CH146360A - Verfahren zur Herstellung fester Kohlensäure von hohem spezifischen Gewicht. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung fester Kohlensäure von hohem spezifischen Gewicht.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung fester Kohlensäure von hohem spezifischen Gewicht. Während die Verwendung fester Kohlen säure als Kühlmittel bis vor kurzem fast ausschliesslich auf wissenschaftliche Zwecke im Laboratorium sich beschränkte, ist man neuerdings dazu übergegangen, die feste Kohlensäure auch in grösserem technischen Alassstabe als Kühlmittel einzuführen. Hier bei hat es sich gezeigt, dass die physikalische Beschaffenheit der festen Kohlensäure von ausschlaggebender Bedeutung für ihre Eignung als Kühlmittel ist.
Der bisher üblich gewesene allgemein bekannte, leichte Kohlensäureschnee, wie man ihn beim schnellen Ausströmen von flüssiger Kohlensäure in einen Tuchbeutel oder dergleichen erhält, erleidet infolge seiner lockeren Form und seiner dadurch bedingten grossen Oberfläche eine ausserordentlich schnelle, auf Verdunstung beruhende Substanzvermin derung, und die Kältewirkung, bezogen auf die Gewichtseinheit, ist daher nur von kur zer Dauer. Es musste daher das Bestreben darauf gerichtet sein, den Kohlensäureschnee in eine spezifisch schwerere Form mit geringer Ober fläche zu bringen, und es sind dazu verschie dene Verfahren vorgeschlagen worden.
So wird zum Beispiel Kohlensäureschnee durch hydraulische Pressen verdichtet, wobei es sich herausgestellt hat, dass der Grad der Verdichtung proportional ist dein angewand ten Druck und der Zeit der Einwirkung. Da beiden Faktoren bei mechanischer Pressung praktisch gewisse Grenzen gezogen sind, be gnügt man sich bei den technisch gebräuch lichen Dimensionen damit; die feste Kohlen säure auf ein spezifisches Gewicht von etwa 1,1 zu pressen.
Bei einem andern Verfahren wird eine weitergehende Verdichtung dadurch angestrebt, dass man das Kohlensäureeis aus einem bei dem Tripelpunkt der Kohlensäure entstehen den Gemisch von Kohlensäureschnee und flüssiger Kohlensäure sich bilden lässt, ähnlich also, wie leichter Wasserschnee unter gewis sen Bedingungen zu Wassereis umgewandelt werden kann.
Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass der Druck um den Tripelpunkt herum genau eingehalten werden muss, und dass ausserdem besondere Mischvorrichtungen nötig sind, um das für das Ergebnis erforderliche Gemisch von Kohlensäureschnee und flüssiger Kohlen säure zu erzeugen.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird feste Kohlensäure von hohem spezifischen Ge wicht auf bedeutend einfachere Weise erzeugt, indem die Entspannung der flüssigen Kohlen säure von einem über dem Erstarrungspunkt liegenden Druck aus den Seitenwänden eines unter diesem Druck wachsenden Kohlensäure- Eisblockes entlang erfolgt. Der Druck, von dem aus die Entspannung der flüssigen Koh lensäure vor sich gehen soll, kann innerhalb der technisch üblichen Grenzen beliebig hoch gewählt und braucht nicht konstant gehalten zu werden.
Irgendwelche besonderen Misch- oder sonstige Reguliervorrichtungen sind in folgedessen nicht erforderlich.
Nachstehend sei an einem Beispiel be schrieben, wie das Verfahren ausgeführt wer den kann.
Einem zur Verminderung der Wärmeein strahlung isolierten Gefäss c mit unterem Verschlussdeckel g wird durch Rohr b mit Ventil a flüssige Kohlensäure zugeführt. .Die Rohrleitungen e und i mit den Ventilen f und<I>7c</I> führen zur Sammelleitung h, die ihrer seits mit dem Gasometer in Verbindung steht, aus dem der Kompressor die Kohlensäure gase zur Verflüssigung ansaugt. Die Leitung i kann auch direkt mit einer Druckstufe des Kompressors in Verbindung stehen. Im untern Teil des Gefässes c befindet sich ein Sieb d.
An Stelle des Siebes genügt auch eine Platte, die einen Durchgang an den Wandungen offen lässt; die Platte kann jedoch auch ganz in Wegfall kommen, wenn die Ableitung e weit gering gewählt wird, um Verstopfungen zu vermeiden.
Lässt man durch das Regulierventil a und die Leitung b flüssige Kohlensäure in das Gefäss c bei vollkommen geöffneten Ventilen f und k einströmen, so sammelt sich auf dem Sieb d Kohlensäureschnee. Der Druck im Gefäss c beträgt zirka 1 Atm. abs. Anstatt den Kohlensäureschnee in dem Gefäss erst zur Bildung zu bringen, kann man auch un mittelbar vorher in beliebiger Weise erzeug ten Kohlensäureschnee in das Gefäss c ein füllen.
Ist eine Schicht von zum Beispiel 25 cm Kohlensäureschnee vorhanden, so wird das Ventil k so weit geschlossen, dass im Gefäss c ein Druck von zum Beispiel 20 Atm. entsteht, und aufrecht erhalten bleibt. Die bei diesem Druck einfliessende Kohlen säure bleibt nunmehr flüssig und lagert sich oberhalb des Kohlensäureschnees ab, wodurch dieser zu einer dichten Masse zusammenge- presst wird, die keine flüssige oder gasförmige Kohlensäure mehr hindurchtreten lässt.
Dies ist daran zu erkennen, dass der Druck unter halb des gebildeten Kohlensäureblockes in der Leitung e auf Atmosphärendruck abfällt und verharrt. Die oberhalb des Eisblockes lagernde flüssige Kohlensäure wird nunmehr durch den vorhandenen Druck zwischen (xe- fässwand und Eisblock gedrückt und expan diert dabei. Die dadurch entstehende Kälte bringt an der Oberfläche des Eisblockes weitere unter Druck stehende flüssige Koh lensäure zum Erstarren.
Hat der so entstehende Block die ge wünschte Grüsse erreicht, so schliesst man das Ventil a, lässt den Druck aus dem Ge fäss c ab und öffnet den Deckel g. Das er haltene Kohlensäureeis hat ein spezifisches Gewicht von 1,4-l.,5. Entnimmt man dem Gefäss nur einen Teil des gebildeten Kohlen säureeisblockes, etwa, indem man ein Stück mit der Säge abschneidet und den Rest im Gefäss lässt, so kann man nach Schliessen des Deckels g durch erneute Hinzugabe flüssiger Kohlensäure bei 20 Atm., also ohne vorher neuen Schnee in das Gefäss zu bringen,
unmittelbar den beschriebenen Kohlensäure eisbildungsprozess fortführen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung fester Kohlen säure von hohem spezifischem Gewicht, da durch gekennzeichnet, dass die Entspannung der flüssigen Kohlensäure von einem über dem Erstarrungspunkt liegenden Druck aus den Seitenwänden eines unter diesem Druck wachsenden Kohlensäureeisblockes entlang erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE146360X | 1929-04-27 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH146360A true CH146360A (de) | 1931-04-15 |
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ID=5671320
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|---|---|---|---|
| CH146360D CH146360A (de) | 1929-04-27 | 1930-04-19 | Verfahren zur Herstellung fester Kohlensäure von hohem spezifischen Gewicht. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH146360A (de) |
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1930
- 1930-04-19 CH CH146360D patent/CH146360A/de unknown
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