CH127788A - Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes des Dischwefelsäureesters von Dihydrothioindigo. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes des Dischwefelsäureesters von Dihydrothioindigo.

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CH127788A
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      verfahren    zur Herstellung des     Dinatriumsalzes    des     Dischwefelsäureesters    von       Dihydrothioindigo.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung des     Dinatriumsal-          zes    des     Dischwefelsäureesters    von     Dihydro-          thioindigo.     



  In der britischen Patentschrift Nr. 247787  (vom 11. August 1924) ist die Herstellung  von Derivaten von     Iiüpenfarbstoffen    be  schrieben, wobei ein     güpenfarbstoff,    ein Me  tall und     Chlorsulfonsäure    oder dergleichen in  Gegenwart eines tertiären Amins oder analo  gen     Substanzen    aufeinander einwirken gelas  sen werden.  



  Zweck der vorliegenden Erfindung ist ein  verbessertes Verfahren für die Herstellung  des     Dinatriumsalzes    des     Dischwefelsäure-          esters    von     Dihydrothioindigo    zu schaffen.  



  Nach dem Verfahren gemäss der Erfin  dung wird das     Dinatriumsalz    des     Dischwefel-          säureesters    von     Dihydrothioindigo    -dadurch  erhalten, dass man     Thioindigo        (Thioindigo-          rot),    ein     quaternäres        Ammoniumhalogenid,     (welches durch Einwirkung einer tertiären  organischen Base auf ein     Halogenalkyl    er-    halten werden kann),

   ein Metall und ein Pro  dukt welches durch Umsetzung einer tertiä  ren organischen Base mit einem das     Schwefel-          trioxyd-Derivat    der tertiären Base erzeugen  den Mittel, zum     Beispiel        Alkyl-chlorsulfonat,     oder     Schwefelsäuremonochlorid        (Chlorsulfon-          säure),        Oleum,        Schwefeltrioxydusw.erhalten          wird,    in Gegenwart einer flüssigen tertiären  organischen Base aufeinander einwirken lässt       und,das    erhaltene Reaktionsgemisch mit einer  alkalischen     Natriiunverbindung,

      zum Beispiel  mit     Ätznatron    oder Natriumkarbonat extra  hiert.  



  Das nachstehende Beispiel zeigt, wie das  Verfahren ausgeführt werden kann; die ange  führten Teile bedeuten Gewichtsteile und die  Temperaturen sind     in        Zentigraden    angegeben.  <I>Beispiel:</I>  Dieses Beispiel betrifft die Umsetzung  zwischen     Thioindigo,        Aethylbromid,        Zink     und     Pyridin,    gefolgt von einer Behandlung  mit der     Schwefeltrioxydverbin-dung    des     Pyri-          dins.         Eine     Mischung    von 50 Teilen     Pyridin,

       11 Teilen     Thioindigo        und    8 Teilen     Zinkstaub     wird gut gerührt und in einer Stickstoffatmo  sphäre auf<B>70'</B> erhitzt. Hierauf werden 0,75  Teile     Äthylbromid    zugegeben. Die Tempera  tur     wird    während 20 Minuten auf<B>70'</B> gehal  ten, wobei die Farbe des Reaktionsgemisches  erst in Blutrot, dann in Grün und schliesslich  in     Grünlichgelb    umschlägt. Dann wird auf  20   abgekühlt und 20 Gewichtsteile     Pyridin-          Schwefeltrioxyd-Verbindung    zugegeben. Die  Temperatur wird dann im Verlaufe von einer  halben Stunde auf<B>50'</B> gesteigert und wäh  rend einer halben Stunde auf 50   gehalten.

    Die Farbe des Reaktionsgemisches ist am       Schlusse    ein graues Weiss. Das Reaktionsge  misch wird     dann    mit     ungefähr    400 Teilen  Wasser, welches 30 Gewichtsteile Natrium  karbonat enthält, gemischt und mit Wasser  dampf destilliert. Nach der augenscheinlichen  Entfernung des     Pyridins    wird der Auszug fil  triert und das     Thioindigoderivat    auskristalli  sieren gelassen. Das in der Mutterlauge noch       enthaltende    Produkt kann im wesentlichen  entweder durch Konzentrieren im Vakuum  und nachfolgende Kristallisation oder durch       Aussalzen    mit gewöhnlichem Salz ausge  schieden werden.  



  Das wie vorstehend angegeben herge  stellte     Thioindigoderivat    ist ein farbloser       kristallinischer    Körper, der langsam rötlich  wird, wenn er dem Licht und der Luft aus  gesetzt ist. Er ist leicht in Wasser löslich:  durch Zugabe von sauren Oxydationsmitteln  zu seiner wässerigen Lösung wird der     ur-          sprüngliche        Thioindigo    regeneriert. Er hat  geringe oder keine Affinität zu Textilfasern,  ausgenommen die tierischen Fasern, für wel  che die geringe Affinität mit steigender  Temperatur zunimmt. Durch Zugabe kleiner  Mengen von Säure wird ausserdem die Affini  tät bei hohen Temperaturen gesteigert, ob  wohl eine solche Zugabe dazu neigt, Zerset  zung zu verursachen.  



  Das bei dem Verfahren vorzugsweise an  gewandte Metall ist Zink, aber es können  auch andere Metalle angewandt werden, da  sie nicht in die     Zusammensetzung    des Endpro-         duktes    eintreten. Vorzugsweise     wird    als     qua,-          ternäres        Ammoniumsalz        Pyridinium-Äthyl-          bromid    angewandt, aber es     können    auch an  dere     quaternäre        Ammoniumsalze    verwendet  werden, besonders andere     Pyridinium-Alkyl-          halogenide,

      da von diesen Körpern keine Teile  in die Zusammensetzung des Endstoffes ein  treten. Das     quaternäre        Ammoniumsalz    kann  als solches zugegeben werden, oder wie in  dem angeführten Beispiel im Reaktionsge  misch bei der Zugabe des geeigneten Esters  zu der tertiären Base erzeugt werden. Vor  zugsweise wird als tertiäre Base     Pyridin    ver  wendet, aber auch andere geeignete     tertiäre     Basen können, da sie nicht in den Endstoff  eintreten, verwendet werden.

   Als     esterifizie-          rendes    Mittel wird     zweckmässigerweise    die       Pyridin    -     Schwef        eltrioxyd    -Verbindung ange  wandt, welche zum Beispiel durch Zugabe von       Schwefeltrioxyd    zu     Pyridin    entsteht, die aber  auch nach andern Methoden, zum Beispiel  durch Zugabe von     Alkylschwefelsäurehaloge-          niden    oder     Chlorsulfonsäure    zu     Pyridin    ge  wonnen werden kann.

   Das     Veresterungspro-          dukt    scheint im wesentlichen aus einem       Schwefelsäureesterderivat    des     Dihydrothioin-          digos    in Form einer komplexen, Metall und       tertiäre    Base enthaltenden Verbindung zu be  stehen. Die genaue Zusammensetzung     dieses          Veresterungsproduktes,    welches als Zwischen  produkt auftritt, kann je nach dem ange  wandten besonderen     Esterifizierungsmittel,     dem     Halogenalkyl    und dem Metall vari  ieren.

   Die     esterifizierenden    Mittel kön  nen auf mannigfache Art gewonnen  werden, so zum Beispiel aus     Pyridin    und  einem     Alkylchlorsulfonat,        Schwefelsäure-          monochlorid        (Chlorsulfonsäure),        Oleum    oder       Schwefeltrioxyd    durch welche Substanzen  man das     Esterifizierungsmittel    während oder       vorgängig    der Reaktion herstellen     kann.     



  Das Zwischenprodukt     wird    in den     End-          stoff    des Verfahrens, das heisst in das     Dina-          triumsalz    durch Behandeln mit zum Beispiel  Natriumkarbonat oder     Ätznatron    umgewan  delt.  



  Das Derivat kann zum Färben und     Bedruk-          ken    von Fasern benützt werden, wobei man die      Farbe durch die     Einwirkung    saurer Oxyda  tionsmittel und in einigen Fällen durch al  kalische Oxydationsmittel entwickeln kann,  zum Beispiel nach den Angaben der briti  schen     Patentschrift    251491, welche jetzt ver  öffentlicht     wuimde,    aber zur Zeit -des Priori  tätsdatums der vorliegenden Anmeldung noch  nicht öffentlich zugänglich war.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung des Dina- triumsalzes des Dischwef elsäureesters von Dihydrothioindigo, dadurch gekennzeichnet, dass man Thioindigo, ein quaternäres Ammo- niumhalogenid, ein Metall und das Schwefel- trioxydderivat einer tertiären organischen Base in Gegenwart einer flüssigen tertiären organischen Base aufeinander einwirken lässt und das hierbei entstehende Zwischenprodukt mit einer alkalischen Natriumverbirndung be handelt.
    Das so gewonnene Produkt ist ein farb loser kristallinischer Körper, welcher an der Luft langsam rötlich wird; in Wasser ist er leicht löslich und wird in wässeriger Lösung durch Zugabe saurer Oxydationsmittel in Thioindigo zurückverwandelt. Er hat geringe oder keine Affinität zu Textilfasern mit Aus nahme der tierischen Fasern, zu welchen die geringe Affinität bei steigender Temperatur zunimmt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Metall Zink ange wandt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als quaternäres Am moniumsalz Pyridinium-Äthylbromid an gewandt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als tertiäre Base Pyri- din angewandt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch Einwirkung eines Halogenalkyls auf eine tertiäre or ganische Base erhaltenes quaternäres Am moniumhalogenid verwendet wird.
CH127788D 1926-03-15 1927-03-14 Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes des Dischwefelsäureesters von Dihydrothioindigo. CH127788A (de)

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