CH148335A - Verfahren zur Herstellung eines 2-Merkapto-arylen-thiazols. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines 2-Merkapto-arylen-thiazols.

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CH148335A
CH148335A CH148335DA CH148335A CH 148335 A CH148335 A CH 148335A CH 148335D A CH148335D A CH 148335DA CH 148335 A CH148335 A CH 148335A
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CH
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mercapto
thiazole
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arylene
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren    zur Herstellung eines     2-lierlzapto-arylen-tijiazols.       Vorliegendes Patent bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung von     2-Merkapto-          4-methoxy-6-chlor-benzothiazol    der Formel:  
EMI0001.0005     
    dadurch gekennzeichnet, dass man eine     Thio-          kohlensäureverbindungder    allgemeinen Formel:

    
EMI0001.0008     
    worin     g    einen bei der Reaktion sich abspal  tenden Rest, zum Beispiel     -0-alkali,        -S-alkali,     oder     -0-alkyl    bedeutet, eine stark alkalisch  reagierende Substanz und     4-Metboxy-6-chlor-          benz-thiaz-thioniumchlorid    aufeinander ein  wirken lässt und das Reaktionsprodukt durch  Ansäuern der Reaktionsmasse isoliert.    Die Reaktion verläuft nach folgendem Schema:  
EMI0001.0015     
    Man ersieht aus dieser Formelgleichung,  dass die Reaktion 4 Äquivalente der stark    alkalisch reagierenden Substanz benötigt.

   (Bei  Anwendung von Schwefelnatrium als stark      alkalisch reagierende Substanz entspricht dies  2 Molekülen.) Diese Menge dient zur Auf  spaltung des     Thiazthioniumringes.    Geht man  bei der Ausführung des     Verfahrens    nicht von  einer fertigen     Thiokohlensäureverbindung    der  allgemeinen Formel  
EMI0002.0004     
    aus, sondern stellt man dieselbe im Lauf  des Verfahrens aus ihren Ausgangsstoffen her,  zum Beispiel aus Schwefelkohlenstoff und  Schwefelnatrium, so erhöht sich die angege  bene Menge der stark alkalisch reagierenden  Substanz entsprechend um zwei     Äquivalente.     



  Als Zwischenprodukt bei der Reaktion  entsteht     vermutlich    ein     o-Aminomerkaptan,     das sofort in statu nascendi mit der     Thio-          kohlensäure    reagiert. Ein allfällig zu ver  wendendes Reduktionsmittel dient dazu, eine  eventuelle Oxydation des entstandenen     Mer-          kaptans    zum     Disulfid    zu verhindern.  



  Die neue Verbindung schmilzt in reinem  Zustand bei<B>2330.</B> Sie soll zu pharmazeuti  schen Zwecken und als     Ausgangsstoff    zur  Herstellung von Farbstoffen, insbesondere aber  als     Vülkanisationsbeschleuniger    Verwendung  finden.  



  <I>Beispiel, 1:</I>  25 Teile des Einwirkungsproduktes von  'Chlorschwefel auf     o-Anisidin        (vergl.        DRP.     360G90), dem die Konstitution eines     Thiaz-          thioniumchlorids    der Formel:  
EMI0002.0020     
    zukommt, werden in eine Lösung von 80  Teilen     krist.    Schwefelnatrium in 100 Teilen  Wasser eingetragen und 25 Teile Schwefel  kohlenstoff zugefügt.

   Von der angewendeten  Menge Schwefelnatrium bewirken 2 Moleküle  die Aufspaltung des     Thiazthioniuinchlorids.     Ein drittes Molekül bildet zusammen mit  dem Schwefelkohlenstoff die     Thiokohlensäure-          verbindung.    Die Masse erwärmt sich und es    setzt eine     Abscheidung    von farblosen glitzern  den Kristallen ein. Die Reaktion wird zweck  mässig durch Erwärmen zu Ende geführt,  das ausgeschiedene Reaktionsprodukt wird       abfiltriert    und durch     Umlösen    aus     Alkalilauge     und Ausfällen der alkalischen Lösung mit  Säuren gereinigt.  



  Man gelangt zum gleichen Körper, wenn  man das Einwirkungsprodukt von Chlorschwe  fel auf     0-Anisidin    zunächst mit Alkohol ver  reibt und die     Anschlämmung    in Natronlauge  einträgt, der zweckmässig verdünnter Alkohol  und     Natriumhydrosulfit    zugesetzt ist, und  die gleiche Menge Schwefelkohlenstoff wie  oben angegeben zusetzt. Auch in diesem  Falle erwärmt sich die Masse und die Reak  tion wird zweckmässig durch Erwärmen zu  Ende geführt. Die Aufarbeitung des Reak  tionsproduktes geschieht wie oben angegeben.

    Bei dieser Arbeitsweise wird das intermediär  gebildete     Aminomerkaptan    in statu nascendi  durch die Einwirkung der durch die Reak  tionskomponenten gebildeten     Thiokohlensäure-,        verbindung,    nämlich des     ganthogenats,    in  den gleichen Endkörper übergeführt.  <I>Beispiel 2:</I>  25" Teile des Einwirkungsproduktes von  Chlorschwefel auf     0-Anisidin    werden in eine  Lösung von 80 Teilen     krist.    Schwefelnatrium  in 80 Teilen Wasser eingetragen und nach  Zusatz von 40 Teilen     Kaliumxantogenat    einige  Zeit unter     Rückfluss    gekocht.

   Das intermediär  gebildete     Aminomerkaptan    tritt mit dem       Xanthogenat    in Reaktion. Nach Beendigung  der Reaktion wird die Reaktionsmasse abge  kühlt, wobei sich das Reaktionsprodukt in  glänzenden Kristallen abscheidet. Es wird       abfiltriert    mit Kochsalzlösung gewaschen und  in üblicher Weise gereinigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 2-Merkapto- 4-methoxy-6-chlor-benzo-thiazol der Formel: EMI0002.0045 dadurch gekennzeichnet, dass man eine Thiokohlensäureverbindung der allgemeinen Formel EMI0003.0002 worin X einen bei der Reaktion sich abspal tenden Rest bedeutet, eine stark alkalisch reagierende Substanz und 4-Methoxy-6-chlor- benzthiazthioniumchlorid aufeinander einwir ken lässt und das Reaktionsprodukt durch Ansäuern der Reaktionsmasse isoliert. Die neue Verbindung schmilzt in reinem Zustand bei<B>233".</B>
CH148335D 1928-02-23 1929-02-21 Verfahren zur Herstellung eines 2-Merkapto-arylen-thiazols. CH148335A (de)

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