CH122816A - Verfahren zur Herstellung eines als Farbe geeigneten Eisenoxydes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines als Farbe geeigneten Eisenoxydes.

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CH122816A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines als Farbe geeigneten     Eisenoxydes.       Es wurde gefunden, dass man ein als  Farbe geeignetes Eisenoxyd bei der Reduktion  von aromatischen Nitroverbindungen zu den  entsprechenden Aminen mittelst Eisen und  Säuren erhalten kann, wenn man     dieReduktion     unter den Bedingungen gemäss dem Ver  fahren der vorliegenden Erfindung ausführt.  



  Bei der bekannten und seit langer Zeit  ausgeübten Fabrikation aromatischer Amine  mit Hilfe von Eisen und einer zu dessen  Auflösung unzureichenden Menge einer Säure  verwandelt sich das als Reduktionsmittel  dienende Eisen in ein meistens braunschwarzes  Oxyd, dessen Zusammensetzung der Formel       Fes04    oder einer zwischen     Fes04    und     FesOs     liegenden entspricht. Dieses Oxyd ist wegen  seiner geringen Farbkraft als Farbpigment  nicht zu gebrauchen oder sehr minderwertig.  



  Gemäss dem Verfahren der Erfindung  nimmt man die Reduktion in Gegenwart  einer konzentrierten Salzlösung vor, die       Wasserstoffionen    enthält, jedoch nur in solcher  Menge, dass eine vollständige Bindung des    entstehenden Amins und des entstehenden       Eisenoxyd Ioxydes    nicht erfolgen kann. Die  Wasserstoffionen enthaltende Salzlösung kann  dadurch erhalten werden, dass man einer  verdünnten Säure     bezw.    verdünnten Lösung  eines sauren Salzes ein leicht lösliches Salz  hinzufügt oder indem man die Säure     bezw.     das saure Salz anstatt in Wasser in einer  konzentrierten wässerigen Lösung eines Salzes  auflöst.

   Als Salze kommen vornehmlich die  leicht löslichen Chloride solcher Metalle in  Betracht,     die    nicht edler als Eisen sind, also  zum Beispiel die Chloride der Alkali- und       Erdalkalimetalle,    des Magnesiums, Zinks und  des Eisens selbst, letzteres natürlich in Form  des     Ferrochlorides,    da     Ferrichlorid    in Gegen  wart des     Eisenmetalles    nicht bestehen kann.  Auch Salze aromatischer Basen, wie z. B.  das salzsaure Salz des Anilins, sind geeignet.  Diese letzteren kann man, anstatt sie fertig  zuzugeben, während der Reaktion entstehen  lassen, indem man die Reduktion mit einer  entsprechend grösseren Menge Salzsäure, und  zwar konzentrierter Salzsäure, beginnt.

        Wenn das zur Erreichung der notwendigen  Konzentration der Lösung verwendete Salz  selbst sauer reagiert, das heisst eine Hydro  lyse unter Freiwerden von Wasserstoffionen  erleidet, wie zum Beispiel im Fall des     Ani-          linchlorhydrates,    so ist die besondere Zugabe  einer Säure oft nicht erforderlich.  



  Wenn man die Reduktion in Anwesenheit  derartiger konzentrierter Salzlösungen ausführt,  wobei im übrigen die aus den unten folgen  den Beispielen ersichtliche Arbeitsweise von  der gebräuchlichen nicht wesentlich abweicht,  so     hinterbleibt    nach Ausscheidung des aus der       Nitroverbindung    entstandenen aromatischen  Amins, z. B. des Anilins, ein Schlamm, der  das oxydierte Eisen in äusserst feiner Ver  teilung als tief schwarzes     Fes04    enthält. Es  kann durch Schlämmen, Auswaschen und  Trocknen aus diesem Schlamm isoliert und  direkt als     Farbpigment    verwendet werden,  oder es kann, wenn man rote Töne zu erhalten  wünscht, noch     kalziniert    werden.

   Das Ver  fahren wird durch folgende Beispiele erläutert:    <I>Beispiel 1:</I>    150 kg einer 30     o/oigen    Kochsalzlösung  werden mit 15 kg Salzsäure von 20       Fe    an  gesäuert und mit 250 kg     gemahlenem    Eisen  versetzt. Bei 100 o werden 200 kg Nitrobenzol  so zulaufen gelassen, dass sich die Temperatur  durch die Reaktionswärme auf 100 o hält.  Nach Beendigung der Reduktion wird das  entstandene Anilin abgeschieden. Es bleibt  ein hochwertiges, tiefschwarzes     Eisenoxydul-          oxyd,    das von den Salzen gereinigt und ge  trocknet wird.

   Das so erzielte     Eisenoxydul-          oxyd    lässt sich im Gegensatz zu dem bei den  bisherigen Reduktionsmethoden '-erhaltenen,  leicht durch Glühen und Oxydation in eine  rote     Eisenoxydfarbe    verwandeln.    <I>Beispiel, 2:</I>    Man verfährt wie in Beispiel 1 angegeben,  doch werden anstatt 150 kg Kochsalzlösung  150 kg einer 40     o/oigen        Chlorcal_ciumlösung     verwendet.         Beispiel   <I>3:</I>  100 kg     Wasser    werden mit 60 kg Salz  säure von 20'     Re        angesäuert    und mit 250 kg  gemahlenem Eisen versetzt.

   Hierzu laufen  bei 100              200    kg     Nitrobenzol.    Die weitere  Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel 1.         Beispiel        f:     In eine     Mischung    aus 150 kg Wasser,  200 kg Nitrobenzol, 60 kg     Chlorcalcium    und  6     hg    Salzsäure von     20"Be    werden, bei 100 ",  im Verlauf einiger Stunden<B>180</B> kg Eisenpulver       eingetragen.    Nach Beendigung der Reaktion  gewinnt man das Anilin und wäscht den       zurückgebliebenen    Schlamm aus.

   Er stellt  nach dem Trocknen ein tiefschwarzes     Eisen-          oxyduloxyd        dar,    das durch Glühen in ein       hochwertiges,.\Eiseiioxydrot    von guter     Farb-          kraft    verwandelt werden     kann.     



       Beispiel   <I>5</I>  Zu     _120    kg einer 20      /oigen        Eisenchlorüi--          lösung    gibt man 250 kg gemahlene     Gusseisen-          späne    und lässt bei Siedetemperatur langsam  200 kg Nitrobenzol einlaufen. Nach Beendi  gung der Reduktion wird das Anilin gewonnen  Der zurückbleibende Eisenschlamm ist von  tiefschwarzer Farbe und grosser Ergiebigkeit.       Beispiel   <I>6:</I>  Zu 150 Liter einer 30 0%igen     Chlormag-          nesiumlösung    gibt man 20 kg Salzsäure und  250 kg Eisenspäne.

   Man heizt diese Masse  an und trägt langsam 200 kg     a-    Nitronaphtalin  ein. Nach beendeter Reduktion wird das  fertige     u-IVTaphtylamin    abgeschieden. Das  entstandene hochwertige     Eisenoxyduloxyd     wird gewaschen und getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines als Farbe geeigneten Eisenoxydes bei der Reduktion von aromatischen Nitroverbindungen mit Eisen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduk tion in Gegenwart einer konzentrierten Salz lösung vornimmt, die Wasserstoffionen enthält, jedoch nur in solcher Menge, dass eine voll ständige Bindung des entstehenden Amins und des entstehenden Eisenoxyduloxydes nicht erfolgen kann.
    Das nach beendeter Reduktion und Abtrennung des Amins gewonnene Eisen- oxydulosyd stellt ein tiefschwarzes, als Pig ment geeignetes Pulver dar, das durch Kal- zinieren in Rot übergeht. Ü NTERANSPRtrCHE 1. Verfahren. nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine angesäuerte konzentrierte Salzlösung benutzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine infolge Hydrolyse sauer reagierende Salzlösung benutzt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine konzentrierte Lösung leichtlöslicher Chloride von Metallen verwendet, welche nicht edler als Eisen sind. 4.
    Verfahren nach Patentansprucb. dadurch gekennzeichnet, dass man als konzentrierte Salzlösung eine Lösung des salzsauren Salzes des, der zu reduzierenden Nitro- verbindung entsprechenden aromatischen Amins verwendet. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion der Nitroverbindung mit Eisen und einer zu dessen Auflösung unzureichenden Menge konzentrierter Salzsäure beginnt, so dass sich während der Operation aus dem ent stehenden Amin und der Salzsäure eine konzentrierte Lösung des salzsauren Salzes des Amins (bildet.
CH122816D 1925-05-08 1926-04-27 Verfahren zur Herstellung eines als Farbe geeigneten Eisenoxydes. CH122816A (de)

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