Verschiebering 12 übertragen werden, wie durch den entsprechenden Pfeil in Fig.3 angedeutet ist. Durch die Steckkraft FS kann der Verschiebering 12 innerhalb des Aufnahmeraums 6 in Richtung des zweiten Hülsenendes 4 bzw. in Richtung des Dichtabschnitts 7 verschoben werden. Die Steckkraft FS kann vom Verschiebering 12 weiter auf den Dichtring 11 übertragen werden. Dadurch kann der Dichtring 11 mittels des Verschieberings 12 von der in Fig.3 dargestellten Halteposition am Halteabschnitt 9 über die Gleitfläche des Übergangsabschnitts 10 in eine Dichtposition am Dichtabschnitt 7 verschoben werden. Die Dichtposition des Dichtrings 11 ist in Fig.4 dargestellt.
Beim Einführen der Einsteckhülse 2 wird somit zunächst eine Relativbewegung zwischen der (bewegten) Einsteckhülse 2 und dem (stillstehenden) Dichtring 11 durchgeführt, bis der Betätigung s ab schnitt 13 der Einsteckhülse 2 am Verschiebering 12 anliegt. Sobald der
Betätigungsabschnitt 13 der Einsteckhülse 2 am Verschiebering 12 anliegt, ist die Relativbewegung zwischen der Einsteckhülse 2 und dem Dichtring 11 abgeschlossen und der Dichtring 11 befindet sich bezüglich der Einsteckhülse 2 in seiner finalen Position. Beim weiteren Einschieben der Steckhülse 2 wird die Steckkraft FS nun vom Verschiebering 12 auf den Dichtring 11 übertragen. Dadurch werden der Dichtring 11, der Verschiebering 12 und die Einsteckhülse 2 in einer gemeinsamen Relativbewegung relativ zur Verbindungshülse 1 in Richtung des zweiten Hülsenendes 4 bewegt. Der Dichtring 11 wird dabei vom Halteabschnitt 9 über die Gleitfläche des Übergangsabschnitts 10 bis in seine finale Dichtposition auf den Dichtabschnitt 7 geschoben.
Der Dichtring 11 kann beispielsweise einen im Wesentlichen I-förmigen Querschnitt aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann der Dichtring 11 an seiner inneren Umfangsfläche eine oder mehrere Dichtlippen 14 aufweisen, die dazu ausgebildet sind, in der Dichtposition mit einer äußeren Umfangsfläche des Endabschnitts der Einsteckhülse 2 zur Abdichtung zusammenzuwirken, insbesondere mit dem zweiten Einsteckhülsenabschnitt 24, wie in Fig.4 ersichtlich ist.
Vorzugsweise weist der Steckverbinder auch eine Arretierungseinrichtung zur Arretierung der Einsteckhülse 2 auf. Die Arretierungseinrichtung kann beispielsweise eine Durchgangsöffnung 17 umfassen, die eine äußere Umfangsfläche der Verbindungshülse 1 mit dem Aufnahmeraum 6 verbindet, wie insbesondere in Fig.l ersichtlich ist. Weiters kann die Arretierungseinrichtung ein Arretierungselement 18 mit einem Arretierungsabschnitt 19 umfassen, wobei der Arretierungsabschnitt 19 durch die Durchgangsöffnung 17 in den Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 ragt, wie in Fig.2 ersichtlich ist.
In der dargestellten Ausführungsform (siehe Fig.l) sind beispielsweise zwei nutförmige Durchgangsöffnungen 17 vorgesehen, die diametral gegenüberliegend an der Verbindungshülse 1 angeordnet sind und die sich in Umfangsrichtung jeweils über einen Teil des Umfangs der Verbindungshülse 1 erstrecken. Das Arretierungselement 18 ist hier als eine im Wesentlichen U-förmige Klammer ausgebildet, die in radialer Richtung auf die Verbindungshülse 1 aufgesteckt werden kann. Die Klammer weist zwei Schenkel 18a auf, wobei jeder Schenkel ein abgewinkeltes Ende umfasst. Jeder Schenkel 18a umfasst zudem einen Arretierungsabschnitt 19. Als Arretierung s ab schnitte 19 fungieren hier bezüglich einer Längserstreckung des jeweiligen Schenkels 18a zentral liegende Abschnitte, wie in Fig.l angedeutet ist.
Die Klammer kann so an der Verbindungshülse 1 angeordnet werden, dass die Schenkel 18a bezüglich der Verbindungshülse 1 im Wesentlichen tangential in den nutförmigen Durchgangsöffnungen 17 aufgenommen sind und sich die Arretierungsabschnitte 19 jeweils im Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 befinden, wie in den Schnittdarstellungen gemäß Fig.2 ersichtlich ist.
Es kann vorteilhaft sein, wenn der Verschiebering 12 eine oder mehrere Halteflächen 12b umfasst, die jeweils dem ersten Hülsenende 3 der Verbindungshülse 1 zugewandt sind. Der oder die Arretierungsabschnitte 19 des Arretierungselements 18 können jeweils mit einer Haltefläche 12b des Verschieberings 12 Zusammenwirken, um eine Verschiebung des Verschieberings 12 in Richtung des ersten Hülsenendes 3 der Verbindungshülse 1 zu begrenzen. Dadurch kann ein unerwünschtes Lösen des Verschieberings 12 aus dem Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 verhindert werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann der Verschiebering 12 eine Anzahl von Halteausnehmungen 12a aufweisen, die jeweils eine äußere Umfangsfläche des Verschieberings 12 mit einer inneren Umfangsfläche verbinden. Die Halteausnehmungen 12a sind vorzugsweise jeweils in Richtung des ersten Hülsenendes 3 der Verbindungshülse 1 offen, wie in Fig.l ersichtlich ist. Die Halteausnehmungen 12a können jeweils eine der oben genannten Haltefläche 12b umfassen. Wie in Fig.2 ersichtlich ist, kann der Verschiebering 12 so im Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 angeordnet sein, dass die Arretierungsabschnitte 19 des Arretierungselements 18 in radialer Richtung durch die Halteausnehmungen 12b des Verschieberings 12 in den Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 ragen und jeweils mit der entsprechenden Haltefläche 12b Zusammenwirken, um eine Bewegung des Verschieberings 12 in Richtung des ersten Hülsenendes 3 zu begrenzen.
An der Einsteckhülse 2, insbesondere am ersten Einsteckhülsenabschnitt 23, kann eine Arretierungsausnehmung 20 vorgesehen sein. Die Arretierungsausnehmung 20 kann beispielsweise eine oder mehrere Umfangsnuten umfassen, die sich jeweils in Umfangsrichtung über einen Teil der Einsteckhülse 2 erstrecken. Es kann auch eine Umfangsnut vorgesehen sein, die sich vorzugsweise um den gesamten Umfang der Einsteckhülse 2 erstreckt. Beim Einstecken der Einsteckhülse 2 in den Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 können die Arretierungsabschnitte 19 des Arretierungselements 18 zunächst durch den vorzugsweise konischen
Betätigungsabschnitt 13 der Einsteckhülse 2 kontaktiert werden (siehe Fig.3) und jeweils in radialer Richtung aus dem Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 verdrängt werden.
Beim weiteren Einführen der Einsteckhülse 2 können die Arretierungsabschnitte 19 danach in die verfügbaren Arretierung sausnehmungen 20 der Einsteckhülse 2 einrasten, wie in Fig.4 ersichtlich ist. Dazu kann das Arretierungselement 18, insbesondere die Klammer, beispielweise in radialer Richtung nach innen vorgespannt sein. Dadurch kann die Einsteckhülse 2 formschlüssig am Steckverbinder arretiert werden. Ein Lösen der Arretierung kann beispielsweise mit einem geeigneten Werkzeug erfolgen. Grundsätzlich könnte die Arretierung aber auch bestimmungsgemäß nicht mehr lösbar ausgeführt sein, z.B. wenn ein Lösen nach dem Verbinden unerwünscht ist. Natürlich ist die dargestellte Ausführung der Arretierung nur beispielhaft zu verstehen. Je nach konkreter Anwendung kann der Fachmann eine geeignete konstruktive Ausführung wählen.
Wie in Fig.2 ersichtlich ist, kann der Verschiebering 12 an der inneren Umfangsfläche einen sich in Richtung des zweiten Hülsenendes 4 verjüngenden Kontaktabschnitt 15 aufweisen. Der Kontaktabschnitt 15 ist dazu ausgebildet, mit dem Betätigungsabschnitt 13 der Einsteckhülse 2 zum Verschieben des Verschieberings 12 zusammenzuwirken. Der Kontaktabschnitt 15 kann beispielsweise eine konische Kontaktfläche aufweisen und/oder eine in radialer Richtung nach innen gewölbte (konvexe) Kontaktfläche aufweisen. Dadurch liegt der Betätigungsabschnitt 13 an einer relativ großen Fläche am Verschiebering 12 an, wodurch eine gute Kraftübertragung möglich ist, bei geringer Gefahr einer Beschädigung des Verschieberings 12.
Weiters kann der Verschiebering 12 an seinem äußeren Umfang einen oder mehrere Führung s vor Sprünge 25 umfassen, die sich jeweils über einen Teil einer Länge des Verschieberings 12 erstrecken. Im Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 können eine oder mehrere Führung sausnehmungen 26 vorgesehen sein, die sich jeweils ausgehend vom ersten Hülsenende 3 über einen Teil einer Länge des Aufnahmeraums 6 in Richtung des zweiten Hülsenendes 4 erstrecken. Die Führung sausnehmungen 26 sind dazu ausgebildet, mit Führungsvorsprüngen 25 zur Führung des Verschieberings 12 zusammenzuwirken. In der in Fig.l dargestellten Ausführungsform weist der Verschiebering 12 beispielhaft vier Führungsvorsprünge 25 auf, die in Umfangsrichtung jeweils in 90° voneinander beabstandet sind. Die Verbindungshülse 1 weist vier korrespondierende Führungsausnehmungen 26 auf.
Die Führung s au snehmungen 26 können in Richtung des zweiten Hülsenendes 4 jeweils durch eine dem ersten Hülsenende 3 zugewandte erste Begrenzungsfläche 26a begrenzt sein, wie in Fig.l ersichtlich ist. Die Führung s vor Sprünge 25 können in Richtung des zweiten Hülsenendes 4 jeweils durch eine dem zweiten Hülsenende 4 zugewandte zweite Begrenzungsfläche 25a begrenzt sein. Wenn sich der Dichtring 11 in der Dichtposition am Dichtabschnitt 7 befindet, dann liegen die zweiten Begrenzungsflächen 25a der Führungsvorsprünge 25 an den ersten Begrenzungsflächen 26a der Führungsausnehmungen 26 an. Dadurch kann verhindert werden, dass der Dichtring 11 in Längsrichtung zu stark beansprucht wird, was ggf. zu einer unerwünschten Verformung und einer damit einhergehenden Verringerung der Dichtwirkung führen kann, bis zu einer Beschädigung des Dichtrings 11.
Weiters können an einer inneren Umfangsfläche im Aufnahmeraum 6 der Verbindungshülse 1 eine oder mehrere Verdrehsicherungsausnehmungen 27 vorgesehen sein. In Längsrichtung erstrecken sich die Verdrehsicherungsausnehmungen 27 ausgehend vom ersten Hülsenende 3 jeweils über einen Teil einer Länge des Aufnahmeraums 6 in Richtung des zweiten Hülsenendes 4. In radialer Richtung erstrecken sich die Verdrehsicherungsausnehmungen 27 jeweils in Richtung der äußeren Umfangsfläche der Verbindungshülse 1. Die Verdrehsicherungsausnehmungen 27 sind dazu ausgebildet, jeweils mit einem Verdrehsicherungsvorsprung 28 der Einsteckhülse 2 zusammenzuwirken, um eine Verdrehsicherung auszubilden. Um eine ausreichende Tiefe in radialer Richtung zu ermöglichen, kann die Verbindungshülse 1 im Bereich der Verdrehsicherungsausnehmungen 27 jeweils eine erhöhte Wandstärke aufweisen, z.B. in Form von integralen Vorsprüngen, wie in Fig.l ersichtlich ist.
Eine Form, Größe und Position der Verdrehsicherungsausnehmungen 27 können beispielsweise in Abhängigkeit der konstruktiven Ausführung der Einsteckhülse 2 festgelegt sein. Dadurch kann der Steckverbinder in vorteilhafter weise an eine standardisierte VDA-Einst- eckhülse angepasst werden. In der dargestellten Ausführungsform umfasst die Einsteckhülse 2 beispielhaft zwei Verdrehsicherungsvorsprünge 28, die diamateral gegenüberliegend am ersten Einsteckhülsenabschnitt 23 der Einsteckhülse 2 angeordnet sind. Die Verbindungshülse 1 umfasst entsprechend zwei diametral gegenüberliegende Verdrehsicherungsausnehmungen 27. Die Verdrehsicherungsausnehmungen 27 können im Wesentlichen als Nuten und die Verdrehsicherungsvorsprünge 28 als Federn einer Nut/Feder-Verbindung angesehen werden. Die nutförmig am Umfang verlaufende Arretierungsausnehmung 20 der Einsteckhülse 2 umfasst
im gezeigten Beispiel zwei separate Umfangsnuten, die durch die beiden Verdrehsicherungsvorsprünge 28 getrennt sind.
Fig.5 bis Fig.7 zeigen das erfindungsgemäße Steckverbinder-System in einer zweiten Ausführungsform jeweils in einem Längsschnitt gemäß der Schnittlinie A-A in Fig.l. In Fig.5 ist die Einsteckhülse 2, analog wie in Fig.2, in einem Zustand vor dem Einstecken dargestellt. In Fig.6 ist die Einsteckhülse 2, analog wie in Fig.3, in einem teilweise eingesteckten Zustand dargestellt. In Fig.7 ist die Einsteckhülse 2, analog wie in Fig.4, im vollständig eingesteckten Zustand dargestellt. Nachfolgend werden lediglich auf die Unterschiede zur ersten Ausführungsform im Detail beschrieben. Darüber hinaus kann die zweite Ausführungsform so ausgebildet sein, wie die erste Ausführungsform. Auf eine Wiederholung der einzelnen Merkmale wird daher verzichtet und es wird auf die obigen Ausführungen zu Fig.2-Fig.4 verwiesen, die auch für die zweite Ausführungsform gültig sind.
Der Dichtabschnitt 7 ist hierbei zylindrisch ausgebildet und weist einen ersten Innendurchmesser dl auf. Der Halteabschnitt 9 ist ebenfalls zylindrisch ausgebildet und weist einen relativ zum ersten Innendurchmesser dl größeren zweiten Innendurchmesser d2 auf. Der Übergangsabschnitt 10 ist somit im Gegensatz zur ersten Ausführungsform nicht mehr zylindrisch ausgebildet, sondern verjüngt sich vom Halteabschnitt 9 in Richtung des Dichtabschnitts 7, wie in Fig.5 ersichtlich ist. Der Übergangsabschnitt 10 bildet wiederum die Gleitfläche für den Dichtring 11 aus.
Die Gleitfläche kann beispielsweise eine konische Gleitfläche umfassen und/oder eine in radialer Richtung nach außen gewölbte Gleitfläche umfassen. Vorzugsweise verbindet der Übergangsabschnitt 10 den Halteabschnitt 9 im Wesentlichen direkt mit dem Dichtabschnitt 7. „Im Wesentlichen“ bedeutet hier, dass ggf. ein z.B. fertigungsbedingter Radius am Übergang zwischen dem Halteabschnitt 9 und dem Übergangsabschnitt 9 bzw. am Übergang zwischen dem Übergangsabschnitt 9 und dem Dichtabschnitt 7 vorgesehen sein kann.
Beim Einführen der Einsteckhülse 2 wird erneut zunächst eine Relativbewegung zwischen der (bewegten) Einsteckhülse 2 und dem (stillstehenden) Dichtring 11 durchgeführt, bis der Betätigung s ab schnitt 13 der Einsteckhülse 2 am Verschiebering 12 anliegt. Beim weiteren Einschieben der Steckhülse 2 wird die Steckkraft FS nun wieder vom Verschiebering 12 auf den Dichtring 11 übertragen. Dadurch werden der Dichtring 11, der Verschiebering 12 und die Einsteckhülse 2 in einer gemeinsamen Relativbewegung relativ zur Verbindungshülse 1 in
Richtung des zweiten Hülsenendes 4 bewegt. Der Dichtring 11 wird nun vom Halteabschnitt
9 über die, beispielsweise konische Gleitfläche des Übergangsabschnitts 10 auf den Dichtabschnitt 7 bewegt und erreicht dort seine finale Dichtposition. In der zweiten Ausführungsform kann der Dichtring 11 im Vergleich zur ersten Ausführungsform in radialer Richtung stärker komprimiert werden, wodurch eine verbesserte Dichtwirkung erreicht werden kann.
Der Dichtring 11 der ersten Ausführungsform und der Dichtring 11 der zweiten Ausführungsform können grundsätzlich identisch ausgeführt sein, könnten sich aber auch unterscheiden. Um in der ersten Ausführungsform eine ausreichend hohe Dichtwirkung zu erreichen, könnte der Dichtring 11 beispielsweise einen etwas größeren Außendurchmesser aufweisen als der Dichtring 11 der zweiten Ausführungsform (bei ansonsten gleichen zweiten Innendurchmessern d2 der Halteabschnitte 9).
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis
10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichen aufstellung
Verbindungshülse 26a Erste Begrenzungsfläche
Einsteckhülse 27 Verdrehsicherungsausnehmung
Erstes Hülsenende 28 Verdrehsicherungsvorsprung
Zweites Hülsenende FS Steckkraft
Erster Verbindungsabschnitt dl Erster Innendurchmesser
Aufnahmeraum d2 Zweiter Innendurchmesser
Dichtabschnitt Dl Erster Außendurchmesser
Umfangsschulter D2 Zweiter Außendurchmessera Stirnfläche
Halteabschnitt 0 Übergang s ab schnitt 1 Dichtring 2 Verschiebering 2a Halteausnehmung 2b Haltefläche 3 Betätigungsabschnitt 4 Dichtlippe 5 Kontaktabschnitt 6 Zweiter Verbindungsabschnitt 7 Durchgangsöffnung 8 Arretierungselement 8a Schenkel 9 Arretierung s ab schnitt 0 Arretierung s au snehmung 1 Erstes Einsteckhülsenende 2 Zweites Einsteckhülsenende 3 Erster Einsteckhülsenabschnitt 4 Zweiter Einsteckhülsenabschnitt 5 Führungsvorsprung 5a Zweite Begrenzungsfläche 6 Führung s au snehmung
Claims
1. Steckverbinder zur Verbindung einer Einsteckhülse (2) mit einer Fluidleitung, wobei der Steckverbinder eine Verbindungshülse (1) mit einem offenen ersten Hülsenende (3) und einem mit dem ersten Hülsenende (3) verbundenen offenen zweiten Hülsenende (4) aufweist, wobei im Bereich des ersten Hülsenendes (3) ein erster Verbindung s ab schnitt (5) zur Verbindung der Verbindungshülse (1) mit der Einsteckhülse (2) vorgesehen ist und im Bereich des zweiten Hülsenendes (4) ein zweiter Verbindungsabschnitt (16) zur Verbindung der Verbindungshülse (1) mit der Fluidleitung vorgesehen ist, wobei der erste Verbindungsabschnitt (5) einen Aufnahmeraum (6) zur Aufnahme eines Endabschnitts der Einsteckhülse (2) umschließt, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder einen Dichtring (11) und einen Verschiebering (12) umfasst, die nebeneinander im Aufnahmeraum (6) angeordnet sind, wobei der Verschiebering (12) näher am ersten Hülsenende (3) liegt als der Dichtring (11), dass der Aufnahmeraum (6) einen Dichtabschnitt (7) umfasst, der in Richtung des zweiten Hülsenendes (4) durch eine Umfangsschulter (8) begrenzt ist, einen Halteabschnitt (9) umfasst, der näher am ersten Hülsenende (3) liegt als der Dichtabschnitt (7) und einen Übergangsabschnitt (10) umfasst, der den Halteabschnitt (9) mit dem Dichtabschnitt (7) verbindet, wobei der Übergangsabschnitt (10) eine Gleitfläche für den Dichtring (11) ausbildet, und wobei der Verschiebering (12) beim Einführen der Einsteckhülse (2) in den Aufnahmeraum (6) durch einen Betätigungsabschnitt (13) der Einsteckhülse (2) in Richtung des zweiten Hülsenendes (4) verschiebbar ist, sodass der Dichtring (11) mittels des Verschieberings (12) von einer Halteposition am Halteabschnitt (9) über die Gleitfläche des Übergangsabschnitts (10) in eine Dichtposition am Dichtabschnitt (7) verschiebbar ist.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtabschnitt (7) zylindrisch ausgebildet ist und einen ersten Innendurchmesser (dl) aufweist und dass der Halteabschnitt (9) zylindrisch ausgebildet ist und einen zweiten Innendurchmesser (d2) aufweist, der gleich groß ist, wie der erste Innendurchmesser (dl).
3. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtabschnitt (7) zylindrisch ausgebildet ist und einen ersten Innendurchmesser (dl) aufweist, dass der Halteabschnitt (9) zylindrisch ausgebildet ist und einen relativ zum ersten
Innendurchmesser (dl) größeren zweiten Innendurchmesser (d2) aufweist, wobei sich der Übergangsabschnitt (10) vom Halteabschnitt (9) in Richtung des Dichtabschnitts (7) verjüngt.
4. Steckverbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Übergangsabschnitt (10) eine konische Gleitfläche und/oder eine in radialer Richtung nach außen gewölbte Gleitfläche umfasst.
5. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtring (11) einen im Wesentlichen I-förmigen Querschnitt aufweist.
6. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtring (11) an seiner inneren Umfangsfläche zumindest eine Dichtlippe (14) aufweist, die dazu ausgebildet ist, in der Dichtposition mit einer äußeren Umfangsfläche des Endabschnitts der Einsteckhülse (2) zur Abdichtung zu sammenzu wirken.
7. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschiebering (12) an seiner inneren Umfangsfläche einen sich in Richtung des zweiten Hülsenendes (4) verjüngenden Kontaktabschnitt (15) aufweist, der dazu ausgebildet ist, mit dem Betätigungs ab schnitt (13) der Einsteckhülse (2) zum Verschieben des Verschieberings (12) zusammenzuwirken, wobei der Kontaktabschnitt (15) vorzugsweise eine konische Kontaktfläche und/oder eine in radialer Richtung nach innen gewölbte Kontaktfläche umfasst.
8. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder eine Arretierungseinrichtung zur Arretierung der Einsteckhülse (2) an der Verbindungshülse (1) umfasst.
9. Steckverbinder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung zumindest eine Durchgangsöffnung (17), die eine äußere Umfangsfläche der Verbindungshülse (1) mit dem Aufnahmeraum (6) verbindet, und zumindest ein Arretierungselement (18) mit zumindest einem Arretierung s ab schnitt (19) umfasst, wobei der zumindest eine Arretierung s ab schnitt (19) durch die zumindest eine Durchgangsöffnung (17) in den Aufnahmeraum (6) ragt, wobei der zumindest eine Arretierung s ab schnitt (19) dazu ausgebildet ist,
beim Einstecken der Einsteckhülse (2) in den Aufnahmeraum (6) der Verbindungshülse (1) zuerst durch den Betätigungsabschnitt (13) der Einsteckhülse (2) in radialer Richtung nach außen aus dem Aufnahmeraum (6) verdrängt zu werden und danach in radialer Richtung nach innen in eine Arretierung s au snehmung (20) der Einsteckhülse (2) einzurasten.
10. Steckverbinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschiebering (12) zumindest eine Haltefläche (12b) umfasst, die dem ersten Hülsenende (3) zugewandt ist und dass der zumindest eine Arretierung s ab schnitt (19) dazu ausgebildet ist, mit der zumindest einen Haltefläche (12b) des Verschieberings (12) zusammenzuwirken, um eine Verschiebung des Verschieberings (12) in Richtung des ersten Hülsenendes (3) zu begrenzen.
11. Steckverbinder nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschiebering (12) zumindest eine Halteausnehmung (12a) umfasst, die eine äußere Umfangsfläche mit einer inneren Umfangsfläche verbindet und die vorzugsweise in Richtung des ersten Hülsenendes (3) offen ist, und dass die zumindest eine Halteausnehmung (12a) die zumindest eine Haltefläche (12b) umfasst.
12. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschiebering (12) am äußeren Umfang zumindest einen Führung s vor sprung (25) umfasst, der sich über einen Teil einer Länge des Verschieberings (12) erstreckt, dass im Aufnahmeraum (6) der Verbindungshülse (1) zumindest eine Führung sau snehmung (26) vorgesehen ist, die sich ausgehend vom ersten Hülsenende (3) über einen Teil einer Länge des Aufnahmeraums (6) in Richtung des zweiten Hülsenendes (4) erstreckt und dass die zumindest eine Führungsausnehmung (26) dazu ausgebildet ist, mit dem zumindest einen Führungsvorsprung (25) zur Führung des Verschieberings (12) zu sammenzu wirken.
13. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Führungsausnehmung (26) in Richtung des zweiten Hülsenendes (4) durch eine dem ersten Hülsenende (3) zugewandte erste Begrenzungsfläche (26a) begrenzt ist, dass der zumindest eine Führungsvorsprung (25) in Richtung des zweiten Hülsenendes (4) durch eine dem zweiten Hülsenende (4) zugewandte zweite Begrenzungsfläche (25a) begrenzt ist und dass die zweite Begrenzungsfläche (25a) des zumindest einen Führungsvorsprungs (25)
in der Dichtposition des Dichtrings (11) an der ersten Begrenzungsfläche (26a) der zumindest einen Führung s au snehmung (26) anliegt.
14. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an einer inneren Umfangsfläche des Aufnahmeraums (6) der Verbindungshülse (1) eine Verdrehsicherungsausnehmung (27) vorgesehen ist, die sich ausgehend vom ersten Hülsenende
(3) über einen Teil einer Länge des Aufnahmeraums (6) in Richtung des zweiten Hülsenendes
(4) erstreckt und in radialer Richtung in Richtung der äußeren Umfangsfläche der Verbindungshülse (1) erstreckt und dass die Verdrehsicherungsausnehmung (27) dazu ausgebildet ist, mit einem Verdrehsicherungsvorsprung (28) der Einsteckhülse (2) zusammenzuwirken, um eine Verdrehsicherung auszubilden.
15. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschiebering (12) mit dem Dichtring (11) verbunden ist, vorzugsweise formschlüssig oder stoffschlüssig, insbesondere mittels einer Klebeverbindung.
16. Steckverbinder-System umfassend einen Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 15 und eine Einsteckhülse (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Einsteckhülse (2) ein offenes erstes Einsteckhülsenende (21) und ein mit dem ersten Einsteckhülsenende (21) verbundenes offenes zweites Einsteckhülsenende (22) umfasst, wobei die Einsteckhülse (2) einen zylindrischen ersten Einsteckhülsenabschnitt (23) mit einem ersten Außendurchmesser (Dl) und einen zylindrischen zweiten Einsteckhülsenabschnitt (24) mit einem relativ zum ersten Außendurchmesser kleineren zweiten Außendurchmesser (D2) umfasst, wobei der zweite Einsteckhülsenabschnitt (24) näher am zweiten Einsteckhülsenende (22) liegt als der erste Einsteckhülsenabschnitt (23), wobei zwischen dem ersten Einsteckhülsenabschnitt (23) und dem zweiten Einsteckhülsenabschnitt (24) ein sich in Richtung des zweiten Einsteckhülsenendes (22) verjüngender, vorzugsweise konischer, Betätigungsabschnitt (13) vorgesehen ist und wobei die Einsteckhülse (2) mit dem zweiten Einsteckhülsenende (22) in den Aufnahmeraum (6) der Verbindungshülse (1) des Steckverbinders einführbar ist, sodass der Verschiebering (12) des Steckverbinders durch den Betätigungsabschnitt (13) der Einsteckhülse (2) in Richtung des zweiten Hülsenendes (4) verschiebbar ist, sodass der Dichtring (11) mittels des
Verschieberings (12) von der Halteposition am Halteabschnitt (9) über die Gleitfläche des Übergangsabschnitts (10) in die Dichtposition am Dichtabschnitt (7) verschiebbar ist.
17. Steckverbinder-System nach Anspruch 16 mit einem Steckverbinder nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass am zylindrischen ersten Einsteckhülsenabschnitt (23) der Einsteckhülse (2) eine Arretierungsausnehmung (20) vorgesehen ist, die dazu ausgebildet ist, mit dem Arretierung s ab schnitt (19) des Arretierungselements (18) der Arretierung seinrichtung des Steckverbinders zum Arretieren der Einsteckhülse (2) zu sammenzu wirken, wobei die Arretierungsausnehmung (20) vorzugsweise zumindest eine Umfangsnut umfasst.
18. Verwendung eines Steckverbinder- Sy stems nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsteckhülse (2) mit dem zweiten Einsteckhülsenende (22) in den Aufnahmeraum (6) der Verbindungshülse (1) des Steckverbinders eingeführt wird, wobei sich der Dichtring (11) in der Halteposition am Halteabschnitt (9) befindet, dass die Einsteckhülse (2) relativ zum Dichtring (11) bewegt wird, bis der Betätigungs ab schnitt (13) der Einsteckhülse (2) am Verschiebering (12) des Steckverbinders anliegt, dass der Verschiebering (12) des Steckverbinders durch den Betätigungs ab schnitt (13) der Einsteckhülse (2) in Richtung des zweiten Hülsenendes (4) verschoben wird und dass der Dichtring (11) mittels des Verschieberings (12) von der Halteposition am Halteabschnitt (9) über die Gleitfläche des Übergangsabschnitts (10) in die Dichtposition am Dichtabschnitt (7) verschoben wird.
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