CH146545A - Verfahren zur Herstellung eines 2-Merkapto-arylen-thiazols. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines 2-Merkapto-arylen-thiazols.

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CH146545A
CH146545A CH146545DA CH146545A CH 146545 A CH146545 A CH 146545A CH 146545D A CH146545D A CH 146545DA CH 146545 A CH146545 A CH 146545A
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mercapto
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arylene
thiazole
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren    zur Herstellung eines     2-Herkapto-arylen-thiazols.       Es wurde gefunden, dass man     2-Merkapto-          arylen-thiazole    der wahrscheinlichen Formel:  
EMI0001.0005     
    (worin R einen     Arylenrest    bedeutet, der  weitere     Substituenten,    wie Halogen,     Alkyl-,          Alkoxy-,        Amino-,        Arylamino-    oder     Acylamino-          Gruppen    enthalten kann) in einem Arbeits  gang erhält,

   wenn man eine     Thiokohlensäure-          verbindung    der allgemeinen Formel:  
EMI0001.0016     
    worin X einen bei der Reaktion sich ab  spaltenden Rest, z. B.     0-alkali,        S-alkali    oder       0-alkyl    bedeutet;

   oder deren Ausgangs-         materialien    in Gegenwart von stark alkalisch  reagierenden Substanzen und vorteilhaft unter  Zusatz eines Reduktionsmittels einwirken lässt  auf ein     Ar-ylen-thiazthiorriumchlorid    (s.     DRP.     360690)     bezw.    dessen nächstes     TJmwandlungs-          produkt    mit Wasser (s.     DRP.    367346).  



  Da Schwefelalkalien gleichzeitig als Alkali  und als Reduktionsmittel wirken, so ist in  diesem Fall ein weiterer Zusatz von Alkali  oder Reduktionsmitteln unnötig.     An'Stelle     der oben erwähnten     Thiokohlensäurever-          bindung    können deren Ausgangsmaterialien  angewandt werden, z. B.     Schwefelkohlenstoff     und Schwefelalkali an Stelle von     Trithio-          carbonat    oder     Schwefelkohlenstoff    und Alkali  an Stelle von     Ditbiocarbonat    oder auch  Schwefelkohlenstoff, Alkali und Alkohol an  Stelle von     Xanthogenat.     



  Die Reaktion verläuft nach folgendem  Schema    
EMI0002.0001     
         Man    ersieht aus dieser Formelgleichung,  dass die Reaktion vier Äquivalente Alkali  benötigt. Bei Anwendung von     Na2S    als stark  alkalisch reagierende Substanz entspricht dies  zwei Molekülen. Diese Menge der alkalisch  reagierenden Substanz dient zur Aufspaltung  des     Thiazthioniumringes.        (geht    man bei der  Ausführung des Verfahrens nicht von einer  fertigen     Thiokohlensäureverbindung    der all  meinen Formel:  
EMI0002.0007     
    sondern stellt man dieselbe im Lauf des  Verfahrens aus den in der Einleitung ge  nannten     Stoffen,    d. h. z.

   B. aus Schwefel  kohlenstoff und Schwefelalkali her, so erhöht  sich die angegebene     Alkalimenge    entsprechend  um zwei Äquivalente.  



  Es ist bemerkenswert, dass die Reaktion  in kurzer Zeit, meist schon durch Erwärmen  für einige Stunden, zu Ende geht und zu  vollständig reinen Produkten führt.  



  Die erhaltenen     2-Merkapto-arylenthiazole     sollen zu pharmazeutischen Zwecken und als  Ausgangsstoffe zur Herstellung von Farb  stoffen, insbesondere aber als     Vulkanisations-          beschleuniger    Verwendung finden. Vorliegen  des Patent bezieht sich nun auf ein Ver  fahren zur Herstellung von     2-Merkapto-6-          äthoxy-benzothiazol    der Formel:  
EMI0002.0015     
    dadurch gekennzeichnet, dass man eine       Thiokohlensäureverbindung    der allgemeinen  Formel  
EMI0002.0017     
    worin X einen bei der Reaktion sich ab  spaltenden Rest, z.

   B.     0-alkali,        S-alkali    oder 0  alkyl bedeutet, eine stark alkalisch reagierende  Substanz und     6-Äthoxy-benzo-thiazthionium-          chlorid,    aufeinander einwirken lässt und das  Reaktionsprodukt durch Ansäuern der Re  aktionsmasse isoliert. Als Zwischenprodukt  bei der Reaktion entsteht vermutlich ein       o-Amino-mercaptan,    das sofort in     statu     nascendi mit der     Thiokohlensäureverbindung     reagiert. Das allfällig zu verwendende Re  duktionsmittel dient dazu, eine eventuelle  Oxydation des entstandenen     Merkaptans     zum     Disulfid    zu verhindern.  



  Die neue Verbindung schmilzt in reinem  Zustand bei 198  . Sie soll zu pharmazeutischen  Zwecken und als Ausgangsstoff zur Her  stellung von     Farbstoffen,    insbesondere aber  als     Vulkanisationsbeschleuniger    Verwendung  finden.    <I>Beispiel:</I>    25 Teile des Einwirkungsproduktes von  Chlorschwefel auf     p-Phenetidin    (vgl.     DRP.     360690, Beispiel 6), dem die Konstitution  eines     Thiazthioniumchlorids    der Formel:  
EMI0002.0032     
    zukommt, werden in eine Lösung von 80  Teilen     krist.    Schwefelnatrium in 100     Teiien     Wasser eingetragen und 25 Teile Schwefel  kohlenstoff zugefügt.

   Von der angewendeten  Menge an Schwefelnatrium bewirken zwei  Moleküle die Aufspaltung des     Thiazthionium-          chlorids.    Ein drittes Molekül bildet zusammen  mit dem Schwefelkohlenstoff die     Thiokohlen-          säureverbindung.    Die Masse erwärmt sich  und es setzt eine     Abscheidung    von Farblosen  glitzernden Kristallen ein. Die Reaktion wird  zweckmässig durch Erwärmen zu Ende geführt,      das ausgeschiedene Reaktionsprodukt wird       abfiltriert    und durch     Umlösen    aus Alkali  lauge und Ausfällen der alkalischen Lösung  mit Säuren gereinigt.  



  Man gelangt zum gleichen Körper, wenn  man das Einwirkungsprodukt von Chlor  schwefel auf     p-Phenetidin    zunächst mit Al  kohol verreibt und die     Anschlämmung    in  Natronlauge einträgt, der zweckmässig ver  dünnter Alkohol und     Natriumhydrosulfit    zu  gesetzt ist, und die gleiche Menge Schwefel  kohlenstoff wie oben angegeben zusetzt. Auch  in diesem Falle erwärmt sich die Masse und  die Reaktion wird zweckmässig durch Er  wärmen zu Ende geführt. Die Aufarbeitung  des Reaktionsproduktes geschieht wie oben  angegeben.

   Bei dieser Arbeitsweise wird das  intermediär gebildete     Aminomerkaptan    in  statu nascendi durch die Einwirkung der  durch die Reaktionskomponenten gebildeten       Thiokohlensäureverbindung,    nämlich des     Xan-          thogenats,    in den gleichen Endkörper über  geführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 2-Merkapto- 6-äthogy-benzo-thiazol der Formel: EMI0003.0012 dadurch gekennzeichnet, dass man eine Thio- kohlensäureverbindung der allgemeinen For mel EMI0003.0015 worin g einen bei der Reaktion sich ab spaltenden Rest bedeutet, eine stark alkalisch reagierende Substanz und 6-Athogy-benzo- thiazthioniumchlorid aufeinander einwirken lässt und das Reaktionsprodukt durch An säuern der Reaktionsmasse isoliert. Die neue Verbindung schmilzt in reinem Zustand bei<B>1980.</B>
CH146545D 1928-02-23 1929-02-21 Verfahren zur Herstellung eines 2-Merkapto-arylen-thiazols. CH146545A (de)

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