AT230898B - Verfahren zur Herstellung der neuen 1, 5-Diäthyl-5-Δ<1>-cyclo-pentenyl-barbitursäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der neuen 1, 5-Diäthyl-5-Δ<1>-cyclo-pentenyl-barbitursäure

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Verfahren zur Herstellung der neuen   1. 5-Diäthyl-5- Al¯cyclo-pentenyl-barbitursäure    
 EMI1.1 
    5-Diäthyl-5-A- äthylcyanessigsäurealkylester   mit Dicyan-diamid kondensiert, das erhaltene Kondensationsprodukt mit Diäthylsulfat oder Toluolsulfonsäureäthylester äthyliert und das so erhaltene Zwischenprodukt schliesslich durch Einwirkung von verdünnter Säure zur gewünschten Barbitursäure hydrolysiert. 



   Als Alkylester kommen vorzugsweise Methyl- oder Äthylester zur Anwendung, die in an sich bekannter Weise in Gegenwart eines Alkalialkoholats, vorzugsweise Natriummethylat in der Lösung eines niedrigmolekularen Alkohols, wie Methanol, oder auch ohne Lösungs- bzw. Verdünnungsmittel mit dem zur Barbitursäurebildung geeigneten Kondensationspartner zur Umsetzung gebracht werden. 



   Die   erfindungsgemäss   hergestellte Barbitursäure kann in an sich üblicher Weise in das leicht wasserlösliche Natriumsalz umgewandelt werden, dessen wässerige Lösung ein für die chirurgische Praxis besonders geeignetes Narkotikum darstellt, da es sich durch eine sehr kurze Wirkungsdauer auszeichnet. 



  Beim tierexperimentellen Vergleich mit dem bekannten Natriumsalz der 1, 5-Dimethyl-5-Al-cyclohexenylbarbitursäure (Hund ; i. v. Applikation) wurden die folgenden Ergebnisse erhalten : 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Verfahrensprodukt <SEP> Vergleichsprodukt
<tb> Dosis <SEP> 40 <SEP> mg/kg <SEP> 60 <SEP> mg/kg <SEP> 30 <SEP> mg/kg <SEP> 40 <SEP> mg/kg
<tb> Narkose-Stadium') <SEP> V <SEP> VI <SEP> V <SEP> VI <SEP> 
<tb> Gesamt-Narkosezeit <SEP> 26 <SEP> min <SEP> 62 <SEP> min <SEP> 168 <SEP> min <SEP> 166 <SEP> min
<tb> Narkosezeit <SEP> von <SEP> VI-IV <SEP> in <SEP> % <SEP> 23% <SEP> 3910 <SEP> 1510 <SEP> 171o <SEP> 
<tb> der <SEP> Gesamt-Narkosezeit
<tb> 
   *) Narkose-Stadium   VI entspricht nach MAGNUS-GIRNDT tiefer Narkose mit völliger   Reflexlosigkeit ;   Narkose-Stadium IV entspricht Seitenlage bei erhaltenem Corneal- und Kneif-Reflex.

   Die Zeit von Narkose-Sta- dium VI - IV ist etwa ein Massstab für die für operative Eingriffe zur
Verfügung stehende Zeitspanne. 



   Bei Anwendung des Verfahrensproduktes lässt sich daher dieselbe Narkosetiefe erreichen wie mit Hilfe des Vergleichsproduktes, die Gesamt-Narkosedauer ist jedoch bei Anwendung des Verfahrensproduktes wesentlich verkürzt, wodurch eine sehr vielseitige Anwendbarkeit des neuen Narkotikums ermöglicht wird. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Das Verfahrensprodukt ist weiterhin durch eine überraschende Hydrolysebeständigkeit der wässerigen Lösung des Alkalisalzes ausgezeichnet : während das Natriumsalz der bekannten   1, 5-Dimethyl-5-Al-cyclo-   hexenylbarbitursäure in 5%iger wässeriger Lösung nach 6stündigem Stehen bereits zu   121o   hydrolysiert ist, zeigt eine wässerige Lösung   des Natriumsalzes des Verfahrensproduktes   erst nach 4-bis 6wöchigem Stehen beginnende Hydrolyse. 



   Beispiel : Zu einer Lösung von 4, 6 g Natrium in 100 ml abs. Methanol gibt man   19, 3 g. . l-Cyclo-     pentenyl-äthyl-cyanessigsäuremethylester   und 12, 6 g Dicyandiamid. Nach 18stündigem Erhitzen unter Rückfluss destilliert man das Methanol im Wasserstrahlvakuum ab und löst den erkalteten Rückstand in 150 ml Eiswasser. Die Lösung wird zweimal mit je 50 ml Benzol extrahiert und mit Eisessig angesäuert. 
 EMI2.1 
 abs. Methanol gegeben und dem Reaktionsgemisch bei   500C   18, 8 g Diäthylsulfat zugetropft. Man rührt
6 h bei 70 C, destilliert das Methanol im Wasserstrahlvakuum ab und erhitzt den Rückstand 3 h auf 1250C. 



  Nach dem Erkalten wird die sich abscheidende ölige Schicht mit 100 ml Äther aufgenommen und die wässerige Phase dreimal mit je 100 ml Äther durchgeschüttelt. Die vereinigten Ätherauszüge extrahiert man erschöpfend mit 2n-Natronlauge und fällt aus dieser   natronalkalischen Lösung die Barbitursäure   durch Ansäuern mit   1 Öliger   Schwefelsäure aus. Diese sich zuerst   sirupöse   abscheidende Substanz wird beim Stehen in Eiswasser und beim Anreiben fest. Nach dem Absaugen und Waschen mit Wasser schmilzt die so erhaltene   1,5-Diäthyl-5-#1-cyclopentenyl-barbitursäure   nach Umkristallisieren aus Methanol/Wasser (60 : 40) unter Kohlezusatz bei   95-960C.   
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Analyse <SEP> : <SEP> C13H18O3N2 <SEP> (250)
<tb> Ber.: <SEP> C <SEP> 62,37 <SEP> H <SEP> 7,24 <SEP> N <SEP> 11,21
<tb> Gef.: <SEP> C <SEP> 62,66 <SEP> H <SEP> 7,28 <SEP> N <SEP> 11,53
<tb> 


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung der neuen l, 5-Diäthyl-5- -cyclopentenyl-barbitursäure, dadurch gekennzeichnet, dass man #1-Cyclpentenyl-äthylmalonsäuredialkylester oder #1-Cyclopentenyl-äthylcyanessig- säurealkylester mit Dicyandiamid kondensiert, das Kondensationsprodukt N-äthyliert und das so erhaltene Zwischenprodukt hydrolysiert.
AT115663A 1961-02-24 1962-02-12 Verfahren zur Herstellung der neuen 1, 5-Diäthyl-5-Δ<1>-cyclo-pentenyl-barbitursäure AT230898B (de)

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