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Flaschemkapsel, Behälterversehluss od. dgl. mit Abreisslappen und Material zur Herstellung derselben.
Die Erfindung betrifft Flaschenkapseln, Behälterversehlüsse od. dgl., welche aus einer oder mehreren metallischen Schichten (z. B. Aluminium) und mit diesen verbundenen nicht metallischen Schichten bestehen und die zwecks Abnahme mittels eines an dem Verschluss angeordneten Abreisslappens durch- gerissen werden. Weiter betrifft die Erfindung auch das Material zur Herstellung solcher Verschlüsse.
Es sind bereits Flaschenkapseln und Behälterverschlüsse mit Abreisslappen bekannt, welche aus- schliesslich aus dünnem Metall, z. B. aus Aluminium von ungefähr 0'1 mm Dicke bestehen. Solche Ver- schlüsse können ohne Anwendung von Wärme aus dem dünn ausgewalzten Aluminium geformt und beispielsweise durch festes Anziehen einer Drahtschlinge über dem auf dem Flaschenhals aufgesetzten
Verschluss angebracht werden, wobei sich die Schlinge in die ringförmige Rille am oberen Ende des Flaschen- halses einlegt. Derartige Verschlüsse sind jedoch verhältnismässig teuer, und es wurde daher versucht, zur Herstellung der Verschlüsse Fasermaterial, z. B. Karton od. dgl. nicht metallisches Material, zu ver- wenden.
Die Formgebung eines solchen Materials erfordert jedoch Wärmeanwendung, da andernfalls die Form nicht beibehalten wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verschluss der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welcher den Vorteil der Billigkeit mit jenem der Herstellbarkeit ohne Wärmeanwendung vereinigt. Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass die Gesamtdicke der Metallschichten 0'02-0-06 mm beträgt und die nicht metallische Schicht des Verschlusses bzw. des Materials zur Herstellung des Verschlusses nur eine solche Dicke aufweist, dass der Verschluss bzw. das Material ohne Anwendung von Wärme geformt werden kann.
Hiedurch wird der Vorteil erreicht, dass der aus dem erwähnten Baustoff hergestellte Verschluss durch die miteinander verbundenen Materialschichten so starr wird wie ein ähnlicher Verschluss, welcher ausschliesslich aus Metall, z. B. Aluminium von 0'1 mm Dicke, besteht. Die nicht metallische Schicht wird dabei gewöhnlich eine grössere Gesamtdicke aufweisen müssen wie die Metallschichten.
Die einzelnen Schichten des Verschlusses können durch einen Klebstoff miteinander verbunden sein, der auf die Schichten aufgebracht, wird oder es kann der Klebstoff in den nicht metallischen Schichten selbst enthalten sein und dort auch als Bindemittel für die Fasern, aus welchen die nicht metallischen Schichten der Hauptsache nach bestehen, wirken. Im letzteren Falle können die Metallsehiehten von solcher Art sein, dass sie sich, wenn die Schichten aufeinandergebracht werden, an den nicht metallischen Schichten festkleben.
Gegebenenfalls kann der Verschluss oder das zu seiner Herstellung dienende Material auch mit einem Überzug aus einer lackähnlichen Komposition versehen werden
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch eine Flaschenkapsel mit einer einzigen, aussen angeordneten Metallschicht, Fig. 2 einen Schnitt durch eine ähnlich ausgeführte Flaschenkapsel mit einem Versteifungsflansch, Fig. 3 ist eine Draufsicht auf den Verschluss gemäss Fig. 2 in kleinerem Massstabe. Die Fig. 4 und 5 zeigen je ein weiteres Ausführungsbeispiel von Verschlüssen im Schnitt, und die Fig. 6 und 7 zeigen je einen Schnitt durch einen mehrschichtigen Baustoff in verschiedener Ausführung.
Sowohl bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 als auch bei jenem gemäss Fig. 2 besteht der Verschluss aus einer äusseren oder Oberfläehensehiehte a aus Metall, z. B. Aluminium oder ähnlichem Material. Die Metallschicht a ist sehr dünn und braucht nur wenige Hundertstel eines Millimeters dick zu sein, um dem Verschluss zusammen mit der inneren oder unteren Schichte b die nötige Steifheit zu geben,
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damit er ohne Wärmeanwendung geformt und angebracht werden kann. Die Metzlisehichte a kann z. B. aus Aluminium bestehen, welches zu einer Dicke zwischen 0-02 und 0'06 mm ausgewalzt ist.
Die untere Schichte b ist mit der Metallschicht a durch ein geeignetes Klebemittel verbunden oder mittels
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des mehrschichtigen Materials kann zwischen 0-15-0-4 mm schwanken, das Klebemittel nicht mit eingerechnet, je nach der für die Verwendung des Verschlusses erforderlichen Festigkeit. Für die Wahl der relativen Dicke der Metallschichte a und der inneren Papier-od. dgl. Schichte b ist zu berücksichtigen, dass das ganze mehrschichtige Material die erforderliche Steifigkeit aufweisen muss, dass es kalt geformt werden kann und dass die Metallschicht so dünn als möglich sein muss, damit die Herstellungskosten des Verschlusses möglichst gering werden. Fig. 3 ist eine Draufsicht auf den in Fig 2 im Schnitt dargestellten Verschluss und zeigt, wie der Abreisslappen c über den Flansch il vorragt.
Die untere Schichte b des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Verschlusses, welche aus Papier, Karton od. dgl. besteht, kann aus mehreren Schichten hergestellt sein. Gewöhnlich wird die untere Schicht b mit Paraffin, Lack od. dgl. behandelt oder auf irgendeine andere Weise entweder vor oder nach der Herstellung des Verschlusses
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mehrschichtigen, plattenförmigen Material hergestellt, aber sie können auch ausschliesslich aus sehr dünnen Metallplatten entsprechend der Oberfläehenschichte a hergestellt werden, auf welche dann erst die nicht metallische Schicht b aufgebracht wird, wobei es nicht notwendig ist, dass diese Schichten auf die Unterseite des Lappens c aufgebracht werden, welcher zum Abreissen des Verschlusses dient.
Der in Fig. 4 dargestellte Verschluss unterscheidet sich von dem gemäss den Fig. 1 und 2 nur dadurch, dass der Verschluss oder das Material, aus welchem der Verschluss hergestellt ist, ein mehrschichtiges Material mit oberer und unterer Metallschichte e und fist und eine mittlere Schichte g aus nicht metallischem Material geeigneter Art aufweist. Die beiden Metallschichten e und f weisen die geringst mögliche Gesamtdicke auf, welche der einzigen Metallschicht a der Fig. 1 und 2 entspricht.
Fig. 5 zeigt einen Verschluss, welcher aus demselben zweischichtigen Material hergestellt ist wie jener gemäss den Fig. 1 und 2, und unterscheidet sich von diesem nur darin, dass die Metallschichte a als innere oder untere Schichte vorgesehen ist, während die dickere, nicht metallische Schichte b eine obere oder äussere Schichte ist.
Fig. 6 veranschaulicht im Schnitt ein mehrschichtiges Material gemäss der Erfindung im Schnitt, welches aus zwei dünnen Metallschichten lu, i besteht, die zusammen der Dicke der Metallschiehte a
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lage aus Fasermaterial, z. B. Papier od. dgl., bildet.
Fig. 7 zeigt eine obere Deekschiehte 1n aus irgendeinem Material, welches dem mehrschichtigen Material eine schöne äussere Oberfläche verleiht. Eine Schichte n ist aus Papier od. dgl. gebildet, während die Aluminiumschichte o von erforderlicher Dicke an ihrer Unterseite mit einer Schichte p, beispielsweise aus Cellophan, bedeckt ist.