AT209323B - Verfahren zur Reinigung von Vinylchlorid - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Vinylchlorid

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AT209323B AT48259A AT48259A AT209323B AT 209323 B AT209323 B AT 209323B AT 48259 A AT48259 A AT 48259A AT 48259 A AT48259 A AT 48259A AT 209323 B AT209323 B AT 209323B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Reinigung von Vinylchlorid   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von monomeren Vinylchlorid, das durch thermische Zersetzung von Dichloräthan erhalten wurde. 



  Es ist bekannt, dass die Polymerisationsgeschwindigkeit des Vinylchlorids und die Eigenschaften der erhaltenen Polymeren in sehr hohem Masse vom Reinheitsgrad des Monomers abhängen. 



  Es ist weiters bekannt, dass durch Pyrolyse von 1, 2-Dichloräthan erhaltenes Vinylchlorid verschiedene Verunreinigungen enthält, die selbst nur in Spuren auf den Polymerisationsvorgang einen beträchtlichen Einfluss ausüben. 



  Zur Beseitigung dieser Verunreinigungen wurden schon verschiedene Behandlungsweisen vorgeschlagen, wie das Waschen des Monomers mit konz. Schwefelsäure, das Überleiten über Åadsorbierende Materialien, wie Aktivkohle, das Inberührungbringen des gasförmigen Produktes mit einer alkalischen Bisulfitlösung usw. 



  Durch diese Behandlung wird zwar die Polymerisationsgeschwindigkeit der monomeren Substanz etwas erhöht, doch ist das Polymerisationsvermögen immer noch geringer als das von Vinylchlorid, das durch Synthese aus Acetylen und Chlorwasserstoff erhalten worden ist. 



  Es wurde nun gefunden, dass zur Erzielung eines schnell polymerisierbaren Monomers das durch Pyrolyse eines Dichloräthans erhaltene monomere Vinylchlorid in der Weise gereinigt werden kann, dass man es mit Chlorwasserstoff in Dampfphase in Gegenwart eines Hydrochlorierungskatalysators behandelt. 



  Als Katalysator werden vorteilhaft auf porösen Trägern niedergeschlagene Metallchloride benützt, insbesondere Katalysatoren auf Basis von Quecksilberchlorid, das auf Aktivkohle, Kieselsäureoder Tonerdegel niedergeschlagen wurde, wie sie für die Synthese von Vinylchlorid aus Acetylen und Chlorwasserstoff ständig gebraucht werden. 



  Gemäss einer besonders wichtigen Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens lässt man die Pyrolysegase, nachdem ein wesentlicher Teil von nicht umgesetzten Dichloräthan nieder-   
 EMI1.1 
 haltene Aktivkohle enthält. Eine befriedigende Reinigung wird beispielsweise erzielt, wenn man das Gemisch aus Vinylchlorid und Chlorwasserstoff über Aktivkohle streichen lässt, die das Quecksilberchlorid   (HgCl2)   in einer Menge von 20 bis 75 g Hg/kg Katalysator enthält, wobei der Durchsatz der Gase mit einer Raumgeschwindigkeit von 20 bis   200 h-l erfolgt.   



   Nach der Reinigung werden die Gase in üblicher Weise behandelt, u. zw. durch Waschen mit Wasser in einem oder mehreren Gaswäschern, Neutralisation mit Äthnatron, Trocknen mittels adsorbierenden Materials, wie Tonerdegel, und Rektifikation zur Abtrennung der schwereren und leichteren Produkte. 



   Beispiel :   1, 2-Dichloräthan mit   einem Gehalt von   0,     2 g   Eisenchlorid je kg wird bei einer Temperatur von 525 bis 550  C in einem evakuierten Rohr aus rostfreiem Stahl von   l     mLänge   und 50 mmDurchmesser der Pyrolyse unterworfen. Bei einem 
 EMI1.2 
 
Dichloräthan zu kondensieren, das im Kreislauf wieder der Pyrolyse zugeführt wird. Die Gase werden in einem Gaswäscher zuerst mit entsalztem Wasser, dann mit einer Ätznatronlösung gewaschen. Nach dem Trocknen über Silikagel wird das Vinylchlorid rektifiziert.

   Das so erhaltene Vinylchlorid wird in Gegenwart von   0, 3%   Azodiisobutyronitril sowie eine Schutzkolloids bei einer Temperatur von   500 C   einer Polymerisation in wässeriger Dispersion unterworfen, wobei man nach 11 Stunden einen Polymerisationsgrad des Vinylchlorids von nur 2 bis 5% erzielt.
Lässt man aber das Gemisch aus Vinylchlorid und Chlorwasserstoff, das nach Abtrennung des Hauptteiles von nicht umgesetztem Dichloräthan verblieben ist, in einer Menge von 10, 4 Mol/h durch ein Rohr von 50 mm Durchmesser und 3 m Länge strömen, das mit mit Quecksilberchlorid imprägnierter und auf ungefähr 100  C gehaltener Aktivkohle   (50g Hg/kg   Aktivkohle) beschickt ist,

   worauf das Gasgemisch in der vor- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 stehend angegebenen Weise von überschüssigem Chlorwasserstoff befreit und rektifiziert wird, so erhält man ein Monomer, das sich nach der oben angeführten Polymerisationsprobe in 11 Stunden mit einem Umwandlungsgrad von 95% polymerisieren lässt. Dieser Versuch veranschaulicht den beträchtlichen   Einfluss   des Reinigungsvorganges beim Überleiten über einen Hydrochlorierungskatalysator. 



   Der Versuch wurde in kontinuierlicher Weise 1087 Stunden lang fortgesetzt, ohne dass irgendeine Verminderung der Wirksamkeit des für den Reinigungsvorgang verwendeten Katalysators festgestelltwurde, was unter den Versuchsbedingungen einer Reinigung von mindestens 120 kg Monomer je Liter Katalysator entspricht. In dem angegebenen Zeitpunkt erfolgte die Polymerisation des gereinigten Vinylchlorids immer noch mit einem Umwandlungsgrad von   95% nach 11   Stunden. 



    PATENTANSPRÜCHE :   
1. Verfahren zur Reinigung von durch Pyrolyse von Dichloräthan erhaltenem Vinylchlorid, dadurch gekennzeichnet, dass man das monomere Vinylchlorid gemeinsam mit Chlorwasserstoff in Dampfphase bei erhöhter Temperatur mit einem   Hydrochlorierungskatalysator   inBerührung bringt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch Pyrolyse von Dichlor- äthan erhaltenes Gemisch von Vinylchlorid und Chlorwasserstoff von der Hauptmenge des nicht umgesetzten Dichloräthans abgetrennt und mit dem Hydrochlorierungskatalysator in Berührung gebracht wird.
    3. Verfahren nach Anspruch l oder 2, dadurch EMI2.1 Temperatur von ungefähr 100 C in Gegenwart eines Katalysators durchgeführt wird, der aus mit Quecksilberchlorid imprägnierter Aktivkohle besteht.
AT48259A 1958-01-22 1959-01-22 Verfahren zur Reinigung von Vinylchlorid AT209323B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1160845B (de) * 1960-12-02 1964-01-09 Knapsack Ag Verfahren zur Trocknung von wasserhaltigem Vinylchlorid

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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