CH104247A - Verfahren zur Herstellung eines als Schutz- und Isolierlack, Imprägnierungsmittel, Klebstoff und dergleichen verwendbaren Harzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines als Schutz- und Isolierlack, Imprägnierungsmittel, Klebstoff und dergleichen verwendbaren Harzes.

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CH104247A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G75/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing sulfur with or without nitrogen, oxygen, or carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G75/14Polysulfides

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines als Schutz- und Isolierlack, Imprägnier ungsmittel,  Klebstoff und dergleichen verwendbaren Harzes.    Es wurde gefunden, dass man zu einem als  Schutz- und Isolierlack, Imprägnierungsmit  tel, Klebstoff und dergleichen, verwendbaren  Harz gelangen kann, indem man das durch  Schwefelung von a-Naphtol erhaltene Harz  mit Benzoylierungsmitteln behandelt.  



  Die Benzoylierung erfolgt in üblicher  Weise, sei es durch Verwendung von Benzoe  säurehalogenid bezw. -anhydrid, oder vermit  telst der freien Benzoesäure in Gegenwart  eines Kondensationsmittels, wie z. B. gasför  miger Salzsäure, Thionylchlorid,     Phosphor-          oder    Schwefelhalogenide usw.  



  Gegebenenfalls kann die Benzoylierung in  Gegenwart eines Lösungsmittels, wie z. B.  von wässerigem Alkali, Pyridin, Toluol und  dergleichen, vorgenommen werden.  



  Bei der Aufarbeitung des Harzes ist  zweckmässigerweise darauf zu achten, dass ein  eventueller Säure- oder Alkaliüberschuss, so  wie das Lösungsmittel restlos entfernt wer  den. Das Trocknen erfolgt vorteilhaft bei  möglichst niedriger Temperatur, gegebenen  falls unter Verwendung von Vakuum.    Das neue Harz ist ebenso wie das     AuS-          gangsharz    von hell- bis braungelber Farbe.  Es unterscheidet sich jedoch hiervon durch  seine Löslichkeitseigenschaften. Es ist in Al  kohol und Alkali unlöslich, in Chloroform,  Athylenchlorid und andern halogenierten  Kohlenwasserstoffen, ferner in Gemischen  von aliphatischen mit halogenierten bezw. mit  hydrierten aromatischen Kohlenwasserstoffeu  löslich. Das Harz löst sich ferner in einem  Gemisch von Aceton und einem nicht lösen  den Lösungsmittel, wie z. B.

   Alkohol. Unter  Mitverwendung gewisser Lösungsmittel, wie  z. B. Benzylalkohol, Cyclohexanol und der  gleichen, lässt sich das Harz auch in Leinöl  lösen. Es ist ferner sehr beständig und wider  standsfähig gegen physikalische und chemi  sche Einwirkungen, wie z. B. Witterungsein  flüsse, mechanische Beanspruchung, elektri  sche Spannungsunterschiede und chemische       Reagenzien.     



  Dank dieser     Eigenschaften    eignet sich das  Harz insbesondere als     Schutz-    und Isolierlack,       Imprägnierungsmittel,    Klebstoff     etc.    Zur Er-      höhung der Elastizität und des Lösungsver  mögens können ihm die üblichen Zusätze, wie  z. B. Triphenylphosphat, Cyclohexanol, Kam  pher oder Kampherersatzprodukte, ferner  Naturharze beigemischt werden. Da es sich  weiterhin in gewissen Lösungsmitteln mit  Celluloseester und Kautschuli in beliebigen  Mengen mischen lässt, kommt es auch als  Füllmittel für Celluloseester und Kautschuk  fabrikate, sowie als Härtungsmittel für     Maut-          schuk    in Frage.

   Seine oben erwähnte Lein  öllöslichkeit in Verbindung mit Benzylalkohol  und dergleichen, macht das Harz als Email  lack geeignet.  



  Vor den Resinotannolestern, denen das  Harz hinsichtlich seiner Eigenschaften ent  spricht, zeichnet es sich durch grössere Billig  keit aus.  



  Beispiel 1:  200 Teile des nach dem Verfahren der  schweizerischen Patentschrift Nr. 104015 er  haltenen a-Naphtol-Sehwefel-Harzes werden  mit 45 Teilen Natriumhydroxyd in 1500 Tei  len Wasser gelöst und langsam unter Rühren  bei einer 8 bis 10' C nicht übersteigenden  Temperatur mit 185 Teilen Benzoylchlorid  versetzt. Das abgeschiedene Esterharz wird  zunächst mit warmem Wasser, dann mit we  nig alkoholischem Ammoniak und hernach  n ehmals mit Wasser gewaschen, zwecks Ent  fernung von Spuren umveresterten Harzes, so  wie saurer Verunreinigungen. Unter Vermei  dung höherer Temperaturen wird das Ester  harz im Vakuum getrocknet.

    Beispiel 2:  200 Teile des nach dem Verfahren der  schweizerischen Patentschrift Nr. 104015  aus Rohnaphtol und Schwefel erhaltenen  Naphtol-Schwefel-Harzes werden pulverisiert  und in einem mit Rückflusskühlung und Chlor  calciumvorlage versehenen Gefäss im Ölbad  unter Rühren mit 185 Teilen Benzoylchlorid  und 100 Teilen Toluol versetzt. Bei vorsich  tigem Erwärmen und gutem Rühren geht das    Harz unter Abspaltung     der    entsprechenden  Menge Salzsäure in Lösung. Die Masse wird  so lange weiter erhitzt, bis sieh keine Salz  säure mehr entwickelt. Durch eine kurze Va  kuumdestillation werden das Toluol und die  letzten Spuren Salzsäure, Benzoesäure und  Benzoylchlorid entfernt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines als Schutz- und Isolierlack, Imprägnierungsmit tel, Klebstoff und dergleichen verwendbaren Harzes, dadurch gekennzeichnet, dass man das durch Schwefelung von a-Na.phtol erhaltene Harz mit Benzoylierungsmittelr @ehandelt. Das neue Harz ist ebenso wie das Aus gangsharz von hell- bis braungelber Farbe. Es unterscheidet sieh jedoch hiervon durch seine Löslichkeitseigenschaften. Es ist in Al kohol und Alkali unlöslich, in Chloroform, Äthylenchlorid und andern halogenierten Kohlenwasserstoffen, ferner in Gemischen von aliphatischen mit halogenierten bezw. mit hydrierten aromatischen Kohlenwasserstoffen löslich. Das Harz löst sich ferner in eineu Gemisch von Aceton und einem nicht lösen den Lösungsmittel, wie z. B. Alkohol. Unter Mitverwendung gewisser Lösungsmittel, wie z. B.
    Benzylalhohol, Cyclohezanol und der gleichen, lässt sieh das Harz auch in Leinöl lösen. Es ist, ferner sehr bestii.ndig und -,ider- standsfä:hig gegen physika.lisehe und cliemi- sehe Einwirkungen, wie z. B. Witterungsein flüsse, mechanische Beanspruchung, elektri sche Spannungsunterschiede und chenii@clie Reagenzien.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Benzoy- lierung in Cuegenwart von Lösungsmitteln vornimmt.
CH104247D 1922-09-01 1922-09-01 Verfahren zur Herstellung eines als Schutz- und Isolierlack, Imprägnierungsmittel, Klebstoff und dergleichen verwendbaren Harzes. CH104247A (de)

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