CH146856A - Verfahren zur Herstellung eines 2-Merkapto-arylen-thiazols. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines 2-Merkapto-arylen-thiazols.

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CH146856A
CH146856A CH146856DA CH146856A CH 146856 A CH146856 A CH 146856A CH 146856D A CH146856D A CH 146856DA CH 146856 A CH146856 A CH 146856A
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mercapto
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren    zur Herstellung eines     2-Merkapto-arylen-thiazols.       Es. wurde gefunden, dass man     2-Merkapto-          arylen-thiazole    der wahrscheinlichen Formel:  
EMI0001.0005     
    (worin R einen     Arylenrest    bedeutet, der wei  tere     Substituenten,    wie Halogen,     Alkyl-,    Alk  ogy-, Amino-,     Arylamino-    oder     Acylamino-          Gruppen    enthalten kann), in einem Arbeits  gang erhält,

   wenn man eine     Thiokohlensäure-          verbindung    der allgemeinen Formel  
EMI0001.0014     
    worin X einen bei der Reaktion sich abspal  tenden Rest, z. B.     0-alkali,        S-alkali    oder         0-alkyl    bedeutet, oder deren     Ausgangsma-          terialien,    in Gegenwart von stark alkalisch  reagierenden Substanzen und vorteilhaft unter  Zusatz eines Reduktionsmittels einwirken  lässt auf eine     o-Amino-aryl-rhodanverbindung.     



  Da Schwefelalkalien gleichzeitig als Al  kali und als Reduktionsmittel wirken, so ist  in diesem Fall ein weiterer     Zusatz    von  Alkali oder Reduktionsmitteln unnötig. An       Stelle    der obenerwähnten     Thiokohlensäure-          verbindung        lirönnen    deren Ausgangsmaterialien  angewandt werden, z. B.

   Schwefelkohlenstoff  und Schwefelalkali an Stelle von     Trithiokar-          bonat    oder Schwefelkohlenstoff und Alkali an  Stelle von     Dithiokarbonat    oder auch Schwe  felkohlenstoff, Alkali und Alkohol an Stelle  von     Xanthogenat.    Die Reaktion verläuft nach  folgendem Schema:  
EMI0001.0030     
      Man ersieht ans dieser Formelgleichung, dass  die Reaktion 2 Äquivalente Alkali benötigt.  Bei Anwendung von     Na2S    als stark alka  lisch reagierende Substanz entspricht dies  1 Molekül. Diese Menge der stark alkalisch  reagierenden Substanz dient zur Aufspaltung  der     Rhodangruppe.     



  Geht man bei der Ausführung des Ver  fahrens nicht von einer fertigen     Thiokohlen-          säureverbindung    der allgemeinen Formel:  
EMI0002.0005     
    aus, sondern stellt man dieselbe im Lauf  des Verfahrens aus den in der Einleitung  genannten Stoffen, das heisst     zuin    Beispiel  aus Schwefelkohlenstoff und Schwefelkali  her, so erhöht sich die angegebene Alkali  menge entsprechend um zwei Äquivalente.  



  Es ist bemerkenswert, dass die Reaktion  in kurzer Zeit, meist schon durch Erwärmen  für einige Stunden, zu Ende geht und zu  vollständig reinen Produkten führt.  



  Die erhaltenen     2-31erkapto-ai,ylenthiazole     sollen zu pharmazeutischen Zwecken und  als Ausgangsstoffe zur Herstellung von Farb  stoffen, insbesondere aber als     Vulkanisations-          beschleuniger    Verwendung finden.  



  Vorliegendes Patent bezieht sich nun auf  ein Verfahren zur Herstellung von     2-Merkapto-          4-methyl-6-clilorbenzothiazol    der Formel:  
EMI0002.0012     
    dadurch     gekennzeichnet,    dass man     eirieThiokoli-          lensäureverbindung    der     allgemeinen    Formel:  
EMI0002.0017     
    worin     g    einen bei der     Reaktion    sich ab  spaltenden Rest, z.

   B.     0-alkali,        S-alkali,     oder     0-alkyl    bedeutet, eine stark alkalisch  reagierende Substanz und     1-Methyl-2-amino-          3-rhodan-5-chlorbenzol    aufeinander einwirken  lässt und das Reaktionsprodukt durch An  säuern der Reaktionsmasse isoliert. Als Zwi-         schenprodukt    bei der Reaktion entsteht ver  mutlich ein     o-Amino-merkaptan,    das sofort  in     statu    nascendi mit der     Thiokohlensäure-          verbindung    reagiert.

   Das allfällig zu verwen  dende Reduktionsmittel dient dazu, eine  eventuelle Oxydation des entstandenen     Mer-          kaptans    zum     Disulfid    zu verhindern.  



  Die neue Verbindung kristallisiert aus  Benzol in farblosen Nadeln vom Schmelz  punkt 252  . Sie soll zu pharmazeutischen  Zwecken und als Ausgangsstoff zur Herstel  lung von Farbstoffen insbesondere aber als     Vul-          kanisationsbeschleuniger    Verwendung finden.

    <I>Beispiel:</I>  40 Teile     1-Methyl-2-amirio        3-rhodari-5-          ehlorbenzol,        Vergl.        D.R.    P. 491225, Beispiel 1,  werden mit einer Lösung von 160 Teilen  kristallisiertem Schwefelnatrium in 2000 Teilen  Wasser und 20 Teilen Schwefelkohlenstoff  mehrere Stunden am     Rückflusskühler    gekocht,  wobei gegebenenfalls nochmals 10 Teile  Schwefelkohlenstoff nach einiger Zeit zuge  setzt werden.

   Von der angewendeten Menge  Schwefelnatrium bewirkt ein Molekül die  Aufspaltung der     Rhodangruppe.    Ein zweites       Molekül    bildet zusammen mit     deni    Schwe  felkohlenstoff die     Thiokohlensäureverbindung.     



  Nach dem Abkühlen wird angesäuert und  der entstandene Niederschlag abgesaugt. Das  Rohprodukt wird zur Reinigung zweckmässig  in wässerigem warmem Ammoniak gelöst  und mit Salzsäure gefällt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 2-Merkapto- -4-inethyl-6-chloi#ben7,o-tliiazol der Formel: EMI0002.0047 dadurch gekennzeichnet, dass inan eine Thiokoli- lensäureverbindung der allgemeinen Formel: EMI0002.0051 worin X einen bei der Reaktion sich abspal tenden Rest bedeutet, eine stark alkalisch reagierende Substanz und 1-Methyl-2-amirio- 3-rhodan-5-chlorbenzol aufeinander einwirken lässt und das Reaktionsprodukt durch An säuren der Reaktionsmasse isoliert. Die neue Verbindung kristallisiert aus Benzol in farblosen Nadeln vom Schmelz punkt 252 .
CH146856D 1928-02-24 1929-02-21 Verfahren zur Herstellung eines 2-Merkapto-arylen-thiazols. CH146856A (de)

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