AT153617B - Wärmeschutzmatte. - Google Patents

Wärmeschutzmatte.

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AT153617B
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Description


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  Wärmeschutzmatte. 



   Zum Schutze gegen Wärme-oder Kälteverluste von Rohrleitungen, Verbindungsstellen von solchen sowie von Apparatgehäusen, Gehäusen von Dampfturbinen u. dgl. werden vielfach Matten verwendet, die vorzugsweise aus einer Gewebehülle rechteckiger Querschnittsform aus Asbest bestehen, in der sich eine Füllung aus Kieselgur,   Schlackenwolle   oder einem andern schlechten Wärmeleiter befindet. Zuweilen nötigen die Verhältnisse dazu, diese   Wärmschutzmatten   leicht lösbar an den Rohrleitungen, Apparaten od. dgl. anzubringen. Besonders ist das der Fall im Bereiche von Verbindungsstellen, Anschlussstellen, Ventilen u. dgl., die hinsichtlich ihrer Dichtheit von Zeit zu Zeit nachgeprüft werden müssen.

   Beim wiederholten Lösen und Befestigen der Matten büssen sie ihre ursprüngliche, genau rechteckige Querschnittsform ein, namentlich an den Längskanten werden sie durch Verdrücken dünner, und die Wärmeschutzwirkung wird an diesen Stellen vermindert. Lediglich wegen dieser für unvermeidbar gehaltenen nachträglichen   Formveränderung   besteht die Übung, die Matten erheblich dicker zu gestalten, damit selbst dann, wenn durch starke Formveränderung der Längskanten an diesen Stellen der Schutz gegen Wärmeverluste vermindert wird, keine nachteiligen Folgen eintreten können. 



  Mit   Rücksicht   auf die hohen Herstellungs-und Ansehaffungskosten derartiger   Wärmeschutzmatten,   die eine Dicke von 100 mm und mehr erhalten müssen, ist es selbstverständlich erwünscht, ihnen nur die Abmessungen zu geben, die zur Verhütung von Wärmeverlusten unerlässlich sind. 



   Tatsächlich lassen sich beispielsweise bei Fernheizleitungen beträchtliche Ersparnisse ohne nachteilige Folgen erzielen, wenn Vorkehrungen dafür getroffen werden, dass die Matten an ihren Längskanten ihre Form dauernd beibehalten, d. h. keine Gefahr besteht, dass durch   Zusammendrücken   das eingeschlossene   lose Wärmeschutzmittel   verdrängt wird. In solchem Falle braucht   die Matte den Wärme-   schutz der beiden Rohrstücke nur wenig mehr zu überdecken, als die Dicke der Matte beträgt, um den gewünschten notwendigen Wärmeschutz an den Rohrverbindungsstellen zu gewährleisten. 



   Im Grunde ist es nur nötig, in die Längskanten der Matte, d. h. zwischen der aus Fasergewebe bestehenden   Aussenhülle   und der Füllung, irgendein Versteifungsmittel einzuarbeiten, das ein örtliches Zusammendrücken nicht zulässt, sondern den etwa an einer Stelle auf die Längskante der Matte ausgeübten Druck auf eine längere Strecke verteilt und so das Verdrängen der losen Füllung gegen die Mitte der Matte verhütet. Das kann durch metallische, in die oberen Längskanten der Matte eingearbeitete Stäbe oder auch durch der Dicke der Matte angepasste, biegsame Gitter erreicht werden, die in die beiden   Seitenflächen   einzubetten sind. 



   Die Formhaltung von Wärmeschutzmatten ist bereits in der Weise angestrebt worden, dass sie beiderseitig von Drahtgeweben eingeschlossen wurden oder auf der einen Seite Stäbe aufgelegt erhielten, die mittels schlaufenartig nach der gegenüberliegenden Seite durch die Füllung hindurchgehender Drähte und Stäbe mit den zu isolierenden Flächen in unmittelbare Berührung kommen. Durch diese Armierung wird jedoch die durch die Berührung aufgenommene Wärme nach aussen geleitet. 



   Das wird mit vorliegender Erfindung dadurch vermieden, dass die Versteifungsmittel im Inneren der Matte angebracht werden. 



   Auf der Zeichnung sind die beiden erwähnten, nur als Ausführungsbeispiele zu wertenden Ausführungsformen der Erfindung dargestellt
Es zeigt Fig. 1 die Verbindungsstelle zweier Rohrstücke mit angelegter   Wärmeschutzmatte   im Querschnitt, Fig. 2 eine   Wärmeschutzmatte   im Schaubild, Fig. 3 eine Einzeldarstellung des Versteifungsdrahtes, Fig. 4 die Einzeldarstellung eines Teiles des Versteifungsgitters. 

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   Die Fig. 1 soll nur veranschaulichen, wie die Wärmeschutzmatte a im Bereiche der Flanschen b um die beiden zusammenstossenden Rohrstücke d gelegt wird. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, erhalten die   Wärmeschutzmatten   a an beiden Enden auf der Oberfläche Haken   g   zur Aufnahme der   Verschnürung   an der Verschlussstelle. Nach der Erfindung werden die beiden Längskanten der Oberfläche der Matte durch metallische Drähte h, am besten aus Stahl, versteift, durch die die Druckverteilung stattfindet, wenn irgendeine Stelle der Mattenlängskanten mittels Hand oder Werkzeuges stärkerem Druck aus-   gesetzt wird.

   Diese Drähte h sind etwa in ihrer Mitte zu unterbrechen und in einer zweckmässig schrauben-   förmig gewundenen   Hülse 7c aus   Draht zu führen, so dass sie sich beim Krümmen, d. h. beim Umlegen der Matte um die Rohrleitung, entsprechend auseinanderbewegen können, ohne dass an ihrer Trennstelle ein Unterbrechen der Druckverteilung stattfindet. Mit Hilfe der angebogenen Ösen h'sind die Drähte   h   durch Vernähen, Verschnüren od. dgl. mit den Stirnseiten der Matte a zu verbinden. Ein unbedingt sicherer Schutz gegen das Zusammendrücken der Seitenflächen der Matte wird aber auch dadurch erzielt, dass sie durch ein biegsames, der Dicke der Matte angepasstes Gitter m (Fig. 4) versteift werden.

   Die Windungen dieses Gitters m können an der äusseren, also oberen Kante der Matte unmittelbar zusammenstossen, aber an der unteren Kante muss zwischen den Windungen genügend Spielraum vorhanden sein, damit sie sich beim Krümmen der Matte an der Innenkante gegenseitig entsprechend nähern und so sich der gekrümmten Form anpassen. Die obere Gitterkante bleibt in diesem Falle nahezu geschlossen. 



   Wenn die die Heizungsrohre umschliessende   Wärmeschutzschicht   so geringe Dicke besitzt, dass sie am Umfang von den Rohrflanschen b überragt wird, der Durchmesser der umkleideten Rohre also geringer ist als der Flanschendurchmesser, dann kommt die Wärmesehutzmatte hart auf die Flansehen aufzuliegen, und es besteht die Gefahr, dass die Füllung an diesen Stellen der Matte nach beiden Seiten verdrückt und verdrängt wird, so dass auch an diesen in der Dicke geschwächten Stellen der Wärmeschutzmatte Wärme entweicht. 



   Das lässt sich im Sinne der Erfindung dadurch verhüten, dass an der Innenseite der Matte unmittelbar unter der Gewebeschicht, entlang ihrer Längsmitte oder auch in ihrer vollen Breite, für die Druckverteilung entsprechende Einlagen in Gestalt von Querstäben, Drahtgeweben, Drahtgeflecht od. dgl. angeordnet werden. 



   In besonderen Fällen können gleichgeartete Einlagen auch auf der Aussenseite der Matte unter ihrem Gewebe angebracht werden. Das kann namentlich dann notwendig sein, wenn die Lage der Rohre verführt, sie zu betreten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wärmeschutzmatte, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Aussenkanten durch eingearbeitete, zwischen der aus Fasergewebe bestehenden Aussenhülle und der Füllung angeordnete Versteifungmittel gegen Formveränderungen geschützt sind.

Claims (1)

  1. 2. Wärmeschutzmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte (h) nur in die oberen Längskanten der Matte eingebettet sind.
    3. Wärmeschutzmatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Ösen (h') versehenen Drähte (h) quergeteilt und an ihrer Unterbrechungsstelle durch übergeschobene Hülsen (k) geführt sind.
    4. Wärmeschutzmatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (k) aus einer schraubenförmig gewundenen Drahtspule besteht.
    5. Wärmeschutzmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch ein der Dicke der Matte angepasstes, aus Draht gewundenes Gitter (m) an den Längskantenflächen bzw. den Stirnflächen geschützt ist.
    6. Wärmeschutzmatte nach den Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Windungen des Gitters (m) am unteren Teile gegenseitigen Spielraum besitzen.
    7. Wärmeschutzmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie auch an der Innenseite und nötigenfalls auch an der Aussenseite mit Einlagen zwecks Druckverteilung versehen ist.
AT153617D 1935-05-21 1936-05-19 Wärmeschutzmatte. AT153617B (de)

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DE153617X 1935-05-21

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ID=5675824

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