CH108706A - Verfahren zur Darstellung eines blau färbenden Küpenfarbstoffes der Thioindigoreihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines blau färbenden Küpenfarbstoffes der Thioindigoreihe.

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CH108706A
CH108706A CH108706DA CH108706A CH 108706 A CH108706 A CH 108706A CH 108706D A CH108706D A CH 108706DA CH 108706 A CH108706 A CH 108706A
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acid
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vat dye
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Leopold Cassella Co Ge Haftung
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Cassella Leopold & Co Gmbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/10Bis-thionapthene indigos

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Darstellung eines blau färbenden     Küpenfarbstoffes    der     Thioindigoreihe.       Es wurde gefunden, dass     o-Aminoarylthio-          glycolsäure    der allgemeinen Formel  
EMI0001.0005     
         komponent    bedeutet) beim Behandeln mit ge  eigneten sauren Kondensationsmitteln in neue  und sehr wertvolle     Farbstoffe    der     Thioindigo-          klasse    übergehen, die animalische und vege  tabilische Faser in der     $ydrosulfitküpe    vor  züglich lichtecht anfärben.

   Die Reaktion wird  am besten mit den trockenen Salzen der     o-          Aminoarylthioglycolsäuren    durchgeführt; man  kann jedoch auch Derivate derselben benut  zen, welche im Laufe der Reaktion den     Sub-          stituenten    abspalten und zum gleichen End  produkt führen.

   So liefern     Acyl-,    insbesondere       Acetyl-o-aininoarylthioglycolsäuren    und ferner       Azofarbstoffe,    welche durch     Diazotieren    der       o-Aminoarylthioglycolsäuren    und Kupplung  der gebildeten     Diazoverbindungen    mit     Phe-          nolen,        Naphtolen    und deren     Sulfosäuren    ent  stehen, gute Resultate.

      Geeignete Kondensationsmittel sind insbe  sondere: konzentrierte Schwefelsäure,     Schwe-          felsäuremonohydrat,        Chlorsulfonsäure    und rau  chende Schwefelsäure.     Kondensation    und Bil  dung der Farbstoffe können in einer oder  in zwei getrennten Operationen durchgeführt  werden. Zusätze von Kontaktmitteln, wie Bor  säure, Phosphorsäure, Metallsalze, Metallsul  fide und ähnlich wirkende Körper beschleu  nigen häufig die Kondensation und verbessern  die Ausbeute.  



  Die vorliegende Erfindung hat zum Gegen  sand die Darstellung eines solchen blaufär  benden     Thioindigofarbstoffes    aus der     o-Amino-          arylthioglycolsäure    folgender     Konstitution     
EMI0001.0033     
         N-Azokomponent    bedeutet) gemäss obiger Re  aktion. Der     Farbstoff    bildet mit alkalischem       Hydrosulfit    eine leichtlösliche grüngelbe     Küpe     0      und färbt Baumwolle und Wolle aus dersel  ben blaugrau bis tiefblau. Diese Färbungen  sind wasch-,     walk-    und vorzüglich lichtecht.

    <I>Beispiel 1:</I>  Man stellt zunächst aus dem im Schwei  zer Patent Nr. 77186 beschriebenen Einwir  kungsprodukt von Chlorschwefel auf     o-Tolui-          din    gemäss dem im Schweizer Patent be  schriebenen Verfahren eine wässerige Lösung  des     Natriumsalzes    der     (1)3Tethyl    (5)     elrlor-(2)          aminophenyl    (3)     thioglycolsäure     
EMI0002.0009     
    dar.

   Diese Lösung wird dann annähernd neu  tralisiert und mit einem     Überschuss    von Kup  fersulfat versetzt; das     schwerlösliche    Kupfer  salz der     Thioglycolsäure    scheidet sich beim  längeren Stehen fast völlig ab, es wird fil  triert, ausgewaschen und getrocknet. Zur Um  wandlung in den     Thioindigofar-bstoff    werden  10 kg dieses so gewonnenen Kupfersalzes in  die etwa     MnffacheMenge        Schwefelsäuremono-          hydrat    unter gutem Rühren eingetragen; die  Temperatur lässt man hierbei zweckmässig  50   C nicht übersteigen.

   Man     kühlt    auf ge  wöhnliche     Temperatur    ab und gibt allmählich  unter Rühren ein Gemisch von etwa 10     Vo-          lumteilen        Oleum        (20        %        S03)        und        20        Volum-          teilen        Chlorsulfonsäure    zu. Unter Temperatur  steigerung färbt sich die Masse bald stahlblau  bis tiefblau.

   Zur Vollendung der Reaktion  wird nach einiger Zeit auf etwa     50o    C an  gewärmt und bis zur Vollendung der     Farb-          stoffbildung    auf dieser Temperatur gehalten.  



  Die     Masse    wird dann vorsichtig auf Eis  gegossen, der ausgeschiedene dunkelblaue  Niederschlag     abfiltriert,    neutral gewaschen  und wenn nötig durch Extrahieren mit war  mer Soda- oder     Alkalilösung    gereinigt. Die  so gewonnene     Farbstoffpaste    ist unmittelbar  für Färberei- und     Druckereizwecke    geeignet.  Getrocknet ist der     Farbstoff    ein tiefdunkel  blaues Pulver, in konzentrierter Schwefelsäure  mit gleicher Farbe löslich.    An Stelle des Kupfersalzes können andere  geeignete Salze, wie z. B. das Zink- oder Na  triumsalz der obengenannten     o-Arrrinoar-ylthio-          glyeolsäure,    benutzt werden.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Eine wässerige, annähernd neutrale Lö  sung des     Natriumsalzes    der     (1)11lethyl(5)chlor#-          (2)        anrinoplrenyl    (3)     thioglycolsäure    (siehe     vor-          hergehendes        Beispiel),        welche        23,5        kg        100        %     Säure entspricht, wird zur Überführung in die  N.

       Acety        lverbindung    auf einmal mit etwa 10 kg       Essigsäureanhydrid    versetzt und kräftig durch  gerührt. Die     Acetylierung    ist in kurzer Zeit  beendet, man stellt mineralsauer, lässt die       acety        lierte    Säure auskristallisieren, filtriert  und trocknet sie: sie schmilzt im reinen Zu  stand bei 183       C.     



  Zur Überführung in den     Thioindigofarb-          stoff    werden 10 kg der so gewonnenen     N.Ace-          tylverbindung    in etwa 40     Volurnteile        Chlor-          sulfonsäure    eingetragen, die Temperatur steigt  hierbei auf 30-40o C, und die Masse nimmt  alsbald eine tiefblaue Färbung an. Man lässt  die Reaktion in etwa 24 Stunden zu Ende  gehen, giesst dann auf Eis und isoliert den       Farbstoff,    wie im Beispiel 1 beschrieben ist.  Sollte derselbe nicht völlig verseift sein, so  erwärmt man ihn kurze Zeit mit etwa 80 %  Schwefelsäure auf l00-130 o C.  



  Der     Farbstoff    ist in allen seinen Eigen  schaften identisch mit dem nach Beispiel 1  gewonnenen.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Eine     wässerige    Lösung des     Natriumsaläes     der (1)     Methyl    (5) chlor-     (2)aminophenyl(3)thio-          glycolsäure    (siehe Beispiel 1) wird in bekann  ter Weise dianotiert und mit der äquivalenten  Menge     f-Naphtoldisulfosäure    R     gekuppelt.     Der so gebildete     Azofarbstoff    wird     ausgesal-          zen,    filtriert und getrocknet. Die     LTrnwand-          lung    desselben in den     Thioindigofarbstoff    ge  schieht, wie in Beispiel 1 beschrieben ist.

   Er  liefert in der     Hydr-osulfitl;üpe    auf Baumwolle  und Wolle die gleichen Färbungen wie der  Farbstoff der Beispiele 1 und 2.

Claims (1)

  1. PATNNTANSPPrt?CI1 Verfahren zur Darstellung eines blauen Küpenfarbstoffes der Thioindigoreihe, dadurch gekennzeichnet, dass die o-Aminoarylthiogly- colsäure folgender Konstitution EMI0003.0006 N-Azokomponente) mit sauren Kondensations mitteln behandelt wird. Der Farbstoff bildet mit alkalischem Hydrosulfit eine leichtlösliche grüngelbe Küpe und färbt Baumwolle und Wolle aus derselben blaugrau bis tiefblau. Diese Färbungen sind wasch-, walk- und vor züglich lichtecht.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss des Patentanspruchs, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensa tion in Gegenwart eines Katalysators durch geführt wird.
CH108706D 1924-03-26 1924-03-26 Verfahren zur Darstellung eines blau färbenden Küpenfarbstoffes der Thioindigoreihe. CH108706A (de)

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